Hygiene Report 1/2026
HYGIENE Report ist das Forum für Qualitätssicherung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. In Zusammenarbeit mit hochkarätigen Autoren aus Wissenschaft und Wirtschaft berichtet das Periodikum anwenderorientiert und praxisnah zu allen relevanten Aspekten rund um das Thema Qualitätssicherung. Themen sind beispielsweise Hygiene Management, Messtechnik, Berufskleidung, Reinigung, HACCP, Personalhygiene und mikrobiologische Nachweise mit all ihren rechtlichen und gesetzlichen Problemen.
HYGIENE Report ist das Forum für Qualitätssicherung in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. In Zusammenarbeit mit hochkarätigen Autoren aus Wissenschaft und Wirtschaft berichtet das Periodikum anwenderorientiert und praxisnah zu allen relevanten Aspekten rund um das Thema Qualitätssicherung. Themen sind beispielsweise Hygiene Management, Messtechnik, Berufskleidung, Reinigung, HACCP, Personalhygiene und mikrobiologische Nachweise mit all ihren rechtlichen und gesetzlichen Problemen.
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ISSN 1618-2456<br />
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1·26<br />
Qualitätsmanagement in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />
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1·26<br />
<strong>Report</strong><br />
Inhalt<br />
Editorial<br />
4<br />
6<br />
7<br />
8<br />
11<br />
12<br />
15<br />
16<br />
17<br />
18<br />
19<br />
20<br />
21<br />
22<br />
24<br />
25<br />
26<br />
27<br />
28<br />
29<br />
30<br />
31<br />
32<br />
33<br />
34<br />
35<br />
36<br />
37<br />
38<br />
39<br />
40<br />
41<br />
42<br />
43<br />
Schwerpunkt: Berufskleidung<br />
Profi-Optik plus Schutz für Personal & Produkt<br />
Dauerbrenner <strong>Hygiene</strong>: „Für uns ist der<br />
Mietservice eine verlässliche Entlastung“<br />
„Die Industrie achtet verstärkt aufs <strong>Hygiene</strong>management“<br />
Workwear mit <strong>Hygiene</strong>-Anspruch: Coole Outfits für sensible Arbeitsbereiche<br />
UVC-Strahlung<br />
Hoenle UVC Desinfektion: Lösungen mit validierter Wirksamkeit<br />
Wissenschaft<br />
Schwefeldioxid, Käfer und Acrylamid – was sich<br />
in getrockneten Früchten so alles findet<br />
Neue Infrarotspektroskopiemethode zur Unterscheidung von Salmonellen<br />
Von Sicherheit bis Fleischkontaminanten:<br />
Fonds fördert fünf Forschungsprojekte<br />
Nachhaltig sterilisieren mit Ozon und Xenon-Blitzlicht<br />
Lebensmittelbetrug schnell vor Ort erkennen<br />
Automatisierung<br />
SEW-EURODRIVE: „Orchestration Suite“ für die Zukunft der Automatisierung<br />
Hygienic Design<br />
Rohrbahnen mit Kunststoffeinlage für hygienischere Produktion<br />
„Robust Clamps“ sind korrosions- und schmutzresistent<br />
Interview<br />
Malte Vollmer und Dr. Daniel Schühle (Buzil):<br />
„Richtig sauber für eine lebenswerte Zukunft“<br />
Aktuelles<br />
Mit <strong>Hygiene</strong> Campylobakter-Infektionen vermeiden<br />
<strong>Hygiene</strong>mängel in Verteilstationen, Keime in gekühlten Blattsalaten<br />
Restperoxid in Verpackungen bestimmen, Anlagenstörungen verhindern<br />
Schwere Listerieninfektionen nehmen in Europa zu<br />
Fremdkörperdetektion<br />
Präzisere Ausschleusungen bei Inspektion von Schüttgütern<br />
Desinfektion<br />
UVC sichert beste Fleischqualität<br />
<strong>Hygiene</strong>orientierte Baumaßnahmen<br />
Mit PU-System hygienisch und langlebig saniert<br />
Schädlingsbekämpfung<br />
Über 100 Jahre Erfahrung in Schädlingsbekämpfung und Taubenabwehr<br />
Praxis<br />
Eiweiß-Schnitzel ja, veganer Aufschnitt nein<br />
Beamen statt Schrubben bei Mr. Tom & Nippon<br />
Mobile Helfer für mehr Sauberkeit<br />
Analog, chemieresistent, hygienisch sicher<br />
Fachforen / Messen<br />
Mikroplastik in Nahrung kontrollieren und reduzieren<br />
Qualitätsmanagement<br />
Qualitätskontrollen mit KI, effizient und digital<br />
Produkte & Partner<br />
UVC-Licht inaktiviert 99,9 % der Mikroorganismen<br />
„Check-in“ vor Produktionsräumen<br />
Oberflächen chemiefrei auf Hochglanz bringen<br />
Neue Flaschenreinigungsmaschine für Effizienz und <strong>Hygiene</strong><br />
Veranstaltungen<br />
Von Hautschutz bis Anlagenhygiene<br />
Laborgeräte hautnah betrachtet<br />
Horst Buchmann<br />
Liebe Leserinnen und Leser,<br />
Schadstoffrückstände etwa von Pestiziden<br />
haben in Lebensmitteln nichts zu<br />
suchen. Diese Binsenweisheit vorausgesetzt,<br />
hat das neue Jahr schon einen<br />
ordentlichen Aufreger zu bieten.<br />
Denn die EU-Kommission will Ackergifte<br />
statt in Fünf-Jahres-Intervallen künftig<br />
unbefris tet zuzulassen. Angesichts<br />
der (erwiesenen) gesundheitlichen Gefahren<br />
von Glyphosat & Co. ein heikles<br />
Vorhaben, das Verbraucherschützer auf<br />
die Barrikaden bringt und die Zustimmung<br />
aller EU-Staaten fraglich macht.<br />
<strong>2026</strong> bringt weitere wichtige Neuerungen:<br />
Bereits seit Ende 2024 ist die Verwendung<br />
von Bisphenol A (BPA) in der<br />
Innenbeschichtung von Metalldosen<br />
und in Lebensmittelkontaktmaterialien<br />
verboten. Im Juli läuft eine Übergangsfrist<br />
aus, nach der Mehrwegbehältnisse<br />
mit BPA künftig nicht mehr neu in Verkehr<br />
gebracht werden dürfen. Vorhandene<br />
Produkte können bis Januar 2029<br />
verkauft werden, ähnlich Einwegverpackungen.<br />
Bei Honig soll zur Jahresmitte<br />
die Herkunftskennzeichnung verbessert<br />
werden: Die Ursprungsländer sollen gemäß<br />
ihrem Gewichtsanteil auf dem Etikett<br />
angegeben werden. Und für einige<br />
(oft zu hoch dosierte) Inhaltsstoffe von<br />
Nahrungsergänzungsmitteln will man<br />
EU-weit verbindliche Höchstmengen<br />
einführen, z.B. für Selen, Mangan, Folsäure,<br />
Vitamin B6, Vitamin A bzw. Betacarotin,<br />
Vitamin E, Vitamin D und Eisen.<br />
Keine verkehrten Schritte im Bereich<br />
Lebensmittel und <strong>Hygiene</strong>, finde ich.<br />
Ihr<br />
3
schwerpunkt<br />
1·26<br />
Profi-Optik plus Schutz für Personal & Produkt<br />
Dominique Frühauf (CWS Workwear) zum Unterschied zwischen Arbeitskleidung und PSA<br />
Ob in der Lebensmittelindustrie, in der Gastronomie, im Handel oder in der Produktion – viele Millionen Berufstätige in<br />
Deutschland tragen täglich Arbeitskleidung. Sie dient der funktionalen Unterstützung, der optischen Team-Zugehörigkeit,<br />
und wichtiger: In manchen Branchen schützt sie Mitarbeitende und auch die empfindlichen Produkte, die sie herstellen,<br />
vor Gefahren. Dominique Frühauf, Produktmanagerin bei Berufskleidungsanbieter CWS Workwear (Dreieich), erklärt im<br />
folgenden Fachartikel die wichtigen Unterschiede zwischen Arbeitskleidung und Schutzkleidung.<br />
Arbeitgeber setzen für ihre Angestellten<br />
auf Arbeitskleidung,<br />
da diese Sicherheit und einen<br />
gewissen Wiedererkennungswert<br />
des Unternehmens bietet.<br />
Firmenlogo und Namensschild<br />
sollten dabei nicht fehlen. So<br />
fördert die Kleidung den Zusammenhalt<br />
der Mitarbeitenden und<br />
sorgt für ein professionelles, repräsentatives<br />
Erscheinungsbild.<br />
Aber gut ausgestattet in den Tag<br />
zu starten, bedeutet mehr als<br />
nur eine professionelle Optik. Je<br />
nachdem, in welchem Bereich<br />
der/die Mitarbeitende tätig ist,<br />
kann auch eine Schutzkleidung<br />
notwendig sein.<br />
Funktionalität und Sicherheit<br />
Zunächst muss Arbeitskleidung<br />
richtig passen und gut<br />
aussehen. Funktionalität und<br />
Komfort sorgen dabei für das<br />
ideale Gesamtpaket. Sollte<br />
keine Schutzkleidung benötigt<br />
werden, reicht eine normale<br />
Arbeitskleidung. Je nach Tätigkeitsfeld<br />
der Mitarbeitenden gilt<br />
es dabei, die Anforderungen an<br />
Abnutzung und gegebenenfalls<br />
Besonderheiten wie Arbeiten im<br />
Knien, Bücken oder im Freien<br />
einzubeziehen.<br />
Auf dieser Basis sollten die<br />
Dicke und Widerstandsfähigkeit<br />
des Gewebes und funktionale<br />
kobewertung des Arbeitsplatzes<br />
wird das Risiko beziehungsweise<br />
die Wahrscheinlichkeit<br />
eines Gesundheitsschadens<br />
durch bestimmte Gefahrenstoffe<br />
oder Tätigkeiten bestimmt.<br />
In Deutschland legen oft die<br />
Berufsgenossenschaften für<br />
Branchen fest, welche Berufskleidung<br />
getragen werden<br />
muss. Die Unternehmen<br />
müssen für die Sicherheit der<br />
Mitarbeitenden während der<br />
Arbeitszeit sorgen.<br />
Rät zu Profi-Berufskleidung: Produktmanagerin<br />
Dominique Frühauf.<br />
komplexe PSA, die vor lebensbedrohlichen<br />
Gefahren schützt.<br />
Dazu gehört u.a. Hitze- und<br />
Flammschutz. Zudem unterliegt<br />
jede Schutzkleidung mindes tens<br />
einer Norm, innerhalb derer<br />
es auch noch Abstufungen<br />
hinsichtlich der Schutzanforderungen<br />
geben kann.<br />
Praxisnah: Beispiele aus den CWS-<br />
Kollektionen „Food Clean“ (links)<br />
und „Industry Comfort“. Fotos: CWS<br />
Ob in der Süßwaren- oder der Käseherstellung: Im Lebensmittelsektor zählt<br />
<strong>Hygiene</strong>-Kleidung zu den absoluten Pflichtanforderungen. Fotos: CWS<br />
Details wie Verstärkungen oder<br />
Polster für den Kniebereich ausgewählt<br />
werden. Bewegungsfreiheit<br />
und Wohlfühlen steht<br />
bei den Anforderungen einer<br />
Arbeitskleidung ganz oben auf<br />
der Liste für Mitarbeitende.<br />
Risiko oder nicht?<br />
Wird eine Persönliche Schutzausrüstung<br />
(PSA) benötigt, so<br />
muss diese Mitarbeitenden<br />
vom Arbeitgeber zur Verfügung<br />
gestellt werden. Durch eine Risi-<br />
Schutzkleidung: Risikogruppen<br />
Es gibt drei verschiedene<br />
Risikokategorien von PSA. Je<br />
nachdem, ob und wie wahrscheinlich<br />
das Risiko einer Verletzung<br />
besteht, fällt die Gruppe<br />
aus. In Kategorie I fällt Schutzkleidung,<br />
die vor einer geringfügigen<br />
Gefährdung schützt, wie<br />
z.B. Wetterschutz. Kategorie II<br />
bedeutet Schutz gegen ein mittleres<br />
Risiko. Ein Beispiel dafür<br />
ist die Warnschutzkleidung. Bei<br />
Kategorie III handelt es sich um<br />
Passform und Komfort<br />
Passt und sitzt eine Arbeitskleidung<br />
richtig, fühlen sich<br />
Mitarbeitende automatisch<br />
wohler. Bei PSA spielt der<br />
Tragekomfort zusätzlich eine<br />
wichtige Rolle. Denn sind gute<br />
Bewegungsmöglichkeiten in<br />
der Schutzkleidung gegeben,<br />
können Mitarbeitende Gefahren<br />
schneller ausweichen. Bei der<br />
Zertifizierung der Normen einer<br />
PSA wird daher auch die Passform<br />
überprüft.<br />
Was könnte also passieren,<br />
wenn eine gute Passform nicht<br />
gegeben ist? Bei Normen wie<br />
4 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
schwerpunkt<br />
Hitze- und Flammschutz müssen z.B. Hose<br />
und Jacke stets überlappen, selbst dann,<br />
wenn die Arme gestreckt werden. So soll<br />
sichergestellt werden, dass der Körper auch<br />
bei Bewegungen gut geschützt ist. Bei<br />
Warnschutz<br />
sollte v.a. die<br />
Bein- und<br />
Armlänge für<br />
die Mitarbeitenden<br />
stimmen.<br />
Denn<br />
ist die Hose<br />
zu lang und<br />
verschwinden<br />
die Reflexstreifen in der Schuhfalte, ist die<br />
Sichtbarkeit nicht mehr gegeben und eine<br />
erhöhte Gefahr für den Träger besteht.<br />
Workwear sind die Vorgaben weniger<br />
komplex, doch auch hier sollte auf eine<br />
fachgerechte Pflege geachtet werden.<br />
-------------------------------------------------------<br />
CWS Workwear wurde 1899 gegründet<br />
und entwickelt langlebige Arbeitskleidung<br />
für Kunden, um deren Mitarbeitende<br />
und die Umwelt zu schützen. Man bietet<br />
Arbeitskleidung und PSA aus hochwertigen<br />
Materialien im Service-Modell (Workwear<br />
as a Service) an. Hierbei wird die Kleidung<br />
für Unternehmen gewaschen und profes-<br />
Driving the world<br />
sionell instandgehalten. Das Unternehmen<br />
ist in über 15 Ländern mit einem Team<br />
von rund 5300 Mitarbeitenden an mehr<br />
als 100 Standorten tätig und bedient mehr<br />
als 35.000 Kunden und täglich mehr als<br />
1,5 Mio. Menschen. Zur Firmeninfrastruktur<br />
gehören 30 hochmoderne industrielle<br />
Wäschereien in Europa.<br />
CWS Workwear International GmbH<br />
Dreieich Plaza 1a<br />
D-63303 Dreieich<br />
www.cws.com/workwear<br />
Design und Verarbeitung<br />
Unternehmen, die Arbeitskleidung und<br />
Schutzkleidung für ihr Team einsetzen,<br />
wünschen sich übergreifend eine ansprechende<br />
Optik und ei nen einheitlichen Look.<br />
CWS Workwear beispielsweise bietet eine<br />
große Auswahl an Arbeits-/Schutzkleidung<br />
in gleichen Farben und ähnlichen Designs<br />
an, damit alle Mitarbeitenden miteinander<br />
optisch harmonisieren.<br />
Eine saubere Sache<br />
für die Automatisierung<br />
Bei Schutzkleidung gibt es jedoch einige<br />
Einschränkungen beim Design. Denn es<br />
gilt das Dachziegelprinzip: Schweißperlen,<br />
Flüssigmetalle – alles muss von oben nach<br />
unten an dem Textil abperlen können.<br />
Nichts darf in Nähten hängen bleiben.<br />
Daher hat Schutzkleidung meist weniger<br />
Nähte, auch weil sie häufig aus dickerem<br />
Gewebe besteht, das schwieriger zu verarbeiten<br />
ist. Auch bei den Taschen gibt es<br />
spezielle Vorgaben, was Größe und Winkel<br />
betrifft. Zudem sind die Hersteller bei den<br />
Farbvarianten eingeschränkt, da gewisse<br />
Hightech-Gewebe nur eingeschränkt einfärbt<br />
werden können.<br />
Pflege und Kontrolle<br />
Schutzkleidung erfordert professionellen<br />
Umgang beim Waschen und regelmäßige<br />
Kontrollen – sofern möglich – auch der<br />
Schutzfunktionen. So muss die richtige<br />
Temperatur und Handhabung der Kleidung<br />
eingehalten werden, damit die PSA<br />
langfristig Sicherheit bietet. In der privaten<br />
Haushaltswäsche ist dies nicht umsetzbar.<br />
Insbesondere auch, da bei jeglichen Änderungen<br />
und Reparaturen stets mit Original-<br />
Materialien gearbeitet werden muss. Bei<br />
Edelstahl-Servogetriebemotoren<br />
der Baureihe PSH..CM2H..<br />
Unsere Lösung für höchste hygienische Maschinenanforderungen. Die neuen Edelstahl-<br />
Servo getriebemotoren sind speziell für die Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie<br />
optimiert – mit extrem hohem Anspruch an die <strong>Hygiene</strong> und Reinigbarkeit.<br />
Ihre Vorteile auf einen Blick:<br />
– erfüllen die Schutzart IP69K für die Reinigung mit Hochdruck<br />
– FDA-konform und nach Hygienic-Design-Richtlinien der EHEDG entwickelt<br />
– resistent gegen korrosive Reinigungsmittel und Heißdampf<br />
– glatte Oberflächen für die rückstandslose und schnelle Reinigung<br />
www.sew-eurodrive.de/edelstahl-servogetriebemotoren<br />
5
schwerpunkt<br />
1·26<br />
Dauerbrenner <strong>Hygiene</strong>: „Für uns ist<br />
der Mietservice eine verlässliche Entlastung“<br />
Blick in die Praxis bei Fruchtgummi-Hersteller Trolli mit Berufskleidungs-Partner DBL<br />
Ganz klar: Auf die Lebensmittelhygiene sollten Verbraucher sich verlassen können. Dazu gehört, dass in den Unternehmen<br />
der Lebensmittelindustrie saubere Arbeitskleidung getragen wird. Aber <strong>Hygiene</strong>kleidung für das Team beschaffen und den<br />
sauberen Auftritt dauerhaft sichern – das ist und bleibt in Bezug auf Personalhygiene ein wichtiges Thema. Wie funktioniert<br />
das, ohne zum „Dauerbrenner“ zu werden? Ein Blick in die Praxis am Produktionsstandort der Trolli GmbH in Hagenow.<br />
Dort sind rund 400 Mitarbeitende tätig und tragen passende Berufskleidung des Mietdienstleisters DBL (Zirndorf).<br />
Trolli ist eine Marke der Mederer<br />
Gruppe – diese ist als international<br />
tätiges Unternehmen in<br />
über 100 Ländern der Welt<br />
aktiv. Die Marke steht weltweit<br />
für farbenfrohe Fruchtgummis.<br />
Am Produktionsstandort in<br />
Hagenow, einer Stadt im Westen<br />
Mecklenburg-Vorpommerns,<br />
sorgen die Mitarbeitenden<br />
dafür, dass Produkte wie der<br />
„Glotzer“ oder die beliebten<br />
sauren „Glühwürmchen“<br />
täglich frisch und hochwertig im<br />
Handel auftauchen. „<strong>Hygiene</strong><br />
und Sauberkeit haben bei Trolli<br />
höchsten Stellenwert. Das gilt<br />
für die Produktionsmaschinen<br />
ebenso wie für die Berufskleidung“,<br />
berichtet Julia Hagen,<br />
kaufmännische Assistentin bei<br />
Trolli. „Denn an der Kleidung<br />
können sich Schmutzpartikel<br />
sammeln, womit im schlimmsten<br />
Fall Lebensmittel verunreinigt<br />
werden könnten. Um<br />
dies zu verhindern, ist saubere<br />
Arbeitskleidung und deren<br />
regelmäßiges Wechseln ein<br />
wichtiger Standard.“<br />
<strong>Hygiene</strong> auf hohem Niveau<br />
Die gesamte Mederer Gruppe<br />
ist nach IFS* auf gehobenem<br />
Niveau zertifiziert – ein System,<br />
das über gesetzliche Vorgaben<br />
hinausgeht und insbesondere<br />
durch sein integriertes HACCP-<br />
Konzept Sicherheit bietet. Dazu<br />
zählt auch die konsequente<br />
Bewertung der eingesetzten<br />
Arbeitskleidung. Im Werk sind<br />
die Betriebsbereiche klar in<br />
Weiß- und Schwarzbereiche<br />
getrennt. „Im besonders hygienesensiblen<br />
Weißbereich wird<br />
mit offenen Rohstoffen und<br />
Produkten gearbeitet. Daher<br />
herrschen hier strenge <strong>Hygiene</strong>regeln<br />
und dementsprechend<br />
muss die Arbeitskleidung den<br />
Anforderungen entsprechen.<br />
Hier wird weiße <strong>Hygiene</strong>kleidung,<br />
wie etwa Kittel und Mäntel,<br />
nach HACCP-Richtlinien**<br />
getragen. Diese wird uns von<br />
DBL Marwitz zur Verfügung<br />
gestellt“, erklärt Julia Hagen.<br />
Für Techniker der Betriebstechnik<br />
steht blaue <strong>Hygiene</strong>kleidung<br />
bereit. Der Schwarzbereich –<br />
etwa das Lager – gilt als weniger<br />
kritisch, da hier keine offenen<br />
Produkte vorkommen. „Hier<br />
werden den Mitarbeitern u.a.<br />
weiße und blaue Thermowesten<br />
und Wetterjacken bereitgestellt.<br />
Und auch die Küchenmitarbeiter<br />
in unserer Kantine werden<br />
Damit die weltweit bekannten Fruchtgummis von Trolli frisch und farbenfroh<br />
für Kunden produziert werden, gelten bei der Produktion strenge <strong>Hygiene</strong>richtlinien<br />
– das gilt auch für die Arbeitskleidung der Mitarbeiter. Fotos: Mederer<br />
vom textilen Partner ausgestattet,<br />
hier mit entsprechender<br />
Kochkleidung.“<br />
Die Berufskleidung für das<br />
Team liefert seit vielen Jahren<br />
ein regionaler Partner des DBL<br />
Verbundes – die W. Marwitz<br />
Textilpflege GmbH – und das<br />
passend auf die hohen Anforderungen<br />
eines Lebensmittelbetriebs<br />
zugeschnitten. Auch<br />
die Organisation der Kleidung<br />
ist fest strukturiert. Dazu erklärt<br />
Julia Hagen: „Die getragene<br />
Wäsche wird in speziellen<br />
Auffangboxen gelagert und in<br />
mit uns vereinbarten Intervallen<br />
vom Dienstleister abgeholt.<br />
Dieser stellt wiederum saubere<br />
Arbeitskleidung in den persön -<br />
lichen Fächern unserer Mitarbeiter<br />
zur Verfügung. Trolli<br />
arbeitet bereits seit 2008 mit<br />
der DBL zusammen und ist seit<br />
jeher sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit.“<br />
Die Vorteile liegen<br />
für Trolli klar auf der Hand,<br />
denn die Wäsche der eingesetzten<br />
Arbeitskleidung muss nicht<br />
selbst durchgeführt werden: Sie<br />
wird durch den textilen Partner<br />
nach den Anforderungen der<br />
Lebensmittelherstellung hygienisch<br />
aufbereitet.<br />
In vielen „<strong>Hygiene</strong>zonen“<br />
Der textile Mietdienstleister DBL<br />
ist ein erfahrener Partner der<br />
Branche. „Wir sind darauf eingestellt,<br />
dass in vielen Betrieben<br />
unterschiedliche <strong>Hygiene</strong>zonen<br />
bzw. Einsatzbereiche gelten, in<br />
denen entsprechend angepasste<br />
Berufskleidung von den<br />
Mitarbeitern getragen wird,“<br />
erklärt Thomas Echelmeyer von<br />
der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing<br />
GmbH. Neben<br />
weißer <strong>Hygiene</strong>kleidung, die<br />
Richtlinien wie HACCP oder die<br />
DIN 10524*** entsprechen,<br />
6 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
schwerpunkt<br />
Die Trolli-Mitarbeiter werden u.a. mit <strong>Hygiene</strong>kleidung<br />
von Mietdienstleister DBL ausgestattet,<br />
der die hygienische Aufbereitung verantwortet.<br />
gibt es im DBL Sortiment zudem<br />
HACCP-konforme Kleidung für<br />
Handwerker und Techniker.<br />
Und auch für Abteilungen mit<br />
weniger strengen Anforderungen<br />
stellen die regionalen DBL<br />
Partner hochwertige Workwear<br />
und komfortable<br />
Funktionstextilien bereit.<br />
Etwa für Mitarbeiter<br />
in der Logistik.“<br />
Neben der individuellen<br />
Ausstattung<br />
übernehmen textile<br />
Mietdienstleister<br />
wie die DBL dann<br />
auch die hygienis che<br />
Aufbereitung in verifizierten<br />
Waschverfahren<br />
und deren Dokumentation.<br />
Ebenso<br />
die fachgerechte Reparatur, Lagerung<br />
und flexiblen Austausch<br />
bei Mitarbeiterwechsel. All das<br />
schätzt auch Julia Hagen von<br />
der Trolli GmbH: „Das bietet<br />
uns eine verlässliche Entlastung<br />
im Arbeitsalltag. Denn die pro-<br />
fessionelle aufbereitete Kleidung<br />
liegt so für unsere Mitarbeiter<br />
im Werk direkt bereit.“ So stehe<br />
einer reibungslosen Produktion<br />
nichts im Wege.<br />
DBL – Deutsche Berufskleider-<br />
Leasing GmbH<br />
Albert-Einstein-Straße 30<br />
90513 Zirndorf<br />
www.dbl.de<br />
Erläuterung der Fachbegriffe:<br />
*Der International Featured Standard (IFS) ist ein von der Global Food Safety<br />
Initiative (GFSI) anerkannter Standard für Hersteller, Großhändler, Distributoren,<br />
Agenten und Makler. IFS befasst sich mit Lebensmittelsicherheit und<br />
Produktqualitätsmanagement in der Lebensmittel- und Zutatenherstellung.<br />
** HACCP-Konzept: HACCP ist die Abkürzung für „Hazard Analysis and<br />
Critical Control Points“. Übersetzt bedeutet dies etwa „Risikoanalyse kritischer<br />
Kontrollpunkte und Festlegen von Lenkungspunkten“.<br />
***DIN 10524 konkretisiert die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich<br />
geeigneter Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben und dient sowohl den<br />
Herstellern der entsprechenden Arbeitskleidung und den Lebensmittelunternehmern<br />
als auch den Textildienstleistern beziehungsweise Textilreinigungsunternehmen<br />
zur Orientierung, um den gesetzlichen Vorgaben entsprechen<br />
zu können.<br />
„Die Industrie achtet verstärkt aufs <strong>Hygiene</strong>management“<br />
Manuel Klein, stv. Bundesvorsitzender des BVLK, über HACCP-Kleidung in Betrieben<br />
Drei Fragen an Manuel Klein, stv. Vorsitzender<br />
des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure<br />
Deutschlands (BVLK).<br />
Herr Klein, hat sich das <strong>Hygiene</strong>management<br />
aus Ihrer Sicht in den letzten drei<br />
Jahren in den Betrieben eher verbessert<br />
oder verschlechtert?<br />
Manuel Klein: Mein Eindruck ist, dass<br />
das <strong>Hygiene</strong>management bei einem Teil<br />
der Betriebe eher schlechter geworden<br />
ist. Das ist auch der Tatsache geschuldet,<br />
dass immer weniger Fachkräfte in diesem<br />
Segment tätig sind. Es gibt weniger Leute,<br />
die wirklich Expertise haben von dem,<br />
was sie da machen. Und das gestaltet<br />
unsere Arbeit als Lebensmittelkontrolleur<br />
schwieriger. Ein Grund, warum wir schon<br />
seit Jahren eine sogenannte Sachkunde<br />
fordern. Heißt, jemand der beispielsweise<br />
ein gastronomisches Objekt eröffnet,<br />
sollte vorher zumindest eine Ausbildung<br />
in diesem Bereich haben und zumindest<br />
die Basics wissen. Hier spreche ich eher<br />
von Defiziten in der Gastronomie. Thema<br />
Berufskleidung: Da stehen die Mitarbeiter<br />
manchmal mit ihren Straßenklamotten in<br />
der Küche und es gibt kein Verständnis<br />
dafür, dass separate und saubere Kleidung<br />
für die Arbeit benötigt wird. Das geht<br />
nicht! In der Lebensmittelindustrie sind die<br />
Standards bedeutend besser.<br />
Wie sieht es hier mit der Personalhygiene<br />
aus – welche Rolle spielt dabei geeignete<br />
und saubere Berufskleidung?<br />
Manuel Klein: Bei Unternehmen der<br />
Lebensmittelherstellung und der Lebensmittelindustrie<br />
wird verstärkt auf ein<br />
belastbares <strong>Hygiene</strong>management und<br />
dabei auf Personalhygiene und somit auch<br />
auf die Arbeitskleidung geachtet – das ist<br />
zumeist HACCP-<strong>Hygiene</strong>kleidung. Hier<br />
ist der Anspruch an die Kleidung sogar<br />
gestiegen. Das zeigt auch das Verständnis,<br />
für die Mitarbeiter genügend Garnituren<br />
für den Wechsel bereit zu stellen. War es<br />
früher noch gängige Praxis, dass man zwei<br />
Varianten an Kleidung in der Woche hatte,<br />
ist es mittlerweile so, dass genügend Kleidungsstücke<br />
für den täglichen Wechsel<br />
bereitstehen. Oder – wenn die Kleidung<br />
bei der Arbeit schneller verschmutzt –<br />
auch zwei Garnituren am Tag. Hier sollten<br />
die Betriebsleiter sicherstellen, dass für<br />
die Mitarbeiter immer ausreichend Arbeitskleidung<br />
vorrätig ist und diese dann auch<br />
immer hygienisch aufbereitet wurde.<br />
Wie kann man aus Ihrer Sicht die dauerhafte<br />
<strong>Hygiene</strong> der Berufskleidung sichern?<br />
Also worauf sollten die Betriebe achten?<br />
Manuel Klein: Positiv ist, wenn wir sehen,<br />
dass die Betriebe mit textilen Mietdienstleistern<br />
zusammenarbeiten. Die DBL<br />
trägt beispielsweise<br />
für ihre<br />
Dienstleis tung<br />
das BVLK-Siegel.<br />
Denn so ist sichergestellt,<br />
dass<br />
die Rahmenbedingungen<br />
stimmen<br />
und die <strong>Hygiene</strong>kleidung<br />
in<br />
dafür geeigneten,<br />
zertifizierten<br />
Waschprozessen Mahnt mehr <strong>Hygiene</strong> an:<br />
aufbereitet wird. der stv. BVLK-Vorsitzende<br />
Das erfüllt die geforderten<br />
Hygie-<br />
Manuel Klein. Foto: DBL<br />
nestandards nach validierten und protokollierten<br />
Verfahren. Ebenso gewährleistet<br />
ist dann auch der Wechselrhythmus,<br />
die vorschriftsmäßige Lagerung und der<br />
Transport der Kleidung. Denn es gewinnt<br />
ja niemand einen Preis, wenn der Betrieb<br />
die Kleidung zwar für die Mitarbeiter stellt<br />
– diese dann aber von ihnen zuhause bei<br />
30 Grad zusammen mit Freizeitwäsche in<br />
der heimischen Waschmaschine gewaschen<br />
wird … Abschließend noch einmal<br />
mein Apell: Es braucht viel Fachwissen,<br />
um einen Betrieb, ein Unternehmen hygienisch<br />
und wirtschaftlich zu führen. Das<br />
gilt für die Lebensmittelindustrie – und<br />
auch für die Gastronomie!<br />
7
schwerpunkt<br />
1·26<br />
Workwear mit <strong>Hygiene</strong>-Anspruch:<br />
Coole Outfits für sensible Arbeitsbereiche<br />
HACCP-Kollektionen und Tipps fürs heikle Textilmanagement in Lebensmittelbetrieben<br />
<strong>Hygiene</strong> spielt beim Umgang mit Lebensmitteln eine besonders wichtige Rolle. Wo Nahrungsmittel verarbeitet werden,<br />
muss die Bekleidung der Mitarbeiter daher höchste Ansprüche und zahlreiche gesetzliche Vorgaben erfüllen – zum Schutz<br />
der Beschäftigten wie der Verbraucher. Für Unternehmen der Lebensmittelbranche eine große Herausforderung. Unterstützung<br />
beim Textilmanagement bieten professionelle Hersteller von Workwear sowie textile Dienstleister und versprechen<br />
dabei sowohl Kostenvorteile als auch Sicherheit. Auf den folgenden Seiten finden Sie einen Überblick über ausgewählte<br />
Angebote HACCP-konformer Kollektionen, aber auch Tipps für den hygienegerechten Gebrauch von Berufskleidung.<br />
ACP Collection<br />
„Fashion for Profession“: Dieses<br />
Firmenmotto hat sich die ACP<br />
Collection GmbH in München<br />
gegeben. Mit Workwear und<br />
Kleidung stattet man Berufsgruppen<br />
von Handwerk bis Gastronomie,<br />
von Backbetrieb bis<br />
Lebensmittelhandel, von Hotellerie<br />
bis Klinik aus. Im Portfolio<br />
sind renommierte Marken wie<br />
Kentaur (Dänemark), Weitblick<br />
(Österreich) und viele andere,<br />
die aus diesen Branchen nicht<br />
wegzudenken sind.<br />
„Berufsbekleidung kaufen statt<br />
mieten ist meist wirtschaftlicher,<br />
hygienischer und flexibler, besonders<br />
in sensiblen Bereichen<br />
Lebensmittelkonform: Schürze und<br />
Bluse aus dem acp-Sortimenten für<br />
den Verkauf. Foto: Kentaur<br />
wie der Lebensmittelverarbeitung<br />
und im Verkauf“,<br />
lautet die Erfahrung<br />
von acp-Geschäftsführerin<br />
Martina<br />
Pühl-Bennewitz.<br />
Die Kontrolle über<br />
Qualität, Reinigung<br />
und Nutzung liege<br />
komplett beim Betrieb<br />
und es könne<br />
individueller auf die<br />
Bedürfnisse der<br />
Mitarbeiter eingegangen<br />
werden. In<br />
Betrieben mit häufig<br />
wechselnden Mitarbeitern<br />
lohne sich Kauf oft mehr<br />
als Dauer-Miete.<br />
Der Berufsbekleidungsspezialist<br />
acp collection bietet alle nötigen<br />
Funktionen bei allen Produkten<br />
– angefangen bei modernsten<br />
Stoffen, Waschbarkeit bei<br />
hohen Temperaturen, guten<br />
Passformen, hoher Strapazierfähigkeit,<br />
vielen Größen und<br />
sinnvollen Details bis hin zu<br />
Bedruckung/Bestickung. Und<br />
zeigt dabei, dass man trotzdem<br />
– oder gerade deshalb – Mitarbeiter<br />
modern und stilvoll<br />
einkleiden kann. acp vetritt u.a.<br />
etablierte und innovative Marken<br />
und arbeitet laut Martina<br />
Pühl-Bennewitz immer nach der<br />
Devise: „Praktisch und sinnvoll<br />
Hygienische Berufskleidung für die Lebensmittelbranche:<br />
karminrote „Focus“-Latzschürze mit<br />
schwarzem „Concept“-Hemd. Foto: Weitblick<br />
kann auch modern und vor<br />
allem CI-konform sein.“<br />
Dabei müssen nicht alle Mitarbeiter<br />
das Gleiche tragen, aber<br />
die Einheit sollte erkennbar<br />
sein. Das geht besonders gut<br />
mit Farbkombinationen, aber<br />
auch mit unterschiedlichen Modellen.<br />
Dabei reicht die Auswahl<br />
von einfachen klaren Farben<br />
wie z.B. Weiß/Grau bis hin zu<br />
bunten Farbkombinationen.<br />
„Am Ende ist der Gesamteindruck<br />
das, was der Kunde<br />
wahrnimmt und was Professionalität<br />
ausstrahlt. Wir beraten<br />
dabei ausführlich und bieten<br />
nicht nur im Showroom in<br />
München viele Varianten und<br />
Möglichkeiten. Die Mischung ist<br />
oft ausschlaggebend, da muss<br />
alles passen. Und die Mitarbeiter<br />
müssen sich wohl fühlen<br />
in ihrer Bekleidung, dann geht<br />
alles leichter.“<br />
www.acpcollection.com<br />
Bardusch<br />
In der Lebensmittel- und<br />
Getränkeindustrie ist saubere,<br />
hygienische Berufsbekleidung<br />
nicht verhandelbar. Sie schützt<br />
Produkte vor Kontamination<br />
und Mitarbeitende vor Risiken.<br />
Doch die Anforderungen sind<br />
komplex: Normenkonformität,<br />
lückenlose Dokumentation und<br />
jederzeit saubere Kleidung sind<br />
Pflicht. Hier verspricht Bardusch<br />
(Ettlingen) als erfahrener<br />
Servicepartner im Textilleasing<br />
entscheidende Vorteile.<br />
Die 1871 gegründete Firma<br />
steht für professionelles Textil -<br />
management und ein breites<br />
Sortiment für höchste Ansprüche.<br />
Das Sortiment umfasst<br />
HACCP-konforme Arbeitskleidung<br />
der Risikoklassen 1 und<br />
3 in zahlreichen Ausführungen,<br />
Größen, Farben und Schnitten.<br />
Die Kollektionen wurden speziell<br />
für die Lebensmittelindustrie<br />
entwickelt: helle Farben für<br />
sofort sichtbare Verschmutzungen,<br />
keine offenen Taschen<br />
oder Knöpfe, hoher Tragekom-<br />
8 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
schwerpunkt<br />
fort und Bewegungsfreiheit. So<br />
erfüllen sie alle Anforderungen<br />
an Produktschutz und Mitarbeitersicherheit.<br />
Textilleasing soll für den Kunden<br />
heißen: keine Engpässe, kein<br />
organisatorischer Mehraufwand.<br />
Bardusch liefert Mitarbeitern in<br />
der Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />
nicht nur die<br />
passende Kleidung, sondern<br />
bietet den Unternehmen einen<br />
Rundum-Service – von der<br />
Abholung über die hygienische<br />
Pflege bis zur termingerechten<br />
Lieferung. Damit jeder Mitarbeiter<br />
immer wieder die richtige,<br />
auf Wunsch personalisierte Kleidung<br />
im Spind liegen hat. Digitale<br />
Tracking-Systeme sorgen<br />
für Transparenz und Nachverfolgbarkeit.<br />
Für <strong>Hygiene</strong>beauftragte<br />
und QM-Verantwortliche<br />
heißt das: mehr Sicherheit und<br />
weniger operative Risiken.<br />
Laut Bardusch gehen auch<br />
wirtschaftliche Vorteile mit<br />
Textilleasing einher: Investitionskosten<br />
für Anschaffung und<br />
Lagerhaltung entfallen für die<br />
Unternehmen, die Ausgaben<br />
sind planbar. Bardusch setzt zudem<br />
auf ressourcenschonende<br />
Waschverfahren, zertifiziert<br />
nach DIN EN 14065 (RABC),<br />
und Kreislaufkonzepte – ein<br />
Plus für Umwelt und Unterneh-<br />
HACCP-konforme Workwear ist für<br />
die Backwarenproduktion …<br />
… ebenso wie für die Arbeit in Brauereien und in der<br />
Getränkeindustrie ein absolutes Muss. Fotos: Bardusch<br />
mensimage. „Berufsbekleidung<br />
ist ein Hygie nefaktor, der nicht<br />
dem Zufall überlassen werden<br />
darf“, wird seitens Bardusch betont.<br />
Ein kompetenter Servicepartner<br />
für <strong>Hygiene</strong> von HACCP<br />
bis DIN EN 14065 bedeute für<br />
die Unternehmen ein Plus an<br />
Qualität, Sicherheit und Verlässlichkeit<br />
– und entlaste gleichzeitig<br />
ihre internen Prozesse.<br />
www.bardusch.de<br />
Bierbaum-Proenen<br />
Komfort, Passform, Funktionalität<br />
und leichte Materialien: Mit<br />
seiner erweiterten Kollektion<br />
„BP Industrial Food“ will Hersteller<br />
BP – Bierbaum-Proenen<br />
(Köln) zeigen, wie Berufsbekleidung<br />
den Mitarbeitenden auch<br />
in der streng reglementierten<br />
Lebensmittelindustrie den<br />
Arbeitsalltag erleichtern kann.<br />
Besonderen Wert legt man auf<br />
eigene Damenpassformen.<br />
Die ebenfalls neuen „Basic“-<br />
Produkte sind in umweltfreundlichen<br />
Multipacks erhältlich.<br />
Die Lebensmittelbranche<br />
wächst stetig. Und der Anteil<br />
der Frauen unter den Beschäftigten<br />
ist groß. Deswegen legte<br />
BP bei der Erweiterung der „BP<br />
Industrial Food“ großen Wert<br />
auf neue Damenpassformen für<br />
Beschäftigte in allen Segmenten<br />
der Lebensmittelindustrie. „Die<br />
Frauen mussten<br />
bislang<br />
meist mit Unisex-Kleidung<br />
auskommen,<br />
was in der Regel<br />
alles andere<br />
als angenehm<br />
und formschön<br />
ist“, sagt Frank<br />
Dondajewski,<br />
Produktmanager<br />
bei BP.<br />
Daher passte<br />
man die Kollektion<br />
an die<br />
weiblichen Proportionen<br />
an.<br />
Durchdachte<br />
Schnitte und funktionale Details<br />
bieten nun höchsten Tragekomfort<br />
und optimale Bewegungsfreiheit<br />
für den Arbeitsalltag.<br />
„Mit den neuen Jacken, Mänteln<br />
und Hosen müssen Frauen<br />
nicht mehr krempeln“, betont<br />
Dondajewski.<br />
Die neuen Modelle werden<br />
in der Farbe Weiß angeboten<br />
und sind für jede Risikoklasse<br />
einsetzbar. Wieviel Wert BP auf<br />
Passform legt, beweist die Größenvielfalt:<br />
Jacken, Mäntel und<br />
Hosen gibt es von der kleinsten<br />
Damengröße XS bis zur größten<br />
Damengröße 3XL – immer in<br />
drei Längen von kurz bis lang.<br />
Dabei erfüllen die neuen<br />
<strong>Hygiene</strong>bekleidungslösungen<br />
die HACCP-Richtlinien (Hazard<br />
Analysis Critical Control Point<br />
= Gefahrenanalyse kritischer<br />
Kontrollpunkte) nach der DIN<br />
10524 in den Risikoklassen 1<br />
bis 3, denn seit 2006 dürfen<br />
in der EU nur noch Lebensmittel<br />
gehandelt oder eingeführt<br />
werden, die diesen Richtlinien<br />
entsprechen. „Diese <strong>Hygiene</strong>standards<br />
gelten für die großen<br />
industriellen Unternehmen und<br />
im Prinzip auch für den Bäcker<br />
nebenan“, so Dondajewski.<br />
Eine weitere Neuerung, die der<br />
Kölner Berufskleidungsspezialist<br />
zu den Damenstyles in der „BP<br />
Industrial Food“-Kollektion anbietet,<br />
ist das neue „Food Basic<br />
Multipack“. Erhältlich sind eine<br />
Schlupfhose, eine Jacke sowie<br />
ein Mantel für Sie & Ihn in<br />
der Farbe Weiß. Ein Multipack<br />
umfasst mindestens 15 Stück<br />
eines jeweiligen Artikels als Verpackungseinheit.<br />
Neben einem<br />
Preisvorteil werden mit einem<br />
Multipack auch Verpackung<br />
und Transportkosten reduziert.<br />
Alle neuen Produkte tragen<br />
das begehrte Label „OEKO-<br />
TEX MADE IN GREEN“. Das<br />
rückverfolgbare Produktlabel<br />
wird Textilien verliehen, die in<br />
umweltfreundlichen Betrieben<br />
unter sicheren und sozialverträglichen<br />
Arbeitsbedingungen<br />
Die erweiterte Kollektion „BP Industrial<br />
Food“ soll den Arbeitsalltag<br />
auch in der Lebensmittelindustrie<br />
erleichtern. Foto: Bierbaum-Proenen<br />
hergestellt wurden. Damit gibt<br />
es Verbrauchern die Sicherheit,<br />
dass das Textilprodukt aus<br />
schadstoffgeprüften Materialien<br />
hergestellt wurde. Alle Produkte<br />
sind industriewäschetauglich<br />
gemäß ISO 15797 und können<br />
laut BP auf Wunsch auch individuell<br />
veredelt werden.<br />
www.bp-online.com<br />
9
schwerpunkt<br />
1·26<br />
DBL<br />
Outfits, die Mitarbeiter und<br />
Produkte schützen, sind in der<br />
Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />
ein Muss. Die Deutsche<br />
Berufskleider-Leasing GmbH<br />
(DBL) aus Zirndorf bietet als<br />
Textildienstleister solche Bekleidungslösungen<br />
und unterstützt<br />
Unternehmen bei der Umsetzung<br />
ihrer <strong>Hygiene</strong>konzepte.<br />
Robust und pflegeleicht: T-Shirts,<br />
Piqué-Polo-Shirts und Sweatshirts<br />
von STRAUSS e.s.industry.<br />
Strapazierfähig, bequem und<br />
auch nach hygienischer Aufbereitung<br />
und etlichen Waschgängen<br />
stabil in Form und Farbe:<br />
Die neuen Shirts „e.s.industry“<br />
von Markenhersteller STRAUSS<br />
(Biebergemünd) sind ab sofort<br />
im Mietservice der DBL erhältlich<br />
und bereit für den Einsatz<br />
in der Lebensmittel-/Getränkeindustrie<br />
und der<br />
Gastronomie.<br />
Bei den aktuellen<br />
T-Shirts,<br />
Piqué-Polo-Shirts<br />
und Sweatshirts<br />
e.s.industry stehen<br />
Robustheit und<br />
Pflegeleichtigkeit<br />
im Fokus. Doch<br />
dabei kommen<br />
laut DBL Style und<br />
Tragekomfort der<br />
Neuheiten nicht<br />
zu kurz: Sportliche Schnitte und<br />
jeweils sieben Farben bei allen<br />
Modellen bilden eine optimale<br />
Basis für verschiedene Team-<br />
Kombinationen. Zudem bietet<br />
das reduzierte Design große<br />
Flächen für die individuelle Veredelung<br />
mit großen Prints oder<br />
edlen Stickereien. Hier bestehen<br />
dank des strapazierfähigen<br />
Materials vielseitige und flexible<br />
Möglichkeiten zur Aufbringung<br />
z.B. von firmeneigenen Logos.<br />
Die STRAUSS Artikel überzeugen<br />
auch durch Komfort. Der<br />
Baumwoll-Anteil von 50 % bei<br />
den Sweatshirts und 60 % bei<br />
den Kurzarm-Varianten sorgt<br />
laut Hersteller für ein angenehmes,<br />
weiches Tragegefühl.<br />
Gerade für Jobs, die körperlich<br />
viel abverlangen, während das<br />
Erscheinungsbild immer tipptopp<br />
sein muss, ist das neue<br />
Piqué-Polo-Shirt e.s.industry<br />
gedacht: Die netzartige Struktur<br />
von Piqué sieht elegant aus<br />
und sorgt für permanenten<br />
Luftaustausch und einen kühlenden<br />
Effekt.<br />
Die beliebte Marke STRAUSS<br />
mit dem prägnanten Logo und<br />
der bundesweit agierende DBL-<br />
Verbund sind seit 2022 offizielle<br />
Partner. Der textile Mietdienstleister<br />
sorgt mit zertifizierten<br />
Waschverfahren dafür, dass<br />
T-Shirts, Piqué-Polo-Shirts und<br />
Sweatshirts stets hygienisch<br />
aufbereitet sind.<br />
www.dbl.de<br />
Ob Sweat- oder T-Shirt: Hygienische Aufbereitung<br />
der Kleidung ist im Mietservice inklusive. Fotos: DBL<br />
HAKRO<br />
Für die HAKRO GmbH<br />
(Schrozberg) als Anbieter von<br />
Corporate Wear und besonders<br />
haltbarer Arbeitsbekleidung ist<br />
Qualität „Ehrensache“. Der Anspruch<br />
des Familienunternehmens<br />
aus Baden-Württemberg<br />
ist nach Firmenangaben in jeder<br />
Faser spürbar; darauf vertrauten<br />
viele Unternehmen und Teams<br />
seit über 50 Jahren.<br />
Mit über 176 verschiedenen<br />
Modellen, 36 verschiedenen<br />
Farben und einer Größenvielfalt<br />
von 2XS bis 6XL bietet HAKRO<br />
ein breites Sortiment für unterschiedliche<br />
Einsatzbereiche,<br />
darunter auch für den Bereich<br />
der Lebensmittelproduktion.<br />
Die Linie WORK PERFORMANCE<br />
umfasst Polo- und T-Shirts …<br />
Die Kollektionslinie WORK<br />
PERFORMANCE richtet sich an<br />
all diejenigen, die im Arbeitsalltag<br />
auf hohe Strapazierfähigkeit<br />
und ein angenehmes Tragegefühl<br />
setzen. Alle Modelle aus<br />
MIKRALINAR sowie sämtliche<br />
Performance-Hosen sind für die<br />
gewerbliche Wäsche geeignet.<br />
Für hygienesensible Bereiche<br />
ist die Eignung für häufiges<br />
Waschen unter industriellen<br />
Bedingungen ebenso entscheidend<br />
wie die Einhaltung der<br />
HACCP-Richtlinien.<br />
Pflegeleichte Materialien, hohe<br />
Formstabilität und langlebige<br />
… ebenso wie strapazierfähige<br />
Sweatshirts und Hosen. Fotos: Hakro<br />
Verarbeitung sorgen dafür, dass<br />
die Berufskleidung auch bei<br />
häufigem Waschen zuverlässig<br />
einsetzbar bleibt.<br />
www.hakro.com<br />
DIN 10524: Risiko-<br />
Klasse 1, 2 oder 3?<br />
Die DIN 10524 konkretisiert<br />
die gesetzlichen Anforderun gen<br />
hinsichtlich geeigneter Arbeitsbekleidung<br />
in Lebensmittelbetrieben<br />
mit drei Risikoklassen:<br />
Risikoklasse 1, Geringes<br />
Hygie nerisiko: Diese Arbeitskleidung<br />
wird genutzt, sofern<br />
geringe Anforderungen an die<br />
Schutzfunktion bestehen, z.B.<br />
wenn nicht leicht verderbliche<br />
Lebensmittel verarbeitet oder<br />
Zutaten gewaschen werden.<br />
Risikoklasse 2, Hohes <strong>Hygiene</strong>risiko:<br />
Bei hohen Anforderungen<br />
an die Schutzfunktion<br />
steht diese Klasse für den<br />
Umgang mit unverpackten und<br />
leicht verderblichen Lebensmitteln<br />
oder Zutaten, die nicht<br />
weiterverarbeitet werden und<br />
sich Mikroorganismen darin<br />
oder daran ausbreiten können.<br />
Risikoklasse 3, Höchstes <strong>Hygiene</strong>risiko:<br />
Erfordert sehr hohe<br />
Schutzfunktion der Arbeitskleidung<br />
für den Umgang mit<br />
unverpackten, verzehrfertigen<br />
und sehr leicht verderblichen<br />
Lebensmitteln und Zutaten, die<br />
nicht mehr erhitzt werden.<br />
10 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
UVC-Strahlung<br />
Anzeige<br />
Hoenle UV-C Desinfektion: Lösungen mit validierter Wirksamkeit<br />
Alexander Frisch über das Rebranding und das erfolgreiche Technologie-Portfolio für Lebensmittelunternehmen<br />
Von der Lebensmittel- und Getränkeproduktion<br />
über HealthCare bis hin zu ultrareinen<br />
Halbleiterprozessen – Hoenle bietet UV-C-Systemlösungen<br />
für die Desinfektion von Wasser,<br />
Luft und Oberflächen über alle relevanten<br />
Log-Stufen hinweg. Ein besonderer Fokus liegt<br />
dabei auf der praxisnahen Validierung der<br />
Wirksamkeit, die für belastbare <strong>Hygiene</strong>konzepte<br />
zunehmend an Bedeutung gewinnt.<br />
Rebranding: Schritt zu integrierten Lösungen<br />
Seit der Umfirmierung zur Marke Hoenle im<br />
September 2025 positioniert sich die Business<br />
Unit Disinfection als zentraler Anbieter<br />
integrierter UV-C-Desinfektionslösungen.<br />
Das Portfolio deckt<br />
heute sämtliche Log-Stufenreduktionen<br />
von 1 bis 7 ab und vereint<br />
unterschiedliche Technologien,<br />
Serviceleistungen und Validierungsangebote<br />
unter einer Marke.<br />
Im Gespräch zieht Alexander<br />
Frisch, Leiter der Business Unit,<br />
ein erstes Fazit: „Das Rebranding<br />
war ein konsequenter Schritt.<br />
Für unsere Kunden ist jetzt klar<br />
erkennbar, dass wir als integrierter<br />
Anbieter auftreten – über alle Log-<br />
Stufen hinweg und mit einem einheitlichen<br />
Qualitäts- und Validierungsverständnis. Gerade<br />
bei komplexen Desinfektionsanforderungen<br />
schafft das Transparenz und Sicherheit.“ Die<br />
Zusammenführung zuvor getrennter Marken<br />
vereinfacht den Zugang zu ganzheitlichen Sys -<br />
temlösungen und macht die technische Expertise<br />
für Anwender klarer und besser nutzbar.<br />
Alexander Frisch.<br />
Breites Portfolio mit Fokus Prozesssicherheit<br />
Hoenle entwickelt und liefert UV-C-Lösungen<br />
für unterschiedlichste Industrien, darunter die<br />
Lebensmittel- und Getränkeproduktion, die<br />
Fleischverarbeitung, Pharma- und Halbleiteranwendungen<br />
sowie die Kosmetikproduktion.<br />
Ergänzend ist Hoenle seit vielen Jahren<br />
ein verlässlicher Technologiepartner führender<br />
OEMs, die UV-Systeme und -Komponenten in<br />
industrielle Anlagen verschiedener Branchen<br />
integrieren.<br />
„Im Service profitieren Kunden von einer „Im<br />
Service profitieren Kunden von einer weltweit<br />
einheitlichen und enger verzahnten Serviceorganisation.<br />
In der technischen Betreuung sind<br />
unsere Vertriebsmitarbeitenden inzwischen auf<br />
das gesamte Portfolio geschult. So erhalten<br />
Kunden unabhängig vom Ansprechpartner<br />
eine konsistente Beratung – über alle Log-Stufen<br />
hinweg und über sämtliche Technologien<br />
wie Niederdruck, Mitteldruck, Blitzlampen,<br />
LED sowie Bioindikatoren und die Leistungen<br />
unseres Labors in Frankreich. Zusätzlich<br />
planen wir den Aufbau eines Trainingscenters<br />
für Kunden.“ Ziel ist es, Desinfektionsprozesse<br />
nicht isoliert zu betrachten, sondern<br />
als integralen Bestandteil<br />
eines validierten <strong>Hygiene</strong>konzepts<br />
umzusetzen.<br />
Technologieportfolio für jede Anwendung<br />
Hoenle bietet alle gängigen UV-C-Technologien<br />
für Wasser, Luft und Oberflächen:<br />
• Niederdrucklampen & -systeme:<br />
Log-Reduktionen von 1 bis 3 für kontinuierliche<br />
Anwendungen<br />
• Mitteldrucklampen & -systeme:<br />
Log-Reduktionen von 3 bis 4 bei<br />
höheren Durchflussraten<br />
• Blitzlicht / Pulsed Light: besonders<br />
schnelle Oberflächendesinfektion<br />
bis zu Log 7<br />
• LED-Systeme: energieeffizient<br />
und flexibel für ausgewählte<br />
Einsatzbereiche<br />
• Bioindikatoren & Labordienstleistungen:<br />
Validierung und<br />
Monitoring von Desinfektionsprozessen<br />
Während die Auswahl der<br />
passenden UV-C-Technologie anwendungsspezifisch<br />
erfolgt, rückt<br />
die Frage der nachweisbaren Wirksamkeit im<br />
realen Betrieb weiter in den Fokus.<br />
Validierte Wirksamkeit als wichtiger Mehrwert<br />
Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal von<br />
Hoenle ist die zeitnahe mikrobiologische Vali -<br />
dierung von UV-C-Anwendungen. Über das<br />
firmeneigene Labor in Frankreich können mikrobiologische<br />
Belastungen unter praxisnahen<br />
Bedingungen kurzfristig getestet werden. Die<br />
Ergebnisse fließen direkt in die Systemauslegung<br />
oder -optimierung ein. Frisch: „Viele UV-<br />
C-Lösungen lassen sich nur indirekt bewerten.<br />
Für Betreiber ist es jedoch entscheidend zu<br />
wissen, ob die gewünschte Reduktion unter<br />
rea len Prozessbedingungen tatsächlich<br />
erreicht wird. Wir liefern nicht nur leistungsfähige<br />
Geräte, sondern auch belast ba re Wirksamkeitsnachweise<br />
– und das in kurzer Zeit.“<br />
Ergänzend kommen patentierte Bioindikatoren<br />
zum Einsatz, die eine Überprüfung der<br />
UV-Wirksamkeit direkt im laufenden Prozess<br />
ermöglichen. Damit wird die Desinfektionsleistung<br />
nicht theoretisch berechnet, sondern<br />
praktisch validiert – ein Ansatz, der insbesondere<br />
bei auditsensiblen<br />
Anwendungen einen<br />
großen Mehrwert<br />
bietet.<br />
Anwendungen für viele Branchen<br />
Systemlösungen von Hoenle kommen in vielen<br />
hygienekritischen Bereichen zum Einsatz:<br />
• Lebensmittel & Getränke: z. B. Molkereien,<br />
Fleischverarbeitung, Bäckereien – Absicherung<br />
von Produktionslinien und Oberflächen<br />
• Pharma & Healthcare: Einhaltung strengster<br />
Reinheits- und Qualitätsanforderungen<br />
• Halbleiterindustrie: sichere Wasserdesinfektion<br />
und TOC-Reduktion bis unter 1 ppb<br />
• OEM-Partnerschaften: Integration von UV-<br />
C-Systemen und -Komponenten in industrielle<br />
Anlagen zur Desinfektion von Medien, Bauteilen<br />
und Oberflächen<br />
Gebündelte Kompetenzen gewinnen Effizienz<br />
Die Zusammenführung der bisherigen Marken<br />
zu einer zentralen Einheit optimiert auch<br />
die Projektabwicklung: „Durch die Bündelung<br />
unserer Kompetenzen können Projekte<br />
heute ganzheitlicher betreut werden. Kunden<br />
erhalten Technik, Service und Validierung<br />
aus einer Hand – besonders bei komplexen<br />
Anwendungen ein klarer Vorteil.“ Dies führt<br />
zu kürzeren Entscheidungswegen, klaren<br />
Verantwortlichkeiten und konsistenter Qualität<br />
von der Planung bis zum Betrieb.<br />
Kontinuität, Qualität und Mitarbeiterintegration<br />
Um die technische und hygienische Qualität<br />
langfristig sicherzustellen, setzt Hoenle auf<br />
standortübergreifende Schulungen, systematischen<br />
Know-how-Transfer und einheitliche<br />
Qualitätsstandards. „Die Umstellung war auch<br />
intern ein wichtiger Schritt. Heute profitieren<br />
wir von einem gemeinsamen Qualitätsverständnis<br />
über alle Standorte hinweg – ob in<br />
Österreich, Frankreich oder München.“<br />
Fazit<br />
UV-C-Desinfektion ist heute mehr als der<br />
Einsatz leistungsfähiger Technik. Entscheidend<br />
ist, ob die gewünschte mikrobiologische<br />
Reduktion unter realen Betriebsbedingungen<br />
nachweislich erreicht wird. Mit der Kombination<br />
aus erstklassigen UV-C-Systemen,<br />
integrierten Serviceleistungen und zeitnaher<br />
Laborvalidierung bietet Hoenle weltweit einen<br />
Ansatz, der UV-C-Technologie belastbar in<br />
moderne <strong>Hygiene</strong>konzepte integriert.<br />
Hoenle UV Disinfection Austria GmbH<br />
Markt 384<br />
A-5570 Mauterndorf<br />
www.hoenle.com<br />
11
wissenschaft<br />
1·26<br />
Katrin Tränkle, Dr. Carmen Breitling-Utzmann<br />
Schwefeldioxid, Käfer und Acrylamid – was<br />
sich in getrockneten Früchten so alles findet<br />
CVUA Stuttgart: Tests belegen Gespinste in Datteln bis zu diversen Zusatzstoffen<br />
Ob als Snack bei einer langen anstrengenden Wanderung, als Topping von Müsli und Bowls oder als Zutat beim Backen<br />
– Trockenobst ist lange haltbar und vielseitig einsetzbar. Auch bei der großen Auswahl an Fruchtarten ist für jeden etwas<br />
dabei. Ein neuer Trend der Haltbarmachung von Früchten ist das Gefriertrocken, das auch empfindliche Obstarten, wie<br />
zum Beispiel die Erdbeere noch lange genießbar macht. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart<br />
untersucht regelmäßig getrocknete Früchte auf Verderbnisparameter wie Fraßschäden, Lebensmittelzusatzstoffe wie Schwefeldioxid<br />
und Kontaminanten wie Acrylamid. Was sie in der Vergangenheit so alles entdeckt haben, schildern die Lebensmittelchemikerinnen<br />
Katrin Tränkle und Dr. Carmen Breitling-Utzmann vom CVUA im folgenden Bericht.<br />
Warenkunde<br />
Zu den bekanntesten Trockenobstarten<br />
zählen vermutlich<br />
die Rosine und die Aprikose,<br />
da diese nicht nur pur verzehrt<br />
werden, sondern auch als Zutaten<br />
beim Backen Anwendung<br />
finden. Als Trockenobst eignen<br />
sich unter anderem auch Äpfel,<br />
Cranberries, Datteln, Feigen,<br />
Mangos und Pflaumen. Im<br />
Wirtschaftsjahr 2023/24 wurden<br />
110.000 Tonnen Trockenobst<br />
in Deutschland verbraucht,<br />
das sind immerhin 1,3 kg pro<br />
Einwohner [1].<br />
Das Trocknen bzw. Dörren ist<br />
eine der ältesten Konservierungsarten.<br />
Hierbei werden die<br />
Früchte langsam bei geringer<br />
Wärmezufuhr zum Beispiel in<br />
der Sonne oder in einem Backofen<br />
getrocknet. Dabei sinkt der<br />
Wassergehalt in den Früchten<br />
auf 10 bis 30 Prozent ab. Dies<br />
führt zu einem Anstieg der Zucker-<br />
und Aromastoffkonzentration<br />
und damit auch zu einem<br />
intensiveren Geschmack. Beim<br />
schonenden Trocknungsvorgang<br />
bleibt ein Großteil der im Obst<br />
enthaltenen Vitamine enthalten.<br />
Das empfindliche Vita min C<br />
geht allerdings größtenteils<br />
verloren und Vitamin B1 kann<br />
bei geschwefelten Früchten<br />
schnell abgebaut werden. Andere<br />
Vitamine und Mineralstoffe<br />
sind durch den Wasserentzug<br />
in höheren Konzentrationen als<br />
in frischem Obst enthalten. Dies<br />
gilt auch für<br />
den natürlich<br />
in den<br />
Früchten<br />
vorkommenden<br />
Fruchtzucker<br />
und<br />
die Ballaststoffe.<br />
Vermehrt im<br />
Supermarktregal<br />
werden<br />
nun auch<br />
gefriergetrocknete<br />
Früchte<br />
an geboten.<br />
Diese wirken<br />
mit ihrer<br />
bunten Auf -<br />
machung besonders ansprechend.<br />
Für die Trocknung<br />
werden die Früchte in eine<br />
beliebige Form geschnitten<br />
und mittels eines aufwendigen<br />
Verfahrens getrocknet. Hierfür<br />
werden die Früchte zunächst<br />
tiefgefroren und das enthaltene<br />
Wasser anschließend in einer<br />
Vakuumkammer sublimiert. Das<br />
Verfahren benötigt viel Energie<br />
und ist mit hohen Kosten verbunden,<br />
was häufig auch dem<br />
Preisschild am Supermarktregal<br />
Abb.1: eine Auswahl getrockneter und gefriergetrockneter<br />
Früchte; von oben im Uhrzeigersinn Pflaumen, Blaubeeren,<br />
Datteln, Feigen, gefriergetrocknete Feigen, Ananas, Mango<br />
und frittierte Bananenchips; in der Mitte: Goji-Beeren.<br />
deutlich zu entnehmen ist. Die<br />
gefriergetrockneten Früchte<br />
enthalten kein Wasser mehr,<br />
weshalb sie sehr knusprig und<br />
leicht sind. Der spezifische<br />
Geschmack der Frucht bleibt<br />
erhalten.<br />
Untersuchungsparameter<br />
Haltbarmachung durch Schwefeldioxid<br />
Bei der Herstellung von Trockenfrüchten<br />
finden u.a. auch<br />
die Lebensmittelzusatzstoffe<br />
E 220 bis E 228 Anwendung,<br />
dabei handelt es sich um<br />
Schwefeldioxid und seine<br />
Verbindungen. Die Zugabe von<br />
Schwefeldioxid hat nicht nur<br />
eine konservierende Wirkung,<br />
sondern verhindert auch das<br />
Braunwerden heller Früchte,<br />
wie zum Beispiel der Aprikose.<br />
Im Zutatenverzeichnis muss<br />
der Lebensmittelzusatzstoff mit<br />
seiner Funktionsklasse, zum<br />
Beispiel als Antioxidationsmittel,<br />
aufgeführt werden.<br />
Zudem kann Schwefeldioxid<br />
bei reizempfindlichen Personen<br />
eine Allergie-ähnliche Reaktion,<br />
sogenannte pseudoallergische<br />
Reaktionen wie Atemnot oder<br />
Husten hervorrufen und zählt<br />
deshalb zu den Stoffen, die<br />
Unverträglichkeiten auslösen<br />
können. Daher muss Schwefeldioxid<br />
ab einer Menge von<br />
10 mg/kg Lebensmittel im<br />
Zutatenverzeichnis durch ein<br />
geeignetes Mittel, wie zum<br />
Beispiel Fettdruck, von den<br />
12 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
wissenschaft<br />
anderen Zutaten hervorgehoben<br />
werden [2]. Bei offen angebotenen<br />
Lebensmitteln, sogenannte<br />
lose Ware, muss ein entsprechender<br />
Hinweis auf diesen<br />
Zusatzstoff vorhanden sein, wie<br />
zum Beispiel „geschwefelt“.<br />
In Bio-Trockenfrüchten ist die<br />
Verwendung von Schwefeldioxid<br />
oder seiner Verbindungen nicht<br />
erlaubt [3, 4].<br />
Unabhängig von der Unverträglichkeit<br />
von Schwefeldioxid<br />
sollte auch die Wirkung bei der<br />
Aufnahme von Vitamin B1 (Thiamin)<br />
beachtet werden. Schwefeldioxid<br />
führt zu schnellem Abbau<br />
von Vitamin B1 und kann<br />
daher auch die Aufnahme von<br />
Vitamin B1 im Körper verringern<br />
[5]. Vitamin B1 stellt ein essentielles<br />
Vitamin dar und ist eine<br />
Schlüsselsubstanz des Kohlenhydratstoffwechsels.<br />
Die Speicherkapazität<br />
im menschlichen<br />
Körper ist relativ gering und eine<br />
dauerhafte Unterversorgung<br />
kann sogar zu neurologischen<br />
Krankheitserscheinungen (sog.<br />
Beriberi-Krankheit) führen.<br />
Die Verwendung von Schwefeldioxid<br />
in Lebensmitteln ist<br />
daher streng reguliert und nur<br />
für wenige Lebensmittel unter<br />
Einhaltung von bestimmten<br />
Höchstmengen zugelassen.<br />
Lebensmitteln, die besonders<br />
reich an Vitamin B1 sind, wie<br />
zum Beispiel Vollkornprodukte,<br />
Hülsenfrüchte oder Fleisch, darf<br />
Schwefeldioxid<br />
daher<br />
meist nicht<br />
zugesetzt<br />
werden [6].<br />
Gefriergetrocknetes<br />
Obst wird<br />
üblicherweise<br />
nicht<br />
geschwefelt,<br />
da bereits<br />
durch die<br />
schonende<br />
Verarbeitung<br />
und der Abwesenheit von Wasser<br />
eine ausreichende Konservierung<br />
vorliegt und<br />
eine ggf. unerwünschte<br />
Bräunung<br />
verhindert wird.<br />
Abb.2: Getrocknete Aprikosen, links geschwefelt, rechts<br />
ungeschwefelt. Fotos: Jael Diaz dos Santos, CVUA Stuttgart<br />
Zur Überprüfung der<br />
Kennzeichnung des<br />
Schwefeldioxid-Zusatzes<br />
und zur Überprüfung<br />
der Höchstmengen<br />
wurden in<br />
den Jahren 2020<br />
bis 2025 insgesamt<br />
184 Trockenfrüchte<br />
auf den Gehalt<br />
an Schwefeldioxid<br />
untersucht. Erfreulicherweise<br />
gab es<br />
nur wenig Beanstandungen.<br />
Bei 10 Proben<br />
(5,4 %) fehlte<br />
eine entsprechende<br />
Hervorhebung in der<br />
Kennzeichnung und<br />
nur bei drei Proben<br />
(1,6 %) wurde die<br />
zulässige Höchstmenge<br />
gesichert<br />
überschritten. Die<br />
vorgeschriebenen<br />
Höchstmengen variieren<br />
zwischen den<br />
Fruchtarten von<br />
500 mg/kg bis 2000 mg/kg [6].<br />
Bakterielle und pilzliche Erreger<br />
sowie Schädlinge<br />
Einige Früchte werden in<br />
südlicheren Ländern für die<br />
Trockenobstherstellung teilweise<br />
noch an der Luft in der Sonne<br />
getrocknet, weshalb das CVUA<br />
mit Hilfe der mikrobiologischen<br />
Untersuchung überprüft, ob die<br />
Konservierung durch Trocknung<br />
und ggf. Schwefelung ausreichend<br />
ist. Auch wurde getestet,<br />
ob die Wachstumsbedingungen<br />
für die Mikroorganismen<br />
während des Prozesses der<br />
Gefriertrocknung ausreichend<br />
erschwert wurden. Hier gibt es<br />
gute Nachrichten, hinsichtlich<br />
der mikrobiologischen Untersuchung<br />
waren alle 28 stichprobenartig<br />
in den Jahren 2020<br />
bis 2025 untersuchten Proben<br />
unauffällig.<br />
Bei der Untersuchung auf<br />
Schädlingsbefall war dies nicht<br />
immer der Fall, besonders in<br />
Datteln sind immer wieder<br />
Fraßschäden, Gespinste und<br />
Insekten vorzufinden. Dies ist<br />
bei Datteln mit Stein gehäufter<br />
vorzufinden. Bei getrockneten<br />
Früchten handelt es sich um<br />
ein sehr naturnahes Erzeugnis,<br />
welches nur wenige Herstellungsschritte<br />
aufweist. Bei nicht<br />
entsteinten Früchten entfällt<br />
zusätzlich die Begutachtung der<br />
Früchte im Inneren während<br />
der Verarbeitung, weshalb<br />
vermutlich die kleinen Eintrittsstellen<br />
der Insekten weniger<br />
auffallen. Die Insekten können<br />
zum Zeitpunkt der Ernte bereits<br />
ihre Eier in die Frucht abgelegt<br />
haben, welche mit der Zeit<br />
zu Larven und Käfern heranwachsen,<br />
die schließlich für die<br />
Gespinste sorgen.<br />
Tabelle: Acrylamid-Gehalte in µg/kg in ausgewählten Trockenfrüchten. Für die Auswertung<br />
wurden die Jahre 2018 bis Mitte 2025 herangezogen. Der Median gibt den mittleren<br />
Acrylamid-Gehalt in den Erzeugnissen wieder. n.b. = kleiner Bestimmungsgrenze von<br />
10 µg/kg. Quelle: CVUA Stuttgart<br />
Die Leitsätze für Obsterzeugnisse,<br />
welche die Verbrauchererwartung<br />
darstellen, lassen hier<br />
eine gewisse Fehlertoleranz zu.<br />
Demnach dürfen bei 100 Datteln<br />
maximal 8 Datteln Schäden<br />
durch Insekten aufweisen und<br />
13
wissenschaft<br />
1·26<br />
eine Gesamtfehlermenge von<br />
12 Stück enthalten. Andere<br />
Fehler sind u.a. Verfärbung,<br />
Schimmelbefall oder unreife<br />
Früchte [7].<br />
Stark mit Insekten verunreinigte<br />
Datteln sind glücklicherweise<br />
nur selten vorzufinden. Bei den<br />
Untersuchungen des CVUA war<br />
ca. jede zwanzigste Probe Datteln,<br />
die in den letzten fünf Jahren<br />
untersucht wurde, betroffen.<br />
Der Großteil (98,9 %) der in den<br />
letzten drei Jahren insgesamt<br />
untersuchten Trockenfrüchte<br />
war frei von Schädlingen.<br />
Prozesskontaminant Acrylamid<br />
Der herstellungsbedingte<br />
Kontaminant Acrylamid bildet<br />
sich, wenn die in Lebensmitteln<br />
natürlich vorkommende freie<br />
Aminosäure Asparagin mit reduzierenden<br />
Zuckern, wie Glucose<br />
oder Fructose, bei Temperaturen<br />
über 120 °C und geringem<br />
Wassergehalt reagiert. Diese<br />
Bedingungen herrschen zum<br />
Beispiel beim Backen, Frittieren<br />
oder Rösten von Lebensmitteln.<br />
Acrylamid steht im Verdacht,<br />
das Erbgut zu verändern und<br />
das Krebsrisiko zu erhöhen (vgl.<br />
blauen Info-Kasten unten).<br />
Abb.3: Vergleich der Acrylamid-Gehalte in µg/kg in Trockenfrüchten aus Steinobst.<br />
Grafik: CVUA Stuttgart<br />
Früchte werden zwar in der<br />
Regel bei Temperaturen unter<br />
100 °C getrocknet, der dabei<br />
erreichte niedrige Wassergehalt<br />
und eine längere Temperatureinwirkung<br />
können jedoch<br />
auch die Acrylamid-Bildung<br />
fördern.<br />
Um zu überprüfen, wie es mit<br />
dem Acrylamid-Gehalt in Trockenfrüchten<br />
aussieht, hat das<br />
CVUA Stuttgart von 2018<br />
bis Mitte 2025 insgesamt<br />
335 Proben Trockenfrüchte auf<br />
Acrylamid untersucht (siehe Tabelle<br />
vorige Seite). Für Trockenfrüchte<br />
wurde bislang noch kein<br />
Richtwert in der EU-Acrylamid-<br />
Verordnung festgelegt [8].<br />
Hinweis: bei Bananenchips handelt<br />
es sich nicht um getrocknete<br />
Bananen, sondern um<br />
frittierte Bananenscheiben! Sie<br />
enthalten neben einem nicht<br />
unerheblichen Fettanteil auch<br />
deutlich mehr Acrylamid als<br />
getrocknete Bananenstücke.<br />
Erfreulicherweise konnte in<br />
getrockneten Beeren wie Blaubeeren,<br />
Himbeeren, Erdbeeren,<br />
Weinbeeren (Rosinen) oder<br />
Johannisbeeren gar kein Acrylamid<br />
nachgewiesen werden.<br />
Cranberries und Goji-Beeren<br />
enthielten mit durchschnittlich<br />
5 bzw. 47 µg/kg nur moderate<br />
Mengen an Acrylamid. Auch<br />
in getrocknetem Kernobst wie<br />
Apfelringen oder in exotischen<br />
Früchten wie Ananas, Mango<br />
oder Kaki war kaum Acrylamid<br />
nachweisbar, hier stach nur<br />
eine Probe sehr dunkel<br />
getrockneter Birnen mit<br />
135 µg/kg heraus.<br />
Etwas anders sieht es dagegen<br />
bei getrocknetem Steinobst<br />
aus, wie zum Beispiel Aprikosen,<br />
Pflaumen oder Datteln.<br />
Während getrocknete Kirschen<br />
und geschwefelte Aprikosen<br />
höchstens Spuren an Acrylamid<br />
enthielten, lag der Gehalt bei<br />
getrockneten, ungeschwefelten<br />
Aprikosen mit durchschnittlich<br />
Acrylamid – ein unerwünschter herstellungsbedingter Kontaminant<br />
Im Jahr 2002 berichteten schwedische<br />
Wissenschaftler erstmals über den Nachweis<br />
von Acrylamid in Lebensmitteln.<br />
Weitergehende Untersuchungen haben<br />
gezeigt, dass sich Acrylamid v.a. in stärkehaltigen<br />
Lebensmitteln bildet, die trocken<br />
erhitzt werden, also z.B. beim Backen,<br />
Rösten und Frittieren von Lebensmitteln.<br />
Acrylamid erhöht im Tierversuch die<br />
Wahrscheinlichkeit für Erbgutveränderungen<br />
und das Auftreten von Tumoren.<br />
Epi de mio logische Untersuchungen haben<br />
bislang noch keinen direkten Zusammenhang<br />
zwischen Acrylamid in unserer<br />
Nahrung und dem Auftreten verschiedener<br />
Krebsarten nachweisen können.<br />
Allerdings ist nach toxikologischen<br />
Berechnungen der Abstand zwischen der<br />
Aufnahme durch die Ernährung und einer<br />
im Tierversuch als gesundheitsschädlich<br />
festgestellten Acrylamid-Dosis zu gering,<br />
um ein Gesundheitsrisiko für den Menschen<br />
auszuschließen [9].<br />
Solange das Risiko durch Acrylamid in<br />
Lebensmitteln nicht abschließend geklärt<br />
ist, gilt das „ALARA“-Prinzip (as low as reasonably<br />
achievable): Lebensmittel sollten<br />
so hergestellt werden, dass der Gehalt an<br />
Acrylamid so niedrig wie möglich ist.<br />
Seit 2018 gelten für Lebensmittel, die<br />
besonders für die Acrylamid-Bildung anfällig<br />
sind, wie z.B. Kaffee, Chips, Cracker<br />
oder Pommes frites, EU-weit gesetzlich<br />
festgelegte Richtwerte, die in der Verordnung<br />
(EU) 2017/2158 (EU-Acrylamid-Verordnung)<br />
gemeinsam mit entsprechenden<br />
Minimierungsmaßnahmen veröffentlicht<br />
wurden [8].<br />
Weiterführende Informationen zum Thema<br />
Acrylamid finden sich in einem Übersichtsartikel<br />
zu Acrylamid unter:<br />
https://www.cvuas.de/pub/beitrag.<br />
asp?subid=0&Thema_ID=2&ID=381<br />
… sowie in dem Internetbeitrag „5 Jahre<br />
EU-Acrylamid-Verordnung – Alles gut?“<br />
unter: https://www.cvuas.de/pub/beitrag.<br />
asp?subid=1&Thema_ID=2&ID=3941<br />
14 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
wissenschaft<br />
57 µg/kg deutlich höher (siehe<br />
Abbildung 3). Hier unterdrückt<br />
die Konservierung der Aprikosen<br />
mit Schwefeldioxid nicht<br />
nur das Braunwerden der<br />
Früchte, sondern auch die<br />
Acrylamid-Bildung.<br />
Bei Datteln sortenabhängig<br />
Interessanterweise scheint bei<br />
Datteln der Acrylamid-Gehalt<br />
von der Sorte abzuhängen<br />
(siehe Abbildung 3). Während<br />
in hellbraunen Deglet Nour Datteln<br />
einen mittleren Gehalt von<br />
lediglich 13 µg/kg gemessen<br />
wurden, enthielten die dunkelbraunen<br />
und sehr aromatischen<br />
Medjoul bzw. Khudri Datteln<br />
durchschnittlich 242 µg/kg bzw.<br />
sogar 416 µg/kg Acrylamid. Dies<br />
liegt vermutlich unter anderem<br />
daran, dass zum Beispiel Medjoul<br />
Datteln einen deutlich höheren<br />
Gehalt an reduzierenden<br />
Zuckern enthalten als Deglet<br />
Nour Datteln. Reduzierende<br />
Zucker fördern die Acrylamid-<br />
Bildung sehr stark.<br />
Auch der gerne als alternatives<br />
süßendes Lebensmittel verwendete<br />
Dattelsirup kann folglich<br />
erhebliche Mengen an Acrylamid<br />
aufweisen, in 9 im Jahr<br />
2025 untersuchten Proben<br />
haben die Fachleute am CVUA<br />
Stuttgart einen mittleren Gehalt<br />
von 467 µg/kg Acrylamid gemessen.<br />
Neben Acrylamid kann bei der<br />
Herstellung von Trockenfrüchten<br />
auch der herstellungsbedingte<br />
Kontaminant 5-Hydroxy -<br />
methylfurfural (5-HMF) entstehen.<br />
Genauere Infos dazu fin -<br />
den sich im Internetbeitrag<br />
„Hy droxymethylfurfural (5-HMF)<br />
in getrockneten Früchten – ein<br />
Problem?“: https://www.ua-bw.<br />
de/pub/beitrag.asp?subid=<br />
1&Thema_ID=2&ID=4261<br />
Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt<br />
Stuttgart<br />
Schaflandstraße 3/2<br />
D-70736 Fellbach<br />
www.cvuas.de<br />
Quellenangaben:<br />
[1] Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Versorgungsbilanzen<br />
Obst, Gemüse, Zitrusfrüchte, Schalen und Trockenobst, zuletzt<br />
abgerufen am 06.08.2025<br />
[2] Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des<br />
Rates vom 25. Oktober 2011 betreffend die Information der Verbraucher über<br />
Lebensmittel, konsolidierte Version vom 01.04.2025<br />
[3] Verordnung (EU) 2018/848 des Europäischen Parlaments und des Rates<br />
vom 30. Mai 2018 über die ökologische/biologische Produktion und die<br />
Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen<br />
[4] Durchführungsverordnung (EU) 2021/1165 der Kommission vom 15. Juli<br />
2021 über die Zulassung bestimmter Erzeugnisse und Stoffe zur Verwendung<br />
in der ökologischen/biologischen Produktion und zur Erstellung entsprechender<br />
Verzeichnisse, konsolidierte Version vom 15.06.2025<br />
[5] Belitz, Grosch, Schieberle (2001): Lehrbuch der Lebensmittelchemie,<br />
Springer-Verlag, Heidelberg<br />
[6] Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des<br />
Rates über Lebensmittelzusatzstoff, konsolidierte Version vom 23.04.2025<br />
[7] Leitsätze für Obsterzeugnisse des Deutschen Lebensmittelbuches in der<br />
Neufassung vom 5. April 2022 (BAnz. AT 09.06.2022 B1, GMBl. Nr. 20–21<br />
S. 470 vom 23.06.2022)<br />
[8] Verordnung (EU) 2017/2158 zur Festlegung von Minimierungsmaßnahmen<br />
und Richtwerten für die Senkung des Acrylamidgehalts in Lebensmitteln;<br />
Amtsblatt der Europäischen Union, L 304/24 vom 21.11.2017<br />
[9] EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM). Scientific<br />
Opinion on Acrylamide in Food. (2015) EFSA Journal 13(6): 4104–4424,<br />
doi:10.2903/j.efsa.2015.4104<br />
Neue Infrarotspektroskopie-Methode<br />
zur Unterscheidung von Salmonellen<br />
FTIR am CVUA Stuttgart validiert und nun im Einsatz<br />
Salmonellen gehören zu<br />
den bekanntesten Krankheitserregern,<br />
die über den<br />
Verzehr von Lebensmitteln<br />
übertragen werden. Die<br />
sichere Identifizierung und die<br />
Feintypisierung von Salmonellen<br />
sind daher wichtig, um<br />
Verbraucher vor dem Verzehr<br />
von belasteten Lebensmitteln<br />
zu schützen. Die Serogruppierung<br />
und -typisierung<br />
erfordert traditionell spezielle<br />
Antiseren und viel Handarbeit.<br />
Mit der Fourier-Transformations-Infrarot-Spektroskopie<br />
(FTIR) steht dem Labor für<br />
wichtige Serogruppen eine<br />
in der praktischen Durchführung<br />
einfache Methode<br />
zur Verfügung. Diese FTIR-<br />
Methode wurde nun am<br />
Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt<br />
(CVUA)<br />
Stuttgart validiert. Dazu wurde<br />
für den IR Biotyper ein neuer<br />
KI-basierter Salmonellen-Klassifikator<br />
im Detail geprüft: Das<br />
System hat im Test auf die<br />
häufigsten vier Serogruppen<br />
seine Gebrauchstauglichkeit<br />
bewiesen und kann nun in<br />
der Routineanalytik eingesetzt<br />
werden, um damit Aufwand<br />
und Kosten einzusparen.<br />
Die Fourier-Transformations-<br />
Infrarot-Spektroskopie (FTIR)<br />
nutzt Strahlung im IR-Bereich<br />
des Lichts (Wärmestrahlung).<br />
Sie zeigt dabei die Gesamtheit<br />
der biochemischen Zusammensetzung<br />
von Mikroorganismen.<br />
Durch standardisierte<br />
Wachstumsbedingungen<br />
werden IR-Spektren reproduzierbar<br />
und zeigen Muster, die<br />
für Typisierungen unterhalb<br />
der Speziesebene genutzt<br />
werden können. Auch die<br />
Serogruppen der Salmonellen<br />
zeigen diese besonderen „Fingerabdrücke“.<br />
Durch Einsatz<br />
von Software, die mit Unterstützung<br />
von Künstlichen<br />
Neuronalen Netzen arbeitet,<br />
lassen sich so Identifizierungsmethoden<br />
aufbauen.<br />
Autonom und unabhängig<br />
vom Gerätehersteller konnten<br />
die Experten am CVUA<br />
Stuttgart in ihrer Überprüfung<br />
zeigen, dass die Methode<br />
ihre Aufgabe sehr verlässlich<br />
erfüllt. Für die Untersuchung<br />
griffen sie auf 1039 Infrarotabsorptionsspektren<br />
von<br />
167 Sal monella-Stämmen<br />
Salmonella Enteritidis unter dem Elektronenmikroskop bei 20.000facher<br />
Vergrößerung.<br />
Foto: CVUA Stuttgart<br />
aus 39 Serogruppen zurück.<br />
Dabei erreichten oder übertrafen<br />
die Ergebnisse für die<br />
Serogruppen O:4, O:6,7 und<br />
O:9 die adaptierten Richtlinienanforderungen<br />
und ergaben<br />
jeweils eine Inklusivität<br />
von > 99 %. Die Serogruppe<br />
O:8 lag wegen eines einzelnen<br />
abweichenden Stammes mit<br />
96.1 % nur wenig darunter.<br />
www.cvuas.de<br />
15
wissenschaft<br />
1·26<br />
Von Sicherheit bis Fleischkontaminanten: Fonds fördert fünf Forschungsprojekte<br />
Im Herbst 2025 hat der Vorstand des Wissenschaftsfonds<br />
des Qualitätssicherungssystems<br />
QS (Bonn) die Förderung von fünf<br />
neuen Forschungsprojekten bewilligt. Für<br />
folgende Projekte steht ein Fördervolumen<br />
von rund 170.000 Euro zur Verfügung:<br />
u Erhöhung der Lebensmittelsicherheit<br />
der Geflügelfleischerzeugung<br />
durch Einsatz<br />
von Nebenströmen aus der<br />
Insektenlarvenproduktion in<br />
der Geflügelfütterung (Prof. Dr.<br />
Julia Hankel, Stiftung Tierärztliche<br />
Hochschule Hannover,<br />
Institut für Tierernährung)<br />
u KONTAKT – Kornfurche als natürlicher<br />
Träger von Umweltkontaminanten (Patrick<br />
Sudwischer, Dr.-Ing. Verena Böschen und<br />
Prof. Dr.-Ing. Werner Sitzmann, Internationale<br />
Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik<br />
e.V.)<br />
u Modellierung von Tiergesundheitsdaten<br />
zur Vorbereitung eines integrierten Benchmarkings<br />
(Prof. Dr. Lothar Kreien brock<br />
und Alina Kirse, Stiftung Tierärztliche<br />
Hochschule Hannover, Institut für Biometrie,<br />
Epidemiologie und Informationsverarbeitung)<br />
u Praxisorientierter Vergleich von Abferkelsystemen<br />
zur Verbesserung<br />
von Sauenfitness und Ferkelnesternutzung<br />
mittels KI-gestützter<br />
Videoanalyse – Entwicklung<br />
von Empfehlungen<br />
für die Praxis zur Umsetzung<br />
der neuen TierSchNutztV (Jana<br />
Zibolka, Dezernatsleitung,<br />
Dezernat 33 Schweinehaltung<br />
und -zucht, Landesanstalt für<br />
Landwirtschaft und Gartenbau, Zentrum<br />
für Tierhaltung und Technik, Kooperationspartner:<br />
VetVise GmbH)<br />
u Evaluierung eines zweiten Abflammens<br />
zur Minimierung von Kreuzkontaminationen<br />
auf Schweineschlachtkörpern (Prof.<br />
Dr. Ahmad Hamedy, Dr. Nadja Hillig,<br />
Dr. Philipp Rolzhäuser, Uni Leipzig)<br />
Seit seiner Gründung im Jahr 2012 unterstützt<br />
der QS-Wissenschaftsfonds wissenschaftliche<br />
Forschungsprojekte in den<br />
Bereichen Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit,<br />
Tiergesundheit und Tierschutz.<br />
Für die Wertschöpfungskette Obst, Gemüse,<br />
Kartoffeln ruft der QS-Wissenschaftsfonds<br />
Universitäten, Fachhochschulen<br />
und andere Forschungseinrichtungen<br />
<strong>2026</strong> dazu auf, sich bis zum 15. März für<br />
eine Förderung ihrer Forschungsvorhaben<br />
zu bewerben. Themen sind z.B. alternative<br />
Produktionsmethoden (Einschränkungen<br />
bei Pflanzenschutzmitteln), Nachhaltigkeitsmaßnahmen<br />
sowie Ressourceneffizienz<br />
und -sicherung. Im Regelfall liegt der<br />
Förderbetrag bei 30.000 EUR je Antrag.<br />
Eine Übersicht aller geförderten Projekte<br />
und die aktuellen Ausschreibungsunterlagen<br />
finden sich ionline unter:<br />
https://q-s.de/qs-system/qs-wissenschaftsfonds.html<br />
Konsiliarlabor für Alaria<br />
alata an der Uni Leipzig<br />
Die Deutsche Veterinärmedizinische<br />
Gesellschaft hat das<br />
Institut für Lebensmittelhygiene<br />
der Universität Leipzig für den<br />
Zeitraum bis zum 30.06.2029<br />
zum DVG-Konsiliarlabor für<br />
Alaria alata mit Schwerpunkt<br />
Lebensmittel ernannt. Das<br />
Institut erforscht den Erreger<br />
seit 2008 in verschiedenen<br />
Projekten. Dabei wurde mit<br />
der Alaria alata mesocercariae<br />
migration technique (AMT) ein<br />
geeignetes Nachweisverfahren<br />
entwickelt und validiert, mit<br />
dem das Mesozerkarien-Stadium<br />
des Parasiten verlässlich in<br />
Fleisch nachgewiesen werden<br />
kann. Man wendet diese<br />
Methode regelmäßig an und<br />
bietet sie als Dienstleistung für<br />
Veterinärämter und Privatpersonen<br />
(z.B. Jäger mit eigener<br />
Wurstherstellung) an, berät Labore<br />
und schult deren Mitarbeiter<br />
im Umgang mit der AMT.<br />
www.vetmed.uni-leipzig.de<br />
Mobiles Labor ermittelt Schaderreger im Obst- und Weinbau<br />
Fraunhofer-Forscher entwickeln „PhenoTruck“ zur Hightech-Unterstützung vor Ort<br />
Durch den Klimawandel einge -<br />
schleppte Schaderreger gefährden<br />
den Obst- und Weinbau<br />
in Deutschland. Forscher der<br />
Fraunhofer-Institute für Fabrikbetrieb<br />
und -automatisierung<br />
IFF und für Biomedizinische<br />
Technik IBMT suchen mit Partnern<br />
nach Wegen, befallene<br />
Reben, Aprikosen-, Apfel- und<br />
Birnbäume frühzeitig zu erkennen,<br />
damit schnell Gegenmaßnahmen<br />
ergriffen werden kön -<br />
nen. Ein mobiles Labor, der<br />
„PhenoTruck“, hilft bei der<br />
schnellen, sicheren Identifizierung<br />
der Schadorganismen vor<br />
Ort. Dort werden bei der Analyse<br />
der Krankheitssymptome<br />
Methoden des Maschinellen<br />
Lernens, drohnengestützte Multispektralsensorik,<br />
Hyperspektralsensorik<br />
und molekularbiologische<br />
Tests in einer mobilen<br />
Plattform kombiniert.<br />
Im Fokus der Untersuchungen<br />
stehen die Quarantänekrankheiten<br />
Flavescence dorée, Palatinate<br />
Grapevine Yellows und<br />
die Schwarzholzkrankheit, die<br />
Symptomatische Blätter werden im PhenoTruck<br />
mit Hyperspektralkameras analysiert, die verdächtige<br />
Verfärbungen erkennen. Foto: Fraunhofer IFF<br />
Weinreben befallen. Das mobile<br />
Labor kann aber z.B. auch die<br />
weit verbreiteten Krankheiten<br />
Apfeltriebsucht und Birnenverfall<br />
untersuchen, die zu kom-<br />
pletten Ernteausfällen befallener<br />
Obstbäume führen können.<br />
Das großflächige Monitoring<br />
erfolgt mit Flugdrohnen, die mit<br />
Multispektralsensoren<br />
ausgestattet<br />
sind. Zudem werden<br />
befallene Gebiete<br />
mit einer eigens<br />
entwickelten Bonitur-<br />
App dokumentiert.<br />
Symptomatische<br />
Blätter werden vor<br />
Ort im PhenoTruck<br />
mit Hyperspektralkameras<br />
analysiert, die<br />
verdächtige Blätterverfärbungen<br />
schnell<br />
erkennen und lokalisieren.<br />
Die Daten werden dann<br />
mit KI-Verfahren analysiert.<br />
www.iff.fraunhofer.de<br />
www. ibmt.fraunhofer.de<br />
16 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
wissenschaft<br />
FEI-Kooperationsforum<br />
am 22. April in Bonn<br />
Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie<br />
(FEI) lädt am<br />
22. April zu seinem 24. Kooperationsforum<br />
in den Universitätsclub<br />
Bonn ein. Thema:<br />
„Neues aus der (Lebensmittel-),<br />
Mess-, Reglungs- und Verfahrenstechnik“.<br />
Dabei werden<br />
neue Entwicklungen vorgestellt<br />
und ihre Anwendbarkeit in der<br />
Lebensmittelbranche diskutiert<br />
sowie neue Forschungsbedarfe<br />
und -möglichkeiten identifiziert.<br />
Zudem werden die Gewinner<br />
des Innovationswettbewerbs<br />
TROPHELIA <strong>2026</strong> gekürt und<br />
die sechs besten Ideen für<br />
Lebensmittelprodukte mit ökologischem<br />
Benefit vorgestellt.<br />
Näheres zum Programm und<br />
Anmeldung: www.fei-bonn.de/<br />
kooperationsforum-<strong>2026</strong><br />
Furangehalte in Frühstückscerealien minimieren<br />
Forschungsprojekt soll Firmen bessere Rohstoffwahl und Rezepturen ermöglichen<br />
Ob Cornflakes, Früchtemüsli oder Granola:<br />
Frühstückscerealien sind seit Jahrzehnten<br />
sehr beliebt und gehören für viele Menschen –<br />
insbesondere für Kinder und Heranwachsende<br />
– zum täglichen Speiseplan.<br />
Zugleich ist bekannt, dass<br />
in thermisch verarbeiteten<br />
Lebensmitteln Furane entstehen<br />
können – Prozesskontaminanten,<br />
die in Tierversuchen<br />
als potenziell gesundheitlich<br />
relevant eingestuft wurden. Ein<br />
vom Forschungskreis der Ernährungsindustrie<br />
(FEI) koordiniertes<br />
Projekt der Industriellen<br />
Gemeinschaftsforschung an der Universität<br />
Münster geht der Frage nach, welche Inhaltsstoffe<br />
maßgeblich zur Furanbildung beitragen.<br />
Die EU will die Belastung durch Furane reduzieren.<br />
Aus der Forschung ist bekannt, dass<br />
die Leitsubstanz Furan sowie die alkylierten<br />
Foto: stock.adobe.com #25059759<br />
| Wolfgang Mucke<br />
Verbindungen 2-Methylfuran, 3-Methylfuran,<br />
2,5-Dimethylfuran, 2-Ethylfuran sowie 2-Pentylfuran<br />
bei Erhitzungsprozessen wie Toasten,<br />
Extrusion oder Puffen entstehen können. Welche<br />
molekularen Ausgangsverbindungen<br />
im Getreide oder in<br />
Rezepturbestandteilen dafür<br />
verantwortlich sind und wie<br />
sie miteinander reagieren, ist<br />
jedoch weitgehend ungeklärt.<br />
Die Projektergebnisse sollen<br />
es Lebensmittelunternehmen<br />
ermöglichen, ihre Rohstoffauswahl<br />
gezielt zu optimieren,<br />
Rezepturen anzupassen und kritische Prozessschritte<br />
zu kontrollieren. Langfristig soll die<br />
Forschung dazu beitragen, die Furangehalte in<br />
Frühstückscerealien deutlich zu senken – ohne<br />
sensorische Einbußen oder Qualitätsverluste.<br />
www.fei-bonn.de/pdm-<strong>2026</strong>-01<br />
Nachhaltig sterilisieren mit Ozon und Xenon-Blitzlicht<br />
Fraunhofer IVV sucht nach chemiefreien Verfahren für die Lebensmittelproduktion<br />
<strong>Hygiene</strong> ist ein zentraler Faktor<br />
für die Produktsicherheit in der<br />
Lebensmittelproduktion. Besonders<br />
bei hygienischen und<br />
aseptischen Abfüllprozessen<br />
müssen Maschineninnenräume<br />
und Verpackungen zuverlässig<br />
sterilisiert werden. Klassische<br />
Sterilisationsverfahren mit<br />
Chemikalien und hohen Temperaturen<br />
sind jedoch häufig energieintensiv.<br />
Zudem erfordern sie<br />
den Umgang mit Gefahrstoffen<br />
und eine sorgfältige Kontrolle<br />
möglicher Rückstände. Um<br />
diese Herausforderung zu überwinden,<br />
forscht das Fraunhofer-<br />
Institut für Verfahrenstechnik<br />
und Verpackung IVV an zwei<br />
innovativen Ansätzen: mit Ozon<br />
und mit Xenon-Blitzlicht.<br />
Im Projekt „O3Ster“ wird der<br />
Einsatz von Ozon zur effizien ten<br />
Sterilisation von Maschineninnenräumen<br />
in der Lebensmittelabfüllung<br />
geprüft. Ozon<br />
zeigt in Kombination mit hoher<br />
Luftfeuchtigkeit starke sporizide<br />
Wirkung. Dabei lässt sich das<br />
Praxis- und Einsatzort Getränkeindustrie:<br />
die mikrobiologische Validierung von PET-<br />
Flaschen. Foto: iStock.com/Kalinovskiy<br />
Reaktivgas durch eine dielektrische<br />
Barriereentladung unter<br />
Verwendung von Umgebungsluft<br />
erzeugen. Ziel des bis 2027<br />
laufenden Forschungsprojekts<br />
ist es, die Eignung dieses<br />
Verfahrens für hygienische<br />
Abfüllprozesse zu bewerten und<br />
ein energieeffizientes, chemikalienfreies<br />
Sterilisationskonzept<br />
zu entwickeln.<br />
Parallel dazu wird im Forschungsprojekt<br />
„BLITZ“ bis<br />
2027 mit Industriepartnern<br />
der Einsatz von Xenon-<br />
Blitzlicht (Pulsed-Light-Verfahren)<br />
zur Sterilisation von<br />
Packmitteln in aseptischen<br />
Abfüllanlagen der VDMA-<br />
Klasse V untersucht. Ziel ist<br />
es, selbst resistente Mikroorganismen<br />
wie Endosporen<br />
zuverlässig und rückstandsfrei<br />
zu inaktivieren, ohne<br />
dabei chemische Stoffe (z.B.<br />
Wasserstoffperoxid oder Peressigsäure)<br />
einzusetzen.<br />
www.ivv.fraunhofer.de<br />
Für Meuser-Preis bis<br />
27. April bewerben<br />
Mit dem Friedrich-Meuser-Forschungspreis<br />
zeichnet der Forschungskreis<br />
der Ernährungsindustrie<br />
(FEI) einmal jährlich<br />
die beste Dissertation aus, die<br />
im Rahmen eines über den FEI<br />
geförderten Projekts der Industriellen<br />
Gemeinschaftsforschung<br />
(IGF) entstanden ist und durch<br />
wissenschaftliche Exzellenz,<br />
In novationspotential und hohe<br />
wirtschaftliche Anwendungsrelevanz<br />
überzeugt. Für die Verleihung<br />
<strong>2026</strong> sind Einreichungen<br />
bis 27. April per E-Mail an pr@<br />
fei-bonn.de möglich. Neben der<br />
Dissertationsschrift werden eine<br />
einseitige Zusammenfassung<br />
und ein Lebenslauf erwartet.<br />
Der mit 2500 Euro dotierte Preis<br />
wird im Rahmen der FEI-Jahrestagung<br />
am 10. September in<br />
Hohenheim vergeben.<br />
Nähere Infos: www.fei-bonn.de/<br />
ausschreibung-<strong>2026</strong><br />
17
wissenschaft<br />
1·26<br />
Lebensmittelbetrug schnell vor Ort erkennen<br />
Drei Fraunhofer-Institute entwickeln ein mobiles Gaschromatographie-Sensorsystem<br />
Lebensmittelbetrug nimmt seit Jahren zu. Hohe Nachfrage, starker Preisdruck und komplexe Lieferketten schaffen ideale<br />
Bedingungen für falsche Etikettierungen. Der Schwindel kann zu erheblichen Gesundheitsrisiken führen, wenn schädliche<br />
Inhaltsstoffe verwendet werden. Fälschungen und minderwertige Produkte wie etwa Olivenöl aus gefärbtem Rapsöl lassen<br />
sich auf die Schnelle kaum oder gar nicht identifizieren. Ein mobiles Gaschromatographie-Sensorsystem soll künftig helfen,<br />
falsch deklarierte Produkte direkt vor Ort zu erkennen. Die Fraunhofer-Institute für Photonische Mikrosysteme IPMS,<br />
für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME sowie für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV entwickeln derzeit<br />
im Rahmen des PREPARE-Projekts PUMMEL (Point of Use Micro-Multichannel-Gas-Chromatograph) bis August <strong>2026</strong> das<br />
preiswerte, leicht bedienbare Gerät, das auch Analytik-Laien eine schnelle und umgehende Bewertung ermöglichen soll.<br />
Erkennen lassen sich gefälschte<br />
Lebensmittel bislang<br />
nur durch aufwändige, teure<br />
Untersuchungen im Labor.<br />
Zudem erfordern laborgestützte<br />
Analysesysteme Fachpersonal<br />
zur Bedienung und Datenauswertung.<br />
Die Fraunhofer-Teams<br />
wollen ein mobiles Gaschromatographie-Sensorsystem<br />
für den<br />
schnellen Vor-Ort-Nachweis von<br />
flüchtigen organischen Verbindungen<br />
(VOCs) entwickeln.<br />
VOCs sind chemische Verbindungen,<br />
die charakteristisch<br />
für eine bestimmte Zusammensetzung<br />
oder gesundheitliche<br />
Gefährdung sind und mit<br />
Veränderungen von Produkteigenschaften<br />
in Verbindung<br />
gebracht werden. Die Detektion<br />
von VOCs ist in vielen Bereichen<br />
von großer Bedeutung. Dazu<br />
zählen etwa die Lebensmittelqualität<br />
und -sicherheit.<br />
Olivenöl und Kunststoffe<br />
Im Projekt PUMMEL konzentriert<br />
man sich beispielhaft auf<br />
zwei industrierelevante Leitanwendungen<br />
– zum einen auf die<br />
Identifikation von gefälschtem<br />
Olivenöl, das zu den Top 10<br />
der am häufigsten gefälschten<br />
Lebensmittel zählt, und zum<br />
anderen auf die Identifikation<br />
von verunreinigten Kunststoffrezyklaten,<br />
die sich etwa in<br />
Verpackungen anlagern. Dies ist<br />
insofern bedeutend, als die Re-<br />
cyclingquote mit fast 70 Prozent<br />
2025 einen neuen Höchststand<br />
erreicht hat. Hierfür entwickeln<br />
die Forscher zwei applikationsspezifische<br />
Demonstratoren zur<br />
VOC-Detektion.<br />
Das mobile Messsystem zur schnellen Authentizitätsprüfung<br />
von Olivenöl.<br />
Foto: Fraunhofer IVV<br />
Das mobile System von der Größe<br />
einer Umhängetasche sollen<br />
Abfüller oder Wareneingangsprüfer<br />
nach kurzer Einweisung<br />
bedienen können. Es besteht<br />
aus einer Siliziumchip-basierten<br />
Gaschromatographie-Säule<br />
(GC-Säule), einem Detektor<br />
bzw. Sensor, einer integrierten<br />
Probenvorbereitung, einer Ansteuerungs-<br />
und Auswertelektronik<br />
sowie einer Energieversorgung.<br />
Die Gaschromatographie<br />
(GC) ist eine analytische Methode<br />
zur Trennung, Identifizierung<br />
und Quantifizierung von Stoffgemischen,<br />
die sich für gasförmige<br />
oder unzersetzt verdampfbare<br />
Substanzen eignet. Dabei<br />
wird eine Probe mithilfe eines<br />
Trägergases zunächst durch die<br />
GC-Säule transportiert, die die<br />
Forscher in einen<br />
schnell heiz- und<br />
abkühlbaren Siliziumchip<br />
geätzt<br />
haben.<br />
VOCs reagieren<br />
In der Säule<br />
kommt es zu<br />
Wechselwirkungen<br />
der Gasmoleküle<br />
mit den<br />
mit Polymeren<br />
beschichteten Innenwänden.<br />
Die<br />
VOCs reagieren je<br />
nach Affinität mit<br />
der Innenschicht<br />
der Säule, das Stoffgemisch<br />
wird getrennt. Am Ende der<br />
chipbasierten GC-Säule misst<br />
ein Detektor die nach ihrer<br />
Molekülart sortierten Substanzen,<br />
was zu einem Gaschromatogramm<br />
mit Peaks führt, aus<br />
denen auf die Zusammensetzung<br />
des Gemischs geschlossen<br />
werden kann. Im Fall des<br />
Olivenöls ist das Ziel, Parameter<br />
wie etwa Herkunftsland, Alter<br />
und Reinheitsgrad zu ermitteln.<br />
Aktuelle Tests mit einer konventionellen<br />
GC-Säule mit einer<br />
Länge von drei Metern zeigen<br />
eine zuverlässige Trennleistung<br />
der VOCs und ermöglichen die<br />
Bewertung der Proben. GC-Säulen<br />
in konventionellen, teuren<br />
Labor-Gaschromatographen<br />
sind häufig über 30 Me ter lang<br />
und verfügen über eine bessere<br />
Trennleistung, die für die Qualitätsbewertung<br />
von zahlreichen<br />
Lebensmitteln allerdings nicht<br />
erforderlich ist. Die Fraunhofer-<br />
Forschenden stehen u.a. vor<br />
der Herausforderung, miniaturisierte<br />
GC-Säulen zu designen,<br />
die in der Lage sind, lebensmittelspezifisch<br />
die flüchtigen<br />
organischen Verbindungen<br />
ausreichend zu trennen.<br />
Forschende werden einige<br />
Er gebnisse des Projekts vom<br />
24.-27. März am Fraunhofer-<br />
Gemeinschaftsstand (Halle 3,<br />
Stand 312) auf der Messe Analytica<br />
in München präsentieren.<br />
Fraunhofer-Institut für Photonische<br />
Mikrosysteme IPMS<br />
www.ipms.fraunhofer.de<br />
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik<br />
und Verpackung<br />
IVV<br />
www.ivv.fraunhofer.de<br />
Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie<br />
und Angewandte<br />
Oekologie IME<br />
www.ime.fraunhofer.de<br />
18 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
automatisierung<br />
SEW-EURODRIVE: „Orchestration Suite“ für die Zukunft der Automatisierung<br />
Das webbasierte Tool „OrchestrationSuite“<br />
von Antriebs- und Automatisierungsspezialist<br />
SEW-EURODRIVE (Bruchsal) ist eine<br />
On-demand-Suite für die Vereinfachung<br />
der industriellen Automatisierung, indem<br />
sie die Bereitstellung, Verwaltung und Aktualisierung<br />
von Software über eine einzige<br />
Plattform realisiert. Sie vereint cloudbasierte<br />
Engineering-Umgebungen, sicheren<br />
Fernzugriff und KI-gestützte Funktionen in<br />
einer flexiblen Lösung. In Zusammenarbeit<br />
mit dem Partnerunternehmen Software<br />
Defined Automation Inc. (SDA) wird die<br />
OrchestrationSuite nun weiterentwickelt<br />
und soll für Anwender noch transparenter<br />
und leistungsfähiger werden.<br />
„Die Partnerschaft mit SDA erlaubt es uns,<br />
die Workflows von OEM-Entwicklung (Dev)<br />
und Endkundenbetrieb (Ops) über den<br />
gesamten Automatisierungszyklus aufeinander<br />
abzustimmen und somit Prinzipien<br />
aus der IT-Welt direkt in die installierte OT<br />
(Operational Technology) zu übertragen“,<br />
erklärt Dr. Hans Krattenmacher, Chief<br />
Innovation Officer (CIO) von SEW EURO-<br />
DRIVE. „Unsere Kunden profitieren von<br />
der vereinfachten Softwarebereitstellung<br />
für SPSen, Roboter und Antriebe, einer<br />
zentralen Versionierung und Verfügbarkeit<br />
von Updates und Backups – und das alles<br />
herstellerübergreifend, sicher und skalierbar<br />
über die Cloud.“<br />
Eigene Plattform MOVI-C integriert<br />
Die MOVI-C-Antriebs- und Automatisierungsplattform<br />
von SEW-EURODRIVE<br />
ist vollständig in die OrchestrationSuite<br />
integriert. Dadurch ermöglicht sie einen<br />
durchgängigen webbasierten Zugriff auf<br />
Engineering-Tools wie MOVISUITE und<br />
MotionStudio, um Konfiguration, Inbetriebnahme<br />
und Betrieb der MOVI-C-<br />
Komponenten effizient zu steuern und zu<br />
automatisieren. Dank der offenen Schnittstellen<br />
lassen sich auch Drittanbieter-Tools<br />
nahtlos einbinden. Die leistungsstarke<br />
Plattform ermöglicht eine fein abgestufte<br />
Zugriffskontrolle für Benutzer, Gruppen,<br />
Geräte und Projekte und unterstützt<br />
die sichere Fernbereitstellung diverser<br />
Automatisierungssoftware. Automatisierte<br />
Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse<br />
minimieren Ausfallzeiten, während<br />
eine transparente Versionsverfolgung über<br />
verschiedene SPS-Anbieter hinweg für<br />
maximale Nachvollziehbarkeit sorgt.<br />
KI-gestützte Funktionen dokumentieren<br />
SPS-Code automatisch und übersetzen<br />
ihn in eine für Menschen lesbare Sprache.<br />
Zudem lassen sich individuelle Pipelines<br />
(automatic executable task list) für automatisierte<br />
Updates und Backups ganzer<br />
Geräteflotten konfigurieren – inkl. Steuerungssoftware,<br />
Setups und Firmware.<br />
www.sew-eurodrive.de<br />
www.softwaredefinedautomation.io<br />
„SmartBuilding“ vernetzt<br />
EFA-Schnelllauftore & Co.<br />
MULTIVAC: Digitaler Produktpass schafft volle Transparenz<br />
Die digitale Lösung „EFA-Smart<br />
Building“ der EFAFLEX Tor- und<br />
Sicherheitssysteme GmbH &<br />
Co. KG (Bruckberg) vernetzt die<br />
Schnelllauftore des Unter neh -<br />
mens mit bestehenden Gebäudeverwaltungs-Systemen,<br />
die<br />
die Möglichkeit zur Automatisierung<br />
bieten. Prozesse und<br />
Abläufe können so verselbstständigt<br />
und überwacht werden.<br />
Tor- und Steuerungsdaten wer -<br />
den dabei in Echtzeit bereitgestellt,<br />
Auswertung, Wartungsplanung<br />
und Umsetzung von<br />
Automatisierungsszenarien<br />
verbessert. Die Kommunikation<br />
erfolgt via Modbus TCP/IP-Verbindung<br />
ohne Internetzugang.<br />
www.efaflex.com<br />
Ein neues Level an Rückverfolgbarkeit<br />
für den Lebensmittelhersteller,<br />
mehr Transparenz<br />
für Konsumenten, einfacheres<br />
Bestandsmanagement für den<br />
Handel, optimiertes Recycling<br />
der Verpackung – dies alles<br />
kann mittels eines digitalen<br />
Produktpasses realisiert werden.<br />
Auf der Messe interpack vom<br />
7.-13. Mai <strong>2026</strong> in Düsseldorf<br />
wird die MULTIVAC Group (Wolfertschwenden)<br />
mit Partnern<br />
hierzu eine ganzheitliche Lösung<br />
vorstellen, die die Bedürfnisse<br />
aller Akteure der Supply<br />
Chain berücksichtigen soll.<br />
Der digitale Produktpass eröffnet<br />
Lebensmittelbetrieben viele<br />
neue Möglichkeiten. Produkt,<br />
Packstoff und Prozessdaten<br />
werden von der Verpackungslinie<br />
erfasst und der einzelnen<br />
Packung oder Charge zugeordnet.<br />
Automatisch wird ein<br />
packungs- bzw. chargenindividueller<br />
QR-Code mit GS1 Digital<br />
Link generiert und auf der jeweiligen<br />
Packung aufgebracht. So<br />
können jeder Packung zusätzliche<br />
Informationen mitgegeben<br />
werden. Zur Gesamtlösung<br />
gehört auch eine Website, auf<br />
die Verbraucher durch Scannen<br />
des QR-Codes gelangen.<br />
Diese kann Informationen bzgl.<br />
Produktherkunft, Verarbeitungsstationen<br />
oder auch Zubereitungstipps<br />
beinhalten.<br />
Der gleiche Code enthält auch<br />
z.B. das Mindesthaltbarkeitsdatum<br />
und kann beim Scan an<br />
der Kasse genau zugeordnet<br />
werden. Dies erleichtert das<br />
Bestandsmanagement und<br />
reduziert Verderb. Die Hersteller<br />
erhalten zusätzliche Transparenz<br />
bzgl. des Verbleibs von Artikeln<br />
jeder Produktionscharge.<br />
www.multivac.com<br />
19
hygienic design<br />
1·26<br />
„Ringier Innovation<br />
Award“ für Ganter<br />
Die auf industrielle Normelemente<br />
spezialisierte Otto Ganter<br />
GmbH (Furtwangen) hat für<br />
ihre neuen Hygienic-Design-<br />
Verriegelungen<br />
GN 1150 (Foto)<br />
den Ringier<br />
Technology<br />
Innovation<br />
Award 2025 erhalten.<br />
Die Jury<br />
überzeugten<br />
das innovative<br />
Design und die<br />
hohe Präzision der Verriegelungen,<br />
die für den Einsatz in<br />
<strong>Hygiene</strong>bereichen der Lebensmittel-<br />
und Getränkeindustrie<br />
konzipiert sind. An der Betätigungsseite<br />
halten zwei Dichtungen<br />
die Verriegelungsmechanik<br />
dicht. Zugleich verhindern<br />
die hohe Oberflächengüte<br />
(Ra < 0,8 µm) und die totraumfreie<br />
Befestigung das Anhaften<br />
von Schmutz bzw. erleichtern<br />
die Reinigung. Sie verriegeln<br />
durch eine auf 90° begrenzte<br />
Drehung. Die Anlaufschrägen<br />
erleichtern diesen Vorgang.<br />
www.ganternorm.com<br />
Drei Leitlinien neu veröffentlicht<br />
EHEDG-Guidelines 8, 12 und 28 für Hygienic Design<br />
Die European Hygienic<br />
Engineering & Design Group<br />
(EHEDG) hat mehrere ihrer<br />
Leitlinien überarbeitet und<br />
veröffentlicht. Die vierte Ausgabe<br />
der Richtlinie 8 bekräf -<br />
tigt die Kernprinzipien hygienischer<br />
Gestaltung mit einem<br />
klaren,<br />
risikobasierten<br />
Ansatz zur<br />
Vermeidung von Kontaminationen<br />
und ist ein wichtiges<br />
Nachschlagewerk für Lebensmittelsicherheit,<br />
Compliance<br />
und EHEDG-Zertifizierung.<br />
Die Richtlinie 8 beschreibt die<br />
hygienischen Gestaltungsaspekte,<br />
die zur Vermeidung<br />
von Lebensmittelkontaminationen<br />
erforderlich sind.<br />
Schlecht konzipierte Anlagen<br />
und Einrichtungen lassen sich<br />
oft nur schwer oder gar nicht<br />
effektiv reinigen, wodurch<br />
das Risiko von mikrobiellem<br />
Wachstum und Kreuzkontaminationen<br />
steigt. Diese<br />
Richtlinie begegnet diesen<br />
Herausforderungen, indem sie<br />
die grundlegenden Prinzipien<br />
definiert, die bei der Planung,<br />
dem Bau und der Installation<br />
von Anlagen zur Lebensmittelherstellung<br />
anzuwenden sind.<br />
Die aktualisierte Richtlinie 12<br />
bietet praktische Hinweise zur<br />
Wärmebehandlung<br />
flüssiger,<br />
partikelförmiger<br />
Lebensmittel und<br />
geht auf wichtige Herausforderungen<br />
wie Wärmedurchdringung,<br />
Ablagerungen und<br />
Validierung ein.<br />
Die überarbeitete Leitlinie 28<br />
zur sicheren und hygie nischen<br />
Aufbereitung, Lagerung<br />
und Verteilung von Wasser<br />
in Lebensmittel- und Getränkefabriken<br />
bietet aktuelle<br />
Hinweise dazu, trägt neuen<br />
Technologien und Nachhaltigkeitszielen<br />
Rechnung und<br />
unterstützt ein intelligenteres<br />
Wassermanagement und die<br />
Risikominderung.<br />
www.ehedg.org<br />
Zwei Bakery Awards<br />
für MULTIVAC Group<br />
Bei den „International Bakery<br />
Awards“ 2025, die vom britischen<br />
Hand Media International<br />
Verlag in acht Kategorien vergeben<br />
werden, erhielt die MULTI-<br />
VAC Group (Wolfertschwenden)<br />
zwei Auszeichnun gen: In der<br />
Kategorie „Bakery Machine<br />
of the Year“ setzte sich die<br />
PROGRESSA pastry (Foto) von<br />
FRITSCH durch. Die Maschine<br />
zur Herstellung von Feingebäcken<br />
zeichnet sich durch<br />
hygienisches Design, einfache<br />
Handhabung und Flexibilität<br />
aus. Zudem wurde die Lösung<br />
Cooling@Packing von MULTI-<br />
VAC als „Packaging Machine of<br />
the Year“ geehrt – eine Technologie,<br />
die Produkte direkt beim<br />
Verpacken kühlt und so für<br />
Frische und Haltbarkeit sorgt.<br />
www.multivac.com<br />
Höcker: Rohrbahnen mit Kunststoffeinlage für hygienischere Produktion<br />
Wo in der Fleischverarbeitung<br />
regelmäßig geschmiert werden<br />
muss, kann die <strong>Hygiene</strong><br />
leiden. Eine Lösung für optimale<br />
Gleiteigenschaften ohne Fettrückstände<br />
und Abrieb hat die<br />
Höcker Gruppe (Wallenhorst)<br />
entwickelt: nach individuellen<br />
Anforderungen produzierte<br />
Rohrbahnen mit hygienischer<br />
Kunststoffeinlage. Dank modularem<br />
Aufbau und pneumatischem<br />
Kunststoffschienen-<br />
Einzieher ist laut Hersteller auch<br />
die Nachrüstung in bestehenden<br />
Lebensmittelunternehmen<br />
problemlos möglich.<br />
Traditionell werden z.B. zum<br />
Transport von Schweinehälften<br />
Normhaken aus verzinktem<br />
Stahl über verzinkte Stahlrohre<br />
Grün gekennzeichnet: die neu entwickelte Kunststoffeinlage<br />
für Rohrbahnen. Foto: Höcker<br />
bewegt. Diese müssen regelmäßig<br />
gefettet werden. Das Fett<br />
zieht Schmutz an, wird ggf.<br />
ranzig oder tropft ab und stellt<br />
so ein hygienisches Risiko dar.<br />
Höcker bietet als Lösungen z.B.<br />
lebensmittelechtes<br />
Rohrbahngleitfett,<br />
spezielle Haken mit<br />
Kunststoffeinlage<br />
oder Rollhaken an.<br />
Besonders hygienisch,<br />
nachhaltig<br />
und wirtschaftlich<br />
bewertet man die<br />
Kombination aus<br />
Nutenrohr und Kunststoffgleiteinlage.<br />
In eigener Fertigung<br />
stellt die Firma die Rohrbahnsysteme<br />
inklusive Weichen und<br />
Zubehör her. Basis sind Skizzen<br />
und Fotos von den Räumen des<br />
Anwenders mit deren Maßen.<br />
Vorteile: Durch den Verzicht auf<br />
Gleitfett entfällt die Gefahr einer<br />
Keimbelastung. Bei Rohrbahnen<br />
mit Kunststoffeinlage muss<br />
bei Verschleiß nur die Einlage<br />
ersetzt werden. Ohne das Fetten<br />
der Bahnen sinkt der Wartungsaufwand,<br />
durch optimale Gleiteigenschaften<br />
der Arbeitseinsatz<br />
für den Fleischteiltransport.<br />
www.hoecker.de<br />
20 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
hygienic design<br />
„Robust Clamps“ sind korrosions- und schmutzresistent<br />
RK Rose+Krieger erweiterte Edelstahl-Rohrverbinderreihe auf 50 mm Durchmesser<br />
Die RK Rose+Krieger GmbH<br />
(Minden), Komplettanbieter<br />
von Komponenten und Systemlösungen<br />
für die industrielle<br />
Produktion und Automatisierung,<br />
hat ihr Portfolio klemmbarer<br />
Edelstahl-Rohrverbinder<br />
„Robust Clamps“ erweitert. Die<br />
stabilen, korrosionsbeständigen<br />
und für Einsätze in hygienesensiblen<br />
Bereichen der Lebensmittel-<br />
und Getränkeindustrie<br />
geeigneten Verbindungsteile<br />
sind nun auch für Rohre mit<br />
50 mm Durchmesser erhältlich.<br />
Die Produktreihe klemmbarer<br />
Rohrverbinder aus Edelstahl ist<br />
eine wirtschaftliche Alternative<br />
zu aufwendigen Eigen- oder<br />
Schweißkonstruktionen, um<br />
schwere Lasten kraftschlüssig,<br />
stoßfest und dynamisch<br />
belastbar anzubinden. Bislang<br />
waren die Rohrverbinder in<br />
den Größen 18, 30 und 40 mm<br />
erhältlich. Die neue Baugröße<br />
deckt nun 50-mm-Querschnitte<br />
ab. Bei der Entwicklung standen<br />
die Anforderungen Handling<br />
und Automation im Fokus.<br />
Alle Robust Clamps sind elektrochemisch<br />
passiviert, d.h.,<br />
sie werden in einem letzten<br />
Arbeitsgang elektropoliert.<br />
Damit sind sie widerstandsfähiger<br />
und leichter zu reinigen<br />
als Elemente aus unbehandeltem<br />
Edelstahl. Die Clamps von<br />
RK sind nicht nur für Einsätze<br />
in Vorrichtungen und Anlagen<br />
der chemischen oder pharmazeutischen<br />
Industrie geeignet.<br />
Da sich ihr Design durch glatte<br />
Konturübergänge, geringe Oberflächenrauheit,<br />
große Schlitze<br />
und Sacklochausführungen<br />
auszeichnet, unterbinden sie<br />
Neue hygienische Dosier- und Entleerstation für IBC<br />
Mit der neuen DULCODOS SAFE-IBC F&B<br />
bringt Dosiertechnikspezialist ProMinent (Heidelberg)<br />
eine Dosier- und Entleerstation für Intermediate<br />
Bulk Container (IBC)<br />
auf den Markt, die speziell für die<br />
Anforderungen der Lebensmittelund<br />
Getränkeindustrie entwickelt<br />
wurde. Das System soll für<br />
maximale Prozesssicherheit und<br />
höchste Lebensmittelsicherheit<br />
sorgen – von der Lagerung bis<br />
zur Dosierung von Grund- und<br />
Zusatzstoffen. Alle medienberührten<br />
Komponenten erfüllen<br />
die Vorgaben der Verordnungen<br />
EG 1935/2004 und EN 10/2011.<br />
So verringert die Anlage das Kontaminationsrisiko<br />
in sensiblen Produktionsbereichen.<br />
DIe Robust Clamps gibt es in den Ausführungen<br />
Winkel, Kreuz, Fuß und Flansch für Querschnitte<br />
von 50 mm.<br />
Foto: RK Rose+Krieger<br />
Die neue Dosier- und Entleerungsstation.<br />
Foto: Prominent<br />
Schmutzansammlungen und<br />
sind auch für lebensmittelnahe<br />
Anwendungen prädestiniert.<br />
Die Robust Clamps zeichnen<br />
sich laut Hersteller durch ein<br />
optimiertes Wandstärkenverhältnis<br />
aus. Das sorgt für<br />
ein minimales Stückgewicht.<br />
Ihre Montage<br />
erfolgt einfach<br />
mittels Innengewinde<br />
und außenliegenden<br />
Sechskantschrauben<br />
mit handelsüblichem<br />
Werkzeug. Eine<br />
Abdeckung aus<br />
Silikon schützt die<br />
Gewindegänge vor<br />
Verschmutzung und<br />
Beschädigung.<br />
RK Rose+Krieger bietet die<br />
neue Baugröße wie auch alle<br />
anderen Serientypen in den<br />
Ausführungen Winkel, Kreuz,<br />
Fuß und Flansch an.<br />
RK Rose+Krieger GmbH<br />
Potsdamer Straße 9<br />
D-32423 Minden<br />
www.rk-rose-krieger.com<br />
Ein Zwischenbehälter mit ca. 80 l Volumen<br />
sorgt dafür, dass der Dosierprozess auch<br />
beim IBC-Wechsel weiterläuft. Auslauf sichere<br />
Kupplungen und lebensmittelkonforme<br />
Schläuche verhindern<br />
Tropfen und Leckagen. Eine unterfahrbare<br />
Auffangwanne fängt<br />
mögliche Reste auf und reduziert<br />
den Reinigungsaufwand. Eine<br />
Füllstandsanzeige und automatisierte<br />
Alarmfunktionen melden<br />
Nachfüll- oder Wartungsbedarf.<br />
Sensoren überwachen den Prozess<br />
und erhöhen die Betriebssicherheit.<br />
Die Anlage ist CIP-fähig<br />
und ohne Demontage reinigbar.<br />
www.prominent.com<br />
EHEDG-zertifizierte<br />
Kabelverschraubung<br />
Mit „Cleanplus“ hat PFLITSCH<br />
(Hückeswagen) sein Hygienic-<br />
Design-Portfolio 2025 um eine<br />
innovative Kabelverschraubung<br />
ergänzt, die mit weniger<br />
Einzelteilen und größeren<br />
Dichtbereichen pro Anschlussgewinde<br />
eine einfache Montage<br />
und gutes Handling ermöglicht.<br />
Sie ist laut Hersteller mit ihrer<br />
glatten Edelstahl-Optik und<br />
guten Reinigungsfähigkeit die<br />
erste nach den verschärften<br />
EHEDG-Richtlinien zertifizierte<br />
Kabelverschraubung.<br />
Die Hygienic Design-Kabelverschraubung<br />
Cleanplus ist zertifiziert nach<br />
EHEDG-Vorgaben. Foto: Pflitsch<br />
Für Dichteinsätze der Cleanplus<br />
wurde ein Ecolab-zertifiziertes<br />
HTS-Silikon-Material entsprechend<br />
der FDA 21 CFR<br />
§177.2600 verwendet, das für<br />
den Lebensmittelkontakt zugelassen<br />
ist. Die hohen Schutzarten<br />
IP 68 und IP 69 sowie der<br />
Temperaturbereich von -55 °C<br />
bis +180 °C stellen die Einsatzfähigkeit<br />
in allen Bereichen der<br />
Lebensmittel-, Getränke- und<br />
Pharmaproduktion sicher.<br />
Die Kabelverschraubung aus<br />
Edelstahl verfügt über glatte<br />
Ober- und gerundete Schlüsselflächen.<br />
Sie wurde so konzipiert,<br />
dass sich bei der Montage keine<br />
Spalten bilden oder Gewindegänge<br />
offenliegen. Die von der<br />
EHEDG geforderten maximalen<br />
Spaltmaße von +/-0,2 mm sind<br />
eingehalten. Das stellt sicher,<br />
dass Schmutzanhaftungen<br />
vermieden werden und eine<br />
perfekte Reinigung möglich ist.<br />
www.pflitsch.de<br />
21
interview<br />
1·26<br />
„Richtig sauber für eine lebenswerte Zukunft“<br />
Malte Vollmer und Dr. Daniel Schühle (Buzil) über nachhaltige Profi-<strong>Hygiene</strong>lösungen<br />
Dort, wo <strong>Hygiene</strong> und Sicherheit höchste Priorität haben, setzen viele Unternehmen, was die <strong>Hygiene</strong>prozesse betrifft, auf<br />
nachhaltige, wirksame Produkte, smarte Dosiertechnik und ganzheitliche Servicekonzepte. Allerdings sehen sich Betriebe<br />
der Lebensmittel- und Getränkeindustrie im <strong>Hygiene</strong>management auch mit einer ganzen Reihe bürokratischer Hürden und<br />
organisatorischer Probleme konfrontiert. Viele davon werden durch verschärfte gesetzliche Anforderungen und komplexe<br />
Dokumentationspflichten verstärkt. Unter dem Motto „Richtig sauber für eine lebenswerte Zukunft“ entwickelt das Memminger<br />
Familienunternehmen Buzil seit fast 120 Jahren professionelle Reinigungs- und <strong>Hygiene</strong>lösungen. Der „<strong>Hygiene</strong><br />
<strong>Report</strong>“ sprach mit Malte Vollmer, dem Leiter Anwendungstechnik, und Dr. Daniel Schühle, dem Bereichsleiter Forschung<br />
& Entwicklung und Nachhaltigkeitsmanagement bei Buzil, über Markttrends, Produktinnovationen, regulatorische Herausforderungen<br />
und Zertifizierungen, die für nationale wie internationale professionelle Anwender immer wichtiger werden.<br />
Redaktion <strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>:<br />
Perfekte <strong>Hygiene</strong> ist in der<br />
Lebensmittelbranche essenziell.<br />
Wie und wann hat Buzil diesen<br />
Markt für sich erschlossen?<br />
Dr. Daniel Schühle: Buzil ist<br />
schon seit Jahrzehnten in<br />
diesem Markt tätig. Historisch<br />
Malte Vollmer<br />
Leiter Anwendungstechnik bei Buzil in<br />
Memmingen<br />
gesehen kamen wir aus der<br />
klassischen Gebäudereinigung.<br />
Von da aus war es ein logischer<br />
Schritt, auch lebensmittelverar-<br />
beitende Betriebe mit ganzheitlichen<br />
Lösungen zu bedienen.<br />
Während wir in Europa durch<br />
effektive, nachhaltige Reinigungslösungen,<br />
Dosiertechnik<br />
und Servicekonzepte überzeugen,<br />
ist das im Mittleren<br />
Osten nicht ausreichend. Hier<br />
benötigen wir zusätzlich eine<br />
Halal-Zertifizierung aller<br />
relevanten Produkte,<br />
um überhaupt im<br />
Lebensmittelbereich gelistet<br />
zu werden. Diese<br />
Anforderungen erfüllen<br />
wir mittlerweile für alle<br />
relevanten Produkte.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Wie<br />
breit sind Sie heute<br />
aufgestellt, was umfasst<br />
Ihr Produktportfolio und<br />
welche Branchen setzen<br />
Ihre Produkte ein?<br />
Malte Vollmer: Durch<br />
unser sehr breites<br />
und diversifiziertes<br />
Sortiment können wir<br />
nahezu alle hygienerelevanten<br />
Branchen<br />
bedienen. Hauptabnehmer<br />
ist nach wie vor die<br />
professionelle Gebäudereinigung.<br />
Aber auch die<br />
Industrie profitiert von unserem<br />
speziell darauf abgestimmten<br />
Produktportfolio. Durch unsere<br />
ökologisch zertifizierten<br />
Produkte in Kombination<br />
mit lebensmittelrelevanten<br />
Zertifizierungen<br />
wie „HACCP-konform“<br />
oder „halal“ und der<br />
passenden Dosiertechnik<br />
sind wir auch im<br />
Lebensmittelbereich<br />
bestens aufgestellt.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Wie ist<br />
die Resonanz aus der<br />
Lebensmittelindustrie<br />
auf Öko-Produkte? Zeigt<br />
der Green Deal der EU<br />
bereits Wirkung, also<br />
mehr Nachfrage?<br />
Dr. Daniel Schühle: Wir<br />
beobachten diesbezüglich<br />
ein länderspezifisch<br />
unterschiedliches<br />
Marktverhalten.<br />
So stellen sich z.B. deutsche<br />
Händler und Großkunden<br />
bereits nach den Vorgaben der<br />
CSRD (Corporate Sustainability<br />
<strong>Report</strong>ing Directive), einer EU-<br />
Richtlinie zur Vereinheitlichung<br />
und Verbesserung der Nachhaltigkeitsberichterstattung<br />
von<br />
Unternehmen auf, in anderen<br />
europäischen Ländern agiert<br />
man etwas verhaltener und lässt<br />
die Dinge erst einmal auf sich<br />
zukommen.<br />
Dr. Daniel Schühle<br />
Bereichsleiter Forschung & Entwicklung<br />
und Nachhaltigkeitsmanagement<br />
In Summe kann man aber<br />
sagen, dass der Green Deal<br />
in der Branche angekommen<br />
ist, allerdings noch nicht in<br />
dem Umfang, den die EU<br />
beabsichtigt hat. Man darf bei<br />
all der Bürokratie nicht vergessen,<br />
dass die Absicht hinter<br />
dem Green Deal eine gute ist,<br />
allerdings führt das hohe Maß<br />
an Bürokratie und Unsicherheit<br />
wegen oft unklarer Vorgaben<br />
dazu, dass viele eher abwartend<br />
unterwegs sind, denn auf eine<br />
22 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
interview<br />
Mit Kaliumhydroxid gegen Verkrustungen:<br />
„Buz Ovenmaster“ reinigt Konvektomaten<br />
und Kombidämpfer. Fotos: Buzil<br />
sehr dynamische und häufig<br />
ändernde Regulatorik kann man<br />
sich nur schwer einstellen.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Was sind Ihrer<br />
Erfahrung nach derzeit die<br />
größten Probleme im <strong>Hygiene</strong>management<br />
von Betrieben der<br />
Lebensmittel- und Getränkeindustrie?<br />
Malte Vollmer: Da sind zum<br />
einen natürlich die hohe Personalfluktuation<br />
und Sprachbarrieren<br />
zu nennen. Beides wirkt<br />
nicht gerade förderlich auf ein<br />
einheitlich hohes <strong>Hygiene</strong>level.<br />
Zum anderen sorgen die umfangreichen<br />
Dokumentationspflichten,<br />
die ohne weitgehende<br />
Digitalisierung kaum zu bewältigen<br />
sind, unklare oder auch<br />
sich häufig ändernde Vorgaben<br />
– hier müssen die Betriebe oft<br />
unter Zeitdruck nachjustieren –<br />
für erheblichen Mehraufwand.<br />
Das heißt, der organisatorische<br />
Aufwand kollidiert mit den<br />
personellen und zeitlichen Ressourcen<br />
der Betriebe.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Wie unterstützt<br />
Buzil seine Kunden bei diesen<br />
Herausforderungen?<br />
Malte Vollmer: Wissen ist entscheidend.<br />
Deshalb inves tieren<br />
wir stark in Schulungen, Aus-<br />
und Weiterbildung.<br />
Mit unserer neuen Buzil<br />
Academy bieten wir<br />
Reinigungskräften und<br />
<strong>Hygiene</strong>verantwortlichen<br />
verschiedene Möglichkeiten,<br />
sich praxisorientiert<br />
weiterzubilden. Das steigert<br />
die Sicherheit und entlastet<br />
die Betriebe nachhaltig.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Erhalten<br />
Sie auch Feedback von<br />
Kunden und nehmen<br />
Sie Rückmeldungen der<br />
Betriebe in die Entwicklung<br />
neuer Produkte auf?<br />
Dr. Daniel Schühle: Natürlich!<br />
Ohne geht es nicht.<br />
Feedback ist für uns unverzichtbar.<br />
Wir arbeiten eng mit Betrieben<br />
zusammen, um bestehende<br />
Produkte weiterzuentwickeln<br />
und<br />
neue Lösungen<br />
realitätsnah<br />
zu gestalten.<br />
Praxistests sind<br />
ein fester Bestandteil<br />
unserer<br />
Forschung.<br />
Kundenfeedback<br />
fließt in jeder<br />
Entwicklungsstufe<br />
ein – so stellen<br />
wir sicher, dass<br />
neue Produkte<br />
am Markt wirklich<br />
funktionieren.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>:<br />
Welche Öko-Produkte<br />
aus Ihrem<br />
Portfolio werden<br />
von der Lebensmittelbranche<br />
besonders nachgefragt?<br />
Dr. Daniel Schühle: Kurz gesagt:<br />
Altbewährte Bekannte wie<br />
Oberflächenreiniger, Fettlöser,<br />
Spülmittel sowohl für manuelle<br />
als auch maschinelle Anwendungen.<br />
Aber auch Desinfektions-<br />
und Reinigungsmittel,<br />
die in den jeweiligen Objekten<br />
Für Lebensmittelbereiche<br />
entwickelt: „Drizzle Green“<br />
zur Oberflächenreinigung.<br />
benötigt werden, stehen ganz<br />
oben auf der Liste.<br />
Aktuell findet z.B. unser Handgeschirrspülmittel<br />
P 941 Vamat<br />
Dishy guten Anklang. Es besteht<br />
aus ökologisch unbedenklichen<br />
Inhaltsstoffen und ist sowohl<br />
mit dem Ecolabel zertifiziert als<br />
auch mit einer Cradle-to-Cradle<br />
Silbermedaille, wie übrigens<br />
sehr viele Produkte unseres<br />
Ökoportfolios Planta.<br />
Malte Vollmer: Außerdem sind<br />
da Metasoft und Metapol, ein<br />
Edelstahlreiniger und eine Metallpolitur<br />
zu nennen. Metasoft<br />
ist ein ausgezeichneter sauer<br />
eingestellter, gebrauchsfertiger<br />
Edelstahlreiniger, der sich direkt<br />
aus der Flasche anwenden<br />
lässt. Die enthaltene Säurekombination<br />
wirkt<br />
dabei optimal bei<br />
mineralischen<br />
Verschmutzungen<br />
wie Rost oder<br />
Oxidation, entfernt<br />
hartnäckige Verkrustungen<br />
und ist<br />
halal zertifiziert.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>:<br />
Der hochalkalische<br />
Konvektomaten-<br />
und Kombidämpferreiniger<br />
Buz Ovenmaster<br />
ist besonders in<br />
der Fleischwarenproduktion<br />
gefragt. Wie wirkt<br />
er gegen Fett, Verkrustungen<br />
und<br />
Eingebranntes?<br />
Malte Vollmer:<br />
Buz Ovenmaster<br />
ist durch seine<br />
Formulierung für sämtliche<br />
Lebensmittelrückstände und<br />
-verschmutzungen bestens<br />
geeignet. Durch besonders<br />
effektive Inhaltsstoffe wie<br />
Kaliumhydroxid ist das Produkt<br />
in der Lage, selbst hartnäckige<br />
Verkrustungen in Grill- und<br />
Konvektomaten besonders gut<br />
zu entfernen.<br />
Komplett neu im Sortiment ist<br />
der Drizzle Green Küchenoberflächenreiniger<br />
– sowohl als<br />
gebrauchsfertige Lösung als<br />
auch als Konzentrat. Der Reiniger<br />
ist überall dort nachgefragt,<br />
wo Lebensmittel verarbeitet<br />
werden. Denn aufgrund seiner<br />
hohen Eiweiß-, Öl- und Fettlösekraft<br />
werden alkalibeständige<br />
Oberflächen wie z.B. Edelstahl,<br />
Glas, Fliesen und Kunststoff<br />
ebenso hygienisch wie nachhaltig<br />
gereinigt. Er ist deshalb<br />
besonders nachhaltig, weil kein<br />
Wasser durch die Gegend transportiert<br />
werden muss, sondern<br />
die gebrauchsfertige Lösung<br />
vor Ort erstellt wird. Aus einem<br />
10-l-Konzentrat können bis<br />
zu 160 Anwendungsflaschen<br />
á 600 ml hergestellt werden.<br />
Dadurch können wir unseren<br />
Kunden auch einen Preisvorteil<br />
weitergeben.<br />
<strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong>: Mit welchen<br />
Neuerungen aus Ihrem Hause<br />
im hygienetechnischen Bereich<br />
können die Anwender in<br />
Zukunft rechnen?<br />
Dr. Daniel Schühle: Aktuell<br />
treiben wir den Ausbau unserer<br />
Dosiertechnik voran. Unser Ziel<br />
ist es immer, mit standardisierten<br />
Systemen, wirtschaftlichen<br />
Angeboten und stärkerer<br />
technischer Unterstützung unseren<br />
Kunden noch effizientere<br />
Prozesse zu ermöglichen.<br />
Viele Verbesserungen spüren<br />
unsere Partner bereits heute.<br />
Parallel arbeitet unser Labor an<br />
mehreren vielversprechenden<br />
Innovationen, die künftig zusätzliche<br />
Mehrwerte bieten werden.<br />
BUZIL-WERK Wagner GmbH<br />
& Co. KG<br />
Fraunhoferstraße 17<br />
D-87700 Memmingen<br />
Tel.: +49 8331/930-6<br />
www.buzil.de<br />
23
aktuelles<br />
1·26<br />
LGL: Mykotoxin Patulin<br />
nur selten in Fruchtsäften<br />
Fruchtsäfte können Rückstände<br />
von Mykotoxinen (Schimmelpilzgiften)<br />
enthalten, ohne dass<br />
dies optisch erkennbar ist. Um<br />
die Sicherheit von Kernobstsäften<br />
zu überprüfen, untersuchte<br />
das Bayerische Landesamt für<br />
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit<br />
(LGL) 68 Direktsäfte<br />
und zwölf Säfte aus Konzentrat,<br />
v.a. aus Äpfeln und Birnen, aber<br />
auch aus Quitte und Aronia, auf<br />
das Mykotoxin Patulin. Die Proben<br />
stammten aus Super- und<br />
Getränkemärkten, Gaststätten<br />
oder direkt aus Erzeugungsbetrieben.<br />
Das positive Ergebnis:<br />
In 75 % der Proben war<br />
keinerlei Patulin nachweisbar. In<br />
den Proben, in denen Gehalte<br />
festgestellt wurden, lagen diese<br />
deutlich unterhalb der gesetzlich<br />
zulässigen Höchstgrenze.<br />
www.lgl.bayern.de<br />
Mit <strong>Hygiene</strong> Campylobacter-Infektionen vermeiden<br />
BfR: 50.000 Darmerkrankungsfälle jährlich – Eigene Themenseite im Internet<br />
Das Bundesinstitut für Risikobewertung<br />
(BfR) mahnt zu mehr<br />
Produktionshygiene, um die<br />
Übertragung von Krankheitserregern<br />
wie Campylobacter-Bakterien<br />
zu verhindern und teils<br />
schwer verlaufende Lebensmittelinfektionen<br />
zu vermeiden.<br />
Infektionen mit Campylobacter<br />
sind in Deutschland keine Seltenheit:<br />
Jährlich werden rund<br />
40.000 bis 50.000 Erkrankungsfälle<br />
(Campylobacteriose)<br />
an das Robert Koch-Institut<br />
(RKI) gemeldet – die Dunkelziffer<br />
liegt deutlich höher.<br />
reinigten tierischen Lebensmitteln<br />
zurückzuführen ist.<br />
Häufiger Darmerreger: Campylobacter. Foto: BfR<br />
Wichtigste Regel beim Umgang<br />
mit rohem Fleisch ist es, die<br />
Verschleppung von Keimen<br />
– sogenannte Kreuzkontaminationen<br />
– zu verhindern. Erreger<br />
können direkt von einem Lebensmittel<br />
aufs andere übergehen,<br />
wenn diese unverpackt in<br />
Kontakt kommen. Möglich ist<br />
aber auch die indirekte Übertragung<br />
über Hände,<br />
Geräte, Arbeitsflächen,<br />
Messer oder andere<br />
Utensilien. Im Fall von<br />
Campylobacter reichen<br />
schon sehr geringe<br />
Mengen an Keimen<br />
aus, um beim Menschen<br />
eine Darminfektion<br />
zu verursachen.<br />
Das BfR hat eine eigene<br />
Themenseite Campylobacter<br />
im Internet eingerichtet unter:<br />
https://www.bfr.bund.de/lebensmittel-und-futtermittelsicherheit/<br />
bewertung-mikrobieller-risikenvon-lebensmitteln/gesundheitliche-bewertung-von-bakterien/<br />
campylobacter/<br />
Toxin Cereulid in der Babynahrung<br />
Nur geringe Pestizidrückstände<br />
Verunreinigung durch Zulieferer: Nestlé ruft zurück<br />
Der Lebensmittelkonzern<br />
Nestlé hat am 5. Januar<br />
einen vorsorglichen Rückruf<br />
für bestimmte Chargen<br />
seiner Babynahrungs-Marken<br />
BEBA, BEBA expert HA,<br />
BEBA expert Comfort+, BEBA<br />
supreme, BEBA AR und<br />
ALFAMINO in Deutschland<br />
eingeleitet. Grund waren<br />
mögliche Spuren des Toxins<br />
Cereulid, das durch den<br />
Mikroorganismus Bacillus Cereus<br />
produziert wird, in einer<br />
der Zutaten eines Zulieferers,<br />
die in den betroffenen Chargen<br />
verwendet wurde.<br />
Laut Nestlé-Pressemitteilung<br />
erfolgte der Rückruf „in enger<br />
Abstimmung mit den zuständigen<br />
deutschen Behörden“.<br />
Betont wurde, dass bislang<br />
keine Erkrankungen oder<br />
Symptome im Zusammenhang<br />
mit dem Verzehr der<br />
betroffenen Produkte bestätigt<br />
worden seien. Und: „Die<br />
Sicherheit und das Wohlbefinden<br />
von Säuglingen haben für<br />
uns absolute Priorität.“<br />
Laut der Verbraucherorganisation<br />
„foodwatch“ sind von<br />
dem Rückruf 800 Produkte,<br />
zehn Werke und 60 Länder<br />
betroffen. Es sei der größte<br />
Rückruf in der Geschichte<br />
des Lebensmittelkonzerns.<br />
Man warnte eindrücklich vor<br />
dem hitzeresis tenten Wirkstoff<br />
Cereulid – der Verzehr könne<br />
binnen 30 Minuten zu Erbrechen<br />
und Durchfall führen.<br />
Laut Experten kann es bei<br />
hohen Konzentrationen auch<br />
zu schwereren Krankheitsverläufen<br />
kommen.<br />
www.nestle.de<br />
Lebensmittel in Deutschland<br />
enthalten nur selten Rückstände<br />
von Pestiziden oberhalb<br />
der geltenden Rückstandshöchstgehalte.<br />
Dies zeigt die<br />
vom Bundesamt für Verbraucherschutz<br />
und Lebensmittelsicherheit<br />
(BVL) veröffentlichte<br />
„Nationale Berichterstattung<br />
Pflanzenschutzmittelrückstände<br />
in Lebensmitteln 2024“. 16.423<br />
Lebensmittelproben wurden auf<br />
derartige Rückstände untersucht.<br />
Im Vergleich zu 2023<br />
stieg der Anteil an Proben ohne<br />
quantifizierbare, also messbare<br />
und in Zahlen erfassbare Rückstände<br />
um 10 %. Die Hälfte der<br />
Proben wies keine quantifizierbaren<br />
Rückstände auf.<br />
Z.B. wurden in Mais und Spargel<br />
nur in einem kleinen Anteil<br />
Proben überhaupt Rückstände<br />
von Pflanzenschutzmitteln<br />
quantifiziert. Bei Grapefruits<br />
Diese Art der Lebensmittelinfektion<br />
ist häufiger als die bekanntere<br />
Salmonellen-Infektion,<br />
die oft ebenfalls auf mangelnde<br />
<strong>Hygiene</strong> im Umgang mit verunoder<br />
Kirschen hingegen waren<br />
Rückstände im überwiegenden<br />
Teil der Proben messbar. Aber<br />
selbst bei Lebensmitteln mit<br />
quantifizierbaren Rückständen<br />
wurden z.B. in Tomaten, Kartoffeln<br />
oder Äpfeln kaum oder<br />
gar keine Überschreitungen der<br />
Rückstandshöchstgehalte nachgewiesen.<br />
Die meisten Überschreitungen<br />
(bei Lebensmitteln<br />
mit mindestens 100 Proben)<br />
gab es bei Mangos (16,3 %),<br />
Paprika-Fruchtgewürz (11,7 %)<br />
und Grünkohl (8,4 %).<br />
Während nur bei 1,0 % der Erzeugnisse<br />
aus Deutschland und<br />
bei 1,5 % der Proben aus EU-<br />
Staaten Überschreitungen der<br />
geltenden Rückstandshöchstgehalte<br />
auftraten, lag dieser Anteil<br />
bei Erzeugnissen aus Nicht-EU-<br />
Ländern bei 6,7 %.<br />
www.bvl.bund.de<br />
24 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
aktuelles<br />
WWW.<br />
Web-TIPP<br />
www.vah-online.de<br />
Der Verbund für Angewandte<br />
<strong>Hygiene</strong> (VAH) mit Sitz in Bonn<br />
hat sich die Qualitätssicherung<br />
in der prophylaktischen Desinfektion<br />
als Ziel gesetzt. Der VAH<br />
zertifiziert Desinfektionsmittel für<br />
die Hände-, Haut- oder Flächendesinfektion<br />
in medizinischen<br />
und anderen Einrichtungen und<br />
publiziert diese mit den wichtigsten<br />
Gebrauchs informationen<br />
in einer Liste, die seit 2018<br />
kostenfrei online abrufbar oder<br />
als Print-Produkt bestellbar ist.<br />
Diese enthält (Stand: November<br />
2025) 1238 Produkte. VAH-<br />
Mitgliedsverbände sind u.a. die<br />
Deutsche Gesellschaft für <strong>Hygiene</strong><br />
und Mikrobiologie (DGHM)<br />
und der Bundesverband der<br />
<strong>Hygiene</strong>inspektoren (BVH).<br />
Salmonellen in Sesamerzeugnissen<br />
Von Sesamprodukten kann ein<br />
Risiko für eine Infektion mit Salmonellen<br />
ausgehen. Untersuchungen<br />
von Proben aus dem<br />
Einzelhandel bestätigen diesen<br />
Verdacht, wie das Bundesamt<br />
für Verbraucherschutz und<br />
Lebensmittelsicherheit (BVL) bei<br />
der Vorstellung des Zoonosen-<br />
Monitorings 2024 mitteilt. In<br />
2 % von 354 untersuchten<br />
Sesamprodukt-Proben aus dem<br />
Einzelhandel wurden die krankmachenden<br />
Keime festgestellt.<br />
Dabei handelte es sich um<br />
Erzeugnisse wie Tahini, eine aus<br />
der arabischen Küche stammende<br />
Paste aus Sesamkörnern,<br />
die etwa als Grundzutat in<br />
Hummus verwendet wird, oder<br />
der ebenfalls in Vorderasien<br />
und Südosteuropa verbreiteten<br />
Süßwarenspezialität Halva.<br />
Salmonellen kommen im<br />
Magen-Darm-Trakt vieler Hausund<br />
Wildtiere vor und werden<br />
über den Kot ausgeschieden.<br />
Durch derlei Ausscheidungen<br />
auf dem Feld, verunreinigtes<br />
Bewässerungswasser und<br />
organische Düngung können<br />
auch pflanzliche Lebensmittel<br />
kontaminiert werden.<br />
Im Zoonosen-Monitoring werden<br />
Daten über das Auftreten von<br />
Krankheitserregern in Tieren,<br />
Schlachtkörpern und Lebensmitteln<br />
erfasst, die auch beim<br />
Menschen Krankheiten auslösen<br />
können. Für das Monitoring<br />
2024 haben die Überwachungsbehörden<br />
6028 Proben auf allen<br />
Stufen der Lebensmittelkette<br />
genommen und untersucht.<br />
https://bvl.bund.de<br />
Oblaten-Lebkuchen:<br />
Mehrheit ist „sauber“<br />
Das Verbraucherschutzmagazin<br />
ÖKO-TEST hat 2025 in der<br />
Vorweihnachtszeit 18 Proben<br />
Oblaten-Lebkuchen getestet,<br />
davon fünf mit Bio-Label. Acht<br />
Produkte erhielten die Bestnote,<br />
weitere schnitten mit „gut“ ab.<br />
Aber es gab auch Kritikpunkte<br />
– etwa dass über die Hälfte<br />
der konventionellen Produkte<br />
nicht ausschließlich Gewürze<br />
wie Zimt, Nelke und Kardamom<br />
enthielt, sondern auch<br />
Aromastoffe zugesetzt wurden.<br />
Bei einer Probe wies das<br />
beauftragte Labor aromatische<br />
Mineralölkohlenwasserstoffe<br />
(MOAH) nach, die krebserregend<br />
und erbgutschädigend<br />
sein können, bei zwei weiteren<br />
Proben Mineralölrückstände<br />
und Schimmelpilzgifte.<br />
www.oekotest.de<br />
<strong>Hygiene</strong>mängel in Verteilstationen, Keime in gekühlten Blattsalaten<br />
BVL-Jahresbilanz: Käseersatzprodukte mit Mineralölrückständen – Acrylamidwerte bei Trockenbeeren gering<br />
Das Bundesamt für Verbraucherschutz<br />
und Lebensmittelsicherheit<br />
(BVL) und die<br />
Länderarbeitsgemeinschaft<br />
Verbraucherschutz (LAV) haben<br />
in Berlin ihre Untersuchungsergebnisse<br />
zur Lebensmittelsicherheit<br />
in Deutschland 2025<br />
vorgestellt. Sie informierten z.B.,<br />
dass getrocknete Beeren kaum<br />
zur Acrylamid-Belastung von<br />
Lebensmitteln beitragen.<br />
Bei der Untersuchung von gekochten<br />
Nudeln und gekochtem<br />
Reis in Gemeinschaftsverpflegung<br />
wurden krankmachende<br />
Keime nur selten nachgewiesen:<br />
Aerobe mesophile Keime (in<br />
14,4 % der Proben), Enterobacteriaceae<br />
(1,9 %), präsumtive<br />
Bacillus cereus (2,8 %),<br />
koagulase positive Staphylokokken<br />
(0,2 %), Escherichia coli<br />
(kein Nachweis), Clostridium<br />
perfringens (kein Nachweis).<br />
Bei 36 % von 503 untersuchten<br />
Verteilerstationen für Lebensmittel<br />
stellten Kontrolleure hy gienische<br />
Mängel fest. In 18,5 % der<br />
Fälle wurden Vorgaben für<br />
nicht vorverpackte Lebensmittel<br />
missachtet, in 14,9 % Mängel<br />
im Umgang mit kühlpflichtigen<br />
und leicht verderblichen<br />
Lebensmitteln festgestellt. In<br />
40,6 % der Stationen war keine<br />
verantwortliche Person bei der<br />
zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörde<br />
gemeldet<br />
oder hatte nicht an der erforderlichen<br />
Schulung teilgenommen.<br />
STEC und Salmonellen<br />
Gekühlte Blattsalate, die als<br />
gewaschen und verzehrfertig<br />
gekennzeichnet werden, kön-<br />
nen mit gesundheitsgefährdenden<br />
Keimen belastet sein. In<br />
sechs von 312 untersuchten<br />
Proben (2,2 %) wurden STEC<br />
nachgewiesen, in zwei von 268<br />
Proben (0,6 %) Salmonellen.<br />
Empfindliche Verbrauchergruppen<br />
mit geschwächter Immunabwehr<br />
sollten vorsichtshalber<br />
auf den Verzehr solcher Erzeugnisse<br />
verzichten und stattdessen<br />
für selbst zubereitete Salate<br />
frische und gründlich gewaschene<br />
Zutaten verwenden.<br />
Vegane Käseersatzprodukte<br />
können Verunreinigungen von<br />
Mineralölbestandteilen enthalten.<br />
67 Proben wurden auf<br />
aromatische Kohlenwasserstoffe<br />
(MOAH) und gesättigte Kohlenwasserstoffe<br />
(MOSH) untersucht.<br />
57 Proben ent hiel ten<br />
MOSH (Höchstgehalt: 12 mg/<br />
kg), acht Proben MOAH (max.<br />
2,5 mg/kg). V.a. wegen der<br />
toxikologischen Eigenschaften<br />
ist für Kleinkinder, Kinder und<br />
Vielverzehrer Vorsicht geboten.<br />
Bis zu 259 µg/kg Acrylamid<br />
Die Untersuchung von 158 Proben<br />
getrockneter Beeren ergab<br />
nur geringe Acrylamid-Werte:<br />
u Cranberrys: 77 Proben, mittlerer<br />
Acrylamid-Gehalt 16 µg/kg,<br />
Höchstgehalt 259,0 µg/kg.<br />
u Moosbeeren: 31 Proben,<br />
mittlerer Acrylamid-Gehalt: 16<br />
µg/kg, Höchstgehalt 44,7 µg/kg<br />
u Gojibeeren: 30 Proben, mittlerer<br />
Acrylamid-Gehalt: 39 µg/<br />
kg, Höchstgehalt 114,0 µg/kg<br />
u Verschiedene andere Beeren:<br />
20 Proben, keine auffälligen<br />
Acrylamid-Gehalte.<br />
https://bvl.bund.de<br />
25
aktuelles<br />
1·26<br />
Restperoxid in Verpackungen bestimmen, Anlagenstörungen verhindern<br />
VDMA veröffentlicht überarbeitete Fachverbandsschriften Nr. 01 und Nr. 05 für hygienische Abfüllmaschinen<br />
Der VDMA Fachverband<br />
Nahrungsmittelmaschinen und<br />
Verpackungsmaschinen hat<br />
seine Fachverbandsschriften<br />
Nr. 01 „Methoden zur Bestimmung<br />
von Restperoxid in Verpackungen<br />
– Prüfprozeduren“ und<br />
Nr. 05 „Produktschnittstelle und<br />
zugehöriger Signalaustausch für<br />
aseptische Abfüllmaschinen“<br />
vollständig überarbeitet. Sie stehen<br />
zum kostenlosen Download<br />
in deutscher und englischer<br />
Fassung zur Verfügung.<br />
Für <strong>Hygiene</strong>klassen III / IV / V<br />
Die Fachverbandsschrift 01 beschreibt<br />
Methoden zur Bestimmung<br />
des Restperoxidgehalts in<br />
Leerverpackungen, die in oder<br />
vor Abfüllmaschinen der VDMA-<br />
<strong>Hygiene</strong>klassen III, IV und V für<br />
flüssige Nahrungsmittel, unter<br />
Verwendung von wasserstoffperoxidhaltiger<br />
Entkeimungsmedien,<br />
entkeimt wurden. Die<br />
Messungen ermöglichen, dass<br />
die in Verkehr gebrachten,<br />
entkeimten Verpackungen die<br />
Produktqualität nicht negativ<br />
beeinflussen.<br />
Im Unterschied zu den vorhergehenden<br />
Fassungen der Fach-<br />
verbandsschrift werden neben<br />
der Beschreibung der Analyseverfahren<br />
eingehende Hinweise<br />
zur korrekten Probenahme<br />
sowie zu möglichen Einflüssen<br />
auf die Messung<br />
gegeben. Die<br />
Hinweise gelten<br />
sowohl für die Maschinenvalidierung<br />
als auch für die<br />
Routineprüfung<br />
durch den Maschinenbediener<br />
oder<br />
die Qualitätssicherung<br />
während des<br />
Betriebes.<br />
Ursache für Unsterilitäten<br />
Störungen im Signalaustausch<br />
zwischen den einzelnen Teilsystemen<br />
einer Aseptikanlage<br />
sind eine mögliche Ursache für<br />
Unsterilitäten. Diesem Störungspotential<br />
kann entgegengewirkt<br />
werden durch die eindeutige<br />
Festlegung der Teilsystemgrenzen<br />
und einer klaren Definition<br />
der auszutauschenden Signale<br />
zwischen den Teilsystemen. Die<br />
überarbeitete Fachverbandsschrift<br />
Nr. 05 gibt eine Empfehlung,<br />
welche Mindestanforderungen<br />
an den Signalaustausch<br />
zwischen den beteiligten, produktführenden<br />
Komponenten<br />
in einer Aseptikanlage gestellt<br />
werden sollten. Dies gilt für die<br />
Funktionen, die für die Sicherheit<br />
des Lebensmittels relevant<br />
sind und konzentriert sich auf<br />
den Signalaustausch zum sicheren<br />
Betrieb der aseptischen<br />
Abfüllmaschine. Hierbei können<br />
an einer Produktleitung eine<br />
oder mehrere Füllmaschinen<br />
installiert sein und der beschriebene<br />
Signalaustausch geht von<br />
zwei Teilsystemen aus – Steriltank<br />
und Abfüllmaschine – von<br />
denen jedes über eine eigene<br />
Steuerung und eine integrierte<br />
bzw. zugeordnete CIP-Anlage<br />
verfügt. Ein Übertrag dieses<br />
Signalaustausches auf weitere<br />
Komponenten, z.B. zwischen<br />
Erhitzeranlage und Steriltank, ist<br />
möglich.<br />
Ein Signalaustausch, der rein<br />
mechanische Funktionen, den<br />
nachfolgenden Downstream<br />
oder effektivitätsfördernde<br />
Punkte betrifft, wird in diesem<br />
Dokument nicht beschrieben.<br />
Gratis-Download beim VDMA<br />
Beide Publikationen wurden<br />
vom VDMA-Arbeitskreis<br />
„Schnittstellenproblematik bei<br />
Aseptikanlagen“ der Fachabteilung<br />
Verpackungsmaschinen<br />
überarbeitet. Fragen<br />
dazu beantwortet Dr. Florian<br />
Hurter (VDMA) unter Telefon<br />
069/6603-1178, E-Mail: florian.<br />
hurter@vdma.eu.<br />
Diese und weitere vom gleichen<br />
Arbeitskreis herausgegebene<br />
Schriften zum Thema „aseptische<br />
und hygienische Abfüllung<br />
von flüssigen und pastösen<br />
Lebensmitteln“ werden auf der<br />
VDMA-Themenseite Aseptik<br />
zum Download angeboten:<br />
www.vdma.eu/viewer/-/v2article/<br />
render/16610842<br />
200.000 Fälle pro Jahr: Deutsches Vergiftungsregister geht in Betrieb<br />
Das Bundesinstitut für Risikobewertung<br />
(BfR) nimmt das Deutsche Vergiftungsregister<br />
(DVR) offiziell in Betrieb. Mit der<br />
bundesweiten Erfassung und Auswertung<br />
von Vergiftungsfällen entsteht erstmals<br />
eine zentrale Datenbasis, die Gesundheitsrisiken<br />
früher erkennen und Gegenmaßnahmen<br />
schneller einleiten lässt.<br />
Ziel ist, Vergiftungsgefahren systematisch<br />
zu erfassen, Trends sichtbar zu machen<br />
und dadurch Leben zu retten. Die Daten<br />
können u.a. dafür genutzt werden, um<br />
Verbraucher besser über gesundheitliche<br />
Risiken zu informieren und so Vergiftungen<br />
zu vermeiden. Beispiele dafür sind<br />
häufige Unfälle etwa durch das Verschlucken<br />
von Reinigungsmitteln oder giftigen<br />
Pflanzen. Bislang fehlte dafür eine umfassende,<br />
einheitliche Datenquelle.<br />
Das DVR umfasst eine zentrale Datenbank,<br />
in der die Vergiftungsmeldungen<br />
aus den sieben Giftinformationszentren<br />
(GIZ), von Unfallversicherungsträgern und<br />
aus ärztlichen Mitteilungen zusammenfließen<br />
werden. Derzeit werden dem BfR etwa<br />
8000 Vergiftungsfälle pro Jahr gemeldet.<br />
In den GIZ werden jährlich etwa 200.000<br />
Fälle mit Relevanz für das DVR erfasst. Im<br />
Register werden Informationen über Art<br />
des Stoffes, Expositionsweg (Aufnahme<br />
durch Verschlucken, Einatmen usw.),<br />
Schweregrad der Vergiftung, medizinische<br />
Maßnahmen und weitere relevante Faktoren<br />
erfasst. Perspektivisch entsteht mit<br />
dem DVR die Grundlage für ein bundesweites<br />
Vergiftungs-Frühwarnsystem.<br />
www.bfr.bund.de<br />
26 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
aktuelles<br />
„Unterweisungsplaner“<br />
der BGN gratis nutzbar<br />
Ob <strong>Hygiene</strong>, Hautschutz oder<br />
Reinigung: Arbeitssicherheit<br />
und Gesundheitsschutz sind<br />
Voraussetzung für reibungslose<br />
Betriebsabläufe. Unterweisungen<br />
der Mitarbeiter sind also<br />
nicht nur notwendige Pflicht,<br />
sondern schützen Unternehmen<br />
vor Fehlern, Ausfallzeiten<br />
und unnötigen Kosten. Im Arbeitsalltag<br />
ist aber nicht immer<br />
klar, wer wann worin unterwiesen,<br />
wo die Dokumentation<br />
dazu abgelegt wurde und wann<br />
die nächsten Unterweisungen<br />
anstehen. Die Berufsgenossenschaft<br />
Nahrungsmittel und<br />
Gastgewerbe (BGN) hat deshalb<br />
als Web-App einen „Unterweisungsplaner“<br />
bereitgestellt, mit<br />
dem Unternehmer ihr Vorgehen<br />
online sys tematisch nach Themen<br />
planen, durchführen und<br />
dokumentieren können.<br />
Kostenfrei nutzbar unter https://<br />
bgn-unterweisungsplaner.app<br />
Gute <strong>Hygiene</strong>praxis bei der Ernte<br />
QS: Stichprobenaudits im Jahr 2025 verliefen positiv<br />
<strong>Hygiene</strong>vorgaben konsequent<br />
einzuhalten, ist zwingend erforderlich,<br />
um Verunreinigungen<br />
von Obst und Gemüse während<br />
des Ernteprozesses vorzubeugen.<br />
Das Qualitätssicherungssystem<br />
QS (Bonn) überprüft<br />
regelmäßig über Stichprobenaudits,<br />
ob die Anweisungen<br />
korrekt umgesetzt werden. Im<br />
Jahr 2025 brachten diese überwiegend<br />
positive Resultate.<br />
Zwischen April und September<br />
führte QS unangekündigte<br />
Erntehygiene-Audits bei<br />
30 Erzeugerbetrieben durch.<br />
Die Kulturen Spargel, Salate<br />
und Erdbeeren standen dabei<br />
besonders im Fokus. Dabei ging<br />
es auch darum, ob das Erntepersonal<br />
entsprechende Schulungen<br />
erhalten hat. Resultat:<br />
Alle Betriebe absolvierten die<br />
Stichprobenaudits erfolgreich<br />
und verfügen in der Summe<br />
über eine gute <strong>Hygiene</strong>praxis<br />
sowie über ein funktionierendes<br />
<strong>Hygiene</strong>konzept.<br />
<strong>Hygiene</strong> ist wichtig – auch bei der<br />
Obst- und Gemüseernte. Foto: QS<br />
Nur in Einzelfällen wurden<br />
Abweichungen festgestellt, die<br />
überwiegend auf nicht in ausreichendem<br />
Maße zur Verfügung<br />
stehende Feldtoiletten sowie<br />
eine unzureichende Ausstattung<br />
der sanitären Anlagen für Erntehelfer<br />
zurückgingen.<br />
www.q-s.de<br />
Kostenloses QS-Seminar<br />
„Food Fraud vermeiden“<br />
Um Unternehmen wirkungsvoll<br />
vor Lebensmittelverfälschungen<br />
(sog. „Food Fraud“)<br />
zu schützen, sind verschiedene<br />
Maßnahmen nötig – z.B.<br />
transparente und kontrollierte<br />
Lieferketten, sorgfältige Liefer -<br />
antenauswahl, strenge Warenein<br />
gangs- und Produktkontrollen,<br />
systematische Dokumenta<br />
tion. Wie das in den Produktgruppen<br />
Fleisch/Fleischwaren,<br />
Obst, Gemüse und Kartoffeln<br />
funktioniert, vermittelt das Qualitätssicherungsprogramm<br />
QS<br />
(Bonn) in einem kostenfreien<br />
Online-Seminar „Präventionsstrategien<br />
Food Fraud – Lebensmittelbetrug<br />
erkennen und<br />
vermeiden“ am 14. April von<br />
10-12 Uhr. Vier Referenten zeigen<br />
darin die wichtigsten Strategien<br />
zur Prävention von Food<br />
Fraud und erläutern analytische<br />
Methoden zur Feststellung von<br />
Verfälschungen.<br />
Nähere Infos und Anmeldung:<br />
www.q-s.de<br />
Dr. Christian Noß ist<br />
neuer Referent beim IHO<br />
Schwere Listerieninfektionen nehmen in Europa zu<br />
Dr. Christian Noß verstärkt seit<br />
Januar <strong>2026</strong> als Referent für<br />
Wissenschaft und Technik das<br />
Team des Industrieverbandes<br />
<strong>Hygiene</strong> und Oberflächenschutz<br />
für industrielle und institutionelle<br />
Anwendung e.V. (IHO) in<br />
der Geschäftsstelle in Frankfurt.<br />
Noß studierte Chemie an<br />
der Justus-Liebig-Universität<br />
Gießen. Schwerpunkt seiner<br />
Promotion war die Entwicklung<br />
einer neuartigen Methode zur<br />
katalytischen Herstellung von<br />
Benzaldehyd, unter der Verwendung<br />
von Kupfer(I)-Komplexen<br />
und eines Photokatalysators.<br />
In seiner neuen Position wird<br />
er die wissenschaftlichen und<br />
technischen Fragestellungen<br />
des Verbandes betreuen.<br />
www.iho.de<br />
Jedes Jahr erkranken Tausende Menschen in<br />
ganz Europa nach dem Verzehr kontaminierter<br />
Lebensmittel, wobei Eier, Fleisch und verzehrfertige<br />
Lebensmittel zu den häufigsten Infektionsquellen<br />
zählen. 2024 verursachten Listerien<br />
den höchsten Anteil an Krankenhausaufenthalten<br />
und Todesfällen unter den gemeldeten lebensmittelbedingten<br />
Infektionen. Etwa 7 von 10<br />
infizierten Personen mussten im Krankenhaus<br />
behandelt werden, eine von 12 Personen starb.<br />
Laut dem neuen EU-Bericht „One Health<br />
Zoonoses <strong>Report</strong>“ der Europäischen Behörde<br />
für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des<br />
Europäischen Zentrums für die Prävention und<br />
die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) ist bei<br />
verzehrfertigen Lebensmitteln der Kontaminationsgrad<br />
sehr gering: Der Anteil der Proben, die<br />
die EU-Grenzwerte überschritten, lag zwischen<br />
0 und 3 %, wobei fermentierte Würste die am<br />
häufigsten kontaminierten Produkte waren.<br />
Während Listerien das größte Risiko für schwere<br />
Erkrankungen darstellen, sind Campylobacter<br />
und Salmonellen die häufigsten Ursachen für<br />
lebensmittelbedingte Erkrankungen in Europa,<br />
wobei Geflügelfleisch und Eier oft Infektionsquellen<br />
sind. Daten aus dem Tierbereich zeigen<br />
einen deutlichen Anstieg der Zahl der Zuchthühner<br />
und Truthühner, die positiv auf Salmonellen<br />
getestet wurden. Zuletzt haben laut EFSA<br />
nur 14 der 27 EU-Länder alle Ziele zur Reduzierung<br />
von Salmonellen bei Geflügel erreicht.<br />
Verbesserte Überwachungsinstrumente wie die<br />
Gesamtgenomsequenzierung sollen Ausbrüche<br />
leichter erkennbar machen und koordinierte<br />
Maßnahmen entlang der Lebensmittelkette<br />
unterstützen. Auch die Einhaltung geeigneter<br />
Lebensmittelhygienepraktiken trägt dazu bei,<br />
das Infektionsrisiko erheblich zu verringern.<br />
www.efsa.europa.eu<br />
27
fremdkörperdetektion<br />
1·26<br />
Modernisierung von Metalldetektoren<br />
Eriez startet Update-Programm mit PrecisionGuard X8-C<br />
Arbeitet mit Kameras und Sensoren: der Sortierer „Compass“. Foto: Key<br />
Fremdkörper in Blattgemüse finden<br />
Key präsentiert neuen optischen „Compass“-Sortierer<br />
Key Technology (USA/Belgien/<br />
Holland) hat einen neuen optischen<br />
„Compass“-Sortierer<br />
für Blattgemüse vorgestellt.<br />
Das förderbandgeführte<br />
System wurde für die Inspektion<br />
von frisch geschnittenem<br />
Gemüse direkt vom Feld<br />
entwickelt und kombiniert effiziente<br />
Erkennung und Entfernung<br />
von Fremdkörpern mit<br />
schonender und hygienischer<br />
Produkthandhabung.<br />
Das Gerät eignet sich laut<br />
Hersteller zum Sortieren von<br />
Spinat, Rucola u.a. ungewaschenem,<br />
frisch geschnittenem<br />
Blattgemüse, inklusive<br />
Salatmischungen. Das System<br />
erkennt und filtert viele<br />
Fremdkörper heraus, darunter<br />
Erdklumpen, Steine, Stöcke,<br />
Insekten und Tierreste sowie<br />
Produktfehler bei der Verarbeitung<br />
einzelner Sorten.<br />
„Compass“ ist mit anpassbaren<br />
Kameraoptionen ausgestattet,<br />
darunter bis zu acht<br />
Kanäle mit multispektralen<br />
Sensordaten. Mit Keys Pixel-<br />
Fusion-Detektionstechnologie<br />
kombiniert es sichtbare, infrarote<br />
und kurzwellige Infrarotdaten<br />
auf Pixelebene. Ein CIP-<br />
System mit Sprühbalken und<br />
Bürsten unter dem Förderband<br />
gewährleistet <strong>Hygiene</strong><br />
während der Produktion.<br />
www.key.net<br />
Trenntechnologie-Anbieter Eriez<br />
(USA, deutscher Sitz: Recklinghausen)<br />
hat für Kunden aus<br />
der Lebensmittel-, Pharma- und<br />
Verpackungsindustrie ein neues<br />
Programm eingeführt. Das<br />
PrecisionGuard X8-C Upgrade-<br />
Kit ist ein direkter „Drop-in“-<br />
Nachrüstsatz<br />
für installierte<br />
Xtreme-Metalldetektoren.<br />
Damit können<br />
bestehende<br />
Systeme<br />
schnell und<br />
kostengüns tig<br />
modernisiert<br />
werden. Das<br />
Kit verspricht<br />
verbesserte Empfindlichkeit,<br />
intelligente Vernetzung und<br />
intuitive Bedienung – ganz ohne<br />
kompletten Systemaustausch.<br />
Durch den Austausch von<br />
Elektronik und Benutzeroberfläche<br />
können Anwender ihren<br />
vorhandenen Sensorkopf, das<br />
Förderband und die Auswurfvorrichtung<br />
weiterverwenden<br />
und gleichzeitig von verbesserter<br />
Leistung, Datenintegration<br />
und erweiterter Benutzerkontrolle<br />
profitieren. Das X8-C Upgrade-Kit<br />
soll die Lebensdauer<br />
von Metalldetektoren um sieben<br />
bis zehn Jahre verlängern und<br />
viele Leistungsverbesserungen<br />
Upgrade: Xtreme- und neuer Eriez-Detektor.<br />
Foto: Eriez<br />
bringen – u.a. großen kapazitiven<br />
Touchscreen mit intuitiver<br />
Bedienung, Hochgeschwindigkeitsprozessor<br />
für frühere und<br />
präzisere Detektion, Gehäuse<br />
aus Edelstahl 304, Schutzart<br />
IP69, integrierte Web-Benutzeroberfläche<br />
und Gratis-Software<br />
„Quality Retail Compliance“.<br />
www.eriez.com/X8C<br />
X3-Serie: Präzisere Ausschleusungen bei Inspektion von Schüttgütern<br />
Mettler-Toledo Produktinspektion<br />
(Royston, Großbritannien)<br />
hat neue Röntgeninspektionssysteme<br />
seiner X3-Serie für<br />
Schüttgüter vorgestellt, die auf<br />
erstklassige Fremdkörpererkennung,<br />
gezielte Reduzierung von<br />
Verschwendung und vereinfachte<br />
Bedienung ausgelegt sind.<br />
Die aus den Modellen X13 und<br />
X53 bestehende Serie basiert<br />
auf der X2-Systemfamilie mit<br />
vereinheitlichten Komponenten.<br />
Sie zeichnet sich laut dem<br />
Hersteller durch hygienisches<br />
Design sowie optimierte Benutzerfreundlichkeit<br />
aus.<br />
Die X3-Serie wurde speziell für<br />
unverpackte, lose Schüttgüter<br />
auf Transportbändern entwickelt.<br />
Beide<br />
Systemmodelle<br />
erkennen je<br />
nach Anwendung<br />
und Art<br />
des Fremdkörpers<br />
eine Größe<br />
von nur 0,3<br />
bis 0,4 mm.<br />
Dafür typische<br />
Anwendungen<br />
sind getrocknetes,<br />
frisches<br />
oder gefrore-<br />
nes Obst und Gemüse, Nüsse,<br />
Hülsenfrüchte, Wurzelgemüse<br />
wie Karotten und Kartoffeln,<br />
Süßwaren<br />
und Cerealien.<br />
X3-Geräte bieten effiziente Rönt gen -<br />
in spektion. Foto: Mettler-Toledo<br />
Zum Ausschleusen<br />
von Fremdkörpern<br />
dienen ein<br />
Mechanismus<br />
mit<br />
30 Blasdüsen<br />
für kleinere<br />
Produkte und<br />
ein Pusher mit sechs Klappen<br />
bei größeren Produkten.<br />
Das intelligente Design beider<br />
Systeme ermöglicht werkzeuglosen<br />
Ausbau von Transportgurt<br />
und Führungen für einfache<br />
Reinigungsroutinen. Die Durchsatzraten<br />
betragen bis zu<br />
5000 kg pro Stunde. HiGain+<br />
Detektortechnologie und ContamPlus<br />
Software liefern scharfe<br />
Bilder für zuverlässige Erkennung<br />
von Fremdkörpern wie<br />
Metall, Glas, Knochen, Steinen.<br />
www.mt.com/xray-x3-pr<br />
28 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
desinfektion<br />
UVC sichert beste Fleischqualität<br />
Keller GmbH (Langenbach) setzt auf Technologie der sterilAir AG<br />
Die Keller GmbH (Langenbach) ist seit 1908 im Metzgerhandwerk tätig und legt größten<br />
Wert auf hochwertige Wurst- und Fleisch erzeugnisse. Um diese hohen Standards auch in<br />
seinem modernen Produktionsumfeld gewährleisten zu können, suchte das traditionsreiche<br />
Familienunternehmen nach einer innovativen Lösung zur Entkeimung ihrer Räumlichkeiten<br />
und Sicherstellung der Produktqualität. Die Wahl fiel auf die UVC-Technologie der sterilAir<br />
AG (Weinfelden/Schweiz). Mit UVC-Installationen etablierte man eine chemiefreie <strong>Hygiene</strong>lösung,<br />
die nicht nur ökologisch nachhaltig ist, sondern auch Kosteneinsparungen bringt.<br />
In der Produktion werden Verdampfer<br />
und Raumluft mit UVC entkeimt.<br />
Gerade bei der Herstellung von<br />
Wurst- und Fleischerzeugnissen<br />
ist die Einhaltung einwandfreier<br />
<strong>Hygiene</strong> unabdingbar. Die<br />
mikrobiologische Qualität der<br />
Raumluft als entscheidender<br />
Faktor wird jedoch in der Metzgerbranche<br />
oft dunterschätzt.<br />
Produktions- und Kühlräume<br />
werden mittels Raumluftkühlern<br />
(sog. Verdampfer) gekühlt. Hier<br />
liegt die größte Kontaminationsquelle:<br />
Aerosole, die u.a. bei der<br />
Nassreinigung entstehen, werden<br />
angesaugt. Diese kleinen<br />
Wassertröpfchen tragen Staub,<br />
Produktreste und Mikroorganismen<br />
mit sich. Am Verdampfer<br />
sammeln sich die Keime und<br />
vermehren sich. Nach und nach<br />
werden die Kühllamellen und<br />
das Innere des Verdampfers mit<br />
einem Biofilm überzogen. Aufgrund<br />
der hohen Luftströme im<br />
Luftkühler (durch das Zusetzen<br />
UVC-Geräte (o.) lassen sich in bestehende<br />
Prozesse und vorhandene Verdampfer<br />
integrieren. Fotos: sterilAir<br />
der Lamellen noch verstärkt)<br />
können Bestandteile des Biofilms<br />
in den Raum hinausgetragen<br />
werden. Hier kontaminieren<br />
sie die Luft, produktberührende<br />
Oberflächen oder auch das verpackungsfertige<br />
Endprodukt.<br />
Keimfreie Luft<br />
Keller und<br />
sterilAir entwickelten<br />
deshalb<br />
ein <strong>Hygiene</strong>konzept,<br />
damit<br />
die Raumluft in<br />
der Produktion<br />
kein Risiko<br />
mehr darstellt.<br />
Zur Implementierung<br />
der<br />
UVC-Lösungen<br />
wurden alle<br />
Raumluftkühler mit der sterilAir<br />
E-Serie ausgerüstet. Die kontinuierliche<br />
Entkeimung stellt<br />
sicher, dass der Verdampfer frei<br />
von Biofilm und der gesamte<br />
Raum frei von Schimmelbildung<br />
bleibt. Ergebnis: „Die Ware ist<br />
frischer als vorher. Fleisch und<br />
Wurstwaren halten länger. In<br />
unserem Dry Aging-Kühlraum<br />
gibt es immer einen frischen<br />
Geruch und die Fleischqualität<br />
ist gleichbleibend sehr hoch“,<br />
bilanziert Metzgerei-Geschäftsführer<br />
Augustin Keller.<br />
Die UVC-Technologie hemmt<br />
das Wachstum unerwünschter<br />
Mikroorganismen, was zu<br />
höherer Produktsicherheit<br />
und Reduzierung des Reinigungsaufwands<br />
führte. „In<br />
den Produktionsräumen ist<br />
Schimmelbildung sehr selten.<br />
Alle Kühlverdampfer sind länger<br />
sauber und arbeiten effizienter“,<br />
Für Räume ohne oder mit geringer Luftzirkulation ist der<br />
sterilAir UVR-4K (l.) mit kontinuierlicher UVC-Raumluftentkeimung<br />
bei 700 m 3 /h Luftdurchsatz geeignet.<br />
berichtet Keller. Er hat seit<br />
Inbetriebnahme eine deutliche<br />
Reduzierung der Kontaminationen<br />
festgestellt. Dies bedeutet<br />
frischere Produkte über einen<br />
längeren Lagerzeitraum hinweg,<br />
längere Haltbarkeit und damit<br />
höhere Kundenzufriedenheit.<br />
Erfolgreich gegen Aerosole<br />
Zusätzlich zur im Dauereinsatz<br />
befindlichen E-Serie entschied<br />
sich Keller, im Produktions- und<br />
Kistenspülraum einen zusätzlichen<br />
sterilAir UVC-Umluftentkeimer<br />
UVR-4K einzusetzen.<br />
Gerade in diesen Räumen<br />
kommt es regelmäßig zu hoher<br />
Luftfeuchtigkeit durch Reinigungsarbeiten<br />
oder den Dampf<br />
der Kistenwaschanlage. Dort,<br />
wo viel Feuchtigkeit auftritt, ist<br />
Schimmelwachstum nicht weit<br />
entfernt. Aufgewirbelte Aerosole<br />
nehmen Bakterien wie z.B.<br />
Listerien auf. Landen diese<br />
Tröpfchen später auf den frisch<br />
desinfizierten Arbeitsoberflächen<br />
oder Maschinen, ist eine<br />
Kreuzkontamination vorprogrammiert.<br />
Mithilfe des UVR-4K<br />
wird die Luft keimfrei gehalten.<br />
Laut sterilAir ist es mit einer<br />
Desinfektionsleistung von bis zu<br />
90 % gegenüber Schimmelsporen<br />
das effektivste Luftdesinfektionsgerät<br />
am Markt.<br />
Neben der Lieferung von Geräten<br />
unterstützt die sterilAir AG<br />
ihre Kunden bei Planung und<br />
Umsetzung wiederkehrender<br />
Servicearbeiten, wie z.B.<br />
anstehenden Röhrenwechseln,<br />
mithilfe eines selbstentwickelten<br />
Servicetools. Verbrauchsmaterialien<br />
stellt man dauerhaft und<br />
schnell zur Verfügung. Augustin<br />
Keller jedenfalls ist rundum zufrieden:<br />
„Ausfälle gab es in den<br />
letzten neun Jahren nicht.“<br />
Keller GmbH<br />
Großer Anger 3<br />
D-85416 Langenbach<br />
www.feinkost-keller.com<br />
sterilAir AG<br />
Oberfeldstrasse 6<br />
CH-8570 Weinfelden<br />
www.sterilair.com<br />
29
hygieneorientierte Baumassnahmen<br />
1·26<br />
Exolon Inspira GP:<br />
Copolyesterplatten<br />
ohne Bisphenol A<br />
Mit PU-System hygienisch und langlebig saniert<br />
Remmers erneuerte den Boden der Waschhalle bei Fleischverarbeiter Vion<br />
Ob für Schokoladenformen,<br />
Maschinenverkleidungen oder<br />
transparente Sichtfenster: Hersteller<br />
von Produktionsanlagen<br />
und Formteilen mit Lebensmittelkontakt<br />
müssen Alternativen<br />
zu herkömmlichen Kunststoffen<br />
ohne Einsatz von Bisphenol A<br />
(BPA) suchen, der bis 2028<br />
schrittweise verboten wird. Die<br />
Exolon Group (Tielt/Belgien), ein<br />
Kunststoffplattenspezialist, hat<br />
ihre Polyester-Produktfamilie<br />
um zwei neue BPA-freie Lösungen<br />
erweitert – die Inspria<br />
GP, eine transparente Copolyesterplatte<br />
auf Basis von Eastman<br />
Tritan, und die nachhaltige<br />
Inspria GP rECOplus2 mit 25 %<br />
Post-Cosumer-Rezyklaten.<br />
Inspria GP zeichnet sich durch<br />
eine glasähnliche Transparenz,<br />
hohe Chemikalienbeständigkeit<br />
und außergewöhnliche Schlagzähigkeit<br />
aus. Die Platten lassen<br />
sich thermoformieren, ohne<br />
Spannungsrisse zu bilden, und<br />
Transparent – und vielseitig einsetzbar:<br />
Inspira GP. Foto: Exolon<br />
bewahren dabei ihre mechanische<br />
Stabilität – selbst bei<br />
hohen Ziehverhältnissen und<br />
anspruchsvoller Formgebung.<br />
Sie sind temperaturbeständig<br />
bis 90 °C und einfach zu bearbeiten.<br />
Typische Anwendungen<br />
sind starre Mehrwegverpackungen,<br />
Sichtfenster, Abdeckungen<br />
und Tiefzieh-Formteile<br />
in Umgebungen mit erhöhten<br />
<strong>Hygiene</strong>anforderungen.<br />
www.exolongroup.com<br />
Staubfreies Absaugen des vorbereiteten Untergrunds –<br />
Grundlage für die haftsichere Grundierung mit Crete TF<br />
60 und einen gleichmäßigen Systemaufbau.<br />
Beim Fleischproduzenten Vion<br />
in Hilden wurde im Zuge der<br />
Modernisierung und der Installation<br />
einer neuen Kistenwaschanlage<br />
auch der Boden<br />
in der Waschhalle erneuert.<br />
Zum Einsatz kommt dabei ein<br />
langlebiges, hygienisches und<br />
rutschhemmendes PU-Beton-<br />
System von Spezialanbieter<br />
Remmers (Löningen).<br />
Als Zerlege- und<br />
Logistikstandort der<br />
Vion Food Group nahe<br />
Düsseldorf beliefert die<br />
Vion Hilden GmbH v.a.<br />
den deutschen Lebensmitteleinzelhandel<br />
mit<br />
Rind- und Kalbfleisch.<br />
Bis zu 1000 t Fleisch<br />
werden hier wöchentlich<br />
zerlegt. Die Waschhalle<br />
fungiert dabei als<br />
<strong>Hygiene</strong>-Knotenpunkt:<br />
Hier werden die eingesetzten<br />
Transportkisten gereinigt und in<br />
den Kreislauf zurückgeführt. Zur<br />
Modernisierung entschied sich<br />
die Firma für die Anschaffung<br />
einer effizienteren Kistenwaschanlage<br />
und für eine Sanierung<br />
des Bodens. Denn durch jahrelange<br />
intensive Beanspruchung<br />
zeigte der vorhandene unbeschichtete<br />
Betonboden teils<br />
deutliche Abnutzungsspuren.<br />
Gefragt war eine fugenlose,<br />
rutschhemmende und reinigungsfreundliche<br />
Bodenoberfläche,<br />
die permanentem Nassbetrieb,<br />
punktuellen Stoßlasten<br />
sowie Reinigungs- und Desinfektionsmitteln<br />
standhält.<br />
Dazu Detlef Brinkmann, Vertrieb<br />
Bautenschutz bei Remmers:<br />
„Wir brauchten eine Lösung,<br />
die in nassen, tem peratur- und<br />
Die Kistenwaschanlage auf neuem Grund. Fotos: Remmers<br />
chemisch belasteten Bereichen<br />
dauerhaft funktioniert. Die Crete<br />
Bodenbeschichtung bietet dafür<br />
die richtige Kombination aus<br />
Widerstandskraft, Beständigkeit<br />
und reinigungsfreundlicher<br />
Oberfläche.“ Sie widersteht<br />
Fetten, Eiweißrückständen und<br />
bleibt bei heißem wie bei kaltem<br />
Spritzwasser griffig. Die fugenarme,<br />
fein texturierte Oberfläche<br />
ist hygienisch und erhöht die<br />
Trittsicherheit.<br />
Auftrag des PU-Beton-Fließmörtels Crete BL 120 im Abschnittsverfahren<br />
– im Anschluss erhält die Fläche eine<br />
rutschhemmende Abstreuung mit Ceramix HS 14.<br />
Ausgeführt wurden die Arbeiten<br />
von der Ochs Systembeschichtungen<br />
GmbH & Co. KG. Zum<br />
Einsatz kam das System SR<br />
Floor CR 120 mit Kratzspachtelung.<br />
Erst wurde mit Crete TF<br />
60 grun diert, um den Untergrund<br />
zu verfestigen und Poren<br />
zu schließen. Darauf folgte die<br />
Egalisierung mit Crete SL 80 –<br />
den tragenden Aufbau bildet<br />
der PU-Beton-Fließmörtel<br />
Crete BL 120,<br />
der für mechanische<br />
Robustheit und chemische<br />
Beständigkeit<br />
sorgt. Für eine extra<br />
trittsichere Oberfläche<br />
streuten die Verarbeiter<br />
mit Ceramix HS 14<br />
ab, versiegelt wurde<br />
die Fläche erneut mit<br />
Crete TF 60. In den<br />
Randzonen entstanden<br />
hygienische<br />
Hohlkehlen mit Crete WR Color.<br />
Besonderes Augenmerk lag auf<br />
den dichten und hygienischen<br />
Anschlüssen an Rinnen und<br />
Abläufen, um Schmutznischen<br />
zu vermeiden und eine dauerhaft<br />
reinigungsfreundliche<br />
Ausführung sicherzustellen.<br />
Remmers GmbH<br />
Bernhard-Remmers-Straße 13<br />
D-49624 Löningen<br />
www.remmers.com<br />
30 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
schädlingsbekämpfung<br />
Über 100 Jahre Erfahrung in Schädlingsbekämpfung und Taubenabwehr<br />
Tradition verpflichtet: Die Auler + Haubrich<br />
GmbH ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen<br />
mit über 100 Jahren Erfahrung<br />
in der Schädlingsbekämpfung und<br />
Taubenabwehr. Mit dem Hauptsitz<br />
in Mannheim und weiteren Servicestationen<br />
in Heidelberg und Heilbronn<br />
bietet die Firma ganzheitliche<br />
Servicekonzepte für private und<br />
gewerbliche Kunden aus Industrie,<br />
Handel und Gewerbe.<br />
Unter der Leitung von Thorsten<br />
Kaufmann, der seit 2018 geschäftsführender<br />
Gesellschafter ist, setzt<br />
Auler + Haubrich auf innovative,<br />
nachhaltige und umweltverträgliche<br />
Technologien. Kaufmann<br />
ist IHK-geprüfter Schädlingsbekämpfer,<br />
Desinfektor, Ausbilder bei der IHK Mannheim<br />
sowie nach DIN EN ISO/IEC 17024<br />
zertifizierter Gutachter und Sachverständiger<br />
für Schädlingsbekämpfung und<br />
Taubenabwehr.<br />
Verbindet Tradition und Innovation: das Mannheimer Team um<br />
Thorsten Kaufmann (6.v.r).<br />
Foto: Auler + Haubrich<br />
Das Unternehmen ist nach DIN EN ISO<br />
9001:2015 (Qualitätsmanagement) und<br />
DIN EN ISO 14001:2015 (Umweltmanagement)<br />
zertifiziert und strebt Qualität,<br />
Zuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit<br />
an. Thorsten Kaufmann: „Unser Anspruch<br />
ist es, kompetente, professionelle und<br />
praxisorientierte Lösungen zu bieten,<br />
um die individuellen Anforderungen<br />
und höchsten Qualitätsstandards unserer<br />
Kunden dauerhaft zu erfüllen.“<br />
Die fachliche Expertise umfasst die<br />
Erstellung von Privatgutachten, Gerichtsgutachten<br />
und Schiedsgutachten<br />
sowie die Ausarbeitung gutachterlicher<br />
Stellungnahmen. Darüber<br />
hinaus unterstützt Auler + Haubrich<br />
die Lebensmittel- und Pharmaindustrie<br />
als Auditor in Evaluierungsprozessen<br />
im Bereich Schädlingsmanagement<br />
(u.a. IFS, GMP).<br />
www.aulerhaubrich.de<br />
Basis- & Expertenwissen<br />
Profi-Seminare zu Schädlingsprophylaxe und -bekämpfung<br />
Die Akademie Fresenius bietet<br />
am 27. März, von 9-14 Uhr, ein<br />
Online-Seminar „Schädlingsbekämpfung<br />
Basiswissen“ an. Die<br />
Themen reichen von den wichtigsten<br />
Schädlingen bis zu bekannten<br />
Audit-„Stolpersteinen“.<br />
Am 22. April folgt das Online-<br />
Seminar „Schädlingsbekämpfung<br />
Expertenwissen“, bei dem<br />
u.a. integrierte Präventions- und<br />
hybride Bekämpfungskonzepte,<br />
interne Audits sowie Risikobewertungen<br />
und Trendanalysen<br />
behandelt werden.<br />
Nähere Infos und Anmeldung:<br />
www.akademie-fresenius.de<br />
Mitgliederversammlung<br />
Der Deutsche Schädlingsbekämpferversband<br />
(DSV) hält am<br />
Samstag, 7. März, im Waldhotel<br />
Eiche, Eicheweg, in 03096 Burg<br />
(Spreewald) seine Mitgliederversammlung<br />
<strong>2026</strong> ab. Auf<br />
der Tagesordnung stehen u.a.<br />
Fachvorträge, ein Abend mit<br />
Spreewald-Küche, Gespräche<br />
und kollegialer Austausch.<br />
www.dsvonline.de<br />
Tipps, Wissenswertes, Hintergründe,<br />
praktische Fallbeispiele,<br />
aber auch persönliche Ratschläge<br />
vermittelt das Seminar<br />
„Schädlinge, Prophylaxe und<br />
Bekämpfung – Was Lebensmittelbetriebe<br />
hier wissen<br />
müssen!“ Referent ist „<strong>Hygiene</strong><br />
<strong>Report</strong>“-Fachautor Thomas F.<br />
Voigt, Freier Sachverständiger<br />
für Schädlingsbekämpfung. Das<br />
Seminar richtet sich ausschließlich<br />
an Lebensmittelbetriebe.<br />
Die Veranstaltungstermine:<br />
u 22. April <strong>2026</strong> in der Doemens<br />
Academy GmbH in 82166<br />
Gräfelfing (Raum München).<br />
u 10. September <strong>2026</strong> in der<br />
Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung<br />
in 32756 Detmold.<br />
Ratten, Mäuse, Käfer, Schaben<br />
oder Motten können Lebensmittelbetrieben<br />
tagtäglich zum<br />
Verhängnis werden. Und haben<br />
sich Schädlinge erst einmal im<br />
Betrieb etabliert, sind effiziente<br />
Gegenmaßnahmen meist mit<br />
hohem Aufwand und wirtschaftlichen<br />
Verlusten verbunden.<br />
Deshalb wird man bemüht sein,<br />
Schädlingsprobleme gar nicht<br />
aufkommen zu lassen, indem<br />
man prophylaktische Maßnahmen<br />
umsetzt, was aber ohne<br />
fundiertes Fachwissen und Eigen<br />
initiative nicht möglich ist.<br />
Die Prophylaxe und Bekämpfung von Mäusen und Ratten<br />
soll <strong>2026</strong> seitens des Gesetzgebers erneut erschwert werden.<br />
Auch hier wird das Seminar machbare Alternativen<br />
aufzeigen, was dennoch getan werden kann. Foto: Voigt<br />
Hinzu kommt, dass Gesetzgeber<br />
und Lebensmittelstandards<br />
immer höhere Anforderungen<br />
beim Thema Schädlinge, Pro -<br />
phy laxe und Bekämpfung stel -<br />
len, was bei den Verantwortli-<br />
chen in Lebens- und Futtermittelbetrieben<br />
ein Mehr an<br />
Grund- und Hintergrundwissen<br />
notwendig macht. Einzig nur<br />
einen Schädlingsbekämpfer zu<br />
beauftragen und das Thema zu<br />
delegieren, ist in der heutigen<br />
Zeit nicht mehr<br />
ausreichend.<br />
Damit sollte<br />
regelmäßige<br />
Fortbildung<br />
auch beim<br />
Thema Schädlinge,<br />
Prophylaxe<br />
und<br />
Bekämpfung in<br />
allen Lebensmittelbetrie-<br />
ben nicht in<br />
Frage gestellt<br />
werden.<br />
Alle interessierten<br />
Leser erhalten kostenlos<br />
und unverbindlich weitere<br />
Informationen zu dem Seminar<br />
unseres Fachautors sowie<br />
Anmeldeformulare per E-Mail<br />
an mcpcc@t-online.de.<br />
31
praxis<br />
1·26<br />
Eiweiß-Schnitzel ja, veganer Aufschnitt nein<br />
Bezeichnungs-Debatte: TÜV SÜD erklärt aktuelle Leitsätze für Fleischersatzprodukte<br />
Vegetarisches Gulasch, vegane Entenbrust, Fischstäbchen aus Weizenisolat: Innovative Produktentwicklungen im Be reich<br />
pflanzlicher Alternativen für tierische Lebensmittel boomen, haben aber zuletzt für große politische Auseinanderset zungen<br />
gesorgt. Das EU-Parlament will Bezeichnungen wie „Veggie-Wurst“ verbieten, Bundesernährungsminister Alois Rai ner ist<br />
dagegen. Die rechtliche Definition für diese Lebensmittel warf z.B. in Bezug auf Basiszutaten, geschmackliche Ähnlichkeit<br />
zum Original und Kennzeichnung schon zuvor oft Fragen auf. Die 2024 überarbeiteten „Leitsätze für vegane und vegetarische<br />
Lebensmittel mit Ähnlichkeit zu Lebensmitteln tierischen Ursprungs“ (vgl. <strong>Hygiene</strong> <strong>Report</strong> 02/25) sorg ten für mehr<br />
Klarheit. Der TÜV SÜD erklärt, was es mit Bezeichnungen wie „vegetarisches Schnitzel aus Milcheiweiß“ auf sich hat.<br />
Die 2024 neu gefassten Leitsätze<br />
der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission<br />
sollten laut<br />
TÜV-Le bensmittelexperte<br />
Dr. An dreas Daxenberger der<br />
Verwechslung zwischen Ersatzprodukten<br />
und echten Fleischoder<br />
Wursterzeugnissen besser<br />
begegnen als zuvor.<br />
Vegane Wurst und Seitan-<br />
Goulasch – was ist erlaubt?<br />
Die Leitsätze regeln die Bezeichnung<br />
veganer oder vegetarischer<br />
Alternativprodukte<br />
hinsichtlich folgender Aspekte:<br />
u Ähnlichkeiten in der Beschaffenheit:<br />
Je ähnlicher das<br />
Ersatzprodukt dem tierischen<br />
Original in seiner Beschaffenheit<br />
ist, desto detaillierter darf sich<br />
dessen Bezeichnung an das<br />
Bezugslebensmittel anlehnen.<br />
Dabei gilt: Besteht das originale<br />
tierische Produkt aus zerkleinerten<br />
Teilstücken, so darf sich<br />
das pflanzliche Ersatzprodukt<br />
wörtlich stärker an die originale<br />
Bezeichnung anlehnen. Ein<br />
pflanzliches Produkt als Ersatz<br />
für eine „Frikadelle“ kann also<br />
mit dem Zusatz „nach Art<br />
einer Frikadelle“ bezeichnet<br />
werden. Das gilt jedoch nicht<br />
für Bezeichnungen, die ganze<br />
gewachsene Teilstücke am Tier<br />
imitieren: Vegetarische oder<br />
vegane Bezeichnungen für<br />
Filet, Schinken oder Entenbrust<br />
gehen demnach nicht.<br />
u Traditionelle und regionale<br />
Spezialitäten: Wörtliche Anleh -<br />
nungen an geschützte Ursprungsbezeichnungen,<br />
geschützte<br />
geografische Angaben<br />
oder geografische Angaben für<br />
traditionelle Spezialitäten, wie<br />
etwa „vegane Thüringer Rostbratwurst“<br />
oder „vegetarischer<br />
Schwarzwälder Schinken“, sind<br />
nicht gestattet.<br />
u Basiszutat: Häufig ersetzen<br />
Isolate oder Konzentrate aus<br />
Lebensmittelexperte Dr. Andreas<br />
Daxenberger. Foto: TÜV SÜD<br />
Soja, Erbsen, Weizen oder<br />
Milcheiweiß, aber auch Schalenfrüchte<br />
wie Mandeln oder<br />
Cashewkerne die tierische<br />
Grundzutat. Diese Basiszutat<br />
ist immer mit anzugeben. Die<br />
korrekte Verkehrsbezeichnung<br />
lautet z.B. „vegetarisches<br />
Schnitzel aus Milcheiweiß“ oder<br />
„veganes Seitan-Goulasch“. Ein<br />
„veganer Aufschnitt mit Paprika“<br />
wäre eine falsche Bezeichnung,<br />
da die Basiszutat nicht zu<br />
erkennen ist.<br />
u Sensorische Ähnlichkeit:<br />
Auch die Ähnlichkeit zwischen<br />
Ersatzprodukt und Original in<br />
Geschmack, Geruch, Konsistenz<br />
und anderen Kriterien sind<br />
wichtig für die Bezeichnung.<br />
Je sensorisch ähnlicher das<br />
pflanzliche Lebensmittel seinem<br />
Bezugslebensmittel ist, desto<br />
enger kann sich seine Bezeichnung<br />
anlehnen. Die Leitsätze<br />
unterscheiden zwischen hinreichender<br />
sensorischer Ähnlichkeit<br />
(deutlich wahrnehmbare<br />
Ähnlichkeit) und weitgehender<br />
sensorischer Ähnlichkeit (nahezu<br />
umfassende Ähnlichkeit).<br />
Lebensmittel-Leitsätze –<br />
wie verbindlich sind sie?<br />
Die Lebensmittel-Leitsätze<br />
werden von der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission<br />
auf<br />
dem Internetportal des Bundesministeriums<br />
für Ernährung und<br />
Landwirtschaft veröffentlicht.<br />
Diese setzt sich aus gleichen<br />
Teilen aus Verbraucherschaft,<br />
Lebensmittelüberwachung, Wirtschaft<br />
und Wissenschaft zusammen.<br />
Es gibt Leitsätze zu den<br />
unterschiedlichsten Lebensmittelkategorien,<br />
wie Brot, Speiseeis<br />
oder Tee. Sie beschreiben<br />
die Verkehrsauffassung, also<br />
die Zusammensetzung und den<br />
redlichen Herstellungs- und<br />
Handelsbrauch der Lebensmittel<br />
wie auch die berechtigte<br />
Verbrauchererwartung an Lebensmittel.<br />
Die Leitsätze haben<br />
keinen Gesetzesstatus, werden<br />
aber zur rechtlichen Beurteilung<br />
von Lebensmitteln herangezogen.<br />
Im Bereich vegane und<br />
vegetarische Lebensmittel mit<br />
Ähnlichkeit zu Lebensmitteln<br />
tierischen Ursprungs liefern sie<br />
Unternehmen und Lebensmittelüberwachung<br />
ein konkretes<br />
Bezeichnungskonzept für<br />
pflanzliche Alternativprodukte<br />
und führen wichtige Kriterien<br />
an die erwartete Ähnlichkeit<br />
von pflanzlichen und tierischen<br />
Produkten ein.<br />
Für Verbraucher sind laut TÜV<br />
SÜD klare Lebensmittelbezeichnung<br />
und qualitätskonforme<br />
Produktionskette von großer<br />
Bedeutung. Der TÜV unterstützt<br />
Unternehmen in Lebensmittelproduktion<br />
und -vertrieb durch<br />
Zertifizierungen nach freiwilligen<br />
Standards des Qualitätssicherungs-Systems,<br />
z.B. nach International<br />
Food Standard (IFS).<br />
Weitere Infos: www.bmleh.de<br />
www.deutsche-lebensmittelbuch-kommission.de<br />
TÜV SÜD AG<br />
Westendstraße 199<br />
D-80686 München<br />
www.tuvsud.com/lebensmittel<br />
32 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
praxis<br />
Beamen statt Schrubben bei Mr. Tom & Nippon<br />
Süßwarenhersteller Hosta reinigt in der Produktion jetzt ökologisch mit Trockendampf<br />
Seit Laura Opferkuch 2019 die Führung des Süßwarenherstellers Hosta (Stimpfach-Randenweiler) übernahm, befindet sich<br />
das Familienunternehmen in der größten Transformation seiner über 75-jährigen Geschichte. Vor gut einem Jahr gab sich<br />
Hosta ein neues Unternehmensleitbild mit Bekenntnis zu Qualität, Nachhaltigkeit, gemeinschaftlichem Wachstum. Dazu<br />
gehört auch die Neuausrichtung des <strong>Hygiene</strong>prozesses: Für die Produktion beliebter Klassiker wie des Puffreis-Schokoladen-Snacks<br />
„Nippon“ und des Erdnusskaramell-Riegels „Mr. Tom“ stellt man auf eine chemiefreie Reinigungslösung um.<br />
Statt aufwändig mit Lappen, Eimer, Bürste und Chemie an Förderbändern und Produktionsanlagen zu schrubben, läuft die<br />
Reinigung künftig teilautomatisiert ab. Man nutzt dafür u.a. die Bandreinigungstechnologie der beam GmbH (Altenstadt).<br />
Die neue <strong>Hygiene</strong>kombination<br />
besteht aus einem Bandreinigungsaufsatz<br />
BeBelt und dem<br />
HACCP-zertifizierten Dampfreinigersystem<br />
Blue Evolution<br />
XL+ mit integrierter Absaugung.<br />
Der Vorteil: Mit bis zu 180 °C<br />
Dampftemperatur und 10 bar<br />
Dampfdruck löst das System<br />
selbst hartnäckige Rückstände.<br />
Dank integrierter Absaugung<br />
sind die gereinigten Bänder und<br />
Flächen sofort wieder trocken,<br />
so dass es zu keinen langen<br />
Ausfallzeiten kommt. Die Blue-<br />
Evolution-Technologie verzichtet<br />
dabei komplett auf Chemie und<br />
spart bis zu 93 % Wasser ein.<br />
„Gamechanger“ für <strong>Hygiene</strong><br />
„Die umweltfreundliche Reinigung<br />
mit Trockendampf ist ein<br />
absoluter Gamechanger für<br />
uns. Die manuelle Reinigung<br />
eines Förderbands dauerte<br />
bisher 40 Minuten und hat zwei<br />
Mitarbeitende beschäftigt. Jetzt<br />
Speziell für den Einsatz in der<br />
Lebensmittelindustrie wurde eine<br />
Edelstahl-Extraktionsdüse entwickelt.<br />
dauert es gerade einmal zehn<br />
Minuten und der Prozess läuft<br />
fast komplett automatisiert ab.<br />
Unser Team ist nur noch beim<br />
Positionswechsel des Bandreinigungskopfes<br />
aktiv eingebunden“,<br />
freut sich Thomas Gatto,<br />
Head of Production bei Hosta.<br />
Während des Reinigungsprozesses<br />
muss der 1000 mm<br />
breite BeBelt nur einmal seitlich<br />
versetzt werden, damit das Nippon-Förderband<br />
auf kompletter<br />
Breite von 1600 mm hygienisch<br />
gereinigt werden kann. Und das<br />
Ergebnis hinterlässt Eindruck:<br />
„Beim Übergang vom Kühlprozess<br />
in den Verpackungsprozess<br />
haben wir aufgrund des<br />
Temperaturunterschieds einen<br />
hohen Schokoladenabrieb auf<br />
dem Förderband, der bislang<br />
mit der manuellen Reinigungsmethode<br />
nur sehr schwer zu<br />
entfernen war.<br />
Mit dem Be-<br />
Belt ist das ein<br />
Klacks. Sobald<br />
das Band<br />
durch die Reinigungseinheit<br />
durchgelaufen<br />
ist, sind alle<br />
Rückstände<br />
restlos weg“,<br />
erklärt Gatto.<br />
Auch in der Mr.-Tom-Produktion reinigt das Hosta-Team<br />
mit dem Blue Evolution XL+. Fotos: Ingo Jensen/beam<br />
Auch in der<br />
Produktion von<br />
Mr. Tom setzt<br />
Hosta den Blue<br />
Evolution XL+<br />
erfolgreich ein,<br />
um punktuell<br />
klebrige Zuckerrückstände<br />
zu beseitigen.<br />
Dank seiner<br />
unterschiedlichen<br />
Aufsätze,<br />
Bürs ten und<br />
Düsen erreicht der Dampfreiniger<br />
auch verwinkelte Ecken und<br />
säubert Ritzen, Fugen, Kanten<br />
und auch Böden. Durch die<br />
innovative UVC-Bestrahlung<br />
im Wasserfilter wird zudem die<br />
Raumluft in der Produktion<br />
bei Hosta mitgewaschen: Die<br />
gelösten Schmutzpartikel<br />
werden im Wasser gebunden,<br />
das UVC-Licht tötet Keime<br />
ab und inaktiviert Viren. Dass<br />
die beam-Systeme höchsten<br />
Prozesssicherheit und <strong>Hygiene</strong> garantiert: Nach Säuberung<br />
mit dem BeBelt läuft die Produktion sofort weiter.<br />
<strong>Hygiene</strong>ansprüchen genügen,<br />
ist wissenschaftlich belegt: Die<br />
Blue-Evolution-Serie wird nicht<br />
nur dem strengen HACCP-Standard<br />
gerecht, sondern überzeugte<br />
auch beim 4-Felder-Test.<br />
Mobil und flexibel einsetzbar<br />
Vorteilhaft für das Hosta-Team:<br />
Das Grundgerät Blue Evolution<br />
XL+ auf vier Rollen ist in<br />
der Produktion frei beweglich;<br />
und die Bandreinigungseinheit<br />
BeBelt lässt sich mit wenigen<br />
Handgriffen an den Förderbändern<br />
fixieren und wieder lösen.<br />
HOSTA – Werk für Schokolade-<br />
Spezialitäten GmbH & Co. KG<br />
Greutstraße 9<br />
D-74597 Stimpfach-Randenweiler<br />
www.hosta-group.com<br />
beam GmbH<br />
Illertalstraße 3<br />
D-89281 Altenstadt<br />
www.beam.de<br />
33
praxis<br />
1·26<br />
Mobile Helfer für mehr Sauberkeit<br />
Apfel-Reinigungs- und Havariewagen RGS / HVW<br />
Zum Antrieb des Oberläufers der Verschließmaschine verwendet ECONO-<br />
PAK einen Drehstrom-Asynchronmotor von Groschopp. Foto: ECONO-PAK<br />
AC-Motor sichert Verpackungshygiene<br />
ECONO-PAK setzt auf Technologien der Groschopp AG<br />
In der Verpackungsindustrie<br />
zählt jede Millisekunde: Nur<br />
Maschinen, die auch bei<br />
hohen Taktzahlen maximale<br />
Prozesssicherheit bieten,<br />
bleiben wettbewerbsfähig.<br />
Die Anlagen der ECONO-PAK<br />
GmbH (Flonheim) sind auf<br />
hohe Leistung ausgelegt und<br />
werden v.a. im Lebensmittelbereich<br />
eingesetzt. Seit über<br />
einem Jahrzehnt sorgen<br />
robuste AC-Gehäusemotoren<br />
der Groschopp AG Drives &<br />
More (Viersen) in den Verschließmaschinen<br />
für Stabilität,<br />
Sicherheit und <strong>Hygiene</strong>.<br />
Sicher durch den Prozess<br />
Faltschachteln aus Karton,<br />
gefüllt mit Eis, Pizza oder<br />
Tiefkühlgemüse, durchlaufen<br />
die Verpackungsanlagen von<br />
ECONO-PAK und werden<br />
mit Heißleim oder Heißluft<br />
verschlossen. In den Oberläufern<br />
der Verschließmaschinen<br />
übernehmen die kompakten<br />
Drehstrom-Asynchronmotoren<br />
von Groschopp eine zentrale<br />
Aufgabe: Sie führen die Kartons<br />
sicher durch den Prozess,<br />
auch wenn es zu ungleichmäßiger<br />
Befüllung der<br />
Verpackungen gekommen ist.<br />
Der federnd gelagerte Oberläufer<br />
gleicht solche Tole ranzen<br />
aus. Er verhindert, dass<br />
sich Schachteln verkanten<br />
und die Anlage zum Stillstand<br />
kommt. Fehlerhafte Artikel<br />
werden zuletzt ausgeschleust.<br />
Robuste Technik in „HD“<br />
Die eingesetzten Drehstrom-<br />
Asynchronmotoren der IG-<br />
Baureihe von Groschopp sind<br />
auf den Einsatz in robusten,<br />
hygienisch anspruchsvollen<br />
Produktionsumgebungen abgestimmt.<br />
Sie verfügen über<br />
einen weiten Stellbereich der<br />
Drehzahl. Mit Frequenzumrichter<br />
umfasst er 8 bis 80 Hz<br />
bei 50 Hz Normalfrequenz.<br />
Dadurch können die Kleinschnecken-Getriebemotoren<br />
auch dauerhaft bei niedrigen<br />
Umdrehungszahlen betrieben<br />
werden. Ihre glatten Gehäuseoberflächen,<br />
lebensmittelechte<br />
Schmierstoffe und der<br />
Verzicht auf Lüfter machen sie<br />
besonders geeignet für den<br />
Einsatz in der Lebensmittelindustrie.<br />
Durch das geschlossene<br />
Gehäuse erreichen die<br />
Antriebe mit Konvektionskühlung<br />
die Schutzart IP 65 und<br />
sind gegen Feuchtigkeit und<br />
Reinigungsmittel beständig.<br />
www.econopak.de<br />
www.groschopp.de<br />
Neben innovativen Lösungen<br />
zur Optimierung der Lagerlogistik<br />
und Instandhaltung bietet<br />
Hersteller Apfel (Dossenheim)<br />
auch Systemprodukte für die<br />
Sauberkeit und Sicherheit am<br />
Arbeitsplatz an. Praktische<br />
Helfer im betrieblichen Alltag<br />
sind dabei zwei mobile Einheiten,<br />
die einsatzfertig geliefert<br />
werden – der Reinigungswagen<br />
RGS 5000 und der<br />
Havariewagen HVW<br />
5000.<br />
Beides sind vorderund<br />
rückseitig<br />
offene Wagen mit<br />
bedarfsgerecht<br />
zusammengestellten<br />
Sortimenten an<br />
Arbeitsmitteln. Sie<br />
lassen sich auf vier<br />
Leichtlauf-Lenkrollen<br />
zum Einsatzort fahren,<br />
können mit bis zu 400 kg<br />
belastet werden und verfügen<br />
über eine robuste Pulverbeschichtung.<br />
Mit flexiblen<br />
Der Cleaning Point ist eine Stellwand<br />
zur Bereitstellung von Besen, Schaufeln,<br />
Reinigungsmitteln. Fotos: Apfel<br />
Einsatzmöglichkeiten und Ausstattung<br />
sind sie laut Hersteller<br />
ideal zur schnellen Umsetzung<br />
von Arbeitsplatz-Verbesserungen<br />
im Rahmen von Lean<br />
Management-Prinzipien sowie<br />
für Betriebe, die sich mit der<br />
Realisierung von 5S- und 6S-<br />
Systemen befassen.<br />
Mobile Hilfe für Reinigungstechnik und Arbeitssicherheit:<br />
Reinigungswagen und Havariewagen (r.).<br />
Während der Reinigungswagen<br />
alles an Bord hat, was zur regelmäßigen<br />
Pflege und Reinigung<br />
industrieller Arbeitsplätze<br />
dient, ist der Havariewagen zur<br />
Notfallhilfe bei Maschinen- und<br />
Fahrzeugschäden sowie die<br />
rasche Aufnahme ausgelaufener<br />
Flüssigkeiten gedacht. Ihre<br />
Abmessungen betragen 512 x<br />
1952 x 772 mm (B x H x T).<br />
Im Apfel-Portfolio für betriebliche<br />
Reinigungs- und Entsorgungstechnik<br />
findet sich zudem<br />
der „Cleaning Point“, eine<br />
stationäre Stellwand mit Lochblech<br />
zur platzsparenden und<br />
arbeitsplatznahen Bereitstellung<br />
von Besen, Kehrschaufeln und<br />
Reinigungsmitteln. Eine modular<br />
konzipierte Mülltrennstation<br />
ermöglicht getrennte Abfallentsorgung<br />
ohne Müllsäcke. Und<br />
für Firmen, wo Reinigungsarbeiten<br />
in großen Hallen mit<br />
weiten Wegen zu erledigen sind,<br />
hat man den eMULI entwickelt<br />
– einen dreirädrigen, komplett<br />
ausgestatteten Aufsitzer mit akkubetriebenem<br />
Elektroantrieb.<br />
Apfel GmbH<br />
Gerhart-Hauptmann-Straße 56<br />
D-69221 Dossenheim<br />
www.apfel-gmbh.de<br />
34 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
praxis<br />
Analog, chemieresistent, hygienisch sicher<br />
Iris Jacob (ENEMAC): Wie Edelstahlkupplungen Produktionsanlagen zuverlässig machen<br />
In der Verpackungs- und Prozessindustrie gelten Automatisierung und Digitalisierung heute als Schlüsseltechnologien für<br />
Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit. Moderne Abfüll- und Verpackungssysteme bestehen aus hochkomplexen, miteinander<br />
vernetzten Komponenten, die präzise zusammenarbeiten. Dennoch bleibt die mechanische Verbindung zwischen<br />
Motor und Maschine das entscheidende Element der Kraftübertragung. Sicherheits- und Wellenkupplungen aus Edelstahl<br />
spielen hierbei eine zentrale Rolle, da sie eine zuverlässige, präzise und hygienische Verbindung sicherstellen – auch unter<br />
anspruchsvollen Umgebungsbedingungen. Iris Jakob, Geschäftsführerin der ENEMAC Maschinentechnik (Kleinwallstadt),<br />
erklärt im folgenden Artikel, wie sie Antriebe und Maschinen zuverlässig vor Überlast schützen, Versatz kompensieren, aggressiven<br />
Reinigungsmedien widerstehen und durch rein mechanisches Wirkprinzip immun gegen digitale Störungen sind.<br />
Automatisierte Produktionslinien<br />
müssen dauerhaft mit<br />
höchster Präzision und Verfügbarkeit<br />
arbeiten, da Stillstände<br />
oder Fehlfunktionen enorme<br />
Kosten verursachen können.<br />
Kupplungen übernehmen<br />
dabei Schlüsselfunktionen: Sie<br />
schützen vor Überlast, kompensieren<br />
Ausrichtungsfehler,<br />
dämpfen Schwingungen und<br />
gewährleisten eine spielfreie<br />
Drehmomentübertragung.<br />
Zugleich müssen sie den<br />
hygie nischen Anforderungen<br />
der Lebensmittel-, Pharma-<br />
Eine präzise Abfüllung – auch dank<br />
Sicherheitskupplungen. Foto: iStock<br />
und Chemieindustrie gerecht<br />
werden. Edelstahl bietet dafür<br />
ideale Voraussetzungen, da<br />
er korrosionsbeständig, leicht<br />
zu reinigen und<br />
resistent gegenüber<br />
aggressiven Medien<br />
ist. ENEMAC-Kupplungen<br />
sind dadurch<br />
wartungsarm, langlebig<br />
und recycelbar.<br />
Drehmoment-Limit<br />
Sicherheitskupplungen,<br />
auch Drehmomentbegrenzer<br />
genannt, dienen in<br />
modernen Anlagen als mechanischer<br />
Überlastschutz. Wird<br />
ein zuvor definiertes Drehmoment<br />
überschritten, trennen<br />
sie Antriebs- und Abtriebsseite<br />
blitzschnell voneinander. Die<br />
Kraftübertragung stoppt, die<br />
rotierenden Massen laufen frei.<br />
Nach Behebung der Störung<br />
rasten die Elemente automatisch<br />
wieder ein – bei ENEMAC-<br />
Sicherheitskupplungen mit einer<br />
präzisen 360°-Synchronras tung.<br />
Diese rein mechanische Funktionsweise<br />
gewährleis tet höchste<br />
Zuverlässigkeit, selbst bei<br />
Stromausfällen oder Steuerungsfehlern,<br />
und schützt Antriebe<br />
und Getriebe vor Schäden<br />
durch Blockaden oder Fremdkörper.<br />
Typische Anwendungen<br />
finden sich in Förderschnecken,<br />
Abfüllsystemen oder Mischern.<br />
Wellenkupplungen hingegen<br />
sorgen für eine präzise, dauerhafte<br />
Verbindung zwischen<br />
Sorgen für analoge Anlagenstabilität: Sicherheits- und Wellenkupplungen<br />
im Hygienic Design. Foto: Enemac<br />
Antriebsstrang-Komponenten.<br />
Sie gleichen Fluchtungsfehler<br />
aus, reduzieren Vibrationen und<br />
übertragen Drehmomente spielfrei<br />
– sehr wichtig für Servound<br />
Positioniersysteme. Je nach<br />
Anforderung kommen Elastomer<br />
kupplungen mit dämpfender<br />
Wirkung oder Metallbalgkupplungen<br />
mit höchster<br />
Torsions steifigkeit zum Einsatz.<br />
Edelstahlvarianten, z.B. aus den<br />
Werkstoffen 1.4301, 1.4404<br />
oder 1.4571, sind resis tent gegen<br />
Reinigungs- und Desin fek -<br />
tionsmittel und erfüllen höchste<br />
<strong>Hygiene</strong>standards. In hochautomatisierten<br />
Linien gewährleisten<br />
sie stabile, präzise Kraftübertragung<br />
und verbessern Prozesssicherheit<br />
und Produktqualität.<br />
Trotz zunehmenden Einsatzes<br />
digitaler Steuerungen behalten<br />
mechanische Kupplungen ihren<br />
hohen Stellenwert. Sie sind<br />
nicht anfällig für Softwarefehler<br />
oder Cyberangriffe und<br />
bleiben auch bei Ausfällen<br />
der Steuerungssysteme<br />
funktionsfähig.<br />
Diese „mechanische<br />
Intelligenz“ bietet<br />
Resilienz gegenüber<br />
elektroni schen Störungen<br />
und sichert<br />
den Betrieb auch bei<br />
Störungen der Energieoder<br />
Datenversorgung.<br />
Einsätze in der Praxis<br />
In Pulver mischanlagen verhindern<br />
Sicherheitskupplungen<br />
Schäden bei Materialverbackungen,<br />
in Getränkeabfülllinien<br />
gewährleis ten Edelstahl-Metallbalgkupplungen<br />
präzise Dosierung<br />
trotz täglicher Reinigung,<br />
und in Granulatförderern erhöhen<br />
Elastomerkupplungen mit<br />
Edelstahl-Naben die Lebensdauer<br />
der Lager durch Schwingungsdämpfung.<br />
Die Auswahl<br />
der geeigneten Kupplung hängt<br />
von Faktoren wie Nenndrehmoment,<br />
Drehzahl, Torsionssteifigkeit,<br />
Temperatur, Medienkontakt<br />
und <strong>Hygiene</strong>klasse ab.<br />
(Produktkonfigurator unter:<br />
https://compass.enemac.de)<br />
ENEMAC Gesellschaft für<br />
Ener gie- und Maschinentechnik<br />
mbH<br />
Daimler Ring 42<br />
D-63839 Kleinwallstadt<br />
www.enemac.de<br />
35
fachforen / Messen<br />
1·26<br />
Mikroplastik: Werte<br />
weit höher als 2016<br />
Mikroplastik in Nahrung kontrollieren und reduzieren<br />
„analytica conference“ am 25. März widmet sich Nachweis bei Lebensmitteln<br />
Immer neue Studien weisen<br />
Mikroplastik in vielen menschlichen<br />
Organen nach und bringen<br />
es mit diversen Krankheiten<br />
in Zusammenhang. Nach dem<br />
aktuellen Stand der Wissenschaft<br />
stellt Mikroplastik aber<br />
ein eher geringes Gesundheitsrisiko<br />
für den Menschen dar.<br />
„Die meisten Partikel können<br />
vom Körper nicht aufgenommen<br />
oder verarbeitet werden,<br />
und die Mengen, die aufgenommen<br />
werden, sind vermutlich zu<br />
gering, um der Gesundheit zu<br />
schaden“, sagte der Präsident<br />
des Bundesinstituts für Risikobewertung<br />
(BfR), Professor Dr.<br />
Andreas Hensel, bei einem Verbraucherschutzforum<br />
„Mikroplastik<br />
– Was wissen wir heute?“<br />
in Berlin. Zugleich bestehe<br />
weiter Forschungsbedarf – v.a.<br />
in Bezug auf die genauen Wirkmechanismen<br />
von Mikroplastik<br />
im menschlichen Körper.<br />
Jüngste Forschungsergebnisse<br />
eines Teams um Professor<br />
Matthew Campen von der<br />
Universität New Mexico haben<br />
gezeigt, dass die Konzentration<br />
von Mikroplastik in Leber- und<br />
Gehirnproben aus dem Jahr<br />
2024 deutlich höher war als in<br />
Vergleichsproben von 2016.<br />
Besonders auffällig war die<br />
gemessene Konzentration im<br />
Gehirn, die in einzelnen Fällen<br />
bis zu 30-mal höher lag als<br />
in Leber oder Niere. Andere<br />
Studien konnten Mikroplastik<br />
u.a. im Blut, in der Lunge und<br />
in den Fortpflanzungsorganen<br />
von Menschen nachweisen.<br />
www.bfr.bund.de<br />
Mikroplastik findet sich mittlerweile<br />
überall, aber der Nachweis<br />
der winzigen Kunststoffteilchen<br />
ist immer noch eine<br />
Herausforderung. Auf der Messe<br />
analytica, die vom 24. bis<br />
27. März ihre Tore in München<br />
öffnet, suchen Wissenschaftler,<br />
Gerätehersteller und Anwender<br />
gemeinsam nach Lösungen. Ein<br />
Gespräch mit Prof. Dr. Stephan<br />
Wagner, Professor für Umweltanalytik<br />
an der Hochschule<br />
Fresenius in Idstein und Leiter<br />
einer „analytica conference Session“<br />
zur Kunststoffanalytik.<br />
Wie ausgereift ist die Analytik<br />
von Mikroplastik?<br />
Prof. Dr. Stephan Wagner: Mit<br />
den entsprechenden Referenzmaterialien<br />
funktioniert<br />
das in Trinkwasser ganz gut,<br />
wobei geringe Konzentrationen<br />
durchaus eine Herausforderung<br />
sind. Im Abwasser ist es<br />
schon schwieriger, weil dort<br />
alle mögliche Partikel enthalten<br />
sind, nicht nur Plastik. Für Boden-<br />
und Luftproben ist es noch<br />
komplizierter. Im<br />
Boden sind die<br />
Konzentrationen<br />
meist geringer, in<br />
der Luft wiederum<br />
sind die Partikel<br />
extrem klein.<br />
Luftmessungen<br />
sind aber wichtig,<br />
gerade wenn man<br />
an Reifenabrieb<br />
denkt. Die Partikel<br />
können so klein<br />
sein, dass sie<br />
möglicherweise<br />
lungengängig sind.<br />
Welche Methoden kommen<br />
beim Nachweis von Mikroplastik<br />
zum Einsatz?<br />
Prof. Dr. Stephan Wagner: Die<br />
Partikelzahl – und zugleich die<br />
Form, Größe und chemische<br />
Zusammensetzung – lässt sich<br />
gut mittels optischer Mikroskopie<br />
in Kombination mit der<br />
FTIR- oder der Raman-Spektroskopie<br />
bestimmen. Man nennt<br />
das dann FTIR- beziehungsweise<br />
Raman-Mikroskopie. Solche<br />
komplementären Verfahren, zu<br />
denen auch die Kombination<br />
aus Elektronenmikroskopie und<br />
Röntgenspektroskopie gehört,<br />
setzen sich zunehmend durch.<br />
Daneben gibt es noch die<br />
massenbasierten Methoden.<br />
Der Goldstandard ist hier die<br />
Pyrolyse-GC-MS. Die Probe<br />
wird bei hohen Temperaturen<br />
pyrolysiert, die gasförmigen<br />
Pyrolyseprodukte werden per<br />
Gaschromatographie getrennt<br />
und mit der Massenspektrometrie<br />
identifiziert. Je nach Matrix<br />
gibt es aber Interferenzen. Das<br />
ist ein häufiges Problem bei den<br />
massenbasierten Verfahren.<br />
Und bei kleinen Partikeln, selbst<br />
wenn es viele sind, kann die<br />
Masse so gering sein, dass der<br />
Detektor nicht anschlägt.<br />
Auf der analytica werden viele Neuheiten im Bereich<br />
Mikroskopie gezeigt. Foto: Messe München GmbH<br />
Wird Ihre analytica conference<br />
Session die verschiedenen<br />
Methoden beleuchten?<br />
Prof. Dr. Stephan Wagner: Ja,<br />
aber in der Session wollen wir<br />
nicht nur über Mikroplastik in<br />
Dr. Stephan Wagner ist Professor für<br />
Umweltanalytik in Idstein.<br />
Foto: Hochschule Fresenius<br />
Umweltproben reden. Bevor das<br />
Material in die Natur gelangt,<br />
ist es vielleicht eine Käseverpackung<br />
oder Getränkeflasche.<br />
Es geht also auch um Produktqualität<br />
und darum, wie sich<br />
Mikroplastik in verpackten oder<br />
generell in industriell verarbeiteten<br />
Nahrungsmitteln kontrollieren<br />
und reduzieren lässt.<br />
Die von Stephan Wagner geleitete<br />
Session „Challenges and<br />
Solutions for Analyzing Plastics<br />
Throughout Their Life Cycle –<br />
Detecting Plastics Where They<br />
Don’t Belong” findet am Mittwoch,<br />
25. März, von 9.30 bis<br />
11.30 Uhr im ICM (Saal 3) statt.<br />
Fokus auf Digitalisierung<br />
Auf der Weltleitmesse für<br />
Labortechnik, Analytik und Biotechnologie<br />
wird überdies ein<br />
Thema besonders in den Fokus<br />
gerückt: die digitale Transformation<br />
der Branche. In der<br />
Sonderschau „Digital Transformation“<br />
zeigen 18 re nommierte<br />
Aussteller u.a. automatisierte<br />
Analysen, helfende Roboter<br />
oder KI-Tools für die Datenauswertung.<br />
In den fünf Messehallen<br />
der analytica präsentieren<br />
insgesamt über 1000 Aussteller<br />
aus aller Welt ihre Neuheiten.<br />
www.analytica.de<br />
36 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
qualitätsm,anagement<br />
Qualitätskontrollen mit KI, effizient und digital<br />
Dr. Tobias Richter (MULTIVAC): So bleibt die Lebensmittelindustrie wettbewerbsfähig<br />
Produktionskosten steigen, Fachkräfte sind rar, der Wettbewerb bleibt hart – die Lebensmittelindustrie steht unter Hochdruck.<br />
Laut DLG-Trendmonitor 2024 reagieren Hersteller zunehmend mit Investitionen in Automatisierung, Nachhaltigkeit<br />
und Digitalisierung – nicht nur, um kurzfristig effizienter zu produzieren, sondern um ihre Zukunftsfähigkeit abzusichern.<br />
Die Branche steht an einem Wendepunkt. Aktuelle Entwicklungen zeigen bereits, wohin die Reise geht und welche Antworten<br />
die Lebensmittelindustrie auf die drängendsten Fragen von morgen findet. Dr. Tobias Richter, Geschäftsführender<br />
Direktor (CSO) bei der MULTIVAC Group (Wolfertschwenden), Anbieter von integrierten Verarbeitungs- und Verpackungslösungen<br />
für Lebensmittel, Medizin- und Pharma-Produkte, skizziert im folgenden Meinungsbeitrag die wichtigsten Trends.<br />
Trend 1: Komplettlösungen<br />
Die aktuellen Herausforderungen<br />
lassen Lebensmittelherstellern<br />
kaum Spielraum<br />
für Ineffizienzen. Immer mehr<br />
Unternehmen vertrauen daher<br />
auf Komplettlösungen aus einer<br />
Hand, die von der Verarbeitung<br />
über die Verpackung und<br />
Kennzeichnung bis hin zur<br />
Inspektion alle Produktionsschritte<br />
abdecken. Der Vorteil ist<br />
offensichtlich: Anstatt einzelne<br />
Module verschiedener Hersteller<br />
miteinander zu verknüpfen, entstehen<br />
durchgängige Systeme,<br />
die von Beginn an aufeinander<br />
abgestimmt sind. Das reduziert<br />
Schnittstellenprobleme, vereinfacht<br />
die Wartung und erhöht<br />
die Anlagenverfügbarkeit. Wer<br />
auf eine integrierte Lösung setzt,<br />
schafft außerdem die optimale<br />
Grundlage für zukünftige Automatisierungslösungen.<br />
Diese<br />
lassen sich einfacher umsetzen,<br />
wenn Steuerungen und Datenflüsse<br />
bereits harmonisiert sind.<br />
Trend 2: Schlanker verpackt<br />
Hersteller sehen sich mit stei -<br />
genden Rohstoffpreisen, wachsenden<br />
regulatorischen Anforderungen<br />
und Nachhaltigkeitszielen<br />
konfrontiert. Die Reduktion<br />
von Material – z.B. dünnere<br />
Folien oder leichtere Trays –<br />
verspricht einen doppelten<br />
Nutzen: Sie senkt Kosten und<br />
erfüllt ökologische Vorgaben.<br />
Verpackungen müssen aber in<br />
Dr. Tobias Richter<br />
Geschäftsführender Direktor (CSO)<br />
bei der MULTIVAC Group<br />
erster Linie die Produktsicherheit<br />
gewährleisten. Die Branche<br />
reagiert mit Maschinen, die<br />
dünnere Folien ebenso wie<br />
recyclingfähige Monomaterialien<br />
oder papierbasierte Alternativen<br />
prozesssicher verarbeiten, und<br />
mit Inspektionssystemen, die<br />
Undichtigkeiten oder Fehler<br />
früh erkennen. Denn Materialreduktion<br />
funktioniert nicht als<br />
isolierter Ansatz, sondern nur in<br />
Kombination mit innovativer, auf<br />
die Materialien abgestimmter<br />
Verpackungstechnik und smarter<br />
Qualitätskontrolle.<br />
Trend 3: Produktwechsel-Sprint<br />
Die Nachfrage nach immer<br />
kleineren Losgrößen und größerer<br />
Produktvielfalt lässt klassische<br />
Produktionslinien schnell<br />
an ihre Grenzen stoßen. Jeder<br />
Produktwechsel bedeutet Zeitverlust,<br />
Umrüstaufwand und damit<br />
unnötige Kosten. Bei neuen<br />
Linienkonzepten lassen sich Artikelwechsel<br />
daher im laufenden<br />
Betrieb – sozusagen „on the<br />
fly“ – realisieren. Während am<br />
Ende der Linie noch die letzten<br />
Verpackungen eines Produkts<br />
vom Band gehen, stellt sich die<br />
Anlage Abschnitt für Abschnitt<br />
bereits auf den nächsten Artikel<br />
um. Produktionsstopps und<br />
Leerlaufzeiten werden damit<br />
auf ein Minimum reduziert und<br />
Kapazitäten optimal ausgenutzt.<br />
So lässt sich die Ausbringungsmenge<br />
um bis zu 10 % steigern<br />
– bei gleichem Maschinen- und<br />
Personaleinsatz.<br />
Trend 4: Wartung mit Ausblick<br />
Verzögerungen in der Produktion<br />
– etwa bei der Belieferung<br />
des LEH – können hohe Strafzahlungen<br />
zur Folge haben,<br />
die schnell die gesamte Marge<br />
eines Produkts zunichtemachen<br />
können. Entsprechend hat die<br />
Anlagenverfügbarkeit heutzutage<br />
eine hohe Bedeutung. Predictive-Maintenance-Lösungen<br />
setzen genau hier an. Sensoren<br />
überwachen kontinuierlich den<br />
Zustand kritischer Komponenten<br />
und liefern Daten über Temperaturen<br />
oder Verschleißmuster.<br />
So lassen sich drohende<br />
Ausfälle frühzeitig erkennen,<br />
noch bevor es zu einem Stillstand<br />
kommt. Wartungsarbeiten<br />
können gezielt geplant und in<br />
produktionsarme Zeiten verlegt<br />
werden. Auch die Lebensdauer<br />
der Anlagen verlängert sich.<br />
Trend 5: Vision-Systeme mit KI<br />
KI-gestützte Vision-Systeme<br />
eröffnen eine neue Dimension<br />
der Qualitätskontrolle, indem sie<br />
mit zuvor trainierten Modellen<br />
anstelle von starren Algorithmen<br />
arbeiten. Dabei wird ein aktuelles<br />
Produktbild mit einem Referenzmodell<br />
verglichen. Anhand<br />
eines festgelegten Toleranzwerts<br />
entscheidet das System, ob die<br />
Abweichung noch akzeptabel ist<br />
und sortiert das Produkt aus,<br />
wenn sie über einem bestimmten<br />
Schwellwert liegt. Nützlich<br />
wird diese Technologie dort, wo<br />
regelbasierte Systeme an ihre<br />
Grenzen stoßen: bei der Klassifikation<br />
von Produkten, der Portionskontrolle<br />
oder ästhetischen<br />
Bewertungen. Solche Systeme<br />
können viel flexibler mit komplexen<br />
Fehlerbildern umgehen,<br />
auch auf High-Speed-Linien.<br />
Auch in anderen Anwendungsfeldern<br />
wird der Einsatz von<br />
KI künftig dazu beitragen, die<br />
Effizienz der Produktionsprozesse<br />
zu steigern und Qualität,<br />
Sicherheit und Innovationskraft<br />
der Lebensmittelbranche nachhaltig<br />
zu verbessern.<br />
MULTIVAC Sepp Haggenmüller<br />
SE & Co. KG<br />
Bahnhofstraße 4<br />
D-87787 Wolfertschwenden<br />
www.multivac.com<br />
37
produkte & Partner<br />
1·26<br />
LUM GmbH verlagert<br />
Firmensitz in Berlin<br />
Die LUM GmbH zählt zu den<br />
führenden Anbietern von Lö -<br />
sungen mit analytischen Messgeräten<br />
auf den Gebieten Partikelcharakterisierung,<br />
direkte<br />
und beschleunigte Dispersionsstabilitätstestung,<br />
Materialprüfung<br />
durch zentrifugale<br />
Adhäsionstestung und Produktparameterbestimmung.<br />
Die<br />
Firma hat kürzlich ihren Hauptsitz<br />
von der Justus-von-Liebig-<br />
Straße 3 in die Wagner-Régeny-<br />
Straße 16 (Foto) in 12489<br />
Berlin-Adlershof verlagert.<br />
www.lum-gmbh.com<br />
UV-C-Licht inaktiviert 99,9 % der Mikroorganismen<br />
Hoenle: Förderbandentkeimung sichert die <strong>Hygiene</strong> in der laufenden Produktion<br />
Auf über 30 Jahre Erfahrung in<br />
der Entwicklung, Herstellung<br />
und Installation von UV-C-Entkeimungssystemen<br />
kann die<br />
Hoenle UV Austria<br />
GmbH (ehemals<br />
STERILSYSTEMS<br />
GmbH) bauen. Da<br />
die Verarbeitung<br />
von Fleisch und<br />
Geflügel zu den<br />
besonders sensiblen<br />
Bereichen<br />
der Lebensmittelproduktion<br />
zählt,<br />
bietet man Industrie<br />
und Handwerk Desinfektionslösungen<br />
zur Einhaltung der<br />
<strong>Hygiene</strong>richtlinien und Steigerung<br />
der Produktivität an – z.B.<br />
eine Förderbandentkeimung.<br />
Die UV-C-Desinfektionsgeräte<br />
werden laut Hoenle individuell<br />
auf die Produktionsbedingungen<br />
dimensioniert, inaktivieren bis<br />
zu 99,9% der vorhandenen Mikroorganismen<br />
und verhindern<br />
Unterm Förderband montiert: die Entkeimungseinheit<br />
arbeitet während der Produktion. Foto: Hoenle<br />
gezielt deren Verbreitung in und<br />
während der Produktion.<br />
Die UV-C Förderbandentkeimung<br />
mit externem Schaltschrank<br />
dient zur permanenten<br />
Desinfektion und Keimreduktion<br />
auf Förder- und Zerlegebändern<br />
sowie von Oberflächen und<br />
Folien. Die Anwendung ist benutzerfreundlich,<br />
der fixe Montagerahmen<br />
mit Auszugklapp-<br />
Boden erlaubt eine einfache,<br />
rückstandslose Reinigung.<br />
Der externe Edelstahl-Schaltschrank<br />
schützt die Elektronik<br />
und optimiert die tägliche Reinigung.<br />
Um die Sicherheit der<br />
Mitarbeiter zu gewährleisten,<br />
ist das UV-C-Licht vollkommen<br />
abgeschirmt und somit gesundheitlich<br />
unbedenklich. Durch<br />
den eingebauten Sensor erfolgt<br />
beim Öffnen des Gerätes die sofortige<br />
Abschaltung des Moduls.<br />
Hoenle UV Disinfection<br />
Austria GmbH<br />
Markt 384<br />
A-5570 Mauterndorf<br />
www.hoenle.com<br />
hydroTRANS H50 trocknet Lebensmittel in wenigen Stunden<br />
Manche Geräte „mögen‘s heiß“:<br />
Der hydroTRANS H50 von<br />
JUMO (Fulda) läuft so<br />
richtig erst bei Temperaturen<br />
jenseits der 100 °C<br />
zur Höchstform auf.<br />
Geräte der hydroTRANS-<br />
Serie sind zuverlässige<br />
Feuchte- und Temperaturmessumformer<br />
mit einem<br />
optionalen CO 2<br />
-Modul<br />
und mit verschiedenen<br />
Schnittstellen verfügbar.<br />
Z.B. Trockenprozesse für<br />
Getreide können damit<br />
sehr genau überwacht und<br />
auch beschleunigt werden.<br />
Neben Montagefreundlichkeit,<br />
Robustheit und zuverlässiger<br />
Sensorik zeichnet sich der<br />
hydroTRANS H50 laut JUMO<br />
selbst bei hoher Feuchtigkeit<br />
und chemischer Belastung<br />
Der hydroTRANS H50 mit austauschbarem Fühler<br />
misst Temperatur und Feuchte selbst bei hoher<br />
Feuchtigkeit und chemischer Belastung. Foto: JUMO<br />
durch hochgenaue und stabile<br />
Temperatur- und Feuchtemessungen<br />
aus. Durch seinen<br />
breiten Einsatzbereich von -80<br />
bis +180 °C und seine Fähigkeit,<br />
Drücke von bis zu 300 bar<br />
zu messen, meistere er nicht<br />
nur vielfältige Messaufgaben,<br />
sondern reduziere durch einen<br />
integrierten Datenlogger zugleich<br />
die Gerätekosten.<br />
Laut JUMO-Produktmanager<br />
Justin Heinrici<br />
kann dass Gerät trotz<br />
enorm hoher Temperaturen<br />
auch im Bereich<br />
Thermoprozesstechnik<br />
eingesetzt werden. Ein<br />
weiteres Einsatzgebiet<br />
sind PEM-Brennstoffzellen.<br />
PEM steht für<br />
„Protonen-Austausch-<br />
Membran“ (Proton<br />
Exchange Membrane)<br />
oder auch „Polymerelektrolyt-Membran“<br />
(Polymer<br />
Electrolyte Membrane).<br />
JUMO GmbH & Co. KG<br />
Moritz-Juchheim-Straße 1<br />
D-36039 Fulda<br />
www.jumo.net<br />
Ishida erweiterte seine<br />
Niederlassung bei Prag<br />
Ishida Europe hat sein „Centre<br />
of Excellence“ bei Prag (Tschechien)<br />
erweitert und optimiert –<br />
v.a. für Nahrungsmittelhersteller<br />
in Mittel- und Osteuropa (CEE).<br />
Damit orientiert man sich am<br />
wachsenden Bedarf an Automatisierungslösungen<br />
für das<br />
Verwiegen, Verpacken und die<br />
Qualitätskontrolle von Lebensmitteln.<br />
Die neue Niederlassung<br />
in Čestlice südostlich von Prag<br />
bietet auf über 1000 qm Platz<br />
für Schulungen, Pre-Delivery-<br />
Inspektionen (PDIs) und<br />
Versuche mit kundeneigenen<br />
Produkten. Dienstleistungen vor<br />
Ort sind zudem Röntgen-Produktprüfungen,<br />
Proof-of-Concept-Tests,<br />
Maschinenvorführungen<br />
und Reparaturen. Leiter<br />
des Standorts ist Petr König.<br />
www.ishidaeurope.com<br />
38 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
produkte & Partner<br />
KNF: Alexander Heinzler<br />
CEO nach Martin Becker<br />
Beim Membranpumpenhersteller<br />
KNF (Hamburg) hat<br />
im Januar <strong>2026</strong><br />
Alexander Heizler<br />
(Foto r.) die Rolle<br />
des Chief Executive<br />
Officer (CEO)<br />
übernommen. Er<br />
ist seit 2009 im<br />
Unternehmen und war seit<br />
2021 als Chief Operating Officer<br />
(COO) tätig. Sein<br />
Vorgänger Martin<br />
Becker (Foto l.)<br />
zieht sich nach<br />
26 Jahren als CEO<br />
aus der operativen<br />
Führung zurück<br />
und wird sich auf seine Rolle als<br />
Präsident des Verwaltungsrats<br />
konzentrieren. Das KNF-Portfolio<br />
umfasst u.a. OEM-, Prozess-,<br />
Laborlösungen für Gas-, Flüssigkeits-,<br />
Vakuumanwendungen in<br />
der Lebensmittelindustrie.<br />
www.knf.com<br />
„Check-in“ vor Produktionsräumen<br />
Kohlhoff: <strong>Hygiene</strong>stationen der HD-Line konfigurierbar<br />
<strong>Hygiene</strong>spezialist Kohlhoff<br />
(Unna) hat neue Check-In-<br />
Stationen seiner HD-Line vorgestellt,<br />
die alle erforderlichen<br />
Komponenten vereint, die für<br />
umfassende Personalhygiene<br />
beim Produktionszugang<br />
notwendig sind<br />
– Waschen,<br />
Trocknen, Desinfizieren<br />
und<br />
Sohlenreinigung<br />
mit Zutrittsfreigabe<br />
erst nach<br />
erfolgreicher<br />
Handdesinfektion<br />
(EK 800).<br />
Integriert in die Anlage sind u.a.<br />
„Soap-Check“ mit überlistungssicherem<br />
Zweihand-Seifenspender,<br />
wahlweise Papier- oder<br />
Hochgeschwindigkeits-Trocknung,<br />
Haarnetzspender und<br />
Durchlauf-Sohlenreinigung (BL<br />
700/1100/1600).<br />
Laut Hersteller sorgt die Anlage<br />
für Prozesssicherheit und Effizienz<br />
durch<br />
klare Nutzerführung<br />
und<br />
schnellen<br />
Durchsatz;<br />
sie ist ideal<br />
für stark<br />
frequentierte<br />
Übergangsbereiche<br />
ab<br />
40 Mitarbeiter<br />
pro<br />
Schicht.<br />
Bürstenlängen und Zusatzmodule<br />
(z.B. Haarnetzspender)<br />
sind passgenau konfigurierbar.<br />
Vereint viele Funktionen: eine <strong>Hygiene</strong>station<br />
der HD-Line. Foto: Kohlhoff<br />
www.kohlhoff-hygiene.de<br />
Dr. Weigert: Zehnte<br />
Tochterfirma in Portugal<br />
Die Chemische Fabrik Dr.<br />
Wei gert (Hamburg) ist mit der<br />
Gründung ihrer zehnten Tochtergesellschaft<br />
– diesmal in Portugal<br />
– einen weiteren Schritt im<br />
Rahmen ihrer Wachstumsstrategie<br />
gegangen. Der <strong>Hygiene</strong>bedarfs-<br />
und Reinigungsmittelhersteller<br />
hat außerdem die<br />
Verantwortung für die Märkte<br />
Spanien und Portugal in eine<br />
Hand gelegt: Gilberto Fernandez,<br />
Geschäftsführer der neuen<br />
Tochtergesellschaft, übernimmt<br />
die Verantwortung für beide<br />
Länder. Ziel ist es, durch diese<br />
Bündelung Synergien zu schaffen<br />
und den Kunden in Spanien<br />
und Portugal spürbaren Mehrwert<br />
zu bieten. Firmensitz der<br />
„Dr. Weigert Portuguesa Lda“ ist<br />
an der Av. da Liberdade 38-2°<br />
in 1269-039 Lissabon.<br />
www.drweigert.de<br />
Neue Heißwasser-Hochdruckreiniger<br />
Nilfisk: Neue Brennertechnik in Standard & Advanced<br />
K+G Wetter: drei neue Führungskräfte<br />
Jost Wetter und Marco Beimbom verstärken Chefetage<br />
Reinigungstechnik-Anbieter<br />
Nilfisk (Bellenberg) gliedert<br />
sein Portfolio an Heißwasser-<br />
Hochdruckreinigern ab sofort<br />
in zwei Kollektionen:<br />
Während<br />
sich die Produktreihe<br />
„Standard“<br />
durch zweckmäßige,<br />
effiziente<br />
Heißwassermodelle<br />
auszeichnet,<br />
sind die leistungsstarken<br />
Maschinen<br />
der Produktreihe<br />
„Advanced“<br />
für anspruchsvollste Reinigungsaufgaben<br />
mit heißem<br />
Wasser die erste Wahl.<br />
Beide Modellreihen arbeiten<br />
mit einer neuen, biokraftstoffkompatiblen<br />
Brennertechnologie,<br />
die Wasser in Rekordzeit<br />
erhitzt. In den Geräten der<br />
Advanced-Kollektion kommt<br />
dabei ein neuer, hocheffizienter<br />
Wärmetauscher<br />
zum<br />
Einsatz, ermöglicht<br />
konstantere<br />
Wassertemperaturen<br />
bei der<br />
Reinigung und<br />
sorgt so für eine<br />
Energieeffizienz<br />
von bis zu 96 %.<br />
Zugleich erlaubt<br />
die Verwendung<br />
von Biokraftstoffen eine Verringerung<br />
der CO 2<br />
-Emissionen<br />
bis zu 80 %. Das neue<br />
Maschinendesign trägt laut<br />
Hersteller zur Ergonomie bei.<br />
www.nilfisk.de<br />
Beim Fleischerei- und Lebensmittelmaschinen-Hersteller<br />
K+G<br />
Wetter (Biedenkopf-Breidenstein)<br />
verstärken seit Januar<br />
<strong>2026</strong> Jost Wetter als Vertreter<br />
der dritten Familiengeneration<br />
und Marco Beimborn die<br />
Geschäftsführung um Andreas<br />
Wetter und Volker Lauber.<br />
Quartett: Volker Lauber, Andreas Wetter, Jost Wetter<br />
und Marco Beimborn (v.l.). Foto: K+G Wetter<br />
Industriemeis ter<br />
Jost Wetter (36),<br />
arbeitet seit 2011<br />
u.a. als Abteilungsleiter<br />
der<br />
Blechbearbeitung<br />
im Unternehmen.<br />
Maschinenbautechniker und<br />
Handwerksmeister Marco Beimborn<br />
(51) ist seit<br />
2014 Betriebsleiter.<br />
Seit 1. Dezember ist<br />
Nariman Boujarian<br />
(Foto oben) als Sales<br />
Manager International<br />
verantwortlich<br />
für die Exportmärkte<br />
in Asien, Osteuropa<br />
und dem Mittleren<br />
Osten.<br />
www.kgwetter.de<br />
39
produkte & Partner<br />
1·26<br />
Leuze: Radarsystem LBK<br />
nun mit CIP-Schnittstelle<br />
Das Radarsystem LBK von Sen -<br />
sorspezialist Leuze (Owen) ist<br />
jetzt auch mit einer CIP-Safety-<br />
Schnittstelle erhältlich. Personen<br />
im Gefahrenbereich z.B.<br />
vor Maschinen oder auf Transportrouten<br />
werden durch das<br />
3D-Radarsystem auch bei rauen<br />
Bedingungen detektiert – statische<br />
Objekte führen nicht zur<br />
Abschaltung. CIP Safety steht<br />
für „Common Industrial Protocol<br />
Safety“ – eine Erweiterung des<br />
verbreiteten CIP-Protokolls. Es<br />
erlaubt eine sichere, standardisierte<br />
Integration in EtherNet/IPbasierte<br />
Sicherheitsnetzwerke.<br />
www.leuze.com<br />
Oberflächen chemiefrei auf Hochglanz bringen<br />
Medeco Cleantec: Veredelungsmittel „Prococoon“ komplettieren Green-Cleaning<br />
Medeco Cleantec (Rosenheim)<br />
ist Spezialist für thermodynamische<br />
Reinigung: Das 2012<br />
von Friedrich Pattis gegründete<br />
Green-Cleaning-Unternehmen<br />
entwickelt, produziert und ver -<br />
treibt Produkte zur chemie freien<br />
und rückstandslosen Säuberung<br />
von Geräten und Oberflächen;<br />
Kerngerät ist der Mikrotrockendampfreiniger<br />
MediCleanTec<br />
Micro Cleaner. Nun hat man<br />
mit Mitteln zur Oberflächenveredelung<br />
das Sortiment komplettiert:<br />
„Prococoon Manual“<br />
und „Microsteam“ für Glas und<br />
Fliesen greifen auf die Kraft reinen<br />
Siliziums zurück und sind<br />
vollständig biologisch abbaubar.<br />
Oberflächen können plötzlich<br />
stumpf wirken oder Kalkreste<br />
aufweisen. Veredelung erhöht<br />
Korrosionsschutz, Verschleißfestigkeit<br />
und Beständigkeit.<br />
Prococoon Manual und Microsteam<br />
werden auf Flächen, Glas<br />
Procoon Manual (r.) im Einsatz<br />
auf Edelstahl (o). Fotos: Medeco<br />
oder Fliesen verteilt und mit<br />
einem Microfasertuch trocken<br />
gerieben. Die Flüssigkeit bremst<br />
das Eindringen und Anhaften<br />
von Kalk und Schmutz in Poren<br />
und deren Kapillare. Pathogene<br />
Keime, Pilze, Bakterien und<br />
Viren vertrocknen ohne Nährboden.<br />
Das Elixier ist lösungsmittelfrei<br />
nach OECD-Standards.<br />
Die physikalischen,<br />
stark wasserabweisenden<br />
Eigenschaften<br />
monomeren<br />
Siliziums Si 14<br />
sorgen laut Hersteller<br />
für eine sanfte<br />
Ummantelung und<br />
verhindern Ablagerungen<br />
selbst aggressiver<br />
Verunreinigungen<br />
durch Fette,<br />
Ruß, Harz- oder<br />
Verbrennungsrückstände. Der<br />
Schutz ist bis 300 °C hitze-, bis<br />
-40 °C kälte- sowie säureresistent<br />
und erhält die vorhandene<br />
Oberflächenstruktur.<br />
www.medeco-cleantec.de<br />
VEGA expandiert mit<br />
Neubau in den USA<br />
Meilenstein für den Messtechnikhersteller<br />
VEGA Grieshaber<br />
KG (Schiltach): Das Unternehmen<br />
hat eine neue Elektronikfertigung<br />
am US-Standort<br />
Mason bei Cincinnati offiziell<br />
in Betrieb genommen. Der<br />
Erweiterungsbau umfasst rund<br />
11.000 qm und verdoppelt die<br />
bisherige Produktionsfläche<br />
in Mason. Nach rund zweijähriger<br />
Planungs- und Bauphase<br />
liefen die ersten Leiterplatten<br />
vom Band. Mit der Erweiterung<br />
produziert VEGA künftig elektronische<br />
Komponenten direkt vor<br />
Ort. „Mit dem Ausbau in Mason<br />
investieren wir in die Nähe zu<br />
unseren Kunden in Nordamerika“,<br />
erläutert Isabel Grieshaber,<br />
geschäftsführende Gesellschafterin<br />
von VEGA.<br />
www.vega.com<br />
Wechsel in der Kärcher-Vertriebsleitung<br />
Die Alfred Kärcher Vertriebs-<br />
GmbH (Winnenden) stellt ihre<br />
Führungsspitze neu auf: Am<br />
1. Januar übernahm Klaus<br />
Hirschle<br />
den Vorsitz<br />
der<br />
Geschäftsführung<br />
der deutschen<br />
Vertriebsgesellschaft;<br />
neben ihm<br />
wurden<br />
Dirk Jörn<br />
Hahn und Steffen Baum neu in<br />
die Geschäftsführung berufen.<br />
Beide bringen langjährige<br />
Expertise mit. Dipl.-Ing. und<br />
MBA Hahn trat 2020 als Vertriebsleiter<br />
Professional Sales<br />
ins Unternehmen ein, Diplom-<br />
Betriebswirt Baum 2021 als<br />
Vertriebsleiter Retail Sales. Jan<br />
Recknagel, bisher mit Klaus<br />
Hirschle Geschäftsleiter, ist nun<br />
Bereichsleiter<br />
Business<br />
Development<br />
sowie Geschäftsführer<br />
von<br />
„Kärcher<br />
Neue Vertriebs-Chefs: Dirk Jörn Hahn, Klaus<br />
Hirschle und Steffen Baum (v.l.). Foto: Kärcher<br />
Municipal“.<br />
Neben den personellen gab es<br />
auch strukturelle Änderungen:<br />
Kärcher zog die Vertriebsgesellschaften<br />
von Deutschland,<br />
Österreich und der Schweiz in<br />
einer DACH-Region zusammen.<br />
www.kaercher.com<br />
Bühler: Mike Häfeli<br />
CEO „Grains & Food“<br />
Der Schweizer Lebensmitteltechnologiekonzern<br />
Bühler<br />
(Uzwil/CH) hat zum 1. Januar<br />
<strong>2026</strong> Mike<br />
Häfeli (Foto)<br />
zum CEO des<br />
Geschäftsbereichs<br />
„Grains<br />
& Food“ be -<br />
rufen. Der<br />
Mechatronik-<br />
Ingenieur begann seine Karriere<br />
vor mehr als 30 Jahren mit<br />
einer Lehre bei Bühler und war<br />
zuletzt CEO der Eisberg Group<br />
und Geschäftsleitungsmitglied<br />
der Bell Food Group. Häfeli<br />
folgt damit Johannes Wick, der<br />
nach einem Jahrzehnt in der<br />
Funktion als CEO eine neue<br />
strategische Position innerhalb<br />
des Konzerns übernehmen soll.<br />
www.buhlergroup.com<br />
40 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
produkte & Partner<br />
Neue Flaschenreinigungsmaschine für Effizienz und <strong>Hygiene</strong><br />
KHS: „Innoclean Cascade-D“ spart Energie, Platzbedarf und Wartungsaufwand<br />
Anlagenbauer KHS (Dortmund)<br />
hat eine neue Generation von<br />
Doppelend-Flaschenreinigungsmaschinen<br />
vorgestellt,<br />
die voraussichtlich ab<br />
Mitte <strong>2026</strong> am Markt<br />
verfügbar sein wird: Die<br />
Innoclean Cascade-D<br />
soll ökonomische Effizienz<br />
mit ökologischer<br />
Verantwortung und viel<br />
geringerem Energie-,<br />
Medien- und Wasserverbrauch<br />
vereinen.<br />
Da die neue Maschine 50 cm<br />
höher ist als ihre Vorgänger,<br />
wird der Platzbedarf um rund<br />
10 % verringert – die gleiche<br />
Laugentauchzeit kann bei reduzierter<br />
Grundfläche realisiert<br />
werden. Ein Beispiel für hohe<br />
Prozesssicherheit und optimale<br />
Zugänglichkeit sind die Wärmetauscher<br />
zur Beheizung, die aus<br />
dem Maschinenkörper gelöst<br />
und auf kleiner Fläche daneben<br />
Setzt auf Effizienz, Ressourceneinsparung und Kompaktheit:<br />
die KHS Innoclean Cascade-D. Foto: KHS<br />
positioniert wurden. Als weitere<br />
Neuerung bietet KHS die Flaschenkörbe<br />
ECO Carrier 2.0, die<br />
dank größerer Ausstanzungen<br />
an den Seiten ein geringeres<br />
Gesamtgewicht aufweisen als<br />
bisher. Das reduziert sowohl die<br />
Wärme- als auch die Flüssigkeitsverschleppung.<br />
Deutlich kompakter und wartungsfreundlicher<br />
als bisher ist<br />
das neukonzipierte Spritzsys tem<br />
zur Vor- und Klarspülung<br />
des Flascheninneren.<br />
Statt zwei Spritzrohren<br />
benötigt jedes<br />
Modul nur noch eines.<br />
Optimiert wurde auch<br />
die seltene Wartung der<br />
Ketten räder: Bei der<br />
Innoclean Cascade-D<br />
erfolgt der Austausch<br />
des Verschleißbereichs<br />
durch Wechsel von Teilsegmenten<br />
der Kettenräder, die mit nur<br />
noch 13 kg rund 84 % weniger<br />
Gewicht auf die Waage bringen.<br />
KHS GmbH<br />
Juchostraße 20<br />
D-44143 Dortmund<br />
www.khs.com<br />
KNAUER übernimmt<br />
Labomatic AG (CH)<br />
Laborgerätehersteller KNAUER<br />
(Berlin) hat die Labomatic AG<br />
(Möhlin bei Basel/Schweiz)<br />
übernommen, die präzise Chromatografie-<br />
und Dosiertechnik<br />
fertigt. Damit baut KNAUER<br />
seine Marktführerschaft im Bereich<br />
der präparativen Hochleistungsflüssigkeitschromatografie<br />
(HPLC) aus – v.a. bei Systemen<br />
für Flussraten bis zu 540 l/h.<br />
Der bisherige Vertriebsleiter Jan<br />
Hirsch wird neuer Geschäftsführer<br />
der Labomatic AG.<br />
www.knauer.net<br />
www.labomatic.com<br />
Start frei für „RG4Chemicals“<br />
Richard Geiss GmbH vereint Angebot in neuer Marke<br />
Start frei für RG4Chemicals:<br />
In dieser neuen Marke vereint<br />
die Richard Geiss GmbH<br />
(Offingen) ab sofort alle ihre<br />
Leistungen als<br />
Lösemittelspezialist<br />
– von der<br />
Produktion über<br />
den Einsatz bis<br />
hin zur fachgerechten<br />
Entsorgung.<br />
Das<br />
Markenkonzept<br />
basiert dabei<br />
auf den vier<br />
Säulen versorgen,<br />
begleiten,<br />
entsorgen und versprechen.<br />
Das Unternehmen versorgt<br />
Kunden in vielen Branchen<br />
Das Labor unterstützt Kunden<br />
bei Herausforderungen in der<br />
Reinigungspraxis. Foto: Geiss<br />
mit hochreinen Lösemitteln<br />
und Rezyklaten – Betriebe der<br />
Oberflächen- und Textilreinigung<br />
neben Lösemitteln wie<br />
Perchlorethylen<br />
(PER) auch mit<br />
modifizierten<br />
Alkoholen und<br />
Kohlenwasserstoffen.<br />
Die<br />
chemischpharmazeutische<br />
Industrie<br />
profitiert neben<br />
Lösemitteln<br />
auch von der<br />
Lohndestillation,<br />
die Versorgungs- und<br />
Planungssicherheit garantiert.<br />
www.geiss-gmbh.de<br />
Kisten und Trays hygienisch säubern<br />
Industriewaschanlage DLWA KLT-Highline von Mohn<br />
Die zweispurige Industrie-<br />
Waschanlage vom Typ DLWA<br />
KLT-Highline von <strong>Hygiene</strong>anlagenhersteller<br />
Mohn (Meinerzhagen)<br />
dient zur<br />
Reinigung und<br />
Trocknung von<br />
Kleinladungsträgern,<br />
Trays und<br />
Deckeln und ist<br />
mit einer leistungsstarken<br />
Abblasfunktion<br />
ausgestattet,<br />
die einen niedrigen<br />
Restfeuchtegehalt<br />
von lediglich 6-12 g<br />
je nach Waschgut ermöglicht.<br />
Die Anlage bietet eine Leistung<br />
von 400 Kleinladungsträgern,<br />
400 Trays im 4er-Block und<br />
400 Deckeln pro Stunde. Das<br />
Maschinengehäuse ist laut Hersteller<br />
doppelwandig schall- und<br />
wärmegedämmt, einteilig gefertigt<br />
und komplett verschweißt,<br />
Zur Reinigung von kleinladungsträgern im durchlaufverfahren:<br />
die DLWA KLT-Highline. Foto: Mohn<br />
der Energieverbrauch niedrig.<br />
Die großen Au ßenfilterkästen<br />
mit Trichterüberlauf sind reinigungsfreundlich<br />
konstruiert.<br />
www.mohn-gmbh.com<br />
41
veranstaltungen<br />
1·26<br />
Messekalender<br />
4. März:<br />
Lab Supply – regionale Fachmesse<br />
für instrumentelle Analytik,<br />
Labortechnik, -chemikalien<br />
und Life Science, Frankfurt<br />
(und 28. April in Münster)<br />
6.-8. März:<br />
CLEAN EXPO – Fachmesse<br />
für Reinigung, Desinfektion,<br />
<strong>Hygiene</strong> und Umwelthygiene,<br />
Peristeri/Griechenland<br />
10.-12. März:<br />
CFIA – Carrefour des Fournisseurs<br />
de l’Industrie Agroalimentaire<br />
– internationale<br />
Referenzmesse der Lebensmittelindustrie,<br />
Rennes/Frankreich<br />
24.-26. März:<br />
Lounges (Cleanroom Processes)<br />
– Internationale Fachmesse<br />
für Reinraum-, Pharma- und<br />
Prozesstechnik, Karlsruhe<br />
24.-26. März:<br />
LogiMAT – Internationale<br />
Fachmesse für Intralogistik-<br />
Lösungen und Prozessmanagement,<br />
Stuttgart<br />
24.-27. März:<br />
analytica – Weltleitmesse für<br />
Labortechnik, Analytik, Biotechnologie<br />
& analytica conference,<br />
München<br />
30. März - 1. April:<br />
IFE International Food & Drink<br />
Event – Fachmesse für Lebensmittel<br />
und Getränke, London/<br />
England<br />
31. März - 3. April:<br />
China Clean Expo (CCE) –<br />
Asiens führende Messe für<br />
Reinigungstechnologien und<br />
-lösungen, Shanghai/China<br />
14.-17. April:<br />
interclean – Internationale<br />
Fachmesse für Reinigung und<br />
<strong>Hygiene</strong>, Amsterdam/Holland<br />
Von Hautschutz bis Anlagenhygiene<br />
Vielfältiges Seminarprogramm der BGN für <strong>2026</strong><br />
Ob Hautschutz, Erste Hilfe<br />
oder Maschinensicherheit – bei<br />
den „Frühstücks-Treffs“ der<br />
Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel<br />
und Gastgewerbe<br />
(BGN) mit Sitz<br />
in Mannheim gibt es<br />
geballtes Fachwissen<br />
kompakt am Morgen.<br />
Das Online-Format geht<br />
<strong>2026</strong> mit über 40 Themen<br />
und vielen Anregungen für<br />
den betrieblichen Alltag weiter.<br />
Neben „Klassikern“ wie Hautschutz,<br />
Verkehrssicherheit oder<br />
Ergonomie stehen Themen wie<br />
der Umgang mit Radon, Gefährdungsbeurteilung<br />
bei Vibrationen<br />
oder „Gefahr aus dem<br />
Verborgenen – Biostoffe im<br />
Arbeitsumfeld“ auf dem Programm.<br />
Alle Themen der BGN-<br />
Frühstücks-Treffs werden mehr-<br />
PPWR der EU im Fokus<br />
Das Lebensmittelinstitut KIN<br />
lädt am 11./12. März zu seinem<br />
2. Roundtable „Packaging Food<br />
& Feed“ am Institutssitz Wasbeker<br />
Straße 324 in Neumünster<br />
ein. Im Fokus steht dabei die<br />
<strong>2026</strong> in Kraft tretende EU-Verpackungsordnung<br />
(PPWR).<br />
www.kin.de<br />
Zur Trinkwasserhygiene<br />
Die muva kempten GmbH bietet<br />
am 19. Mai, von 8-14.45 Uhr,<br />
ein Online-Seminar „Trinkwasserhygiene<br />
im Lebensmittelbetrieb<br />
– Risikovermeidung gemäß<br />
TrinkwV 2024: Strategien für<br />
eine sichere Wasserversorgung“<br />
an. Themen sind u.a. Vorgaben<br />
in puncto Mikrobiologie und<br />
Chemie, Technische Anforderungen<br />
und ihre Umsetzung.<br />
www.muva.de/seminare<br />
mals im Jahr angeboten, immer<br />
wochentags von 9-10 Uhr. Für<br />
die Anmeldung sind nur wenige<br />
Angaben erforderlich, die Teilnehmerzahl<br />
ist nicht<br />
begrenzt. Die Teilnahme<br />
ist kostenfrei.<br />
Für Unternehmer,<br />
Beschäftigte und<br />
Auszubildende von<br />
Kleinbetrieben (bis zu 50 Mitarbeitende)<br />
bietet die BGN zudem<br />
ein eigenes Seminarprogramm<br />
an. Die Kurse beinhalten Themen<br />
wie Rücken- und Stressprävention,<br />
wie man erfolgreich<br />
mit Reklamationen oder schwierigen<br />
Kunden umgeht oder<br />
Getränkeschankanlagen sicher<br />
und hygienisch betreibt.<br />
Seminarprogramm online unter:<br />
www.bgn.de/seminare<br />
Die Produktionsleitertagung<br />
der Akademie Fresenius ist das<br />
jährliche Branchentreffen der<br />
Produktionsverantwortlichen der<br />
Lebensmittelindustrie. Am 24.<br />
und 25. März diskutieren<br />
im Radisson<br />
Blu Hotel in Dortmund<br />
mehr als 100 Werksund<br />
Betriebsleiter<br />
sowie Technik- und<br />
Produktionsverantwortliche<br />
über aktuelle Projekte und<br />
Best-Practice Beispiele rund<br />
um die Themen Prozessoptimierung,<br />
<strong>Hygiene</strong>, Sicherheit und<br />
Personalführung.<br />
Das Programm ist in drei Themenblöcke<br />
unterteilt: „Prozesse<br />
effizienter gestalten“, „Produktion<br />
zukunftsfähig machen“ und<br />
Zwei „LabCon“-Messen<br />
Labortechnikanbieter Omnilab<br />
(Bremen) führt <strong>2026</strong> zwei<br />
„LabCon“-Fachmessen für die<br />
Bereiche Labor, Analytik, Forschung<br />
und Life Sciences mit<br />
zahlreichen namhaften Ausstellern<br />
durch – am 11. März im<br />
Media City Atelier Leipzig und<br />
am 1. Oktober im Heidelberg<br />
Congress Center.<br />
www.omnilab.de<br />
Forum zur Händehygiene<br />
Am 20. Mai veranstaltet <strong>Hygiene</strong>technik-Hersteller<br />
Ophardt<br />
(Issum) in seinem Campus<br />
ein Händehygiene-Forum, zu<br />
dem zahlreiche <strong>Hygiene</strong>fachkräfte<br />
erwartet werden. Prof.<br />
Dr. Nico Mutters vom Universitätsklinikum<br />
Bonn und weitere<br />
Referenten beleuchten dabei<br />
aktuelle Themen rund um die<br />
Händehygiene.<br />
www.ophardt.com<br />
Produktionsleitertreff in Dortmund<br />
Akademie Fresenius: Tagung und Online-Kurse<br />
„Risiken beherrschen“. 15 Re -<br />
ferenten aus Wissenschaft, Behörden<br />
und Industrie sind mit<br />
Beiträgen dabei; Tagungsleiter<br />
ist Dr. Christoph Hollemann<br />
(Lean Partners).<br />
Ein Blick auf lebensmittelbezogene<br />
Online-<br />
Seminar-Termine der<br />
Akademie: „Food Safety<br />
Culture Basics“ am<br />
11.3.; „Food Safety Culture<br />
Advanced“ am12.3.; „Food<br />
Fraud “ am 19.3.; „Praxiswissen<br />
Mikrobiologie für die Lebensmittelindustrie“<br />
am 16.4.; „Food<br />
Defense“ am 27.4.; „<strong>Hygiene</strong>management“<br />
am 30.4.<br />
Nähere Infos und Anmeldung:<br />
www.akademie-fresenius.de<br />
42 www.hygiene-report-magazin.de
märz<br />
veranstaltungen<br />
Laborgeräte hautnah betrachtet<br />
Neue Youtube-Videoreihe „Omnilab fragt nach“<br />
Der Labortechnikanbieter Omnilab<br />
(Bremen) hat ein neues<br />
Videoformat „Omnilab fragt<br />
nach“ vorgestellt. In dieser<br />
Reihe auf der Videoplattform<br />
Youtube beleuchtet das Unternehmen<br />
Laborgeräte und<br />
Lösungen praxisnah, fundiert<br />
und herstellerübergreifend<br />
– mit dem Ziel, Nutzern<br />
im Arbeitsalltag<br />
echte Orientierung<br />
zu bieten.<br />
Zum Auftakt hat<br />
man den PHCbi<br />
CO 2<br />
-Inkubator im<br />
Einsatz betrachtet.<br />
Das entstandene<br />
Video vermittelt einen kompakten<br />
Überblick über:<br />
• zentrale Funktionen und<br />
Workflows im Alltag<br />
• Erfahrungen von Inbetriebnahme<br />
bis zu Routinetests<br />
BGN: <strong>Hygiene</strong> für sichere<br />
Produkte und Mitarbeiter<br />
Eine gute <strong>Hygiene</strong>praxis in Lebensmittelbetrieben<br />
ist wichtig,<br />
um die Sicherheit und Qualität<br />
der hergestellten Lebensmittel<br />
zu gewährleisten und Kunden<br />
vor Risiken zu schützen – aber<br />
auch die Gesundheit der<br />
Beschäftigten. Da deren Haut<br />
durch <strong>Hygiene</strong> maßnahmen<br />
vielen Belastungen ausgesetzt<br />
ist, widmet die Berufsgenossenschaft<br />
Nahrungsmittel und<br />
Gastgewerbe (BGN) ihr Online-<br />
Seminar „<strong>Hygiene</strong> – für sichere<br />
Produkte und gesunde Mitarbeiter“<br />
am 10. März, 9-13 Uhr,<br />
nicht nur der <strong>Hygiene</strong>praxis<br />
im Betrieb, sondern auch dem<br />
Thema Hautschutz. Zielgruppe<br />
sind Unternehmer, Führungskräfte,<br />
Beschäftigte und Azubis.<br />
Nähere Infos und Anmeldung:<br />
www.bgn.de/seminare<br />
• Einschätzungen zu Bedienung,<br />
Zuverlässigkeit und<br />
Wartung<br />
• praktische Tipps aus dem<br />
Omnilab-Team<br />
Weitere Folgen zu unterschiedlichen<br />
Herstellern und<br />
Produktkategorien sind geplant,<br />
Themenwünsche sind<br />
stets willkommen.<br />
Die erste Folge ist zu finden<br />
unter: https://www.youtube.<br />
com/watch?v=OBoCYP25Lq4<br />
„Risiko kompakt“ zum Thema PFAS<br />
BfR erweitert Podcast-Angebot um kurze Version<br />
Das Bundesinstitut für Risikobewertung<br />
(BfR) erweitert sein<br />
Audio-Angebot mit einem<br />
neuen, kurzen Podcast „Risiko<br />
kompakt“; O-Töne von Experten<br />
erklären in 8-10 Minuten wichtige<br />
Lebensmittelthemen. In der<br />
Auftakt-Folge nimmt Biologin<br />
Dr. Claudia Lorenz Stellung zu<br />
gesundheitlichen Risiken durch<br />
die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“<br />
PFAS (Poly- und<br />
perfluorierte Alkylsubstanzen).<br />
Diese Stoffe sind außerordentlich<br />
langlebig sowie wasser- und<br />
fettabweisend. Sie verteilen sich<br />
weltweit über Luft- und Wasserströme.<br />
So gelangen sie auch in<br />
die Nahrungskette und werden<br />
von Pflanzen und Tieren aufgenommen.<br />
Um die Anreicherung<br />
VDI: Legionellengefahr<br />
durch Rückkühlwerke<br />
Die 10. VDI-Konferenz „Legionellen<br />
aus Rückkühlwerken“<br />
gibt am 10./11. März im Dorint<br />
Kongresshotel in Mannheim einen<br />
praxisorientierten Überblick<br />
zum Thema Legionellen in und<br />
aus Verdunstungskühlanlagen,<br />
Kühltürmen und Nassab scheidern.<br />
Neben aktuellen Erfahrungsberichten<br />
zur Umsetzung<br />
der 42. Bundesimmissionsschutzverordnung<br />
erfahren Teilnehmer<br />
anhand von Beispielen<br />
aus der Praxis, wie das Legionellenrisiko<br />
bewertet werden<br />
und mit welchen Maßnahmen<br />
ein Ausbruch verhindert werden<br />
kann. So lassen sich nach<br />
Aussage des VDI kostspielige<br />
Stilllegungen vermeiden und die<br />
Haftungsrisiken für Unternehmen<br />
minimieren.<br />
Nähere Infos & Anmeldung<br />
unter www.vdi-wissensforum.de<br />
von PFAS in der Umwelt zu<br />
reduzieren, läuft auf EU-Ebene<br />
ein Verbotsverfahren.<br />
Parallel zu „Risiko kompakt“<br />
geht der längere und monatlich<br />
neu erscheinende BfR-Podcast<br />
„Risiko“ tatsächlichen und<br />
vermeintlichen Gefahren durch<br />
Lebensmittel oder Chemikalien<br />
in halbstündigen Gesprächen<br />
auf den Grund. Dabei geht es<br />
z.B. um Mikroplastik, Keime in<br />
der Küche oder Melatonin als<br />
Nahrungsergänzungsmittel.<br />
Alle Folgen beider Podcasts<br />
sind auf den gängigen Podcast-<br />
Plattformen zu finden – und auf<br />
der Internetseite des BfR unter:<br />
https://podcast.bfr.bund.de<br />
IMPRESSUM<br />
ISSN: 1618-2456<br />
HYGIENE REPORT<br />
Verlag:<br />
Dr. Harnisch Verlags GmbH<br />
Eschenstraße 25<br />
90441 Nürnberg<br />
Telefon: 09 11/20 18-0<br />
Telefax: 09 11/20 18-100<br />
Email: hygiene@harnisch.com<br />
www.harnisch.com<br />
Geschäftsführer:<br />
Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />
Benno Keller<br />
Objektleitung:<br />
Armin König<br />
Telefon: 0911/20 18-230<br />
Publisher:<br />
Benno Keller<br />
Redaktion:<br />
Horst Buchmann<br />
Technische Leitung:<br />
Armin König (-230)<br />
Erscheinungsweise:<br />
5 x jährlich – März, April, Juni,<br />
September, November<br />
Abonnement:<br />
Marta Bletek-Gonzalez<br />
Bezugspreis:<br />
im Jahresabonnement<br />
Inland: EUR 30,- zzgl. MwSt.<br />
Ausland: EUR 35,-<br />
Druckauflage:<br />
12.000 Exemplare<br />
Druck:<br />
AKONTEXT s.r.o,<br />
Zárydničná 2048 / 7<br />
141 00 Praha 4 / Tschechien<br />
Die in diesem Magazin enthaltenen Beiträge<br />
einschließlich der Abbildungen<br />
unterliegen dem Urheberrechtsgesetz.<br />
Eine Verwendung ohne Zustimmung des<br />
Verlages ist unzulässig und wird strafrechtlich<br />
verfolgt. Dieses gilt für jede<br />
erdenkliche Form der Vervielfältigung.<br />
Sonder- und Nachdrucke können gerne<br />
auf Anfrage bestellt werden. Artikel,<br />
die namentlich gekennzeichnet<br />
oder durch ein Kürzel einem Autor zuzuordnen<br />
sind, geben nicht unbedingt<br />
die Meinung der Redaktion wieder.<br />
Unverlangt eingesandte Manuskripte<br />
können nicht zurückgeschickt werden.<br />
Wird ein Manuskript von der Redaktion<br />
angenommen, gehen Verlags- und Urheberrecht<br />
sowie sämtliche Rechte zur<br />
Veröffentlichung und Verbreitung auf<br />
den Verlag über. Die Redaktion übernimmt<br />
bezüglich in diesen Beiträgen<br />
dargelegter Sachverhalte keine Haftung.<br />
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ISSN 1618-2456<br />
Internationale Fachzeitschriften<br />
Themen April<br />
• <strong>Hygiene</strong> in der Lebensmittelherstellung<br />
• Schädlingsbekämpfung<br />
• Desinfektion<br />
• Qualitätskontrollen<br />
2·26<br />
Die Veröffentlichungen des Dr. Harnisch Verlages<br />
behandeln vornehmlich ausgewählte Themen der<br />
Lebensmittel- und Getränkeindustrie.<br />
Sie sind als interdisziplinäre Ratgeber für die<br />
Führungskräfte der Industrie unentbehrlich. Der<br />
Schwerpunkt liegt dabei in der Herausgabe von<br />
internationalen Fachzeitschriften. Ein hochkarätig<br />
besetztes Autorenteam unterstützt dabei<br />
stets die Verlagsredaktion.<br />
ISSN 1618-2456