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4/13<br />
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WEBENTWICKLUNG<br />
Flexbox-Layouts<br />
Klassische Designprobleme<br />
ganz elegant gelöst<br />
Wordpress-Doping<br />
Mit Wordpress-Multisite<br />
mehrere Websites verwalten<br />
Map-APIs<br />
Standorterkennung<br />
und Benutzerortung<br />
für Apps nutzen<br />
WEBBUSINESS<br />
SEO-Strategien<br />
Mehr mobile Besucher<br />
für Ihre Website generieren<br />
E-Mail-Marketing<br />
Der optimale Newsletter<br />
für Smartphones und Tablets<br />
<strong>Facebook</strong><br />
<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong><br />
Wie man<br />
zu Geld macht<br />
NEU:<br />
Zum Sammeln!<br />
Quick Reference Guide<br />
Google Analytics<br />
Teil 7 in diesem Heft<br />
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Und wie flexibel ist Ihr Server?<br />
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EDITORIAL<br />
VERLOST<br />
SEO-Video-Training<br />
Die Suche mit<br />
sozialem Kontext<br />
Das soziale Netzwerk <strong>Facebook</strong> hat laut neuester Zählung<br />
weltweit mehr als eine Milliarde Mitglieder, die Tag für Tag<br />
und Minute für Minute mehr Details über ihr Privatleben ins<br />
<strong>Internet</strong> stellen. Auf den Servern des Unternehmens schlummern<br />
Daten in immenser und stetig wachsender Menge – ein<br />
Informationspotential, das viele Unternehmen bereits in naher<br />
Zukunft in bare Münze verwandeln können. Wie das gehen<br />
soll? Nun, ganz sicher nicht mit ziellos eingestreuten Werbeeinblendungen,<br />
Bannern oder gesponserten Links.<br />
Viel effektiver ist es, die sozialen Interaktionen und Beziehungen,<br />
die "Gefällt mir"-Klicks und negative Kommentare der<br />
Mitglieder ganz direkt für Marketingzwecke zu nutzen. Genau<br />
für diesen Einsatzbereich hat <strong>Facebook</strong> die "Social <strong>Graph</strong><br />
<strong>Search</strong>" entwickelt, eine Suchanfrage mit sozialem Kontext, die<br />
momentan bereits für ausgesuchte <strong>Facebook</strong>-Nutzer zur Verfügung<br />
steht. Was genau es mit <strong>Facebook</strong>s Social <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> auf<br />
sich hat, wie die Suche funktioniert und welche Möglichkeiten<br />
und Gefahren sich dadurch auch für Sie ergeben könnten, verrät<br />
unser Artikel auf Seite 56.<br />
Viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe wünscht<br />
Die SEO-Schulung vom Profi! Ihr<br />
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anhand zahlreicher Praxisbeispiele,<br />
wie Sie eine Keyword-Recherche<br />
durchführen und Schritt für<br />
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lernen Sie nützliche Analysewerkzeuge<br />
wie Google Analytics,<br />
Bing Webmaster Tools und <strong>Search</strong>metrics<br />
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Media auf Ihr Ranking hat und wie Sie für<br />
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und mittleren Unternehmern,<br />
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Funktionen im Handumdrehen optimal<br />
ein: Von der Einrichtung einer aufmerksamkeitsstarken<br />
Präsenz über die treffsichere Publikumsansprache<br />
mit Kreisen bis zum eigenen<br />
TV-Kanal mit Hangouts on Air.<br />
Stefan Schasche<br />
Projektleiter<br />
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SERVICE | Inhalt<br />
4/13<br />
Flexbox-Layouts<br />
Der attraktive Newcomer unter den CSS3-Layoutmodulen ist Flexbox: Es<br />
ermöglicht eine sehr flexible Anordnung von Bereichen, wodurch sich<br />
viele klassische Layoutprobleme elegant lösen lassen.<br />
S. 14<br />
<strong>Facebook</strong>s Social<br />
<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong><br />
Mit seiner neuen Social-<strong>Graph</strong>-Suche<br />
schickt sich <strong>Facebook</strong> an, das Marketing<br />
neu zu definieren und die Marktforschung<br />
nachhaltig zu verändern.<br />
Genutzt werden soziale Verknüpfungen<br />
und private Vorlieben.<br />
S. 56<br />
AKTUE LLE S<br />
News & Trends . . . . . . . . . . . . . . 6<br />
Trackback . . . . . . . . . . . . . . . . 12<br />
Spannende, interessante und witzige Fundstücke<br />
aus dem Web<br />
SPECIAL<br />
Flexbox-Layouts . . . . . . . . . . . 14<br />
Alles über den CSS3-Layout-Newcomer<br />
W E BDE S I GN<br />
Responsives Webdesign . . . . . . 20<br />
Techniken zur Performance-Steigerung<br />
Map-APIs: Google & Alternativen 26<br />
Mobile Geofunktionen werden immer wichtiger<br />
Design in Adobe Illustrator CS6 . 32<br />
So nutzen Sie das Illustrationsprogramm richtig<br />
Professionelles Blogdesign . . . . 36<br />
Blogs erstellen mit Wordpress<br />
WEB E NTWICKLUNG<br />
Google Analytics . . . . . . . . . . . 40<br />
Erfahren Sie mehr über die Besucher Ihrer Site<br />
Java-Power mit XDEV 3 . . . . . . . 46<br />
Die perfekte Umgebung für den Umstieg auf Java<br />
Multisite: Doping für Wordpress . 52<br />
Mehrere Wordpress-Sites verwalten<br />
<strong>Facebook</strong>s Social <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> . . 56<br />
Gezieltes Marketing über <strong>Facebook</strong><br />
WEBBUSI N E SS<br />
Provider-Porträt . . . . . . . . . . . . 60<br />
<strong>Internet</strong>24<br />
Newsletter für mobile Geräte . . . 62<br />
E-Mail-Marketing für Smartphone und Tablet<br />
Mobile Besucher analysieren . . 64<br />
SEO-Strategien für mobile Surfer<br />
4 0413 internet magazin
Inhalt | SERVICE<br />
Map-APIs<br />
Die mobile Revolution löst einen<br />
enormen Bedarf an ortsgebundenen<br />
Funktionen aus. Entwickler<br />
mobiler Apps verhelfen ihren<br />
Diensten mit Benutzerortung<br />
und Standorterkennung zu mehr<br />
Benutzerfreundlichkeit.<br />
S. 26<br />
Newsletter für<br />
mobile Geräte<br />
Mobile Endgeräte wie Smartphones<br />
oder Tablets stellen besondere<br />
Anforderungen an das E-Mail-Marketing.<br />
Worauf Sie achten müssen,<br />
lesen Sie in diesem Artikel.<br />
S. 62<br />
Multisite: Doping<br />
für Wordpress<br />
Multisite dient der einfachen Erzeugung<br />
und Administration eines<br />
Netzwerks von Websites. Nur wenige<br />
Nutzer verwenden es und ignorieren<br />
damit eines der leistungsfähigsten<br />
Wordpress-Werkzeuge.<br />
S. 52<br />
T I PPS & TRICKS<br />
<strong>Internet</strong> Explorer. ........70<br />
• Entwickeln mit modern.IE<br />
• Inkompatibilitäten beheben<br />
Windows 8 .............71<br />
• Priorität für Touch<br />
• Websites als Kacheln<br />
AWS ..................71<br />
• Elastischer Lastverteiler<br />
.htaccess ..............71<br />
• Code-Igniter: URLs bereinigen<br />
SEO ..................72<br />
• APIs nutzen<br />
Geolocation ............72<br />
• Kostenlose Datenbanken von Maxmind<br />
cron ..................72<br />
• Datum und Uhrzeit automatisch setzen<br />
Javascript ..............72<br />
• Minifizierer und Komprimierer<br />
• Fehlersuche mit Tracekit<br />
Fiddler . . . . . . . . . . . . . . . . 72<br />
• Websites debuggen<br />
CSS. ..................74<br />
• Webschriften selber hosten<br />
• Workarounds für elastische Layouts<br />
• Automatisches Skalieren<br />
PHP ..................75<br />
• Textzeichenketten prüfen<br />
• Zeilenumbrüche entfernen<br />
Online-Recht. ...........76<br />
• AGB - Das Kleingedruckte<br />
Google Analytics<br />
Neben der Arbeit an den Rankings<br />
mit den Webmaster-Tools und dem<br />
Chrome-Browser setzen Webmaster<br />
verstärkt auf die Analysemöglichkeiten<br />
mit Google Analytics, um<br />
mehr über die Besucher ihrer Site<br />
zu erfahren.<br />
S. 40<br />
S ERVICE<br />
Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . 3<br />
Branchenverzeichnis . . . . . . . 79<br />
Impressum . . . . . . . . . . . . . . 82<br />
<strong>Vorschau</strong> . . . . . . . . . . . . . . . . 82<br />
www.internet-magazin.de 5
AKTUELLES | News<br />
Strato<br />
Server-Cloud und Hidrive<br />
Auf der Cebit in Hannover stellt<br />
Strato seine neue Servercloud vor.<br />
Wer einen neuen Server anlegt,<br />
kann in der Webverwaltung der<br />
Public-Cloud-Lösung die Größe des<br />
Arbeitsspeichers zwischen 512 MB<br />
und 32 GB bis auf das Megabyte<br />
genau konfigurieren – beim Festplattenspeicher<br />
geht das zwischen<br />
20 und 1.000 GB bis auf das Gigabyte.<br />
Die Prozessorleistung lässt<br />
sich ebenfalls frei wählen: Ein bis<br />
acht Kerne stehen zur Verfügung.<br />
Steigt der Bedarf an Ressourcen,<br />
können CPU und Arbeitsspeicher<br />
flexibel angepasst werden. Sie können<br />
passgenaue virtuelle Maschinen<br />
für Ihren Einsatzzweck anlegen, zum<br />
Beispiel einen FTP-Server mit wenig<br />
RAM und viel Festplattenspeicher<br />
oder einen Serverklon. Dieser kann<br />
zum Beispiel kurzfristig als separate<br />
Testumgebung genutzt werden, um<br />
Patches und Updates zu testen, ohne<br />
das Produktivsystem zu beeinträchtigen.<br />
Zusätzlich lässt sich der Klon<br />
der eigenen Produktivumgebung flexibel<br />
anpassen, um die Systemanforderungen<br />
neuer Software zu testen.<br />
In puncto Sicherheit bietet Strato Features<br />
wie zum Beispiel Securityscan.<br />
Damit können Kunden die nach außen<br />
sichtbaren Ports ihrer virtuellen<br />
Server scannen und so mögliche Sicherheitslücken<br />
oder veraltete Software<br />
aufspüren. Der Securityscan<br />
lässt sich für jede virtuelle Maschine<br />
manuell auf Knopfdruck durchführen<br />
oder über einen Job automatisieren.<br />
Zum Einsatz kommen HP-Server mit<br />
Mehrkernprozessoren des Typs Intel<br />
XEON E5 und HP 3PAR als separates<br />
Speichersystem.<br />
Des Weiteren stellt Strato auf der Cebit<br />
seine neue Windows-8-App für<br />
Hidrive vor. Die Entwicklerversion<br />
der Hidrive-App kommt mit einem<br />
touchfreundlichen Interface daher,<br />
das sich komplett in das Look-and-<br />
Feel der neuen Windows-Benutzeroberfläche<br />
einfügt. Direkt nach<br />
dem Login werden Dateien, Ordner<br />
und Fotos, die auf dem Cloud-Speicher<br />
liegen, als Miniaturansicht angezeigt.<br />
Dateien in der Hidrive-App<br />
lassen sich mit anderen Apps öffnen,<br />
ansehen und bearbeiten – die vorgenommenen<br />
Änderungen werden<br />
danach automatisch auf Hidrive<br />
hochgeladen. Wer Hidrive auch unter<br />
Windows 8 als Laufwerk im Windows<br />
Explorer einbinden möchte,<br />
kann die bereits verfügbare Software<br />
für Windows XP, Vista und Windows<br />
7 auch unter Windows 8 nutzen.<br />
www.strato.de<br />
payleven<br />
Mobile Chip & PIN Lösung<br />
Payleven, startet seine Chip-&-PIN-Lösung. Ab heute können<br />
sich Gewerbetreibende unter payleven.de registrieren<br />
und zum Einführungspreis von 49<br />
Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) ihren<br />
Chip & PIN-Kartenleser erwerben. Das<br />
Lesegerät verbindet sich via Bluetooth<br />
mit einem Smartphone oder Tablet. Es<br />
bietet dabei die gleichen Sicherheitsstandards<br />
wie klassische Kartenterminals:<br />
Das Gerät ist EMV-Level-2 und PCI zertifiziert und<br />
bietet so einen optimalen Schutz für Gewerbetreibende.<br />
www.payleven.de<br />
Checkliste<br />
Der richtige Webhoster<br />
Man möchte Geld im <strong>Internet</strong> verdienen, die Idee für<br />
den <strong>Internet</strong>auftritt nimmt langsam Formen an, eigentlich<br />
kann’s losgehen. Fehlt nur noch der Hosting-Partner<br />
für das Online-Projekt – und da hat man die Qual<br />
der Wahl. Das Angebot des Hosters sollte flexibel gestaltet<br />
sein, die Größe oder Ausstattung der eigenen<br />
Website unproblematisch an den aktuellen Bedarf angepasst<br />
werden können.Der Hoster sollte Laufzeiten<br />
und Preise wie einmalige Einrichtungsgebühr und monatliche<br />
Miete transparent darstellen. Eine Checkliste<br />
von Verio bietet eine Orientierungshilfe.<br />
www.verio.de<br />
6 0413 internet magazin
News | AKTUELLES<br />
Schadsoftware<br />
Die zehn größten Gefahren im <strong>Internet</strong><br />
Die größte Bedrohung<br />
für <strong>Internet</strong>nutzer sind<br />
derzeit so genannte<br />
Drive-by-Downloads.<br />
Dabei handelt es sich<br />
um Schadprogramme,<br />
die sich Nutzer beim<br />
Besuch manipulierter<br />
Webseiten einfangen<br />
können. Hierbei<br />
laden sich <strong>Internet</strong>nutzer<br />
unbewusst<br />
Schadsoftware auf<br />
den eigenen Rechner. Dabei werden<br />
in der Regel Sicherheitslücken<br />
von Browsern oder Plug-Ins ausgenutzt.<br />
Auf dem zweiten Platz liegen<br />
Würmer und Trojaner. Das berichtet<br />
der Hightech-Verband BITKOM<br />
im Rahmen eines Rankings der<br />
zehn größten Gefahren aus dem<br />
<strong>Internet</strong> im Jahr 2013. Basis der<br />
Angaben ist ein aktueller Bericht<br />
<strong>Internet</strong>sicherheit<br />
Passwörter merken<br />
der European Network and Information<br />
Security Agency. Weitere<br />
Gefahren sind Attacken auf Datenbanken<br />
und Webanwendungen,<br />
massenhaft gekaperte und ferngesteuerte<br />
Computer (Botnets) oder<br />
betrügerische Mails und Websites<br />
(Phishing). Mehr Informationen<br />
und Schutztipps finden Sie unter<br />
www.bitkom.org<br />
Laut Studien<br />
greifen 60 Prozent<br />
der <strong>Internet</strong>nutzer<br />
lediglich<br />
auf eine<br />
sehr begrenzte<br />
Auswahl von<br />
Buchstaben<br />
und Zahlen<br />
zurück. Das<br />
weltweit am meisten verwendete<br />
Passwort ist die Ziffernfolge<br />
„123456“. Auf den Plätzen zwei<br />
und drei rangierten „12345“ und<br />
„123456789“. Hacker könnten<br />
einen solch schwachen Zugangsschutz<br />
mit automatisierten Methoden<br />
innerhalb einer Sekunde<br />
knacken. Um ein Passwort zu finden,<br />
dass man sich leicht merken<br />
kann, wird geraten, sich einen Satz<br />
auszudenken, der Wörter, Zahlen<br />
und Zeichensetzung enthält. Als<br />
Beispiel wählt er den Satz „Mein<br />
zweites Auto war ein VW Golf!“<br />
Nehme man den ersten Buchstaben<br />
eines jeden Worts, die Zahl<br />
und das Satzzeichen und schreibe<br />
dies hintereinander auf, ergebe<br />
sich aus diesem Merksatz das<br />
Passwort „M2.AweVWG!“<br />
hpi.uni-potsdam.de<br />
• • • TICKER • • •<br />
■ Amazon senkt EC2-Preise<br />
Amazon hat, knapp ein Jahr<br />
nach der letzten Preissenkung,<br />
die Kosten für On-Demand-<br />
Instanzen in seinem Cloud-<br />
Dienst EC2 ab 1 Februar 2013<br />
reduziert. Die Preissenkung<br />
gilt nur für die Linux-Varianten.<br />
www.amazon.de<br />
■ <strong>Facebook</strong> fährt ersten<br />
Gewinn ein<br />
Trotz eines Gewinnrückgangs<br />
von 548 Millionen auf 523 Millionen<br />
US-Dollar weist <strong>Facebook</strong><br />
den ersten Gewinn seit<br />
dem Börsengang 2012 aus.<br />
Der Gewinnrückgang sei vor<br />
allem auf gestiegene Kosten<br />
zurückzuführen.<br />
www.facebook.de<br />
■ Etherpad-Patch<br />
Eine Sicherheitslücke, die zu<br />
Serverabstürzen durch modifizierte<br />
Client-Nachrichten<br />
führen kann, wurde mit dem<br />
Update auf die Version 1.2.7<br />
von Etherpad geschlossen.<br />
Das Update sollte möglichst<br />
schnell installiert werden.<br />
etherpad.org<br />
■ <strong>Internet</strong>sperrfantasien<br />
Mit der Entscheidung, dass ein<br />
<strong>Internet</strong>zugang zur Grundversorgung<br />
gehört, beendet der<br />
Bundesgerichtshof eine lange<br />
politische Debatte: Eine <strong>Internet</strong>sperre,<br />
wie sie die Rechteverwertungsindustrie<br />
als Strafe<br />
für Urheberrechtsdelikte<br />
fordert, wäre damit unzulässig.<br />
www.bundesgerichtshof.de<br />
www.internet-magazin.de 7
AKTUELLES | News<br />
WLAN-Nutzung<br />
Bald kostenloses WLAN<br />
für alle Münchener?<br />
Im Rahmen seines Vortrages über die aktuellen Entwicklungen<br />
im Medienbereich in Bayern vor Mitgliedern und<br />
Gästen des Medien-Club<br />
München e.V., griff Siegfried<br />
Schneider, Präsident<br />
der Bayerischen Landeszentrale<br />
für neue Medien,<br />
das Thema kostenlose<br />
WLAN-Nutzung auf und<br />
kündigte entsprechende Gespräche an. Eberhard Sinner,<br />
MdL und Vorsitzender des Medien-Club München,<br />
forderte die kostenlose WLAN-Nutzung in München. Als<br />
Vorbild dient das Berliner Pilotprojekt: Seit November<br />
2012 können Berliner und Berlin-Besucher an belebten<br />
Straßen und Plätzen in den Bezirken Mitte und Prenzlauer<br />
Berg 30 Minuten kostenlos im <strong>Internet</strong> surfen. Nutzer von<br />
Smartphones, Tablet-PCs und Notebooks erhalten an 44<br />
Hotspots einen kostenlosen Highspeed-<strong>Internet</strong>zugang<br />
mit bis zu 100.000 Kbit/s im Download. Weitere 60<br />
Hotspots werden bis zum Sommer 2013 dazukommen.<br />
Insgesamt entsteht so ein WLAN-Netz mit mehr als 100<br />
Highspeed-Hotspots in Berlin und Potsdam.<br />
www.medien-club-muenchen.com<br />
Initiative D21<br />
Sicherheit beim<br />
Online-Banking<br />
Immer mehr Bürger möchten ihre<br />
Bankgeschäfte mobil und bequem<br />
zu jeder Zeit erledigen. Aktuell<br />
nutzen 70 Prozent der regelmäßigen<br />
<strong>Internet</strong>nutzer häufig den<br />
Computer für ihre Bankgeschäfte.<br />
Über 95 Prozent von ihnen legen<br />
dabei großen Wert auf Sicherheit<br />
und Datenschutz. Dafür etwas tun<br />
oder bezahlen wollen aber immer<br />
weniger Menschen: Aktuell erwarten<br />
57 Prozent der <strong>Internet</strong>nutzer<br />
sichere Transaktionen kostenlos<br />
von ihrer Bank. Dies sind die zentralen<br />
Ergebnisse der fünften Auflage<br />
der Studie „Online-Banking<br />
– Mit Sicherheit!“, herausgegeben<br />
von der Initiative D21 e.V. sowie<br />
der Fiducia IT AG und durchgeführt<br />
von TNS Infratest.<br />
www.initiatived21.de<br />
Jiffybox<br />
Cloud-Server<br />
Der Webhoster Domainfactory bietet seinen Kunden<br />
ab jetzt einen Cloud-Server an, bei dem keine<br />
Gebühren für den Datentransfer anfallen. Ab sofort<br />
ist jede Jiffybox mit einer Traffic-Flatrate ausgestattet.<br />
Das gilt sowohl für neue als auch für bestehende Installationen.<br />
Die Kunden bezahlen ihre Cloud-Server<br />
sekundengenau nach der tatsächlichen<br />
Nutzungsdauer. Pro Stunde kostet<br />
eine Jiffybox je nach Leistung zwischen<br />
zwei und 25 Cent. Dafür<br />
stehen zwei bis vier CPU-Kerne,<br />
bis 16 GByte Arbeitsspeicher und<br />
50 bis 600 GByte Festplattenspeicher<br />
zur Verfügung. Zwei verschiedene Linux-Kernel und<br />
sieben Linux-Distributionen stehen vorinstalliert zur<br />
Wahl. Neukunden, die sich bis Ende März für eine<br />
Jiffybox entscheiden, werden mit einem zusätzlichen<br />
Startguthaben von 50 Euro belohnt.<br />
www.jiffybox.de<br />
Video-Streaming<br />
Das <strong>Internet</strong> wird<br />
zur Videothek<br />
Filmfans greifen zunehmend online<br />
auf legale Videoangebote zu. Mehr<br />
als jeder vierte Bundesbürger bezieht<br />
Filme und Serien online, entweder als<br />
Download oder indem er Datenträger<br />
wie Blu-rays oder DVDs per <strong>Internet</strong><br />
bestellt. Das entspricht 41 Prozent der<br />
<strong>Internet</strong>nutzer in Deutschland. Zudem<br />
nutzen 3,5 Millionen Deutsche kostenpflichtige<br />
Streaming-Dienste. Das<br />
ist das Ergebnis einer repräsentativen<br />
Umfrage im Auftrag des Hightech-<br />
Verbands BITKOM. Vor allem 18- bis<br />
29-jährige <strong>Internet</strong>nutzer beziehen<br />
Filme online. Bei den 30- bis 49-Jährigen<br />
ist es jeder Zweite.<br />
www.bitkom.org<br />
8 0413 internet magazin
Hetzner Online unterstützt mit der<br />
Verwendung von 100% regenerativem<br />
Strom aktiv den Umweltschutz.<br />
Entscheiden Sie sich gemeinsam<br />
mit uns für eine saubere Zukunft.
AKTUELLES | News<br />
Breitbandanschluss<br />
Großer Nachholbedarf bei kleinen Unternehmen<br />
In Deutschland haben im vergangenen Jahr fast neun<br />
von zehn Unternehmen einen Breitbandanschluss<br />
genutzt, dagegen waren es 2003 noch deutlich<br />
weniger als die Hälfte. Damit hat sich die Breitbandnutzung<br />
in der Wirtschaft innerhalb von zehn<br />
Jahren mehr als verdoppelt. Allerdings hat sich der<br />
Anteil der Unternehmen mit Breitbandanschlüssen<br />
seit 2009 nicht<br />
mehr weiter erhöht. Vor allem<br />
kleine Unternehmen verzichten derzeit noch häufig<br />
auf einen schnellen <strong>Internet</strong>anschluss. Von den Unternehmen<br />
mit weniger als fünf Beschäftigten verfügen<br />
nur rund zwei Drittel über einen festen Breitbandzugang.<br />
Bei Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten<br />
sind es bereits 79 Prozent, bei weniger als 50<br />
Beschäftigten 86 Prozent. Bei Unternehmen mit 50 bis<br />
249 Beschäftigten beträgt die Quote bereits 95 Prozent,<br />
ab 250 Beschäftigten steigt sie dann auf 98 Prozent. Im<br />
Branchenvergleich sind die ITK-Branche selbst mit 99<br />
Prozent sowie die Medienbranche mit 98 Prozent die<br />
Spitzenreiter bei der Nutzung fester Breitbandanschlüsse.<br />
Schlusslichter sind Baugewerbe mit 83 Prozent und<br />
die Verkehrsbranche mit 82 Prozent.<br />
www.bitkom.org<br />
Höhenflug<br />
Europa-Domain hoch im Kurs<br />
Die Wirtschaft setzt immer mehr auf Europa:<br />
Kaum etwas zeigt dies so eindrucksvoll<br />
wie die Investitionsbereitschaft in die<br />
Europa-Domain .eu, deren<br />
überdurchschnittlicher<br />
Auftrieb sich ungebremst<br />
fortgesetzt hat. Der Preisausreißer<br />
nicht berücksichtigende<br />
„Median“ stieg von<br />
150 Euro im Jahr 2010 und<br />
264 Euro im Vorjahr auf<br />
650 Euro im Jahr 2012. Dies geht aus der<br />
alljährlichen Domainmarktstudie der weltgrößten<br />
Domainhandelsbörse Sedo hervor,<br />
die das Unternehmen soeben vorgelegt<br />
hat. Stark im Kommen sind auch wieder<br />
Domains mit landestypischer Endung wie<br />
.fr und .at, wo der Median ebenfalls einen<br />
kräftigen Auftrieb erfahren<br />
hat. So rangieren unter den<br />
Top-10-Spitzenverkäufen<br />
des Jahres etliche Domains<br />
mit landestypischer Endung,<br />
die dem bisherigen<br />
Favoriten .com Konkurrenz<br />
machen. Das momentan<br />
starke Interesse an Gold und Silber hat darüber<br />
hinaus zu einer Vielzahl an Verkäufen<br />
thematisch passender Domains geführt.<br />
www.sedo.de<br />
Mindbreeze Insite<br />
Website-Suche samt intelligentem Baukasten<br />
Mindbreeze Insite, die Suchlösung des österreichischen<br />
Softwareherstellers Mindbreeze,<br />
löst aktuelle Herausforderungen für Website-Besucher<br />
und -Betreiber. <strong>Internet</strong>nutzer<br />
erwarten heute semantische, individuelle<br />
und umfassende Suchergebnisse, die ihnen<br />
einen klaren Mehrwert bieten. Unternehmen<br />
müssen die dafür notwendigen Suchmaschinen<br />
aber nicht selbst programmieren,<br />
denn das innovative Baukastenprinzip von<br />
Mindbreeze Insite bietet eine Lösung, mit<br />
der einfach individuelle Suchanwendungen<br />
erstellt werden können.<br />
www.mindbreeze.com<br />
Oberlandesgericht Hamm<br />
Ungenaue<br />
Lieferfristen<br />
unzulässig<br />
Das Oberlandesgericht Hamm<br />
in Nordrhein-Westfalen hat in<br />
einem am 29.01.2013 veröffentlichen<br />
Urteil (Az.: I-4 U 105/12)<br />
entschieden, dass im <strong>Internet</strong>handel<br />
Klauseln mit ungenauen Lieferfristen<br />
in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen<br />
unzulässig<br />
sind, und bestätigte damit einen<br />
Urteilsspruch des Landgerichtes<br />
Essen. Demzufolge sind Klauseln<br />
wie „Angegebene Lieferfristen<br />
stellen nur einen Richtwert dar<br />
und gelten daher nur annähernd<br />
vereinbart (Zirka-Fristen)“ in den<br />
AGB ungültig und verstoßen gegen<br />
das Wettbewerbsrecht. Das<br />
Urteil des OLG Hamm ist jedoch<br />
noch nicht rechtskräftig und beschäftigt<br />
derzeit den Bundesgerichtshof<br />
(Az.: I ZR 205/12).<br />
www.justiz.nrw.de<br />
10 0413 internet magazin
News | AKTUELLES<br />
Bertelsmann<br />
Online-<br />
Lernplattform<br />
Bertelsmann engagiert sich bei<br />
einem weltweit agierenden Unternehmen<br />
aus der Education-<br />
Branche. Gemeinsam mit dem<br />
indischen Private Equity Fund<br />
Kaizen beteiligt sich der deutsche<br />
Konzern mit vier Millionen US-<br />
Dollar (etwa drei Millionen Euro)<br />
an WizIQ. Bei der 2007 gegründeten<br />
Plattform haben sich weltweit<br />
mehr als 2,5 Millionen Schüler<br />
und Studenten sowie 200.000<br />
Lehrer in rund 100 Ländern bei<br />
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SEMSEO University<br />
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Die SEMSEO Fachkonferenz für Suchmaschinenmarketing<br />
und Optimierung wird<br />
am 25. und 26. April 2013 zum siebten<br />
Mal in Hannover stattfinden. Bei dem<br />
etablierten Veranstaltungsformat der<br />
ABAKUS <strong>Internet</strong> Marketing GmbH<br />
gibt es drei Neuerungen: Der Veranstaltungstermin<br />
fällt bereits ins<br />
Frühjahr, die Location ist erstma-<br />
lig das Congresscentrum Wienecke<br />
XI. nahe dem Messegelände und ein<br />
neues Konzept wartet auf die Teilnehmer.<br />
Auf der SEMSEO 2013 wird es am 26.<br />
April nur einen einzigen Vortragsstrang geben,<br />
in dem die Inhalte von den hochkarätigen<br />
Referenten tiefer vermittelt werden.<br />
Das Konferenzprogramm wird außerdem<br />
durch die eine zweitägige Workshopstrecke<br />
„SEMSEO University“ ergänzt, die von<br />
den SEMSEO-Teilnehmern ohne Aufpreis<br />
besucht werden kann. In den insge-<br />
samt zwölf Intensiv-Workshops<br />
kommen Interessierte in Gruppen<br />
von bis zu 30 Leuten zusammen,<br />
um von Online-Experten<br />
praxisnah Know-how vermittelt zu<br />
bekommen. Am 26. April findet nach<br />
dem Programm im Tanzsaal des Congresscentrums<br />
Wienecke XI. traditionell die<br />
Pubcon statt, die zu den größten Networking-Events<br />
der Branche zählt.<br />
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AKTUELLES | Trackback<br />
Social Media News Chart<br />
10000flies.de<br />
Welche Themen und Artikel<br />
deutschsprachiger Medien werden<br />
in den sozialen Netzwerken<br />
heiß diskutiert? 10000flies.de<br />
veröffentlicht tägliche Charts der<br />
Beiträge mit den meisten Likes,<br />
Shares und Kommentaren bei<br />
<strong>Facebook</strong>, Verlinkungen innerhalb<br />
von Tweets bei Twitter und +1-Klicks bei Google+<br />
und setzt dabei auf einen hohen Nachrichtenwert und<br />
die Philosophie, dass User einen Artikel nur bei einer gewissen<br />
Qualität empfehlen werden. Ermittelt werden die<br />
Daten mit Hilfe der offiziellen API-Schnittstellen der sozialen<br />
Netzwerke, kommentiert wird die Entwicklung des<br />
Dienstes und seiner Charts im Begleitblog.<br />
http://www.10000flies.de/<br />
XING<br />
Marktplatz für Freiberufler<br />
„XING Projekte“ für Freiberufler und Auftraggeber ist<br />
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Österreich und der Schweiz – und für Freelancer<br />
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nutzen, anschließend<br />
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die XING-Hauptnavigation verfügbar und kann ohne<br />
gesonderte Registrierung aufgerufen werden.<br />
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Google Apps<br />
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Diagramme online erstellen und über<br />
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Cloud integrieren: draw.io ist<br />
ein Open-Source-Grafik-Tool, das zahlreiche<br />
Gestaltungsmöglichkeiten ebenso<br />
wie durchdachte Exportfunktionen bietet.<br />
Prozesse und andere Zeichnungen<br />
lassen sich komfortabel erstellen, die Bedienung<br />
ist größtenteils intuitiv. Auch für<br />
mehrere User zusammen, auf Deutsch,<br />
auch ohne Anmeldung zu nutzen und<br />
insgesamt für die Online-Zusammenarbeit<br />
eine gute Powerpoint-Alternative.<br />
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Media Assets<br />
Pixelboxx<br />
Mit der webbasierten Pixelboxx können<br />
Fotos, Zeichnungen, Video- und<br />
Audiodaten, PDFs oder reine Layoutdaten<br />
medienneutral gespeichert und<br />
komfortabel verwaltet werden. Vorteile:<br />
zentrale Ablage aller Media-Daten, ein<br />
Qualitätssicherungssystem, automatische<br />
Konvertierungen, definierte Workflows<br />
und geregelter Zugriff über die Schnittstelle<br />
des CMS. Mitarbeiter, Kunden und<br />
Agenturen haben schnellen Zugriff auf<br />
passende Grafiken in hoher Qualität.<br />
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12 0413 internet magazin
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SPECIAL | Flexbox<br />
Flexbox-Layouts<br />
Der attraktive Newcomer unter den CSS3-Layoutmodulen<br />
ist Flexbox: Es ermöglicht eine sehr flexible Anordnung<br />
von Bereichen, wodurch sich viele klassische<br />
Layoutprobleme elegant lösen lassen. Der Artikel<br />
zeigt, wie Sie damit arbeiten.<br />
Layouts mit float zu erstellen macht<br />
eigentlich nicht so richtig Spaß, weil<br />
es nicht intuitiv ist. Als Entschädigung<br />
spendiert uns das W3C gleich eine ganze<br />
Reihe von CSS3-Modulen, um Layouts zu<br />
gestalten. Eines der attraktivsten ist Flexbox.<br />
Der Name verrät es schon: Damit<br />
können Sie Elemente ganz frei platzieren,<br />
ihre Reihenfolge beliebig festlegen<br />
und die Anordnung zueinander exakt bestimmen.<br />
Wenn Sie möchten, können Sie<br />
Elemente auch je nach verfügbarem Platz<br />
einzeilig oder mehrzeilig anordnen. Es<br />
lässt sich präzise steuern, wie eventuelle<br />
Leerräume verteilt werden, und die Definition<br />
flexibler Breiten ist in mehreren<br />
Varianten möglich. Daraus ergeben sich<br />
viele praktische Arbeitserleichterungen:<br />
Mit Flexbox brauchen Sie sich nicht mehr<br />
abzumühen, damit Spalten gleich hoch<br />
sind. Eine stets unten platzierte Fußzeile<br />
(Sticky Footer), ist ein Kinderspiel<br />
und auch das vertikale Zentrieren von<br />
Elementen unbekannter Höhe geht problemlos<br />
vonstatten. Die Anordnung ist<br />
vollständig unabhängig von der Reihenfolge<br />
der Elemente im Quellcode, deshalb<br />
ist Flexbox geradezu prädestiniert<br />
für Responsive Webdesign und macht es<br />
leicht, voneinander völlig unabhängige<br />
Anordnungen je nach verfügbarem Platz<br />
zu realisieren. Ein weiterer Pluspunkt von<br />
Flexbox: Die entsprechende Spezifikation<br />
ist seit September 2012 eine Candidate<br />
Recommendation, es befindet sich<br />
also nur noch wenige Schritte vor der<br />
14 0413 internet magazin
Flexbox | SPECIAL<br />
Verabschiedung. Damit ist Flexbox im<br />
Verabschiedungsprozess schon wesentlich<br />
weiter als beispielsweise die Module<br />
für Transitions oder Animations.<br />
Flexbox-Versionen<br />
Bei so viel Positivem muss es natürlich<br />
auch Schattenseiten geben, und die gibt<br />
es in der Tat: Die Flexbox-Spezifikation<br />
existiert schon länger und die früheren<br />
Versionen – beispielsweise die von Juni<br />
2009 oder März 2011/März 2012 – sind<br />
nicht kompatibel zur jetzt aktuellen Candidate<br />
Recommendation vom September<br />
2012. In einer Reihe von Browsern ist die<br />
neueste Flexbox-Version implementiert:<br />
» Opera ab Version 12.1 unterstützt sie,<br />
benötigt also kein eigenes Präfix bei<br />
den Eigenschaften.<br />
» In Chrome ab Version 21 funktioniert<br />
Flexbox ebenfalls, allerdings<br />
müssen Sie die Eigenschaften beziehungsweise<br />
Werte mit dem Präfix<br />
–webkit- versehen.<br />
» Firefox interpretiert die neue Flexbox<br />
in Version 18 und 19 mit dem Präfix<br />
–moz-. Das geht allerdings erst,<br />
nachdem Sie Firefox entsprechend<br />
konfiguriert haben. Geben Sie hierfür<br />
in der Adresszeile von Firefox<br />
„about:config“ ein. Nachdem Sie die<br />
Warnung akzeptiert haben, suchen<br />
Sie in der Liste den Punkt „layout.css.<br />
Flexbox .enabled“. Dieses steht standardmäßig<br />
auf dem Wert „false“. Ein<br />
Doppelklick ändert den Wert in „true“<br />
und aktiviert die Unterstützung für<br />
Flexbox. Ab Firefox 20 soll Flexbox<br />
standardmäßig unterstützt werden,<br />
sodass das Schrauben an der Konfiguration<br />
dann ein Ende hat.<br />
Folgende Browser unterstützen Flexbox-<br />
Vorversionen:<br />
» Safari unterstützt nur die ältere Flexbox-Version<br />
von 2009.<br />
» Der <strong>Internet</strong> Explorer interpretiert in<br />
seiner Version 10 die Zwischenversion<br />
vom 12. März 2012, die sich in<br />
wesentlichen Punkten von der neuen<br />
Version unterscheidet.<br />
Die folgenden Beispiele, die das Grundprinzip<br />
erläutern, testen Sie am besten<br />
Auf einen Blick<br />
Das CSS3-Layoutmodul Flexbox ermöglicht<br />
die flexible Anordnung von<br />
Elementen und erleichtert dadurch die<br />
Arbeit ungemein. Leider ist die Browserunterstützung<br />
momentan noch eher<br />
dünn, doch dürfte sich das bereits in<br />
absehbarer Zeit ändern. Wie man mit<br />
Flexbox Websites flexibel und für verschiedene<br />
Browser gestaltet, verrät Ihnen<br />
dieser Artikel.<br />
in Opera oder Chrome. Am Schluss des<br />
Artikels kommen wir aber selbstverständlich<br />
zu praktischen Einsatzmöglichkeiten<br />
für Flexbox mit Fallbacklösung, damit<br />
die Anordnung auch browserübergreifend<br />
funktioniert.<br />
Neues Vokabular<br />
Flexbox bringt ein neues Vokabular mit<br />
sich. Wichtig sind die Begriffe Flexcontainer,<br />
Flexitems und die beiden Achsen.<br />
Einen Flexcontainer brauchen Sie immer:<br />
So nennt sich das umfassende Element<br />
der flexibel angeordneten Elemente.<br />
In ihm können die darin befindlichen<br />
Kindelemente, die Flexitems, angeordnet<br />
werden, und zwar vertikal und horizontal.<br />
Wenn Elemente nebeneinander<br />
angeordnet werden, ist die Horizontale<br />
die Hauptachse. Zusätzlich gibt es noch<br />
die querende Achse (cross axis), die für<br />
die Ausrichtung relevant ist. So können<br />
Sie beispielsweise bei nebeneinander-<br />
Konzepte von Flexbox in der<br />
Spezifikation des W3C<br />
www.internet-magazin.de 15
SPECIAL | Flexbox<br />
Mögliche Ausrichtungen bei den Flexitems.<br />
liegenden Elementen unterschiedlicher<br />
Höhe bestimmen, ob diese unten bündig<br />
angeordnet, zentriert oder gestreckt werden<br />
sollen. In diesem Fall ist die Hauptachse<br />
die horizontale und die querende<br />
Achse die vertikale.<br />
Sehen wir uns das praktisch an und nehmen<br />
wir als HTML-Struktur ein umfassendes<br />
div-Element mit drei Absätzen.<br />
<br />
1<br />
2<br />
3<br />
<br />
Diese drei Absätze sollen mit Flexbox<br />
Flexbox im Kreis der Layoutmodule<br />
Neben Flexbox gibt es weitere Layoutmodule.<br />
» Multicolumn (http://www.w3.org/TR/<br />
css3-multicol/) dient zur Aufteilung<br />
von Inhalten auf mehrere Spalten,<br />
also für einen Spaltensatz, wie man<br />
ihn aus dem Printbereich kennt. Es ist<br />
aber nicht für Mehrspaltenlayouts im<br />
klassischen Sinn gedacht.<br />
» Gridlayout (http://www.w3.org/TR/<br />
css3-grid-layout/) ist ein weiteres<br />
Modul, das für die erleichterte Layouterstellung<br />
vorgesehen ist. Der Name<br />
verrät schon, dass hier Rasterlayouts<br />
das Ziel sind. Bei der Layouterstellung<br />
mit dem Gridlayout können Sie<br />
Spalten und Zeilen definieren und die<br />
nebeneinander angeordnet werden.<br />
Der erste Schritt besteht grundsätzlich<br />
darin, den umfassenden Container in<br />
einen Flexcontainer umzuwandeln. Das<br />
geschieht über die in CSS bekannte Eigenschaft<br />
display, die den neuen Wert<br />
flex erhält.<br />
display: flex;<br />
Chrome interpretiert Flexbox, aber nur<br />
mit seinem herstellerspezifischen Präfix.<br />
Dieses schreiben Sie aber in diesem Fall<br />
nicht bei der Eigenschaft display, sondern<br />
beim zugewiesenen Wert. Wenn<br />
Sie außerdem Firefox mitberücksichtigen<br />
wollen, ergibt das:<br />
Elemente dann anhand dieses Rasters<br />
verteilen. Derzeit ist das Gridlayout<br />
nur im IE 10 implementiert.<br />
» CSS Regions (http://www.w3.org/TR/<br />
css3-regions/) ist das vierte im Bunde<br />
der Layoutmodule. Die CSS Regions ermöglichen<br />
<strong>Magazin</strong>-ähnliche Layouts<br />
mit CSS. Damit kann man beispielsweise<br />
Text auf Kreissegmente oder<br />
andere Formen verteilen. CSS Regions<br />
eignen sich daher gut für raffinierte<br />
printähnliche Effekte auf größeren<br />
Bildschirmen.<br />
Hinsichtlich der Browserunterstützung<br />
können Sie das Multicolumn-Layout heute<br />
schon einsetzen, die anderen Module<br />
aber noch nicht.<br />
display: -moz-flex;<br />
display: -webkit-flex;<br />
Im <strong>Internet</strong> finden Sie viele Artikel, die<br />
die älteren, heute nicht mehr relevanten<br />
Versionen von Flexbox beschreiben.<br />
Dass es sich um ältere Versionen handelt,<br />
erkennen Sie daran, dass für display<br />
andere Werte angegeben werden als das<br />
heutige gültige flex. So wurde an dieser<br />
Stelle in der älteren Version der Flexbox-<br />
Spezifikation display: box benutzt, in einer<br />
Zwischenversion lautete die Angabe<br />
hingegen display: flex-box.<br />
Als Nächstes müssen Sie bestimmen,<br />
wie die Kindelemente des Flexcontainers<br />
angeordnet werden sollen. Dafür<br />
gibt es die Eigenschaft flex-direction, bei<br />
der unterschiedliche Werte angegeben<br />
werden können. Die zwei wichtigsten<br />
Werte sind:<br />
1. flex-direction: row bewirkt, dass die<br />
Kindelemente in einer Zeile, also nebeneinander<br />
angeordnet werden. Darüber<br />
lassen sich zum Beispiel mehrspaltige<br />
Layouts realisieren.<br />
2. flex-direction: column wiederum ordnet<br />
die Kindelemente untereinander<br />
an. Das können Sie für eine Fußzeile<br />
einsetzen, die unten stehen soll.<br />
Im Beispiel wollen wir die Elemente<br />
nebeneinander anordnen. Für Chrome/<br />
Firefox müssen wir diese Angabe mit<br />
Präfix schreiben:<br />
16 0413 internet magazin
Flexbox | SPECIAL<br />
-webkit-flex-direction: row;<br />
-moz-flex-direction: row;<br />
flex-direction: row;<br />
Übrigens könnten Sie die Angabe in<br />
diesem Fall auch weglassen, da flex-direction:<br />
row der Standardwert ist. Damit<br />
sind die Formatierungen für den Flexcontainer<br />
abgeschlossen und sehen nun<br />
folgendermaßen aus:<br />
.container {<br />
display: -webkit-flex;<br />
display: -moz-flex;<br />
display: flex;<br />
-webkit-flex-direction: row;<br />
-moz-flex-direction: row;<br />
flex-direction: row;<br />
}<br />
Die Flexitems erhalten im Beispiel unterschiedliche<br />
Hintergrundfarben und<br />
außerdem passende Breitenangaben –<br />
zu einer flexibleren Lösung kommen<br />
wir später noch. Damit ist das erste<br />
Beispiel fertig: Die Elemente sind nebeneinander<br />
angeordnet. Außerdem<br />
sind sie immer gleich hoch, sie passen<br />
sich also automatisch an das höchste<br />
Element an. Faux-Columns ade –<br />
Tricksereien sind künftig also nicht<br />
mehr notwendig. Zusätzlich können<br />
Sie beim Flexcontainer die Eigenschaft<br />
flex-wrap nutzen. Wenn Sie hier den<br />
Wert wrap zuweisen, dann werden die<br />
horizontal angeordneten Flexitems bei<br />
Bedarf mehrzeilig dargestellt. Außerdem<br />
können Sie flex-direction und flex-wrap<br />
zusammenfassen und die gewünschten<br />
Werte direkt hinter flex-flow schreiben.<br />
Strecken oder zentrieren<br />
Dass sich alle Elemente am höchsten Element<br />
orientieren, können Sie durch die<br />
Eigenschaft align-items auch vorgeben, indem<br />
Sie ihr den Wert stretch zuweisen:<br />
.container {<br />
/* alles andere wie gehabt */<br />
-webkit-align-items: stretch;<br />
-moz-align-items: stretch;<br />
align-items: stretch;<br />
}<br />
Neben stretch stehen weitere Werte zur<br />
Verfügung. Mit align-items: center werden<br />
die Elemente zentriert, mit flex-start<br />
im Beispiel alle oben angeordnet sowie<br />
mit flex-end alle unten.<br />
Varianten für die Verteilung des<br />
überschüssigen Platzes.<br />
Eigenschaften für Flexitems<br />
Im letzten Beispiel haben wir mit festen<br />
Breiten gearbeitet, die so gewählt waren,<br />
dass die Aufteilung auch klappte.<br />
Flexbox erlaubt hier aber natürlich weitere<br />
Flexibilisierungen. Nehmen wir an,<br />
wir wählen Breitenangaben so, dass der<br />
Flexcontainer nicht vollständig gefüllt<br />
ist. Dann können wir mit der Eigenschaft<br />
www.internet-magazin.de 17
SPECIAL | Flexbox<br />
justify-content bestimmen, was mit dem<br />
übrigen Platz geschehen soll und wie dieser<br />
verteilt werden soll. Mit space-around<br />
wird der Abstand regelmäßig verteilt.<br />
-webkit-justify-content: space-around;<br />
-moz-justify-content: space-around;<br />
justify-content: space-around;<br />
Wählen Sie stattdessen justify-content:<br />
space-between, so wird der Leerraum<br />
nur zwischen den Elementen angeordnet,<br />
also nicht vor dem ersten und nicht<br />
nach dem letzten.<br />
Automatische Breitenangaben<br />
Die bisher vorgestellten Eigenschaften waren<br />
immer auf den Flexcontainer bezogen.<br />
Eine Reihe von weiteren Eigenschaften<br />
sind für die Flexitems vorgesehen. So<br />
können Sie beispielsweise mit der Eigenschaft<br />
flex die Breitenangaben flexibler<br />
gestalten. Im einfachsten Fall schreiben<br />
Sie hinter flex eine Zahl, die bestimmt, zu<br />
welchen Teilen die Inhalte verteilt werden<br />
sollen. Im Folgenden wird der Kürze halber<br />
auf die Angaben mit den herstellerspezifischen<br />
Präfixen verzichtet.<br />
.eins {<br />
flex: 2;<br />
}<br />
.zwei {<br />
flex: 3;<br />
}<br />
.drei {<br />
flex: 1;<br />
}<br />
Wenn wir davon ausgehen, dass das<br />
umfassende Element eine Breite von 450<br />
Pixel hat, dann ergibt sich folgende Aufteilung:<br />
Insgesamt gibt es 2 + 3 + 1, also<br />
6 Teile. 450 Pixel geteilt durch 6 macht<br />
75 Pixel. Damit lassen sich die Breiten<br />
folgendermaßen bestimmen:<br />
» . eins: 2 * 75 Pixel = 150 Pixel<br />
» . zwei: 3 * 75 Pixel = 225 Pixel<br />
» . drei: 1 * 75 Pixel = 75 Pixel<br />
Die Breiten passen sich natürlich flexibel<br />
an, wenn der umfassende Container eine<br />
andere Breite erhält.<br />
Weiterhin können Sie hinter flex auch<br />
eine präferierte Pixelangabe schreiben,<br />
diese mit dem Teilungsfaktor kombinieren<br />
und einen weiteren Faktor angeben,<br />
der festlegt, wie stark das Element<br />
schrumpfen darf.<br />
Die Freiheit der Reihe<br />
Es gibt immer wieder Fälle, in denen<br />
man eine bestimmte Reihenfolge bei den<br />
Elementen im Quellcode braucht, aber<br />
eine andere Reihenfolge in der Anzeige.<br />
Meist bekommt man das irgendwie mit<br />
CSS-Tricksereien hin, aber einfacher und<br />
intuitiver geht es, wenn man die Reihenfolge<br />
mit Flexbox über die Eigenschaft order<br />
festlegt. Hinter order geben Sie eine<br />
Zahl an und je höher sie ist, desto später<br />
erscheint das entsprechende Element.<br />
Standardmäßig haben alle Elemente den<br />
Wert order: 0. Wenn mehrere Elemente<br />
denselben Wert für order haben, bestimmt<br />
die Quellcode-Reihenfolge ihre<br />
Anordnung. Deswegen lautete bei den<br />
bisherigen Beispielen die Reihenfolge<br />
schlicht eins – zwei – drei. Das können<br />
wir ändern, indem wir beispielsweise die<br />
dritte Spalte ganz links platzieren, und<br />
zwar so:<br />
.drei {<br />
order: -1;<br />
}<br />
Bei den anderen Elementen machen wir<br />
keine order-Angabe. Damit werden die<br />
Spalten jetzt in der Reihenfolge drei –<br />
eins – zwei angezeigt.<br />
Alles fürs Responsive Webdesign<br />
Gerade beim Responsive Webdesign<br />
ist Flexbox ungeheuer praktisch. So<br />
kann man beispielsweise Elemente<br />
bei viel verfügbarem Platz nebeneinander<br />
anordnen:<br />
.container {<br />
display: flex;<br />
flex-direction: row;<br />
}<br />
Und bei weniger verfügbarem Platz lässt<br />
man sie untereinander anordnen:<br />
@media screen and (max-width: 600px) {<br />
.container {<br />
flex-direction: column;<br />
}<br />
}<br />
Auf kleinen Bildschirmen wird im Allgemeinen<br />
das „Content First“-Prinzip<br />
empfohlen, somit steht der Inhalt vor der<br />
Navigation. Auch das ist dank order kein<br />
Problem mit Flexbox. Und schließlich<br />
lassen sich auch komplexere Layoutvarianten<br />
realisieren,<br />
indem beispielsweise<br />
bei mittelgroßen Bildschirmen<br />
die Inhalte<br />
teilweise nebeneinan-<br />
Die Reihenfolge ist<br />
rasch geändert.<br />
18 0413 internet magazin
Flexbox | SPECIAL<br />
der, teilweise untereinander dargestellt<br />
werden – flex-wrap macht‘s möglich.<br />
Flexbox schon jetzt?<br />
Wie aber kann man Flexbox heute schon<br />
einsetzen in Anbetracht einer eher durchwachsenen<br />
Browserunterstützung? Dafür<br />
hat Zoe Gillenwater zwei Vorschläge:<br />
Zum einen lässt sich Flexbox für kleine<br />
Layoutverbesserungen verwenden im<br />
Sinne des Progressive Enhancements.<br />
Und zum anderen kann man alternative<br />
Formatierungen für Browser bereitstellen,<br />
die Flexbox nicht implementiert haben.<br />
Sehen wir uns ein Beispiel für Letzteres<br />
anhand einer horizontalen Navigation<br />
an. In Browsern, die Flexbox unterstützen,<br />
profitieren wir von den ausgefeilten<br />
Steuermöglichkeiten mit Flexbox. Für andere<br />
Browser setzen wir die Anordnung<br />
mit CSS-Tabellen über die Eigenschaft<br />
display mit den Werten table und row.<br />
Die HTML-Basis ist eine klassische Navigationsleiste<br />
mit dem umfassenden nav-<br />
Element und einer ungeordneten Liste.<br />
<br />
<br />
Navpunkt<br />
<br />
<br />
<br />
Um zu ermitteln, ob Flexbox unterstützt<br />
wird, bietet sich Modernizr an. Ein angepasstes<br />
Modernizr-Skript können Sie auf<br />
der Modernizr-Download-Seite herunterladen.<br />
Wählen Sie hierfür das Kästchen<br />
„Flexible Box Model (Flexbox)“ aus. Modernizr<br />
müssen Sie dann im Kopfbereich<br />
Ihres Dokuments einbinden.<br />
Modernizr modifiziert das HTML-Start-<br />
Tag. Wenn ein Browser Flexbox unterstützt,<br />
lautet das HTML-Start-Tag:<br />
<br />
Wird Flexbox nicht unterstützt, sieht das<br />
HTML-Start-Tag hingegen so aus:<br />
<br />
Damit können wir unterschiedliche Formatierungen<br />
definieren. Zuerst kommen<br />
die Formatierungen für alle Browser: Das<br />
umfassende ul wird in eine Tabellendarstellung<br />
gebracht und die einzelnen li-<br />
Elemente definieren wir als Zellen.<br />
nav ul {<br />
display: table;<br />
width: 100%;<br />
margin: 0;<br />
padding: 0;<br />
list-style: none;<br />
}<br />
nav li {<br />
display: table-cell;<br />
text-align: center;<br />
}<br />
Diese Formatierungen überschreiben wir<br />
mit den Flexbox-Angaben, sofern Flexbox<br />
unterstützt wird. In diesem Fall hat das<br />
HTML-Start-Tag die Klasse flexbox und<br />
dann greift der Selektor .flexbox nav ul.<br />
Wir definieren die Flexbox-Darstellung<br />
und können beispielsweise festlegen,<br />
dass der Platz gleichmäßig zwischen allen<br />
Elementen aufgeteilt wird.<br />
.flexbox nav ul {<br />
display: flex;<br />
justify-content: space-between;<br />
}<br />
Leider wird derzeit bei der Überprüfung<br />
von Modernizr der IE 10 als Flexbox-fähig<br />
eingestuft wird, obwohl er lediglich<br />
eine Vorversion unterstützt. Deswegen<br />
sollten Sie noch die Angaben für ihn ergänzen,<br />
und zwar:<br />
.flexbox nav ul {<br />
/* Ergänzung IE10 */<br />
display: -ms-flexbox;<br />
-ms-flex-direction: row;<br />
-ms-flex-pack: justify;<br />
}<br />
Für die einzelnen li-Elemente müssen<br />
wir die vorher gewählte Tabellenzellendarstellung<br />
aufheben. Dafür setzen wir<br />
Links zum Thema<br />
Flexbox-Spezifikation<br />
http://www.w3.org/TR/css3-<br />
flexbox/<br />
Einführung in Flexbox<br />
http://dev.opera.com/articles/<br />
view/flexbox-basics/<br />
Layoutherausforderungen mit Flexbox<br />
lösen<br />
http://css3-leitfaden.<br />
de/2013/01/28/layouts-mitflexbox/<br />
Zoe Gillenwater über die neuen Layoutmodule<br />
http://zomigi.com/blog/futurecss-layout-fowd/<br />
Modernizr<br />
http://modernizr.com/download/<br />
https://github.com/Modernizr/<br />
Modernizr/issues/744<br />
Flexbox-Eigenschaften interaktiv testen<br />
http://demo.agektmr.com/flexbox/<br />
die display-Eigenschaft auf den ursprünglichen<br />
Wert – list-item – zurück.<br />
.flexbox nav li {<br />
display: list-item;<br />
padding: 0 10px;<br />
}<br />
Nach diesem Prinzip lässt sich Flexbox<br />
also mit Fallbacklösungen benutzen.<br />
Warum aber soll man sich eigentlich<br />
schon heute mit Flexbox beschäftigen,<br />
wo es noch keine breite Unterstützung<br />
dafür gibt? Weil man bei allen CSS3-<br />
Neuerungen und auch bei den Herausforderungen,<br />
die das Webdesign heute an<br />
uns stellt, um das Thema Flexibilisierung<br />
nicht mehr herumkommt. Damit verbunden<br />
ist die Frage, wie man „gestalten“<br />
kann, ohne genaue Kontrolle zu haben.<br />
In dieser Hinsicht ist das Flexbox-Modul<br />
wegweisend und wer sich nicht von dem<br />
zu erwartenden Durchbruch von Flexbox<br />
überrollen lassen will, sollte sich frühzeitig<br />
damit auseinandersetzen – zumal es<br />
ja auch so viele schöne und praktische<br />
Möglichkeiten für Webdesigner bietet.<br />
Dr. Florence Maurice<br />
www.internet-magazin.de 19
WEBDESIGN | Responsives Webdesign<br />
Mehr Performance fürs<br />
Responsive Webdesign<br />
Trotz aller Verzüge gibt es auch einen Schwachpunkt beim Responsive Webdesign:<br />
Die Performance ist oft schlecht, da dieselben Ressourcen für stationäre und mobile<br />
Geräte verwendet werden. Der Artikel zeigt nützliche Techniken, wie Sie dem<br />
Performance-Problem beikommen.<br />
Die Performance von Websites wird<br />
oft vernachlässigt, man konzentriert<br />
sich lieber auf augenfälligere Elemente<br />
erschwerend hinzu, dass die Verbindung<br />
meist schlechter und zudem die Latenzzeit<br />
größer ist. Aber, könnte man einwen-<br />
»<br />
zuvor waren es nur 58 Prozent – die<br />
Tendenz ist also steigend.<br />
74 Prozent der mobilen Nutzer war-<br />
wie schicke Layoutentwürfe und ausge-<br />
den, ist das wirklich so schlimm? Haben<br />
ten nur 5 Sekunden oder kürzer, bis die<br />
feilte grafische Effekte. Allerdings ist Per-<br />
Nutzer, wenn Sie mobil ins <strong>Internet</strong> ge-<br />
Seite geladen ist.<br />
formance alles andere als unwichtig, im<br />
hen, nicht auch entsprechend mehr Ge-<br />
»<br />
60 Prozent der mobilen Nutzer war-<br />
Gegenteil. Beim mobilen Zugriff kommt<br />
duld? Dass das nicht der Fall ist, zeigt die<br />
ten nur 3 Sekunden, bis eine Seite<br />
Auf einen Blick<br />
Gerade auf mobilen Geräten mit oft<br />
nicht gerader schneller <strong>Internet</strong>verbindung<br />
ist die Performance einer Website<br />
von entscheidender Bedeutung. Dieser<br />
Artikel verrät, wie Sie Sites beim Responsive<br />
Webdesign optimal auf Leistung<br />
trimmen.<br />
Untersuchung „Mobile Web Experience<br />
Survey“ von Equation Research. Ein paar<br />
alarmierende Fakten:<br />
» 71 Prozent der mobilen Nutzer erwarten,<br />
dass Websites auf einem mobilen<br />
Gerät genauso schnell laden wie auf<br />
einem Desktop-Rechner. Der Wert<br />
stammt übrigens aus einer Untersuchung<br />
aus dem Jahr 2011. Zwei Jahre<br />
»<br />
»<br />
»<br />
geladen ist.<br />
77 Prozent der mobilen Seiten der<br />
wichtigsten Firmen erfüllen gerade die<br />
Bedingung der kurzen Ladezeit nicht.<br />
57 Prozent der Benutzer würden eine<br />
langsam ladende Seite nicht empfehlen.<br />
43 Prozent der Nutzer werden wahrscheinlich<br />
nicht zu einer langsam ladenden<br />
Seite zurückkommen.<br />
20 0413 internet magazin
Responsives Webdesign | WEBDESIGN<br />
Gerade beim Responsive Webdesign<br />
(RWD) ist aber die Performance problematisch.<br />
Das Grundprinzip beim RWD<br />
ist, dass ein- und dieselbe Basis für die<br />
mobilen und die anderen Nutzer bereitgestellt<br />
wird. Damit hat man natürlich<br />
beim RWD weniger Möglichkeiten,<br />
gezielt Performance-Optimierungen<br />
für mobile Nutzer vorzunehmen, als<br />
wenn man eine separate mobile Webseite<br />
erstellt. Aber glücklicherweise gibt<br />
es auch dafür Lösungen. Sehen wir uns<br />
erst einmal allgemeine Strategien für die<br />
Methodik an und befassen wir uns dann<br />
mit zwei Themen im Detail: Bildoptimierungen<br />
und Conditional Loading.<br />
Höhere Priorität<br />
für die Performance<br />
Ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren<br />
Performance ist es, sich das Problem<br />
überhaupt bewusst zu machen und die<br />
Performance von Anfang an mit zu berücksichtigen,<br />
anstatt die größten Fehler<br />
erst im Nachhinein zu beseitigen. Und<br />
das heißt immer auch: testen! Dabei<br />
hilft Mobitest von Akamai; mit diesem<br />
Online-Tool können Sie die Performance<br />
von Websites auf echten mobilen Geräten<br />
simulieren und erhalten detaillierte<br />
Ergebnisse. Wichtig ist natürlich ebenso<br />
der Test auf echten Geräten – aber dann<br />
bitte auch unter „echten“ Umständen,<br />
also nicht nur im komfortablen WLAN.<br />
Progressive Enhancement: Man geht<br />
also von einer funktionierenden Basis<br />
für kleine Viewports aus und passt dann<br />
schrittweise für größere Viewports an.<br />
Die Angaben für die kleinen Viewports<br />
stehen außerhalb von Media Queries.<br />
Danach folgen weitere Media Queries<br />
mit min-width-Angaben, die das Layout<br />
sukzessive für größere Viewports<br />
anpassen. Das kann dann etwa wie im<br />
Beispiel unten aussehen – die gewählten<br />
Größen sind natürlich willkürlich<br />
gewählt und sollten von den aktuellen<br />
Inhalten beziehungsweise den Erfordernissen<br />
des aktuellen Layouts bestimmt<br />
werden.<br />
/* Allgemeine Angaben und Angaben für<br />
kleine Viewports */<br />
@media screen and (min-width: 25em) {<br />
/* Anpassungen bei einer Viewportgröße<br />
von 25em */<br />
}<br />
@media screen and (min-width: 40em) {<br />
/* Anpassungen für eine Viewportgröße<br />
von 40em */<br />
}<br />
Die Sache mit den Bildern<br />
Ein heikler Punkt beim Responsive<br />
Webdesign sind die Bilder. Die von<br />
Ethan Marcotte ursprünglich vorgesehene<br />
Lösung für Bilder im RWD ist sehr<br />
einfach anzuwenden. Bei ihr werden<br />
Bilder so skaliert, dass sie nie größer<br />
werden als der sie umgebende Container.<br />
Konkret bedeutet das, dass meist<br />
die großen, für Desktop-Rechner vorgesehenen<br />
Bilder mit folgendem Code<br />
kleingezurrt werden:<br />
img { max-width: 100%; }<br />
Das Problem daran: Auch bei kleinem<br />
Viewport werden die großen (groß in<br />
puncto Abmessungen und Datenvolumen)<br />
Bilder geladen. Wie gravierend<br />
das im Einzelfall ist, hängt von der<br />
Anzahl der auf diese Art behandelten<br />
Bilder und Dateigröße ab.<br />
Die Alternative ist klar: Bei kleinem<br />
Viewport müssen eigenesangepasste<br />
Bilder ausgeliefert werden. Dafür gibt<br />
es verschiedene Techniken.<br />
Recht praktisch lässt sich das Ausliefern<br />
unterschiedlicher Bilder beispielsweise<br />
Mobile First<br />
Beim Responsive Webdesign gibt es<br />
unterschiedliche Herangehensweisen.<br />
Oft geht man von einer bestehenden<br />
Desktop-Version aus oder erstellt zuerst<br />
das Desktop-Layout. Darauf basierend<br />
werden dann die Anpassungen für die<br />
kleinere Viewports vorgenommen. Für<br />
eine verbesserte Performance ist hingegen<br />
der umgekehrte Ansatz – Mobile<br />
First – erfolgsversprechender. Mobile<br />
First hat einen ähnlichen Ansatz wie<br />
Mobitest testet die Performance von Websites auf echten mobilen Geräten.<br />
www.internet-magazin.de 21
WEBDESIGN | Responsives Webdesign<br />
mit dem Skript Adaptive Images von Matt<br />
Willcox bewerkstelligen. Bei Adaptive<br />
Images übernimmt ein PHP-Skript serverseitig<br />
die Skalierung der Bilder, danach<br />
werden die größenoptimierten Bilder an<br />
die Browser ausgeliefert. Ausgelöst wird<br />
die Skalierung der Bilder durch eine<br />
.htacess-Datei, die die Bildanfragen an<br />
das PHP-Skript weiterleitet. Schließlich<br />
ist noch ein Javascript-Codeschnipsel<br />
beteiligt, das die Viewportgröße ausliest<br />
und in einem Cookie speichert.<br />
Und so verwenden Sie Adaptive Images:<br />
Die .htaccess-Datei und das PHP-Skript<br />
adaptive-images.php speichern Sie im<br />
Wurzelverzeichnis des Webprojekts. In<br />
der Datei adaptive-images.php geben<br />
Sie über ein Array die Bildschirmgrößen<br />
vor, für die eigene Bilder erzeugt werden<br />
sollen:<br />
$resolutions = array(1382, 992, 768, 480);<br />
Erstellen Sie außerdem ein beschreibbares<br />
Verzeichnis ai-cache, in dem die<br />
skalierten Bilder gespeichert werden.<br />
In den Kopfbereich Ihrer einzelnen Dokumente<br />
fügen Sie dann noch den folgenden<br />
Javascript-Code ein:<br />
document.<br />
cookie=‘resolution=‘+Math.max(screen.<br />
width,screen.height)+‘; path=/‘;<br />
Ab Version 1.5 von Adaptive Images<br />
ist eine Unterstützung für Retina-Bildschirme<br />
enthalten, wenn Sie diese nutzen<br />
wollen, lautet der Javascript-Code:<br />
document.<br />
cookie=‘resolution=‘+Math.<br />
max(screen.width,screen.<br />
height)+(„devicePixelRatio“ in window<br />
? „,“+devicePixelRatio : „,1“)+‘;<br />
path=/‘;<br />
Adaptive Images ist nur eine von mehreren<br />
möglichen Techniken, um Bilder<br />
anzupassen. Und es wird in Zukunft weitere<br />
Lösungen geben. In welche Richtung<br />
der Trend geht, zeigt ein Blick in die Ergebnisse<br />
der Arbeitsgruppe des W3C, die<br />
sich mit diesem Thema befasst.<br />
Zukunftsbilder<br />
Die W3C-Arbeitsgruppe will nicht nur<br />
das Problem der richtigen Bildgröße lösen,<br />
sondern auch noch um Lösungen<br />
für hochauflösende Displays ergänzen.<br />
Es werden also dafür eigens optimierte<br />
Bilder verwendet, sofern es die Bandbreite<br />
der Verbindung zulässt.<br />
Und noch einen weiteren Punkt hat die<br />
Arbeitsgruppe im Blick: Nicht immer<br />
ist eine reine Größenänderung bei den<br />
Bildern wie etwa bei Adaptive Images<br />
eine gute Lösung. In manchen Fällen ist<br />
es sinnvoller, wenn das Bild beschnitten<br />
wird, damit das Wesentliche auch auf<br />
dem kleinen Bild gut zu erkennen ist.<br />
Nehmen wir an, eine Person wird vor<br />
einem Gebäude fotografiert. Dann kann<br />
es günstiger sein, dass bei wenig verfügbarem<br />
Platz Teile des Hintergrunds entfernt<br />
werden, damit das Wichtigste auf<br />
dem Foto – die Person – nicht zu klein<br />
wird.<br />
Der derzeitige Vorschlag, der all die verschiedenen<br />
Punkte berücksichtigt, sieht<br />
folgendermaßen aus:<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Accessible text<br />
<br />
Innerhalb des neu eingeführten Elements<br />
picture stehen mehrere mögliche Quellen<br />
(source-Elemente) für das Bild bereit,<br />
das angezeigt werden soll. Durch das<br />
zusätzliche media-Attribut können vom<br />
Viewport abhängige Bilder angegeben<br />
werden. Über die srcset-Angabe lassen<br />
sich dann noch unterschiedliche Bilder<br />
je nach Auflösung bestimmen, die der<br />
Browser nach Situation anfordern kann.<br />
Inzwischen gibt es schon einen vielversprechenden<br />
Polyfill, sodass man das<br />
picture-Element bereits einsetzen könnte.<br />
Die Website<br />
der Responsive<br />
Images AG<br />
demonstriert die<br />
Anforderungen<br />
an wirklich flexible<br />
Bilder.<br />
22 0413 internet magazin
Responsives Webdesign | WEBDESIGN<br />
Allerdings sollte man damit erst anfangen,<br />
wenn zumindest ein Browser das<br />
picture-Element auch nativ unterstützt.<br />
Bis dahin greifen wir besser zu anderen<br />
Techniken wie Adaptive Images– was<br />
sonst noch an Lösungsansätzen zur Verfügung<br />
steht, finden Sie in einer nützlichen<br />
Tabelle von Chris Coyier (Link zur<br />
Tabelle im Kasten rechts).<br />
Links zum Thema<br />
Untersuchungen zur Performance-Erwartung<br />
mobiler Nutzer<br />
http://www.gomez.com/wpcontent/uploads/CPWR-MWD-<br />
Infographic-FNL3.pdf<br />
Performance von Webseiten auf mobilen<br />
Geräten testen<br />
http://mobitest.akamai.com/<br />
Responsive Images<br />
http://adaptive-images.com/<br />
http://responsiveimages.org/<br />
http://css-tricks.com/whichresponsive-images-solutionshould-you-use/<br />
Conditional Loading<br />
http://24ways.org/2011/<br />
conditional-loading-forresponsive-designs/<br />
http://bradfrostweb.com/demo/<br />
mobile-first/article.html<br />
http://filamentgroup.com/lab/<br />
ajax_includes_modular_content/<br />
Conditional Loading<br />
Oft werden beim Responsive Webdesign<br />
Inhalte, die bei bestimmten Viewports<br />
nicht gewünscht sind, mit display:<br />
none ausgeblendet. Die so formatierten<br />
Elemente sind dadurch zwar nicht mehr<br />
sichtbar, sie werden aber trotzdem heruntergeladen.<br />
Das heißt, auch wenn<br />
Sie etwa einen großen Werbeblock mit<br />
display: none bei kleinem Viewport ausblenden<br />
lassen, muss ihn das Mobilgerät<br />
aus dem Netz saugen – und das braucht<br />
Ladezeit, die der mobile Nutzer teuer bezahlt,<br />
wobei er die Inhalte nicht einmal<br />
zu sehen bekommt.<br />
Eine bessere Strategie, ausgewählte Inhalte<br />
nur unter bestimmten Bedingungen<br />
darzustellen, bietet das Conditional Loading.<br />
So kann man beispielsweise bei<br />
kleinem Viewport die wesentlichen Informationen<br />
anzeigen, bei größerem<br />
Viewport weitere Details. Ein Beispiel für<br />
Conditional Loading zeigt Brad Frost auf<br />
seiner Shopdemo-Seite: Die Rubrik „ähnliche<br />
Produkte“ wird bei kleinem Viewport<br />
erst auf Aufforderung, bei großem<br />
Viewport hingegen direkt geladen.<br />
Sehen wir uns anhand eines Beispiels an,<br />
wie das funktioniert. Zuerst benötigen<br />
wir ein externes HTML-Dokument, das<br />
im Beispiel zusatz.html heißen soll und<br />
die weiterführenden Informationen innerhalb<br />
eines div-Elements mit id=“content“<br />
beinhaltet.<br />
Kommen wir zum Hauptdokument, in<br />
dem Inhalte konditional geladen werden<br />
sollen. Im HTML-Code gibt es ein umfassendes<br />
Element mit einem Link auf die<br />
Zusatzinfos. Damit steht schon einmal<br />
eine funktionierende Minimallösung,<br />
falls Javascript nicht unterstützt wird:<br />
Die Inhalte können ganz normal über<br />
den Link angefordert werden.<br />
<br />
Zusatzinfos<br />
<br />
Jetzt können wir mit Javascript die Ergänzungen<br />
ab einer bestimmten Breite des<br />
Viewports laden:<br />
if (document.documentElement.<br />
clientWidth > 440) {<br />
laden();<br />
}<br />
In der nun zu erstellenden Funktion laden()<br />
– im Beispiel wird jQuery eingesetzt<br />
– definieren wir zuerst einmal ein<br />
paar Variablen, die wir im Weiteren brauchen:<br />
zusatz verweist auf das Element<br />
mit der Klasse zusatz, in das die Inhalte<br />
geladen werden sollen. Die Variable zusatzLink<br />
greift auf das darin befindliche<br />
a-Element zu und zusatzFragment holt<br />
sich den bei href angegebenen Pfad.<br />
function laden() {<br />
var zusatz = $(‚.zusatz‘),<br />
zusatzLink = $(‚.zusatz a‘),<br />
zusatzFragment = zusatzLink.<br />
attr(‚href‘);<br />
Nun fehlt noch das magische Laden.<br />
Dafür erstellen wir zuerst ein neues<br />
div-Element. Für dieses rufen wir die<br />
von jQuery vordefinierte Ajax-Funktion<br />
load() auf. Ihr übergeben wir den Pfad<br />
zum Dokument samt Identifier für den<br />
Ausschnitt. Als zweiter Parameter steht<br />
eine Callback-Funktion, die – wenn der<br />
Ladevorgang abgeschlossen ist – das div-<br />
Element mit den neuen Inhalten an unser<br />
zusatz-Element anhängt.<br />
$(‚‘).load(zusatzFragment +‘<br />
#content ‚,function() {<br />
$(this).appendTo(zusatz);<br />
});<br />
} /* schließende Klammer von laden() */<br />
Damit ist das Beispiel abgeschlossen. Bei<br />
kleinem Viewport oder deaktiviertem Javascript<br />
werden die Basisinformationen<br />
angezeigt, die zusätzlichen Informationen<br />
können per Link angefordert werden.<br />
Bei größerem Viewport und aktiviertem<br />
Javascript werden die Inhalte<br />
hingegen automatisch per Ajax geladen<br />
und angezeigt. Das Beispiel lässt sich<br />
noch in mehrerer Hinsicht verbessern:<br />
» Es wäre sinnvoll, einen Test durchzuführen,<br />
ob die Inhalte nicht schon<br />
geladen sind – beispielsweise könnte<br />
man zusätzlich auch eine Klasse ergänzen,<br />
die den Zustand anzeigt.<br />
» Der Link auf die zusätzlichen Informationen<br />
ist auch bei großem Viewport<br />
aktiv, obwohl man ihn dort natürlich<br />
nicht braucht.<br />
» Bei der derzeitigen Version können<br />
Benutzer kleiner Bildschirme die zusätzlichen<br />
Inhalte nur durch Klick auf<br />
Links erreichen, wodurch sie auf die<br />
neuen Unterseiten gelangen. Schöner<br />
wäre es, wenn durch Klick auf einen<br />
www.internet-magazin.de 23
WEBDESIGN | Responsives Webdesign<br />
Link die Inhalte mit Ajax direkt in das<br />
angegebene Dokument geladen werden<br />
würden.<br />
» Im Beispiel wird nur beim Aufruf der<br />
Website überprüft, ob die Inhalte per<br />
Ajax geladen werden. Man könnte<br />
auch einen zusätzlichen Event Handler<br />
einbauen, der Änderungen an der Größe<br />
des Browserfensters abfängt. Wobei<br />
aber natürlich fraglich ist, wie viele<br />
Nutzer die Größe des Browserfensters<br />
verändern und von angepassten Inhalten<br />
profitieren – abgesehen von den<br />
RWD-fixierten Webdesignern.<br />
Skript fürs Conditional Loading<br />
Die Filament Group, die an der Realisierung<br />
der Boston-Globe-Webseite beteiligt<br />
war, hat ein Skript entwickelt, das<br />
den Vorgang des Conditional Loading<br />
vereinfacht. Dieses Skript können Sie bei<br />
Github herunterladen.<br />
Das Prinzip ist folgendes: Im HTML-<br />
Code werden Elemente, bei denen es<br />
zusätzliche Informationen gibt, besonders<br />
gekennzeichnet und diese enthalten<br />
außerdem einen Links auf die Datei,<br />
die dann per Ajax geholt werden kann.<br />
Im folgenden Beispiel steht beim HTML-<br />
Element ein selbstdefiniertes Attribut mit<br />
Namen data-after, das festlegt, dass Inhalte<br />
danach erscheinen sollen. Als Wert<br />
dieses Attributs steht der Pfad zur Datei<br />
mit den Informationen. Außerdem kann<br />
mit dem Attribut data-media festgelegt<br />
werden, ab welcher Viewportgröße der<br />
zusätzliche Inhalt geladen wird.<br />
Related External Links<br />
In diesem Fall werden die in der Datei<br />
links.html stehenden zusätzlichen Informationen<br />
ab einer Größe von 40em<br />
direkt angezeigt, sie können allerdings<br />
bei kleinerem Bildschirm auch normal<br />
per Link angefordert werden. Damit das<br />
… und werden auf<br />
größeren Bildschirmen<br />
per Ajax nachgeladen.<br />
Beispiel funktioniert, müssen Sie eine<br />
Reihe von Javascript-Dateien einbinden<br />
und das Skript starten:<br />
$( „[data-after]“ ).ajaxInclude( );<br />
Im Download-Ordner des Projekts bei<br />
Github finden Sie Beispiele für die unterschiedlichen<br />
Optionen. Praktisch ist<br />
auch eine Variante, die die einzelnen<br />
externen Dateien zusammenfasst; das<br />
ist gerade dann sinnvoll, wenn mehrere<br />
einzelne Komponenten per Conditional<br />
Loading geladen werden.<br />
Mehr Performance-Optimierung<br />
Die richtige Strategie für Bilder und das<br />
Conditional Loading sind für die Leistung<br />
beim RWD von gleicher Wichtigkeit. Darüber<br />
hinaus empfiehlt es sich, allgemeine<br />
Performance-Optimierungen durchzuführen.<br />
Dabei sollte man die Anzahl<br />
der HTTP-Requests möglichst klein halten.<br />
Hilfreich kann hier Folgendes sein:<br />
» Statt Formatierungen über Grafiken zu<br />
realisieren, greifen Sie – falls möglich<br />
– lieber zu CSS. So können Sie beispielsweise<br />
Farbverläufe für Buttons<br />
direkt über CSS3 realisieren und auf<br />
Hintergrundgrafiken verzichten.<br />
» UTF-8 beinhaltet nicht nur viele Buchstaben,<br />
sondern auch eine große Anzahl<br />
an Symbolen. Wenn Sie diese<br />
Conditional Loading bei der Demoseite von<br />
Brad Frost: Auf kleinem Bildschirm sind die<br />
ähnlichen Produkte ausgeblendet …<br />
anstelle von Bildern einsetzen, sparen<br />
Sie sich etliche HTTP-Requests.<br />
» Mehrere Hintergrundbilder lassen sich<br />
zu einem Bild zusammenfassen, wobei<br />
über background-position dann immer<br />
der passende Ausschnitt ausgewählt<br />
wird (CSS-Sprites).<br />
» Kleine Bilder können Sie über Data-<br />
URLs direkt im Dokument integrieren.<br />
Zur weiteren Performance-Verbesserungen<br />
gehört auch die richtige Caching-<br />
Strategie, die verhindert, dass Dateien, die<br />
sich nicht geändert haben, erneut geladen<br />
werden. Außerdem können Sie die Größe<br />
von CSS- und Javascript-Dateien durch<br />
Minimierung verkleinern.<br />
Performance ist wichtig. Wenn man nur<br />
eine Sache für die mobilen User tun<br />
kann, sollte man die Performance optimieren.<br />
Das, so behauptet Jason Grigsby,<br />
sei sogar wichtiger als ein per RWD<br />
angepasstes Layout (http://blog.cloudfour.com/first-thing-you-should-do-tooptimize-your-desktop-site-for-mobile/).<br />
Vielen mag diese Aussage zu extrem<br />
erscheinen. Eines aber ist sicher: Eine<br />
Site, die sich zwar optisch hübsch an die<br />
kleineren Bildschirme anpasst, aber ewig<br />
lange Ladezeiten hat, bietet den mobilen<br />
Nutzern nicht das, was sie gern hätten.<br />
Dr. Florence Maurice<br />
24 0413 internet magazin
Die 1blu-Homepage „2in1“<br />
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WEBDESIGN | Map APIs<br />
als 0,35 Prozent würden das freie Kontingent<br />
dauerhaft überschreiten.<br />
Dennoch blieben Googles stolze Preisforderungen<br />
nicht ohne Auswirkungen<br />
auf die Landschaft der Karten-APIs. Bei<br />
Google Maps API handelt es sich um<br />
eine ganze Sammlung von leistungsstarken<br />
APIs, mit denen Sie Geofunktionen<br />
in Ihre Websites wie beispielsweise<br />
mit Google Maps Javascript API v3 oder<br />
Google Earth API sowie in mobile Apps<br />
einbauen können.<br />
Bild: 1000 Words / shutterstock.com<br />
Map-APIs: Google<br />
& die Alternativen<br />
Die mobile Revolution hat einen enormen Bedarf an<br />
ortsgebundenen Funktionen ausgelöst. Entwickler mobiler<br />
Apps verhelfen ihren Diensten daher mit Benutzerortung<br />
und Standorterkennung zu mehr Bedienungsfreundlichkeit.<br />
Dabei dreht sich alles um Karten-APIs.<br />
Karten-APIs gibt es viele und es<br />
schießen immer wieder neue Lösungen<br />
wie Pilze aus dem Boden. Inzwischen<br />
muss sich der Marktführer<br />
Google nicht nur gegen eine Handvoll<br />
erbitterter Erzrivalen, sondern auch<br />
noch gegenüber einem halben Dutzend<br />
innovativer Herausforderer bewähren.<br />
Mit Karten-APIs von Microsoft (Bing),<br />
Nokia, Apple und neuerdings Amazon<br />
haben Webentwickler es nicht leicht,<br />
den Durchblick im Markt für mobile<br />
Geofunktionen zu wahren.<br />
Google Maps API<br />
Google, der Platzhirsch im Navigationsund<br />
Kartengeschäft für Webdienste,<br />
verwandelte sein API bereits letztes<br />
Jahr in einen kommerziellen Dienst<br />
und wollte sich API-Anfragen teuer bezahlen<br />
lassen. Nach einem Sturm der<br />
Entrüstung in der Entwicklergemeinde<br />
gab Google im Juni letzten Jahres nach<br />
und erweiterte das freie Kontingent<br />
auf 25.000 Anfragen pro Monat. Laut<br />
Google liegen nahezu alle Websites<br />
unterhalb dieser Grenze und weniger<br />
Apple: iOS Maps API und<br />
das Map Kit Framework<br />
Noch bis einschließlich iOS 5.1 nutzte<br />
Apples Map Kit Framework den Mobile<br />
Maps-Dienst von Google (GMM), um<br />
kartografische Daten abzurufen. Ab iOS<br />
6 ist das nicht mehr der Fall. Das Map<br />
Kit Framework von Apple kann jedoch<br />
zumindest intelligent umschalten zwischen<br />
dem neuen API auf iOS-6-Geräten<br />
und dem Google Maps API auf älteren<br />
iOS-Geräten. Solange Entwickler in ihren<br />
Apps keine iOS-6-spezifischen Features<br />
bereitstellen, brauchen sie sich um die<br />
Kompatibilität keine Sorgen zu machen.<br />
Wollen sie jedoch auf die neuen Kartenfunktionen<br />
in iOS nicht verzichten,<br />
müssen sie im Code die entsprechenden<br />
Weichen einbauen oder die neuen Features<br />
mit Hilfe von respondsToSelector-<br />
Abfragen umschiffen, damit die neuen<br />
Features Ihrer Apps Benutzern älterer<br />
Geräte keine Probleme bereiten.<br />
Apple hatte außer Googles Preisforderungen<br />
jedoch noch einen anderen<br />
Grund für den Ausbau der eigenen Kartentechnologie:<br />
den Kampf um die Vormachtstellung<br />
gegen Android OS. Dabei<br />
hatte Apple es sehr eilig, sich von Googles<br />
mobilen Apps für iOS wie dem beliebten<br />
kostenlosen Dienst Google Maps<br />
für das iPhone und iPad zu trennen, um<br />
gegen Samsungs Android-basierte Geräte<br />
gerichtlich zu Feld zu ziehen.<br />
26 0413 internet magazin
Map APIs | WEBDESIGN<br />
Als Ersatz für Google Maps führte Apple<br />
mit der Vorstellung von iOS 6 eine eigene<br />
mobile App namens “Karten” auf Basis<br />
von Tomtom ein, und landete damit einen<br />
monumentalen Misserfolg.<br />
Nur wenige Stunden nach der Vorstellung<br />
des iPhone 5 musste der Tablet-<br />
Pionier und Hersteller wegweisender<br />
Elektronik auf seiner Website die eigenen<br />
Anwender für die Fehler und Ungereimtheiten<br />
der Software um Verzeihung<br />
bitten. Falsch platzierte Hochhäuser,<br />
fehlende Flüsse, Autobahnauffahrten im<br />
Stil der Möbius-bandes, geschmolzene<br />
Eisenbahnlinien, irrsinnig surrealistische<br />
Denkmäler und sogar ganze Stadtteile,<br />
die aussahen, als sei ein Raytracing-Rendering-Vorgang<br />
abgestürzt, sorgten für<br />
Schlagzeilen und Spott in der Weltpresse.<br />
Die Karten-App war ein voreiliger<br />
Versuch von Apple, Googles Karten-App<br />
für iOS durch eine eigene Lösung zu ersetzen,<br />
doch die Integration der Kartentechnologie<br />
des von Apple aufgekauften<br />
GPS-Navigationsinnovators Tomtom ist<br />
Apple im großen Stil misslungen. Inzwischen<br />
musste der Konzern einlenken<br />
und Google Maps, auf massiven Druck<br />
der Anwender hin, für iOS 6 wieder<br />
zulassen. Apple arbeitet inzwischen<br />
fieberhaft an einer Korrektur der Fehler,<br />
doch der PR-Schaden und Vertrauensverlust<br />
der Entwicklergemeinde sind<br />
bereits eingetreten. Inzwischen können<br />
Sie aber problemlos auf Googles Maps<br />
SDK für iOS mit Unterstützung für 3D-<br />
Karten ausweichen.<br />
Maps-APIs von Nokia<br />
Totgesagte leben länger und so hat sich<br />
Nokia etwas überraschend zu einem der<br />
relevantesten Mitstreiter auf dem Markt<br />
für Kartentechnologie entwickelt.<br />
Die Kartendienste von Nokia bilden inzwischen<br />
die Grundlage für die Standortfunktionen<br />
auf Flickr.com, CNN<br />
sowie für die APIs anderer Anbieter,<br />
Nein, das ist kein<br />
surrealistisches<br />
Kunstwerk von<br />
Salvador Dalí,<br />
sondern Apples<br />
Version der<br />
Brooklyn Bridge<br />
in New York in<br />
seiner Karten-<br />
App für iOS 6 auf<br />
dem iPad.<br />
darunter Microsofts Bing Maps, Yahoo!<br />
Maps und Trapster.<br />
Für den Zugriff auf das eigene Maps-API<br />
hat Nokia drei Ansätze entwickelt: ein<br />
Javascript-API, eine Sammlung von REST-<br />
APIs und Nokias Framework MH5.<br />
Nokias Maps-API für Javascript ermöglicht<br />
Ihnen die Integration von interaktiven<br />
Kartendiensten mit Hilfe von Klassen-<br />
und Methodenbibliotheken. Das<br />
API unterstützt sowohl mobile Apps als<br />
auch Websites. Der Funktionsumfang<br />
beinhaltet eine leistungsfähige Suche,<br />
Routenermittlung, sowie das Untersuchen<br />
von Verkehrsströmen. Der Einsatz<br />
von HTML5 ist rein optional.<br />
Um Nokias Maps-API für Javascript zu<br />
Google bietet mit<br />
seinem Maps-<br />
API eine ausgereifte<br />
Sammlung<br />
innovativer APIs<br />
mit üppigem<br />
Funktionsumfang,<br />
möchte die Entwickler<br />
erfolgreicher<br />
Apps<br />
und Websites<br />
aber gerne zur<br />
Kasse bitten.<br />
integrieren, fügen Sie Ihrem Dokument<br />
nach der -Deklaration die<br />
benötigten Informationen im -<br />
Abschnitt hinzu, zum Beispiel:<br />
Nokia Maps-API im Einsatz<br />
<br />
<br />
Aus dem -Abschnitt der Website<br />
heraus rufen Sie die benötigten Bibliotheken<br />
mittels Javascript wie folgt auf:<br />
<br />
Sie sind gut beraten, die Version des APIs<br />
www.internet-magazin.de 27
WEBDESIGN | Map APIs<br />
nach Bedarf zu aktualisieren und, falls<br />
gewünscht, die Parameter einzuschränken.<br />
Die Angabe von Deutsch als Sprache<br />
ist nicht erforderlich, denn Nokias<br />
API lokalisiert die Daten entsprechend<br />
der Systemsprache des Benutzers rein<br />
automatisch.<br />
Der -Abschnitt der HTML-Seite<br />
muss ein Element beinhalten, welches<br />
die Kartendaten bereitstellen soll, zum<br />
Beispiel ein :<br />
<br />
Auf dieses Element folgt nun ein -<br />
Element, in dem Sie die gewünschten<br />
API-Aufrufe tätigen. Hierzu benötigten<br />
Sie von Nokia – für eine Website wie<br />
auch eine mobile App – eine so genann-<br />
… und die<br />
Möglichkeiten<br />
der Technologie<br />
in Bezug auf Ihre<br />
eigenen Webprojekte<br />
erforschen<br />
te Ap-ID und einen Token, die Sie als<br />
Entwickler gegenüber Nokia authentifizieren.<br />
Diese beiden Dienste müssen Sie<br />
ganz am Anfang des Skriptes wie folgt<br />
verzeichnen:<br />
<br />
nokia.Settings.set( „appId“, „Ihre<br />
App-ID“);<br />
nokia.Settings.set( „authenticationToken“,<br />
„Ihr Token“);<br />
Die App-ID und den Token erhalten Sie<br />
von Nokia nach einer kostenlosen Registrierung,<br />
indem Sie in Ihrem Profil eine<br />
neue App anlegen.<br />
Nach dem Code zur Authentifizierung Ihrer<br />
Web- oder mobilen Applikation folgt<br />
nun der eigentliche Code, zum Beispiel:<br />
var mapContainer = document.<br />
getElementById(„map“);<br />
var DefaultLatitude = 48.136944;<br />
Mit dem Javascript<br />
API<br />
Explorer von<br />
Nokia können Sie<br />
durch konkrete<br />
Anwendungsbeispiele<br />
des APIs<br />
mit Leichtigkeit<br />
navigieren …<br />
var DefaultLongitude = 11.575278;<br />
var defaultZoomLevel = 16;<br />
var mapOptions = {<br />
baseMapType: nokia.maps.map.Display.<br />
NORMAL, center: new nokia.maps.geo.<br />
Coordinate(DefaultLatitude,<br />
DefaultLongitude), zoomLevel:<br />
defaultZoomLevel, components: []<br />
};<br />
var map = new nokia.maps.map.<br />
Display(map, mapOptions);<br />
<br />
Nokias REST-APIs beinhalten das Map-<br />
Image-API und das Places API. Mit Hilfe<br />
des Map-Image-APIs gewähren Sie Ihren<br />
Besuchern schnellen Zugriff auf fertig<br />
gerenderte – also im Gegensatz zum<br />
Map-API für Javascript nicht interaktive<br />
– Kartenbilder unter Verwendung einer<br />
URL mit einer Sammlung von Parametern<br />
zum Bestimmen der geografischen Position,<br />
des Kartentyps, der Zoomstufe und<br />
so weiter. Mit Hilfe des Places-API können<br />
Sie Ihren Benutzern die Funktionen<br />
von Nokias Places im Rahmen der Kartendienste<br />
bereitstellen. Indem Sie dieses<br />
API ansprechen, können Sie für Ihre Benutzer<br />
konkrete Standorte wie etwa ein<br />
Fußballstadium finden und detaillierte<br />
Informationen dazu abrufen.<br />
Das MH5-Framework (MH5 steht für Mobile<br />
HTML5) unterstützt die Entwicklung<br />
plattformübergreifender Web-Apps mit<br />
vorgefertigten Komponenten, die Sie in<br />
eigenen Code einbinden. Mittels externer<br />
Frameworks und Bibliotheken wie jQuery<br />
touch, YUI oder Sencha touch können<br />
Sie Ihre Apps um zusätzliche Funktionen<br />
erweitern und unter Verwendung von<br />
Phonegap auf mehreren Marktplätzen<br />
veröffentlichen. MH5 ist derzeit noch in<br />
der Betaphase und daher uneingeschränkt<br />
kostenlos; Nokia äußert sich jedoch nicht<br />
zu künftigen Preisen. Mit dem API Explorer<br />
bietet Nokia ein Online-Werkzeug,<br />
mit dem Sie die APIs ausprobieren können.<br />
Die Standardversion erlaubt bis zu<br />
28 0413 internet magazin
Map APIs | WEBDESIGN<br />
Links zum Thema<br />
Im Inneren von Amazons Tablets werkelt zwar ein Fork von Googles Android OS,<br />
doch Amazons Maps-API greift anstelle von Googles Maps-API auf Nokias Kartendienste<br />
zurück.<br />
eine Million kostenfreie Aufrufe pro Monat.<br />
Mehr API-Aufrufe sind bei Nokia allerdings<br />
kostenpflichtig.<br />
Amazons Maps-API für Kindle Fire HD<br />
Zu den etablierten Anbietern von Map-<br />
APIs möchte sich schon länger Amazon<br />
gesellen. Das kürzlich vorgestellte Maps-<br />
API ist bereits der zweite Versuch Amazons,<br />
auf dem hart umkämpften Markt<br />
Fuß zu fassen. Mit der AWS-Sparte zählt<br />
der unermüdlich innovierende Online-<br />
Händler und Hersteller von Android-basierten<br />
Tablets auch noch zu den größten<br />
Cloud-Hostern der Welt. Nebenbei<br />
betätigt sich Amazon außerdem als Betreiber<br />
der Suchmaschine A9. Mit dem<br />
neuen Maps-API adressiert Amazon vor<br />
allem diejenigen Android-Entwickler,<br />
die mobile Apps für die Kindle-Tablets<br />
entwickeln und Googles Maps-API ausweichen<br />
möchten. Anders als Amazons<br />
ursprünglicher Versuch mit den inzwischen<br />
eingestellten A9-Karten greift das<br />
neue Maps-API nicht auf eigene Datenbestände<br />
des Anbieters, sondern greift<br />
auf Kartendienste von Nokia zurück. Es<br />
ermöglicht Apps für die Amazon-Tablets<br />
Kindle Fire oder Kindle Fire HD – allerdings<br />
mit Ausnahme des Kindle Fire der<br />
ersten Generation –, den Benutzer zu<br />
orten, um ortsbezogene Angebote anzeigen<br />
zu können.<br />
OpenstreetMap-APIs und<br />
kleinere Herausforderer<br />
Alternativen zu den führenden Karten-<br />
APIs beinhalten eine Handvoll interessanter<br />
Entwickungsschnittstellen zum<br />
Zugriff auf kartographische Daten von<br />
OpenstreetMap.org. Dazu zählen das<br />
OpenstreetMap API (OSM API), Map-<br />
Script und die Maps-API von Mapquest.<br />
Letzteres gibt es in einer Edition für iOS<br />
und Android OS mit vergleichsweise moderat<br />
ausgelegten Nutzungsbedingungen.<br />
Zu den prominentesten Anwendern von<br />
OpenstreetMap-Diensten zählt das ortsgebundene<br />
soziale Netzwerk Foursquare.<br />
Weitere interessanteste Herausforderer<br />
sind die kostenlose designerfreundliche<br />
Bibliothek Modestmaps, außerdem Polymaps,<br />
das sich durch die Unterstützung<br />
von SVG sowie die gelungene Integration<br />
mit GeoJSON auszeichnet, sowie Leaflet<br />
von Cloudmade. Wer ausschließlich für<br />
Google Maps API<br />
https://developers.google.com/<br />
maps/<br />
Nokia Mobile HTML 5 (MH5), ein Javascript-Framework<br />
für den Zugriff auf<br />
Nokias Dienste rund um Karten, Routing<br />
und andere standortbezogene Dienste.<br />
http://developer.here.net/<br />
mobile_html5<br />
Google Maps SDK für iOS<br />
https://developers.google.com/<br />
maps/documentation/ios/<br />
Mapquest Maps API für Android und iOS<br />
http://developer.mapquest.com/<br />
Mapscript<br />
http://mapserver.org/mapscript/<br />
index.html/mapscript<br />
Openlayers<br />
http://openlayers.org/<br />
Modestmaps<br />
http://modestmaps.com/<br />
Polymaps<br />
http://polymaps.org/<br />
Leaflet von Cloudmade<br />
http://leaflet.cloudmade.com/<br />
Browser entwickelt, kann sich außerdem<br />
bei der völlig kostenlosen Javascript-Bibliothek<br />
Openlayers (http://openlayers.<br />
org/) bedienen.<br />
Fazit<br />
Navigations- und Ortungsdienste sind,<br />
insbesondere für mobile Websites, zu<br />
einer unverzichtbaren Brot- und Butter-<br />
Technologie geworden, deren Bedeutung<br />
im Rahmen der stark wachsenden<br />
Nahfeldkommunikation weiter zunehmen<br />
wird. Apples peinlicher Fauxpas<br />
mit Apple Maps in iOS 6 und Googles<br />
ursprünglich unrealistische Preisvorstellungen<br />
haben ungewollt den Mitbewerbern<br />
zu verstärkter Relevanz verholfen.<br />
Insbesondere Nokias APIs entwickeln<br />
sich zu einem großen Erfolg, bekommen<br />
aber inzwischen auch schon Gegenwind<br />
durch kleinere, innovative Mitstreitern.<br />
Filipe Pereira Martins und<br />
Anna Kobylinska<br />
www.internet-magazin.de 29
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WEBDESIGN | Webdesign mit Illustrator<br />
Webdesign in<br />
Adobe Illustrator CS6<br />
UX-Designer nutzen Adobe Illustrator immer öfter als das<br />
Webdesign-Werkzeug der Wahl für die Gestaltung von Drahtgittermodellen<br />
über die Prototypenerstellung bis hin zu len Designs von Vektor- und Pixelelementen. Lesen Sie in die-<br />
finasem<br />
Artikel, wie Sie das preisgekrönte Illustrationsprogramm<br />
für das Webdesign einsetzen.<br />
Als integraler Bestandteil jeder Edition<br />
der Creative Suite von Adobe<br />
liegt Illustrator ist das Programm auf vielen<br />
Webdesignern bereits installiert. Nur<br />
genutzt wird diese leistungsstarke Applikation<br />
viel zu selten und gleichermaßen<br />
oft unterschätzt. Denn gerade Illustrator<br />
besitzt die Fähigkeit, dank der Vektorbasierten<br />
Arbeitsweise alle Auflösungsdichten<br />
und damit alle Endgeräte mit<br />
optimierten Dateien auf der Basis einer<br />
einzigen Ausgangsillustration zu adressieren.<br />
Da die Quelldatei als eine auflösungsunabhängige<br />
Vektorgrafik vorliegt,<br />
behält der Webdesigner alle Freiheiten<br />
bezüglich der Ausgabe.<br />
Mit Illustrator lassen sich nicht nur konventionelle<br />
Illustrationen wie Logos<br />
oder Schaltflächen, sondern auch anspruchsvolle<br />
Website-Hintergründe und<br />
Auf einen Blick<br />
Der Adobe Illustrator ist ein leistungsfähiges<br />
Webdesign-Werkzeug, das zu<br />
Unrecht ein gewisses Schattendasein<br />
fristet. Lesen Sie in diesem Artikel unter<br />
anderem, wie Sie mit Illustrator Muster<br />
für Website-Hintergründe erstellen<br />
und sich wiederholende Webdesign-<br />
Aufgaben bequem automatisieren.<br />
Drahtgittermodelle des Layouts sowie<br />
klickbare Prototypen erstellen.<br />
Ein Website-Layout aus Illustrator:<br />
Erstellen der Ausgangsdatei<br />
Wer Adobe Illustrator als Prototypingoder<br />
UI-Werkzeug in der Webgestaltung<br />
nutzen möchte, der sollte das Programm<br />
und die einzelnen Illustrator-Dokumente<br />
entsprechend konfigurieren (Profil<br />
"Web"). Erstellen Sie ein neues Illustrator-Dokument<br />
("Datei > Neu...") auf Basis<br />
von Pixeln. Als Farbmodus wählen Sie<br />
RGB. Setzen Sie die Einstellung "Rastereffekte"<br />
auf den gewünschten Wert, wählen<br />
Sie den Eintrag "Pixel" als Einheit für<br />
den <strong>Vorschau</strong>modus und aktivieren Sie<br />
die Option "Neue Objekte an Pixelraster<br />
ausrichten". Diese Option finden Sie<br />
später auch in der erweiterten Ansicht<br />
des Bedienfeldes "Transformieren" der<br />
aktuellen Auswahl. Außerdem empfiehlt<br />
es sich, in den Voreinstellungen von Illustrator<br />
alle Einheiten auf Pixel zu setzen.<br />
Muster für Hintergrundbilder<br />
generieren<br />
Mit dem Mustergenerator können Sie aus<br />
jedem Objekt, welches nicht bereits ein<br />
Muster beinhaltet, ein Muster erstellen,<br />
das sich beim Zusammensetzen nahtlos<br />
ineinander fügt. Zum Erstellen eines Musters<br />
wählen Sie das gewünschte Objekt<br />
auf der Arbeitsfläche aus und verwenden<br />
den Befehl "Muster > erstellen" aus dem<br />
Menü "Objekt".<br />
Adobe Illustrator fügt dem Bedienfeld<br />
„Farbfelder“ das neu erstellte Muster hinzu<br />
und wechselt in den Modus des Mustergenerators.<br />
Diesen Modus erkennen<br />
Sie an einer zusätzlichen Symbolleiste,<br />
die Sie direkt unterhalb der Registerkarte<br />
und der gegebenenfalls eingeblendeten<br />
Lineale des aktuellen Dokumentfensters<br />
finden. Auf der Arbeitsfläche sehen Sie<br />
das soeben erstellte Muster mit den aktuell<br />
eingestellten Parametern. Diese<br />
Parameter können Sie im Bedienfeld<br />
"Musteroptionen" anpassen. Nach Abschluss<br />
Ihrer Optimierungen klicken<br />
Sie auf die Schaltfläche "Fertig", um die<br />
neue Konfiguration zu übernehmen oder<br />
auf "Abbrechen", um sie zu verwerfen.<br />
Die Schaltfläche "Kopie speichern" fügt<br />
den Farbfeldern eine Kopie des aktuellen<br />
Mus-ters hinzu, nachdem Sie diese<br />
mit einem Namen versehen haben. Mit<br />
einem Klick auf den Pfeil, der sich links<br />
vom Namen des aktiven Musters befindet,<br />
verlassen Sie den Bearbeitungsmo-<br />
32 0413 internet magazin
Webdesign mit Illustrator | WEBDESIGN<br />
dus und kehren zurück zur Leinwand des<br />
Hauptdokumentes. Noch kam Ihr Muster<br />
hier nicht zum Einsatz, es befindet sich<br />
lediglich im Bedienfeld "Farbfelder". Um<br />
es wieder bearbeiten zu können, müssen<br />
Sie es hier lediglich doppelt anklicken<br />
und schon wechselt Illustrator CS6 wieder<br />
in den Bearbeitungsmodus.<br />
Erstellen einer<br />
Illustrator-Datei<br />
für das Web<br />
als Zielmedium.<br />
Musteroptionen:<br />
Muster gekonnt verfeinern<br />
Zum Optimieren des Musters im Mustergenerator<br />
dient das Bedienfeld "Musteroptionen".<br />
Die wohl wichtigste Einstellung<br />
in diesem Bedienfeld trägt die<br />
Bezeichnung "Musterelementtyp" und<br />
bestimmt die Form des Rasters:<br />
» "Horizontaler Versatz" beziehungsweise<br />
"vertikaler Versatz" erstellt ein Raster<br />
auf Basis von Rechtecken, die sich horizontal<br />
direkt nebeneinander oder direkt<br />
vertikal untereinander einreihen.<br />
» Mit den Optionen "6-seitig vertikal"<br />
beziehungsweise "6-seitig horizontal"<br />
entsteht ein hexagonales Raster mit<br />
Bausteinen, die sich vertikal direkt<br />
untereinander oder horizontal direkt<br />
nebeneinander einreihen.<br />
Die Verschiebung der Kacheln steuert die<br />
Option "Ziegelversatz". Diese ist direkt<br />
unterhalb des Menüs "Musterelementtyp"<br />
im Bedienfeld der Musteroptionen<br />
zu finden. Die Höhe und Breite der "Ziegel"<br />
können Sie nur dann frei wählen,<br />
wenn die Option "Musterelementgröße<br />
an Bildmaterial anpassen" deaktiviert<br />
bleibt. Die Option "Musterelement mit<br />
Bildmaterial verschieben" stellt sicher,<br />
dass das Muster mit der Grafik mitwandert.<br />
Die vertikalen und horizontalen<br />
Abstände lassen sich entweder per Tastatureingabe<br />
in den Feldern "H Abstand"<br />
und "V Abstand" festlegen oder, und das<br />
ist viel intuitiver, direkt auf der Arbeitsfläche<br />
mit Hilfe der Maus. Um von der<br />
letzteren der beiden Möglichkeiten Gebrauch<br />
zu machen, aktivieren Sie ganz<br />
Erstellen eines<br />
Musters für ein<br />
Hintergrundbild<br />
einer Website.<br />
einfach das Musterelement-Werkzeug im<br />
oberen Bereich des Bedienfeldes der Musteroptionen.<br />
Illustrator stellt Ihnen dann<br />
die benötigten Steuerelemente direkt an<br />
der Hauptkachel des aktuellen Musters<br />
zur Verfügung. Indem Sie diese Steuerelemente<br />
greifen und verschieben, können<br />
Sie die Abstände zwischen den Ziegeln<br />
präzise regulieren.Wenn Sie diese Abstände<br />
reduzieren, werden sich die einzelnen<br />
Kacheln überlappen. Ob und wie<br />
sich die einzelnen Kacheln überlappen<br />
sollen, das legen Sie mit den zugehörigen<br />
Symbolen im Bedienfeld der Musteroptionen<br />
fest.<br />
Tipp: Beim Skalieren von Objekten mit<br />
Mustern in Illustrator CS6 sollten Sie unbedingt<br />
auf die korrekte Einstellung der<br />
Optionen des Skalierwerkkzeugs achten.<br />
Ein Doppelklick auf dieses Werkzeug in<br />
der Werkzeugleiste zeigt Ihnen was passiert,<br />
wenn Sie das betreffende Objekt<br />
transformieren.<br />
Illustrator-Symbole: Mehrere<br />
Instanzen einer Schaltfläche<br />
automatisch aktualisieren<br />
Alle Design-Elemente, die mehr als einmal<br />
zum Einsatz kommen, sollten in<br />
Illustrator als Symbole vorliegen. Wenn<br />
Hinzufügen von SVG-Interaktivität<br />
in Adobe Illustrator CS6.<br />
www.internet-magazin.de 33
WEBDESIGN | Webdesign mit Illustrator<br />
Sie ein Symbol bearbeiten, aktualisiert<br />
das Programm alle Instanzen des Symbols<br />
im ganzen Dokument, zum Beispiel<br />
alle Instanzen der "Weiter"-Schaltfläche.<br />
Falls Sie bestimmte Vorkommen<br />
eines Objektes von der Aktualisierung<br />
ausschließen möchten, müssen Sie einfach<br />
nur die logische Verknüpfung der<br />
jeweiligen Instanz mit dem zugehörigen<br />
Symbol aufheben – schon ist diese ein<br />
eigenständiges Designelement.<br />
Illustrator bringt einige Bibliotheken<br />
nützlicher Symbole für Schaltflächen,<br />
Fortschrittsbalken und andere Seitenelemente<br />
mit. Die jeweils zugehörige Bibliothek<br />
können Sie aus dem Bedienfeld<br />
"Symbole" heraus aufrufen.<br />
Variablen in Illustrator sind ein mächtiges<br />
Werkzeug zur Automatisierung sich<br />
wiederholender Webdesign-Aufgaben.<br />
Insbesondere Textvariablen können die<br />
Erstellung von Webgrafiken wie Navigationsschaltflächen<br />
oder Werbebannern<br />
erheblich vereinfachen, denn Illustrator<br />
kann Datensätze aus XML-Variablenbibliotheken<br />
beziehen. Dadurch erweitert<br />
das Programm die gestalterische Freiheit<br />
des Webdesigners und minimiert repetitive<br />
Aufgaben wie die Dateneingabe.<br />
Zum Erstellen einer dynamischen Designvorlage<br />
mit Variablenunterstützung<br />
greifen Sie auf das Bedienfeld "Variablen"<br />
aus dem Menü "Fenster" in Adobe<br />
Illustrator zurück. Wählen Sie das betreffende<br />
Objekt am besten mit einem Mausklick<br />
auf das Kreissymbol im Bedienfeld<br />
"Ebenen" aus und suchen Sie den passenden<br />
Befehl im Optionenmenü des Bedienfeldes<br />
"Variablen". Alternativ klicken<br />
Sie auf das Symbol "Dynamisch machen"<br />
in der unteren Leiste des Bedienfeldes.<br />
Außer den Variablentypen Textstring zum<br />
Modifizieren von Textinhalten und Sichtbarkeit<br />
zum Ein- und Ausblenden von<br />
Elementen der Illustration unterstützt<br />
das Programm auch Variablen vom Typ<br />
Verknüpfte Datei für das dynamische Verlinken<br />
externer Objekte und Diagrammdaten<br />
zur dynamischen Umsetzung von<br />
Illustrator-Diagrammen.<br />
Um einem Textabschnitt eine Variable vom<br />
Typ Textstring zuzuweisen, wählt man den<br />
Aufruf der Bibliothek<br />
„Web-Schaltflächen“<br />
in Illustrator CS6.<br />
zugehörigen Textrahmen aus und aktiviert<br />
die Schaltfläche "Text dynamisch machen".<br />
Das funktioniniert jedoch nicht für<br />
einzelne Textzeichen, der Mauszeiger darf<br />
sich hierbei nicht im Textfeld befinden.<br />
Illustrator unterstützt sehr flexible Kombinationen<br />
von Variablen im Zusammenhang<br />
mit fast beliebigen Elementen der<br />
Vektorzeichnung. Dies betrifft insbesondere<br />
Sichtbarkeitsvariablen, die sowohl eine<br />
als auch mehrere Objektebenen beeinflussen<br />
können. Beim Einsatz von Variablen<br />
vom Typ Textstring im Webdesign sollten<br />
Sie beachten, dass der Textrahmen nachträglich<br />
nicht mehr an die eventuell geänderte<br />
Textlänge angepasst werden kann.<br />
Für Textstring-Variablen unterschiedlicher<br />
Länge gilt es daher, vorab für die maximale<br />
Textlänge zu planen. So können Sie<br />
zum Beispiel mehrere sich überlagernde<br />
Textrahmen erstellen und jeweils mit einer<br />
Text- und einer Sichtbarkeitsvariable<br />
versehen, damit man sie dann wahlweise<br />
ein- und ausblenden kann.<br />
Erfassen von Datensätzen in und<br />
außerhalb von Illustrator CS6<br />
Das Erfassen von Datensätzen in Adobe<br />
Illustrator ist sehr einfach. Verfügt das<br />
Dokument bereits über die benötigten<br />
Variablen, so genügt einfach ein Klick<br />
auf die Schaltfläche mit Kamerasymbol<br />
im Bedienfeld "Variablen", um die aktuellen<br />
Werte der Variablen aus der Illustrator-Datei<br />
als einen Datensatz zu erfassen.<br />
Danach können Sie die gewünschten Änderungen<br />
an den betreffenden Objekten<br />
direkt auf der Leinwand vornehmen, indem<br />
Sie zum Beispiel den Variablentext<br />
bearbeiten und die Sichtbarkeit verstellen.<br />
Ein erneuter Klick auf das Kamerasymbol<br />
erfasst diese Einstellungen nun<br />
als einen neuen Datensatz. In Adobe<br />
Illustrator angelegte Datensätze lassen<br />
sich als XML-Datei exportieren, um sie<br />
in einer externen Applikation um zusätzliche<br />
Einträge zu erweitern. Ein Web-<br />
34 0413 internet magazin
Webdesign mit Illustrator | WEBDESIGN<br />
Ausgabe für das<br />
Web mit Hilfe<br />
der Stapelverarbeitung<br />
von<br />
dynamischen<br />
Datensätzen in<br />
Illustrator CS6.<br />
Entwickler könnte Datensätze zudem aus<br />
einer Datenbank über den XML-Import<br />
als Illustrator-Variablen einlesen.<br />
Automatisierung repetitiver<br />
Webdesign-Aufgaben<br />
Auf Grund fehlender Unterstützung für<br />
SVG-Objekte weiß Adobes Webentwicklungs-Flaggschiff<br />
Dreamweaver in der<br />
Version CS6 mit Illustrator-Variablen leider<br />
nichts anzufangen. Für Unternehmen<br />
bietet Adobe den Personalisierungsserver<br />
Scene7 zur Umsetzung von Variablen-basierten<br />
Automatisierungsvorgängen beim<br />
dynamischen Bereitstellen von Websites.<br />
Webdesigner können Variablen in Illustrator<br />
CS6 ohne Zusatzsoftware nutzen,<br />
um die Erstellung von Grafiken zu beschleunigen.<br />
Nutzen Sie hierzu ganz<br />
einfach die eingebaute Automatisierung<br />
in Illustrator CS6: das Bedienfeld "Aktionen"<br />
und die Stapelverarbeitung.<br />
Schritt 1: Nach dem Zuweisen von Variablen<br />
zu Elementen der Illustration und<br />
dem Erfassen oder Importieren von Datensätzen<br />
zeichnen Sie eine Aktion am<br />
Beispiel eines einzigen der vorhandenen<br />
Datensätze auf.<br />
Schritt 2: Mit einem Befehl aus dem Optionenmenü<br />
des Bedienfeldes "Aktionen"<br />
öffnen Sie das Dialogfenster der Funktion<br />
Stapelverarbeitung. Im Abschnitt "Abspielen"<br />
wählen Sie hier die zuvor erstellte<br />
Aktion aus und aktivieren Sie die Option<br />
"Datensätze" im Menü "Quelle".<br />
Schritt 3: Nach einer Bestätigung des<br />
Vorgangs durchläuft Illustrator alle Datensätze<br />
der aktuellen Datei und führt<br />
die gewünschte Aktion aus. Hierbei<br />
könnte es sich etwa um die Ausgabe einer<br />
einzelnen Illustrator-Grafik in mehreren<br />
Hundert Versionen im Format FXG<br />
(Flash XML <strong>Graph</strong>ics), JPEG oder PNG<br />
handeln, oder auch um die Ausgabe der<br />
Zeichenfläche als ein HTML-Prototyp der<br />
Webseite in mehreren Sprachversionen.<br />
Die Webvorschau in Illustrator<br />
Um das entstehende Design im Detail in<br />
gerasterter Form einzusehen, so wie es<br />
ein Browser rendern würde, aktivieren<br />
Sie die Pixelvorschau mit dem Befehl<br />
"Ansicht > Pixelvorschau" und stellen<br />
Sie die gewünschte Zoomstufe ein. Mit<br />
dem Befehl "Fenster > Neues Fenster"<br />
können Sie eine zusätzliche Ansicht des<br />
aktuellen Dokumentes einrichten und<br />
die beiden Ansichten mit einem Befehl<br />
aus dem Menü "Fenster > Anordnen"<br />
neben- oder untereinander positionieren,<br />
um das Design in zwei Skalierungsstufen<br />
oder an zwei verschiedenen Stellen<br />
gleichzeitig zu überprüfen.<br />
Datensätze simultan verarbeiten<br />
Wer Illustrationen oder Multimedia-<br />
Daten in großen Stückzahle erstellen<br />
möchte, hatte bisher nur zwei Optionen<br />
zur Auswahl. Der erste Weg bestand darin,<br />
die benötigten Daten manuell Schritt<br />
für Schritt zu erzeugen. Solange es sich<br />
lediglich um ein Dutzend Datensätze<br />
handelt, ist das Konzept zwar mühsam<br />
und zeitraubend, aber durchaus machbar.<br />
Was aber, wenn es mehr Datensätze<br />
sein müssen, wie etwa 100, 1.000 oder<br />
gar 100.000? Zwar könnte man mittels<br />
Aktionen in Adobe Illustrator CS6 das<br />
Problem zumindest teilweise vermeiden,<br />
aber eben doch nicht ganz. Um ein Minimum<br />
an persönlicher Interaktion kommt<br />
man keinesfalls herum. Der zweite Weg<br />
bestünde in der Nutzung eines leistungsfähigen,<br />
aber kostspieligen Multimedia-<br />
Datenservers wie Adobe Scene7, doch<br />
dieser kommt sicher nur für eine Handvoll<br />
von Projekten in Betracht. Zum<br />
Glück gibt es einen dritten Weg: Mittels<br />
der Funktion "Stapelverarbeitung..." mit<br />
der Option "Datensätze" können Sie<br />
praktisch beliebig viele Datensätze – jedoch<br />
nur vorab und nicht zur Laufzeit<br />
– mit Hilfe einer vorab erstellten Aktion<br />
bearbeiten. Wieviele personalisierte<br />
Webgrafiken Sie insgesamt erzeugen<br />
müssen, spielt so zum Glück keine Rolle.<br />
Für jeden, der ohnehin bereits über<br />
Illustrator CS6 im Rahmen der Creative<br />
Suite jeder beliebigen Edition oder über<br />
das monatliche Cloud-Abonnement verfügt,<br />
fallen keine Kosten an.<br />
Filipe Pereira Martins/Anna Kobylinska<br />
www.internet-magazin.de 35
WEBDESIGN | Blog-Design<br />
Professionelles<br />
Blog-Design<br />
Blogs ersetzen immer mehr traditionell gestaltete<br />
Homepages, wenn es um Kontakt mit dem Nutzer<br />
geht. Ideal dafür ist das kostenlose WordPress – es<br />
ist mächtig und einfach zugleich.<br />
m Blogs zu gestalten und – noch<br />
U schwieriger – einfach und „stressfrei“<br />
zu verwalten, bietet sich ein Content<br />
Management System (CMS) an. Die<br />
bekannteste und weltweit verbreitetste<br />
kostenlose CMS-Software ist Word-<br />
Press. Das CMS wird ständig weiterentwickelt.<br />
Bei Redaktionsschluss aktuell<br />
war Version 3.4.2, die wir für diesen<br />
Beitrag verwenden.<br />
Download ohne Ärger<br />
Suchen Sie dazu die Download-Adresse<br />
im <strong>Internet</strong>, finden Sie eine Vielzahl von<br />
Adressen, die zum größten Teil einen<br />
zwar kostenlosen, aber werbebelegten<br />
Zugang bieten. Nun ist Werbung nicht<br />
per se etwas Negatives. Aber es ist ärgerlich,<br />
wenn Sie durch grell hervorspringende<br />
Download-Button immer wieder<br />
zum Herunterladen von kostenpflichtiger<br />
Software verleitet werden sollen. Mit den<br />
von uns nachfolgend angegebenen Seiten<br />
vermeiden Sie solchen Ärger. Beachten<br />
Sie den Unterschied zwischen zwei<br />
Adressen:<br />
» wordpress.com ist ein Blog-Service zur<br />
Einrichtung kostenloser Blog-Seiten.<br />
» Unter wordpress.org dagegen finden<br />
Sie die Seite, von der Sie die Programmierumgebung<br />
WordPress herunterladen.<br />
Mit dem Präfix de. schalten<br />
Sie jeweils auf die deutsche Seite:<br />
Von de.wordpress.org laden Sie die<br />
deutschsprachige WordPress-Version<br />
herunter. Alternativ steht wpde.org<br />
zur Verfügung. Diese Seite wird von<br />
einer deutschen Firma verwaltet, die<br />
kommerziell Blog-Erstellung und -Betreuung<br />
anbietet. Sie haben die für Ihre<br />
Arbeit mit WordPress erforderlichen<br />
Datei, die Sie jetzt noch entpacken.<br />
Wie Sie dies machen, zeigen wir Ihnen<br />
in der PDF-Datei Schritte zum Blog.<br />
pdf, die Sie auf der CD/DVD im Ordner<br />
<strong>Magazin</strong>\WordPress\ finden.<br />
Im PDF stehen weitere Abschnitte, in denen<br />
Sie erfahren, wie Sie einen lokalen<br />
Apache-Server auf Ihrem PC installieren.<br />
Auf diesem Server können Sie Ihre Blog-<br />
Seiten komplett entwickeln. Das erspart<br />
Ihnen gegenüber der Arbeit auf einem<br />
Webserver die ständige Online-Präsenz.<br />
Für die Veröffentlichung Ihrer Webseite<br />
benötigen Sie aber entsprechenden Speicherplatz<br />
im Web.<br />
Blog im Netz oder lokal<br />
entwickeln<br />
Entwickeln Sie Ihren Blog im Netz, laden<br />
Sie nur noch den auf Ihrem Rechner<br />
entpackten Ordner WordPress mit der<br />
geänderten wp-config.php auf den Server.<br />
Danach starten Sie WordPress über<br />
/wordpress/wp-admin/<br />
index.php.<br />
Arbeiten Sie dagegen auf dem lokalen<br />
Rechner, starten Sie vorher im XAMPP-<br />
36 0413 internet magazin
Blog-Design | WEBDESIGN<br />
Controlcenter den Apache-Server sowie<br />
die MySQL-Datenbank und verwenden<br />
Sie als Serveradresse http://<br />
localhost. Sie können den Server auch<br />
durch Eingabe im Ausführen-Fenster starten.<br />
Wenn alles geklappt hat, befinden<br />
Sie sich jetzt auf der Anmeldeseite von<br />
WordPress. Für den lokalen Server geben<br />
Sie den Benutzernamen admin und das<br />
von Ihnen vergebene Passwort ein. Beim<br />
Webserver gelten dessen Daten.<br />
Nachdem Sie WordPress als admin gestartet<br />
haben, befinden Sie sich auf der Seite<br />
Dashboard im Administrator-Bereich,<br />
dem Backend Ihres WordPress-CMS. Von<br />
hier haben Sie den Zugriff auf die Texte<br />
und andere Gestaltungselemente.<br />
Vorlagen konfigurieren<br />
Für Sie geht es nun zunächst darum, aus<br />
dem Standard-Blog Ihren eigenen Blog<br />
zu entwickeln. Legen Sie Ihren Blog lokal<br />
auf localhost an, können Sie ihn vor der<br />
Veröffentlichung im Netz noch gründlich<br />
überprüfen. Das Heraufladen ist zwar<br />
nicht schwierig, es hindert Sie aber an<br />
einer voreiligen Freigabe Ihres Blog.<br />
Individuelle Einstellungen für Wordpress-Blog<br />
Gleiche Grundeinstellungen für alle Seiten<br />
eines Blog helfen Ihnen beim Umgang mit<br />
WordPress und Ihrem Leser beim Erfassen<br />
Ihrer Seiten. Die mit WordPress mitgelieferten<br />
Einstellungen sind in der Regel<br />
schon dahingehend optimiert. Aber es<br />
gibt ein paar Stellen, an denen Sie individuelle<br />
Änderungen vornehmen können, ja<br />
sogar sollten. WordPress erlaubt nämlich<br />
Sie haben über die im Textkasten Individuelle<br />
Einstellungen für WordPress-Blogs<br />
auf der vorangegangenen Seite dieses<br />
Beitrags beschriebenen Einstellungen Titel<br />
und Untertitel Ihres Blog entsprechend<br />
festgelegt? Machen Sie nun aus dem vorgefertigten<br />
Beitrag den ersten Ihres Blog.<br />
Sie befinden sich im Dashboard? Dann<br />
gehen Sie über einen Doppelklick auf die<br />
Rubrik Artikel oder Artikel/Alle Artikel in<br />
der Menübar auf Artikel. Wechseln Sie<br />
hier auf die Zeile Mein Blog und klicken<br />
Sie auf Editieren. Im Editor ändern Sie die<br />
Themenüberschrift und schreiben Ihren<br />
Text. Vergessen Sie nicht, den Aktualisieren-Button<br />
anzuklicken.<br />
eine Vielzahl von Änderungen über die<br />
Submenüs in Einstellungen. Auf jeden Fall<br />
prüfen und anpassen sollten Sie Blogtitel<br />
und Untertitel. Durchlesen sollten Sie<br />
ebenfalls die Rubrik Diskussion. Wissenswert<br />
ist es beispielsweise, dass Bilder, etc.<br />
in den Ordner wp-content/uploads kommen.<br />
Klicken Sie stets vor dem Verlassen<br />
der Menüs auf den Übernehmen-Button.<br />
Tipp: Klicken Sie nie auf den Schließen-<br />
Button des Browsers, in dem WordPress<br />
gestartet wurde, wenn Sie ihn im Tab-<br />
Modus betreiben. Mit dem Browser wird<br />
auch WordPress geschlossen. Schließen<br />
Sie immer erst die Reiter! Sehen Sie sich<br />
zur Kontrolle noch Ihr Ergebnis an. Nicht<br />
schlecht, das Ganze, und das ohne eine<br />
einzige Codezeile zu schreiben. Weiteren<br />
Artikeln und zusätzlichen Seiten für<br />
Ihren Blog steht nichts mehr im Wege.<br />
Design folgt Vorlage<br />
Beachten Sie, dass Sie als Admin jederzeit<br />
Änderungen und Ergänzungen im<br />
Text und – begrenzt – am Design vor-<br />
Sehen Sie sich<br />
Ihre erste Seite<br />
an, die Sie mit<br />
WordPress-<br />
Unterstützung<br />
gestaltet haben<br />
– und das ohne<br />
einen Federstrich.<br />
Mit Hilfe<br />
der CMS-Software<br />
WordPress lassen<br />
sich schnell<br />
Blogs entwickeln<br />
und einfach<br />
verwalten.<br />
www.internet-magazin.de 37
WEBDESIGN | Blog-Design<br />
nehmen können. Die Grenzen setzt die<br />
aktuelle Designvorlage. Wenn es Ihnen<br />
bisher nicht aufgefallen ist: WordPress<br />
hat automatisch eine Design-vorlage<br />
vorgegeben. Alle Seiten entsprechen<br />
dem Schema dieser Vorlage. WordPress<br />
bezeichnet solche Designvorlagen als<br />
Themes. In der aktuellen WordPress-Version<br />
3.4.2 sind zwei Themes integriert,<br />
Twenty Ten und das aktuellere Twenty<br />
Eleven. Letzteres ist aktiviert.<br />
Farbschema und Position der<br />
Widget-Sidebar bestimmen<br />
Das Theme bietet einige individuelle<br />
Einstellungen in der Menü-Sidebar. Klicken<br />
Sie auf Design und gehen Sie zu<br />
Wordpress-Themes bearbeiten<br />
1<br />
2<br />
Für nahezu alle Themen des Blogs bietet<br />
sich eine Mischung aus Texten, Fotos<br />
und anderen Inhalten an.<br />
den Themes-Optionen. Sie können hier<br />
festlegen, welches Farbschema verwendet<br />
wird oder wo die Widget-Sidebar auf<br />
den Seiten erscheint. Unter Kopfzeile<br />
erhalten Sie Möglichkeiten, die Kopfzeile<br />
zu verändern, zum Beispiel durch<br />
Wer den Code fertiger Themes anpassen<br />
will, sollte dazu Vorkenntnisse haben und<br />
in jedem Fall Änderungen nie direkt am<br />
Original vornehmen.<br />
Über das Menü Design/Editor öffnen Sie<br />
den Editor. Er ist ein einfacher Texteditor<br />
ohne Formatierungsmöglichkeiten.<br />
Sie können den Code aus dem Editor in<br />
Ihren eigenen komfortableren HTML/PHP-<br />
Editor kopieren. Alternativ gehen Sie direkt<br />
in den Ordner wordpress/wp-content<br />
und dann zu /themes. Dort finden Sie die<br />
Ordner der aktuell in Ihrer Entwicklungsumgebung<br />
vorhandenen Themes. Auch<br />
hier sollten Sie nicht an den Originalen<br />
arbeiten, wenn Sie nicht über einschlägige<br />
Erfahrung verfügen. Aber Sie können<br />
den Ordner des Themes kopieren und mit<br />
der Kopie arbeiten.<br />
Beachten Sie, dass der kopierte Ordner<br />
zusätzlich im Themes-Vorlagenfenster<br />
(Design/Themes) angezeigt<br />
wird. In der ComboBox oben rechts<br />
wählen Sie das Theme, das Sie bearbeiten<br />
wollen. Klicken Sie danach auf<br />
die Auswählen-Schaltfläche.<br />
Der Editor für Themes findet sich unter Design (1). Er arbeitet mit CSS (2).<br />
Auch Templates (3) lassen sich editieren.<br />
3<br />
ein anderes Bild. Auch im Hintergrund<br />
können Sie ein Bild platzieren. Wenn Ihr<br />
Bild zu klein ist, wird es gekachelt. Statt<br />
eines Bildes haben Sie die Option, eine<br />
Farbe um Ihre Seiten laufen zu lassen.<br />
Mit den Widgets legen Sie fest, welche<br />
Informationen in der Sidebar zu sehen<br />
sind. Diese Einstellmöglichkeiten bietet<br />
das Thema Twenty Eleven.<br />
Themes hinzufügen<br />
Sie können weitere Themes in Ihr Word-<br />
Press einfügen. Dazu öffnen Sie Design/<br />
Themes und dann das Register Themes<br />
installieren. Die Installation läuft vollautomatisch<br />
ab. Installation bedeutet in<br />
diesem Zusammenhang Herunterkopieren<br />
eines kompletten NameDesThemes-<br />
Unterordners in den wp-content/themes-<br />
Ordner von WordPress.<br />
Manuell installieren Sie Themes, indem<br />
Sie sie entpacken und den kompletten<br />
Ordner in den /themes-Ordner kopieren.<br />
Zum Deinstallieren genügt demnach das<br />
Entfernen des Ordners aus /themes.<br />
Die beschriebene Vorgehensweise gilt<br />
auch für alle anderen Erweiterungselemente<br />
von WordPress wie Plug-ins.<br />
Diese werden im WordPress-Ordner /<br />
plugins abgelegt.<br />
Zugangsberechtigungen einstellen<br />
Die Verwaltung Ihres Blog umfasst<br />
auch die Zugangsberechtigungen. Die<br />
allgemeinen Regeln dafür bestimmen<br />
Sie im Dashboard unter Einstellungen/<br />
Diskussion. Wollen Sie auch anderen<br />
Personen schreibende Zugangsrechte<br />
geben, müssen Sie dafür Benutzerprofile<br />
anlegen. WordPress verwendet für<br />
die unterschiedlichen Berechtigungen<br />
das Rollen-Konzept und definiert dazu<br />
fünf Berechtigungsebenen: Administrator,<br />
Redakteur (Editor), Autor (Author),<br />
Mitarbeiter (Contributor) und Abonnent<br />
(Subscriber). Die englischen Namen sind<br />
genannt, weil sie oft noch in deutschen<br />
38 0413 internet magazin
Blog-Design | WEBDESIGN<br />
Über 1600 frei<br />
erhältliche<br />
Themes stehen<br />
für WordPress<br />
im Netz frei<br />
zur Verfügung.<br />
Eines passt<br />
sicher.<br />
Die geltenden Richtlinien für barrierefreies<br />
Webdesign finden Sie unter<br />
www.barrierefreies-webdesign.de/<br />
richtlinien/<br />
Veröffentlichungen erscheinen. Der<br />
Administrator darf alles, der Redakteur<br />
eigene Beiträge veröffentlichen, diese<br />
und Fremdbeiträge sowie Kommentare<br />
bearbeiten. Der Autor darf eigene Beiträge<br />
veröffentlichen und bearbeiten,<br />
während der Mitarbeiter eigene Beiträge<br />
verfassen und bearbeiten, diese aber<br />
nicht veröffentlichen kann. Der Abonnent<br />
darf Beiträge lesen, Kommentare<br />
lesen und schreiben.<br />
Bevor Sie Ihren Blog jetzt auf die Menschheit<br />
loslassen, sollten Sie sich noch ein<br />
paar Gedanken zum Thema Sicherheit<br />
machen. Haben Sie bisher im Localhost<br />
gearbeitet, ist Ihnen inzwischen vielleicht<br />
entfallen, dass Sie immer noch als<br />
der Benutzer admin auftreten. Sie sollten<br />
sich aber eine weitere Administrator-<br />
Identität zulegen. Das gilt besonders,<br />
wenn Sie bisher auf einem Webserver<br />
experimentiert haben. Dazu gehen Sie<br />
im Dashboard auf Benutzer/Neu erstel-<br />
len. Geben Sie sich einen ungewöhnlichen<br />
Namen und wählen Sie ein ganz<br />
besonderes Passwort, das aus Groß-,<br />
Kleinbuchstaben gemischt mit Zahlen<br />
und Sonderzeichen besteht. Verwenden<br />
Sie eine andere Mailadresse als für die<br />
bisherigen WordPress-Versuche. Sie erhalten<br />
sonst die Meldung: Diese E-Mail-<br />
Adresse wurde bereits registriert....<br />
Legen Sie Ihre Rolle als Administrator<br />
fest, damit Sie mit der neuen Identität<br />
auch wieder alles tun dürfen bei Ihrem<br />
WordPress-Konto. Vergessen Sie nicht,<br />
auf den Button Neuen Benutzer hinzufügen<br />
zu klicken. Loggen Sie sich zuletzt<br />
aus und direkt unter den neuen Zugangsdaten<br />
wieder ein.<br />
Horst F. Haupt<br />
www.internet-magazin.de 39
WEBDESIGN | Cheat Sheet<br />
NEU: DAS C<br />
Google Analytics –<br />
Quick Reference Guide<br />
Um Google führt kein Weg herum, wenn man eine<br />
erfolgreiche Website betreiben will: Neben der Arbeit<br />
an den Rankings mit den Webmaster-Tools und dem<br />
Chrome-Browser setzen Webmaster verstärkt auf die<br />
Analysemöglichkeiten mit Google Analytics, um mehr<br />
über die Besucher ihrer Site zu erfahren.<br />
Auf einen Blick<br />
Unser Cheat Sheet hilft bei der täglichen<br />
Arbeit: Einfach das doppelseitige<br />
Blatt aus der Heftmitte trennen<br />
und laminieren. So hält es auch größeren<br />
Belastungen stand, wie etwa<br />
Developer-Kaffee.<br />
Google Analytics in Betrieb zu nehmen,<br />
um unabhängig von der Größe<br />
einer <strong>Internet</strong>präsenz das leistungsstarke<br />
Tracking in Anspruch zu nehmen, das<br />
dauert nur einen Moment: Der Tracking-<br />
Code ist buchstäblich in Minuten eingebaut,<br />
und damit steht Ihnen kostenlos<br />
eine der stärksten Webanalyse-Solutions<br />
auf dem Markt zur Verfügung. Mit<br />
Google Analytics finden Sie heraus, wie<br />
Nutzer Ihre Website verwenden, wie sie<br />
dorthin kamen und wie Sie aus diesen<br />
Nutzern regelmäßige Besucher machen<br />
können. Mit den Echtzeit-Berichten<br />
können Sie Aktivitäten genau dann erfassen,<br />
wenn sie stattfinden. Die Standardberichte<br />
helfen bei der schnellen<br />
und unkomplizierten Messung von Interaktionen<br />
und mit wenigen Klicks lassen<br />
sich benutzerdefinierte Berichte und<br />
Besuchergruppen zusammenstellen.<br />
Was tun die Besucher auf Ihrer<br />
Site und wie lange bleiben sie?<br />
Mit den benutzerdefinierten Berichten<br />
bestimmen Sie dann selbst, was Sie<br />
analysieren möchten, und stellen sich<br />
in wenigen Minuten ein persönliches<br />
Dashboard mit den interessantesten<br />
Messwerten zusammen. Mit den Variablen<br />
erstellen Sie eigene Segmente und<br />
analysieren genau die Nutzerdaten, die<br />
für Ihr Unternehmen relevant sind. Die<br />
erweiterte Segmentierung wiederum<br />
unterstützt Webmaster bei der Analyse<br />
ausgewählter Traffic-Segmente. Dabei<br />
können sie vordefinierte Segmente wie<br />
„Besuche mit Conversions“ und „Organische<br />
Zugriffe“ nutzen oder eigene<br />
Segmente erstellen. Google Analytics<br />
bietet eine große Auswahl an Visualisierungstools,<br />
wie für den Besucherfluss<br />
und die In-Page-Analyse, mit der Sie<br />
veranschaulichen, wie Nutzer mit Ihren<br />
Seiten interagieren. Auch eine Zusam-<br />
Analytics-IQ – Ausbildung durch Google<br />
Mit Google Analytics kann man einfach<br />
und schnell die Anzahl an Besuchern messen<br />
– oder tief und professionell in die<br />
Analyse des Nutzerverhaltens einsteigen.<br />
Wie tief, das kommt auf Ihren persönlichen<br />
Ehrgeiz an – bis hin zum zertifizierten<br />
Power-User, der sich in Google-<br />
Schulungen immer auf den aktuellsten<br />
Stand bringen lässt. An der Conversion<br />
University bietet Google kostenlose Online-Schulungen<br />
zu Google Analytics und<br />
Datenanalyse an. Mit Bestehen des Tests<br />
erhalten Sie eine in der Branche anerkannte<br />
Qualifikation. Online-Schulungen<br />
unter http://www.google.com/analytics/<br />
iq.html und Testcenter besuchen https://<br />
google.starttest.com/. Im offiziellen<br />
Youtube-Kanal von Google Analytics gibt<br />
es außerdem Videos zu diversen Themen<br />
für Anfänger bis hin zu Profis.<br />
Freiwillig auf die Schulbank mit von<br />
Google angebotenen Qualifikationsprüfungen<br />
mit Zertifikat: https://google.<br />
starttest.com/<br />
40 0413 internet magazin
HEAT SHEET<br />
Cheat Sheet | WEBDESIGN<br />
Links zum Thema<br />
menarbeit im Team wird innerhalb von<br />
Google Analytics unterstützt. Die Tools<br />
zum Teilen von Inhalten ermöglichen<br />
eine reibungslose Zusammenarbeit mit<br />
dem SEO-Team und der Redaktion.<br />
Vom Messen der Besucherzahlen<br />
bis hin zur Conversion<br />
Während Skeptiker auf Alternativen ausweichen,<br />
um dem Suchgiganten Google<br />
nicht zu viele Ihrer Daten zur Verfügung<br />
zu stellen, nutzen die meisten professionellen<br />
Optimierer bevorzugt die Tools<br />
der Suchmaschine, in der es Rankings<br />
zu erzielen gilt. Die kostenlosen Analyse-Tools<br />
von Google Analytics für eine<br />
beliebige Anzahl von Projekten, Accounts<br />
und Zielen erlauben es, die Besucherdaten<br />
einer Website bis ins letzte<br />
Detail zu durchleuchten. Google Analytics<br />
Premium ist zwar momentan nur<br />
in den USA, Kanada und Großbritannien<br />
verfügbar, doch in Sachen Support<br />
und professionelle Dienstleitung für die<br />
kostenlose in Deutschland verfügbare<br />
Version sind weiterführende Informationen<br />
im Angebot: Von Ressourcen für<br />
Entwickler (https://developers.google.<br />
com/analytics/) über das offizielle GA-<br />
Mit Hilfe von Regex Google Analytics<br />
besser nutzen<br />
http://www.reachblog.de/mithilfe-von-regex-google-analyticsbesser-nutzen/7568/<br />
Youtube Channel von Google Analytics<br />
http://www.youtube.com/user/<br />
googleanalytics<br />
Google Analytics Community auf G+<br />
https://plus.google.com/u/0/<br />
communities/1120791750<br />
65515050052<br />
Benutzerdefinierte Segmente in Google<br />
Nützliche Hilfe bei der Verwaltung<br />
diverser Projekte und Ziele: http://ganalyticsblog.de/analy-<br />
Analytics<br />
Google Analytics Configuration<br />
tics-tutorials/benutzerdefinierte-<br />
segmente-in-google-analytics/<br />
Tool (http://gaconfig.com/)<br />
und<br />
http://www.thomashutter.com/<br />
Blog (http://analytics.blogspot.com/) bis index.php/2011/10/googleanalytics-umgang-und-nutzenhin<br />
zum Nutzerforum (http://groups.<br />
von-erweiterten-segmenten/<br />
google.com/a/googleproductforums.<br />
Google-Analytics-Code mit dem “Google<br />
com/forum/#!forum/analytics). Unser Tag Manager” integrieren<br />
Cheat Sheet hilft Ihnen beim Einstieg in http://ganalyticsblog.de/<br />
die Arbeit mit Google Analytics und verschafft<br />
Ihnen einen Überblick über die<br />
analytics-allgemein/googleanalytics-code-mit-dem-neuengoogle-tag-manager-integrieren/<br />
Möglichkeiten, die es zu erkunden gilt.<br />
Insbesondere Filter und Regular Expressions<br />
werden Ihnen dabei helfen, das<br />
Verhalten Ihrer Besucher zu steuern und<br />
besser zu verstehen.<br />
Tracken 10 Einsatzgebiete von Analytics<br />
Sie ausgehende<br />
Leitende Angestellte erhalten Antworten auf folgende Fragen:<br />
Links und die<br />
» Welche Marketingmaßnahmen sind am effizientesten?<br />
Downloads von » Wie sehen die genauen Zugriffsmuster der Website aus?<br />
Dokumenten, behalten<br />
Sie Abrufe<br />
» Welche Kunden und Kundensegmente sind am wertvollsten?<br />
Marketingfachleute erhalten Antworten auf folgende Fragen:<br />
auf Umleitungen<br />
» Woher kommen die Besucher, wie agieren sie auf der Website?<br />
im Auge und verwalten<br />
Sie dyna-<br />
» Welche Keywords führen zu Conversions?<br />
» Wie kann die Website mehr Besucher zu Kunden machen?<br />
mische oder variable<br />
URLs, um bis<br />
» Welche Online-Anzeige ist am effektivsten?<br />
ins letzte Detail<br />
Content- und Webentwickler erhalten Antworten auf<br />
folgende Fragen:<br />
zu erfahren, was<br />
» Wo verlassen Nutzer die Website?<br />
Ihre Anwender » Auf welchen Seiten bleiben die Besucher am längsten?<br />
bei Ihnen suchen » Mit welchen Suchbegriffen wird die Website gefunden?<br />
– und finden. (Quelle: http://www.google.com/analytics)<br />
Carola Heine<br />
www.internet-magazin.de 41
WEBDESIGN | Cheat Sheet<br />
TEIL 7: GOOGLE ANALYTICS – QUICK REFERENC<br />
Google Analytics Cheat Sheet<br />
Setup: Es dauert bis zu 24 Stunden, bevor die ersten Berichte abgerufen werden können<br />
Sie können einem Analytics-Konto weitere Nutzer hinzufügen: Auf Kontoebene (Konto > Nutzer) und auf Profilebene (Konto > Property > Profil ><br />
Nutzer). Wenn Sie nun einen weiteren Nutzer hinzufügen, identifizieren Sie diese Person mit Hilfe einer Google-Mail-Adresse.<br />
Code integrieren 1. Melden Sie sich für ein neues Google-Analytics-Konto an.<br />
2. Richten Sie eine Eigenschaft ein: Website, mobile Anwendung, Blog usw.<br />
Hinweis: Sie haben die Wahl, ob eine Eins-zu-eins-Beziehung genutzt werden soll, also ein Konto entspricht einer Property (oder ob<br />
Ihrem Konto mehrere Eigenschaften zugewiesen werden sollen. (Sie können auch auf mehrere Analytics-Konten zugreifen.)<br />
3. Richten Sie Ihren Tracking-Code für diese Property ein.<br />
4. Fügen Sie die Analytics-Tracking-ID sowie den Tracking-Code in Ihre Website/App ein.<br />
Hinweis: Das Code-Snippet gehört unmittelbar vor den schließenden Tag .<br />
Überprüfen Sie, ob der Tracking-Code die richtige Web-Property-ID für Ihr Profil enthält (diese ID sollte von der Seite "Profileinstellungen"<br />
kopiert werden), siehe auch die weiteren Infos zur Überprüfung unter https://support.google.com/analytics/bin/<br />
answer.py?hl=de&answer=1008083<br />
Tipp: Wenn Sie Google Analytics mit Ihrem AdWords-Konto verknüpfen, protokolliert Analytics automatisch das Verhalten aller<br />
Besucher, die von Ihren Anzeigen weitergeleitet werden.<br />
Tracking von... Weiterleitungen machen die Seite durch die Weiterleitung zur Verweis-URI fürs Ziel. Der Tracking-Code wird auf Weiterleitungsund<br />
Zielseite integriert, sofern technisch möglich.<br />
Download-Links (PDF, AVI, WMV) erfordern eine Anpassung des HTML-Codes, wenn sie getrackt werden sollen:<br />
Bei virtuellen Seitenaufrufen _trackPageview() ergänzen, um dem Link einen Pfad beziehungsweise Seitennamen zuzuweisen.<br />
Bei Ereignis-Tracking zur Einrichtung von Kategorien, Aktionen und Labels für die zu analysierende Download-Datei die Funktion<br />
_trackEvent() ergänzen<br />
Beim Ereignis-Tracking werden Klicks auf Links nicht in der Gesamtanzahl an Seitenaufrufen Ihrer Website berücksichtigt. Außerdem<br />
können Sie 3 mögliche Segmente für den Link konfigurieren (Kategorie, Aktion und Label). Weitere Infos unter Ereignis-<br />
Tracking unter https://support.google.com/analytics/bin/topic.py?topic=1033067<br />
Ausgehenden Links: Tracking von nach extern führenden Verlinkungen erfolgt durch Google Analytics nicht automatisch – alle<br />
zu analysierenden Verweise sind manuell mit einem Tag zu versehen. (benutzerdefinierter JavaScript-Code mit Methode _trackEvent<br />
zusätzlich zum Tracking-Code).<br />
Alternativ: _trackPageview zur Analyse, wenn man begleitend eine Erhöhung der Seitenaufrufe durch diese Methode in Kauf<br />
nimmt.<br />
Flash-Elementen oder flash-basierten Websites: Infos unter http://code.google.com/intl/de-DE/apis/analytics/docs/tracking/<br />
flashTrackingIntro.html<br />
Warenkorb beziehungsweise E-Commerce: Weiterführende Infos unter https://support.google.com/analytics/bin/answer.<br />
py?hl=de&answer=1009612<br />
Besuchern mittels angepasstem Besucher-Tracking: Länge der Sessions bestimmen oder den Informationstyp festlegen, den<br />
Sie über den Browser des Besuchers sammeln möchten. Weitere Infos über besucherbezogene Konfiguration unter https://code.<br />
google.com/intl/de-DE/apis/analytics/docs/tracking/gaTrackingVisitors.html<br />
Ereignissen: Alles außer Seitenaufrufe erfassen, so wie Ajax-basierte Dienstprogramme, Gadgets, Videos. Siehe Weiterführendes<br />
unter https://code.google.com/intl/de-DE/apis/analytics/docs/tracking/gaTrackingVisitors.html<br />
Nutzer-Timings: Seitenladezeiten werden in Google Analytics automatisch erfasst, mit benutzerdefiniertem Tracking messen Sie<br />
die Timings für das Laden von Ajax-basierten Vorgängen und Ressourcen. Weitere Informationen unter https://developers.google.<br />
com/analytics/devguides/collection/gajs/gaTrackingTiming<br />
Conversion Eine Conversion wird gemeldet, wenn ein Besucher ein Ziel erreicht.<br />
Es gibt drei Arten von Zielen: URL-Ziel, Besuchszeit auf Website und Seiten pro Besuch. Sie definieren die Grenzwerte selbst. Mit<br />
der Vergabe von Zielen ermitteln Sie, wann Besucher einzelne Aktionen ausführen, und können so messen, wie weit die Site oder<br />
App die Zielvorgaben erfüllt: zum Beispiel verbrachte Zeitdauer oder Transaktionen mit einem Mindestbetrag.<br />
Im Menü "Profil" finden Sie den Tab "Ziele". Siehe auch Beispiele für die Strukturierung von Zielgruppen: http://analytics.<br />
blogspot.de/2012/06/ga-advocate-justin-cutroni-answers-your.html<br />
• Informationen zu • Dynamisch erstellte oder variable URLs<br />
• Feste URLs • Identische URLs bei mehreren Schritten<br />
• E-Commerce-Ziele • Ziele für mehrere Kriterien<br />
Weiterführende Informationen unter Conversion in der Hilfe zu Google Analytics unter https://support.google.com/analytics/bin/<br />
topic.py?topic=1631741<br />
42 0413 internet magazin
E GUIDE<br />
Cheat Sheet | WEBDESIGN<br />
Filter<br />
Regex: Anlegen von Filtern und Segmenten, um die mit Google Analytics erhobenen Daten besser zu verstehen.<br />
Anwendungsbeispiele: Suchmaschinen-Referrer für eine oder mehrere <strong>Search</strong> Engines ausblenden, eigene IP von der Erfassung ausnehmen, mit<br />
Segmenten sehen, wer über einen Newsletter auf die Site kam, mit Platzhaltern mehrere Schreibweisen filtern, Verweise über ein bestimmtes Social-<br />
Media-Netzwerk (oder alle) separat erfassen.<br />
Tipp: Regex so simpel wie möglich halten, um die wiederholte Verwendung einfach zu machen<br />
Platzhalter . Übereinstimmung mit jedem einzelnen Zeichen, egal ob Buchstabe, Zahl oder Symbol: ap.el stimmt überein mit apfel, appel,<br />
ap5el, ap&el<br />
* Übereinstimmung mit null oder mehr der vorherigen Elemente: Das vorherige Element ist standardmäßig das vorherige Zeichen:<br />
goo*gle stimmt mit gooogle und goooogle überein.<br />
+ Verhält sich wie ein Stern, außer dass das Pluszeichen mit mindestens einem vorherigen Element übereinstimmen muss.<br />
? Übereinstimmung mit null oder einem der vorherigen Elemente. Beispiel von Google: Kets?chup stimmt mit Ketchup und<br />
Ketschup überein.<br />
| Übereinstimmung mit "oder" - a|b stimmt mit a oder b überein<br />
Mehr zur Anwendung von umgekehrten Schrägstrichen "\" und Punkt "." unter http://support.google.com/analytics/bin/answer.<br />
py?hl=de&answer=1034332<br />
Anker<br />
^ Ihre Daten müssen am Anfang des Felds stehen: ^site stimmt mit site überein, aber nicht mit meinesite.<br />
$ Ihre Daten müssen am Ende des Felds stehen: site$ stimmt mit site überein, aber nicht mit sitescannen.<br />
Anker verhelfen Ihnen zu präziseren Übereinstimmungen. Um festzulegen, dass ein Ausdruck mit site beginnen und enden<br />
muss, setzen Sie ^site$ mit einem Anker am Anfang (^) und einem am Ende ($).<br />
Erläuterungen zum Caret-Zeichen ^ unter http://support.google.com/analytics/bin/answer.py?hl=de&answer=1034376 und zum $<br />
in Verbindung mit + unter http://support.google.com/analytics/bin/answer.py?hl=de&answer=1034378<br />
Gruppierung () Klammern zum Erstellen eines Eintrags anstelle des Standards. Dank(e|schön) stimmt mit Danke und Dankeschön überein.<br />
[] Mit eckigen Klammern erstellen Sie eine Liste mit Elementen für die Übereinstimmung: [abc] erstellt eine Liste, die a, b und c<br />
enthält.<br />
- Mit Bindestrichen und Klammern wird eine Liste erweitert: [A-Z] erstellt eine Liste des Alphabets in Großbuchstaben<br />
Mehr zu eckigen Klammern und Bindestrichen unter http://support.google.com/analytics/bin/answer.py?hl=de&answer=1034328<br />
Andere<br />
\ Wandelt ein Zeichen für einen regulären Ausdruck in ein gewöhnliches Zeichen um: meinedomain\.de verhindert, dass der<br />
Punkt als Platzhalter angesehen wird.<br />
Siehe auch: Mehr zur Anwendung von umgekehrten Schrägstrichen (\) und Punkt (.) unter http://support.google.com/analytics/<br />
bin/answer.py?hl=de&answer=1034332<br />
Profilfilter: vordefiniert und benutzerdefiniert<br />
Anwendungsbeispiele: Interne Zugriffe aus Berichten ausschließen durch Sperre auszuschließender IPs, Aktivitäten nur für bestimmte Directories<br />
auswerten (oder eines ausschließen), separate Profile für Subdomains anlegen und Berichte pro Domain ausgeben, URLs dynamischer Seiten in lesbare<br />
Zeichenfolgen konvertieren<br />
Der Administrator einen Google-Analytics-Konto hat die Möglichkeit, die Traffic-Daten eines Profils mit Filtern zu begrenzen und zu verändern.<br />
Vordefiniert Zugriffe nur auf eine bestimmte Domain erfassen/ausschließen<br />
Zugriffe nur über bestimmte IP-Adressen erfassen/ausschließen<br />
Zugriffe nur auf bestimmte Unterverzeichnisse erfassen/ausschließen<br />
Benutzerdefiniert<br />
Suchen und Ersetzen: Austausch eines Treffers durch eine Alternative<br />
Kleinschreibung/Großschreibung: Wandelt den gesamten Feldinhalt in Groß- oder Kleinbuchstaben um. Diese Filter betreffen<br />
nur Buchstaben.<br />
Muster ausschließen: Die mit diesen Zeichen übereinstimmenden Treffer werden vollständig ignoriert, alle anderen Protokolldaten<br />
ebenfalls ausgeblendet.<br />
Muster einschließen: Sämtliche nicht übereinstimmenden Treffer werden ignoriert und stehen für Berichte nicht zur Verfügung.<br />
Erweitert: Ermöglicht das Erstellen eines Felds aus mindestens einem anderen Feld.<br />
Weitere Informationen zu erweiterten Filtern: http://support.google.com/analytics/bin/answer.py?hl=de&answer=1034836<br />
Filter auf Kontoebene<br />
1. Im Analytics-Konto auf "Verwaltung" klicken<br />
2. das Konto auswählen, das gefiltert werden soll<br />
3. "Filter", "Neuer Filter"<br />
4. Name für den neuen Filter vergeben<br />
5. Vordefinierten Filter wählen oder benutzerdefinierten erstellen.<br />
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Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar,Handelsregister München, HRB 154289. *Folgeabopreise siehe Impressum<br />
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WEBENTWICKLUNG | XDEV 3<br />
Java-Power mit XDEV 3<br />
Wer schnell und einfach von Access, Oracle Forms, Visual Basic oder anderen 4gl-<br />
Lösungen auf Java umsteigen möchte, erhält mit XDEV 3 die perfekte Umgebung<br />
dafür. Kurz vor der Version 4 werfen wir einen Blick auf den Status Quo.<br />
Java ist für viele IT-Entscheider die<br />
Wunschtechnologie, wenn es um die<br />
Entwicklung von Individualsoftware für<br />
den Unternehmenseinsatz geht. Vielen<br />
galt Java jedoch bislang als zu kompliziert.<br />
Ohne langjährige Java-Erfahrung ist<br />
die Umsetzung einer größeren Geschäftsanwendung<br />
praktisch nicht möglich. Den<br />
meisten IT- und Fachabteilungen blieb<br />
in der Vergangenheit gar nichts anderes<br />
übrig, als auf sehr viel einfachere 4gl-<br />
Lösungen wie Microsoft Access, FoxPro,<br />
Oracle Forms, Visual Basic oder Delphi<br />
zurückzugreifen und die Nachteile zu<br />
akzeptieren. Mit XDEV 3 gibt es nun<br />
seit etwa zwei Jahren eine Alternative.<br />
XDEV 3 ist die erste Java- Entwicklungsumgebung,<br />
die wie Access, Visual Basic,<br />
Oracle Forms und andere 4gl-Lösungen<br />
funktioniert. Das Resultat ist jedoch eine<br />
Java-Anwendung, die sich nicht nur unter<br />
Windows, Linux und auf dem Mac,<br />
sondern auch als Webanwendung im<br />
Browser ausführen lässt. Damit tun sich<br />
für Java-Ein- und -Umsteiger völlig neue<br />
Möglichkeiten auf, denn ein schneller<br />
und einfacher Umstieg ist jetzt möglich.<br />
Zielgruppe sind Entwickler in IT- und<br />
Fachabteilungen, die möglichst schnell<br />
und einfach von einer 4gl-Lösung wie<br />
Access oder Forms auf Java umsteigen<br />
möchten. XDEV 3 läuft unter Windows,<br />
Linux und auf dem Mac und ist völlig<br />
lizenzkostenfrei verfügbar unter www.<br />
xdev-software.de. Das komplette Framework<br />
ist als Open Source unter der LGPL<br />
Lizenz veröffentlicht. Sie dürfen mit<br />
XDEV 3 entwickelte Anwendungen also<br />
auch kommerziell verbreiten, ohne dafür<br />
Lizenzgebühren zahlen zu müssen.<br />
Das XDEV-Projekt schreitet mit beeindruckender<br />
Dynamik voran. Seit unserem<br />
letzten Bericht im Mai 2012 hat sich eine<br />
Menge getan. Besonders positiv fällt auf,<br />
dass die Entwickler sehr stark auf die Be-<br />
46 0413 internet magazin
XDEV 3 | WEBENTWICKLUNG<br />
dürfnisse und Wünsche der Community<br />
eingehen und Feature-Wünsche überraschend<br />
schnell umsetzen. Grund genug,<br />
uns die neuesten Features und die bevorstehende<br />
Version 4 genauer anzusehen.<br />
Für alle, die XDEV 3 noch nicht kennen,<br />
hier zunächst ein kurzer Überblick über<br />
die wichtigsten Features und die Funktionsweise<br />
der Umgebung.<br />
Einfaches Oberflächendesign<br />
Eines der Highlights von XDEV 3 ist der<br />
GUI-Builder, der ähnlich wie Visual<br />
Basic funktioniert. Wie bei einem Grafikprogramm<br />
lassen sich alle zur Verfügung<br />
stehenden Controls mit Dragand-Drop<br />
in die Arbeitsfläche einfügen<br />
und dort völlig frei und pixelgenau positionieren.<br />
Neben Buttons, Labels und<br />
Formular-komponenten gehören eine<br />
Tabellen-komponente, Trees, Splitter,<br />
Tabs sowie verschiedene Fenstertechniken<br />
zum Standardumfang. Mit dem<br />
Einsatz von Layoutmanagern können<br />
sich Oberflächen auch an unterschiedlichste<br />
Auflösungen anpassen. Formulare<br />
und Trees<br />
lassen sich ganz<br />
leicht per Assistent<br />
XDEV Starter-Days 2013<br />
Sie möchten XDEV 3 genauer kennenlernen und alle wichtigen<br />
generie-<br />
Funktionen live erleben, sehen was möglich ist und individuelle<br />
Fragen stellen? Dann nutzen Sie die Gelegenheit und kommen<br />
ren. Auch für<br />
zur XDEV 3 Starter Workshop Roadshow 2013! Hier die Termine<br />
die Erstellung der Workshops in diesem Frühjahr:<br />
von Menüs und<br />
mehrsprachigen 9. April in Nürnberg 23. April in München<br />
Oberflächen gibt<br />
10. April in Hamburg 24. April in Berlin<br />
11. April in Stuttgart 25. April in Köln<br />
es intuitive Wizards.<br />
Bei jeder 17. April in Wien<br />
30. April in Ratingen<br />
16. April in Zürich 29. April in Frankfurt<br />
Änderung im<br />
GUI-Builder wird<br />
der Java-Quellcode<br />
Die Teilnahmegebühr beträgt 289,- Euro zzgl. 19% MwSt.<br />
Leser des <strong>Internet</strong>-<strong>Magazin</strong>s melden sich auf xdev-software.de/<br />
automatisch<br />
starter-days mit dem Anmeldecode internetmagazin2013 an und<br />
erhalten einen Rabatt von 200 Euro netto für den Workshop!<br />
im Hintergrund<br />
generiert, sodass<br />
der UI-Designer keine Java-Kenntnisse<br />
benötigt, sondern sich voll auf das Designen<br />
der Oberfläche konzentrieren<br />
kann. Beim Blick auf den generierten<br />
Code stellt man nicht nur eine erfreulich<br />
gute Struktur fest, es beeindruckt<br />
vor allem, wie viel Codierarbeit man<br />
sich mit XDEV 3 bei der Oberflächenentwicklung<br />
spart.<br />
Die Power steckt im Framework<br />
Mit einem GUI-Builder allein kommt<br />
man in Java nicht besonders weit. Denn<br />
vor allem das, was sich zwischen Datenbank<br />
und Oberfläche abspielt, ist in<br />
Java richtig kompliziert und erfordert den<br />
Einsatz komplexer Java-Enterprise-Technologien<br />
wie JPA oder Hibernate. Diese<br />
Frameworks setzen jedoch voraus, dass<br />
Der GUI-Builder funktioniert wie Visual Basic.<br />
www.internet-magazin.de 47
WEBENTWICKLUNG | XDEV 3<br />
man die objektorientierte Programmierung<br />
in Java aus dem Effeff beherrscht.<br />
Wer dagegen auf seine SQL-Kenntnisse<br />
setzen möchte, wird sich wundern, wie<br />
viel Code man bereits schreiben muss,<br />
nur um einige Datensätze in einer Tabelle<br />
anzuzeigen.<br />
Um das Vakuum zwischen Datenbank<br />
und GUI zu schließen, liefert XDEV<br />
3 ein Application Framework mit,<br />
das dem Entwickler die komplette<br />
Architektur und Infrastruktur für eine<br />
Der Code-Editor bietet<br />
alles, was Profis brauchen.<br />
Für Subversion<br />
gibt es jetzt<br />
eine feine<br />
Integration.<br />
Datenbankanwendung<br />
out-of-thebox<br />
zur Verfügung<br />
stellt.<br />
Herzstück des<br />
Frameworks<br />
ist ein Data<br />
Binding samt Schnittstellen zu allen<br />
wichtigen Datenbanken, mit der sich<br />
die Datenbank mit der Oberfläche<br />
verdrahten lässt und dabei sogar SQL<br />
unterstützt. Das Framework kümmert<br />
sich auch darum, dass editierte Daten<br />
transaktionssicher abgespeichert<br />
werden, erleichtert den Umgang mit<br />
Stored Procedures, den Zugriff auf<br />
Dateien und Desktop und vereinfacht<br />
damit die Anwendungsentwicklung<br />
mit Java insgesamt radikal.<br />
Code-Editor für Profis<br />
Was XDEV 3 nicht generieren kann, ist<br />
die individuelle Geschäftslogik Ihrer Applikation,<br />
die Sie direkt in Java implementieren<br />
können. Dafür bietet XDEV 3<br />
einen Java-Code-Editor mit Java-Compiler<br />
und -Debugger. Neben einer schnellen<br />
Autovervollständigung beherrscht<br />
XDEV 3 Syntax-Highlighting, Code-Folding,<br />
Code-Templates, unterstützt benutzerdefinierte<br />
Code-Templates, bietet<br />
ein schnelles Refactoring, eine globale<br />
Suche, Code-Generatoren für Klassen,<br />
Getter und Setter und seit Neuesten<br />
Integrationen für Subversion und Find-<br />
Bugs. Der Funktionsumfang dürfte auch<br />
den erfahrenen Profi überraschen, und<br />
in Sachen Geschwindigkeit kann XDEV<br />
3 ebenfalls mit Eclipse mithalten. Damit<br />
ist man mit XDEV 3 auch für große Projekte<br />
bestens eingerichtet.<br />
Eine Anwendung für viele<br />
verschiedene Plattformen<br />
Beim Deployment kann XDEV 3 nochmals<br />
richtig punkten. Per Assistent<br />
entscheidet der Entwickler, ob er sein<br />
Projekt als Java-Applikation für Windows,<br />
Linux oder Mac OS-X, als Java-<br />
Webstart oder als Webanwendung fertigstellen<br />
möchte. Auch auf den neuen<br />
Windows-8-Tablets sind XDEV-3-Anwendungen<br />
lauffähig. Die für ein vollständiges<br />
Deployment nötigen Skripte<br />
auf Basis von Apache Ant generiert<br />
XDEV 3 ebenfalls automatisch.<br />
Viele Extras als Add-on<br />
Als Add-on zu XDEV 3 steht mit der<br />
XDEV Component Suite die umfangreichste<br />
GUI-Control-Sammlung im gesamten<br />
Java Umfeld zur Verfügung, mit<br />
der man jede Business-Software praktisch<br />
ohne zusätzlichen Programmieraufwand<br />
mächtig aufwerten kann. Die Suite beinhaltet<br />
unter anderem verschiedene Data<br />
Grids, die ein Filtern und Gruppieren<br />
48 0413 internet magazin
XDEV 3 | WEBENTWICKLUNG<br />
Alle Anwendungen laufen auf dem Desktop,<br />
im Browser und auf Windows-8-Tablets.<br />
der Daten erlauben, verschiedene Filterkomponenten,<br />
Autovervollständigung,<br />
einen Richtext-Editor, List of Values, ein<br />
dockbares Fensterset und sogar eine vollständige<br />
Kalenderkomponente.<br />
Neue Features beeindrucken<br />
Seit dem letzten Teil unserer XDEV-3-<br />
Serie von 2012 sind zahlreiche neue<br />
Features dazu gekommen. Eine der wichtigsten<br />
Neuerungen haben die Entwickler<br />
am Framework vorgenommen, genau<br />
genommen an den Datenbankschnittstellen.<br />
Bei sämtlichen Datenbankabfragen,<br />
die von XDEV 3 automatisch im Hintergrund<br />
durchgeführt werden, erfolgt die<br />
Datenausgabe nun seitenweise. Dadurch<br />
können Speicherüberläufe gänzlich ausgeschlossen<br />
werden. Bei Listen und<br />
Tabellen wird neben Paging auch Lazy<br />
Loading unterstützt. Nicht nur schöner,<br />
sondern auch deutlich besser ist der vollständig<br />
neue ER-Designer, der nun auch<br />
verknüpfte Fremdschlüssel unterstützt.<br />
Die Verknüpfungen sind nun rechtwinkelig<br />
und Tabellen können hervorgehoben<br />
werden. Zusammen mit einer<br />
Zoom-Funktion sorgt dies vor allem bei<br />
umfangreichen Datenmodellen für eine<br />
deutlich bessere Übersicht. Ein echter<br />
Leckerbissen ist der neue Assistent für Internationalisierung.<br />
Ein Dialog listet alle<br />
Controls eines Fensters auf, ersetzt sämtliche<br />
Beschriftungen auf der Oberfläche<br />
durch Variablennamen und generiert für<br />
alle gewünschten Sprachen automatisch<br />
eine Sprach-Ressourcen-Datei. Damit<br />
ist auch eine nachträgliche Internationalisierung<br />
vieler Programmfenster sehr<br />
schnell umsetzbar. Ein Meilenstein aus<br />
technischer Sicht ist die neue Javabean-<br />
Integration, die auf den ersten Blick erst<br />
einmal nur dadurch auffällt, dass im<br />
GUI-Builder deutlich mehr Eigenschaften<br />
angezeigt werden. XDEV 3 unterstützt<br />
damit jedoch den Javabean-Standard<br />
nun vollständig, insbesondere Typen,<br />
Eigenschaften und Ereignisse. Externe<br />
GUI-Komponenten lassen sich nahtlos in<br />
_09Z8P_Webhoster_Neu_IM_03_webhoster_de_210x95.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 95.00 mm);21. Jan 2013 13:25:44<br />
BESTE PERFORMANCE<br />
FÜR GESCHÄFTSKUNDEN.<br />
9,99<br />
EURO/MONAT<br />
BUSINESS TARIF<br />
P<br />
P<br />
P<br />
75 GB Speicherplatz<br />
100 GB Datentransfer/Monat<br />
eine eigene Domain<br />
P<br />
P<br />
P<br />
P<br />
100 weitere FTP Zugänge<br />
500 Subdomains<br />
1000 eMail Adressen<br />
75 x MySQL Datenbanken<br />
www.webhoster.de
WEBENTWICKLUNG | XDEV 3<br />
GanttChart,<br />
Kalender und<br />
Reporting gibt<br />
es "out of the<br />
box".<br />
den GUI-Builder einbinden und genauso<br />
wie die mitgelieferten Standard-Controls<br />
verwenden. Auch dynamische Eigenschaften<br />
werden jetzt unterstützt, sodass<br />
sich bei allen Eigenschaften nun auch<br />
benutzerdefinierter Code hinterlegen<br />
lässt. Mit Version 3.2 wurden sämtliche<br />
Datenbankschnittstellen in das XDEV-<br />
Framework übernommen und sind damit<br />
nun auch Open Source. Gleichzeitig<br />
werden mit den Schnittstellen für Ingres<br />
und Firebird zwei von der Community<br />
vielfach nachgefragte Datenbanken<br />
ebenfalls unterstützt. Auch der Code-<br />
Editor wurde kräftig mit neuen Features<br />
aufgerüstet. Die bedeutendste Neuerung<br />
ist die gelungene Integration von Apache<br />
Subversion (SVN), der beliebtesten Versionsverwaltung<br />
im Java-Bereich. Ebenfalls<br />
erwähnenswert ist die neue Find-Bugs<br />
-Integration. Das Tool analysiert Java-Bytecode<br />
automatisch nach bekannten Fehlermustern,<br />
ohne dabei das Programm<br />
ausführen zu müssen. Mit der XDEV BI<br />
Suite (Business Intelligence) steht nun<br />
eine zweite Komponentensammlung<br />
speziell für die Entwicklung von BI- und<br />
Reporting-Lösungen zur Verfügung. Das<br />
Paket enthält eine enorm mächtige Gantt-<br />
Chart-Komponente samt Konfiguratoren<br />
sowie ein Data Binding für die freie Java<br />
Report-Engine JasperReports.<br />
Maßgeschneiderte Java-Oberflächen<br />
sind im Handumdrehen<br />
konstruiert und lauffähig.<br />
Fazit<br />
XDEV 3 ist die erste Java-Entwicklungsumgebung,<br />
die wie Access, FoxPro,<br />
Oracle Forms, Visual Basic, Delphi und<br />
andere 4gl-Tools funktioniert. Das Ergebnis<br />
ist jedoch 100 Prozent Java. Damit<br />
vereinfacht XDEV 3 die Anwendungsentwicklung<br />
mit Java radikal und ermöglicht<br />
einen einfachen Umstieg auf Java. Der<br />
Hersteller finanziert das Open-Source-<br />
Projekt mit Services rund um Java und<br />
steht damit auf soliden Füßen. Das Projekt<br />
entwickelt sich mit großer Dynamik<br />
und begeistert durch seine Anwendernähe.<br />
Wer sich entscheidet, mit XDEV 3 zu<br />
entwickeln, der wird bis zu 80 Prozent<br />
kürzere Entwicklungszeiten erreichen<br />
und kann demnach mit deutlich geringeren<br />
Entwicklungskosten kalkulieren, als<br />
dies bei konventionellen Java-Projekten<br />
üblich ist. XDEV 3 ist lizenzkostenfrei<br />
verfügbar unter www.xdev-software.de.<br />
Als Einstieg empfehlen wir die Teilnahme<br />
an einem von zahlreichen Starter Days<br />
im April, gesponsort vom <strong>Internet</strong> <strong>Magazin</strong>.<br />
Anmeldung über<br />
www.xdev-software.de/starter-days<br />
Details entnehmen Sie dem Kasten XDEV<br />
Starter-Days 2013!<br />
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für Wordpress<br />
Multisite ist ein in Wordpress integriertes Feature,<br />
das der einfachen Erzeugung und Administration<br />
eines Netzwerks von Websites dient. Nur wenige Nutzer<br />
kennen und verwenden es – und ignorieren damit<br />
eines der leistungsfähigsten und trotzdem recht einfach<br />
zu nutzenden Werkzeuge.<br />
Wer in Wordpress mehr als eine<br />
Handvoll Websites oder -Blogs<br />
betreibt, Wordpress-Sites seiner Kunden<br />
aktiv verwaltet oder den Besuchern<br />
seiner Wordpress-Website ermöglichen<br />
möchte, selbst eigene Blogs zu veröffentlichen,<br />
wird sich eher früher als später<br />
ein System wünschen, das die Installation<br />
und Pflege aller dieser Sites erleichtert<br />
oder vereinheitlicht. Wordpress<br />
Multisite, nachfolgend kurz Multisite<br />
genannt, ist ein solches System. Multisite<br />
ist nicht wirklich neu, es stammt<br />
von dem ursprünglich von Wordpress<br />
Auf einen Blick<br />
Wir stellen Ihnen Wordpress-Multisite<br />
vor und zeigen,<br />
» was Multisite leistet und wo es vorteilhaft<br />
eingesetzt werden kann,<br />
» wo sich der Einsatz von Multisite<br />
eher nicht empfiehlt und<br />
» wie einfach es ist, Multisite zu<br />
aktivieren.<br />
getrennt gepflegten Projekt Wordpressμ<br />
(oder Wordpress MU, MU für Multi-<br />
User) ab. Wordpressμ war die Version,<br />
die Wordpress mit Netzwerkfähigkeiten<br />
ausstattete und ansonsten einen Großteil<br />
des eigentlichen Wordpress-Codes<br />
nutzte. Natürlich war es nicht ideal,<br />
auf Dauer zwei getrennte Projekte zu<br />
pflegen. Auf die dadurch entstandenen<br />
Probleme, muss hier nicht weiter eingegangen<br />
werden, sie sind Geschichte.<br />
Denn seit Anfang 2010 ist Wordpressμ in<br />
Wordpress vollständig integriert und zu<br />
52 0413 internet magazin
Wordpress Multiside | WEBENTWICKLUNG<br />
dem geworden, was wir heute Multisite<br />
nennen. Was vielen Wordpress-Nutzern<br />
nicht bewusst ist: „Vollständig integriert“<br />
bedeutet unter anderem, dass Multisite<br />
tatsächlich bei jeder frisch heruntergeladenen<br />
oder aktualisierten Wordpress-<br />
Version mit an Bord ist – es ist lediglich<br />
zu aktivieren. Die Aktivierung erfordert<br />
allerdings etwas mehr als einen Mausklick,<br />
was vielleicht einer der Gründe ist,<br />
warum selbst Wordpress-Nutzer, für die<br />
sich der Einsatz von Multisite anbieten<br />
würde, lieber bei der Standardinstallation<br />
von Wordpress bleiben. Ein anderer<br />
Grund dürfte sein, dass Multisite mehr<br />
Serverressourcen benötigt als eine typische<br />
Wordpress-Website. Shared Hosting<br />
ist also für Mutisite nicht zu empfehlen.<br />
Und einige Hosting-Provider<br />
unterstützen Multisite erst gar nicht. Vor<br />
dem Einstieg sollten Sie also unbedingt<br />
klären, ob der Hosting-Provider mitspielt.<br />
Ausprobieren kann man Multisite<br />
aber auch auf einer lokalen Maschine.<br />
Viele Einsatzmöglichkeiten<br />
für Multisite<br />
Vor der Aktivierung von Multisite bildet<br />
Wordpress das Basissystem für genau<br />
eine Website oder einen Blog. Nach<br />
der Aktivierung ist es fast ein Kinderspiel,<br />
über ein modifiziertes Wordpress-<br />
Dashboard weitere Sites oder Blogs zu<br />
starten, die sich den größten Teil des<br />
einmal installierten Wordpress-Codes<br />
teilen. Der vereinfachte Launch neuer<br />
Blogs oder Websites ist aber nur einer<br />
von vielen Vorteilen, die Multisite bietet.<br />
Es gibt noch viele weitere: Es reicht,<br />
Wordpress-Aktualisierungen nur noch<br />
ein einziges Mal herunterzuladen und<br />
der Administrator muss nicht mehr jede<br />
Site einzeln aktualisieren. Dies gilt auch<br />
für Plugins und Themes. Auch sie sind<br />
nur noch ein einziges Mal zu installieren<br />
oder zu aktualisieren. Die frisch installierten<br />
Plugins und Themes stellt der<br />
Admin dann, falls er das wünscht, allen<br />
Sites und Blogs gewissermaßen per<br />
Knopfdruck zur Verfügung. Zusätzliche<br />
Multisite-Plugins eröffnen noch weitere<br />
Möglichkeiten, darunter folgende:<br />
» Das Multipost-Plugin (wordpress.<br />
org/extend/plugins/multipost-mu) erlaubt<br />
es, einen Beitrag nur einmal zu<br />
schreiben und ihn dann gleichzeitig<br />
in allen Blogs des Netzwerks zu veröffentlichen.<br />
Oder anders herum: Ein<br />
Blog für alle Posts, egal von welchem<br />
Sub-Blog sie kommen. Ermöglichen<br />
tut dies das Wordpress-MU-Sitewide-Tags-Pages-Plugin<br />
(wordpress.<br />
org/extend/plugins/wordpress-musitewide-tags).<br />
» Mit dem Domain-Mapping-Plugin<br />
(wordpress.org/extend/plugins/wordpress-mu-domain-mapping)<br />
ist es sehr<br />
einfach, Sites oder Blogs auf eine anderen<br />
Domain zu mappen, sie "on top"<br />
der anderen Domain laufen zu lassen.<br />
» Während Multisite eine gute Basis für<br />
Versionen einer Website in verschiedenen<br />
Sprachen bildet, bietet das<br />
Multisite-Language-Switcher-Plugin<br />
(wordpress.org/extend/plugins/<br />
multisite-language-switcher) einen<br />
einfachen Weg, die Beziehungen der<br />
Posts, Seiten, Kategorien, Tags und so<br />
weiter in der mehrsprachigen Multisite-Installation<br />
zu verwalten.<br />
Beispiele für Multisite im Einsatz gibt es<br />
viele. Mit mehr als 60 Millionen Sites<br />
oder Blogs ist Wordpress.com bei <strong>Internet</strong>nutzern,<br />
die schnell und einfach<br />
persönliche Blogs erzeugen möchten,<br />
extrem populär. Vermutlich wissen nur<br />
die wenigsten dieser 60 Millionen Nutzer,<br />
dass Wordpress.com auf Multisite<br />
basiert. Damit ist Wordpress.com nicht<br />
nur einer der größten Blogging-Dienste,<br />
sondern sicher auch die größte Multisite-<br />
Installation. Aber es geht auch kleiner:<br />
Ein sehr interessantes Projekt, das auf<br />
Multisite basiert, ist „Spotted by Locals“<br />
(http://www.spottedbylocals.com). Die<br />
Site gibt für 44 Städte Europas Tipps zu<br />
Restaurants, Bars, Cafés, Sehenswertem<br />
und mehr. Interessant<br />
daran ist,<br />
dass diese Tipps<br />
von Menschen<br />
stammen, die in<br />
diesen Städten leben.<br />
Multisite zunutze<br />
macht sich<br />
auch der Blog der<br />
Berliner „tageszei-<br />
Im Dashboard<br />
der Netzwerkverwaltung<br />
aktiviert und<br />
deaktiviert der<br />
Administrator<br />
Plugins und<br />
Themes für alle<br />
Sites des Netzwerks<br />
gleichzeitig.<br />
www.internet-magazin.de 53
WEBENTWICKLUNG | Wordpress Multiside<br />
tung“ (blogs.taz.de). Mehr Beispiele sind<br />
im Wordpress-Showcase (wordpress.org/<br />
showcase/flavor/wordpress-ms) zu finden.<br />
Wer sich einige der Beispiele ansieht<br />
und auf Wordpress.com die Liste<br />
der speziell für Multisite geschriebenen<br />
Plugins studiert, gewinnt schnell einen<br />
Eindruck davon, wie vielfältig und flexibel<br />
Multisite genutzt wird, beispielsweise<br />
für:<br />
» Community-Sites, wo Besucher oder<br />
Mitglieder selbst eigene Blogs starten<br />
können, oder<br />
» ein vereinfachtes Management mehrerer<br />
eigener Sites oder Sites von Kunden.<br />
Nicht überall geeignet<br />
Weniger einfach lässt sich herausfinden,<br />
wo sich ein Einsatz von Multisite nicht<br />
unbedingt empfiehlt. Unterm Strich ist<br />
dies allerdings genauso wichtig. Wer einen<br />
einzelnen Blog betreibt, ist in den<br />
meisten Fällen gut beraten, bei einer<br />
Worpress-Einzelinstallation zu bleiben,<br />
selbst wenn es viele Kategorien, Themen<br />
und mehrere Autoren gibt. So lange alles<br />
unter einem Site-Namen bleibt, ist diese<br />
Installation einfach genug zu pflegen.<br />
Dies gilt auch für Portfolio- oder Showcase-Websites<br />
mit Bildern, Fallstudien<br />
und so weiter. Eine Ausnahme bilden<br />
hier vielleicht Sites, die in mehreren<br />
Sprachen verfügbar sein sollen, denn<br />
die existierenden Multi-Language-Plugins<br />
für Wordpress arbeiten nicht immer<br />
zufriedenstellend.<br />
Multisite vereinfacht und zentralisiert<br />
das Management mehrerer Websites. Da<br />
gibt es nichts daran zu rütteln, allerdings<br />
ist diese Aussage etwas einzuschränken:<br />
Wenn es nämlich um mehrere Websites<br />
geht, die völlig unterschiedliche<br />
Ziele verfolgen sowie verschiedenartige<br />
Themes und Plugins nutzen, dann ist<br />
es in der Regel besser, auf Multisite zu<br />
verzichten. Es kann zwar mit Multisite<br />
funktionieren, wie man am Beispiel<br />
von Wordpress.com sieht, aber hinter<br />
Der Showcase auf wordpress.<br />
org bietet eine gute Übersicht<br />
darüber, wie vielfältig und<br />
flexibel Wordpress-Nutzer<br />
Multisite einsetzen.<br />
54 0413 internet magazin
Wordpress Multiside | WEBENTWICKLUNG<br />
Wordpress.com steckt auch eine große<br />
Organisation und Plugins stehen dort gar<br />
nicht erst zur Verfügung.<br />
Wordpress-Multisite aktivieren<br />
Neugierig auf Multisite geworden? Warum<br />
probieren Sie es dann nicht selbst<br />
aus? Für das Setup von Multisite gibt es<br />
zwar keine berühmte 5-Minuten-Methode,<br />
aber viel länger dauert es trotzdem<br />
nicht. Da die Aktivierung von Multisite<br />
zu einigen Änderungen in der Datenbank<br />
führt, ist es ratsam, die Site, mindestens<br />
aber die Datenbank zuvor zu<br />
sichern. Die Aktivierung beginnt dann<br />
damit, in der Datei wp-config.php eine<br />
Zeile einzutragen, die Wordpress bittet,<br />
etwas später im Wordpress-Backend ein<br />
paar Informationen anzuzeigen, die beschreiben,<br />
was genau wann, wie und wo<br />
zu tun ist.<br />
Öffnen Sie die Datei wp-config.php in<br />
Ihrem bevorzugten Editor und suchen Sie<br />
die folgende Kommentarzeile:<br />
/* That‘s all, stop editing! Happy<br />
blogging. */<br />
Fügen Sie nun oberhalb dieser Zeile folgende<br />
Zeile ein:<br />
define(‚WP_ALLOW_MULTISITE‘, true);<br />
Speichern Sie die Datei, melden Sie sich<br />
als Administrator bei Wordpress neu an<br />
und wechseln Sie ins Dashboard. Deaktivieren<br />
Sie dort zunächst alle Plugins,<br />
Sie können sie später wieder aktivieren.<br />
Öffnen Sie dann das Menü "Werkzeuge"<br />
und klicken Sie darin auf "Netzwerk-<br />
Einrichtung". Daraufhin öffnet sich eine<br />
Seite, die zur Eingabe einiger weniger<br />
Informationen auffordert, die zur Konfiguration<br />
des Site-Netzwerks erforderlich<br />
sind. Diese Seite sieht nicht in jeder Situation<br />
gleich aus, bei einer lokalen Installation<br />
fehlen beispielsweise ein paar<br />
Optionen.<br />
Eine Entscheidungen, die hier zu treffen<br />
ist, betrifft die Art, in der die einzelnen<br />
Sites später hinzugefügt werden:<br />
Wordpress selbst liefert detaillierte Anweisungen, welche Dateien wie zu editieren<br />
sind, um Multisite zu aktivieren.<br />
» Subdomain-Installation oder<br />
» Subverzeichnis-Installation.<br />
Bei einer Entscheidung für Subdomains<br />
muss der jeweilige Hosting-Provider das<br />
natürlich unterstützen, indem er Wildcard-Subdomains<br />
aktiviert. Die Alternative<br />
ist eine Subverzeichnis-Installation.<br />
Im ersten Fall werden die URLs später so<br />
aussehen: site1.meinesite.de, site2.meinesite.de<br />
und so weiter. Im zweiten Fall<br />
so: meinesite.de/site1, meinesite.de/site2<br />
und so weiter. Die Entscheidung liegt<br />
ganz bei Ihnen. Füllen Sie die Felder aus<br />
und klicken Sie dann auf "Installieren".<br />
blogs.dir, wp-config.php<br />
und .htaccess<br />
Jetzt öffnet sich eine Seite, die erfreulicherweise<br />
die Informationen liefert, um<br />
die wir Wordpress im ersten Schritt durch<br />
Einfügen der Zeile WP_ALLOW_MULTI-<br />
SITE in der Datei wp-config.php gebeten<br />
hatten. Im weiteren Verlauf sind zwei<br />
Dateien zu editieren, erstens erneut die<br />
Datei wp-config.php, zweitens die Datei<br />
.htaccess. Beherzigen Sie den Vorschlag<br />
von Wordpress, und sichern Sie<br />
diese beiden Dateien zuerst. Die Datei<br />
.htaccess sollte sich wie die wp-config.<br />
php im Wordpress-Rootordner befinden.<br />
Falls Sie diese Datei dort nicht sehen, erzeugen<br />
Sie sie.<br />
Folgen Sie einfach den Anweisungen, die<br />
Wordpress auf der Seite ausgibt. Ältere<br />
Wordpress-Versionen fordern noch dazu<br />
auf, innerhalb des Ordners wp-content<br />
den Ordner blogs.dir zu erzeugen. Dieser<br />
Ordner dient zum Speichern von Dateien,<br />
die über die später erzeugten Sites<br />
hochgeladen werden, er ist vergleichbar<br />
mit dem Ordner "uploads" einer regulären<br />
Wordpress-Installation. Seit der<br />
Wordpress-Version 3.5 ist dieser Ordner<br />
aber nicht mehr erforderlich, Wordpress<br />
speichert diese Dateien ab dieser Version<br />
im automatisch erzeugten Ordner "uploads/sites".<br />
Wenn Sie den Instruktionen<br />
von Wordpress bis ans Ende gefolgt sind,<br />
sollte das Wordpress-Multisite-Netzwerk<br />
nun laufen und Sie können damit beginnen,<br />
dem Netzwerk Sites hinzuzufügen.<br />
Neue Websites oder Blogs erzeugen Sie<br />
von nun an nochmals deutlich schneller,<br />
als mit der 5-Minuten-Methode. Einmal<br />
auf den Geschmack gekommen, werden<br />
Sie es vermutlich nie wieder anders machen<br />
wollen.<br />
Dirk Jarzyna<br />
www.internet-magazin.de 55
WEBENTWICKLUNG | <strong>Facebook</strong><br />
<strong>Facebook</strong>s Social<br />
<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong><br />
Mit <strong>Facebook</strong> <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> wirft der Online-Gigant<br />
datenhungrigen Marketingmanagern einen saftigen<br />
Köder zu. Doch was sind die Implikationen für Unternehmen<br />
und Endanwender?<br />
Die Statistik beweist es: Wer nach<br />
Informationen sucht, der tut dieses<br />
mit Google. Dennoch ist Google+ bisher<br />
noch kein besonders erfolgreiches<br />
soziales Netz. Bei <strong>Facebook</strong> is es genau<br />
umgekehrt: Als soziales Netzwerk<br />
ist es ein durchschlagender Erfolg und<br />
kann inzwischen auf eine stolze Milliarde<br />
Anwender verweisen. Eine Milliarde<br />
<strong>Facebook</strong>-Anwender haben 240<br />
Milliarden Bilder für Freunde freigegeben<br />
und eine Billion Verbindungen<br />
zueinander aufgebaut. Im Bereich der<br />
Online-Suche hat <strong>Facebook</strong> bisher<br />
keine bahnbrechenden Innovationen<br />
vorweisen können. Dieses soll <strong>Graph</strong><br />
<strong>Search</strong> nun ändern.<br />
Open <strong>Graph</strong>, ein Vorläufer von <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong>, kommt nur bei wenigen Marken und<br />
Diensten zum Einsatz; hier am Beispiel von Spotify Deutschland (spotify.com/de/).<br />
Wer sucht, der findet<br />
Die „Gefällt mir“-Klicks hatten bisher<br />
lediglich eine dekorative Funktion,<br />
doch seit <strong>Facebook</strong> sich zum Ziel gesetzt<br />
hat, Benutzerdaten aktiv zu monetisieren,<br />
sieht die Situation nun völlig<br />
anders aus.<br />
Der Name „<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong>“ bezieht sich<br />
nicht auf die Visualisierung der Resultate,<br />
sondern auf die Tatsache, dass diese<br />
Funktion den so genannten „Social<br />
<strong>Graph</strong>“ von Facebok durchforstet, also<br />
die Datenstrukturen, die sich aus sozialen<br />
Beziehungen der Mitglieder zueinander<br />
ergeben.<br />
<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> ermöglicht es, mit intelligenten,<br />
kontextsensiblen Suchanfragen<br />
sehr fein granulierte Informationen über<br />
die Anwender von <strong>Facebook</strong> zu extrahieren.<br />
Wer etwa seinen Geburtstag feiert<br />
und Freunde einladen möchte, kann<br />
<strong>Facebook</strong> beispielsweise zu Rate ziehen,<br />
um zu ermitteln, was seine Freunde gerne<br />
essen, welche Musik sie am liebsten<br />
hören, oder welche Restaurants vor Ort<br />
sie gerne besuchen.<br />
Dennoch ist <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> nicht etwa<br />
ein Geschenk an den Verbraucher, sondern<br />
primär an Marketingpraktiker gerichtet.<br />
Für die Marktforschung kommt<br />
das Tool nämlich wie gerufen. Noch nie<br />
konnte man so gezielt und so präzise<br />
die Präferenzen der anvisierten Zielgruppe<br />
erforschen und demografische<br />
Kriterien mit persönlichen Vorlieben<br />
im Kontext sozialer Interaktionen untersuchen.<br />
Ein Marktforscher könnte<br />
beispielsweise die Gemeinsamkeiten<br />
verschiedener <strong>Facebook</strong>-Benutzer untersuchen,<br />
die ein bestimmtes Hotel in<br />
München mögen, und deren Einfluss<br />
auf ihren unmittelbaren Freundeskreis<br />
unter die Lupe nehmen.<br />
Die Kombination aus Big Data und<br />
der Verarbeitung natürlicher Sprache<br />
verleiht dem Konzept eine sehr hohe<br />
Flexibilität. Sobald die ersten Anwendungen<br />
auf Basis der <strong>Graph</strong>-API das<br />
Licht der Welt erblicken, bricht die Ära<br />
fein abgestimmter „sozialer“ Marktforschung<br />
erst recht an.<br />
56 0413 internet magazin
<strong>Facebook</strong> | WEBENTWICKLUNG<br />
<strong>Facebook</strong>s neue Suchanfragen<br />
mit sozialem Kontext<br />
<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> steht bisher lediglich handverlesenen<br />
Benutzern innerhalb von <strong>Facebook</strong><br />
zur Verfügung.<br />
Aktiviert man <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong>, so verschwindet<br />
das klassische Suchfeld. Die<br />
Suchanfrage trägt man nun links in die<br />
obere <strong>Facebook</strong>-Leiste ein. Das aktualisierte<br />
Design der <strong>Facebook</strong>-Navigationsschaltfläche<br />
hat nun ein Lupensymbol<br />
und sieht damit der Adressleiste eines<br />
Browsers frappierend ähnlich aus.<br />
Nach der Aktivierung der Funktion<br />
auf der Willkommen-Seite können<br />
Sie eine Suchanfrage in natürlicher<br />
Sprache formulieren und zwischenmenschliche<br />
Beziehungen in die<br />
Suchkriterien einbeziehen.<br />
Bereits beim Eintragen der Suchphrase<br />
versucht <strong>Facebook</strong>, dem Benutzer kontextbezogene<br />
Vorschläge zu unterbreiten.<br />
Aktivieren von <strong>Facebook</strong> <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong>.<br />
Verschickt der Benutzer die Abfrage, erhält<br />
er je nach Suchkriterien entweder<br />
eine Liste einzelner Fundstellen (zum<br />
Beispiel eine Liste der Profile von Bewohnern<br />
Münchens, denen das iPhone<br />
gefällt) oder aggregierte Resultate<br />
wie etwa eine Liste der verschiedenen<br />
Hobbys, denen die Mitglieder von <strong>Facebook</strong><br />
in einer bestimmten Altersgruppe<br />
nachgehen.<br />
So kann der Benutzer etwa nach Fotos<br />
suchen, die von seinen Freunden oder<br />
deren Kindern kommentiert wurden<br />
(„photos of my friends and their children<br />
commented on“), Interessensbereiche einer<br />
bestimmten Berufsgruppe erforschen<br />
(„Favorite interests of people who work<br />
as hair stylists “) oder <strong>Internet</strong>lesegewohnheiten<br />
bestimmter Altersgruppen<br />
ausloten und diese auf einen geografisch<br />
signifikanten Wohnort beschränken<br />
(„Pages liked by people who are older<br />
than 25 and live in Bavaria“).<br />
<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> und der Schutz<br />
der Privatsphäre<br />
Es ist erstaunlich, was <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> alles<br />
an Informationen über <strong>Facebook</strong>-Benutzer<br />
und ihre Interaktionen in Sekundenschnelle<br />
ans Tageslicht fördert. Eltern<br />
können die <strong>Facebook</strong>-Aktivitäten ihrer<br />
Kinder besser beaufsichtigen („Party-Fotos<br />
von meiner Tochter und ihren Freunden“),<br />
doch auch ein potenzieller Arbeitgeber<br />
kann <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> zu Rate ziehen.<br />
Sobald ein Benutzer einen Kommentar<br />
schreibt, ein Update postet, ein Foto freigibt,<br />
oder die „Gefällt mir“-Schaltfläche<br />
einmal anklickt, sind die Informationen<br />
für die Suche zugänglich.<br />
In diesem Kontext stellt sich die Frage,<br />
ob eine derart umfassende Freigabe persönlicher<br />
Informationen nicht die Privatsphäre<br />
des Einzelnen verletzt. Schließlich<br />
hat der Benutzer realistisch gesehen<br />
keine Möglichkeit, die Veröffentlichung<br />
privater Daten rückgängig zu machen,<br />
außer jeden „Gefällt mir“-Klick einzeln<br />
zu entfernen. Ob die Datenschützer der<br />
aktuellen Implementierung auf die Dauer<br />
den Zuspruch erteilen, ist zumindest<br />
fragwürdig. Die Betaversion des Dienstes<br />
gibt aber bereits den Vorgeschmack darauf,<br />
was <strong>Facebook</strong> über die Benutzer<br />
alles ermitteln kann.<br />
Marketingimplikationen<br />
von <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong><br />
Die Bedeutung von <strong>Facebook</strong>s <strong>Graph</strong><br />
<strong>Search</strong> für das Marketing sind enorm.<br />
Marktforscher können dank der neuen<br />
Suche fein abgestimmte Informationen<br />
ans Tageslicht fördern, die ihnen erlauben,<br />
die Zielgruppe für Produkte und Dienstleistungen<br />
besser zu segmentieren.<br />
Die Suche nach den beliebtesten Aktivitäten<br />
der Deutschen im Alter von unter<br />
25 Jahren („Favorite activities of people<br />
who are younger than 25 and live<br />
in Germany“) verrät zum Beispiel, dass<br />
sich in dieser Zielgruppe 4,6 Millionen<br />
Menschen für den Fußball und 18,6<br />
Millionen Menschen fürs Fotografieren<br />
interessieren. Inwiefern diese Daten<br />
akkurat sind und ein vollständiges Bild<br />
über die Interessen dieser demografischen<br />
Zielgruppe liefern, ist allerdings<br />
noch unklar. Die aktuelle Betaversion<br />
von <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> unterstützt leider nur<br />
die Suche auf Englisch und die Resultate<br />
sind nur so gut wie die Informationen im<br />
Netzwerk. Ironisch gemeinte und ernsthaft<br />
gemeinte „Gefällt mir“-Klicks kann<br />
<strong>Facebook</strong> genauso wenig auseinander<br />
halten wie die Entwicklung der Benutzerpräferenzen<br />
im Verlauf der Zeit. Jemand,<br />
der vor drei Jahren Apple, Google oder<br />
Microsoft als Marke mochte, hat inzwischen<br />
möglicherweise völlig andere Präferenzen.<br />
Der Otto Normalverbraucher<br />
wird sich typischerweise nicht die Mühe<br />
geben, die einzelnen „Gefällt mir“-Klicks<br />
manuell aus seinem Profil zu entfernen,<br />
damit diese seine aktuelle Meinung adäquater<br />
reflektieren. Insofern gibt es einen<br />
großen Bedarf an intelligenten Algorithmen,<br />
welche das Besucherverhalten im<br />
Verlauf der Zeit und im Kontext anderer<br />
Aktivitäten auswerten. Das Konzept von<br />
www.internet-magazin.de 57
WEBENTWICKLUNG | <strong>Facebook</strong><br />
<strong>Facebook</strong>s <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> ist noch nicht<br />
völlig ausgereift, aber bereits in dieser<br />
frühen Form äußerst viel versprechend.<br />
Jeder Klick zählt – und wird<br />
gezählt<br />
Genauso wie bei einer politischen Wahl<br />
auf Bundes-, Landes- oder kommunaler<br />
Ebene scheint der Einfluss des Einzelnen<br />
nahezu vernachlässigbar zu sein,<br />
doch letztlich bestimmen alle abgegebenen<br />
Einzelstimmen das Endergebnis.<br />
Analog ist es bei den <strong>Facebook</strong>-Likes:<br />
Jeder Klick zählt. Wenn sich Millionen<br />
von <strong>Facebook</strong>-Benutzern für ein neues<br />
Smartphone oder einen neuen Musiktitel<br />
aussprechen, weil dieser ihren Freunden<br />
auch gefällt, kann der Absatz explosionsartig<br />
zunehmen. Da sich das Schneeballprinzip<br />
nachvollziehen lässt, können es<br />
die Marketingverantwortlichen für andere<br />
Produkte replizieren.<br />
Das Potenzial für die virale Verbreitung<br />
einer „Gefällt mir“-Stimme oder eines<br />
durch <strong>Facebook</strong> authentifizierten Kommentars<br />
– im Gegensatz zum anonymen<br />
Surfen im „offenen“ Web – erhöht die<br />
Relevanz der Benutzeraktivitäten aus<br />
Marketingsicht. Die Likes stellen bereits<br />
heute eine relevante Größe dar, mit der<br />
sich Web- und Datenanalytiker befassen<br />
müssen.<strong>Facebook</strong> <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong><br />
könnte in naher Zukunft zu einem relevanten<br />
Marketinginstrument werden. Für<br />
die Werbeeinnahmen von Google und<br />
Bing stellt <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> aufgrund der<br />
gigantischen Größe der <strong>Facebook</strong>-Gemeinde<br />
eine ernsthafte Bedrohung dar.<br />
Damit es allerdings für Marketingpraktiker<br />
zu umsetzbaren Erkenntnissen führt,<br />
bedarf es leistungsfähiger Applikationen,<br />
welche die enorme Informationsflut zielgerichteter<br />
auswerten können.<br />
lichen Objekte lassen sich unter<br />
search?type=location¢er=<br />
https://graph.facebook.com/search 37.76,-122.427&distance=<br />
durchsuchen. Das Format einer gültigen 1000&access_token=OAUTH_ACCESS_TOKEN<br />
Anfrage lautet:<br />
Anstelle von OAUTH_ACCESS_TOKEN<br />
https://graph.facebook.com/<br />
müssen Sie natürlich einen gültigen Authentifizierungsschlüssel<br />
eingeben.<br />
search?q=QUERY&type=OBJECT_TYPE<br />
Die unterstützten Objekttypen beinhalten Um den privaten Newsfeed eines Benutzers<br />
zu durchsuchen, der nur seinen<br />
alle öffentlichen Posts, Benutzer, Seiten<br />
(unter Angabe eines Zugangsschlüssels), Freunden zur Verfügung steht, benötigen<br />
Ereignisse, Applikationen, Gruppen, Sie eine Anfrage in der Form<br />
Orte, Check-ins und andere.<br />
https://graph.facebook.com/me/home?q=<br />
Zum Durchsuchen von Objekten an facebook&access_token=OAUTH_ACCESS_<br />
einem spezifischen Standort, verwenden TOKEN<br />
Sie eine Anfrage in der Form:<br />
Das angezeigte Resultat ist in diesem<br />
https://graph.facebook.com/<br />
Fall leider nicht aktuell; das Problem<br />
search?type=location¢er=<br />
ist bekannt. <strong>Facebook</strong> arbeitet an der<br />
37.76,-122.427&distance=1000<br />
Fehlerbehebung. Bei Verwendung der<br />
konkret also zum Beispiel:<br />
<strong>Facebook</strong> <strong>Graph</strong>-API können Sie einen<br />
https://graph.facebook.com/<br />
Stapel von Anfragen auf einmal abschi-<br />
Das Suchfeld von <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong>: Solange sich der Mauszeiger an einer neutralen<br />
Position befindet, ist das Suchfeld nicht offensichtlich.<br />
Suche mit Hilfe der <strong>Graph</strong>-API<br />
<strong>Facebook</strong>s zentrale API für die Suche ist<br />
die <strong>Graph</strong>-API. Alle öffentlich zugäng-<br />
Das Eingabefeld für <strong>Facebook</strong>s <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> offenbart sich im Browser erst nach einem<br />
Klick in die obere Leiste.<br />
58 0413 internet magazin
<strong>Facebook</strong> | WEBENTWICKLUNG<br />
<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong><br />
mag noch in den<br />
Kinderschuhen<br />
stecken, das<br />
Konzept ist aber<br />
für das Online-<br />
Marketing der<br />
Zukunft vielversprechend.<br />
Abschicken einer Suchanfrage an <strong>Facebook</strong> <strong>Graph</strong> <strong>Search</strong>.<br />
cken, unabhängig davon, ob Sie eine<br />
oder mehrere Methoden in einem benutzen.<br />
Um Stapelanfragen abzuschicken,<br />
erstellen Sie ein JSON-Objekt,<br />
welches jeden einzelnen Vorgang beschreibt,<br />
und senden Sie es unter Verwendung<br />
der POST-Methode an die<br />
Endstelle der <strong>Graph</strong>-API unter:<br />
https://graph.facebook.com<br />
Der Code im folgenden Beispiel greift auf<br />
die Profilinformationen des betreffenden<br />
Benutzers zu und bezieht die ersten 50<br />
seiner Freunde ein<br />
curl \<br />
-F ‚access_token=…‘ \<br />
-F ‚batch=[{„method“:“GET“,<br />
„relative_url“:“me“},{„method“:“GET“,<br />
„relative_url“:“me/friends?limit=<br />
50“}]‘ \<br />
https://graph.facebook.com<br />
Wurden beide Operationen abgeschlossen,<br />
gibt <strong>Facebook</strong> eine detaillierte<br />
Antwort zurück. Diese beinhaltet<br />
für jeden einzelnen Vorgang einen<br />
Statuscode, den Header und zu guter<br />
Letzt auch den Body-Abschnitt, in<br />
dem sich ein mit einer Textzeichenkette<br />
codiertes JSON-Objekt befindet.<br />
Im konkreten Beispiel sieht das<br />
dann etwa so aus:<br />
Eine Liste von Fundstellen bei der Suche nach Interessen der <strong>Facebook</strong>-Benutzer im<br />
erweiterten Freundeskreis.<br />
[<br />
der obersten Ebene fungiert in diesem<br />
{ „code“: 200,<br />
Fall als Fallback-Token und kommt zum<br />
„headers“:[<br />
Einsatz, wenn eine individuelle Anfrage<br />
nicht über einen eigenen Authenti-<br />
{ „name“: „Content-Type“,<br />
„value“: „text/javascript; charset= fizierungsschlüssel verfügen sollte. Die<br />
UTF-8“ }<br />
Anzahl von Anfragen in einem Stapel<br />
],<br />
ist derzeit auf 50 limitiert. Jede Anfrage<br />
„body“: „{\“id\“:\“\“}“},<br />
{ „code“: 200,<br />
beim Berechnen der API-Anfragenkontingente<br />
und der Ressourcenfreigabe.<br />
„headers“:[<br />
{ „name“:“Content-Type“,<br />
<strong>Graph</strong> <strong>Search</strong> steht bisher lediglich<br />
„value“:“text/javascript; charset= wenigen Hand verlesenen Benutzern<br />
UTF-8“}<br />
und nur innerhalb von <strong>Facebook</strong> zur<br />
],<br />
Verfügung. Mit der Social-<strong>Graph</strong>-Suche<br />
„body“:“{\“data\“: [{}]}}<br />
technisch gesehen das Marketing neu<br />
]<br />
zu definieren und die Marktforschung<br />
Die Batch-API von <strong>Facebook</strong>, welche nachhaltig zu verändern. Fragwürdig<br />
die Stapelverarbeitung von Anfragen ist jedoch, ob <strong>Facebook</strong>s Eindringen<br />
auswertet, unterstützt die Einbindung in die persönliche Privatsphäre der<br />
mehrer Authentifizierungstokens, wobei<br />
maximal ein Token für jede indivi-<br />
Datenschützer finden wird.<br />
Endanwender auch den Zuspruch der<br />
duelle Anfrage zulässig ist. Der Token<br />
Filipe Martins / Anna Kobylinska<br />
www.internet-magazin.de 59
WEBBUSINESS | Provider-Portrait: <strong>Internet</strong>24<br />
E-Commerce-Profis<br />
Seit über 15 Jahren ist <strong>Internet</strong>24 bereits am Markt<br />
und hat sich in dieser Zeit zu einem leistungsstarken<br />
Anbieter vor allem für Business-Kunden im E-Commerce-Bereich<br />
entwickelt. <strong>Internet</strong> <strong>Magazin</strong> stellt den<br />
Dresdner Hoster genauer vor.<br />
Das Hosting anspruchsvoller E-Commerce-Projekte<br />
sieht <strong>Internet</strong>24 inzwischen<br />
als Schwerpunkt der eigenen<br />
Arbeit. Und so kommen regelmäßig neue<br />
Leistungen in diesem Bereich hinzu, zuletzt<br />
beispielsweise ein eigenes, weltweites<br />
Content Delivery Network (CDN),<br />
das vor allem international tätigen Kunden<br />
eine schnellere Auslieferung ihrer<br />
Website-Inhalte ermöglicht. Zu den Kunden<br />
von <strong>Internet</strong>24 zählen Melitta, Netto,<br />
Teekanne oder auch AMD. Insgesamt<br />
sind es 20.000 Kunden mit über 60.000<br />
Domains, die in den beiden Dresdner<br />
Rechenzentren des Unternehmens auf<br />
über 1.500 Servern bedient werden.<br />
Der Dresdner Webhosting-Provider, der<br />
schon seit 1997 im Geschäft ist, kombiniert<br />
leistungsfähige Technik mit individueller<br />
Betreuung seiner Kunden. Das<br />
macht <strong>Internet</strong>24 zu einem sehr guten<br />
Hosting-Partner für kleine bis große Unternehmen,<br />
die sowohl Standardprodukte<br />
als auch individuelle Lösungen mit guter<br />
Beratung benötigen.<br />
Einstieg: Shared Hosting<br />
Von diesem professionellen Umfeld profitieren<br />
aber auch kleinere Kunden, denn<br />
<strong>Internet</strong>24 hat nach wie vor auch günstige<br />
Shared-Hosting-Pakete sowie virtuelle<br />
Server im Angebot, die sich für kleine<br />
Unternehmen und sogar Hobby-Projekte<br />
eignen. Beim Shared Hosting beginnt<br />
<strong>Internet</strong>24 trotz des Schwerpunkts auf<br />
Business Hosting beim kleinsten Linux-<br />
Paket schon bei 4,90 Euro pro Monat.<br />
Mit Spezialpaketen wie beispielsweise<br />
für Adobes Webtechnologie Cold Fusion<br />
unter Windows sowie das in zwei Versionen<br />
verfügbare Hosting speziell für das<br />
Content-Management-System Typo3 auf<br />
Linux-Basis schließt sich der Kreis dann<br />
wieder zum Business-Hosting.<br />
Preisbewusst: Virtuelle Server<br />
Mit vServer deckt <strong>Internet</strong>24 das Segment<br />
der preisgünstigen Server ab und beginnt<br />
hier schon bei 25 Euro monatlich<br />
für einen vServer mit einem GByte RAM-<br />
Speicher, 25 GByte Speicherplatz sowie<br />
separaten 25 GByte Speicher für Backups<br />
als Garantieleistung. Darüber gibt es einen<br />
mit doppelter Leistung ausgestatteten<br />
vServer, oberhalb dessen die dedizierten<br />
Serverangebote übernehmen. Auch in<br />
einer Managed-Server-Version sind übrigens<br />
beide vServer-Varianten erhältlich.<br />
Hier überwacht der Hoster die Systeme,<br />
Bildquelle: © internet24 GmbH<br />
<strong>Internet</strong>24 ist bekannt für plakatives<br />
Marketing – hier die Visualisierung<br />
eines Managed Servers.<br />
kümmert sich um Serveradministration<br />
und Sicherheit. Zu den Managed vServern<br />
gehören zudem zusätzliche Features<br />
wie eine Inklusivdomain, Webmail und<br />
Mail-Konten mit Spam- und Virenfiltern.<br />
Königsklasse: Dedizierte Server<br />
Für Business-Kunden deckt <strong>Internet</strong>24<br />
alle relevanten Hosting-Bereiche ab:<br />
Von Spezialpaketen für Typo3 und Cold<br />
Fusion über virtuelle und dedizierte Server<br />
sowohl gemanagt als auch als Rootserver<br />
mit Varianten in Linux und Windows,<br />
für Magento und für Agenturen bis<br />
hin zum Server-Housing im eigenen Rechenzentrum<br />
in Dresden, einschließlich<br />
individueller Load-Balancing-Lösungen,<br />
CDN und Hochverfügbarkeitsclustern.<br />
Darüber hinaus bietet <strong>Internet</strong>24 standardmäßig<br />
auch zusätzliche Leistungen wie<br />
beispielsweise Backup- und Monitoring-<br />
Dienste, SSL-Zertifikate, Newsletter-Versand,<br />
MS-SQL-Server in verschiedenen<br />
Ausführungen sowie einen professionellen<br />
Webmailer, der kürzlich auf Open-<br />
Xchange-Technologie umgestellt wurde.<br />
Besondere Beachtung erfordert der Ressourcen-Hunger<br />
des E-Commerce-Systems<br />
Magento. <strong>Internet</strong>24 stellt hier optimierte<br />
Server bereit, die nicht nur entsprechend<br />
den Systemanforderungen von Magento<br />
ausgestattet sind, sondern auch weitere<br />
Optimierungen für Caching und eine angepasste<br />
Nutzung von PHP umfassen. Ein besonderes<br />
Augenmerk legt <strong>Internet</strong>24 auch<br />
auf die Bedürfnisse von Webagenturen<br />
und stellt hier angepasste Serverleistungen<br />
zur Verfügung. Bei diesen Paketen nimmt<br />
der Hoster den Agenturen beispielsweise<br />
große Teile der Systempflege ab und bietet<br />
viele Möglichkeiten, die Untereinheiten<br />
des Servers für die Kunden der Agentur flexibel<br />
und detailliert zu konfigurieren. Und<br />
nicht zuletzt setzt <strong>Internet</strong>24 auch stark auf<br />
ein Netz an Wiederverkäufern, die in ähnlicher<br />
Weise unterstützt werden.<br />
Franz Neumeier<br />
60 0413 internet magazin
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dazu. Wie einst die von Stefan Münz mitbegründete<br />
Onlinereferenz SELFHTML beantwortet dieses<br />
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wichtiger wird dabei die Ausgabe auf Smartphones<br />
und Tablets, deshalb ist diesem Thema hier<br />
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WEBBUSINESS | Mobile Newsletter<br />
hat. Entsprechend schwer ist für den<br />
Empfänger die Entscheidung, ob es sich<br />
lohnt, eine E-Mail überhaupt zu öffnen<br />
oder ungelesen zu löschen. Häufig verursacht<br />
der Datenabruf umfangreicherer<br />
Nachrichten auch zusätzliche Kosten<br />
durch den Verbrauch von Traffic-Volumina,<br />
so dass sich die Lektüre aus Sicht<br />
des Nutzers lohnen muss. Der wichtigste<br />
Anhaltspunkt für diese Entscheidung<br />
bleibt also die stets angezeigte Betreffzeile.<br />
Um die Chancen auf eine gute<br />
Öffnungsrate zu erhöhen, sollten Sie diese<br />
Zeile noch genauer formulieren und<br />
die Vorteile in den Vordergrund stellen,<br />
die der Leser beim Öffnen der Mail hat.<br />
Viele Clients bieten zusätzlich auch die<br />
Anzeige eines so genannten Pre-Headers<br />
an. Direkt unter der Betreffzeile sind in<br />
diesem Fall etwa die ersten beiden Zeilen<br />
des Mailings zu lesen. Ergreifen Sie<br />
die Chance, dort bereits neugierig auf<br />
den Inhalt zu machen und vergeuden<br />
Sie diesen Platz nicht mit dem Hinweis<br />
darauf, was der Kunde tun soll, falls sich<br />
der Newsletter nicht korrekt öffnet.<br />
Optimale Newsletter<br />
für mobile Geräte<br />
Mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets stellen<br />
besondere Anforderungen an das E-Mail-Marketing. Worauf<br />
Sie achten müssen, lesen Sie in diesem Artikel.<br />
Die Nutzung mobiler Endgeräte wie<br />
Smartphones und Tablets nimmt<br />
ungebremst zu. Allerdings fordern unterschiedliche<br />
Displaygrößen und sehr<br />
verschiedene technische Möglichkeiten<br />
in den jeweils installierten E-Mail-<br />
Programmen ein Umdenken beim Versenden<br />
von Newslettern. Die meisten<br />
Mailprogramme auf Smartphones oder<br />
Tablets besitzen keinen eigenen <strong>Vorschau</strong>bereich,<br />
wie ihn etwa Outlook<br />
Auf einen Blick<br />
Mobile Newsletter gewinnen mit dem<br />
anhaltenden Boom zu mobilen Endgeräten<br />
stetig an Bedeutung. Dieser<br />
Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Ihren<br />
Newsletter für den Empfang und die<br />
Darstellung auf Smartphones oder Tablets<br />
optimieren.<br />
Knackpunkt "Bedienbarkeit"<br />
Ein erfolgreicher Newsletter sollte den Leser<br />
immer in Richtung einer Aktion führen, ob<br />
das nun der Abruf weiterer Informationen<br />
oder die Bestellung von Waren ist. Daher<br />
sollte bei der Gestaltung des Newsletters<br />
stets darauf geachtet werden, dass sich alle<br />
Links oder Aktionsschalter gut mit dem<br />
Finger antippen lassen. Produktbilder oder<br />
Teaser im Kopfbereich des Newsletters stellen<br />
in dieser Hinsicht weniger ein Problem<br />
dar. Anders sieht es indes aus, wenn der<br />
Nutzer die Bildübertragung abgeschaltet<br />
hat oder reine Textlinks verwendet werden<br />
sollen. Der Nutzer könnte natürlich auch<br />
die Zoomfunktion seines Geräts einsetzen,<br />
aber dazu müsste ihn die Botschaft schon<br />
sehr stark interessieren. Besser also, wenn<br />
der Newsletter ohne diese zusätzliche Aktion<br />
auskommt.<br />
Links werden für den Leser leichter nutzbar,<br />
wenn sie durch Leerzeilen oder größere<br />
Zeilenabstände deutlicher hervorgehoben<br />
und mit ausreichend Abstand<br />
zur nächsten Verlinkung gewählt werden.<br />
Oder man setzt auf größere Buttons, deren<br />
Beschriftung gleich zu einer Aktion auffordert.<br />
Achten Sie bei der Bedienung auch<br />
auf Kleinigkeiten: Wenn Sie im Newsletter<br />
dem Kunden die Option einräumen, Sie bei<br />
Rückfragen auch telefonisch zu erreichen,<br />
müssen Sie darauf achten, dass die im Text<br />
genannten Telefonnummern auch korrekt<br />
formatiert sind. Die mobilen Betriebssysteme<br />
verfügen über integrierte Parser, die<br />
dem Anwender anbieten, ein Gespräch mit<br />
einer als Rufnummer erkannten Zahlenfolge<br />
zu beginnen oder diese in das Adressbuch<br />
zu übernehmen. Mit der klassischen<br />
Notation im internationalen Format sind<br />
62 0413 internet magazin
Mobile Newsletter | WEBBUSINESS<br />
keine Probleme zu erwarten: Landeskennzahl<br />
ohne führende Nullen, die Vorwahl<br />
ohne Null sowie die Rufnummer im Format<br />
+498912345678.<br />
Das Layout optimieren<br />
Viele Newsletter werden heute in einem<br />
mehrspaltigen Layout versendet. Damit<br />
kann der Leser zwar mehr Informationen<br />
auf einen Blick erfassen, auf einem<br />
Smartphone erweist sich der Mehrspaltensatz<br />
dagegen regelmäßig als kontraproduktiv.<br />
Der Grund: Die einzelnen<br />
Bereiche sind einfach zu kleinteilig oder<br />
es zeigen sich hässliche Umbrüche.<br />
Besser ist es also, einen einspaltigen<br />
Newsletter zu versenden. Ist der Versand<br />
verschiedener Fassungen über Ihren<br />
Dienstleister nur schwer umzusetzen<br />
oder mit sehr großem Aufwand verbunden,<br />
bieten Sie eine optimierte Fassung<br />
für mobile Geräte über einen Link an.<br />
Optimierungspotenzial bietet auch die<br />
Typographie. Mobile Betriebssysteme<br />
nutzen bestimmte Fontgrößen in ihren<br />
Applikationen und vergrößern im Zweifel<br />
Schriften, die unter dem jeweiligen<br />
Schwellenwert liegen. Um die beste<br />
Lesbarkeit zu gewährleisten, dürfte alle<br />
gängigen Smartphones und Tablets eine<br />
Größe von 14 Pixeln für Fließtext und<br />
22 Pixeln bei Überschriften ein guter<br />
Kompromiss sein. Im Zweifel sollten Sie<br />
auf Navigationsleisten innerhalb des<br />
Layouts verzichten. Diese sind ohnehin<br />
meist zu klein und daher kaum zuverlässig<br />
anklickbar. Oder sie brechen um<br />
und verschwenden auf diese Weise den<br />
ohnehin knappen Platz auf dem Display.<br />
Jeder Gerätetyp besitzt eine andere Auflösung.<br />
Teilweise zoomt das Betriebssystem<br />
automatisch heran, um Details für<br />
den Nutzer erkennbar zu machen. Das<br />
funktioniert aber nicht immer fehlerfrei<br />
und gerade Besitzer älterer Smartphones<br />
müssen im Zweifel auf diesen Komfort<br />
verzichten. Im Ergebnis ist der Nutzer<br />
gezwungen, ständig zu scrollen oder zu<br />
zoomen. Das ist natürlich alles andere<br />
als optimale. Wesentlich besser ist es,<br />
den Newsletter gleich auf eine maximale<br />
Breite von 320 bis 550 Pixel hin zu<br />
optimieren. Der Einsatz eines responsiven<br />
Layouts, dessen CSS-Klassen flexibel<br />
auf die Media Querys reagieren,<br />
kann hier sehr viele Probleme lösen, erhöht<br />
aber natürlich auch den Aufwand,<br />
der für ein funktionierendes Template<br />
betrieben werden muss. Ebenfalls nicht<br />
zu vernachlässigen sind alternative Beschriftungen<br />
für eingebundene Bilder,<br />
da der Nutzer E-Mails wahlweise zunächst<br />
auch ohne Grafiken dargestellen<br />
lassen kann. Das erhöht die Übertragungsgeschwindigkeit<br />
und spart wiederum<br />
Datenvolumen. Um zu vermeiden,<br />
dass der Nutzer eines Smartphones Grafiken<br />
herunterladen muss, die von der<br />
Auflösung eher einem großen Monitor<br />
entsprechen, können Sie mit einfachen<br />
Lösungen wie Adaptive-Images<br />
http://adaptive-images.com/<br />
Der Platz im Posteingang des Anwenders<br />
ist umkämpft. Ergreifen Sie dort bereits<br />
die Chance, über den Pre-Header mehr<br />
über den Inhalt zu verraten.<br />
dafür sorgen, dass für die verschiedenen<br />
in der Media Query definierten Auflösungen<br />
das jeweils optimal passende<br />
Bildmaterial abgerufen wird. Dazu genügen<br />
die Einbindung einer PHP-Funktion<br />
und die Definition der verschiedenen<br />
Auflösungen im Quelltext der Seiten.<br />
Kontrolle Ihrer Auswertungen<br />
Generell sind alle Optimierungen eines<br />
Newsletters in Hinblick auf mobile Geräte<br />
bereits heute sinnvoll, da deren<br />
Nutzung ja noch weiter zunehmen wird.<br />
Wie umfassend diese Optimierungen<br />
sein sollten, zeigt ein tieferer Blick in Ihre<br />
Auswertungen zu den bisherigen Newsletter-Ausgaben.<br />
Überprüfen Sie dort<br />
die Anteile der verschiedenen Mailprogramme.<br />
So stellen Sie im Zweifel fest,<br />
ob Sie überhaupt einen HTML-Newsletter<br />
in mehreren Variationen benötigen<br />
oder ob reiner Text nicht bereits ausreicht.<br />
Für den optimalen Erfolg einer Kampagne<br />
wäre es mehr als empfehlenswert,<br />
zumindest eine zentrale Landing Page<br />
des Newsletters für die mobile Nutzung<br />
zu optimieren. Dies gilt insbesondere für<br />
Bestellseiten oder andere Formulareingaben,<br />
die vom Leser erwartet werden.<br />
Hier können die neuen Input-Typen, die<br />
in HTML5 bereitgestellt werden, dem<br />
Anwender die Eingaben deutlich erleichtern.<br />
So führt ein<br />
E-mail: <br />
auf dem iPhone dazu, dass ein spezielles,<br />
einfacheres Keyboard eingeblendet wird.<br />
Dieses bietet das @-Zeichen bereits an.<br />
Nur die wenigsten Unternehmen haben<br />
bereits alle Seiten eines <strong>Internet</strong>auftritts<br />
vollständig auf mobile Geräte optimiert.<br />
Wird von der Landing Page auf einen Bereich<br />
verwiesen, der noch nicht überarbeitet<br />
wurde, kann über die Media Query zumindest<br />
ein Hinweis eingestreut werden,<br />
dass hier noch Handlungsbedarf besteht.<br />
Stephan Lamprecht<br />
www.internet-magazin.de 63
WEBBUSINESS | Mobiles SEO<br />
Besucher mit mobilen<br />
Endgeräten analysieren<br />
Das Surfen mit Smartphones und Tablets wird immer beliebter. Kein Besitzer einer<br />
Website kann sich diesem Trend länger verschließen. Im folgenden Workshop erfahren<br />
Sie, was Sie für einen hohen Ranglistenplatz bei mobilen Surfern tun müssen.<br />
Haben Sie schon einmal eine Auswertung<br />
über die mobile Nutzung<br />
Ihrer Website gemacht und die Ergebnisse<br />
analysiert? Das lohnt, denn der<br />
Besucherstrom über mobile Endgeräte<br />
nimmt stetig zu.<br />
Dies hat auch die meisten Anbieter von<br />
Analysesoftware bewogen, eine entsprechende<br />
Rubrik innerhalb der Auswertungen<br />
anzubieten, denn die mobilen<br />
Surfer hinterlassen eindeutige Spuren in<br />
den Logdateien Ihres Webservers.<br />
Google Analytics beispielsweise bietet<br />
innerhalb der Auswertungen eine eigene<br />
Rubrik „Mobil“ an. Auf unserer Testwebsite<br />
gab es generell nur wenig Traffic,<br />
dafür waren das hauptsächlich mobile<br />
Besucher. In einer ersten Übersicht sagt<br />
Ihnen Google Analytics, ob die Besucher<br />
mobil unterwegs waren oder aus einem<br />
lokalen Netzwerk kamen. In einer Detailansicht<br />
bekommen Sie zudem noch<br />
aufgelistet, mit welchen Endgeräten die<br />
Besucher auf Ihre Websites zugreifen, mit<br />
welchem Betriebssystem und sogar mit<br />
welcher Display-Auflösung.<br />
Wachsende Bedeutung<br />
mobiler Endgeräte<br />
Damit haben Sie einen ersten Anhaltspunkt,<br />
wie es um Ihre mobilen Gäste<br />
bestellt ist. Sind die Zahlen noch nicht<br />
so überzeugend, dann sollten Sie sich<br />
Gedanken darüber machen, woran das<br />
Auf einen Blick<br />
Mehr als 10 Prozent aller Website-<br />
Zugriffe auf Webseiten werden heute<br />
bereits mit mobilen Endgeräten wie Samartphones<br />
oder Tablets durchgeführt.<br />
Lesen Sie in diesem Artikel, wie Sie Ihre<br />
Website für den mobilen Zugriff und das<br />
Suchmaschinen-Ranking optimieren.<br />
liegen könnte und ob Sie Ihre Website<br />
vielleicht mit Hilfe von SEO für mobile<br />
Geräte pushen sollten. Eins ist auf jeden<br />
Fall klar: Der Anteil mobiler Endgeräte<br />
im <strong>Internet</strong> wird unaufhaltsam steigen.<br />
Die 10-Prozent-Marke wurde laut Aussagen<br />
von Statista (http://de.statista.<br />
com/themen/258/mobiles-internet/infografik/587/<br />
anteil-mobileendgeraete-ander-internetnutzung/)<br />
bereits<br />
im Oktober<br />
2012 geknackt.<br />
Es gibt verschiedene<br />
Wege, wie<br />
Google Analytics<br />
zeigt Ihnen, wie<br />
viele mobile<br />
Endgeräte auf<br />
Ihre Website<br />
zugegriffen<br />
haben.<br />
64 0413 internet magazin
Mobiles SEO | WEBBUSINESS<br />
Mehr als 10<br />
Prozent der<br />
Surfer nutzen<br />
ein Smartphone<br />
oder Tablet für<br />
den Zugriff aufs<br />
<strong>Internet</strong>.<br />
Sie eine mobile<br />
Website zum<br />
einen attraktiv<br />
für Ihre Besucher<br />
und zum<br />
anderen für die<br />
Suchmaschinen-<br />
Crawler machen, was in der Regel nicht<br />
minder interessant ist.<br />
Angepasste Strategie<br />
Dies ist besonders deswegen wichtig,<br />
weil die Suchmaschinen inzwischen<br />
deutlich zwischen mobilen Websites<br />
und klassischen Desktop-Websites unterscheiden.<br />
Zuzuschreiben ist dies<br />
nicht zuletzt der unterschiedlichen<br />
Hardware, sondern auch dem abweichenden<br />
Nutzerverhalten auf Smartphones<br />
und Tablets. Die Suche auf<br />
einem Smartphone wird in der Regel<br />
durch ein Ereignis ausgelöst. Dies kann<br />
beispielsweise ein Einkauf sein, die Suche<br />
nach einem Restaurant oder einer<br />
beliebigen anderen Information sein.<br />
Aktionen, die längere Zeit in Anspruch<br />
nehmen, wie etwa der Abschluss einer<br />
Versicherung oder das Beantragen<br />
eines Kredits, werden normalerweise<br />
eher per Desktop-PC oder mit einem<br />
Tablet durchgeführt. Dies erkennen<br />
Sie deutlich an bekannten und erfolgreichen<br />
Apps: Die Amazon App bindet<br />
beispielsweise einen Barcode-Scanner<br />
für die Preisermittlung ein, verschiedene<br />
andere Apps liefern Ihnen zu Ihren<br />
Standortdaten passende Ergebnisse, wie<br />
etwa die günstigste Tankstelle oder das<br />
nächste Fastfood-Restaurant. Die Welt<br />
der mobilen Nutzer besteht somit nicht<br />
nur aus einem Browser, sondern vorrangig<br />
aus Apps, welche eine bestimmte<br />
Funktion in einer Anwendung kapseln.<br />
Auch für diese kann eine SEO-Strategie<br />
angewendet werden, wenn sich<br />
die App vorrangig oder ausschließlich<br />
klassischer Websites bedient und diese<br />
lediglich angepasst darstellt.<br />
Smartphone-Benutzer nutzen eher wenige<br />
Suchbegriffe um eine Website zu finden.<br />
Wichtige Punkte für die<br />
Optimierung<br />
Als Erstes sollten Sie sich ein Bild davon<br />
verschaffen, ob Ihre Website überhaupt<br />
von mobilen Endgeräten besucht wird<br />
und an welcher Stelle diese Ihre Site inder<br />
Regel wieder verlassen. Sollten Sie<br />
so gut wie keine mobilen Besucher haben,<br />
kann dies entweder an den Inhalten<br />
Ihrer Website liegen oder aber an deren<br />
Format. Wenn Sie selbst ein Smartphone<br />
nutzen, werden Sie sicherlich auch bei<br />
sich selbst ein verändertes Suchverhalten<br />
beobachtet haben. Da die Eingabe<br />
gerade bei einem kleineren Endgerät aufgrund<br />
der Tastatur eher schwerfällig ist,<br />
beschränkt man sich in der Regel auf wenige<br />
Suchbegriffe. Sie sollten deswegen<br />
die Keywords für eine mobile Website<br />
auf diese Situation hin entsprechend anpassen.<br />
Wählen Sie am besten sogenannte<br />
„Shorthead Keywords“, mit denen Sie<br />
den Inhalt Ihrer Website beschreiben.<br />
Dabei handelt es sich um Schlüsselbegriffe,<br />
die in der Regel nur aus einem<br />
Wort bestehen.<br />
Wenn Ihre Website einen hohen lokalen<br />
Bezug hat, sollten Sie dies ebenfalls bei<br />
der Wahl Ihrer Keywords beachten. Beispielsweise<br />
werden Suchanfragen nach<br />
einem Restaurant in der Nähe sehr oft<br />
von einem mobilen Endgerät aus gestartet.<br />
Der Suchende befindet sich in der<br />
Regel bereits vor Ort und sucht auf die<br />
Schnelle nach einem passenden Ergebnis.<br />
Ein weiterer Punkt, der bei mobilen<br />
Endgeräten zu massiven Problemen<br />
führt ist die Darstellung von Inhalten auf<br />
Basis von Flash. iPhones und iPads unterstützen<br />
diese generell nicht und auch<br />
aktuelle Android-Geräte bieten keine<br />
Flash-Unterstützung mehr an. Wenn<br />
Sie diese Technologie für die Darstellung<br />
wesentlicher Inhalte Ihrer Website<br />
nutzen, sollten Sie über einen Technologiewechsel<br />
nachdenken, um nicht von<br />
vornherein einen Großteil der mobilen<br />
Nutzer auszusperren.<br />
Empfehlungen von Google<br />
Neben diesen allgemeinen Tipps gibt es<br />
seit Mitte 2012 auch einen Leitfaden von<br />
Google (https://developers.google.com/<br />
www.internet-magazin.de 65
WEBBUSINESS | Mobiles SEO<br />
Google gibt<br />
Entwicklern und<br />
Webmastern<br />
verschiedene<br />
Hinweise für die<br />
Optimierung mobiler<br />
Websites.<br />
webmasters/smartphone-sites/). In die-<br />
sem wird beschrieben, welches die wich-<br />
tigsten Punkte des Google Crawlers bei<br />
der Indizierung mobiler Websites sind.<br />
Generell klassifiziert Google<br />
die mobilen Endgeräte<br />
in zwei Kategorien.<br />
Die erste be-<br />
steht aus Smart-<br />
phones, die eine<br />
Website wie ein<br />
normaler Desk-<br />
top-PC darstel-<br />
len können. Der<br />
auf diesen Geräten<br />
installierte Browser be-<br />
herrscht HTML. In diese Kategorie fallen<br />
auch alle aktuellen Tablets. Google und<br />
die anderen Suchmaschinenbetreiber<br />
unterscheiden zwischen diesen beiden<br />
Gerätetypen in der Regel nicht. Alle deren Geräte laufen unter der Kategorie<br />
an-<br />
„Feature Phone“ und benötigen eine<br />
spezielle Aufbereitung der Website beispielsweise<br />
im WAP-, WML oder CHT-<br />
ML-Format. Die zentrale Empfehlung<br />
von Google lautet, mobile Websites auf<br />
Basis von Responsive Design umzusetzen.<br />
Dies ist natürlich nur für Geräte der<br />
oben beschriebenen ersten Kategorie<br />
möglich, denn die älteren Geräte unterstützen<br />
kein HTML5. Google begründet<br />
seine Empfehlung anhand unterschiedlicher<br />
Argumente. Ein Besucher merkt<br />
sich am liebsten nur eine URL für seine<br />
Lieblingswebsite und kann diese unabhängig<br />
vom Endgerät nutzen. Wenn es<br />
nur eine einzige Website gibt, welche<br />
von allen Endgeräten genutzt wird, kann<br />
diese unter Umständen auch schneller<br />
geladen werden, zumindest falls keine<br />
Weiche vorgeschaltet ist, mit der im ersten<br />
Schritt das anfragende Gerät ermittelt<br />
wird. Allerdings kann dies auch ein<br />
Trugschluss sein, denn Sie können eine<br />
Website auch speziell für mobile Endgeräte<br />
optimieren, indem Sie Bilder und<br />
andere Inhalte entsprechend anpassen.<br />
Natürlich hat auch der Suchmaschinenhersteller<br />
Vorteile, denn die Algorithmen<br />
liefern bessere Ergebnisse, wenn sich<br />
alle Inhalte unter einer URL befinden<br />
und es nicht abhängig vom Endgerät<br />
unterschiedliche Einstiegspunkte gibt.<br />
Auch der dritte Grund resultiert aus der<br />
Arbeitsweise der Suchmaschinen-Crawler:<br />
Gibt es nur eine Website auf die alle<br />
Endgeräte zugreifen, benötigt der Crawler<br />
weniger Zeit für die Indizierung einer<br />
Website und kann gegebenenfalls mehr<br />
Inhalte indizieren, falls er nur eine limitierte<br />
Zeit auf einer Website verbleibt.<br />
Der Umbau gerade bei größeren Websites<br />
auf ein komplett neues Design ist<br />
jedoch in der Regel recht aufwändig<br />
und daher entweder gar nicht oder nur<br />
schrittweise zu bewältigen. Deswegen<br />
zeigt Google in seinem Leitfaden noch<br />
weitere Alternativen auf.<br />
66 0413 internet magazin
Mobiles SEO | WEBBUSINESS<br />
Vary-HTTP-header<br />
In einem solchen Fall können Sie natürlich<br />
auch verschiedene HTML-Seiten<br />
für die unterschiedlichen Endgeräte verwenden<br />
und diese entweder über eine<br />
gemeinsame URL mit einer Weiche oder<br />
direkt unter verschiedenen URLs verwalten.<br />
Für die einzelnen Szenarien gibt<br />
Google allerdings klare Empfehlungen,<br />
damit der Googlebot die verschiedenen<br />
Websites auch entsprechend identifiziert<br />
und die Zusammenhänge zwischen den<br />
einzelnen Inhalten herstellen kann.<br />
Nutzen Sie verschiedene HTML-Seiten,<br />
sollten Sie dem Googlebot einen entsprechenden<br />
Hinweis im HTTP-Header<br />
geben. Damit helfen Sie nicht nur den<br />
verschiedenen Crawlern, sondern sorgen<br />
auch für eine korrekte Auslieferung<br />
von gecachten Inhalten. Dank der Vary-<br />
HTTP-Header gibt sich eine Website klar<br />
als mobiles Exemplar oder als Desktop-<br />
Variante zu erkennen.<br />
Die entsprechenden Informationen sendet<br />
der Webserver als Antwort auf die<br />
Anfrage eines Browsers. Diese unterscheidet<br />
sich abhängig davon, welche<br />
Art von Endgerät beim Webserver anfragt.<br />
Das folgende Beispiel zeigt eine typische<br />
Anfrage und die Antwort des Webservers.<br />
Entscheidend an dieser Stelle ist die Zeile<br />
„Vary: User-Agent“, mit der auf abweichende<br />
Inhalte für unterschiedliche Endgeräte<br />
hingewiesen wird:<br />
GET /page-1 HTTP/1.1<br />
Host: www.meinewebsite.de<br />
(...es folgen die restlichen http<br />
Anfrage Header...)<br />
HTTP/1.1 200 OK<br />
Content-Type: text/html<br />
Vary: User-Agent<br />
Content-Length: 5710<br />
(...es folgen die restlichen http<br />
Antwort Header...)<br />
Weitere Hinweise zur Umsetzung dieser<br />
Vorgehensweise finden Sie bei Google<br />
Developers unter<br />
https://developers.google.com/web<br />
masters/smartphone-sites/redirects<br />
Komplett unterschiedliche<br />
Websites<br />
Die zweite Alternative, welche auch eine<br />
Vielzahl der großen, erfolgreichen Websites<br />
verwendet, ist die komplette Trennung<br />
der Inhalte zwischen der Desktop-<br />
Variante und der mobilen Variante über<br />
eine unterschiedliche URL. Dies ist oftmals<br />
auch dem eingesetzten Content-<br />
Management-System geschuldet. So finden<br />
Sie beispielsweise die mobile Bild.<br />
de Website unter der URL http://wap.<br />
bild.de, die mobile Version des Spiegels<br />
unter http://m.spiegel.de.<br />
Wenn Sie diesen Weg ebenfalls favorisieren,<br />
dann können Sie ihn auf verschiedene<br />
Weise implementieren. Der erste<br />
führt über einen entsprechenden Verweis<br />
auf die alternative Website gleichen Inhalts,<br />
aber spezieller Aufbereitung für das<br />
jeweilige Endgerät. Das folgende Beispiel<br />
bedient drei unterschiedliche Varianten:<br />
» www.meinewebsite.de/seite1.html repräsentiert<br />
die Desktop-Variante,<br />
» mobil.meinewebsite.de/seite1.html ist<br />
für aktuelle Smartphones und Tablets<br />
und<br />
» wap.meinewebsite.de/seite1.html ist<br />
für ältere Telefone mit einem einfachen<br />
HTML-Browser.<br />
In diesem Fall fügen Sie auf der Desktop-Website<br />
einen Verweis auf die beiden<br />
anderen Alternativen ein und auf<br />
den beiden Ausprägungen innerhalb der<br />
Sub-domains jeweils einen Verweis auf<br />
die Desktop-Variante. Die Verlinkung<br />
findet jeweils über das link-Tag statt, wo-<br />
_09Z8N_Webhoster_Neu_IM_03_homepage_info_210x95.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 95.00 mm);21. Jan 2013 13:25:49<br />
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bei bei dieser Konstellation die Desktop-<br />
Variante als Hauptseite die beiden anderen<br />
mit der Beziehung alternate versieht.<br />
Die mobile und die WAP-Variante stellen<br />
die Beziehung entsprechend über canonical<br />
her und setzen auf diesem Weg eine<br />
Rückreferenzierung.<br />
<br />
<br />
Wie Sie an diesen beiden Zeilen erkennen,<br />
funktioniert die Identifizierung<br />
über das media-Tag. Die erste<br />
Zeile verweist alle Smartphones und<br />
Tablets mit einer maximale Breite von<br />
640 Pixeln auf die Mobil-Subdomain,<br />
die zweite Zeile entsprechend alle älteren<br />
Geräte auf die wap-Subdomain.<br />
Alle anderen Anfragen verbleiben auf<br />
der Hauptdomäne. Die Rückreferenzierung<br />
sieht auf beiden Alternativ-<br />
Sites gleich aus.<br />
<br />
Haben Sie sich für diesen Weg entschieden,<br />
dann sollten Sie auch Ihre Sitemap<br />
anpassen. Das folgende Beispiel zeigt<br />
den obigen Fall, in welchem die Desktop-Seiten<br />
den Standard darstellen und<br />
die beiden Subdomains die fallspezifischen<br />
Ausnahmen.<br />
<br />
<br />
<br />
http://www.meinewebsite.de/<br />
seite1.html/<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
Googlebot-Mobile<br />
Eine mobile Website ist nur dann erfolgreich,<br />
wenn die Suchmaschinen<br />
auch davon Notiz nehmen. Wenn Ihre<br />
klassische Website bereits im Index<br />
vorhanden ist und Sie die Verweise auf<br />
die mobilen Websites entsprechend gesetzt<br />
haben, ist es nur eine Frage der<br />
Zeit, bis diese auch indiziert werden.<br />
Ob Google bereits seine mobilen Bots<br />
vorbeigeschickt hat, können Sie an zwei<br />
unterschiedlichen Agents in Ihrem Webserver-Log<br />
erkennen. Der Smartphone-<br />
Googlebot-Mobile identifiziert sich mit<br />
Mozilla/5.0 (iPhone; U; CPU iPhone<br />
OS 4_1 like Mac OS X; en-us)<br />
AppleWebKit/532.9 (KHTML, like Gecko)<br />
Version/4.0.5 Mobile/8B117<br />
Safari/6531.22.7 (compatible;<br />
Googlebot-Mobile/2.1;<br />
http://www.google.com/bot.html)<br />
Für die älteren mobilen Endgeräte gibt<br />
es zwei Bots: Der eine kommt mit einer<br />
Samsung-Kennung, der zweite mit der<br />
Kennung DoCoMo. Die entsprechenden<br />
Einträge in Ihrer Protokolldatei sollten<br />
wie folgt aussehen:<br />
SAMSUNG-SGH-E250/1.0 Profile/<br />
MIDP-2.0 Configuration/CLDC-1.1<br />
UP.Browser/6.2.3.3.c.1.101 (GUI)<br />
MMP/2.0 (compatible; Googlebot-<br />
Mobile/2.1; +http://www.google.com/<br />
bot.html)<br />
DoCoMo/2.0 N905i(c100;TB;W24H16)<br />
(compatible; Googlebot-Mobile/2.1;<br />
+http://www.google.com/bot.html)<br />
Fazit<br />
Den goldenen Weg für das Mobile SEO<br />
gibt es aktuell noch nicht. Generell ist<br />
das Mobile SEO eher eine Mischung<br />
aus guter Analyse des Besucherverhaltens<br />
und Website-Optimierung im Rahmen<br />
der technischen Möglichkeiten.<br />
Wenn Sie eine Website komplett neu<br />
aufsetzen, dann sollten Sie dies auf Basis<br />
von Responsive Design tun. In allen<br />
anderen Fällen sollten Sie die Variante<br />
wählen, welche technisch mit vertretbarem<br />
Aufwand umsetzbar ist. Achten<br />
Sie bei der Implementierung darauf,<br />
den eingeschlagenen Weg wie aufgezeigt<br />
den Suchmaschinen-Crawlern<br />
transparent zu machen. Mit der Zeit<br />
wird sich der gewünschte Erfolg und<br />
ein positives Suchmaschinen-Ranking<br />
entsprechend einstellen.<br />
Andreas Hitzig<br />
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HRB 154289<br />
Geldinstitut<br />
Datum Unterschrift WK 3009 M
TIPPS & TRICKS | HTML, CSS, Javascript, PHP & Windows 8<br />
TIPPS & TRICKS<br />
<strong>Internet</strong> Explorer: Testen und<br />
Entwickeln mit Modern.IE<br />
Das Entwickeln und Testen von Websites für den <strong>Internet</strong> Explorer bereitet Webdesignern<br />
seit jeher Probleme. Microsoft hat sich der IE-Misere angenommen und<br />
versucht, ihnen mit neuen Lösungen unter die Arme zu greifen.<br />
Einen neuen Dienst von Microsoft zum Testen und Optimieren<br />
von Websites unter Einhaltung von W3C-Standards finden<br />
Sie unter der Adresse<br />
http://www.modern.ie/<br />
Hier können Sie registrierungs- und kostenfrei Ihren Webprojekten<br />
auf den Zahn fühlen, um Problemstellen aufzudecken<br />
und Optimierungspotenzial auszuloten. Selbstverständlich verfolgt<br />
Microsoft hierbei ein Eigeninteresse: Neben reinen Webstandards<br />
wie HMTL5 und CSS3 können Sie auch Microsoft-<br />
eigene Technologien wie Touch-Apps für Windows 8 sowie die<br />
Xbox austesten. In Zusammenarbeit mit Browserstack bietet<br />
Ihnen Modern.IE unter anderem eine virtualisierte Umgebung<br />
zum Testen Ihrer Webprojekte in allen gängigen Browsern auf<br />
einer Vielzahl unterstützter Betriebssysteme, darunter Mac OS X<br />
Ab etwa 15 Euro<br />
(19 USD) pro Monat<br />
bietet Ihnen<br />
browserstack.com<br />
die Möglichkeit,<br />
Ihre Webprojekte<br />
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Umgebung<br />
auf nahezu<br />
allen Browsern zu<br />
testen.<br />
und Linux, sowie auf zahlreichen Mobilgeräten, wahlweise<br />
auf Ihrem lokalen System oder in der Wolke bei Microsoft.<br />
Benutzer von Chrome und Firefox können die Dienste von<br />
Browserstack mit Hilfe kostenloser Add-ons integrieren.<br />
Nach einer Anmeldung mit Ihrem <strong>Facebook</strong>-Profil können<br />
Sie die virtuelle Umgebung drei Monate lange kostenlos<br />
nutzen; danach schlägt die Virtualisierung mit etwa 15 Euro<br />
pro Monat zu Buche.<br />
Modern.ie von Microsoft ist ein neuer Dienst<br />
zum Testen von Websites.<br />
70 0413 internet magazin
HTML, CSS, Javascript, PHP & Windows 8 | TIPPS & TRICKS<br />
Windows 8<br />
Anheften von Websites als Kacheln<br />
auf dem Startbildschirm<br />
Benutzer von Windows 8 haben die Möglichkeit, einzelne<br />
Websites auf dem Startbildschirm anzuheften. Damit sie dort<br />
eine gute Figur machen, sollte man die betreffende Website<br />
mit einer Windows-8-kompatiblen Kachel ausstatten. Das geschieht<br />
folgendermaßen:<br />
<br />
<br />
Das PNG-Logo ersetzt das Standardlogo einer Website und<br />
Die Farbe und das Symbol<br />
der Kachel auf dem<br />
Startbildschirm kann der<br />
Webdesigner mit Hilfe<br />
entsprechender -Tags<br />
beeinflussen.<br />
erhöht den Wiedererkennungswert der Site auf dem Startbildschirm<br />
von Windows 8.<br />
AWS<br />
Elastischer Lastverteiler<br />
und elastische IPs<br />
Benutzer von <strong>Internet</strong><br />
Explorer 10 unter<br />
Windows 8 können eine<br />
Website zum Startbildschirm<br />
hinzufügen.<br />
Wer auf einer EC2-Instanz mehrere Websites auf verschiedenen,<br />
statischen IPs hosten und diese mit einem elastischen<br />
Lastverteiler ausstatten möchte, versucht im ersten Anlauf meistens,<br />
mehrere statische IPs zu konfigurieren. Das ist jedoch der<br />
falsche Weg. Amazons elastischer Lastverteiler kann derzeit mit<br />
mehreren Netzwerkschnittstellen und sekundären elastischen<br />
IPs ohnehin nichts anfangen, da ein ELB Besucheranfragen an<br />
die primäre private IP-Adresse auf der ETH0-Schnittstelle der<br />
jeweiligen EC2-Instanz weiterleitet. Anstatt sich über die nicht<br />
unterstützte Konfiguration eines Lastverteilers mit mehreren<br />
IPs den Kopf zu zerbrechen, sollten Sie lieber gleich mehrere<br />
ELBs nutzen. Verweisen Sie dazu jeden ELB auf eine konkrete<br />
Portnummer der jeweiligen EC2-Instanz, so dass jede Website<br />
über einen eigenen elastischen Lastverteiler verfügt. Dadurch<br />
können Sie gleichzeitig mehrere Websites mit SSL auf verschiedenen<br />
Ports Ihrer EC2-Instanzen (tcp 5000, tcp 5001, tcp5002,<br />
tcp5003, und so weiter) lauschen lassen. Jedem ELB können Sie<br />
zudem beispielsweise mit Route53 den passenden Domainnamen<br />
zuweisen. Indem Sie die Anzahl Ihrer EC2-Instanzen mit<br />
Hilfe elastischer Lastverteiler für die benötigte Anzahl von Websites<br />
angemessen auslegen, können Sie Ihre Kosten minimieren,<br />
ohne die Instanzen zu überlasten.<br />
.htaccess<br />
Code-Igniter in einem Unterverzeichnis:<br />
URLs bereinigen<br />
Wer das quelloffene PHP-Framework Code-Igniter (http://<br />
ellislab.com/codeigniter) in einem Unterverzeichnis wie beispielweise<br />
http://domainname.de/Projektname/Appname/<br />
einrichtet, wird die Datei index.php aus den URLs von Code-<br />
Igniter nicht so leicht los. Die Lösung besteht ganz einfach darin,<br />
im Verzeichnis der Code-Igniter-Installation eine .htaccess-<br />
Datei mit dem folgenden Inhalt abzulegen:<br />
RewriteEngine On<br />
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f<br />
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d<br />
RewriteRule ^(.*)$ index.php/$1 [L]<br />
<strong>Internet</strong> Explorer<br />
Inkompatibilitäten untersuchen und<br />
beheben<br />
Wer potenzielle Inkompatibilitäten einer Website mit älteren<br />
und neueren Versionen des <strong>Internet</strong> Explorers untersuchen und<br />
beheben möchte, der kann dazu ein kostenloses Werkzeug namens<br />
IE10 Compat Inspector nutzen.<br />
Hierzu müssen Sie in den Header jeder zu testenden Website<br />
vor alle anderen Skripte die folgende Zeile einfügen:<br />
www.internet-magazin.de 71
TIPPS & TRICKS | HTML, CSS, Javascript, PHP & Windows 8<br />
<br />
und die betreffende Website mit dem <strong>Internet</strong> Explorer 10<br />
besuchen. Ein Statussymbol in der rechten oberen Ecke des<br />
Browserfensters gibt Ihnen Auskunft über potenzielle Inkompatibilitäten.<br />
Wer sich für manuelles Einfügen von Code in den<br />
Header-Abschnitt aller Websites nicht erwärmen kann, dem<br />
steht es frei, die benötigten Code-Schnipsel mit Hilfe von Tools<br />
wie Fiddler zur Laufzeit automatisch einzufügen.<br />
SEO<br />
APIs nutzen, um Inhalte verfügbar<br />
zu machen<br />
Bisher fokussierte SEO auf Suchmaschinen, doch seit es intelligente<br />
Suchagenten wie Apples Siri oder Samsungs S-Voice<br />
gibt, gilt es umzudenken. Siri und S-Voice laufen in riesigen<br />
Rechenzentren, wo sie das <strong>Internet</strong> nach relevanten Inhalten<br />
durchsuchen. Damit auch Ihre Daten im Web gefunden werden<br />
können, müssen die passenden APIs unterstützt werden. Diese<br />
drei Websites können Ihnen hierbei behilflich sein:<br />
» Mashery.com hilft Ihnen, eine eigene API zu planen, zu entwickeln<br />
und in die Hände von anderen Entwicklern zu bringen.<br />
» Geofeedia.com sammelt Daten aus sozialen Netzen und<br />
dem Web und bietet diese Unternehmen und Webentwicklern<br />
sortiert nach Ort („loaction aware“) an.<br />
» Mashape.com ist ein API-Marktplatz für Entwickler von APIs.<br />
Einen Überblick der APIs finden Sie unter:<br />
https://www.mashape.com/explore/All?page=1<br />
Geolocation<br />
Kostenlose Geolocation-Datenbanken<br />
von Maxmind<br />
Unter der Adresse<br />
http://dev.maxmind.com/geoip/geolite<br />
finden Sie Geolocation-Datenbanken Geolite von Maxmind,<br />
die Sie unter der Lizenz für Creative Commons Attribution Sharealike<br />
3.0 Unported kostenlos nutzen können. Die Geolite-<br />
Country-Datenbank wird monatlich aktualisiert. Damit dieser<br />
Vorgang auf Ihrem Server automatisch ausgeführt wird, speichern<br />
Sie die folgenden Kommandozeilenbefehle – nach eventueller<br />
Anpassung der Pfade – in einer sh-Datei ab:<br />
#!/bin/sh<br />
cd /usr/share/GeoIP<br />
wget -q http://geolite.maxmind.com/download/geoip/<br />
database/GeoLiteCountry/GeoIP.dat.gz<br />
gzip -d -f GeoIP.dat.gz<br />
und fügen Sie den Pfad zu diesem Skript in die cron-Tabelle auf<br />
Ihrem Server ein.<br />
cron<br />
Datum und Uhrzeit automatisch setzen<br />
Mittels cron können Sie das Datum und die Uhrzeit Ihres Servers<br />
automatisch via NTP von einem Zeitserver beziehen. NTP<br />
steht für das „Network Time Protocol“. Das geschieht so:<br />
(crontab -l 2>/dev/null | grep -Fv ntpdate ; printf --<br />
„*/3 * * * * /usr/sbin/ntpdate 162.165.7.23“) | crontab<br />
Hierbei sorgt das Hilfsprogramm grep dafür, dass nur die Zeile<br />
mit der ntpdate-Anweisung in der cron-Tabelle geändert wird.<br />
Die übrigen Anweisungen bleiben davon unberührt.<br />
Javascript<br />
Minifizierer, Komprimierer und Variablennamenreduzierer<br />
Wer die Performance einer Website maximieren möchte,<br />
kommt nicht umhin, Javascript zu minifizieren, zu komprimieren<br />
und die Variablennamen zu kürzen. Das ist das so genannte<br />
„Mangling“. Mit kostenlosen Utilities wie:<br />
» UglifyJS2 (github.com/mishoo/UglifyJS),<br />
» Google Closure (developers.google.com/closure/) oder<br />
» Esmangle (github.com/Constellation/esmangle)<br />
können Sie die benötigten Optimierungen ganz leicht umsetzen.<br />
Unter der Adresse<br />
http://closure-compiler.appspot.com/home<br />
steht Ihnen Googles Closure Compiler für Javascript als ein<br />
Web-Dienst zur Verfügung. So können Sie sich die Installation<br />
sparen.<br />
Fiddler<br />
Websites debuggen: Zusätzliche Anweisungen<br />
automatisch einfügen<br />
Wer sich für manuelles Einfügen von Code in den Header-Abschnitt<br />
von Websites zum Debuggen im <strong>Internet</strong> Explorer nicht<br />
erwärmen kann, dem steht es frei, die benötigten Code-Schnipsel<br />
mit Hilfe von Fiddler automatisch zur Laufzeit einzufügen.<br />
72 0413 internet magazin
HTML, CSS, Javascript, PHP & Windows 8 | TIPPS & TRICKS<br />
Gehen Sie hierzu wie folgt vor.<br />
Schritt 1: Die aktuelle Version von Fiddler erhalten Sie unter<br />
der Adresse:<br />
http://www.fiddler2.com/Fiddler2/version.asp<br />
Schritt 2: Wählen Sie den Befehl "Rules > Customize Rules".<br />
Schritt 3: Innerhalb des OnBeforeResponse()-Handlers, fügen<br />
Mit Fiddler können Sie unter anderem das Mark-up von Websites<br />
zur Laufzeit modifizieren.<br />
Sie Ihrem Fiddlerscript die folgende Zeile hinzu:<br />
InjectInspectorScript(oSession);<br />
Schritt 4: Am Ende von Fiddlerscript, aber noch innerhalb der<br />
Handlers-Klasse, fügen Sie dem Skript diesen Code hinzu:<br />
public static RulesOption(„Verwende Compat Inspector“)<br />
var m_UseCompatInspector: boolean = false;<br />
static function InjectInspectorScript(oSession: Session)<br />
{<br />
if(!m_UseCompatInspector) return;<br />
// stellt sicher, dass das Skript neue Anweisungen<br />
nur innerhalb von HTML einfügt<br />
if (oSession.url.EndsWith(„.js“)) return;<br />
if (oSession.url.EndsWith(„.css“)) return;<br />
if (!oSession.oResponse.MIMEType.Contains(„text/html“))<br />
return;<br />
// ermittelt den Inhalt der Antwort<br />
var sBody = oSession.GetResponseBodyAsString();<br />
// Eine abschliessende Überprüfung stellt sicher,<br />
dass es sich um HTML handelt<br />
if (!/^\uFEFF?\s*
TIPPS & TRICKS | HTML, CSS, Javascript, PHP & Windows 8<br />
Meta-Tag (falls vorhanden)<br />
if (meta != -1) meta = sBody.IndexOf(„>“, meta + 1);<br />
if (meta != -1 && meta != sBody.Length - 1) pos = meta<br />
+ 1;<br />
// Platzierung erfolgt vor allen Skript-Tags, die sich<br />
vor der aktuellen Position im Quelltext befinden<br />
if (script != -1 && script < pos) pos = script;<br />
// Schließlich wird nun der Quelltextabschnitt<br />
an der ermittelten Position durchgeführt<br />
oSession.utilSetResponseBody(<br />
sBody.Insert(pos, „“)<br />
);<br />
}<br />
Schritt 5: Nach dem Abspeichern der Änderungen erscheint<br />
im Menü "Rules" der Befehl "Verwende Compat Inspector".<br />
Wenn Sie jetzt diesen Befehl aktivieren und im <strong>Internet</strong> Explorer<br />
9 oder 10 eine Website aufrufen, finden Sie in der<br />
rechten oberen Ecke des Browserfensters ein Statussymbol<br />
des Compat Inspectors.<br />
Aktivieren des<br />
Compat Inspectors<br />
mit Hilfe des neu<br />
erstellten Befehls<br />
im Rules-Menü von<br />
Fiddler.<br />
Schritt 6: Ein Klick auf das Statussymbol des Compat Inspectors<br />
gibt Ihnen eine detaillierte Auskunft über etwaige Inkompatibilitäten<br />
der Seite und Hinweise zur<br />
Fehlerbehebung.<br />
Ein Detailbericht des IE 10 Compat Inspectors im <strong>Internet</strong><br />
Explorer 10.<br />
CSS<br />
Webschriften selber hosten<br />
Wer seine Schriften selbst hosten möchte, anstatt sich mit dem<br />
beschränkten oder teuren Angebot von Schriftendiensten im<br />
Web abzufinden, kann sich hierzu der folgenden @font-face-<br />
Regel von Font Squirrel behelfen:<br />
@font-face {<br />
font-family: ‚MeineWebSchrift‘;<br />
src: url(‚webfont.eot‘); /* IE9-Kompatibilitätsmodus */<br />
src: url(‚webfont.eot?#iefix‘) format(‚embedded-open<br />
type‘), /* IE6 bis IE8 */<br />
url(‚webfont.woff‘) format(‚woff‘), /* modern Webbrowser */<br />
url(‚webfont.ttf‘) format(‚truetype‘), /* Safari,<br />
Android, iOS */<br />
url(‚webfont.svg#svgFontName‘) format(‚svg‘); /*<br />
Altlasten-iOS */<br />
}<br />
body {<br />
font-family: ‚MeineWebSchrift‘, Fallback, sans-serif;<br />
}<br />
Diese Regeln funktionieren in Opera ab Version 11, Firefox ab<br />
Version 3, und im <strong>Internet</strong> Explorer ab Version 6.<br />
CSS<br />
Workarounds für elastische Layouts<br />
Das Box-Modell in CSS bereitet Webdesignern Probleme, da es<br />
zu umständlichen Berechnungen führt. Die tatsächliche Breite<br />
beziehungsweise Höhe eines Kastens entspricht nicht automatisch<br />
der Breite oder der Höhe des betreffenden Elements,<br />
sondern setzt sich zusammen aus der definierten Breite zuzüglich<br />
der padding-Eigenschaft an beiden Seiten und der Breite<br />
eventuell vorhandener Ränder. Befindet sich ein -Element<br />
innerhalb eines anderen -Elements mit einer definierten<br />
Breite von 600 Pixeln, wird sich das Kindelement ohne zusätzliches<br />
CSS auf die maximale Breite des Vaterelementes erweitern.<br />
Wenn Sie dem Kindelement die padding-Eigenschaft und<br />
einen Rand mit einem Wert ungleich null hinzufügen, schrumpft<br />
die tatsächliche Breite dieses Elementes, da sich diese aus dem<br />
verfügbaren Platz ableitet. Weisen Sie dem Kindelement eine<br />
explizite Breite von 100 Prozent des Vaterelementes zu, wird es<br />
seine Grenzen de facto überschreiten. Damit die beiden Kästen<br />
präzise ineinander passen, muss dieser Wert in die Berechnung<br />
mit hinein fließen. Noch problematischer gestaltet sich das Ganze,<br />
wenn das übergeordnete -Element mit Hilfe elastischer<br />
74 0413 internet magazin
HTML, CSS, Javascript, PHP & Windows 8 | TIPPS & TRICKS<br />
Einheiten wie Prozente statt Pixel angelegt wurde. Die beste Lösung<br />
besteht darin, die Deklaration der Breite des Kindelementes<br />
zu entfernen. Ein -Eingabefeld belegt nur genau die<br />
Breite, die sich aus dem cols-Attribut ableiten lässt – es sei denn,<br />
Sie definieren die Breite explizit. Das -Element müsste<br />
die Werte der padding- und der border-Eigenschaften von seiner<br />
Breite (100 Prozent) abziehen:<br />
textarea {<br />
-webkit-box-sizing: border-box; /* WebKit einschließlich<br />
Safari/Chrome */<br />
-moz-box-sizing: border-box; /* Gecko einschließlich<br />
Firefox */<br />
box-sizing: border-box; /* Opera ab Version 8.5 und IE<br />
ab Version 8 */<br />
}<br />
Die CSS3-Eigenschaft box-sizing wird in jeder Version von<br />
Chrome, in Safari ab Version 5.1, im <strong>Internet</strong> Explorer ab Version<br />
8 und in Opera 8.5 und höher unterstützt. Firefox benötigt<br />
das herstellerspezifische Präfix der Gecko-Familie:<br />
-moz-box-sizing<br />
Safari 3 bis einschließlich Version 5 versteht ebenfalls nur die<br />
herstellerspezifische Version der Eigenschaft, und zwar:<br />
-webkit-box-sizing<br />
Die Eigenschaft box-sizing verträgt sich problemlos mit Deklarationen<br />
von min-width, max-width, min-height und max-height,<br />
allerdings mit zwei Ausnahmen: Ältere Versionen von Firefox<br />
und <strong>Internet</strong> Explorer 9 im Kompatibilitätsmodus zu IE 8 ignorieren<br />
in diesem Fall die Eigenschaft box-sizing.<br />
CSS<br />
Automatisches Skalieren von<br />
textarea-Elementen unterdrücken<br />
Wer automatisches Skalieren von textarea-Elementen in Webkit-Browsern<br />
(Chrome und Safari) deaktivieren möchte, fügt<br />
dem CSS einfach nur diese Anweisung hinzu:<br />
textarea { resize: none }<br />
und das Problem ist behoben.<br />
output.xml<br />
die resultierende Datei wie folgt bereinigen:<br />
\s+<br />
Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins<br />
_056AF_Weber_pcm_N_05.ps;S: 1;Format:(90.00 x 60.00 mm);02. Mar 2011 07:54:29<br />
PHP<br />
Prüfen einer Textzeichenkette auf<br />
Vorhandensein von HTML-Mark-up<br />
Wer prüfen möchte, ob eine Textzeichenkette HTML-Mark-up<br />
beinhaltet, kann das zum Beispiel per PHP tun:<br />
www.internet-magazin.de<br />
M51
TIPPS & TRICKS | Online-Recht<br />
Das Kleingedruckte<br />
Für Unternehmer ein notwendiges Übel, für die<br />
Verbraucher oft ein Greuel: Allgemeine Geschäftsbedingungen<br />
liest sich niemand gerne durch. Sie<br />
sind jedoch notwendig und äußerst sinnvoll.<br />
Der Autor<br />
Der Autor Michael<br />
Rohrlich ist Rechtsanwalt<br />
und unter anderem<br />
auf das Recht der<br />
neuen Medien spezialisiert.<br />
www.ra-rohrlich.de<br />
Niemand ist wirklich vom „Kleingedruckten“<br />
angetan, aber Allgemeine<br />
Ge-schäftsbedingungen (AGB) gehören<br />
nun einmal zum geschäftlichen Alltag.<br />
Um gleich mit einem nach wie vor weit<br />
verbreiteten Irrglauben aufzuräumen: Es<br />
besteht grundsätzlich keine Verpflichtung<br />
zur Verwendung von AGBs. Werden<br />
sie jedoch eingesetzt, dann müssen<br />
sie natürlich den juristischen Vorgaben<br />
entsprechen und insbesondere inhaltlich<br />
korrekt sein. Denn Fehler gehen im<br />
Zweifel zu Lasten des Verwenders, also<br />
des Online-Händlers. Verstöße gegen<br />
die gesetzlichen AGB-Regelungen im<br />
Bürgerlichen Gesetzbuch stellen in aller<br />
Regel Wettbewerbsverstöße dar, wie<br />
unter anderem der Bundesgerichtshof<br />
geurteilt hat (Urteil vom 31. Mai 2012,<br />
Aktenzeichen: I ZR 45/11).<br />
Im B2C-Umfeld, also gegenüber Verbrauchern,<br />
sind AGBs für Online-Händler<br />
praktisch und ergeben als zentrale Sammelstelle<br />
zur Erfüllung der diversen fernabsatzrechtlichen<br />
Informationspflichten<br />
durchaus Sinn. Zwar können per AGB<br />
nicht die gesetzlichen Gewährleistungsregelungen<br />
ausgehebelt<br />
oder die eigene Haftung<br />
„auf null“ reduziert werden,<br />
aber etwa im Bereich<br />
Versanddauer oder Portooder<br />
Rücksendekosten<br />
sind sinnvolle Angaben<br />
möglich. Es gibt allerdings<br />
eine große Anzahl an Verbraucherschutzvorschriften<br />
auf EU-Ebene und auch in<br />
Deutschland, sodass Händlern<br />
im B2C-Bereich faktisch<br />
kaum Möglichkeiten für Klauseln<br />
bleiben, die den Rechtsrahmen<br />
zu ihren Gunsten gestalten. Auf dem<br />
B2B-Sektor, also im Verhältnis von Unternehmern<br />
untereinander, bieten AGBs<br />
durchaus gute Chancen, um bei Verträgen<br />
den einen oder anderen Aspekt zum<br />
eigenen Vorteil zu regeln. Wer als Webshop-Betreiber<br />
also keine eigenen AGB<br />
bereithält, ist nicht unbedingt im Vorteil.<br />
Insbesondere aufgrund der Pflicht<br />
zur Vereinbarung der Rücksendekosten<br />
nach ausgeübtem Widerrufsrecht sind<br />
die eigenen AGB für Online-Händler inzwischen<br />
ein Muss.<br />
Der Einsatz von Muster-AGB kann übrigens<br />
nicht unbedingt empfohlen werden,<br />
da solche Muster zum einen aktuell<br />
und aus einer seriösen Quelle stammen<br />
und zum anderen auch zum jeweiligen<br />
Online-Shop passen müssen. Zwar finden<br />
sich diverse AGB-Muster für den<br />
Online-Verkauf von Waren, aber unterschiedliche<br />
Branchen erfordern in aller<br />
Regel auch an die jeweilige Situation angepasste<br />
Vertragswerke. Absolut tabu ist<br />
das Kopieren des AGB-Textes vom Mitbewerber<br />
oder das Zusammenschreiben<br />
per „google, copy & paste“. Abgesehen<br />
davon, dass hierdurch gegen fremde<br />
Urheberrechte verstoßen wird, besteht<br />
außerdem das Risiko, das man eine veraltete,<br />
nicht passende oder schlichtweg<br />
falsche Vorlage verwendet.<br />
Voraussetzungen<br />
Juristisch korrekte AGB haben bestimmte<br />
Voraussetzungen zu erfüllen. Diese Voraussetzungen<br />
sind:<br />
» für eine Vielzahl von Verträgen<br />
» vorformuliert<br />
» ausdrücklicher Hinweis durch<br />
Verwender<br />
» Vorliegen spätestens bei Vertragsschluss<br />
76 0413 internet magazin
Online-Recht | TIPPS & TRICKS<br />
» Kenntnisnahme in zumutbarer Art<br />
und Weise möglich<br />
Insbesondere die letzten drei Punkte sind<br />
in der Praxis oft problematisch.<br />
Die praktische Umsetzung<br />
Am besten sollte im Online-Shop ein eigener<br />
Menüpunkt mit der Bezeichnung<br />
„AGB“ oder auch „Allgemeine Geschäftsbedingungen“<br />
in der Hauptnavigationsebene<br />
oder im Site-Footer beziehungsweise<br />
-Header angelegt werden.<br />
Eine Bezeichnung dieses Punktes als<br />
„Infos“ oder „Rechtliches“ dürfte nicht<br />
ausreichend deutlich sein. Die verlinkte<br />
Unterseite sollte dann nicht nur den eigentlichen<br />
AGB-Text enthalten, sondern<br />
zusätzlich auch die Möglichkeit zum<br />
Ausdruck und Download des Textes.<br />
Während des Bestellvorgangs sollte<br />
dann spätestens im letzten Schritt, also<br />
bevor es zur verbindlichen Bestellung<br />
kommt, eine Checkbox eingebunden<br />
werden. Diese muss aktiv vom Kunden<br />
angehakt werden, damit der Bestellvorgang<br />
überhaupt abgeschlossen werden<br />
kann. Der Text solch einer Checkbox<br />
kann etwa „Ich habe die AGB gelesen<br />
und akzeptiert“ lauten. Hierbei sollte<br />
„AGB“ als sprechender Link gestaltet<br />
sein. Zwar ist das Einbinden einer solchen<br />
Checkbox keine vom Gesetzgeber<br />
verlangte Voraussetzung, so hat es auch<br />
schon der BGH in seinem Urteil vom 14.<br />
Juni 2006 (Aktenzeichen: I ZR 75/03)<br />
entschieden. Die Checkbox erleichtert<br />
dem Online-Händler unter Umständen<br />
jedoch die Protokollierung und damit<br />
den Nachweis, dass er seine AGB korrekt<br />
eingebunden hat. Die AGB sollten<br />
keinesfalls in einem kleinen Fensterausschnitt<br />
dargestellt werden. Wenn die<br />
Kunden den Text erst seitenlang durchscrollen<br />
müssen, um ihn komplett lesen<br />
zu können, kann nicht mehr davon<br />
Rede sein, dass er ihnen „zumutbar“<br />
zur Kenntnis gelangt ist.<br />
Auftretende Problemfälle<br />
Mit schöner Regelmäßigkeit sind einzelne,<br />
zum Teil von vielen Händlern<br />
schon lange Zeit verwendete Klauseln<br />
Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen.<br />
Zivilgerichte müssen sich<br />
des Öfteren mit den entsprechenden<br />
Rechtsfragen beschäftigen. Fast schon<br />
als Klassiker können AGB-Klauseln mit<br />
zu unbestimmten beziehungsweise irreführenden<br />
Lieferzeitangaben bezeichnet<br />
werden. Angaben, wie „Die Lieferfrist<br />
beträgt in der Regel 3-4 Werktage<br />
nach Zahlungseingang“ oder ähnliche<br />
Zirka-, Ungefähr- oder In-etwa-Angaben<br />
finden sich in zahlreichen Webshop-AGB.<br />
Diverse Gerichte, so zum<br />
Beispiel auch das Oberlandesgericht<br />
(OLG) Hamm (Urteil vom 12. Januar<br />
2012, Aktenzeichen: I-4 U 107/11),<br />
haben derartigen Klauseln eine Absage<br />
erteilt und sie als Verstoß gegen das<br />
Wettbewerbsrecht eingestuft.<br />
Oftmals wird auch versucht, Angaben<br />
zur Vertragslaufzeit oder zum Kaufpreis<br />
ausschließlich im Kleingedruckten unterzubringen.<br />
Dass eine so unseriöse<br />
Praxis rechtswidrig ist, haben unter anderem<br />
das Landgericht (LG) Berlin mit<br />
Urteil vom 21. Oktober 2011 (Aktenzeichen:<br />
50 S 143/10) oder auch das<br />
Amtsgericht Minden mit Urteil vom 19.<br />
Dezember 2012 (Aktenzeichen: 22 C<br />
463/12) entschieden.<br />
Viele AGB enthalten folgende oder ähnliche<br />
Bestimmungen:<br />
„Die Aufrechnung mit nicht anerkannten<br />
oder nicht rechtskräftig festgestellten<br />
Gegenforderungen des Käufers<br />
ist ausgeschlossen.“<br />
Nach der Auffassung des LG Freiburg<br />
(Urteil vom 17. Dezember 2012, Aktenzeichen:<br />
12 O 64/12) ist eine solche<br />
Klausel sowohl im B2C- als auch im B2B-<br />
Bereich unwirksam. Gleichwohl dürfte<br />
sie in nicht wenigen Webshop-AGB nach<br />
wie vor enthalten sein. Häufig vertreten<br />
ist auch die Klausel:<br />
„Offensichtliche Mängel sind dem Verkäufer<br />
unverzüglich, spätestens jedoch<br />
zwei Wochen nach Übergabe des Kaufgegenstandes,<br />
schriftlich anzuzeigen.“<br />
Mit Urteil vom 24. Mai 2012 (Aktenzeichen:<br />
I-4 U 48/12) hat das OLG Hamm<br />
dieser und inhaltsgleichen Klauseln eine<br />
Absage erteilt.<br />
Fast ebenso oft finden sich Angaben,<br />
nach denen die Gültigkeit von Gutscheinen<br />
auf eine bestimmte Zeitspanne<br />
beschränkt wird. Die Frage nach<br />
der grundsätzlichen Zulässigkeit der<br />
zeitlichen Befristung von Gutscheinen<br />
ist noch nicht abschließend geklärt. Jedenfalls<br />
darf eine solche Befristung nicht<br />
zu einer einseitigen Benachteiligung des<br />
Gutscheinerwerbers führen. Da diese<br />
Befristungen in aller Regel als AGB einzustufen<br />
sind, gilt für sie ein strenger<br />
Beurteilungsmaßstab. Eine zeitliche<br />
Beschränkung von Gutscheinen auf ein<br />
Jahr hält das OLG München jedenfalls<br />
für rechtswidrig (Urteil vom<br />
14. April 2011, Aktenzeichen: 29<br />
U 4761/10). Das OLG Hamburg<br />
hat in seinem Urteil vom 21. September<br />
2000 (Aktenzeichen: 10<br />
U 11/00) die Ansicht vertreten,<br />
dass eine zeitliche Begrenzung<br />
jedenfalls ohne Ausstellungs-<br />
beziehungsweise Verkaufsdatum<br />
unzulässig ist. Aufgrund der dreijährigen<br />
Verjährungsfrist, der auch Gutscheine<br />
regelmäßig unterliegen, sollte also nicht<br />
allzu lange gewartet werden, um sie<br />
einzulösen oder wieder umzutauschen.<br />
Bei einem Umtausch muss deshalb unter<br />
Umständen auch eine angemessene<br />
Bearbeitungsgebühr in Kauf genommen<br />
werden. So hat es jedenfalls das LG Berlin<br />
entschieden (Urteil vom 25. Oktober<br />
2011, Aktenzeichen: 15 O 663/10).<br />
Rechtsanwalt Michael Rohrlich<br />
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Redaktion<br />
Bereichsleiter: Jörg Hermann (v.i.S.d.P.)<br />
Projektleiter: Stefan Schasche (sschasche@wekanet.de)<br />
Producer: Rene Wirth<br />
Mitarbeiter dieser Ausgabe: Susanne Nötscher (Korrektorat),<br />
Daniel Engler, Carola Heine, Andreas Hitzig, Dirk Jarzyna, Anna<br />
Kobylinska, Stephan Lamprecht, Filipe Pereira Martins, Dr. Florence<br />
Maurice, Sven Neumann, Franz Neumeier, Michael Rohrlich<br />
Redaktionsassistenz: Gerlinde Drobe, Sabine Steinbach<br />
Produkt-Manager Software/Lizenzen: Arnd Wängler<br />
Business Development Manager: Anja Deininger<br />
Leitung Layout: Sandra Bauer, Silvia Schmidberger<br />
Layout: Marcus Geppert, Andreas Geyh, Michael Grebenstein,<br />
Dorothea Voss, Rene Wirth<br />
Fotografie: Josef Bleier, Stefan Rudnick<br />
So erreichen Sie die Redaktion:<br />
Redaktion <strong>Internet</strong> <strong>Magazin</strong><br />
Telefon: (089) 2 55 56-11 11, Fax: (089) 2 55 56-16 27<br />
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dass eingereichte Materialien frei sind von Rechten Dritter.<br />
Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichung kann trotz<br />
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der Verlag weder Gewähr noch Haftung. Schaltungen und verwendete<br />
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Nachdruck, Übersetzung sowie Vervielfältigung oder sonstige<br />
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Anzeigenabteilung<br />
Ihr Kontakt zum Anzeigenteam<br />
Gerlinde Drobe und Sabine Steinbach<br />
Telefon: (089) 2 55 56-11 71, Fax: (089) 2 55 56-11 96<br />
Anzeigenleitung (verantwortlich für Anzeigen):<br />
Gisela Nerke (-12 11) gnerke@wekanet.de<br />
Mediaberatung:<br />
Markus Matejka (05655) 92 48 94, mmatejka@wekanet.de<br />
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Jürgen Auselt (-11 72) jauselt@wekanet.de<br />
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Richard Spitz (-11 08) rspitz@wekanet.de<br />
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Anzeigengrundpreise:<br />
Es gilt die Preisliste Nr. 17 vom 01.01.2013<br />
Verlag<br />
Anschrift des Verlags:<br />
WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH<br />
Richard-Reitzner-Allee 2, 85540 Haar bei München,<br />
Telefon: (089) 2 55 56–10 00, Fax: (089) 2 55 56-11 99<br />
Geschäftsführung: Wolfgang Materna, Werner Mützel, Kai Riecke<br />
Herstellungsleitung: Marion Stephan<br />
Vertriebs-/Marketingleitung: Robert Riesinger<br />
Vertrieb Handel: MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH &<br />
Co. KG, Breslauer Straße 5, 85386 Eching,<br />
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Aboservice<br />
Abonnementverwaltung:<br />
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Erscheinungsweise: monatlich<br />
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© 2013 WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH<br />
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