food TECHNOLOGIE 1/2026
Food Technologie, Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte im deutschsprachigen Raum, sowie einigen Ländern Osteuropas. In praxisorientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen berichten wir über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen und Märkte, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material.
Food Technologie, Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung ist die Fachpublikation für Führungskräfte im deutschsprachigen Raum, sowie einigen Ländern Osteuropas. In praxisorientierten Fachbeiträgen, Kurzartikeln und Meldungen berichten wir über Roh- und Zusatzstoffe, ihre Anwendungen und Märkte, Herstellungstechnologie, Verfahrenstechnik sowie Verpackungstechnologien und -material.
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37. Jahrgang · ISSN 1616-2323 · ZKZ30360 · www.<strong>food</strong>-technologie.de<br />
1 · <strong>2026</strong> MÄRZ<br />
Magazin für Inhaltsstoffe, Herstellung und Verpackung<br />
INGREDIENTS<br />
Ölpresskuchen – vom<br />
Nebenprodukt zur wertvollen<br />
Proteinquelle –<br />
IGF eröffnet neue Wege<br />
bei der Produktion von<br />
Fleischalternativen<br />
VERFAHRENSTECHNIK<br />
Effektives Schmierstoffmanagement<br />
in der<br />
Lebensmittelindustrie<br />
MESSEN<br />
Mehr Vielfalt denn je –<br />
SOLIDS & RECYCLING-<br />
TECHNIK Dortmund <strong>2026</strong><br />
feiert Jubiläum mit neuem<br />
Ausstellungsbereich<br />
VERPACKUNG<br />
Antrieb für die Intralogistik<br />
– BLDC-Motoren<br />
von Oriental Motor sorgen<br />
für den effizienten Betrieb<br />
von Transportrobotern<br />
1<br />
TITELTHEMA<br />
Mehr Präzision.<br />
Weniger Verbrauch.<br />
GEA erweitert sein Ventilportfolio um wasserhydraulische Antriebe
Synthetische<br />
Schmierstoffe<br />
frei von MOAH<br />
und MOSH<br />
für die<br />
Lebensmittel- und<br />
Getränkeindustrie<br />
Hergestellt in speziellen, MOAH- und MOSH-freien<br />
Produktionsanlagen<br />
Entwickelt für unübertroffene Leistung in Lebensmittelverarbeitungsbetrieben.<br />
Diese hochleistungsfähigen, 100 % synthetischen, MOAH/MOSH-freien Schmierstoffe<br />
ermöglichen längere Schmierintervalle, vielseitige Anwendungsmöglichkeiten,<br />
eine optimierte Lagerhaltung und verbesserte Leistung – und das alles unter<br />
Einhaltung höchster Lebensmittelsicherheitsstandards. Diese Schmierstoffe<br />
sind keine „synthetischen Mischprodukte“. Es handelt sich um<br />
100 % synthetische/langlebige Produkte.<br />
Zu den verfügbaren Produkten gehören:<br />
synthetische Industriegetriebeöle<br />
synthetische Kompressorenöle<br />
synthetische Hydrauliköle<br />
synthetische Kettenhaftöle für Backöfen<br />
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Sebastian Martinek,<br />
Objektleiter<br />
Von Schüttgut bis<br />
Logistik<br />
Liebe Leserinnen und Leser,<br />
Frühling bedeutet Messezeit. Kaum ist der Jahresauftakt<br />
verdaut, richtet sich der Blick der<br />
Branche auf zwei zentrale Termine im Kalender:<br />
die Solids <strong>2026</strong> in Dortmund und die LogiMAT<br />
<strong>2026</strong> in Stuttgart. Beide Veranstaltungen zeigen<br />
auf beeindruckende Weise, wie eng Innovation,<br />
Effizienz und Prozesssicherheit in der modernen<br />
Lebensmittelproduktion miteinander verwoben<br />
sind.<br />
Die Solids steht seit Jahren für praxisnahe Lösungen<br />
rund um das Handling, Lagern und Fördern von<br />
Schüttgütern – von Mehlen, Pulvern und Aromen<br />
bis zu Zusatzstoffen und Funktionsmischungen.<br />
Gerade hier, wo Staubexplosionen, Kontaminationen<br />
oder Materialverluste enorme Risiken bergen,<br />
zeigen die Aussteller, wie Technologie heute Sicherheit<br />
und Wirtschaftlichkeit verbinden kann. Sensorik,<br />
automatisierte Dosiersysteme und modulare Anlagenkonzepte<br />
verändern die Prozessrealität in vielen<br />
Betrieben schneller, als man denkt.<br />
Wenige Wochen später öffnet in Stuttgart die<br />
LogiMAT <strong>2026</strong> ihre Tore – die Leitmesse der Intralogistik,<br />
die längst zu einem Pflichttermin für<br />
Lebensmittelhersteller geworden ist. Ob KI-gestützte<br />
Lagerverwaltung, Robotik oder nachhal-<br />
CM<br />
MY<br />
tige Verpackungslogistik: Die Herausforderungen<br />
von Fachkräftemangel, Energieeffizienz und<br />
CY<br />
Rückverfolgbarkeit verlangen nach durchdachten,<br />
vernetzten Lösungen.<br />
CMY<br />
K<br />
Beide Messen machen deutlich: Ohne Digitalisierung,<br />
Automatisierung und Nachhaltigkeitsstrategien<br />
lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit in<br />
der Lebensmittelindustrie kaum sichern. Food<br />
Technologie begleitet diese Entwicklung – mit<br />
Fachwissen, Praxisbeispielen und dem Blick<br />
über den Tellerrand hinaus. Wir werden auf beiden<br />
Messen präsent sein und freuen uns auf den<br />
direkten Austausch mit Ihnen.<br />
Es grüßt Sie herzlich<br />
C<br />
M<br />
Y<br />
QUALITÄT!<br />
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5-7 May <strong>2026</strong>, Fira Barcelona<br />
More to<br />
INGREDIENTS<br />
Ölpresskuchen – vom Nebenprodukt<br />
zur wertvollen Proteinquelle<br />
IGF eröffnet neue Wege bei der Produktion von Fleischalternativen<br />
Plant-based Scheibenkäse – elastische Textur mit<br />
attraktiven Proteingehalt<br />
Planteneers setzt neuen Benchmark im Segment der<br />
Käse-Alternativen<br />
Seite<br />
8 – 10<br />
11<br />
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VERFAHRENSTECHNIK<br />
AUTOMATISIERUNG<br />
Intelligente Temperaturüberwachung für die<br />
Hühnerfleischproduktion<br />
Zuverlässige Datenaufzeichnung und zentrale Auswertung<br />
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SCHMIERSTOFFE<br />
Effektives Schmierstoffmanagement in der<br />
Lebensmittelindustrie<br />
Sichere, effiziente Lebensmittelproduktion durch den Einsatz<br />
geeigneter Schmierstoffe<br />
ENERGIEMANAGEMENT<br />
Turbo für die Schokoladenproduktion<br />
Barry Callebaut steigert Nachhaltigkeit und Effizienz mit BOGE<br />
Kompressoren<br />
HYGIENE/BETRIEBSSICHERHEIT<br />
Die Herstellung nachhaltiger gestalten<br />
Wäge- und Inspektionstechnologien für effizientere,<br />
ressourcenschonende Produktionsprozesse<br />
Inspektion ohne Kompromisse<br />
Wie der SC-P neue Standards für pumpfähige Produkte<br />
setzt – Interview mit Hasan Uygul, Wipotec<br />
MESSEN<br />
Mehr Vielfalt denn je<br />
SOLIDS & RECYCLING-TECHNIK Dortmund <strong>2026</strong> feiert Jubiläum<br />
mit neuem Ausstellungsbereich<br />
Smarte Intralogistik – flexibel statt teuer<br />
LogiMAT <strong>2026</strong> in Stuttgart<br />
Djazagro – Leitmesse für Agrar- und Ernährungswirtschaft<br />
Djazagro <strong>2026</strong> in Algier<br />
Seite<br />
12 – 13<br />
14 – 17<br />
18 – 20<br />
21 – 23<br />
24 – 25<br />
Seite<br />
26 – 27<br />
27<br />
28 – 29<br />
4 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
VERPACKUNG<br />
Seite<br />
LOGISTIK<br />
Antrieb für die Intralogistik<br />
BLDC-Motoren von Oriental Motor sorgen für den effizienten<br />
Betrieb von Transportrobotern<br />
Präzises Handling im Warehouse<br />
Staplerflotte von Yale sorgt für frische Früchte bei Chiquita<br />
30 – 32<br />
33<br />
VERPACKUNGSMASCHINEN<br />
Innovative Verpackungslinie – High-Speed trifft High-Quality<br />
CP Foods UK, OMRON und Gripple Automation<br />
automatisieren Verpackung von Geflügelteilen<br />
Nachhaltige Verpackungslösung mit Stretchfolien-Technologie<br />
Praxisbeispiel mit MOVI-C ® bei Sidel<br />
Überlastschutz für moderne Verpackungsanlagen<br />
Korrosionsgeschützte Drehmomentbegrenzer von ENEMAC<br />
34 – 35<br />
36 – 37<br />
37<br />
NEWS/EVENTS<br />
Die kleine Frucht mit Superkräften<br />
Cranberries – nachhaltige Superfrucht für Gesundheit, Genuss<br />
und innovative Produktideen<br />
Generationenwechsel bei AZO<br />
Lukas Zimmermann übernimmt CEO-Rolle der AZO-Gruppe<br />
Seite<br />
38 – 39<br />
40<br />
Kalender <strong>2026</strong>, März – Mai 40<br />
TRENDS & EMOTIONEN<br />
Geplante EU-Gentechnik-Lockerung<br />
sorgt für Zustimmung und Kritik<br />
Seite<br />
41<br />
Bezugsquellenverzeichnis 42 – 43<br />
Impressum 43
TITELTHEMA · GEA<br />
Mehr Präzision. weniger Verbrauch.<br />
GEA erweitert sein Ventilportfolio um wasserhydraulische Antriebe<br />
Mit der Übernahme des dänischen Unternehmens Hydract Anfang <strong>2026</strong> erweitert GEA sein Ventilportfolio. Neben pneumatischen<br />
Antrieben kommt die wasserhydraulische Ventilbetätigung hinzu – und eröffnet neue Möglichkeiten für Energieeffizienz,<br />
digitale Einblicke und präzise Regelung in Anlagen der Lebensmittelindustrie. Oft sind es die „unsichtbaren“ Aggregate,<br />
die entscheiden, ob eine Schicht rund läuft. In Brauereien und Softdrink-Anlagen leisten Prozessventile im Hintergrund<br />
Schwerstarbeit: Sie trennen Produkt- und CIP-Medien, schützen die Qualität und halten den Durchfluss stabil.<br />
Je stärker Produktionsanlagen den Energieeinsatz<br />
senken, Produktwechsel beschleunigen<br />
und bessere Daten gewinnen wollen,<br />
desto weniger geht es nur um den Ventilkörper<br />
– und desto mehr um die Frage, wie das<br />
Ventil angetrieben wird. So wächst das Interesse<br />
an hydraulischer Ventiltechnologie als Alternative<br />
zur pneumatischen Ventilbetätigung.<br />
Bastian Tolle,<br />
Head of Business<br />
Development &<br />
Digitalization,<br />
GEA Pure Flow Processing.<br />
Bastian Tolle: Aus Sicht von GEA vereint die<br />
Wasserhydraulik drei zentrale Aspekte: Nachhaltigkeit,<br />
digitale Zustandsüberwachung sowie<br />
stabile Zwischenpositionen, die eine präzise<br />
Regelung ermöglichen und – dort, wo es<br />
sinnvoll ist – eine späte Produktdifferenzierung<br />
unterstützen.<br />
Wenn sich Bastian Tolle, Head of Business<br />
Development & Digitalization, GEA Pure Flow<br />
Processing, und Peter Espersen, Gründer von<br />
Hydract, zusammensetzen, ist die Rollenverteilung<br />
klar: Beide kennen die Ventiltechnik<br />
in- und auswendig – Tolle aus der Perspektive<br />
des modularen VARIVENT-, Espersen aus der<br />
Realität, eine neue Technologie in realen Anlagen<br />
zu erproben, zur Marktreife zu führen<br />
und verantwortungsvoll zu skalieren.<br />
Die Lebensmittelverarbeitung bringt ihre ganz<br />
eigene Komplexität mit sich: Viskositäten variieren,<br />
Partikel verhalten sich unterschiedlich,<br />
und hygienische Anforderungen sind nicht<br />
verhandelbar – insbesondere bei Allergenwechseln<br />
oder sensiblen Produkten. In allen<br />
lebensmittelproduzierenden Bereichen wirken<br />
sich Stabilität und Wiederholgenauigkeit<br />
direkt auf die Produktqualität und die Reinigungsprozesse<br />
aus. Vor diesem Hintergrund<br />
sind eine stabile Betätigung und reproduzierbare<br />
Positionierung kein „Nice-to-have“, sondern<br />
eine Voraussetzung.<br />
Was ist die Kernbotschaft<br />
für Lebensmittelprofis?<br />
Bastian Tolle: Für mich geht es darum, unseren<br />
Kunden eine echte Wahl bei der Ventilbetätigung<br />
zu geben: ein modulares Programm,<br />
das es ermöglicht, je nach Anwendung die<br />
passende Antriebstechnologie auszuwählen.<br />
Das pneumatische Ventilportfolio von GEA<br />
deckt mit VARIVENT hygienische Anwendungen<br />
und mit ASEPTOMAG aseptische Anwendungen<br />
ab. Mit der Ergänzung um wasserhydraulische<br />
Ventilantriebe erhalten Lebensmittelhersteller<br />
eine weitere Option für Einsitz-,<br />
Doppelsitz- und Regelventile – ohne den Lieferanten,<br />
die Schnittstellen oder das Servicekonzept<br />
wechseln zu müssen.<br />
Warum wasserhydraulisch –<br />
und warum gerade jetzt?<br />
Peter Espersen: bereits 2008 begann die<br />
Wasserhydraulik als reines Energiethema –<br />
doch das Werteversprechen hat sich weiterentwickelt.<br />
Heute sind Nachhaltigkeitsziele<br />
deutlich konkreter, Digitalisierung wird vorausgesetzt,<br />
und präzise Regelung eröffnet<br />
neue Prozesskonzepte, insbesondere wenn<br />
mehrere Rezepturen auf gemeinsamen Linien<br />
gefahren werden. Produktionsbetriebe suchen<br />
gezielt nach messbaren Verbesserungen.<br />
Was ändert sich ganz praktisch,<br />
wenn Betriebe von Druckluft auf<br />
Wasser umsteigen?<br />
Bastian Tolle: Der Wechsel von Druckluft auf<br />
Hydraulik verändert das ganze Umfeld des<br />
Ventils. Man tauscht nicht nur einen Antrieb,<br />
sondern führt ein hydraulisches Versorgungssystem<br />
ein, das zur Anwendung passen muss –<br />
in Auslegung und Dimensionierung. Genau<br />
deshalb braucht die Technologie einen Partner<br />
mit Applikationswissen, Engineering-Kompetenz<br />
und der Vertrauensbasis eines etablierten<br />
Lieferanten. Die Chance ist: Wasserhydraulische<br />
Antriebe können den Bedarf an Druckluft<br />
für die Ventilbetätigung vollständig eliminieren<br />
– Luft, die typischerweise durch energieintensive<br />
Kompressoren erzeugt wird.<br />
Peter Espersen: Hydraulik verhält sich auch<br />
anders gegenüber Prozesskräften. Ein pneumatisches<br />
Regelventil kann durch veränderten<br />
Durchfluss und Druck beeinflusst werden.<br />
Ein hydraulischer Antrieb bleibt dort,<br />
wo er angesteuert wurde, und bewegt sich in<br />
kleinen, kontrollierten Schritten. Das stabilisiert<br />
die Regelung rund um den Sollwert.<br />
Und beim Thema Nachhaltigkeit –<br />
wie groß ist das Energiesparpotenzial?<br />
Bastian Tolle: Das Kompressorsystem ist dabei<br />
der größte Hebel. Da Wasserhydraulik in<br />
einem geschlossenen Kreislauf arbeitet, kann<br />
6 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
GEA · TITELTHEMA<br />
sie die Abhängigkeit von Druckluft deutlich<br />
reduzieren und zugleich Verluste durch Leckagen<br />
in Druckluftnetzen vermeiden – ein<br />
in großen Anlagen oft unterschätzter Energiefaktor.<br />
Das tatsächliche Einsparpotenzial<br />
hängt vom Anlagenlayout, der Auslegung<br />
der Kompressoren und dem Projektumfang<br />
ab. Besonders überzeugend ist dieser Ansatz<br />
bei Neubauprojekten und größeren Modernisierungen,<br />
kann aber auch bei Erweiterungen<br />
attraktiv sein, wenn die vorhandene<br />
Druckluftkapazität an ihre Grenzen stößt. In<br />
lebensmittelverarbeitenden Umgebungen ist<br />
der geschlossene Wasserkreislauf als kontrolliertes<br />
System ausgelegt, das einen hygienischen<br />
Betrieb sowie planbare und verlässliche<br />
Wartungsprozesse unterstützt.<br />
Was heißt „digitaler werden“<br />
auf Ventilebene konkret?<br />
Hydraulische Ventile im Einsatz in der Carlsberg Brauerei in Fredericia, DK.<br />
Peter Espersen: Wenn Ventile präzise und reproduzierbar<br />
regeln, können Anlagen inline<br />
mischen, sich nach Produktwechseln schneller<br />
stabilisieren und das benötigte Puffervolumen<br />
reduzieren.<br />
jedoch die breite Einführung: Wasserhydraulik<br />
soll sich sowohl in neuen Linien als auch<br />
bei der Modernisierung bestehender Anlagen<br />
einfach integrieren lassen.<br />
Bastian Tolle: Stabile Positionierung ist die<br />
Grundlage. Bei pneumatischen Systemen<br />
können Federn und Leitungskräfte zu kleinen<br />
Abweichungen führen. Hydraulische<br />
Systeme hingegen halten Positionen mit hoher<br />
Wiederholgenauigkeit. Dadurch wird Zustandsüberwachung<br />
im täglichen Betrieb realistisch<br />
– etwa durch die Überwachung des<br />
Dichtungszustands und die Gewinnung belastbarer,<br />
verwertbarer Daten.<br />
Peter Espersen: Die wasserhydraulische Betätigung<br />
steuert Bewegungen digital direkt<br />
im Aktuator. Nicht nur einfaches Öffnen und<br />
Schließen, sondern positionsgenaue Bewegungen,<br />
die aufgezeichnet und zur Mustererkennung<br />
– etwa von Dichtungsverschleiß – genutzt<br />
werden können. Denken Sie an eine CNC‐ähnliche<br />
Steuerung: präzise Bewegungen, nachvollziehbares<br />
Verhalten und auswertbare Daten.<br />
Eine Integration über Standard‐Schnittstellen<br />
wie IO‐Link ist ebenfalls möglich.<br />
Wie wirkt sich präzise Regelung<br />
konkret auf Prozesse in<br />
Lebensmittelbetrieben aus?<br />
Bastian Tolle: Dabei geht es nicht nur um Geschwindigkeit.<br />
Stabile Regelung ist der eigentliche<br />
Türöffner: Sie ermöglicht eine späte<br />
Produktdifferenzierung, erleichtert spätere<br />
Nachhaltigkeits-Upgrades und kann helfen,<br />
Investitionskosten zu senken – etwa durch<br />
Anlagenkonzepte mit weniger Tanks.<br />
Wie sieht der Roll-out im<br />
GEA-Portfolio aus?<br />
Bastian Tolle: Wir starten dort, wo der Effekt<br />
unmittelbar spürbar ist. In der ersten Phase<br />
liegt der Fokus auf den VARIVENT-‚High Runnern‘<br />
der hygienischen Ventiltechnik: N (Absperrventil),<br />
W (Umschaltventil) und R (Doppelsitzventil).<br />
Damit decken wir einen Großteil<br />
gängiger Anwendungen in der Flüssiglebensmittelverarbeitung<br />
ab. Darauf aufbauend<br />
ist das Ziel, die Option schrittweise über das<br />
gesamte VARIVENT-System auszurollen, sodass<br />
wasserhydraulische Betätigung im großen<br />
Maßstab zur Standardwahl wird. Aseptische<br />
Ventile sind ebenfalls Teil der Roadmap.<br />
Die Nachrüstbarkeit bleibt dank der modularen<br />
Gehäuse ein Vorteil, im Mittelpunkt steht<br />
Wie stellt ihr sicher, dass die Technologie<br />
ihre Geschwindigkeit behält?<br />
Bastian Tolle: Wir halten das Hydract-Team<br />
als fokussierte, agile Einheit innerhalb von<br />
Pure Flow Processing zusammen und binden<br />
es gleichzeitig eng an das globale<br />
Engineering-, Vertriebs- und Service-Netzwerk<br />
von GEA an.<br />
Zum Schluss noch persönlich: Was wünschen<br />
Sie sich für die nächsten Jahre?<br />
Peter Espersen: Ich freue mich auf die Zusammenarbeit<br />
mit den Engineering-Teams<br />
von GEA, um gemeinsam neue Konzepte und<br />
Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln –<br />
und darauf, die Technologie als praxisnahe,<br />
global unterstützte Option in Europa und darüber<br />
hinaus zu etablieren.<br />
Bastian Tolle: Für mich ist das ein Schritt, der<br />
wirklich etwas bewirken kann. Nachhaltigkeit,<br />
Digitalisierung und präzise Regelung werden<br />
damit in einer zentralen Komponente moderner<br />
Lebensmittelverarbeitung greifbar.<br />
Einschätzung der Experten<br />
Ich plane gerade ein Projekt. Wie gehe ich vor?<br />
Fangen Sie bei der Anwendung an, nicht beim Bauteil. Wo können stabile Regelung, Nachhaltigkeits-KPIs oder digitale<br />
Überwachung den größten Mehrwert für die Anlage bringen? Und passt ein hydraulisches Versorgungssystem zum Projektumfang<br />
– Neubau, größerer Umbau oder Erweiterung? Denken Sie in Ergebnissen: Energieprofil, Regelbarkeit, Flexibilität.<br />
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Bildquelle: GEA<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
7
INGREDIENTS<br />
Ölpresskuchen – vom Nebenprodukt<br />
zur wertvollen Proteinquelle<br />
IGF eröffnet neue Wege bei der Produktion von Fleischalternativen<br />
Pflanzliche Fleischalternativen sind längst keine Nischenprodukte mehr: Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher<br />
greifen zu Veggie-Patties, Hack-Alternativen oder Seitan-Mortadella, weil sie ihren Fleischkonsum reduzieren oder<br />
gänzlich darauf verzichten möchten. Wie stark der Markt inzwischen gewachsen ist, verdeutlichen die Marktzahlen, die<br />
seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum belegen: Laut Statistischem Bundesamt wurden im Jahr 2024 in Deutschland<br />
rund 126.500 Tonnen Fleischersatzprodukte hergestellt – ein Anstieg von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Fünf-<br />
Jahres-Vergleich hat sich die Produktion sogar mehr als verdoppelt. Der Produktionswert ist 2024 im Vergleich zum<br />
Vorjahr um knapp 11 Prozent auf über 647 Millionen Euro gestiegen.<br />
Treiber des Wachstums bei Fleischalternativen<br />
sind sowohl gesundheitliche<br />
Aspekte als auch ökologische Motive. Weniger<br />
Fleischverzehr bedeutet geringere CO 2<br />
-<br />
Emissionen, weniger Flächenverbrauch und<br />
eine bessere Klimabilanz. Damit einher geht<br />
die Herausforderung, Produkte zu entwickeln,<br />
die geschmacklich und in ihrer Textur<br />
überzeugen. Besonders gefragt sind Texturate<br />
mit fleischähnlichem Biss – sogenannte<br />
„texturierte Pflanzenproteine“, die überwiegend<br />
aus Soja oder Erbsenprotein hergestellt<br />
werden. Doch diese Rohstoffe sind begrenzt<br />
verfügbar und oft teuer. Zugleich wächst die<br />
Nachfrage nach regionalen und ressourcenschonenderen<br />
Alternativen.<br />
Vom Nebenprodukt zum<br />
wertvollen Rohstoff<br />
Genau hier setzte ein Projekt der Industriellen<br />
Gemeinschaftsforschung (IGF) an, das an<br />
der Technischen Universität Berlin von zwei<br />
Wissenschaftlerinnen durchgeführt wurde<br />
und 2024 erfolgreich abgeschlossen werden<br />
konnte. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten<br />
standen Ölpresskuchen, die als Nebenprodukte<br />
der Speiseölherstellung in großen<br />
Mengen in hiesigen Ölmühlen anfallen<br />
und bisher überwiegend als Futtermittel genutzt<br />
werden. Durch ihre günstige Nährstoffzusammensetzung<br />
und hohe Verfügbarkeit<br />
bieten sie als nachhaltige Rohstoffe ein<br />
enormes, bislang wenig ausgeschöpftes, Potenzial<br />
für die Lebensmittelindustrie: Hochwertige<br />
Proteine, Ballaststoffe, ungesättigte<br />
Fettsäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe<br />
ermöglichen nicht nur eine ernährungsphysiologische<br />
Aufwertung, sondern auch technofunktionelle<br />
Vorteile bei der Verarbeitung –<br />
vorausgesetzt, sie lassen sich in stabile,<br />
fleischähnliche Strukturen überführen. Bislang<br />
fehlte jedoch eine wissenschaftliche<br />
Basis, um dieses Potenzial verlässlich einschätzen<br />
und industriell nutzen zu können.<br />
Der Weg zur industriellen Nutzung<br />
Um diese Lücke zu schließen, setzte das Forschungsteam<br />
auf ein systematisches Vorgehen.<br />
Drei Ziele standen im Mittelpunkt:<br />
• eine umfassende Charakterisierung<br />
verschiedener Presskuchenarten<br />
hinsichtlich ihrer Zusammensetzung<br />
und technofunktionellen Eigenschaften,<br />
• die Untersuchung geeigneter<br />
Extrusionsbedingungen, die den<br />
besonderen Rohstoffeigenschaften<br />
Rechnung tragen sowie<br />
• die Erarbeitung von Empfehlungen für<br />
Rezepturen und Prozessparameter, die<br />
Herstellern von Fleischersatzprodukten<br />
eine praxisnahe Umsetzung ermöglichen.<br />
Hierfür wurden insgesamt 21 unterschiedliche<br />
Ölpresskuchen aus Rohstoffen wie Kokosnuss,<br />
Kürbis, Leinsaat, Mandel, Raps,<br />
Sonnenblume und Weizenkeim herangezo-<br />
Trockene texturierte Pflanzenproteine aus 54 Prozent Rapspresskuchen, 77,5 Prozent Kürbiskernpresskuchen (I), 77,5 Prozent Kürbiskernpresskuchen (II), 45 Prozent Sesampresskuchen,<br />
69 Prozent Leinsamenpresskuchen, 45 Prozent Kokosnusspresskuchen (v. l.). Fehlender Anteil zu 100 Prozent jeweils Erbsenproteinisolat.<br />
8 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
Rehydratisiertes/eingeweichtes Texturat aus 80 Prozent<br />
Sesampresskuchen und 20 Prozent Erbsenproteinisolat.<br />
Im Hintergrund: Nasstexturat mit 20 Prozent Sonnenblumenpresskuchen<br />
und 80 Prozent Erbsenproteinisolat.<br />
Eingeweichtes und gebratenes Texturat aus 80 Prozent<br />
Sesampresskuchen und 20 Prozent Erbsenproteinisolat.<br />
gen. Sie wurden zunächst in Hinblick auf<br />
Nährstoffgehalte und prozesstechnische Eigenschaften<br />
untersucht, bevor sie in modellhaften<br />
Extrusionsversuchen eingesetzt wurden.<br />
Mit diesem Ansatz sollte eine Wissensbasis<br />
geschaffen werden, die Industrieunternehmen<br />
– insbesondere kleine und mittlere<br />
Betriebe – in die Lage versetzen kann, Ölpresskuchen<br />
gezielt für die Entwicklung<br />
neuer Fleischalternativen einzusetzen.<br />
Vom Labor zur Technikumsanlage<br />
Die ausgewählten 21 Proben wurden zunächst<br />
im Labor chemisch und physikalisch<br />
charakterisiert mit Blick auf Protein- und<br />
Ballaststoffgehalte, Restölanteile sowie weitere<br />
ernährungsphysiologisch relevante Inhaltsstoffe.<br />
Im Anschluss daran folgten Extrusionsversuche<br />
im Technikumsmaßstab,<br />
die auf den Ergebnissen der Voranalysen<br />
aufbauten. Dabei wurden die Presskuchen<br />
in unterschiedlichen Anteilen mit etablierten<br />
pflanzlichen Proteinen – insbesondere<br />
Erbsenproteinisolat – kombiniert.<br />
Untersucht wurde, wie sich die Variation einzelner<br />
Parameter wie Wassergehalt, Temperatur,<br />
Durchsatz oder Schneckenkonfiguration<br />
auf die Texturbildung der Produkte auswirkte.<br />
Besonderes Augenmerk lag auf der<br />
Frage, wie die Komponenten der Presskuchen<br />
– insbesondere Fette und Ballaststoffe<br />
– die Ausbildung fleischähnlicher Strukturen<br />
beeinflussen.<br />
Neben textur- und prozessbezogenen Daten<br />
erfasste das Team auch chemische Veränderungen<br />
während der Extrusion, etwa die Bildung<br />
von Aromastoffen oder unerwünschten<br />
Nebenprodukten. Mit dieser Kombination<br />
aus grundlegender Rohstoffanalyse und praxisnaher<br />
Prozessprüfung konnte ein umfassendes<br />
Bild über die Eignung und die Grenzen<br />
verschiedener Ölpresskuchen gezeichnet<br />
werden.<br />
Eignung verschiedener Ölpresskuchen<br />
Die Untersuchungen zeigten deutlich, dass<br />
nicht alle Presskuchen gleichermaßen für die<br />
Herstellung texturierter Pflanzenproteine geeignet<br />
sind. Während Kürbis-, Mandel- und<br />
Sonnenblumenkernpresskuchen aufgrund ihres<br />
günstigen Verhältnisses von Protein zu<br />
Ballaststoffen vielversprechende Ergebnisse<br />
lieferten, erwiesen sich etwa Kokosnuss- oder<br />
Weizenkeimpresskuchen als weniger geeignet.<br />
Entscheidend war dabei vor allem der Restfettgehalt:<br />
Ab einem Anteil von etwa 5 Prozent<br />
konnte das Fett nicht mehr in die Struktur<br />
eingebunden werden, was zu Instabilitäten<br />
im Prozess und schwächeren Texturen führte.<br />
INGREDIENTS<br />
FILTECH<br />
June 30 – July 02, <strong>2026</strong><br />
Cologne – Germany<br />
The Filtration Event<br />
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INGREDIENTS<br />
Das hat mehrere Vorteile: Zum einen wird<br />
ein bislang überwiegend im Futtermittelsektor<br />
eingesetzter Rohstoff sinnvoll in die Lebensmittelproduktion<br />
überführt. Zum anderen<br />
tragen die Ballaststoffe, ungesättigten<br />
Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffe<br />
zur ernährungsphysiologischen Aufwertung<br />
der Produkte bei. Zudem können Hersteller<br />
ihre Rohstoffbasis verbreitern, Abhängigkeiten<br />
von importiertem Soja reduzieren und<br />
sich durch innovative Rezepturen im dynamisch<br />
wachsenden Markt differenzieren.<br />
Großen Chancen und höhere<br />
Wertschöpfung für KMU<br />
TVP aus Erbsenproteinisolat extrudiert mit verschiedenen Wassergehalten (14, 22, 30 %) und Gehäusetemperaturen<br />
(130, 145, 160° C). Die TVP sind jeweils in Petrischalen mit 10 cm Durchmesser abfotografiert.<br />
Mehr Biss, Farbe und Aroma<br />
Die Ballaststoffe der Presskuchen wirkten<br />
sich hingegen positiv auf die Ausbildung<br />
fleischähnlicher Strukturen aus. Ein Anteil<br />
von rund 20 Prozent trug dazu bei, die Textur<br />
der Extrudate zu stabilisieren, allerdings<br />
waren diese Produkte noch relativ stark aufgepufft<br />
und erinnerten eher an Cerealien.<br />
Erst bei höheren Presskuchenanteilen von<br />
etwa 45 Prozent und mehr (je nach Art des<br />
Presskuchens) wurden die Texturate deutlich<br />
dichter und damit fleischähnlicher in Biss<br />
und Mundgefühl. Dennoch blieben die Produkte<br />
insgesamt etwas weicher und weniger<br />
„gummiartig“ als Fleisch, was den Kauwiderstand<br />
verringerte und für bestimmte Produktkategorien<br />
sogar von Vorteil sein kann.<br />
(Bild: AdobeStock/FomoA)<br />
Neben der Textur wurden auch Farbe und<br />
Aroma betrachtet. Burger-Patties auf Basis<br />
von Mandel-, Kürbis-, Raps- oder Sonnenblumenkernpresskuchen<br />
zeigten eine gute<br />
farbliche Übereinstimmung mit Fleischprodukten.<br />
Während der Extrusion konnten zudem<br />
Röstaromen gebildet werden, die den<br />
sensorischen Eindruck verbesserten. Unerwünschte<br />
Nebenprodukte wie Acrylamid<br />
oder Transfette entstanden nur unter ungünstigen<br />
Bedingungen, etwa bei sehr niedrigen<br />
Wassergehalten und gleichzeitig hohem<br />
Gehalt an Linolensäure (z. B. bei Leinsaatpresskuchen).<br />
Durch die Wahl geeigneter<br />
Prozessparameter ließ sich dieses<br />
Risiko minimieren.<br />
Empfehlungen für die Praxis<br />
Auf Basis der Ergebnisse wurde abgeleitet,<br />
dass eine kontinuierliche Proteinmatrix entsteht,<br />
wenn mindestens 50 Prozent der Mischung<br />
aus Proteinen besteht. Der übrige<br />
Anteil kann durch Presskuchen ersetzt werden.<br />
Damit eröffnet sich für Hersteller von<br />
Fleischersatzprodukten die Möglichkeit, einen<br />
erheblichen Teil der bislang eingesetzten<br />
Proteinisolate durch kostengünstigere<br />
und nachhaltigere Presskuchen zu substituieren.<br />
Besonders in Burger-Patties konnten<br />
vielversprechende Resultate erzielt werden,<br />
sodass sich hier ein schneller Weg<br />
zur industriellen Umsetzung abzeichnet.<br />
Besonders für kleine und mittelständische<br />
Hersteller von Fleischersatzprodukten bietet<br />
die Nutzung von Presskuchen ein hohes Potenzial.<br />
Sie können sich mit neuen Produkten<br />
im Markt positionieren und durch regionale<br />
Rohstoffe ein klar erkennbares Nachhaltigkeitsprofil<br />
aufbauen. Zugleich eröffnen<br />
sich Möglichkeiten zur Kostenreduktion, da<br />
Presskuchen als Nebenprodukt der Ölherstellung<br />
im Vergleich zu isolierten Pflanzenproteinen<br />
kostengünstiger verfügbar sind.<br />
Auch die Ölmühlen profitieren: Für sie bietet<br />
sich die Möglichkeit, ihre Presskuchen nicht<br />
nur als Futtermittel, sondern auch im Lebensmittelbereich<br />
zu vermarkten und damit<br />
eine deutliche Wertsteigerung zu erzielen.<br />
Während kleine Ölmühlen lokal anfallende<br />
Rohstoffe wie Kürbiskerne oder Leinsaat<br />
nutzbar machen können, stehen in industriellem<br />
Maßstab etwa Sonnenblumenpresskuchen<br />
in großen Mengen zur Verfügung – Mit<br />
allen diesen Rohstoffen konnten texturierte<br />
Pflanzenproteine mit vergleichbaren Eigenschaften<br />
wie bei herkömmlichen Fleischersatzprodukten<br />
erzeugt werden. So leistet<br />
das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung<br />
und Kreislaufwirtschaft:<br />
Ein Reststoff wird zum hochwertigen Rohstoff,<br />
wodurch Lebensmittelabfälle reduziert<br />
und natürliche Ressourcen geschont werden.<br />
Damit eröffnet die Forschung zugleich<br />
neue Marktchancen im dynamisch wachsenden<br />
Segment der Fleischalternativen.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.fei-bonn.de/gefoerderte-projekte/<br />
bpp-2025-hj2-oelpresskuchen<br />
Bildquelle: TU Berlin, Luise Lallinger
INGREDIENTS<br />
plant-based Scheibenkäse – elastische<br />
Textur mit attraktiven Proteingehalt<br />
Planteneers setzt neuen Benchmark im Segment der Käse-Alternativen<br />
Der Markt für pflanzliche Milch- und Käse-Alternativen wächst stetig und bietet auch in Zukunft weiteres Wachstumspotenzial.<br />
Das gilt insbesondere für Käse-Alternativen. Planteneers setzt hier ab sofort neue Zeichen: Mit dem Stabilisierungs-<br />
und Protein-System aus der fiildDairy CH-Reihe können Anbieter jetzt pflanzliche Alternativen zu Käsescheiben<br />
herstellen, die eine typisch glatte, elastische Textur bieten und zugleich einen hohen Proteingehalt von bis zu<br />
acht Prozent aufweisen. Damit bedient der Stabilisierungsexperte die beiden stärksten Kaufargumente für pflanzliche<br />
Käse-Alternativen: Genuss und Gesundheit.<br />
Pflanzliche Alternativen zu Scheibenkäse<br />
haben bislang einen eher geringen<br />
Proteingehalt. Grund dafür ist, dass Protein<br />
die Textur in der Regel negativ beeinflusst.<br />
„Je höher der Proteinanteil, desto komplexer<br />
wird das Zusammenspiel von Textur und<br />
Geschmack“, erklärt Dr. Pia Meinlschmidt,<br />
Head of Product Management bei Planteneers.<br />
„Sobald man Protein hinzufügt, wird<br />
die Struktur sandig und brüchig. Die typische<br />
Elastizität und Biegsamkeit gehen verloren.<br />
Hinzu kommt der pflanzliche Off-Taste, der je<br />
nach Proteinbasis variiert. Abgesehen davon<br />
verändert sich durch Zugabe von Proteinquellen<br />
zumeist die Farbe in Richtung beige oder<br />
bräunlich.“ Mit dem neuen Funktionssystem<br />
ist es Planteneers jetzt gelungen, diese zentralen<br />
technologischen Barrieren zu überwinden.<br />
Die Endprodukte überzeugen trotz erhöhtem<br />
Proteingehalt sowohl sensorisch als<br />
auch funktional. Die Scheiben sind nicht nur<br />
elastisch und optisch attraktiv, sie lassen sich<br />
auch sehr gut schneiden.<br />
„Unsere Grundstabilisierung auf Basis modifizierter<br />
Stärken ermöglicht bereits die Herstellung<br />
pflanzlicher Alternativen zu Scheibenkäse<br />
ohne Protein“, so Meinlschmidt.<br />
„Das Ergebnis sind elastische Scheiben in<br />
verschiedenen Geschmacksvarianten wie<br />
Typ Butterkäse, Typ Gouda oder auch herzhaftere<br />
Sorten. Wird diese Basis mit einer<br />
Proteinmischung kombiniert, lassen sich je<br />
nach Kundenwunsch flexible Proteingehalte<br />
von bis zu acht Prozent realisieren.“<br />
In der Entwicklungsphase hat Planteneers<br />
zunächst eine Kombination aus Ackerbohnen-<br />
und Weizen eingesetzt, die eine besonders<br />
elastische Textur und ein sehr neutrales<br />
Geschmacksprofil erzeugt. Die Kombination<br />
kam nach Aussage der Expertin in ersten<br />
Projekten mit Kunden sehr gut an. Ein<br />
zentrales Thema war allerdings die Allergenfreiheit.<br />
„Viele Kunden möchten kein Gluten<br />
in ihrer Produktion verarbeiten“, berichtet<br />
Dr. Meinlschmidt. „Deshalb haben<br />
wir verschiedene Proteinmischungen getestet<br />
und schließlich einen Blend aus unterschiedlichen<br />
Pflanzenproteinen entwickelt.<br />
Diese ergänzen sich in ihren funktionellen<br />
und sensorischen Eigenschaften so gut, dass<br />
wir glutenfreie Scheiben herstellen können,<br />
die in Textur und Geschmack der Variante<br />
mit Weizenanteil nahezu identisch sind.“<br />
Für ein abwechslungsreiches Produktangebot<br />
sorgen verschiedene Geschmacksrichtungen<br />
– von mild bis intensiv-würzig. Darüber<br />
hinaus lässt sich mit individuellen Einlagen<br />
wie Bockshornklee oder Pfefferkörnern<br />
weiterer Kaufanreiz schaffen.<br />
Würfel & Sticks: Snacks im Cheddar-<br />
Style – proteinreich und Clean Label<br />
Neben einem überzeugenden Geschmack<br />
und einem hohen Proteingehalt ist das Thema<br />
Clean Label ein weiterer Treiber im Plantbased-Markt.<br />
Für diese Ansprüche hat Planteneers<br />
ein Funktionssystem entwickelt, mit<br />
dem Hersteller proteinreiche Clean-Label-<br />
Lösungen als pflanzliche Alternativen zu<br />
Käsesnacks wie Würfel oder Sticks auf den<br />
Markt bringen können. Das System basiert<br />
auf nativer Stärke und einer Mischung aus<br />
Pflanzenproteinen. Die Endprodukte mit<br />
Cheddar-Geschmack bedienen mit ihrem<br />
Proteingehalt von bis zu sieben Prozent<br />
die aktuellen Top Trends <strong>2026</strong> von Innova<br />
Market Insight nach leckeren, proteinreichen<br />
Snacks. Sie bieten ein authentisches<br />
Geschmackserlebnis, einen festen Biss und<br />
ein cremiges Mundgefühl – ganz ohne deklarationspflichtige<br />
E-Nummern und sonstige<br />
Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe<br />
und Geschmacksverstärker.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.planteneers.com<br />
Bildquelle: Stern Wywiol Gruppe<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
11
VERFAHRENSTECHNIK · AUTOMATISIERUNG<br />
Intelligente Temperaturüberwachung<br />
für die Hühnerfleischproduktion<br />
Zuverlässige Datenaufzeichnung und zentrale Auswertung mit JUMO-Technologie<br />
Die Gewährleistung von Lebensmittelsicherheit und gleichbleibender Qualität in der Hühnerfleischproduktion erfordert<br />
eine präzise Temperaturregelung in jeder Phase. Einer der führenden Hühnerfleischproduzenten in der Türkei ist<br />
ein voll integriertes Unternehmen, das Futtermittelproduktion, Zuchtbetriebe, Brütereien, Masthähnchenbetriebe und<br />
Schlachthöfe verwaltet. Um die Prozesstransparenz zu erhöhen und die Einhaltung der Vorschriften zu vereinfachen,<br />
entschied sich das Unternehmen für die Einführung eines modernen Temperaturüberwachungs- und -aufzeichnungssystems<br />
in seiner gesamten Anlage.<br />
F<br />
rüher wurden die Temperaturwerte manuell<br />
erfasst, was die Datenkonsolidierung<br />
zeitaufwändig machte und die Sichtbarkeit<br />
bei Audits beeinträchtigte. Der Kunde<br />
benötigte eine vernetzte Lösung, die eine<br />
Echtzeitüberwachung in jedem Raum und<br />
eine zentrale Datenauswertung von einem<br />
einzigen Punkt aus ermöglicht.<br />
JUMO lieferte ein umfassendes Automatisierungskonzept,<br />
das Messen, Steuern und<br />
Auswerten vereint. Die Temperatur wird mit<br />
JUMO-Widerstandsthermometern gemessen,<br />
die strategisch an kritischen Punkten in der<br />
Anlage positioniert sind. Jeder Fühler wird an<br />
einen JUMO diraTRON-Regler angeschlossen,<br />
so dass eine lokale Anzeige und Steuerung<br />
möglich ist. Die Daten dieser Regler werden<br />
über Modbus an die JUMO variTRON 300-<br />
Automatisierungssysteme übertragen, die<br />
mit einem IPC verbunden sind, auf dem die<br />
JUMO smartWARE Evaluation-Software für<br />
zentrales Monitoring und Reporting läuft.<br />
Der diraTRON 116 ist ein zuverlässiger Temperatur-<br />
und Prozessregler. Er optimiert die Energieeffizienz über<br />
alle Produktionsbereiche.<br />
Zuverlässige Daten für Lebensmittelsicherheit<br />
und Compliance<br />
Diese Architektur ermöglicht es dem Betreiber,<br />
alle Raumtemperaturen sofort zu<br />
visualisieren und zu dokumentieren. Die<br />
smartWARE Evaluation-Plattform gewährleistet<br />
eine sichere Datenerfassung und vereinfacht<br />
die Berichterstattung bei Inspektionen<br />
und Audits. Dieser digitalisierte Ansatz<br />
verbessert nicht nur die Lebensmittelsicherheit,<br />
sondern optimiert auch die Energieeffizienz<br />
durch eine präzise Temperaturregelung in<br />
allen Produktionsbereichen.<br />
Verbunden. Transparent.<br />
Bereit für die Zukunft.<br />
Die Lösung zeigt, wie die JUMO-Technologie<br />
komplexe Produktionsumgebungen in transparente<br />
und nachvollziehbare Systeme verwandelt.<br />
Durch die Implementierung einer<br />
Warum Huhn in der Türkei<br />
so beliebt ist<br />
Hähnchen ist in der Türkei zu einem der meistgegessenen Fleischsorten geworden,<br />
obwohl traditionell Lamm dominiert. Hauptgründe sind vor allem Preis, Vielseitigkeit,<br />
Gesundheit und Verfügbarkeit. Hühnerfleisch ist deutlich günstiger als Lamm oder<br />
Rind und damit für alle Einkommensschichten zugänglich. Gleichzeitig eignet es sich<br />
für viele Gerichte – von gegrillten Spießen über Eintöpfe bis zu Ofengerichten – und<br />
nimmt Gewürze gut auf. Da Hähnchen mager und eiweißreich ist, passt es zu einem<br />
gesundheitsbewussteren Lebensstil. Moderne Geflügelzucht sorgt zudem für ständige<br />
Verfügbarkeit, und Huhn gart schneller als rotes Fleisch, was dem hektischen Stadtleben<br />
entgegenkommt. So verbindet Hähnchen heute in der Türkei Tradition mit<br />
moderner, praktischer Alltagsküche – vom Straßendürüm bis zum Familienessen.<br />
(Bild: AdobeStock/Hanna)<br />
12 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
AUTOMATISIERUNG · VERFAHRENSTECHNIK<br />
Mehrere JUMO Produkte können zur Datenkommunikation miteinander verbunden werden.<br />
Die Architektur ist für zukünftige Erweiterungen skalierbar.<br />
Mit der integrierten Lösung von JUMO hat der Kunde die volle<br />
Kontrolle über den Prozess.<br />
kompletten JUMO-Automatisierungslösung,<br />
die Messen, Steuern und Auswerten vereint,<br />
profitiert der Kunde nun von:<br />
• Zuverlässige Temperaturregelung<br />
über alle Zonen hinweg<br />
• Vereinfachte Dokumentation<br />
für Audits<br />
• Nahtloser Datenfluss vom Sensor<br />
zur Software<br />
• Skalierbare Architektur für<br />
zukünftige Erweiterungen<br />
Fazit: Dieses Projekt zeigt auf, wie digitalisierte<br />
Überwachung und intelligente Automatisierung<br />
die Lebensmittelsicherheit gewährleisten,<br />
die Einhaltung von Vorschriften rationalisieren<br />
und die Produktionsanlagen auf zukünftige<br />
Herausforderungen vorbereiten können.<br />
Mit der integrierten Lösung von JUMO hat<br />
der Kunde volle Transparenz und Kontrolle erreicht<br />
und damit einen Maßstab für die moderne<br />
Hühnerfleischproduktion gesetzt.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.jumo.de<br />
Bildquelle: JUMO<br />
interpack<br />
PROCESSING & PACKAGING<br />
7 – 13 MAY <strong>2026</strong><br />
INTERPACK.DE<br />
PROCESSING & PACKAGING FOR FOOD<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
13
VERFAHRENSTECHNIK · SCHMIERSTOFFE<br />
Effektives Schmierstoffmanagement<br />
in der Lebensmittelindustrie<br />
Sichere, effiziente Lebensmittelproduktion durch den Einsatz geeigneter Schmierstoffe<br />
Die Lebensmittelproduktion bewegt sich permanent im Spannungsfeld zwischen strengen gesetzlichen Vorgaben zur<br />
Lebensmittelsicherheit und hohem Kostendruck. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit<br />
und Effizienz der Produktionsanlagen. Schmierstoffe nehmen in diesem Umfeld eine Schlüsselrolle ein: Sie beeinflussen<br />
sowohl die Produktivität als auch die Lebensmittelsicherheit und sind damit wesentlich für Qualität, Wirtschaftlichkeit<br />
und Reputation eines Lebensmittelherstellers.<br />
Lebensmittelverarbeitende Betriebe müssen<br />
sicherstellen, dass alle eingesetzten<br />
Betriebsmittel die lebensmittelrechtlichen<br />
Vorgaben erfüllen. Dazu zählen insbesondere<br />
zulässige Schmierstoffe wie NSF-H1-registrierte<br />
Produkte, die überall dort eingesetzt<br />
werden, wo ein gelegentlicher, technisch unvermeidbarer<br />
Kontakt mit Lebensmitteln<br />
nicht auszuschließen ist. Solche Schmierstoffe<br />
kommen in nahezu allen Bereichen der<br />
Food-Industrie zum Einsatz – von Backwaren<br />
über Milch- und Fleischverarbeitung bis<br />
hin zur Getränkeabfüllung. Neben der reinen<br />
Funktionssicherung der Anlagen tragen<br />
sie dazu bei, Lebensdauer und Verfügbarkeit<br />
von Maschinen zu erhöhen und gleichzeitig<br />
die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.<br />
<br />
Allerdings ist die reine Auswahl eines zulässigen<br />
Schmierstoffes nur ein Teil der Lösung.<br />
Entscheidend ist ein durchgängiges,<br />
strukturiertes Schmierstoffmanagement, das<br />
Planung, Anwendung, Überwachung, Dokumentation<br />
und Compliance-Aspekte umfasst.<br />
Erst dieses ganzheitliche Vorgehen ermöglicht<br />
es Betriebsleitern, die Potenziale in<br />
Produktivität, Kostenreduktion und Sicherheit<br />
voll auszuschöpfen.<br />
<br />
Von der Bestandsaufnahme zum strukturierten<br />
Schmierstoffmanagement<br />
Am Beginn eines wirksamen Schmierstoffmanagements<br />
steht eine systematische Analyse<br />
des Ist-Zustands. Typische Fragen lauten:<br />
Mit welchen Schmierstoffen arbeitet<br />
die Produktion heute, welche Herausforderungen<br />
treten auf und welche Kennzahlen<br />
sollen in Zukunft verbessert werden? Eine<br />
umfassende Prüfung der Anlagen, Schmierstellen<br />
und Abläufe ermöglicht es, konkrete<br />
Ziele und KPIs zu definieren, die mit einem<br />
optimierten Schmierstoffmanagement<br />
erreicht werden sollen.<br />
Auf dieser Basis lassen sich Maßnahmen planen,<br />
um Prozesse zu standardisieren, Einsparpotenziale<br />
zu identifizieren und die Lebensmittelsicherheit<br />
zu erhöhen. Ein strukturierter<br />
Implementierungsprozess reicht<br />
von der Zielklärung über die Auswertung<br />
der Analyseergebnisse und die gemeinsame<br />
Definition von KPIs bis hin zur praktischen<br />
Umsetzung und anschließenden Erfolgskontrolle.<br />
Die gewonnenen Daten sind nicht nur<br />
für die interne Steuerung, sondern auch für<br />
externe Audits von großer Bedeutung.<br />
<br />
Betriebsschmierplan als Kern<br />
des Prozessmanagements<br />
Zentrale Grundlage eines professionellen<br />
Schmierstoffmanagements ist ein Betriebsschmierplan.<br />
Er bildet alle Schmierstellen einer<br />
Anlage oder eines gesamten Betriebs ab<br />
und stützt sich auf die Vorgaben der Maschinenhersteller.<br />
Ein gut strukturierter Schmierplan<br />
stellt sicher, dass jede Maschine zur<br />
richtigen Zeit mit dem richtigen Schmierstoff<br />
in der korrekten Menge versorgt wird.<br />
<br />
Der Schmierplan zeigt Wartungs- und Nachschmierintervalle<br />
inklusive Status an und unterstützt<br />
so die vorausschauende Instandhaltung.<br />
Dadurch lassen sich Nachschmierintervalle<br />
optimieren, Stillstände reduzieren<br />
und Schmierstoffmengen senken. Gleichzeitig<br />
entsteht eine transparente Übersicht über<br />
alle Schmieraufgaben, was Bedien- und Instandhaltungspersonal<br />
eine klare Orientierung<br />
gibt und Anwendungsfehler reduziert.<br />
Ein solcher Plan ist außerdem ein wichtiger<br />
14 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
SCHMIERSTOFFE · VERFAHRENSTECHNIK<br />
Schritte zur Analyse und Umsetzung von Verbesserungen im Schmierprozess.<br />
Baustein im Managementsystem zur Sicherstellung<br />
der Lebensmittelsicherheit.<br />
<br />
Digitalisierung für Transparenz<br />
und Effizienz<br />
Angesichts steigender Dokumentationspflichten<br />
und komplexer Produktionsstrukturen<br />
gewinnt die Digitalisierung des Schmierstoffmanagements<br />
an Bedeutung. Softwaregestützte<br />
Lösungen ermöglichen es, Betriebsschmierpläne<br />
digital zu verwalten und<br />
allen Beteiligten aktuelle Informationen zu<br />
Maschinen, Schmierstellen und Wartungen<br />
zur Verfügung zu stellen. Über mobile Endgeräte<br />
wie Tablets oder Smartphones können<br />
Daten direkt an der Anlage abgerufen und<br />
zurückgemeldet werden.<br />
<br />
Digitale Plattformen erhöhen die Transparenz,<br />
erleichtern die Vorbereitung und<br />
Durchführung von Audits und verbessern die<br />
Rechtssicherheit, da sämtliche Wartungsaktivitäten<br />
und relevante Maschineninformationen<br />
lückenlos dokumentiert werden können.<br />
Werden zusätzlich tribologische Daten<br />
wie Öl- und Fettanalysen sowie Zustandsinformationen<br />
von Lagern, Ketten, Kompressoren<br />
oder Getrieben erfasst, entsteht ein<br />
vollständiges tribologisches Monitoring. Dieses<br />
ermöglicht eine weitere Optimierung der<br />
Wartungsintervalle, eine höhere Anlagenverfügbarkeit<br />
und die Reduktion ungeplanter<br />
Reparaturen.<br />
<br />
Kosten- und Energieeinsparungen durch<br />
intelligentes Schmierstoffmanagement<br />
Ein intelligentes Schmierstoffmanagement<br />
zahlt unmittelbar auf die Total Cost of Ownership<br />
(TCO) von Anlagen ein. Erfahrungen aus<br />
der Praxis zeigen, dass sich durch systematische<br />
Optimierung im Bereich Schmierung<br />
Einsparungen von rund sechs Prozent der<br />
Betriebskosten realisieren lassen, verteilt auf<br />
Arbeitskosten, Ersatzteile und Energie. Allein<br />
durch ein verbessertes Energiemanagement<br />
können typischerweise etwa drei Prozent der<br />
Energiekosten eingespart werden.<br />
<br />
Ein Beispiel ist die Umstellung von mineralölbasierten<br />
auf synthetische Hochleistungsschmierstoffe<br />
in Getrieben oder anderen<br />
stark beanspruchten Komponenten. Diese<br />
reduzieren Reibungsverluste und verfügen<br />
über ein günstigeres Viskositäts-Temperatur-<br />
Verhalten, was zu messbaren Energieeinsparungen<br />
führt. In einem dokumentierten Fall<br />
aus der Milchverarbeitung ermöglicht die<br />
Verwendung eines geeigneten Hochleistungsschmierstoffs<br />
bei Homogenisatoren eine jährliche<br />
Energieeinsparung von 55,2 MWh und<br />
eine CO 2<br />
-Reduktion von 33 Tonnen bei sehr<br />
kurzer Amortisationszeit. Gleichzeitig verlängern<br />
sich Ölwechselintervalle deutlich, was<br />
zusätzliche Einsparungen bei Instandhaltung<br />
und Schmierstoffverbrauch bringt.<br />
<br />
Ein weiterer Hebel ist die Sortenreduzierung<br />
der eingesetzten Schmierstoffe. Durch<br />
ein gezieltes Schmierstoffassessment lassen<br />
sich doppelte oder ähnliche Produkte identifizieren<br />
und durch wenige, leistungsfähigere<br />
Sorten ersetzen. Das vereinfacht Logistik<br />
und Lagerhaltung, reduziert Verwechslungsrisiken<br />
und senkt Beschaffungs- und Verwaltungskosten.<br />
Werden konsequent ausschließlich<br />
NSF-H1-Schmierstoffe verwendet, sinkt<br />
zusätzlich das Risiko einer falschen Produktverwendung<br />
mit möglichen Auswirkungen auf<br />
die Lebensmittelsicherheit.<br />
<br />
Auswahl geeigneter Hochleistungsschmierstoffe<br />
Die Auswahl der passenden Schmierstoffe ist<br />
eng mit der technischen Auslegung und den<br />
Einsatzbedingungen der jeweiligen Schmierstelle<br />
verknüpft. Hochleistungsschmierstoffe,<br />
die speziell für die Anforderungen der Lebens-<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
15
VERFAHRENSTECHNIK · SCHMIERSTOFFE<br />
mittelindustrie entwickelt wurden, ermöglichen<br />
längere Wartungsintervalle, geringeren<br />
Verschleiß und höhere Anlagenverfügbarkeit.<br />
Über den Lebenszyklus betrachtet amortisieren<br />
sich diese Produkte durch niedrigere Betriebskosten<br />
und höhere Prozesssicherheit.<br />
<br />
Neben der technischen Performance spielen<br />
Zertifizierungen eine wesentliche Rolle. Für<br />
Schmierstoffe in der Lebensmittelindustrie<br />
sind NSF-H1-Registrierungen sowie die Einhaltung<br />
der Norm ISO 21469:2006 von zentraler<br />
Bedeutung. Hinzu kommen Anforderungen<br />
an Allergenfreiheit, den Verzicht auf gentechnisch<br />
veränderte Substanzen, tierische<br />
Inhaltsstoffe oder spezielle religiöse Zertifizierungen<br />
wie halal und koscher, je nach Zielmarkt<br />
und Produktpositionierung. Betriebsleiter<br />
und Einkäufer sollten diese Aspekte<br />
kennen, um sicherzustellen, dass die eingesetzten<br />
Schmierstoffe den jeweiligen Marktanforderungen<br />
entsprechen.<br />
<br />
Bei der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses<br />
ist es wichtig, nicht nur den Produktpreis<br />
zu betrachten, sondern den gesamten<br />
Lebenszyklus: Schmierstoffverbrauch,<br />
Wartungshäufigkeit, Energieeinsatz,<br />
Entsorgung von Altölen sowie das Risiko<br />
von Kontamination und daraus folgenden<br />
Rückrufen. Insbesondere in hoch belasteten<br />
Anwendungen, etwa Ofenketten in der<br />
Backwarenindustrie oder bei Tiefkühlprozessen,<br />
entscheidet die Performance des<br />
Schmierstoffs maßgeblich über Produktivität<br />
und Wirtschaftlichkeit der Anlage.<br />
Fachgerechte Handhabung,<br />
Schulung und Food-Safety-Kultur<br />
Selbst der beste Schmierstoff entfaltet sein<br />
volles Potenzial nur, wenn er fachgerecht gehandhabt<br />
wird. Dazu gehören eine korrekte<br />
Lagerung, die saubere Applikation, der Schutz<br />
vor Verunreinigung und eine klare Zuordnung<br />
der Schmierstoffe zu ihren Anwendungsbereichen.<br />
Zentral ist hier die Qualifikation der<br />
Mitarbeiter: Schulungen zu Schmierstoffen,<br />
Schmierprozessen und tribologischen Grundlagen<br />
helfen, das Verständnis zu vertiefen und<br />
Fehler in der Anwendung zu vermeiden.<br />
<br />
Gut geschulte Teams erkennen frühzeitig<br />
Unregelmäßigkeiten, können Instandhaltungsaufgaben<br />
fachgerecht durchführen und<br />
leisten einen aktiven Beitrag zur Anlagenverfügbarkeit.<br />
Regelmäßige Fortbildungen<br />
frischen das Wissen auf und verankern das<br />
Thema Schmierung im Bewusstsein der Belegschaft.<br />
Damit entsteht eine Food-Safety-<br />
Kultur, in der Verantwortung für Lebensmittelsicherheit<br />
und Anlagenschutz von allen<br />
Beteiligten mitgetragen wird.<br />
<br />
Auch der Wechsel von Schmierstoffen, etwa<br />
bei der Umstellung auf H1-Produkte, erfordert<br />
Fachkenntnis. Vorab sollte geprüft werden, ob<br />
der bisherige und der neue Schmierstoff miteinander<br />
mischbar sind oder ob zur Vermeidung<br />
von Problemen eine vollständige Reinigung<br />
und Neu Befüllung notwendig ist. Laboruntersuchungen<br />
können hier Absicherung geben,<br />
insbesondere wenn der Schmierstoffwechsel<br />
bei laufendem Betrieb geplant ist.<br />
<br />
Lagerung, Kennzeichnung und<br />
Verwechslungsrisiko<br />
Die Lagerung von Schmierstoffen in der Lebensmittelindustrie<br />
folgt besonderen Anforderungen,<br />
insbesondere wenn sowohl H1-<br />
als auch Nicht-H1-Produkte im Einsatz sind.<br />
Wo keine vollständige Umstellung auf H1-<br />
Schmierstoffe möglich ist, muss eine strikte<br />
Trennung im Lager sichergestellt werden,<br />
um Verwechslungen zu vermeiden. Denn bereits<br />
der Kontakt eines H1-Schmierstoffs mit<br />
einem nicht zugelassenen Schmierstoff führt<br />
zum Verlust der H1-Registrierung.<br />
<br />
Ein wirkungsvolles Instrument zur Fehlervermeidung<br />
ist ein einheitliches, gut sichtbares<br />
Labelling-System. Farbcodes und Symbole<br />
auf Gebinden, Schmiergeräten und direkt an<br />
den Schmierstellen ermöglichen eine eindeutige<br />
Zuordnung und reduzieren das Risiko von<br />
Fehlanwendungen erheblich. Wenn Lagerorte<br />
und Gebinde einheitlich gekennzeichnet sind<br />
und entsprechende Hinweise an den Maschinen<br />
angebracht werden, sinkt das Risiko von<br />
Kontaminationen und ungeplanten Anlagenstillständen<br />
deutlich.<br />
<br />
Compliance-Management und<br />
Auditfähigkeit<br />
(Bild: AdobeStock/<br />
amazing studio)<br />
Mit einer modularen Effizienzberatung lassen sich bis zu sechs Prozent der Betriebskosten einsparen.<br />
Lebensmittelproduzenten unterliegen zahlreichen<br />
externen Audits durch Kunden, Zertifizierungsstellen<br />
und Behörden. Ein wirksames<br />
Compliance-Management im Bereich<br />
Schmierstoffe stellt sicher, dass diese Audits<br />
nicht nur bestanden, sondern auch als<br />
Chance zur Prozessverbesserung genutzt<br />
werden. Zu den Basisanforderungen zählt<br />
eine strukturierte Dokumentation aller relevanten<br />
Unterlagen: technische Datenblätter,<br />
Sicherheitsdatenblätter, NSF-Registrierungen,<br />
Zertifikate nach ISO 21469, Aller-<br />
16 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
SCHMIERSTOFFE · VERFAHRENSTECHNIK<br />
gen- und GMO-Erklärungen sowie<br />
gegebenenfalls Halal- und<br />
Koscher-Zertifikate.<br />
<br />
Darüber hinaus müssen Betriebe<br />
nachweisen können, dass<br />
Schmierstoffe sachgemäß verwendet<br />
werden. Ein aktueller Betriebsschmierplan,<br />
der Schmierstellen,<br />
verwendete Produkte<br />
und Intervalle dokumentiert, ist<br />
hierfür essenziell. Ebenso wichtig<br />
sind definierte Verfahren zur<br />
Vermeidung von Kontaminationen,<br />
insbesondere zwischen<br />
Schmierstoffen und Lebensmitteln<br />
sowie zwischen verschiedenen<br />
Schmierstofftypen.<br />
<br />
Regelmäßige interne Prüfungen<br />
der Lagerverwaltung, der Einhaltung<br />
von Schmierplänen und<br />
Verfahrensanweisungen helfen,<br />
Schwachstellen frühzeitig zu erkennen<br />
und zu beheben. Externe<br />
Experten oder Schmierstoffspezialisten<br />
können zusätzlich mit<br />
einem neutralen Blick Optimierungspotenziale<br />
aufzeigen und<br />
bei der Vorbereitung auf offizielle<br />
Audits unterstützen. Schulungen<br />
und Sensibilisierungsmaßnahmen<br />
für Mitarbeiter sollten fester<br />
Bestandteil des Compliance-<br />
Systems sein, um das Bewusstsein<br />
für die Bedeutung korrekter<br />
Schmierstoffanwendung dauerhaft<br />
zu stärken.<br />
<br />
Schmierstoffe werden im Produktionsalltag<br />
oft als Detail<br />
wahrgenommen, haben aber einen<br />
erheblichen Einfluss auf<br />
Sicherheit, Effizienz und Kosten<br />
in der Lebensmittelproduktion.<br />
Hochleistungsfähige, passend<br />
ausgewählte H1-Schmierstoffe<br />
ermöglichen längere Wartungsintervalle,<br />
reduzieren das<br />
Ausfallrisiko und tragen zur Einhaltung<br />
hoher Hygienestandards<br />
bei. Ein systematisches Schmierstoffmanagement<br />
ergänzt diese<br />
Wirkung, indem es Planung, Anwendung,<br />
Überwachung und Dokumentation<br />
in einem durchgängigen<br />
Konzept zusammenführt.<br />
Insbesondere digitale Lösungen,<br />
die Betriebsschmierpläne, tribologische<br />
Daten, Lagerbestände<br />
und Dokumente in einer zentralen<br />
Plattform bündeln, bieten zusätzliche<br />
Potenziale für vorausschauende<br />
Instandhaltung und<br />
intelligentes Energiemanagement.<br />
So entsteht eine transpa-<br />
Driving the world<br />
rente Grundlage, um Betriebskosten<br />
zu senken, Audits souverän<br />
zu bestehen und gleichzeitig<br />
die Lebensmittelsicherheit auf<br />
hohem Niveau zu sichern.<br />
<br />
Für Betriebsleiter in der Lebensmittelindustrie<br />
bedeutet dies:<br />
Wer Spezialschmierstoffe konsequent<br />
mit einem strukturierten,<br />
idealerweise digitalen Schmierstoffmanagement<br />
kombiniert,<br />
schafft die Voraussetzungen, um<br />
trotz Kostendruck und strenger<br />
regulatorischer Anforderungen<br />
langfristig produktiv und profitabel<br />
zu arbeiten.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.klueber.com<br />
Bildquelle: Klüber Lubrication<br />
Mit dem StarterSET<br />
schneller zur fertigen Maschine<br />
Produktivität, Lebensmittelsicherheit<br />
und Wirtschaftlichkeit<br />
im Gleichklang<br />
Das Grundpaket – von Anfang bis End-of-Line<br />
Das StarterSET ist das Grundpaket, individuell auf die Maschinengrund anforderung<br />
erweiterbar, flexibel, modular und unab hängig – alles kann und nichts muss. Egal<br />
wofür Sie sich bei SEW-EURODRIVE entscheiden, gut zu wissen, dass die Antriebsund<br />
Automatisierungstechnik komplett mit SEW-Produkten realisiert werden kann und<br />
gleichzeitig Unabhängigkeit bietet.<br />
Ihre Vorteile im Überblick:<br />
– hohe Freiheitsgrade<br />
– vereinfachte Hard- und Softwareauswahl<br />
– vordefinierte Maschinentypen<br />
– Softwarelizenzen als Bundle<br />
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MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
17
VERFAHRENSTECHNIK · ENERGIEMANAGEMENT<br />
Turbo für die Schokoladenproduktion<br />
Barry Callebaut steigert Nachhaltigkeit und Effizienz mit BOGE Kompressoren<br />
(Bild: AdobeStock/Shariful)<br />
An einem seiner größten Produktionsstandorte in Belgien setzt die Barry Callebaut Gruppe seit Kurzem auf zwei T 220<br />
Turbokompressoren von BOGE. Mit den 15 dB leiseren Anlagen des Bielefelder Druckluftspezialisten gestaltet der weltweit<br />
führende Hersteller von Schokoladenerzeugnissen seine Produktion um zehn Prozent effizienter. Ein zusätzliches<br />
Plus: Die Total Cost of Ownership reduzieren sich um tausende Euro.<br />
Die Barry Callebaut Gruppe mit Hauptsitz<br />
im schweizerischen Zürich ist der weltweit<br />
führende Hersteller von Kakao- und Schokoladenprodukten.<br />
An 66 Standorten in mehr<br />
als 40 Ländern beschäftigt das Unternehmen<br />
über 15.000 Mitarbeitende. Seit der Gründung<br />
im Jahr 1911 durch Octaaf Callebaut<br />
im belgischen Dorf Wieze steht Callebaut<br />
für feinste belgische Schokolade: So begeistert<br />
und inspiriert die Marke Bäcker, Konditoren,<br />
Chocolatiers und Patissiers in der ganzen<br />
Welt. Dabei achtet das Unternehmen auf eine<br />
nachhaltige und faire Produktion, angefangen<br />
bei der Gewinnung der Kakaobohne bis hin<br />
zum fertigen Produkt. Zur Produktpalette gehören<br />
flüssige Schokolade, Kakaopulver, Konfitüren<br />
und Dekorationen, die an Lebensmittelhersteller,<br />
Chocolatiers und andere verarbeitende<br />
Industrien geliefert werden.<br />
Reinste Druckluft für feinste Schokolade<br />
Bei Barry Callebaut wird Druckluft bei der<br />
Herstellung von Schokoladenprodukten für<br />
die verschiedensten Aufgaben und Einsatzgebiete<br />
verwendet – und kommt dabei sowohl<br />
direkt als auch indirekt mit der Schokolade in<br />
Kontakt. So wird die Druckluft beispielsweise<br />
zum Mischen, Transportieren, Verpacken und<br />
Reinigen benötigt. Durch den direkten Kontakt<br />
mit den Lebensmitteln darf die Druckluft<br />
bestimmte Maximalwerte hinsichtlich enthaltener<br />
Feststoffpartikel (Staub), Wasser und<br />
Öl nicht überschreiten. Um sichere Lebensmittel<br />
frei von Verunreinigungen herzustellen,<br />
wird daher auf höchste Qualität in der Fertigung<br />
geachtet: Die Druckluft muss besonders<br />
rein und vor allem ölfrei nach Klasse 0 sein.<br />
An einem der größten belgischen Standorte<br />
setzte die Barry Callebaut Gruppe dafür<br />
bislang drei ölfreie Schraubenkompressoren<br />
ein. Um noch nachhaltiger und effizienter<br />
zu wirtschaften, ist das Unternehmen jedoch<br />
stets auf der Suche nach einer hochwertigen<br />
und ressourcenschonenderen Alternative.<br />
Auf die innovativen T 220 Turbokompressoren<br />
des Bielefelder Kompressorenherstellers<br />
BOGE wurde Barry Callebaut durch Beobachtung<br />
anderer Großprojekte vergleichbarer<br />
Unternehmen in den Beneluxländern<br />
Die ölfreien Turbokompressoren<br />
der T-Baureihe von BOGE sind um<br />
etwa zwei Drittel kleiner und<br />
wesentlich leichter als ölfreie<br />
Schraubenkompressoren<br />
mit gleicher Leistung.<br />
(Bildquelle: BOGE)<br />
aufmerksam: Seit 2016 stattet BOGE in dieser<br />
Region drei große Produktionsfirmen, darunter<br />
zwei aus der Lebensmittelindustrie,<br />
mit ölfreien Druckluftkompressoren aus.<br />
Für den nachhaltigkeitsorientierten Schokoladenhersteller<br />
war die Optimierung der<br />
Energieeffizienz und die Minimierung der Total<br />
Costs of Ownership von großer Bedeutung.<br />
„Der Barry Callebaut Gruppe ging es vor allem<br />
um die Reduzierung ihres Energieverbrauchs,<br />
um ihre Unternehmensphilosophie weiter zu<br />
unterstreichen“, berichtet Ronald Engberts,<br />
Vertriebsleiter BOGE Benelux.<br />
Aus drei mach zwei: Turbokompressoren<br />
ersetzen Schraubenkompressoren<br />
BOGE führte daraufhin umfassende Messungen<br />
des bisherigen Energieverbrauchs durch.<br />
In einem ausgearbeiteten Improvement Plan<br />
verglich der Druckluftspezialist die drei im<br />
Einsatz befindlichen Schraubenkompressoren<br />
mit den technischen Details und Spezifikationen<br />
zweier T 220 Turbokompressoren.<br />
18 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
ENERGIEMANAGEMENT · VERFAHRENSTECHNIK<br />
An einem seiner größten Produktionsstandorte in Belgien setzt die Barry Callebaut Gruppe seit Kurzem auf zwei<br />
T 220 Turbokompressoren von BOGE. (Bildquelle: Barry Callebaut Group)<br />
Durch den Wegfall der ölgeschmierten Antriebsmechanik<br />
verringert sich der Anteil der Verschleißkomponenten, die<br />
gewartet werden müssen. (Bildquelle: Barry Callebaut Group)<br />
Die ölfreien Turbokompressoren der T-Baureihe<br />
von BOGE sind um etwa zwei Drittel<br />
kleiner und wesentlich leichter als ölfreie<br />
Schraubenkompressoren mit gleicher Leistung.<br />
Die luftgelagerten Antriebswellen der<br />
T-Serie, bestehend aus unterschiedlich großen<br />
Titan-Impellern, werden von zwei leistungsstarken<br />
High-Speed-Motoren angetrieben<br />
und erzeugen eine besonders hohe<br />
Energiedichte. So können ohne Einsatz eines<br />
separaten Getriebes bis zu 60.000 Umdrehungen<br />
pro Minute erreicht werden, was<br />
einer Liefermenge von 35,6 m³/min bei einem<br />
Druck von 7,5 bar entspricht. Durch<br />
die Luftlagerung der Antriebswellen stabilisieren<br />
diese sich selbst und benötigen weder<br />
zusätzliche Energie noch Schmierstoffe.<br />
So kann auf sämtliche Bauteile eines Ölkreislaufes<br />
verzichtet und besonders saubere<br />
Druckluft der Klasse 0 erzeugt werden.<br />
Neben der Reduktion der Baugröße und des<br />
Gewichts wird so auch ein deutlich leiserer<br />
Betrieb der Kompressoren von nur 70 dB erzielt.<br />
Außerdem verringert sich durch den<br />
Wegfall der ölgeschmierten Antriebsmechanik<br />
der Anteil der Verschleißkomponenten,<br />
die gewartet werden müssen.<br />
„Nachhaltigkeit ist eine der vier Säulen unseres<br />
Wachstumsprinzips – daher setzen wir<br />
besonders hohe Maßstäbe an unseren Energie-<br />
und Ressourcenverbrauch. BOGE überzeugte<br />
uns mit ihren Turbokompressoren<br />
und den entsprechenden technischen Daten<br />
und Einsparungen schnell. Auch, weil diese<br />
Art Kompressoren bisher einzigartig ist“,<br />
erklärt Dirk Hendrickx, technischer Leiter<br />
der Barry Callebaut Gruppe am belgischen<br />
Standort. Neben den technischen Effizienzvorteilen<br />
der T 220 Turbokompressoren profitiert<br />
der Schokoladenproduzent von weiteren,<br />
zusätzlichen Serviceleistungen des<br />
Bielefelder Familienunternehmens.<br />
Einer für alles: Das BOGE<br />
Rundum-Sorglos-Paket<br />
Mit dem One-Stop-Shop-Prinzip bietet man<br />
bei BOGE einen entscheidenden weiteren<br />
Vorteil, den Barry Callebaut am belgischen<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
19
VERFAHRENSTECHNIK · ENERGIEMANAGEMENT<br />
Neben der Reduktion der Baugröße und des Gewichts wird<br />
auch ein deutlich leiserer Betrieb der Kompressoren von nur<br />
70 dB erzielt. (Bildquelle: Barry Callebaut Group)<br />
Für die Steuerung und die dazugehörigen Service- und Wartungsaufgaben sind die beiden Turbokompressoren an die<br />
airtelligence provis 3 von BOGE angeschlossen und werden per Fernzugriff gewartet. (Bildquelle: BOGE)<br />
Standort in Anspruch nimmt. BOGE liefert<br />
nicht nur das Produkt, sondern bietet die gesamte<br />
Abwicklung aus einer Hand an – von<br />
der Planung über die Lieferung, Platzierung,<br />
Verkabelung und nicht zuletzt Überwachung<br />
und Wartung der Turbokompressoren. Im<br />
Fall des Schokoladenherstellers gehört dazu<br />
auch die Installation eines neuen Edelstahl-<br />
Rohrleitungssystems: Darüber wird die aufbereitete,<br />
reine Druckluft von der zentralen<br />
Drucklufterzeugung in alle Abteilungen der<br />
Produktionshalle geleitet, wo sie für die verschiedenen<br />
Prozessschritte eingesetzt wird.<br />
Für die Steuerung und die dazugehörigen<br />
Service- und Wartungsaufgaben sind die beiden<br />
Turbokompressoren an die airtelligence<br />
provis 3 von BOGE angeschlossen und werden<br />
per Fernzugriff gewartet. „Die airtelligence<br />
provis 3 bietet die Möglichkeit, unbegrenzt<br />
viele Kompressoren, Druckluftnetze<br />
und Zubehörteile basierend auf dem<br />
tatsächlichen Verbrauch zu steuern und zu<br />
verwalten“, erklärt Ronald Engberts. Zusätzlich<br />
kann das System ein Energieaudit<br />
durchführen, das auf Anfrage auch Leistungsmessungen,<br />
Kostenanalysen und Berichterstattungen<br />
umfasst, um die Effizienz<br />
des gesamten Druckluftsystems zu optimieren.<br />
Die Fernüberwachung über das moderne<br />
Druckluftmanagement ermöglicht damit<br />
eine präventive Wartung und schnelle Reaktion,<br />
falls Maschinen überhitzen. BOGE<br />
Techniker können so drohende Probleme im<br />
Vorfeld erkennen und innerhalb eines Tages<br />
vor Ort sein, um Reparaturen durchzuführen.<br />
Dadurch werden Ausfälle gänzlich<br />
vermieden. Für die Barry Callebaut Gruppe<br />
bedeutet das größtmögliche Planungssicherheit<br />
für die Produktion.<br />
Weniger ist mehr: weniger Kosten,<br />
mehr Leistung<br />
Mit den T 220 Turbokompressoren von BOGE<br />
ergeben sich für die Barry Callebaut Gruppe<br />
also gleich mehrere Vorteile: Im Vergleich zu<br />
den ölfreien Schraubenkompressoren sind<br />
die Turbokompressoren um zehn Prozent effizienter<br />
und ganze 15 dB leiser. Die Kombination<br />
aus Leistungsstärke und geringeren<br />
Abmessungen führt darüber hinaus zu einer<br />
erheblichen Platzersparnis: Wo vorher drei<br />
Schraubenkompressoren standen, genügen<br />
nun zwei jeweils um knapp Zweidrittel<br />
kleinere T 220.<br />
Auch die intelligente Steuerung und Überwachung<br />
der Kompressoren sowie die damit<br />
verbundenen Serviceleistungen von BOGE<br />
überzeugen den belgischen Schokoladenhersteller.<br />
Der ohnehin geringere Wartungsaufwand<br />
trägt dabei erheblich zur Reduzierung<br />
der TCO bei, sodass mehrere Tausend<br />
Euro pro Jahr eingespart werden können.<br />
„Mit dem Einsatz der Turbokompressoren<br />
können wir unsere Produktion deutlich<br />
nachhaltiger und gleichzeitig effizienter und<br />
planungssicherer gestalten. Deshalb ist der<br />
Einsatz zweier weiterer T 220 Kompressoren<br />
an einem weiteren Unternehmensstandort<br />
bereits angedacht“, fasst Hendrickx die<br />
Zusammenarbeit zusammen.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.boge.de<br />
Bildquelle: BOGE, Barry Callebaut<br />
Die airtelligence provis 3<br />
kann ein Energieaudit<br />
durchführen, das auf Anfrage<br />
auch Leistungsmessungen,<br />
Kostenanalysen<br />
und Berichterstattungen<br />
umfasst, um die Effizienz<br />
des gesamten Druckluftsystems<br />
zu optimieren.<br />
(Bildquelle: BOGE)<br />
20 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
HYGIENE/BETRIEBSSICHERHEIT · VERFAHRENSTECHNIK<br />
Die Herstellung<br />
nachhaltiger gestalten<br />
Wäge- und Inspektionstechnologien für effizientere, ressourcenschonende Produktionsprozesse<br />
Themen wie Ressourcenmanagement und Nachhaltigkeit gewinnen immer mehr an Bedeutung, Klimawandel und hohe<br />
Energiepreise sind allgegenwärtig. Minebea Intec, Hersteller von industriellen Wäge- und Inspektionstechnologien, ist sich<br />
seiner Verantwortung bewusst und bietet Lösungen für nachhaltige Produktionsprozesse. Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung<br />
sowie der Schutz vor teuren, image- und umweltschädigenden Produktrückrufen sind dabei zentrale Themen.<br />
Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen konsequent an der Verbesserung der eigenen Umweltbilanz.<br />
Der Energiesektor hat seine Emissionen<br />
durch Kohleausstieg und erneuerbare<br />
Energien stark gesenkt. Heute rückt die<br />
Industrie in den Fokus: Sie verursacht rund<br />
17 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen,<br />
vor allem durch hohen Ressourcenverbrauch<br />
und Abfall. Die Nachfrage nach klimaneutralen<br />
Geschäftsmodellen wächst daher.<br />
Minebea Intec begegnet diesem Bedarf mit<br />
effizienten, ressourcenschonenden Lösungen<br />
entlang der gesamten Produktionskette.<br />
Nachhaltige Dosierprozesse mit hochpräzisen<br />
Wägezellen und Industriewaagen<br />
Am Anfang vieler Produktionsprozesse, zum<br />
Beispiel in der Lebensmittelindustrie, steht<br />
das Zusammenführen von Zutaten im richtigen<br />
Verhältnis. Dafür arbeiten viele Unternehmen<br />
mit automatisierten Mischanlagen, die mit<br />
hochpräzisen Wägezellen von Minebea Intec<br />
ausgestattet sind. „Unsere Wägelösungen garantieren<br />
exakte, kontinuierliche, schnelle und<br />
flexible Dosierprozesse und minimieren Materialverluste“,<br />
sagt Yannick Salzmann, Global<br />
Product Manager bei Minebea Intec. Die Wägelösungen<br />
lassen sich als OEM-Lösung einfach<br />
in die Produktionslinien der Hersteller integrieren.<br />
„Unser Wägemodul Novego ® wurde speziell<br />
für die Verwiegung von Tanks und Prozessbehältern<br />
entwickelt“, sagt Yannick Salzmann.<br />
„Die hygienische Komplettlösung bietet eine<br />
Vielzahl innovativer Eigenschaften für eine<br />
einfache und fehlerfreie Installation sowie<br />
höchste Resistenz gegen Seitenkräfte.“ Mit<br />
den Wägezellen von Minebea Intec können<br />
neben Dosierprozessen auch Fahrzeuge verwogen<br />
und hygienische Füllstandskontrollen<br />
durchgeführt werden.<br />
Das Wägemodul Novego ® wurde speziell für die steigenden<br />
Anforderungen der Lebensmittelindustrie entwickelt.<br />
Mit statischen Industriewaagen von Minebea<br />
Intec wie die Tisch- und Bodenwaagen der<br />
Serien Combics ® und Midrics ® können Industriekunden<br />
ebenfalls durch präzise Wägeergebnisse<br />
ihre Dosierungs- und Mischprozesse<br />
nachhaltiger gestalten. Die Industriewaagen<br />
von Minebea Intec zeichnen sich zudem<br />
durch eine sehr lange Lebensdauer und einen<br />
geringen Energieverbrauch aus.<br />
Mit Kontrollwaagen zum besseren<br />
Material- und Ressourcenmanagement<br />
Wenn der Mischprozess abgeschlossen ist<br />
und die Produkte auf den Förderbändern liegen,<br />
kommen die dynamischen Kontrollwaagen<br />
von Minebea Intec zum Einsatz. „Mit<br />
Hilfe der dynamischen Kontrollwaagen können<br />
Unternehmen ihre Produktionsprozesse<br />
optimieren, das Material- und Ressourcenmanagement<br />
verbessern und die Genauigkeit<br />
und Konsistenz der Produktionsabläufe<br />
erhöhen“, sagt Lars-Henrik Bierwirth, Produktmanager<br />
bei Minebea Intec.<br />
Verteilung der CO 2<br />
-Emissionen weltweit nach Sektoren im Jahr 2022. (Quelle: Statista 2024)<br />
Mit den Modellen Essentus ® , Synus ® , Flexus ®<br />
und EWK bietet Minebea Intec ein komplettes<br />
Produktportfolio in diesem Segment für einen<br />
Produktdurchsatz von bis zu 600 Stück<br />
pro Minute. Jede Kontrollwaage zeichnet sich<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
21
VERFAHRENSTECHNIK · HYGIENE/BETRIEBSSICHERHEIT<br />
durch eine stabile und robuste mechanische<br />
Konstruktion sowie ein ausreichend hohes Gewicht<br />
aus, um auch bei höchsten Geschwindigkeiten<br />
präzise und reproduzierbare Wägeergebnisse<br />
zu gewährleisten.<br />
Dynamische Kontrollwaagen liefern durch<br />
die lückenlose Erfassung aller Messergebnisse<br />
viele wichtige Daten über die tatsächliche<br />
Leistung von Produktionslinien. Um<br />
diese Daten leichter auswerten und beurteilen<br />
zu können, bietet Minebea Intec eine<br />
Vielzahl von Datenschnittstellen sowie fertige,<br />
bidirektional kommunizierende Auswertungstools<br />
wie SPC@Enterprise an. Die Software<br />
ermöglicht es, die Gewichte aller Produkte<br />
zu erfassen und die Informationen in<br />
das eigene SAP-Verwaltungssystem zu integrieren,<br />
um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit<br />
der Produktion zu gewährleisten und<br />
dem Endverbraucher eine höhere Lebensmittelsicherheit<br />
zu bieten. Durch die Kontrolle<br />
der korrekten Füllmengen wird auch<br />
das Risiko von Produktrückrufen verringert.<br />
Warum sind Produktrückrufe<br />
so schädlich für die Umwelt?<br />
Produktrückrufe treten aufgrund von Qualitätsproblemen,<br />
Sicherheitsbedenken und<br />
der Nichteinhaltung von Vorschriften auf.<br />
Solche Aktionen können für Unternehmen<br />
nicht nur teuer und imageschädigend sein,<br />
sie haben auch erhebliche Auswirkungen<br />
auf die Umwelt. Transportkosten, Abfall und<br />
Ressourcenverbrauch sind zentrale Aspekte,<br />
da zurückgerufene Produkte oft entsorgt<br />
oder wiederaufbereitet werden müssen.<br />
Nicht zuletzt können zurückgerufene Produkte<br />
schädliche Chemikalien oder Giftstoffe<br />
enthalten, deren unsachgemäße Entsorgung<br />
Boden, Wasser und Luft belasten kann.<br />
Zum Schutz vor Produktrückrufen sind effiziente<br />
Qualitätskontrollen unerlässlich. Dazu<br />
gehört neben der Füllmengenkontrolle auch<br />
die Fremdkörperdetektion. Eine Technologie,<br />
mit der sich beide Anwendungen realisieren<br />
lassen, ist die Röntgeninspektion, für die<br />
Minebea Intec ein breites Portfolio bietet.<br />
Röntgeninspektion: Hohe<br />
Nachweisempfindlichkeit bei<br />
geringem Stromverbrauch<br />
Röntgeninspektionssysteme detektieren<br />
nicht nur Produkte, die mit Metall, Glas,<br />
Gummi, Steinen, Kunststoffteilen oder Knochensplittern<br />
verunreinigt sind, sondern ermöglichen<br />
auch Inline-Qualitätskontrollen<br />
wie Gewichtsbestimmung, Zählung von Komponenten,<br />
Erkennung von fehlenden oder fehlerhaften<br />
Produkten, Füllstandskontrolle und<br />
Prüfung der Unversehrtheit von Verschlüssen.<br />
Minebea Intec bietet ein breites Portfolio<br />
an Röntgensystemen für die Inspektion<br />
von verpackten Produkten. Typische Anwendungen<br />
sind Kartons, Schachteln, Beutel,<br />
Schalen und Portionspackungen, die eine<br />
Vielzahl von trockenen oder flüssigen Lebensmitteln<br />
enthalten können. Die Modelle<br />
Dylight und Dymond wurden speziell für diese<br />
Anwendungen entwickelt. Sie zeichnen<br />
sich durch ein hygienisches Design und eine<br />
hohe Detektionsempfindlichkeit bei geringem<br />
Stromverbrauch aus.<br />
Für viskose und flüssige Produkte hat Minebea<br />
Intec erst im vergangenen Jahr das Röntgeninspektionssystem<br />
Dypipe auf den Markt gebracht.<br />
„Das Dypipe ist mit einem innovativen<br />
Probeneinführsystem ausgestattet, das<br />
eine Echtzeit-Prüfung ermöglicht“, sagt Liang<br />
Mengqi, Global Product Manager bei Minebea<br />
Intec. „So können produzierende Unternehmen<br />
jederzeit sicher sein, dass ihre Produktionsprozesse<br />
reibungslos und sicher ablaufen.“<br />
Mit Metalldetektor Mitus ®<br />
Fehlausschleusungen reduzieren<br />
Für die reine Detektion von metallischen<br />
Fremdkörpern bietet Minebea Intec hochpräzise<br />
Metalldetektoren. Der Metalldetektor<br />
Mitus ® ist mit der zukunftsweisenden<br />
MiWave-Technologie ausgestattet. Diese ga-<br />
Metalldetektion schützt Konsumenten vor metallkontaminierten Produkten und Hersteller von Lebensmitteln vor kostspieligen Rückrufaktionen, die oft auch mit einem Reputationsverlust verbunden sind.<br />
22 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
HYGIENE/BETRIEBSSICHERHEIT · VERFAHRENSTECHNIK<br />
rantiert eine hochpräzise Detektion von metallischen<br />
Fremdkörpern auch bei größten<br />
Produkteffekten. Bei MiWave wird dem Sendesignal<br />
eine Vielzahl von Frequenzen aufmoduliert,<br />
die anschließend durch einen intelligenten<br />
Algorithmus getrennt und separat<br />
ausgewertet werden. Durch diese Aufspaltung<br />
können die Produkte symbolisch<br />
aus mehreren Perspektiven betrachtet werden.<br />
Dieser deutlich erhöhte Informationsgehalt<br />
führt zu hohen Suchempfindlichkeiten<br />
trotz großer Produkteffekte. Das Ergebnis<br />
für die Hersteller: maximale Produktsicherheit<br />
und höchster Output. „Wir erhalten<br />
immer wieder Aufträge von Kunden, die mit<br />
der Leistung ihrer Metallsuchgeräte unzufrieden<br />
sind. Die Ausschussrate ist oft zu<br />
hoch“, sagt Linus Dellweg, Global Product<br />
Manager bei Minebea Intec. „Mit unseren<br />
Metalldetektoren können mit Metallpartikeln<br />
verunreinigte Produkte während des<br />
Produktionsprozesses mit höchster Zuverlässigkeit<br />
erkannt und aussortiert werden. Das<br />
trägt dazu bei, Produktionskosten und Ressourcenverbrauch<br />
zu senken.“<br />
Ein weiterer nachhaltiger Ansatz, den Minebea<br />
Intec seinen Kunden bei der Modernisierung<br />
von sämtlichen Wäge- und Inspektionsanlagen<br />
anbietet, ist das Recycling bestehender Systeme.<br />
Diese umweltfreundliche Lösung findet<br />
bei vielen Kunden weltweit Anklang und bietet<br />
darüber hinaus Kostenvorteile.<br />
Fehlerfreie Verpackungen sichergestellt:<br />
Der VisioPointer ® von Minebea Intec<br />
mit Hyperspektralanalyse<br />
Am Ende der Produktionslinie kommen die<br />
visuellen Inspektionslösungen von Minebea<br />
Intec zum Einsatz. Der VisioPointer ® ist eine<br />
zukunftsweisende Lösung zur hocheffizienten<br />
Siegelnahtkontrolle von Verpackungen in<br />
der Lebensmittelindustrie. Durch den Einsatz<br />
von Hyperspektralanalyse bei farbigen<br />
Verpackungen oder Infrarot bei transparenten<br />
Verpackungen ist der VisioPointer ® in der<br />
Das neue Metalldetektionssystem Mitus ist<br />
eine Inspektionslösung mit höchster Präzision<br />
bei der Detektion von Fremdkörpern in allen<br />
Applikationen, wo diese gefordert ist.<br />
Lage, selbst kleinste Undichtigkeiten oder<br />
Unregelmäßigkeiten in der Siegelnaht von<br />
Verpackungen aufzuspüren. So wird die Produktintegrität<br />
sichergestellt und das Risiko<br />
einer Kontamination durch fehlerhafte Verpackungen<br />
minimiert, was auch zum Schutz<br />
vor Produktrückrufen beiträgt. „Wir bieten<br />
unseren Kunden Wäge- und Inspektionslösungen<br />
für den gesamten Produktionsprozess:<br />
vom Wareneingang bis zum Warenausgang.<br />
Von Einstiegsprodukten bis hin zu Premiumlösungen“,<br />
sagt Lars-Henrik Bierwirth,<br />
Global Product Manager bei Minebea Intec.<br />
„Neben unseren hochwertigen und langlebigen<br />
Geräten haben wir auch intuitive Softwarelösungen<br />
im Portfolio, die Rezepturprozesse<br />
vereinfachen, Rohstoffverluste reduzieren<br />
und über ausgefeilte Sicherheitsfunktionen<br />
wie Track and Trace verfügen.“ Für<br />
manuelle Rezepturprozesse bietet Minebea<br />
Intec die PC-Software ProRecipe XT ® an,<br />
für automatisierte Rezepturprozesse ist die<br />
Software Batch-PMS ideal geeignet und mit<br />
der Software SPC@Enterprise steht – wie bereits<br />
beschrieben – ein zentrales Datenmanagement-Tool<br />
zur Verfügung.<br />
Minebea Intec mit Silbermedaille<br />
von ecovadis ausgezeichnet<br />
und ISO 14001 zertifiziert<br />
Als weltweit führender Anbieter von Wägeund<br />
Inspektionstechnologie stellt Minebea<br />
Intec Umweltbewusstsein konsequent in den<br />
Mittelpunkt seines Handelns. Das Unternehmen<br />
ist nach ISO 14001 zertifiziert und wurde<br />
2024 erneut mit der Silbermedaille von<br />
EcoVadis, dem weltweit größten Anbieter von<br />
Nachhaltigkeitsratings, ausgezeichnet. Im<br />
Rahmen der Bewertung werden unter anderem<br />
Umweltaspekte, Arbeits- und Menschenrechte,<br />
Ethik sowie nachhaltige Beschaffung<br />
berücksichtigt. Minebea Intec erreichte dabei<br />
71 von 100 Punkten und liegt damit deutlich<br />
über dem Durchschnitt vergleichbarer<br />
Unternehmen. Auch auf Konzernebene wird<br />
Nachhaltigkeit systematisch vorangetrieben.<br />
Die Muttergesellschaft MinebeaMitsumi wurde<br />
2025 erstmals für ihre Maßnahmen im<br />
Bereich Klimawandel in die A-List des Carbon<br />
Disclosure Project (CDP) aufgenommen.<br />
Diese Auszeichnung steht für höchste Transparenz<br />
und wirksames Klimamanagement.<br />
Minebea Intec hat die Nachhaltigkeitsziele<br />
des Mutterkonzerns übernommen, bis spätestens<br />
2050 klimaneutral zu sein. Daraus ergeben<br />
sich verbindliche Zielsetzungen für drei<br />
zentrale Kernthemen: Abfallreduzierung, Reduzierung<br />
des Wasserverbrauchs und Reduzierung<br />
der CO 2<br />
-Emissionen. Die internationale<br />
Aufstellung zahlt direkt auf diese Ziele<br />
ein. Mit 20 Standorten weltweit und einem<br />
umfassenden Netzwerk von über 220 Partnern<br />
ermöglicht Minebea Intec kurze Lieferwege,<br />
was zur Reduzierung von Emissionen<br />
beiträgt. Zudem sorgen die hohe Qualität und<br />
Langlebigkeit der Produkte für längere Produktzyklen<br />
und damit für eine nachhaltige<br />
Entlastung der Umwelt. Ein langjähriger Ersatzteilservice<br />
verlängert die Nutzungsdauer<br />
zusätzlich, während ein etabliertes Rücknahmesystem<br />
eine fachgerechte Entsorgung der<br />
Komponenten sicherstellt.<br />
Automatisierung: Der Weg zur<br />
nachhaltigen Produktion<br />
Die Technologien von Minebea Intec fördern<br />
die Automatisierung von Produktionsprozessen.<br />
In dieser Automatisierung und der damit<br />
verbundenen Effizienzsteigerung liegt der<br />
Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit in der Industrie.<br />
Darüber hinaus machen die Lösungen<br />
von Minebea Intec Produktionsprozesse<br />
nachhaltiger, indem sie Fehlausschleusungen<br />
reduzieren, Materialverschwendung minimieren,<br />
die Energieeffizienz steigern, Verpackungsprozesse<br />
optimieren und so einen<br />
verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen<br />
unterstützen. Hochpräzise Technologien<br />
sichern die Produktqualität und schützen<br />
so vor kostspieligen und umweltschädlichen<br />
Rückrufaktionen. Damit unterstützen<br />
sie zum einen die produzierenden Unternehmen<br />
bei der Bewältigung der Herausforderung,<br />
ihre Produktionsprozesse ständig zu<br />
verbessern. Auf der anderen Seite helfen sie<br />
der Umwelt und die hat bekanntlich auch einige<br />
Herausforderungen vor sich.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.minebea-intec.com<br />
Bildquelle: Minebea Intec<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
23
VERFAHRENSTECHNIK · HYGIENE/BETRIEBSSICHERHEIT<br />
Inspektion ohne Kompromisse<br />
Wie der SC-P neue Standards für pumpfähige Produkte setzt – Interview mit Hasan Uygul, Wipotec<br />
In der Verarbeitung von pumpfähigen Produkten – etwa Fleisch, Wurstbrät, Pasten, Soßen oder Füllmassen – stoßen viele<br />
Inspektionssysteme an ihre Grenzen. Die sichere und hygienische Detektion von Fremdkörpern in flüssigen oder viskosen<br />
Produkten erfordert höchste Präzision und eine anwendungsoptimierte Bauweise. Hasan Uygul, Director Global<br />
Sales bei Wipotec, erläutert im Gespräch die Herausforderungen und Chancen moderner Inspektionssysteme in der<br />
Lebensmittelindustrie – und welche Rolle die SC-P dabei spielt.<br />
FT: Warum ist die Inspektion von<br />
flüssigen oder pastösen Lebensmitteln<br />
besonders anspruchsvoll?<br />
Hasan Uygul: Pumpfähige Lebensmittel wie<br />
Wurstbrät, Soßen oder Füllmassen stellen<br />
besondere Anforderungen an die Inspektion,<br />
da sie kontinuierlich in geschlossenen Rohrsystemen<br />
verarbeitet werden. Verunreinigungen<br />
wie Metallpartikel oder andere Fremdkörper<br />
müssen zuverlässig erkannt und ausgeschleust<br />
werden.<br />
FT: Wie begegnet Wipotec diesen<br />
Herausforderungen?<br />
Hasan Uygul: Die SC-P wurde exakt für diesen<br />
Anwendungsfall entwickelt. Sie ist ein<br />
kompaktes, vollintegrierbares Röntgensystem,<br />
das speziell für die Inspektion von<br />
pumpfähigen Produkten konzipiert wurde.<br />
Sie ermöglicht die Erkennung und Ausschleusung<br />
von Fremdkörpern in frühen<br />
Phasen des Produktionsprozesses. Besonders<br />
hervorzuheben ist das hygienegerechte<br />
Design gemäß Schutzklasse IP69k, was<br />
eine gründliche Reinigung ermöglicht und<br />
das System ideal für die Lebensmittelproduktion<br />
macht.<br />
FT: Welche technischen Funktionen<br />
machen die SC-P besonders?<br />
Hasan Uygul: In dem SC-P Röntgensystem<br />
befindet sich eine Diodenzeilenkamera mit<br />
einer Auflösung ab 0,4 mm, welche eine<br />
höchste Detektionsgenauigkeit bietet. Die<br />
automatische Testeinheit ermöglicht eine regelmäßige<br />
Prüfung des Systems – ganz ohne<br />
Eingriff in den Produktfluss. Dank der Shutter-Funktion<br />
wird das Produkt im Falle eines<br />
Produktionsstopps vor unnötiger Röntgenstrahlung<br />
geschützt. Die hohe Druckfestigkeit<br />
– bis zu 75 bar bei 50 mm Rohrdurchmesser<br />
– gewährleistet hohe Durchsatzraten.<br />
FT: Für welche Produkte oder<br />
Produktionsbereiche eignet sich<br />
die SC-P besonders?<br />
Hasan Uygul: Typische Produkte sind flüssige<br />
oder pastöse Massen wie Brät, Milchprodukte,<br />
Dips, Cremes, Suppen, Saucen,<br />
Babybrei oder Pasten. Überall dort, wo Pro-<br />
SC-P – Röntgeninspektion für pumpfähige Produkte und Massen.<br />
24 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
Wasserstoff und Prozesstechnik<br />
Energie- und Wärmenetzwerke Speichertechnik<br />
Kreislaufwirtschaft Ressourcen Logistik<br />
Unabhängiges Fachmagazin für richtungsweisende Technologien<br />
dukte durch Rohrleitungen<br />
gepumpt werden, ist die<br />
SC-P die ideale Lösung.<br />
FT: Wie ist das System in<br />
den Produktionsprozess<br />
integrierbar?<br />
Hasan Uygul: Dank seiner<br />
kompakten Bauweise und<br />
des modularen Rohrverteilers<br />
lässt sich die SC-P flexibel<br />
in bestehende Linien<br />
einbauen. Das System ist<br />
auf Rollen mobil einsetzbar<br />
– dadurch kann es für<br />
Reinigungszyklen einfach von der Rohrleitung<br />
getrennt und separat gesäubert werden.<br />
Das reduziert Stillstandszeiten und erhöht<br />
die Prozesssicherheit.<br />
FT: Wie wird sich die Technologie der<br />
Produktinspektion weiterentwickeln?<br />
Hasan Uygul: Die Produktinspektion entwickelt<br />
sich hin zu intelligenten, selbstlernenden<br />
Systemen. Deep-Learning-Algorithmen<br />
und KI-gestützte Einlernfunktionen ermöglichen<br />
eine schnellere und präzisere Anpassung<br />
an neue Produkte und minimiert Stillstandzeiten.<br />
Damit entstehen hochflexible,<br />
vernetzte Lösungen, die nicht nur Lebensmittelsicherheit<br />
gewährleisten,<br />
sondern auch Nachhaltigkeit<br />
und Effizienz in komplexen<br />
Produktionsprozessen<br />
unterstützen.<br />
FT: Was geben Sie<br />
Lebensmittelherstellern<br />
mit auf den Weg, die ihre<br />
Produktionssicherheit<br />
erhöhen möchten?<br />
Hasan Uygul, Director Global Sales<br />
Hasan Uygul: Wer heute<br />
Product Inspection bei Wipotec<br />
auf moderne, hygienische<br />
und wartungsfreundliche<br />
Systeme setzt, investiert in<br />
die Zukunft seiner Marke. Mit der SC-P bieten<br />
wir eine Lösung, die nicht nur höchste<br />
Detektionssicherheit bietet, sondern auch<br />
produktionsseitig echte Vorteile schafft –<br />
von der einfachen Reinigung bis hin zur intelligenten<br />
Messmittelprüfung für Ihr Qualitätsmanagement.<br />
PROZESSTECHNIK &KOMPONENTEN<br />
FT: Vielen Dank<br />
Weitere Informationen:<br />
www.wipotec.com<br />
Bildquelle: Wipotec GmbH<br />
GREEN EFFICIENT <strong>TECHNOLOGIE</strong>S<br />
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Die branchenumfassende Medien -<br />
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in deutscher und englischer Sprache<br />
Exklusive Informationen rund um die<br />
Pumpen-, Kompressorenindustrie,<br />
Systeme und Komponenten<br />
Alle Röntgenscanner<br />
von Wipotec übernehmen<br />
dieaus der Sparte Kontrollwaagen<br />
bekannte komfortable<br />
Bedienoberfläche.<br />
Entwicklungen und Trends<br />
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Ausgerichtet an internationalen<br />
Fachmessen für <strong>2026</strong><br />
Neu seit 2022:<br />
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erscheint 4x im Jahr<br />
Dr. Harnisch Verlags GmbH · Eschenst. 25<br />
90441 Nürnberg · Tel.: +49 (0) 911 - 2018 0<br />
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MESSEN · DJAZAGRO <strong>2026</strong><br />
Mehr Vielfalt denn je<br />
SOLIDS & RECYCLING-TECHNIK Dortmund <strong>2026</strong> feiert Jubiläum mit neuem Ausstellungsbereich<br />
Am 18. und 19. März <strong>2026</strong> wird Dortmund zum Treffpunkt der Schüttgut-, Prozess- und Recyclingindustrie. Das Fachmesse-Duo<br />
SOLIDS & RECYCLING-TECHNIK Dortmund vereint an zwei Tagen die komplette Expertise zu Verarbeitung,<br />
Handhabung, und Recycling von fein- bis grobkörnigen Materialien und Abfallströmen. Fachbesuchende erhalten praxisnahe<br />
Lösungen von Fachexperten und ein hochkarätiges Rahmenprogramm. Mit dem neuen Ausstellungsbereich<br />
Prozessautomatisierung setzt das Fachmesse-Duo zusätzlich Impulse für digitalisierte, transparente und energieeffiziente<br />
Produktions- und Recyclingprozesse.<br />
Die SOLIDS Dortmund, Fachmesse für<br />
Granulat-, Pulver- und Schüttguttechnologien,<br />
feiert <strong>2026</strong> ihr 20-jähriges Jubiläum<br />
unter dem Motto „Ideen, die bewegen.<br />
Lösungen, die bleiben.“ Ausstellende Unternehmen<br />
zeigen die gesamte Bandbreite der<br />
mechanischen Verfahrenstechnik. Parallel<br />
dazu präsentiert die RECYCLING-TECHNIK<br />
Dortmund zum 9. Mal Maschinen, Anlagen<br />
und Komponenten für die Wiederaufbereitung<br />
und umweltgerechte Entsorgung.<br />
PFREUNDT GmbH und STEINERT GmbH.<br />
Gleichzeitig nutzen neue Technologieanbieter<br />
wie STRABAG AG, Optocycle GmbH oder<br />
Mineral Waste Manager GmbH die Bühne, um<br />
ihre Innovationen vorzustellen. „Wir freuen<br />
uns auf spannende Fachgespräche und den<br />
Austausch über unsere Lösungen in den Bereichen<br />
Recycling, Aufbereitung und Wertstrommanagement“,<br />
so Georg Lehde, Kaufmännische<br />
Direktionsleitung, STRABAG AG,<br />
Nordrhein-Westfalen.<br />
Ein zentrales Highlight <strong>2026</strong> ist der neue<br />
Bereich Prozessautomatisierung. Hier erhalten<br />
Besucher einen kompakten Überblick<br />
über aktuelle Entwicklungen der Automatisierungstechnik<br />
und deren Nutzen für Effizienz,<br />
Transparenz und Nachhaltigkeit. Gezeigt<br />
werden unter anderem Datenintegration und<br />
-analyse, cloud-basierte Lösungen, Fernüberwachung,<br />
Predictive Maintenance, HMIs,<br />
MES sowie Sensorik und Steuerungstechnik.<br />
Aussteller wie BSG – Bruckmann Steuerungstechnik<br />
GmbH, MaintMaster Systems<br />
GmbH, OPDENHOFF Technologie GmbH und<br />
SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG präsentieren<br />
konkrete Anwendungen für digitalisierte<br />
und energieeffiziente Produktionsprozesse.<br />
Über 365 nationale und internationale Unternehmen<br />
präsentieren Neuheiten und bewährte<br />
Lösungen für die Schüttgut- und Recyclingindustrie<br />
– von Förderbändern, Becherwerken,<br />
Dosier- und Wägeanlagen über<br />
Sieb- und Zerkleinerungstechnik bis hin zu<br />
Entstaubungs- und Automatisierungslösungen.<br />
Unter den langjährigen Ausstellern Unternehmen<br />
sind u. a. AZO GmbH & Co. KG,<br />
EBRO ARMATUREN Gebr. Bröer GmbH,<br />
GKM Siebtechnik GmbH, REMBE ® GmbH<br />
Safety+Control, SEW-EURODRIVE GmbH<br />
& Co KG, Doppstadt Umwelttechnik GmbH,<br />
Für Fachbesucher bedeutet das: kurze Wege,<br />
direkter Vergleich von Lösungen und viele persönliche<br />
Fachgespräche in kurzer Zeit.<br />
Neu <strong>2026</strong>: Ausstellungsbereich<br />
Prozessautomatisierung<br />
Wissen tanken: Vorträge, Fachforen,<br />
Liveexplosions-Demos und Podcast<br />
An beiden Tagen läuft ein praxisnahes Vortrags-<br />
und Diskussionsprogramm. Auf der<br />
SOLIDS Dortmund bieten InnovationCenter,<br />
ImpulsCenter und SolutionCenter Fachbeiträge<br />
zu Forschung, Trends, Cyber Security,<br />
Prozessoptimierung, Nachhaltigkeit, KI, Unternehmensnachfolge<br />
und mehr.<br />
Auf der RECYCLING-TECHNIK Dortmund<br />
ergänzen weitere Formate das Programm,<br />
darunter Vorträge zur PPWR, zum Textil-,<br />
PV- und Batterie-Recycling, zu Digitalisierung<br />
und Standards. Ein zentrales<br />
Thema ist zudem das Baustoffrecycling.<br />
„Mit dem Vortragspanel auf der SOLIDS &<br />
RECYCLING-TECHNIK Dortmund möchten<br />
wir aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze<br />
im Baustoffrecycling diskutieren.<br />
Baustoffrecycling muss als industrielle<br />
Rohstoffwirtschaft organisiert werden.<br />
Standardisierte Materialklassifikation, digitale<br />
Rückverfolgbarkeit, qualitätsgesicherte<br />
Aufbereitung und Zertifizierung sind Voraussetzung,<br />
damit Sekundärrohstoffe Primärqualität<br />
erreichen und zuverlässig eingesetzt<br />
werden können“, erklärt Thomas<br />
Fischer, Geschäftsführer der QUBA GmbH.<br />
26 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
LOGIMAT <strong>2026</strong> · MESSEN<br />
Zudem findet am Vormittag des 18. März<br />
<strong>2026</strong> das Explosion Safety Forum des<br />
IND EX ® e. V. statt. Ergänzend dazu zeigt<br />
REMBE in eindrucksvollen Live-Explosionsdemonstrationen,<br />
wie moderne Schutzsysteme<br />
wirken und wie sich Explosionsrisiken in<br />
Industrieanlagen wirksam minimieren lassen.<br />
Als Vorbereitung steht zudem der Branchenpodcast<br />
„BULK TALK“ zur Verfügung. Experten<br />
aus Praxis und Wissenschaft beleuchten<br />
Themen wie Predictive Maintenance, Kunststoff-<br />
und Baustoffrecycling, KI in Produktionsprozessen,<br />
Fachkräftemangel, Diversität<br />
und resiliente Unternehmenskultur.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.solids-recycling-technik.de<br />
Bildquelle: Easyfairs<br />
Smarte Intralogistik – flexibel statt teuer<br />
LogiMAT <strong>2026</strong> in Stuttgart<br />
S<br />
teigende Investitions-, Personal- und<br />
Transportkosten sowie geopolitische Unsicherheiten<br />
bremsen zwar die Investitionsbereitschaft<br />
in der Intralogistik, dennoch bleiben<br />
Automatisierung und digitale Transformation<br />
für die Wettbewerbsfähigkeit zwingend. Auf<br />
der LogiMAT <strong>2026</strong> zeigen Aussteller daher<br />
einen Trend zu kostendämpfenden Ein- und<br />
Umstiegslösungen, der klassische Miet- und<br />
Leasingmodelle um flexible, nutzungsbasierte<br />
Angebote ergänzt. Dazu gehören Mietparks<br />
für Flurförderzeuge, generalüberholte Anbaugeräte<br />
und Lagertechnik sowie modulare,<br />
mobile Robotersysteme, die mit attraktiven<br />
Miet- und Leasingpreisen die Einstiegshürde<br />
in die Automatisierung senken.<br />
Parallel werden vorkonfigurierte Softwaresysteme,<br />
Cloud-Lösungen und Pay-per-Use-<br />
Modelle präsentiert, bei denen Lagerverwaltungs-<br />
und Steuerungssoftware nach Nutzungsvolumen<br />
abgerechnet und ITK-Infrastruktur<br />
auf Leihbasis bereitgestellt wird,<br />
sodass sich digitale Lösungen schnell implementieren<br />
und bedarfsgerecht skalieren<br />
lassen. Zunehmend wichtig wird zudem<br />
KI-gestützte Maintenance: Vision-Systeme<br />
erkennen Abweichungen frühzeitig, vorausschauende<br />
Wartung, Retrofit-Programme<br />
und Diagnosezentren erhöhen Transparenz,<br />
Verfügbarkeit und Lebensdauer von Anlagen<br />
über ihren gesamten Lebenszyklus. Diese<br />
Themen bündelt die Messe im Rahmenprogramm<br />
und in der neuen „Smart Maintenance<br />
Lounge“, in der Experten über intelligente<br />
Instandhaltung mit Inspektionsrobotern,<br />
Fernwartung, Smart-Maintenance-Software<br />
und digitalen Zwillingen diskutieren.<br />
Finanzielle Entlastung schaffen politische Instrumente<br />
wie der Investitionsbooster mit degressiver<br />
Abschreibung<br />
bis zu 30 Prozent<br />
für Investitionen<br />
von 2025 bis<br />
2027 sowie BAFA-<br />
Zuschüsse von bis<br />
zu 33 Prozent für<br />
energieeffiziente<br />
E-Stapler, die sich<br />
mit Investitionen in<br />
Flurförderzeuge, Lagertechnik<br />
und Automatisierung<br />
kombinieren<br />
lassen. Hersteller<br />
wie Mitsubishi Forklift<br />
Trucks und Toyota Material<br />
Handling unterstützen Unternehmen<br />
mit Services rund um Bedarfsermittlung,<br />
Auswahl passender Lösungen,<br />
Fördermittel-Check und Antragsabwicklung.<br />
Auf technischer Ebene gewinnen flexible,<br />
skalierbare Systemarchitekturen an<br />
Bedeutung: modular erweiterbare Shuttlelager,<br />
Flotten autonomer mobiler Roboter und<br />
Fahrerloser Transportsysteme sowie Best-of-<br />
Breed-Konzepte ermöglichen den schrittweisen,<br />
herstellerunabhängigen Ausbau und<br />
Austausch einzelner Komponenten, häufig<br />
vorab testbar über Mietmodelle wie beim<br />
Cubiscan-325-System der Inther Group.<br />
Ein besonders innovatives Beispiel ist „Automation<br />
as a Service“ von Element Logic:<br />
AutoStore-Anlagen werden im abonnementbasierten<br />
Modell ohne Vorabinvestitionen<br />
angeboten, wobei Hardware, Software, Wartung,<br />
Integration, Monitoring und Support<br />
in einem Servicepaket mit planbarer monatlicher<br />
Gebühr zusammengefasst sind, die<br />
sich an Leistungskennzahlen wie Durchsatz<br />
und Lagerkapazität orientiert. Dieses Modell<br />
senkt die Investitionslast deutlich und erlaubt<br />
es, Lagerautomatisierung als laufende<br />
Dienstleistung statt als Großinvestition zu<br />
nutzen. Insgesamt zeigt die LogiMAT <strong>2026</strong><br />
damit, wie sich durch Miet-, Pay-per-Useund<br />
Service-Modelle, intelligente Maintenance<br />
sowie steuerliche Förderprogramme<br />
notwendige Investitionen in die Intralogistik<br />
selbst in wirtschaftlich unsicheren Zeiten realisieren<br />
lassen.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.logimat-messe.de<br />
Bildquelle: EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
27
MESSEN · DJAZAGRO <strong>2026</strong><br />
Djazagro – Leitmesse für<br />
Agrar- und Ernährungswirtschaft<br />
Djazagro <strong>2026</strong> in Algier<br />
Djazagro <strong>2026</strong> findet vom 12. bis 15. April <strong>2026</strong> im Palais des Expositions d’Alger (Safex) statt und gilt als Leitmesse<br />
für die Agrar- und Ernährungswirtschaft in Nordafrika. In Algerien erzeugen die Agrar- und Lebensmittelindustrien nahezu<br />
50 Prozent des industriellen BIP, was die strategische Rolle des Sektors und die zentrale Stellung der Messe unterstreicht.<br />
Die Veranstaltung hat sich zu einem Referenzpunkt für Fachleute entwickelt, die sich über Trends informieren,<br />
Netzwerke aufbauen und Investitionsentscheidungen vorbereiten.<br />
Die Messe spiegelt die Dynamik eines<br />
Marktes wider, in dem die lokale Nahrungsmittelproduktion<br />
und -verarbeitung für<br />
Versorgungssicherheit, Industrialisierung und<br />
Beschäftigung entscheidend sind. Mit 650<br />
Unternehmen und Marken aus 39 Ländern<br />
im Jahr 2025 fungiert Djazagro als Drehscheibe<br />
für kommerzielle, technologische<br />
und industrielle Kooperationen entlang der<br />
gesamten Wertschöpfungskette. Jede Ausgabe<br />
zieht Experten, Entscheider und Produzenten<br />
an, die neue Partner suchen und Innovationen<br />
zur Gestaltung der zukünftigen regionalen<br />
Wertschöpfung kennenlernen wollen.<br />
<br />
Abdeckung der gesamten<br />
Wertschöpfungskette<br />
Ein zentraler Vorteil der Messe ist ihre thematische<br />
Breite über den gesamten Lebensmittelzyklus<br />
hinweg – von der Verarbeitung<br />
über Verpackung, Handling und Logistik<br />
bis hin zu Foodservice und Zutaten.<br />
Dadurch finden sowohl Maschinen- und Anlagenbauer<br />
als auch Rohstofflieferanten,<br />
Verpackungsspezialisten, Logistikdienstleister<br />
und Anwenderindustrien ein integriertes<br />
Umfeld, in dem Lösungen gesamtheitlich<br />
diskutiert werden können. Diese Ganzheitlichkeit<br />
macht Djazagro insbesondere für<br />
ausländische Technologieanbieter attraktiv,<br />
die in den algerischen Markt eintreten oder<br />
ihre Präsenz ausbauen wollen.<br />
<br />
Ausstellerstruktur und Internationalität<br />
der Aussteller an, mit ihrer Teilnahme zufrieden<br />
zu sein, 75 Prozent stammten aus dem<br />
Ausland – ein deutliches Zeichen für die internationale<br />
Strahlkraft der Veranstaltung.<br />
Diese starke internationale Beteiligung fördert<br />
die Verbreitung von Innovationen, den<br />
Know-how-Transfer und den Aufbau langfristiger<br />
Kooperationen zwischen lokalen und<br />
globalen Marktakteuren.<br />
<br />
Besucherprofil und -ziele<br />
2025 verzeichnete Djazagro rund 25.000<br />
Fachbesucher, davon 95 Prozent aus Algerien,<br />
die die gesamte Branche abbilden – von Lebensmittelverarbeitern<br />
und Distributoren<br />
über handwerkliche Bäcker und Konditoren<br />
bis hin zu Landwirtschaft, Foodservice,<br />
Logistik, technischen Diensten und Ingenieurbüros.<br />
Alle Besuchergruppen eint das Ziel,<br />
Branchentrends frühzeitig zu erkennen und<br />
ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, etwa<br />
durch die Entdeckung neuer Produkte, Anlagen<br />
und Lieferanten. Die Besucherloyalität<br />
ist außergewöhnlich hoch: 96 Prozent der Besucher<br />
der Vorveranstaltung bekundeten ihre<br />
Absicht, <strong>2026</strong> erneut teilzunehmen, was auf<br />
qualitativ hochwertige Kontakte und hohes<br />
Vertrauen in die Messe hindeutet.<br />
<br />
Präsenz führender Industrieakteure<br />
Jährlich treffen sich auf Djazagro namhafte<br />
Akteure der Lebensmittelindustrie – von<br />
Getränke- und Molkereikonzernen über Hersteller<br />
von Backwaren, Teigwaren und Süßwaren<br />
bis hin zu Anbietern von Ölen, Fetten<br />
und Konserven. 2025 waren unter anderem<br />
ABC Pepsi, Biscorima, Boissons ITHRI,<br />
Cevital, Chocodada, Conserverie du Maghreb<br />
sowie Molkereien, Essigproduzenten und<br />
Kekshersteller wie Laiterie Soummam,<br />
Grande Vinaigrerie Constantinoise, Nouvelle<br />
Biscuiterie de Cherchell und Magimix ver-<br />
Aussteller verfolgen drei Hauptziele: neue<br />
Kunden zu gewinnen, bestehende Partnerschaften<br />
zu vertiefen und ihre Markenpräsenz<br />
im Markt zu stärken. 2025 gaben 89 Prozent<br />
Das Messegeschehen auf der letztjährigen Djazagro.<br />
28 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
Wasserstoff und Prozesstechnik<br />
Energie- und Wärmenetzwerke Speichertechnik<br />
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INGREDIENTS<br />
GREEN EFFICIENT <strong>TECHNOLOGIE</strong>S<br />
DjazInnov Awards und Innovationsdynamik: Der Wettbewerb der Messe prämiert zukunftsweisende Lösungen und stärkt die Innovationskraft<br />
der algerischen und regionalen Lebensmittelindustrie.<br />
treten. Die Vielfalt reicht von lokalen Champions<br />
bis zu internationalen Gruppen wie<br />
Coca‐Cola und Danone und zeigt die Breite<br />
des industriellen Gefüges in Algerien.<br />
<br />
Technologische Schwerpunkte<br />
und deutsche Lösungen<br />
Im Bereich Lebensmittelverarbeitung präsentieren<br />
Unternehmen wie Donaldson<br />
Ultrafilter industrielle Filtrationssysteme,<br />
Clauger Kälte- und Luftaufbereitungslösungen<br />
für prozesssichere Produktionsumgebungen,<br />
Armaturenwerk Edelstahlkomponenten<br />
für lebensmitteltaugliche Medienführung<br />
und Ateliers François Kompressoren<br />
für Produktionslinien. In der Verpackungsund<br />
Abfülltechnik treten Krones, KHS, Sipa,<br />
Multivac und Sidel mit automatisierten Füll-,<br />
Blasform- und Thermoformanlagen auf, die<br />
auf Effizienz, Recyclingfähigkeit und ökodesignte<br />
Verpackungslösungen ausgerichtet<br />
sind. Diese Technologien bilden das Rückgrat<br />
industrieller Leistungsfähigkeit und unterstützen<br />
Produzenten bei Produktqualität,<br />
Ressourceneffizienz und Einhaltung von<br />
Hygiene- und Sicherheitsstandards.<br />
<br />
Zutaten, Rohstoffe und Bäckerei/Feinkost<br />
Auf der Rohstoff- und Zutatenebene zeigen<br />
Unternehmen wie V. Mane Fils (Aromen und<br />
natürliche Extrakte), Barry Callebaut (Schokolade<br />
und Kakao), Vandelis (funktionelle<br />
Inhaltsstoffe) und Fontarome (aromatische<br />
Formulierungen) die wachsende Bedeutung<br />
hochwertiger Zutaten für differenzierte<br />
Endprodukte. Im Segment Back- und Konditoreiwaren<br />
sind AIT Ingredients (Backmittel<br />
und Enzyme), JAC (Backmaschinen) und<br />
Robot Coupe (Profi-Küchengeräte) präsent,<br />
die insbesondere handwerkliche und industrielle<br />
Bäckereien adressieren. Zusammengenommen<br />
decken diese Anbieter den Weg von<br />
der Rohware über Verarbeitung, Veredelung<br />
und Verpackung bis zum fertigen Produkt ab.<br />
<br />
DjazInnov Awards und Innovationsdynamik<br />
Mit dem Wettbewerb „DjazInnov“ setzt die<br />
Messe ein klares Signal für Innovationsorientierung<br />
in der Industrie. Ausgezeichnet werden<br />
Produkte, Verfahren und Technologien,<br />
die etwa Energieeffizienz, Lebensmittelsicherheit,<br />
Abfallreduzierung oder nachhaltige<br />
Verpackung verbessern. Ein DjazInnov‐Preis<br />
verschafft Preisträgern hohe Sichtbarkeit<br />
bei Entscheidern und Einkäufern und unterstreicht<br />
zugleich die Innovationskraft der algerischen<br />
und regionalen Lebensmittelindustrie.<br />
<br />
Beitrag zur industriellen und<br />
wirtschaftlichen Entwicklung<br />
Djazagro fungiert als Katalysator für industrielle<br />
und wirtschaftliche Entwicklung, indem<br />
sie Vernetzung, Wissenstransfer und<br />
Investitionen bündelt. Die Messe trägt dazu<br />
bei, die Qualität lokaler Produktion zu verbessern,<br />
die industrielle Basis zu strukturieren<br />
und ein wettbewerbsfähigeres Ökosystem<br />
aufzubauen. Jede Ausgabe stärkt die<br />
Ernährungssouveränität, unterstützt Investitionen<br />
und fördert Beschäftigung im Agrarund<br />
Lebensmittelbereich – ein entscheidender<br />
Hebel für die wirtschaftliche Entwicklung<br />
Algeriens und der gesamten Region.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.djazagro.com<br />
Bildquelle: Comexposium<br />
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Die unabhängige Medienplattform<br />
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Nachhaltige Möglichkeiten in der<br />
Prozesstechnologie<br />
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Produktionsprozess<br />
Themenbereiche H 2<br />
, Synthetische<br />
Kraftstoffe, Wasser, Solar &<br />
Photovoltaik, Windkraft, Bioenergie,<br />
Geothermie, Batterietechnologie,<br />
Systemintegration und weitere<br />
Alternativmöglichkeiten<br />
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VERPACKUNG · LOGISTIK<br />
ANTRIEB für die Intralogistik<br />
BLDC-Motoren von Oriental Motor sorgen für den effizienten Betrieb von Transportrobotern<br />
Fahrerlose Transportsysteme können die Effizienz von Intralogistik-Prozessen deutlich steigern. Den Antrieben der Fahrzeuge<br />
kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Sie müssen kompakt, leistungsstark und präzise zugleich sein. Viele<br />
Hersteller setzen in ihren FTS deshalb bürstenlose DC-Motoren von Oriental Motor ein.<br />
Es gibt viele gute Gründe für Industrieunternehmen,<br />
ihre Intralogistik mit Transportrobotern<br />
zu automatisieren. Dazu zählen<br />
nicht nur die hohe Verfügbarkeit und der geringe<br />
Personalbedarf. Fahrerlose Transportsysteme<br />
haben auch noch einen weiteren Vorteil:<br />
Sie machen den innerbetrieblichen Materialfluss<br />
transparent. Die im Betrieb gesammelten<br />
Daten können direkt für die Optimierung<br />
der Logistikprozesse genutzt werden.<br />
Hersteller haben viele Antriebsoptionen<br />
Das Herzstück Fahrerloser Transportfahrzeuge<br />
(FTF) ist der Antrieb. Hierfür eignen<br />
sich insbesondere bürstenlose DC-Motoren.<br />
Zwar können grundsätzlich auch Schrittmotoren<br />
und Servomotoren einen Transportroboter<br />
bewegen – sie haben gegenüber BLDC-<br />
Motoren aber einige Nachteile. So erzeugen<br />
Schrittmotoren relativ viel Wärme, die einige<br />
Komponenten der FTF negativ beeinflussen<br />
kann. Servomotoren wiederum verursachen<br />
höhere Betriebskosten als BLDC-Motoren.<br />
BLDC-Motoren bieten deutliche Vorteile<br />
Die bürstenlosen DC-Motoren von Oriental<br />
Motor arbeiten bedingt durch ihre Bauweise<br />
dagegen sehr effizient. Hier kommt es nicht<br />
zur Wirbelstromverlusten in den Statorblechen<br />
und es ist ein lastunabhängiger Betrieb<br />
mit Nennstrom möglich. Weitere Vorteile von<br />
bürstenlosen Motoren gegenüber bürstenbehafteten<br />
Antrieben sind die deutlich längere<br />
Lebensdauer und geringere Stillstandzeiten:<br />
Da hier keine Bürsten für die elektrische<br />
Kommutierung verwendet werden, entfallen<br />
auch die Wartungskosten und -zeiten hierfür.<br />
Kompakte Bauweise ist ein großes Plus<br />
Motoren für den Einsatz in Fahrerlosen<br />
Transportfahrzeugen sollten außerdem möglichst<br />
kompakt sein, da die Platzverhältnisse<br />
in den Transportrobotern sehr beengt<br />
sind. Oriental Motor bietet deshalb BLDC-<br />
Motoren mit besonders kompakten Abmessungen<br />
an: Die Baureihen BLV-R und BLH.<br />
Ihre relativ geringe Länge und das breite Motorgehäuse<br />
ermöglichen zudem einen größeren<br />
Rotor mit höherer Trägheit. Im Vergleich<br />
zu herkömmlichen, zylinderähnlichen bürstenlosen<br />
Gleichstrommotoren können diese<br />
BLDC-Antriebe daher wesentlich größere<br />
Lasten bewegen.<br />
Das Getriebe muss exakt zur<br />
Anwendung passen<br />
Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines<br />
Antriebs für Fahrerlose Transportfahrzeuge ist<br />
das Getriebe. Es muss sowohl zum geplanten<br />
Antriebsstrang passen als auch die erforderliche<br />
Leistung bringen. Viele FTF-Hersteller<br />
verbauen in ihren Fahrzeugen gerne Hohlwellengetriebe,<br />
weil sie eine platzsparende Konstruktion<br />
des Antriebs ermöglichen – Bauraum<br />
ist in den AGVs schließlich knapp.<br />
Während herkömmliche Hohlwellengetriebe<br />
allerdings meist rechtwinklig ausgelegt sind,<br />
bietet Oriental Motor den Anwendern bei sei-<br />
Die BLDC-Motoren von Oriental Motor ermöglichen den Betrieb mehrerer fahrerloser<br />
Transportsysteme auf engstem Raum.<br />
Sanftes Starten und Stoppen: Mit den bürstenlosen DC-Motoren von Oriental Motor verrutscht<br />
auch bei Fahrten in Kurven keine Ladung.<br />
30 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
LOGISTIK · VERPACKUNG<br />
Stabile Drehzahlen und geringe Drehzahlabweichungen:<br />
Die bürstenlosen DC-Motoren der BLH-Serie ermöglichen<br />
hohe Taktraten beim Betrieb von FTS<br />
Kompakt, leicht und leistungsstark: Die bürstenlosen DC-Motoren der BLV-R-Serie<br />
eignen sich sehr gut für punktgenaues Positionieren.<br />
nen bürstenlosen BLV-R- und BLH-Antrieben<br />
u.a. eine spezielle Kombination aus Getriebe<br />
und Motor an. Es handelt sich um ein Flachgetriebe<br />
mit paralleler Hohlwelle, das für die<br />
Montage an der anzutreibenden Welle keine<br />
Verbindungsteile benötigt und deshalb sehr<br />
kompakt baut. Darüber hinaus hat das Hohlwellenflachgetriebe<br />
noch einen weiteren Vorteil:<br />
Es ermöglicht ein hohes Drehmoment<br />
und kann bei Bedarf auch rückseitig montiert<br />
werden. Die beidseitige Montagemöglichkeit<br />
reduziert die Montagezeiten und Arbeitskosten<br />
für die FTS-Hersteller deutlich. Da in den<br />
Flachgetrieben Platz für größere Lager ist als<br />
in herkömmlichen Hohlwellengetrieben, können<br />
FTS zudem größere Lasten aufnehmen.<br />
Hindernisse werden elegant umfahren<br />
Die bürstenlosen DC-Motoren der BLV-R-Serie<br />
gibt es mit Nennleistungen von 60, 100,<br />
200 und 400 W. Eine Besonderheit dieser<br />
Baureihe ist das sanfte Beschleunigen und<br />
Abbremsen über den gesamten Drehzahlbereich<br />
hinweg (1 bis 4.000 U/min): Diese<br />
Funktion ermöglicht ein Umfahren von<br />
Hindernissen ohne Beeinträchtigung der Ladung.<br />
Da die Antriebe der BLV-R-Serie über<br />
eine hohe Auflösung von 0,01° verfügen,<br />
können sie zudem präzise positionieren und<br />
ein FTS punktgenau an einem definierten<br />
Ort zum Halten bringen.<br />
Höhere Taktraten, geringere Wartezeiten<br />
Wegen ihres schlanken Designs eignen sich<br />
die BLDC-Motoren von Oriental Motor u.a.<br />
sehr gut für die Integration in Niederflur-<br />
Transportroboter, die zum Heben von Regal-<br />
und Korbwagen eingesetzt werden. Verwenden<br />
die FTS-Hersteller einen Antrieb mit<br />
Hohlwellenflachgetriebe, verringert sich zudem<br />
der Abstand zwischen den Rädern, sodass<br />
mehrere FTF auf engem Raum aneinander<br />
vorbeifahren können. Dadurch sinken<br />
die Wartezeiten der Fahrzeuge und die<br />
Taktrate steigt.<br />
Kaum Verzögerung bei der<br />
Positionsübermittlung<br />
Für die BLDC-Motoren der BLV-R-Serie hat<br />
Oriental Motor einen Treiber im Programm,<br />
der mit den Kommunikationsprotokollen Modbus<br />
(RTU) und CANopen kompatibel ist. Diese<br />
Schnittstellen erlauben die gleichzeitige<br />
Übertragung von Positionsdaten mehrerer<br />
Achsen an die übergeordnete Steuerung. Dadurch<br />
kommt es nur zu sehr geringen Verzögerungen<br />
bei der Positionsübermittlung. Interessant<br />
ist auch die Möglichkeit, über die separat<br />
erhältliche Parametriersoftware MEXE02<br />
den Betriebszustand des Motors 24 Stunden<br />
oder länger zu überwachen. So lassen sich Ursachen<br />
für eventuelle Störungen schnell und<br />
über einen langen Zeitraum zurückverfolgen.<br />
Für seine BLDC-Motoren bietet Oriental Motor auch passende Treiber an. Sie können die Positionsdaten<br />
mehrerer FTS-Achsen zeitgleich an die Steuerung übermitteln<br />
In Kombination mit einem Hohlwellenflachgetriebe bauen<br />
die bürstenlosen DC-Motoren besonders kompakt.<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
31
VERPACKUNG · LOGISTIK<br />
Die BLH-Motoren bieten zudem hohe Drehmomente<br />
bei niedrigen Drehzahlen. Sie sind mit<br />
Hohlwellenflachgetriebe und Stirnradgetriebe<br />
lieferbar. Für die BLV-R-Antriebe stehen darüber<br />
hinaus auch CS-Stirnradgetriebe mit zentrierter<br />
Welle zur Verfügung. Beide Motorserien<br />
werden zudem in der Standardversion ohne<br />
Getriebe bzw. mit Rundwelle angeboten.<br />
Bremsenergie kann in Bewegungsenergie<br />
umgewandelt werden<br />
Die bürstenlosen Motoren der BMU-Serie zeichnen<br />
sich durch eine hohe Leistung und einen geringen<br />
Energieverbrauch aus.<br />
Oriental Motor hat das Design seiner BLDC-<br />
Treiber übrigens kürzlich nochmals optimiert:<br />
Hersteller von Transportrobotern sind<br />
deshalb jetzt noch flexibler bei der Anordnung<br />
von Batterien und Steuergeräten im<br />
Antriebsstrang ihrer Fahrzeuge.<br />
Neben den bürstenlosen Motoren der BLV-R-<br />
Serie eignen sich auch die Antriebe der<br />
BLH-Serie optimal für Fahrerlose Transportsysteme<br />
(15 W, 30 W, 50 W, 100 W). Diese<br />
Antriebe zeichnen sich durch eine stabile<br />
Drehzahl aus, die auch bei Laständerungen<br />
oder Synchronbetrieb nur geringe Drehzahlabweichungen<br />
aufweist (±0,2 % bzw.<br />
±0,5 %, je nach Treiber). In Transportrobotern<br />
sorgt diese Eigenschaft für hohe Taktraten<br />
und damit für einen effizienten Betrieb.<br />
Ein besonderes Feature ist der Generatorbetrieb:<br />
Die Energie, die bei jedem Bremsvorgang<br />
entsteht, kann gespeichert und unmittelbar<br />
wieder in Bewegungsenergie umgesetzt<br />
werden. Möglich wird das durch<br />
die passenden BLDC-Treiber mit diversen<br />
Schnittstellen. Der Treiber sorgt dafür, dass<br />
der durch den Bremsvorgang gewonnene<br />
Strom nicht an das Schaltnetzteil zurückgegeben<br />
wird. Er sorgt zudem für eine noch<br />
bessere Performance sowie eine hohe Drehzahlstabilität<br />
auch bei hohem Drehmoment<br />
und eine geringe Geräuschentwicklung.<br />
Reibungsloser Betrieb durch<br />
kontinuierliches Monitoring<br />
Erwähnenswert sind auch die Drehmomentbegrenzungs-<br />
und die Lastfaktor-Anzeigefunktion:<br />
Letztere dient zur Überwachung<br />
des erzeugten Drehmoments. Mithilfe der<br />
Parametriersoftware MEXE02 und der eingebauten<br />
Statusmonitor-Anzeige kann der<br />
errechnete Lastfaktor dargestellt und überprüft<br />
werden. Unregelmäßigkeiten im Betrieb<br />
der Fahrzeuge lassen sich auf diese<br />
Weise leicht erkennen, sodass bei Bedarf<br />
rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden<br />
können (Predictive Maintenance).<br />
Über die Parametriersoftware können zudem<br />
die gewünschten Fahrprofile der FTF ganz<br />
einfach via PC und USB-Verbindung festgelegt<br />
werden. Durch zusätzliche Ein- und<br />
Oriental Motor bietet für seine BLDC-Antriebe zahlreiche<br />
Getriebe-Optionen an – z. B. Stirnradgetriebe.<br />
Ausgänge und eine stufenlose Drehzahlregelung<br />
mit PWM-Eingang (Pulsweitenmodulation)<br />
wird die Benutzerfreundlichkeit nochmals<br />
gesteigert.<br />
Gut gerüstet für die Zukunft<br />
Die bürstenlosen DC-Motoren von Oriental<br />
Motor sind also mit ihrem großen Drehzahlbereich,<br />
der kompakten Bauweise, der flachen<br />
Drehmomentkennlinie und den vielen<br />
Getriebe-Optionen sehr gut für den Einsatz<br />
in Transportrobotern geeignet. Hinzu kommen<br />
Kostenvorteile gegenüber Servomotoren<br />
und eine wesentlich geringere Wärmeentwicklung<br />
als bei Schrittmotoren. FTS-<br />
Hersteller haben mit den BLDC-Antrieben<br />
von Oriental Motor also eine leistungsstarke,<br />
effiziente Lösung, um die steigenden Anforderungen<br />
ihrer Kunden zu erfüllen.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.orientalmotor.eu/de<br />
Bildquelle: Oriental Motor (Europa) GmbH<br />
Da die Hohlwellenflachgetriebe von Oriental Motor keine Verbindungsteile für die Montage am<br />
Antrieb benötigen, nehmen sie weniger Bauraum in Anspruch als andere Getriebevarianten.<br />
Ein weiterer Vorteil der Flachgetriebe ist das höhere zulässige Drehmoment.<br />
32 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
LOGISTIK · VERPACKUNG<br />
Präzises Handling im Warehouse<br />
Staplerflotte von Yale sorgt für frische Früchte bei Chiquita<br />
Yale Lift Truck Technologies kennt die besonderen Anforderungen, die Kühlhausumgebungen an Flurförderzeuge stellen.<br />
Insbesondere, wenn es um den Umgang mit verderblichen Lebensmitteln geht. Dies war ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche<br />
Zusammenarbeit mit dem italienischen Yale-Händler Unicar und dem Chiquita-Werk in Cortenuova, Italien.<br />
Im April 2024 hat Chiquita, ein international<br />
führendes Unternehmen in der Produktion<br />
und dem Vertrieb von Bananen, ein<br />
neues Lager eröffnet. Die Anlage ist das größte<br />
Reifungszentrum Europas und liegt strategisch<br />
günstig im italienischen Logistikzentrum.<br />
Der neue Standort verfügt über neun<br />
Laderampen, 24 Reifungsräume mit einer<br />
Kapazität von jeweils 48 Paletten sowie zwei<br />
Verpackungslinien, die bis zu 45 Trays pro<br />
Minute produzieren können.<br />
In Cortenuova sorgt neueste Kühltechnik für<br />
eine minimale Entfeuchtung der Innenluft<br />
und damit für optimale Reifebedingungen für<br />
das Obst. Die Verpackungsvorgänge und das<br />
Palettenhandling finden in einem temperaturkontrollierten<br />
Bereich statt. Somit lagern<br />
die Bananen in einer idealen Umgebung.<br />
Durch Laderampen auf beiden Seiten hat<br />
Chiquita zudem optimale Abläufe im Tagesgeschäft<br />
konzipiert. So wurde eine effiziente<br />
Arbeitsumgebung geschaffen, die auch die<br />
Sicherheitsprozesse am Standort unterstützt.<br />
Herausforderung schmale,<br />
nicht mittige Gänge<br />
Die Anlage ist sieben Tage die Woche in Betrieb.<br />
Gearbeitet wird in Schichten von acht<br />
bis zehn Stunden, bei 14 °C bis 18 °C.<br />
Grüne Bananen werden vom Hafen angeliefert,<br />
in Reifekammern gelagert und an Kunden<br />
versandt. Die Reifekammern verfügen<br />
über schmale und nicht mittige Gänge, was<br />
die Handhabung der Paletten zu einer komplexen<br />
Herausforderung macht. Darüber hinaus<br />
erfordern die Be- und Entladevorgänge<br />
sowie der Transport von Paletten innerhalb<br />
des Lagers Effizienz und Präzision.<br />
Dank des effizienten Yale ® Fuhrparks bleibt das Obst bei Chiquita frisch.<br />
Die 3-Rad-Elektro-Gegengewichtsstapler von<br />
Yale, ERP16VT und ERT20VT, sind das Herzstück<br />
der Flotte für den effizienten Lagerbetrieb<br />
bei Chiquita. Diese vielseitigen Stapler<br />
eignen sich ideal für den Einsatz im Innenbereich.<br />
Dazu gehören das Be- und Entladen<br />
ankommender und abfahrender Lkw, die Verwaltung<br />
komplexer Abläufe in den Reifekammern<br />
sowie der Transport von Paletten im gesamten<br />
Lager. Um den Anforderungen von<br />
Chiquita gerecht zu werden, wurden die Stapler<br />
mit Klammeraufsätzen für präzise Kommissionier-<br />
und Sortieraufgaben sowie mit<br />
nicht markierenden Reifen ausgestattet.<br />
Ergänzt wird die Staplerflotte durch die Niederhubwagen<br />
MP16 und MP20X mit und<br />
ohne Fahrerstandplattform. Diese zuverlässigen<br />
und effizienten Geräte sind für den Transport<br />
von Paletten innerhalb des Lagers unverzichtbar<br />
und ermöglichen einen reibungslosen<br />
und pünktlichen Warenumschlag.<br />
Der innovative Kommissionier-Gabelhubwagen<br />
MO20X ergänzt die Flotte von Chiquita.<br />
Er wurde für optimale Leistung auf engstem<br />
Raum entwickelt und eignet sich hervorragend<br />
für das Kommissionieren und Platzieren<br />
von Paletten auf verschiedenen Höhen<br />
im Lager. Dank seiner kompakten Ausführung<br />
und präzisen Steuerung ist der Hubwagen<br />
ein wertvolles Hilfsmittel für eine effiziente<br />
Auftragsabwicklung.<br />
Umfassende Flottenlösung inklusive Service<br />
Durch den strategischen Einsatz der Stapler<br />
von Yale kann Chiquita die Produktivität maximieren<br />
und die Stillstandzeiten im Lager<br />
minimieren. Die Kombination aus leistungsstarken<br />
Gabelstaplern, vielseitigen Gabelhubwagen<br />
und effizienten Kommissionierern erfüllt<br />
die Anforderungen des anspruchsvollen<br />
Betriebs. Gleichzeitig ist ein hohes Maß an<br />
Präzision gewährleistet und die Sicherheitsvorschriften<br />
am Standort werden unterstützt.<br />
Flotte für reibungslose Lagerbewegungen<br />
Weitere Informationen:<br />
www.yale.com<br />
Bildquelle: Yale Lift Truck Technologies<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
33
VERPACKUNG · VERPACKUNGSMASCHINEN<br />
Innovative Verpackungslinie –<br />
High-Speed trifft High-Quality<br />
CP Foods UK, OMRON und Gripple Automation automatisieren Verpackung von Geflügelteilen<br />
CP Foods UK ist ein bekannter britischer Geflügelproduzent, der Einzelhändler, Hersteller und Gastronomiebetriebe in<br />
ganz Großbritannien beliefert. Mit einem Geschäftsmodell, das auf Lebensmittelsicherheit, Qualität und Anpassungsfähigkeit<br />
basiert, sucht das Unternehmen stets nach Möglichkeiten, auf die sich wandelnden Anforderungen von Einzelhändlern<br />
und Verbrauchern einzugehen. In seinen britischen Werken bereitet CP Foods UK Hühnerprodukte für einen<br />
dynamischen und hart umkämpften Markt zu und verpackt sie.<br />
Um eine seiner wichtigsten Verpackungslinien<br />
zu modernisieren, hat man sich<br />
bei CP Foods UK mit Gripple Automation zusammengetan.<br />
Das in Sheffield ansässige Ingenieurbüro<br />
ist für seinen innovativen Ansatz<br />
bei Automatisierungsprojekten bekannt. Ein<br />
weiterer Projektpartner war OMRON, ein weltweit<br />
führendes Unternehmen auf dem Gebiet<br />
der industriellen Automatisierung. Gemeinsam<br />
entwickelten und installierten die drei<br />
Firmen eine Robotiklösung, die Effizienz und<br />
Zuverlässigkeit verbessert und gleichzeitig<br />
die Belegschaft unterstützt.<br />
Die Herausforderung: Flexibel auf<br />
neue Marktanforderungen eingehen<br />
Die Aufgabe war ambitioniert. Craig Bagnall,<br />
Betriebsleiter bei Gripple Automation, berichtet:<br />
„Wir standen vor der Herausforderung,<br />
eine Maschine zu liefern, die Hähnchenstücke<br />
in versiegelte Schalen legt. Gefordert waren<br />
eine Geschwindigkeit von 120 Packungen<br />
pro Minute, eine Gesamtanlageneffektivität<br />
von 85 Prozent und eine Ausschussquote<br />
von einem Prozent.“<br />
Hinzukam, dass die vorhandene Infrastruktur<br />
nicht mehr zweckmäßig war. Laut Andy<br />
White, Engineering Manager bei CP Foods<br />
UK, hatten die Anlagen im Low-Care-Bereich<br />
das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.<br />
Die Anlage sei im Laufe der Zeit „zusammengeflickt“<br />
worden und erforderte ständige<br />
Wartungsarbeiten. Anstatt weiterhin alternde<br />
Systeme zu unterhalten, sah das Unternehmen<br />
eine Chance, neue Technologien<br />
einzuführen. „Wir wollten eine Lösung,<br />
die nicht nur die Leistung verbessert, sondern<br />
auch die Arbeit für unsere Ingenieure<br />
und die Mitarbeiter an der Produktionslinie<br />
erleichtert und verbessert“, sagt White.<br />
Die Lösung: Servogesteuerte Robotik<br />
mit integrierter Steuerung<br />
Hand in Hand entwickelten die Ingenieure<br />
von Gripple Automation und OMRON eine<br />
Roboter-Verpackungsmaschine, die genau<br />
auf die Anforderungen von CP Foods UK zugeschnitten<br />
ist. Zu diesem Zeitpunkt gab es<br />
auf dem Markt kein Produkt, das die erforderliche<br />
Kombination aus Geschwindigkeit,<br />
Zuverlässigkeit, Genauigkeit und kompakter<br />
Bauweise bot. Die Zusammenarbeit zwischen<br />
den beiden Ingenieurteams war deshalb entscheidend<br />
für die Ermittlung der besten Vorgehensweise.<br />
Das Ergebnis ist eine servoge-<br />
Für CP Foods UK bedeutet Automatisierung,<br />
das Unternehmen widerstandsfähiger zu machen<br />
und angesichts sich schnell ändernder<br />
Kundenanforderungen flexibel zu bleiben.<br />
Adele Davies, Factory General Manager bei CP<br />
Foods, erklärt: „Was wir derzeit überlegen müssen,<br />
ist, wie wir mit den sich ständig ändernden<br />
Anforderungen von Einzelhändlern und Kunden<br />
umgehen und wie wir trotz Automatisierung<br />
flexibel bleiben können. Früher hatten wir<br />
eine Anlage, bei der man Tabletts auf eine Förderstrecke<br />
legen musste und bei der die Verpackung<br />
manuell erfolgte, also haben wir ein vollständiges<br />
Automatisierungsprojekt realisiert.“<br />
Multi-Stack-Greifer von Gripple<br />
Automation nimmt fünf Teile gleich-<br />
zeitig auf und platziert sie präzise.<br />
34 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
International Magazine May 2025 ISSN 2628-5851<br />
VERPACKUNGSMASCHINEN · VERPACKUNG<br />
Servogesteuerte Automatisierung<br />
sorgt für reibungslosen,<br />
leisen und<br />
zuverlässigen Betrieb.<br />
Technology & Marketing<br />
steuerte Maschine, die leiser und reibungsloser<br />
arbeitet und gleichzeitig deutliche Verbesserungen<br />
für den Endverbraucher bietet.<br />
Ein großer Fortschritt diesbezüglich war die<br />
Entwicklung eines neuen Greifersystems.<br />
Dan Matthews, Maschinenbauingenieur bei<br />
Gripple Automation, kommentiert: „Am wichtigsten<br />
ist es, die Bedürfnisse des Anwenders<br />
zu verstehen. Wir müssen seine Produktionsumgebung<br />
und den Rest der Fertigungslinie<br />
verstehen und sicherstellen, dass sich unsere<br />
Anlagen nahtlos in all das integrieren lassen.<br />
Da die Maschine mit einer Geschwindigkeit<br />
von 120 Teilen pro Minute arbeitet, mussten<br />
wir uns etwas ausdenken, das mehrere Packungen<br />
gleichzeitig stapeln kann. Wir haben<br />
einen Multi-Stack-Greifer entwickelt, der fünf<br />
Teile aufnehmen und dann platzieren kann,<br />
und wir haben gemeinsam mit den Robotik-<br />
Ingenieuren von OMRON die Software parallel<br />
zu unserer eigenen entwickelt.“<br />
Grundlage dieser mechanischen Innovation<br />
ist die Automatisierungsplattform Sysmac von<br />
OMRON, die das Rückgrat der Lösung bildet.<br />
Sysmac integriert alle Aspekte der Maschine<br />
in einer Umgebung und deckt dabei SPS-<br />
Steuerung, Bildverarbeitungssysteme, Kameras,<br />
Sensordaten, Robotik, Sicherheit und<br />
Servoantriebe ab. Durch die Verwaltung aller<br />
Komponenten über eine einzige Software vereinfacht<br />
die Plattform den Betrieb und bietet<br />
gleichzeitig die für die Hochgeschwindigkeitslebensmittelproduktion<br />
erforderliche Leistung<br />
und Flexibilität.<br />
Die Vorteile: Durchsatzziele erreichen<br />
und Menschen inspirieren<br />
Das neue System ist in mehrfacher Hinsicht<br />
ein Erfolg. Aus betrieblicher Sicht erfüllt die<br />
Anlage nun die hohen Durchsatzziele und gewährleistet<br />
gleichzeitig Konsistenz und Zuverlässigkeit<br />
bei kompakter Bauweise. Auch<br />
Ingenieure und Bediener sind überzeugt.<br />
„Unsere Ingenieure haben sich sehr eingesetzt“,<br />
sagte Andy White, Engineering Manager<br />
bei CP Foods UK. „Sie haben die neue<br />
Technologie begeistert angenommen, konnten<br />
praktische Erfahrungen mit der Verpackungsmaschine<br />
sammeln und haben eng<br />
mit dem Installationsteam zusammengearbeitet.<br />
Das ist definitiv der Weg in die Zukunft.<br />
Diese nächste Generation der Robotik<br />
wird eine große Rolle in der Zukunft aller Unternehmen<br />
spielen.“<br />
„Der Schlüssel liegt darin, die Menschen<br />
richtig in ein Automatisierungsprojekt einzubeziehen“,<br />
fügt Adele Davies hinzu. „Wenn<br />
man das tut, erkennen sie die Vorteile und<br />
sehen, wie Automatisierung ihre Arbeit verbessern<br />
kann. Die Leute sagen: ‚Wir haben<br />
jetzt Roboter‘, und sie haben wirklich Spaß<br />
daran. Dieses Projekt ist nur der Anfang, das<br />
erste von vielen weiteren, die in Zukunft folgen<br />
werden.“<br />
Craig Bagnall resümiert: „Es handelt sich um<br />
eine sehr flexible Maschine, die wir an fast<br />
alle Anforderungen der Endnutzer anpassen<br />
können. Da sich die Technologie von OMRON<br />
ständig weiterentwickelt, müssen auch wir<br />
uns weiterentwickeln, damit wir unseren Kunden<br />
weiterhin neue Lösungen an die Hand geben<br />
können.“<br />
Weitere Informationen:<br />
https://industrial.omron.de<br />
https://www.cp<strong>food</strong>s.co.uk<br />
https://www.grippleautomation.com<br />
Bildquelle: OMRON<br />
International Magazine September 2024 ISSN 2628-5851<br />
Technology & Marketing 3/24<br />
Ingredients: Insect Based Proteins, Ingredients for Humanization, Palatants for Cats and Dogs<br />
Processing: Extrusion & Texturizing, Hygiene, Automation in Production<br />
Packaging: Paperboard, Pet<strong>food</strong> Labe ling, Pa letization, Secondary<br />
Marketing: Fachpack 2024, Future Pet Food Conference, Zoomark 2025<br />
www.pet<strong>food</strong>pro-mag.com<br />
Technology & Marketing 2/25<br />
Ingredients: Proteins from Potatoes, Healthy Ingredients from Rice, Omega-3 Fatty Acids<br />
Processing: Hammer Mill for High Efficiency, Partnership for Processing, Groundbreaking<br />
Packaging: Sustainable Solutions for Pet and Planet, Pet Care Commitment<br />
Marketing: Zoomark Bologna 2025, IFFA Frankfurt 2025, Calendar of Events<br />
International Magazine November 2024 ISSN 2628-5851<br />
Technology & Marketing 4/24<br />
Ingredients: Plant-based Pet Food, Fatty Acids, Probiotics and Postbiotics, Microbial Protein<br />
Processing: Innovative Heat Treatment, Minimizing Incorrect Measurement Results<br />
Marketing: Fi Europe 2024, Zoomark 2025, Interzoo 2025, Green Lifestyle<br />
Die Zeitschrift PetFood PRO<br />
ist ein englischsprachiges<br />
Magazin, welches aus<br />
der Überzeugung heraus<br />
entwickelt worden ist, das<br />
hohe Qualitätsniveau der<br />
Tierernährung sorgfältig<br />
abzubilden. Die Beiträge<br />
entstammen der Feder<br />
hochkarätiger Autoren<br />
und der engagierten<br />
Verlagsredaktion.<br />
Fordern Sie jetzt eine kostenlose<br />
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MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
35
VERPACKUNG · VERPACKUNGSMASCHINEN<br />
Nachhaltige Verpackungslösung<br />
mit Stretchfolien-Technologie<br />
Praxisbeispiel mit MOVI-C ® bei Sidel<br />
Mit dem EvoFilm ® Stretchpacker hat Sidel eine zukunftsweisende Lösung für die Sekundärverpackung entwickelt, die neue<br />
Maßstäbe in puncto Effizienz und Nachhaltigkeit setzt. Die Anlage arbeitet vollständig ohne Schrumpftunnel, benötigt deutlich<br />
weniger Folie für die Verpackung gleicher Produktchargen und überzeugt durch ihr kompaktes Design. Dadurch werden<br />
der Energieverbrauch signifikant gesenkt, wertvolle Produktionsfläche eingespart und Ressourcen nachhaltig geschont.<br />
„E vo Film® Stretch wurde für Dosen, PETund<br />
Glasflaschen konzipiert und bietet<br />
klare Vorteile gegenüber herkömmlichen<br />
Schrumpfpackern“, erklärt Giorgio Rocca,<br />
Produktmanager bei Sidel. „Der Folienverbrauch<br />
wird um über 50 Prozent reduziert,<br />
der Energiebedarf sinkt sogar um mehr als<br />
90 Prozent. Die Möglichkeit, recycelte Folien<br />
einzusetzen, unterstützt zusätzlich die Nachhaltigkeitsziele<br />
unserer Kunden. Besonders<br />
geschätzt wird die Lösung auch beim Gruppieren<br />
von Multipacks, wenn logistische und<br />
Supply-Chain-Anforderungen zu sehr niedrigen<br />
Kosten erfüllt werden müssen.“<br />
Materialeinsatz deutlich reduziert<br />
Die Lösung eignet sich insbesondere für das<br />
effiziente Gruppieren von Multipacks aus<br />
Dosen, PET- und Glasflaschen. Dank der Eigenschaften<br />
der Stretchfolie wird der Materialeinsatz<br />
deutlich reduziert, während<br />
gleichzeitig die Stabilität und Widerstandsfähigkeit<br />
von Gebinden und Paletten erhöht<br />
werden. Die modulare Maschinenarchitektur<br />
ermöglicht die Verarbeitung von bis zu<br />
80 Verpackungseinheiten pro Minute und<br />
lässt sich flexibel in bestehende Produktionslinien<br />
integrieren. Zudem bleiben Transparenz<br />
und Brillanz der Verpackung erhalten,<br />
um auch höchste ästhetische Ansprüche<br />
des Marktes zu erfüllen.<br />
Zehn Antriebe arbeiten<br />
hochsynchron zusammen<br />
Mit SEW-EURODRIVE als Partner hat Sidel eine neue Generation<br />
von Sekundärverpackungsmaschinen geschaffen, die mehr ist<br />
als Technologie. Sie ist ein Statement für die Zukunft.<br />
Im Zentrum der Automatisierung steht der modulare<br />
Automatisierungsbaukasten MOVI-C ®<br />
von SEW-EURODRIVE – eine durchgängige<br />
Plattform, die sämtliche Antriebe präzise<br />
steuert und maximale Flexibilität bei minimalem<br />
Energieverbrauch ermöglicht. Zehn<br />
Antriebe arbeiten hochsynchron zusammen,<br />
unterstützt von leistungsstarken Softwaremodulen,<br />
die komplexe Bewegungsabläufe<br />
intuitiv konfigurierbar machen. Die Architektur<br />
erlaubt eine skalierbare Integration<br />
in unterschiedliche Maschinenkonzepte und<br />
reduziert durch intelligente Energierückspeisung<br />
und kompakte Schaltschranktechnik<br />
den Hardwarebedarf erheblich. Von der<br />
ersten Idee bis zur Inbetriebnahme begleitet<br />
SEW-EURODRIVE das Projekt mit umfassender<br />
Engineering-Kompetenz – für eine<br />
Automatisierung, die nicht nur funktioniert,<br />
sondern wirklich bewegt.<br />
Die Antriebstechnik von SEW-EURODRIVE<br />
übernimmt zentrale Aufgaben wie das Umreifen<br />
der Gebinde, das Abwickeln der Folie,<br />
das Handling der Multipacks sowie die Übergabe<br />
an nachgelagerte Prozesse. Zum Einsatz<br />
kommen spielfreie BS.F-Servogetriebe,<br />
das effiziente MOVIGEAR ® performance-Antriebssystem,<br />
das kompakte Multi-Achs-System<br />
MOVIDRIVE ® modular, dynamische Servomotoren<br />
der Baureihe CMP.. sowie der intelligente<br />
MOVI-C ® CONTROLLER UHX.<br />
Zukunftssicherheit durch langlebige<br />
Technologie<br />
Die Vorteile für die Kunden liegen auf der<br />
Hand: Zukunftssicherheit durch langlebige,<br />
zukunftsweisende Technologie; hohe Flexibilität<br />
im Maschinenbau mit einheitlichem<br />
Look & Feel dank durchgängiger Technologieplattform;<br />
sowie schnelle, umfassende<br />
Unterstützung durch Branchen- und Automatisierungsexperten<br />
– vom Engineering bis<br />
zum After-Sales-Service. Mit MOVI-C ® bietet<br />
SEW-EURODRIVE durchgängige Auto-<br />
36 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
VERPACKUNGSMASCHINEN · VERPACKUNG<br />
matisierungslösungen aus einer Hand – inklusive<br />
intelligenter Steuerungstechnik,<br />
Servoantrieben, zentralen und dezentralen<br />
Servomotoren sowie einer leistungsstarken<br />
Softwareplattform.<br />
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie partnerschaftliche<br />
Zusammenarbeit, moderne<br />
Automatisierung und nachhaltige Verpackungstechnologie<br />
Hand in Hand gehen –<br />
und wie SEW-EURODRIVE seine Kundschaft<br />
weltweit mit ganzheitlichen, schnellen Lösungen<br />
unterstützt. „Für Sidel war es entscheidend,<br />
einen Partner zu finden, der unsere<br />
EvoFilm ® Stretch-Maschine vollständig<br />
automatisieren kann“, sagt Chiara Federici,<br />
Testing Engineer bei Sidel. „Dank MOVI-C ®<br />
konnten wir die Entwicklungszeiten verkürzen<br />
und die Anforderungen unserer Kunden<br />
perfekt erfüllen.“<br />
MOVI-C ® bietet die erforderliche<br />
Flexibilität und Präzision<br />
„Unsere Partnerschaft mit Sidel basiert auf<br />
gegenseitigem Vertrauen und wird durch<br />
technologische Innovation, nachhaltige Produktion<br />
und höchste Qualität gestärkt“, ergänzt<br />
Fabio Dalmonte, Sales Consultant bei<br />
SEW-EURODRIVE Italien. „MOVI-C ® bietet<br />
die Flexibilität und Präzision, die für<br />
die effiziente Umsetzung dieser innovativen<br />
Verpackungstechnologie erforderlich sind.“<br />
Mit EvoFilm ® Stretch und MOVI-C ® entsteht<br />
eine zukunftsorientierte Lösung für die Sekundärverpackung<br />
– effizient, flexibel und<br />
konsequent nachhaltig. Sidel zeigt, wie moderne<br />
Verpackungstechnologie ökologische<br />
Verantwortung und wirtschaftliche Effizienz<br />
vereint. SEW‐EURODRIVE zeigt sich dabei<br />
als Full-Service-Automatisierungspartner<br />
mit integrierter Plattformtechnologie und<br />
hoher Engineering-Kompetenz.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.sew-eurodrive.de<br />
Bildquelle: SEW‐EURODRIVE<br />
Überlastschutz für moderne<br />
Verpackungsanlagen<br />
Korrosionsgeschützte Drehmomentbegrenzer von ENEMAC<br />
ENEMAC bietet korrosionsgeschützte Sicherheitskupplungen<br />
zum zuverlässigen<br />
Schutz von Maschinen vor Überlast. Die robusten<br />
Drehmomentbegrenzer überzeugen durch<br />
hohe Auslösegenauigkeit und lange Lebensdauer<br />
– selbst in anspruchsvollen Umgebungen<br />
wie Verpackungsanlagen. Für feuchte, korrosive<br />
oder chemisch belastete Bereiche werden<br />
die Kupplungskomponenten nitrocarburiert<br />
oder gasnitriert und oxidiert. Beschichtete<br />
Tellerfedern und Edelstahlbauteile sorgen für<br />
hohe Korrosionsbeständigkeit und zuverlässige<br />
Funktion – etwa in Nassbereichen von Verpackungsmaschinen<br />
oder in der Fördertechnik<br />
der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.<br />
Sicherheitskupplungen für<br />
indirekte Antriebe<br />
Die Sicherheitskupplungen für indirekte Antriebe<br />
sind für hohe radiale Lagerkräfte und<br />
maximale Rundlaufgenauigkeit ausgelegt. Sie<br />
verfügen über ein integriertes Kugellager und<br />
arbeiten nach dem bewährten Kugelrastprinzip.<br />
Die Drehmomenteinstellung erfolgt über<br />
Tellerfedern mit großem Einstellbereich, ohne<br />
dass ein Federtausch erforderlich ist. Nach einer<br />
Überlast kuppelt das System automatisch<br />
über eine 360°-Synchronrastung wieder ein.<br />
Die montagefreundlichen Klemm- oder Passfedernaben<br />
ermöglichen eine einfache Integration<br />
auch bei beengten Einbauräumen. Abgedeckt<br />
werden Nennmomente bis 9.000 Nm,<br />
Wellendurchmesser bis 120 mm sowie Drehzahlen<br />
bis 4.000 min - ¹. Typische Anwendungen<br />
in Verpackungsanlagen sind Ketten- und<br />
Riemenantriebe von Förderbändern, Zuführsysteme<br />
von Kartonaufrichtern sowie Palettier-<br />
und Depalettiersysteme.<br />
Sicherheitskupplungen für direkte Antriebe<br />
Sicherheitskupplungen für direkte Antriebe<br />
bestehen aus einem Sicherheitsteil mit mechanischer<br />
Ausrückeinheit sowie einem integrierten<br />
Ausgleichselement zum Kompensieren<br />
von Wellenversatz. Je nach Anwendung<br />
stehen Ausführungen mit Metallbalg<br />
für den präzisen Versatzausgleich oder mit<br />
Elastomeranbau zur zusätzlichen Schwingungs-<br />
und Stoßdämpfung zur Verfügung.<br />
Die Kupplungen sind in zahlreichen Baugrößen<br />
erhältlich und decken Nennmomente<br />
von unter 1 Nm bis 2.000 Nm ab. Sie sind<br />
für Drehzahlen bis 4.000 min - ¹ sowie für<br />
Temperaturbereiche von –30 °C bis +200 °C<br />
ausgelegt (Elastomervarianten bis +90 °C).<br />
Unterschiedliche Nabenvarianten ermöglichen<br />
eine spielfreie, kraftschlüssige Wellenverbindung.<br />
Einsatzfelder in Verpackungsmaschinen<br />
sind unter anderem Servoachsen,<br />
Dosier- und Schneideeinheiten sowie<br />
Etikettier- und Verschließsysteme.<br />
Nutzen für Konstruktion und Betrieb<br />
Korrosionsgeschützte Sicherheitskupplungen<br />
von ENEMAC erhöhen die Betriebssicherheit<br />
von Verpackungsanlagen, reduzieren Stillstandzeiten<br />
und schützen Antriebskomponenten<br />
vor Überlastschäden. Durch ihre modulare<br />
Bauweise und den großen Leistungsbereich<br />
lassen sie sich flexibel in neue sowie bestehende<br />
Maschinenkonzepte integrieren.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.enemac.de<br />
Bildquelle: ENEMAC<br />
Korrosionsgeschützte<br />
Sicherheitskupplungen von ENEMAC.<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
37
NEWS/EVENTS<br />
Die Kleine Frucht mit Superkräften<br />
Cranberries – nachhaltige Superfrucht für Gesundheit, Genuss und innovative Produktideen<br />
Ocean Spray Ingredients ist Teil von Ocean Spray Cranberries Inc., einer genossenschaftlich organisierten Erzeugergemeinschaft<br />
mit rund 700 Familienbetrieben in den USA, Kanada und Chile. Ocean Spray wurde 1930 von drei mutigen<br />
Landwirten in Massachusetts gegründet – verbunden durch ein einziges innovatives Produkt. Die Gründer Marcus Urann,<br />
John Makepeace und Elizabeth Lee entwickelten gemeinsam die gelierte Cranberry-Sauce, bevor sich weitere Erzeuger<br />
aus Wisconsin, Washington und Oregon anschlossen. Innerhalb eines Jahrzehnts wurde Ocean Spray zum ersten großen<br />
Hersteller von Cranberrysaftgetränken, deren Produkte landesweit in amerikanischen Geschäften zu finden waren. Seitdem<br />
hat sich das Unternehmen zu einer globalen Genossenschaft entwickelt, die seit fast 100 Jahren auf die Stärke<br />
familiengeführter Landwirtschaft setzt – und dies auch für kommende Generationen. Heute finden sich Cranberries in<br />
über tausend köstlichen und nährstoffreichen Produkten in mehr als 100 Ländern weltweit.<br />
Cranberries haben Ocean Spray zu einer<br />
der erfolgreichsten Marken auf dem US-<br />
Markt gemacht; das Unternehmen zählt zu<br />
den 50 größten Lebensmittel- und Getränkeherstellern<br />
der USA. Die Cranberry ist bekannt<br />
für ihr leuchtend rotes Aussehen, ihren<br />
herben Geschmack und ihre Vielseitigkeit –<br />
und für die Verbindung mit einer wachsenden<br />
Zahl gesundheitlicher Vorteile. In Europa verzeichnen<br />
Ocean-Spray-Produkte und -Zutaten<br />
große Erfolge bei Verbrauchern und Herstellern,<br />
da die Cranberry ihren Wert in vielen<br />
Anwendungen unter Beweis stellt.<br />
Ocean Spray Produktionswerk, Massachusetts, USA.<br />
Ein Super<strong>food</strong> für Getränke<br />
und Lebensmittel<br />
Ocean Spray Ingredients ist Anbieter von<br />
Cranberry-Zutatenlösungen und eine Ressource<br />
für Produktentwicklung für Unternehmen<br />
jeder Größe. Die Gruppe arbeitet als<br />
strategischer Partner mit Kunden und Lebensmitteltechnologen<br />
zusammen, um maßgeschneiderte<br />
Rezepturen zu entwickeln<br />
und mit Technologie Marktanteile zu steigern.<br />
Über sechzig Jahre Forschung und Experimentieren<br />
haben zu einem unvergleichlichen<br />
Wissen in der Neuproduktentwicklung<br />
geführt – von der Rezeptur über Marktanalysen<br />
bis zur Bewertung von Zutaten.<br />
Die patentierten Technologien des Unternehmens<br />
ermöglichten ein breites Portfolio an<br />
Fruchtzutaten für Getränke-, Backwaren-,<br />
Süßwaren-, Molkerei-, Getreide-, Snackund<br />
Nutraceutika-Industrie: Cranberry-Konzentrate,<br />
gesüßte, getrocknete und gefrorene<br />
Cranberries, Fruchtpürees, Cranberry-Samen<br />
und BerryFusions ® Trockenfrüchte. Eine<br />
Zutat – unendliche Möglichkeiten: Von belebenden<br />
Smoothies bis zu wohltuenden Tees<br />
verleiht Cranberry-Konzentrat jedem Schluck<br />
kräftigen Geschmack und wertvolle Nährstoffe.<br />
Ob in Säften, Cocktails und Mocktails<br />
oder in funktionellen Shots – es ist eine intelligente<br />
Zutat, die sich modernen Getränkeformaten<br />
anpasst und Teil einer täglichen<br />
Wellness-Routine sein kann.<br />
Eine Ressource für Gesundheit &<br />
Wohlbefinden<br />
Frühe wissenschaftliche Erkenntnisse zur<br />
Cranberry konzentrierten sich auf die Vorbeugung<br />
von Harnwegsinfektionen und inspirier-<br />
38 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
NEWS/EVENTS<br />
Anti-Adhäsions-Eigenschaften an Bedeutung<br />
– als möglicher Weg, die Abhängigkeit<br />
von Antibiotika zu verringern, indem das Risiko<br />
von Erstinfektionen gesenkt wird.<br />
Nachhaltige Landwirtschaft –<br />
Verantwortung vom Moor bis ins Glas<br />
ten weitere Forschung zu Darm-, Mund- und<br />
Herzgesundheit. Die Cranberry gilt als Superfrucht<br />
und liefert Vitamin C, Ballaststoffe,<br />
Mineralstoffe und Polyphenole. Studien<br />
deuten darauf hin, dass Cranberries mehrere<br />
kraftvolle Inhaltsstoffe enthalten, die mit<br />
zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen in<br />
Verbindung stehen. Neben der Unterstützung<br />
der empfohlenen täglichen Obstzufuhr können<br />
Cranberries und bestimmte Cranberry-<br />
Getränke die Harnwege sowie die Darm-,<br />
Mund- und Herzgesundheit unterstützen.<br />
Cranberries enthalten pro Gramm besonders<br />
viele Antioxidantien. Im Mittelpunkt<br />
stehen einzigartige Tannine, sogenannte<br />
A-Typ-Proanthocyanidine, die verhindern<br />
können, dass sich Bakterien wie E. coli an<br />
Körperzellen anheften und Infektionen verursachen.<br />
Das enorme nutraceutische Potenzial<br />
der Cranberry ist noch längst nicht<br />
ausgeschöpft, laufende Forschungsprojekte<br />
vertiefen dieses Feld. Da viele Bakterien zunehmend<br />
resistent gegen häufig verschriebene<br />
Antibiotika werden, gewinnen diese<br />
Ein Besuch in einem Cranberry-Moor zur Ernte<br />
ist eine echte Augenöffnung. Als Genossenschaft<br />
befindet sich Ocean Spray im Besitz<br />
der Landwirte; Nachbarn helfen sich gegenseitig,<br />
und die Arbeit wird effizient erledigt.<br />
Nachhaltigkeit hat höchste Priorität, da Land<br />
und Menschen im Mittelpunkt all dessen stehen,<br />
wofür das Unternehmen steht. Die Nachhaltigkeitsstrategie<br />
folgt einem ganzheitlichen,<br />
praxisnahen Ansatz mit vier Säulen:<br />
Planet, Produkt, Menschen und Wohlstand.<br />
CEO Tom Hayes sagt: „Jede dieser Säulen<br />
spiegelt die Anstrengungen wider, die wir<br />
unternehmen werden, und die Werte, die<br />
uns leiten. […] Nachhaltig zu sein bedeutet,<br />
auf alle Herausforderungen vorbereitet<br />
zu sein und die Langlebigkeit von Ocean<br />
Spray für die rund 700 familiengeführten<br />
Eigentümer sicherzustellen, die Vergangenheit,<br />
Gegenwart und Zukunft dieser Genossenschaft<br />
sind.“ Die Nassernte ist dabei die<br />
gängigste Methode: Die Felder werden geflutet,<br />
Maschinen lösen die Beeren sanft von<br />
den Ranken, die dank ihrer Luftkammern an<br />
die Wasseroberfläche steigen und dort mit<br />
schwimmenden Sperren gesammelt werden,<br />
bevor sie zur Annahmestation transportiert<br />
und weiterverarbeitet werden.<br />
Wassermanagement ist für alle landwirtschaftlichen<br />
Eigentümer entscheidend. In<br />
Kombination mit regenerativen Anbaumethoden<br />
erhöht ein strategischer Umgang mit<br />
Wasser die Widerstandsfähigkeit der Betriebe<br />
gegenüber klimabedingten Risiken. Entgegen<br />
der weit verbreiteten Annahme wachsen<br />
Cranberries nicht im Wasser; Süßwasser<br />
ist jedoch für Ernte und Frostschutz<br />
unverzichtbar. Durch Recycling und Wiederverwendung<br />
von Wasser – von Betrieb<br />
zu Betrieb – sowie die Fähigkeit, bei starken<br />
Niederschlägen Überschusswasser zu<br />
speichern, leisten Cranberry-Farmen einen<br />
Beitrag zur Resilienz ihrer Gemeinden.<br />
Vielseitig – weit über ihre Größe hinaus<br />
Ocean Spray ist weltweit führend in der Erforschung,<br />
Entwicklung und Bereitstellung<br />
innovativer Cranberry-basierter Zutaten. Forschungs-<br />
und Kulinarik-Spezialisten bieten<br />
technische und marketingbezogene Lösungen<br />
sowie Einblicke in Kategorien- und Verbrauchertrends,<br />
um Hersteller bei der Entwicklung<br />
erfolgreicher, spannender Lebensmittel-,<br />
Getränke- und Nutraceutika-Produkte<br />
zu unterstützen. Wer eine Moor-Tour mit<br />
dem Team von Ocean Spray Ingredients erlebt,<br />
versteht schnell, warum diese kleine<br />
Beere so große Wirkung entfalten kann – sie<br />
bereitet Freude, vermittelt ein gutes und gesundes<br />
Gefühl und macht bereit, jede Herausforderung<br />
anzunehmen.<br />
Autor:<br />
Ian Healey, Redaktion Food Technologie<br />
Weitere Informationen:<br />
www.oceanspray.de<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
39
NEWS/EVENTS<br />
Generationenwechsel bei AZO<br />
Lukas Zimmermann übernimmt CEO-Rolle der AZO-Gruppe<br />
Die AZO-Gruppe stellt die Weichen für<br />
die nächste Generation: Zum 1. Januar<br />
<strong>2026</strong> übernahm Lukas Zimmermann die Geschäftsführung<br />
der AZO Holding GmbH und<br />
trat zugleich die Rolle des CEO des Executive<br />
Boards der AZO-Gruppe an. Er führt das<br />
Unternehmen künftig gemeinsam mit seinem<br />
Vater Rainer Zimmermann.<br />
Mit dieser Entscheidung setzt das familiengeführte<br />
Unternehmen den geplanten Generationenwechsel<br />
konsequent fort und stärkt zugleich<br />
seine langfristige Führungsstruktur. Die<br />
erweiterte Geschäftsführung steht für Kontinuität,<br />
Stabilität und Zukunftsfähigkeit innerhalb<br />
der AZO-Gruppe. „Der schrittweise<br />
Übergang der Verantwortung ist ein zentraler<br />
Bestandteil unserer Unternehmensstrategie“,<br />
erklärt Rainer Zimmermann. „Die enge<br />
Zusammenarbeit über Generationen hinweg<br />
stellt sicher, dass Erfahrung, Werte und unternehmerische<br />
Verantwortung ebenso erhalten<br />
bleiben wie die Fähigkeit, neue Impulse<br />
für Innovation und Wachstum zu setzen.“<br />
Lukas Zimmermann ist bereits seit mehreren<br />
Jahren in unterschiedlichen Funktionen<br />
innerhalb der AZO-Gruppe tätig und mit den<br />
internationalen Strukturen, Märkten und<br />
strategischen Herausforderungen des Unternehmens<br />
vertraut. In seiner neuen Rolle wird<br />
er die weitere Entwicklung der Gruppe vorantreiben<br />
und die langfristige Ausrichtung<br />
des Unternehmens verantworten.<br />
Die AZO-Gruppe unterstreicht mit diesem<br />
Schritt ihren Anspruch, als Familienunternehmen<br />
nachhaltig, verlässlich und innovationsorientiert<br />
zu handeln. Der geordnete<br />
Generationswechsel soll dabei sowohl Mitarbeitern,<br />
Kunden als auch Partnern Stabilität<br />
und Planungssicherheit bieten.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.azo.com<br />
Bildquelle: AZO<br />
Lukas Zimmermann (li.) und Rainer Zimmermann (re.)<br />
Kalender <strong>2026</strong>, März – Mai<br />
MÄRZ<br />
SOLIDS <strong>2026</strong> – Messe, www.solids-recycling-technik.de Dortmund, DE 18. – 19. März<br />
LogiMAT <strong>2026</strong> – Messe, www.logimat-messe.de Stuttgart, DE 24. – 26. März<br />
APRIL<br />
Praxiswissen Mikrobiologie für die Lebensmittelindustrie – Seminar, www.akademie-fresenius.de Online-Seminar 16. April<br />
Cybersicherheit – Seminar, www.akademie-fresenius.de Online-Seminar 29. April<br />
MAI<br />
IFAT <strong>2026</strong> – Messe, www.ifat.de München, DE 04. – 07. Mai<br />
Vita<strong>food</strong>s <strong>2026</strong> – Messe, www.vita<strong>food</strong>s.eu.com Barcelona, ESP 05. – 07. Mai<br />
Interpack <strong>2026</strong> – Messe, www.interpack.de Düsseldorf, DE 07. – 13. Mai<br />
40 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
TRENDS & EMOTIONEN<br />
Geplante EU-Gentechnik-Lockerung<br />
sorgt für Zustimmung und Kritik<br />
Wenn es nach den Plänen der EU-Kommission<br />
geht, sollen für die Kennzeichnung<br />
von vielen Lebensmitteln, die<br />
mit Gentechnik verändert werden, in der Gemeinschaft<br />
künftig weniger strenge Vorgaben<br />
gelten als bisher. Sollten sie realisiert werden,<br />
müssen Produkte, die mit modernen<br />
gentechnischen Verfahren, der so genannten<br />
„Grünen Gentechnik“, entstanden sind,<br />
nicht länger gekennzeichnet werden. Die Zustimmung<br />
der Mitgliedsstatten und des EU-<br />
Parlaments zu den beabsichtigten Regeln<br />
gilt als ziemlich sicher. Die Kommission in<br />
Brüssel argumentiert mit großen Zielen: Sie<br />
möchte mehr tun gegen den Klimawandel,<br />
gegen Ernteausfälle, gegen die Auswüchse<br />
von Pestiziden und für nachhaltigere Landwirtschaft.<br />
Neue gentechnisch veränderte<br />
Pflanzen, so heißt es, könnten längere Trockenheitsphasen<br />
besser verkraften, resistenter<br />
gegen Schädlinge sein und weniger Dünger<br />
benötigen. Das klingt richtig verheißungsvoll<br />
angesichts der bedrohlichen Klimakrise<br />
und ständig steigender Lebensmittelpreise.<br />
Aber wie immer, wenn Veränderungen anstehen,<br />
gibt es auch kritische Stimmen. Denn gerade<br />
Gentechnik ist – wenn es um unsere Ernährung<br />
geht – ein sehr sensibles Feld. Der<br />
Begriff „Grüne Gentechnik“ klingt für viele<br />
nach den alten Debatten über Genmais und<br />
Gen<strong>food</strong>, vor denen jahrelang gewarnt wurde.<br />
In der EU sind „genetisch veränderte Organismen“,<br />
GVO genannt, stark reguliert. Ihr<br />
Anbau ist komplett verboten. Die strengen<br />
Regularien sorgen dafür, dass importierte<br />
GVO-Produkte gekennzeichnet werden müssen,<br />
was den Handel davon abhält, sie überhaupt<br />
anzubieten. Auch Lebensmittel aus<br />
NGT-Pflanzen („Neue Genomische Techniken“)<br />
sind in der EU noch nicht auf dem<br />
Markt, sie müssten ebenfalls gekennzeichnet<br />
werden, was Verbraucher, die genau hinsehen,<br />
vom Kauf abschreckt.<br />
Dabei gibt es gar keinen Grund, sagen Wissenschaftler,<br />
warum gentechnisch veränderte<br />
Pflanzen für den Menschen gefährlicher<br />
sein sollten als anders aufgezogene. Züchtungen<br />
mit einem NGT-Verfahren seien genetisch<br />
nicht unterscheidbar von natürlich<br />
gekreuzten Pflanzen.<br />
NGT funktioniert, vereinfacht dargestellt,<br />
so: Das Erbgut wird gezielt verändert. Man<br />
schneidet, verschiebt oder schaltet Gene ab,<br />
die eine Pflanze ohnehin schon besitzt. Befürworter<br />
sagen: Das geht schneller, ist präziser<br />
und ähnelt dem, was auch durch natürliche<br />
Mutationen oder klassische Züchtung<br />
passieren kann – nur eben gezielt.<br />
Deshalb hat die EU vorgeschlagen, einen<br />
Teil dieser neuen Pflanzen künftig nicht<br />
mehr wie oft verpönte Gentechnik zu behandeln.<br />
Sie könnten schneller zugelassen werden,<br />
mit weniger Prüfungen und ohne jahrelange<br />
Verfahren.<br />
Nach den Plänen aus Brüssel sollen also bestimmte<br />
gentechnisch veränderte Pflanzen<br />
nicht länger als Gentechnik gekennzeichnet<br />
werden müssen, wenn ihre Veränderungen<br />
theoretisch auch auf natürliche Weise hätten<br />
entstehen können. Das erweckt Skepsis.<br />
Denn für Verbraucher hieße das ja: Sie könnten<br />
im Supermarkt Produkte kaufen, die mit<br />
Hilfe neuer Gentechnik entstanden sind,<br />
ohne es zu wissen.<br />
Befürworter sagen: Das ist überhaupt kein<br />
Problem, denn die Pflanzen sind genauso sicher<br />
wie herkömmlich gezüchtete. Gegner allerdings<br />
betonen: Verbraucher verlieren ihr<br />
Wahlrecht. Wer bewusst gentechnikfrei essen<br />
möchte, könnte ja gar nicht mehr zwischen<br />
verändert oder natürlich unterscheiden.<br />
Die Wissenschaft ist sich einig, dass viele<br />
dieser neuen Methoden sehr präzise sind und<br />
uns helfen, angesichts der Turbulenzen in<br />
Sachen Klima und Natur aufkommende weltweite<br />
Ernährungsprobleme zu meistern. Kritiker<br />
hingegen weisen darauf hin, dass auch<br />
gezielte, vermeintlich positive Eingriffe in natürliche<br />
Prozesse unerwartete Effekte haben<br />
können. Sie fordern deshalb weiterhin umfassende<br />
Risikoprüfungen, weil Veränderungen<br />
im Erbgut auch vererbbar sein und sich in der<br />
Umwelt negativ ausbreiten können.<br />
Die geplanten EU-Regeln zur „Grünen Gentechnik“<br />
versprechen Chancen wie robustere<br />
Pflanzen, weniger Chemie, mehr Ertrag auf<br />
den Feldern. Aber zugleich werfen sie Fragen<br />
auf, die viele Menschen bewegen: Ich<br />
will doch genau wissen, wie mein Essen hergestellt<br />
wird, wie viel Risiko ist akzeptabel<br />
und vor allem: Soll die Politik über meine<br />
Ernährung entscheiden? Sicher ist bisher<br />
nur eines: Die Beschlüsse der EU werden<br />
langfristige Folgen haben – für die Landwirtschaft,<br />
für die Umwelt und für unseren Alltag<br />
beim Einkaufen im Supermarkt.<br />
(Bild: AdobeStock/Kage Dojo)<br />
Autor:<br />
Bert Pflüger, Fachjournalist<br />
MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
41
BEZUGSQUELLEN<br />
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42 <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ
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Geschäftsleitung:<br />
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Sebastian Martinek<br />
Redaktion:<br />
Sebastian Martinek<br />
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Technische Leitung:<br />
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Abonnement:<br />
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Erscheinungsweise:<br />
5x jährlich:<br />
März, Mai, Juli, September, November<br />
Jahr/Jahrgang:<br />
37. Jahrgang <strong>2026</strong><br />
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International:<br />
Britta Steinberg<br />
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Food Technologie<br />
ISSN 1616-2323<br />
ZKZ30360<br />
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MÄRZ 1 · <strong>2026</strong> <strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong><br />
43
XXI International Trade Fair<br />
for Savoury Snacks & Nuts<br />
FIL EXPO<br />
Lissabon<br />
Portugal<br />
17.–18. Juni<br />
<strong>2026</strong><br />
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<strong>food</strong><strong>TECHNOLOGIE</strong> 1 · <strong>2026</strong> MÄRZ<br />
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