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element+BAU 1/2026

element + BAU – Die Fachzeitschrift für Objektbau behandelt den Gesamtbereich des Objektbaus. Der Bau von öffentlichen Gebäuden, wie Schulen, Kindergärten und Verwaltungsgebäuden hat ebenso seinen Platz wie der großflächige Wohnungsbau und der Industriebau.

element + BAU – Die Fachzeitschrift für Objektbau behandelt den Gesamtbereich des Objektbaus. Der Bau von öffentlichen Gebäuden, wie Schulen, Kindergärten und Verwaltungsgebäuden hat ebenso seinen Platz wie der großflächige Wohnungsbau und der Industriebau.

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1<br />

63. Jahrgang<br />

<strong>2026</strong><br />

ISSN 0934-5914<br />

B2836<br />

Die Fachzeitschrift für Objektbau<br />

SPECIALS:<br />

INDUSTRIEBAU / WIRTSCHAFTSBAU<br />

VORSCHAU: FENSTERBAU FRONTALE<br />

Lichttechnik; Sanierung; Innenausbau; Glasanwendung im Innenbereich;<br />

Hallenbau; Klima-/Heiztechnik; Lüftungstechnik; Brandschutz; Wohnungsbau; Schallschutz


GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES<br />

GREEN EFFICIENT TECHNOLOGIES<br />

DE 1/25<br />

Wasserstoff und Prozesstechnik<br />

Energie- und Wärmenetzwerke Speichertechnik<br />

Kreislaufwirtschaft Ressourcen Logistik<br />

Die unabhängige Medienplattform<br />

für Energieversorgung, Effizienzsteigerung<br />

und alternative Energieträger und -speicher<br />

Nachhaltige Möglichkeiten in der<br />

Prozesstechnologie<br />

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EFFICIENCY EFFICIENCY<br />

Unabhängiges Fachmagazin für richtungsweisende Technologien<br />

Kreislaufwirtschaft im industriellen<br />

Produktionsprozess<br />

Themenbereiche H 2<br />

, Synthetische<br />

Kraftstoffe, Wasser, Solar & Photovoltaik,<br />

Windkraft, Bioenergie, Geothermie,<br />

Batterietechnologie, Systemintegration<br />

und weitere Alternativmöglichkeiten<br />

Dr. Harnisch Verlags GmbH · Eschenstraße 25 · 90441 Nürnberg · Tel.: +49 (0) 911 - 2018 0 · info@harnisch.com · www.harnisch.com


editorial<br />

Armin König<br />

Chefredakteur<br />

Liebe Leser,<br />

neben dem Thema Industriebau und Wirtschaftsbau (ab Seite 6), das wir in diesem Heft als Special behandeln<br />

und hier verschiedene Facetten dieses spannenden Segments im modernen Objektbau beleuchten,<br />

ist ein zweites großes Special Bestandteil dieser Ausgabe: Die Vorberichterstattung zur Fensterbau<br />

Frontale (ab Seite 28).<br />

Die Fensterbau Frontale in Nürnberg gehört seit über 30 Jahren zum festen Bestandteil der Messelandschaft.<br />

Alle zwei Jahre in den "geraden Jahren" hat diese Veranstaltung für die Fenster und Fassadenbranche<br />

immer wieder Akzente setzen können. Viele Produktinnovationen und neue Fertigungsmethoden<br />

wurden erstmals auf der Messe vorgestellt. Auch nutzten viele Aussteller die Messe dazu, Prototypen und<br />

neue Ideen den interessierten Fachbesuchern zu präsentieren, bietet eine solche Veranstaltung doch die<br />

einmalige Chance ein direktes Feedback von seinen potentiellen Kunden zu erhalten und dieses dann in<br />

die Entwicklung neuer Produkte mit einfließen zu lassen. Und auch die Verbände nutzten die Fensterbau<br />

Frontale um technische Entwicklungen aufzuzeigen und zu begleiten sowie als Sprachrohr der Branche<br />

Flagge zu zeigen. Zudem wurde ein hochkarätiges Rahmenprogramm im Laufe der Jahre etabliert, sodass<br />

die Messe sich zu einem Innovationsmotor der Fenster- und Fassadenbranche entwickelte.<br />

Die Corona-Pandemie brachte einen merklichen Einbruch dieser Erfolgsgeschichte. Die Fensterbau<br />

Frontale 2020 wurde nach etlichen Absagen und Bedenken seitens der Aussteller zunächst vom März in<br />

den Juni verschoben und dann endgültig abgesagt. Viele langjährige Aussteller nutzten diese Zeit, in der<br />

zahlreiche Messeveranstaltungen gecancelt wurden, um ihr Marketingmaßnahmen neu auszurichten und<br />

nach alternativen Möglichkeit zu suchen, ihre Kunden und potentiellen Kunden zu erreichen. Und manch<br />

einer stellte die Messeteilnahme auch nach der Pandemie zur Disposition und überlegte, ob eine solche<br />

Veranstaltung wirklich noch zeitgemäß ist und es nicht effektivere und vor allem günstigere Mittel und<br />

Wege gibt seine Zielgruppe zu erreichen.<br />

Die Buchungzahlen dieses Jahres zeigen jedoch eines: Für viele Marktakteure ist und bleibt die Veranstaltung<br />

eine wichtige Leistungsshow einer innovativen Branche. Viele Produktinnovationen und wirkliche<br />

Neuheiten werden auf dieser Messe präsentiert und die Fachbesucher können sich auf eine wirklich spannende<br />

Veranstaltung freuen. Die Fensterbau Frontale hat damit nichts von ihrer Strahlkraft verloren!<br />

Viel Spaß und interessante Informationen bei der Lektüre dieser element + BAU wünscht Ihnen<br />

Ihr<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

3


inhalt<br />

SPECIAL: Industriebau / Wirtschaftsbau<br />

Hauptsitz der Vega Grieshaber KG in Schiltach<br />

Individualität als gebauter Raum<br />

SpaceTech-Firmensitz in Immenstaad<br />

Lichtlösungen für die Hightech-Fertigung<br />

Biogasanlage in Frisoythe<br />

Gemeinsam zum Erfolg<br />

Unternehmenszentrale von Fixed.zone a.s.<br />

in České Budějovice Tschechien<br />

Dekorativer Boden mit Markenwirkung<br />

Tischlerei Rüscher in Schnepfau<br />

Vorbildlich<br />

Böden im Hangar der Pilatus Flugzeugwerke AG,<br />

Stans/CH<br />

Ein Boden zum Abheben<br />

22 Fertigungshallen von Stahlfertiger Witron<br />

in Waidhaus<br />

Effizient und emissionsfrei mit angenehmer<br />

Wärme<br />

Akustikraum im Gasometer Oberhausen<br />

Rund, hochschallgedämmt, multifunktional<br />

Hainer Höfe, Frankfurt a.M.<br />

Zwischen Gründerzeit und zeitgemäßem<br />

Wohnkomfort<br />

Produkte<br />

SPECIAL: Vorschau: Fensterbau Frontale<br />

Informationen zur Messe<br />

Produkte<br />

OBJEKTE<br />

IM FOKUS<br />

Isover + Rigips: Mehrgeschossiger<br />

serieller Holzbau<br />

Neue, optimierte Konstruktionsmöglichkeiten<br />

RUBRIKEN<br />

Branche aktuell<br />

Vorschau/Impressum<br />

6<br />

9<br />

12<br />

14<br />

16<br />

18<br />

20<br />

23<br />

26<br />

28<br />

29<br />

39<br />

40<br />

42<br />

43<br />

Ausgefallenes Design, durchdachte Klimatisierung:<br />

Sanierung des Firmangebäudes von Vega<br />

Grieshaber in Schiltach.<br />

Seite 6<br />

Effiziente Beleuchtung im Reinraum: SpaceTec<br />

Firmensitz in Immenstaad.<br />

Seite 9<br />

Schnelllauftor, perfekt<br />

in das Innendesign<br />

integriert:<br />

Tischlerei Rüscher<br />

in Schnepfau,<br />

Vorarlberg.<br />

Seite 16<br />

Bildnachweise Abbildungen Cover:<br />

Copyright NürnbergMesse, Uwe Niklas (oben)<br />

palladium.de (unten links)<br />

Hörmann / Laura Thiesbrummel(unten rcchts)<br />

4 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


inhalt<br />

Für Sie notiert...<br />

Hightechboden für die Flugzeugwartung: Hangar<br />

der Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans,<br />

CH.<br />

Seite 18<br />

Neues Wohnquartier inmitten eines lebendigen<br />

Stadtteils: Neubau der Hainer Höfe in<br />

Frankfurt a.M.<br />

Seite 26<br />

Großes Special: Vorberichterstattung zur Fensterbau<br />

Frontale in Nürnberg.<br />

Seite 28<br />

Die Gebr. Knauf KG (Iphofen), weltweit führender<br />

Hersteller von Baustoffen und Bausystemen, und<br />

der Partner BSR Ingolstadt, Spezialist für Boden- und<br />

Baustoffrecycling, haben den Standort für eine bayernweit<br />

einzigartige Gipsrecycling-Anlage bekannt<br />

gegeben. In der mittelfränkischen Marktgemeinde<br />

Neuhof an der Zenn wollen die beiden Familienunternehmen<br />

noch diesen Sommer den Spatenstich<br />

für die Anlage tätigen. Der Gemeinderat gab am<br />

Montag, 19. Januar, einstimmig grünes Licht für<br />

den Plan. Die Inbetriebnahme der Anlage ist Anfang<br />

2027 geplant – ein wichtiger Baustein für die nachhaltige<br />

Rohstoffsicherung der Baustoffindustrie im<br />

Herzen Bayerns.<br />

Geplant ist eine der modernsten Gipsrecycling-<br />

Anlagen ihrer Art in Bayern. Hier sollen ab Anfang<br />

2027 gipsbasierte Materialien aus Rückbau- und<br />

Sanierungsmaßnahmen so aufbereitet werden,<br />

dass sie wieder als hochwertiger Rohstoff für die<br />

industrielle Weiterverarbeitung genutzt werden<br />

können. Der aufbereitete Recyclinggips wird an die<br />

rund 50 Kilometer entfernten Produktionsstandorte<br />

der Knauf Gruppe geliefert und dort in der Gipskartonplattenproduktion<br />

eingesetzt. Damit wird ein<br />

regionaler Stoffkreislauf vom Rückbau bis hin zur<br />

erneuten Nutzung geschlossen. Die kurzen Transportwege<br />

sind eine wesentliche Voraussetzung für<br />

eine ressourcenschonende Wertschöpfung und<br />

tragen zur Reduzierung von Transportwegen und<br />

CO 2<br />

-Emissionen bei.<br />

Die Bayerische Gipsrecycling GmbH (BGR) stellt ein<br />

Joint Venture zweier Familienunternehmen dar. BSR<br />

verfügt über umfassende Erfahrungen im Betrieb<br />

von Recyclinganlagen inklusive der Sammlung von<br />

Gipsabfällen und wird die Anlage betreiben. Knauf<br />

wird seine Expertise in der Verarbeitung von Recyclinggips<br />

in das Joint Venture einbringen und den<br />

erzeugten Recyclinggips in der Produktion von Gipsplatten<br />

in Bayern weiterverwenden. Mitte Januar<br />

hatte Knauf bereits ein ähnliches Joint Venture für<br />

Gipsrecycling in Frankreich angekündigt.<br />

Gips ist ein für nachhaltiges, energieeffizientes und<br />

wirtschaftliches Bauen unerlässliches Material. Der<br />

jährliche Bedarf in Deutschland liegt bei rund 10<br />

Millionen Tonnen. Allein Bayern hat einen Gipsbedarf<br />

von jährlich 1,6 Millionen Tonnen im Jahr. Dem<br />

stand laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften<br />

und Rohstoffe im Jahr 2020 die Menge von nur<br />

63.000 Tonnen recyceltem Gips gegenüber.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

5


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

Im neuen Vega-Hauptsitz entstand eine vielfältige Bürolandschaft, die auf jeder Etage ein individuelles Gestaltungskonzept aufgreift.<br />

Bildnachweis (alle Bilder): Bernhard Strauss Fotografie<br />

Hauptsitz der Vega Grieshaber KG in Schiltach<br />

Individualität als gebauter Raum<br />

Im Zuge einer umfangreichen Sanierung und Erweiterung modernisiert die Vega Grieshaber<br />

KG ihren Hauptsitz in Schiltach seit 2020 stetig weiter. Dabei entstanden unter Mitwirkung<br />

der Mitarbeitenden bereits völlig unterschiedliche Areale mit individuellen Raumkonzepten.<br />

Allen gemein ist der hohe Anspruch an gestalterische, funktionale und technische Qualitätsstandards.<br />

Ein durchdachtes Lüftungskonzept unterstützt dabei ein gesundes und komfortables<br />

Arbeitsklima.<br />

Seit gut 60 Jahren und in dritter<br />

Generation entwickelt VEGA<br />

anspruchsvolle Füllstand- und<br />

Druckmesstechnik. Weltweit beschäftigt<br />

das Familienunternehmen rund 2.600<br />

Mitarbeitende – davon ca.1.200 am<br />

Hauptstandort Schiltach. Vor den Toren<br />

des romantischen Fachwerkstädtchens,<br />

inmitten von idyllischer Natur erstreckt<br />

sich das Unternehmensareal auf gut<br />

10.000 m 2 . Seit 2020 werden hier Stück<br />

für Stück Produktions- und Verwaltungsbauten<br />

mit bis zu fünf Geschossen saniert,<br />

außerdem zwei zusätzliche Baukörper<br />

angeschlossen. Für die Planung der umfangreichen<br />

Baumaßnahmen zeichnet das<br />

Büro Architektur Schneider aus Rohrdorf<br />

bei Nagold verantwortlich.<br />

Was man von außen nicht sieht: Das<br />

Innenraumkonzept beeindruckt mit<br />

enormer gestalterischer und funktionaler<br />

Vielseitigkeit, fernab von anonymen<br />

Arbeitswelten. Mit der Entwicklung und<br />

Umsetzung war die Partner AG aus<br />

Offenburg beauftragt. Simone Wörner,<br />

Innenarchitektin bei Partner AG erklärt:<br />

„Das Besondere an diesem Projekt war,<br />

6 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


industriebau / wirtschaftsbau<br />

special<br />

Passend zur Innenarchitektur wurde der Indul Schlitzauslass in die Metalldecke integriert und<br />

sorgt dort für hohen Lüftungskomfort.<br />

Bildnachweis (dieses Bild und Bild unten und nächste Seite): Bernhard Strauss Fotografie<br />

Der 15 mm Schlitzdurchlass mit speziellem<br />

Gipswinkel ermöglicht eine elegante und<br />

passgenaue Integration in die Gipsdecken.<br />

Bildnachweis: Kiefer Klimatechnik<br />

dass wir die Möglichkeit hatten, die Individualität<br />

der Menschen in den einzelnen<br />

Bereichen mit ihren eigenen Arbeitsprozessen<br />

und Persönlichkeiten herauszuarbeiten<br />

und in den gebauten Raum zu<br />

übertragen.“<br />

Individuelle<br />

Raumkreationen<br />

So sind völlig unterschiedliche Raumkonzepte<br />

entstanden, die sich dennoch stimmig<br />

unter einem Dach zusammenfügen.<br />

Beispielsweise benötigt der Geschäftsbereich<br />

Entwicklung im Bestandsgebäude<br />

durch seine hohe technische Ausrichtung<br />

neben speziellen Elektronikarbeitsplätzen<br />

auch eigene Werkstätten – zusätzliche<br />

flexible Bereiche für agiles Arbeiten und<br />

Kommunikation. Das Thema „Agilität“ haben<br />

die Mitarbeitenden mit ihren Hobbies<br />

in den Bergen belegt. Das Materialkonzept<br />

spiegelt dies in den dominierenden Farben<br />

Blau und Grau, Holz und Stein sowie durch<br />

kantige Elemente. Der internationale Vertrieb<br />

wünschte sich einen grünen lebendigen<br />

Arbeitsbereich. Das Thema „Natur“<br />

wurde international, bunt und vielfältig mit<br />

Holz- und Botanik-Akzenten aufgegriffen.<br />

Duales Spannungsfeld<br />

als Designkonzept<br />

Der Neubau am Unternehmenssitz<br />

verbindet die zwei Bestandsgebäude<br />

durch einen zentralen Empfang und<br />

beherbergt neben neuen Büroflächen<br />

auch Erholungsräume für die Mitarbeitenden.<br />

Leitmotiv für die Gestaltung war die<br />

Kernkompetenz des Unternehmens: Das<br />

Messen, als Erfassen von Differenzen und<br />

Kontrasten. Das Designkonzept übersetzt<br />

dies als duales Spannungsfeld. Warm versus<br />

kalt, wohnlich versus technisch. „Die<br />

warme Seite wird durch die Farbgebung<br />

Orange, runde Formen sowie Leuchten<br />

mit warmen Lichtfarben repräsentiert, um<br />

eine behagliche und einladende Atmosphäre<br />

zu schaffen“, beschreibt Wörner<br />

weiter. „Im Kontrast dazu steht die kalte<br />

blaue Seite, die durch lineare Elemente<br />

sowie Kaltlicht-Leuchten charakterisiert<br />

ist. Hier kommen technische Materialien<br />

wie Streckmetalldecken zum Einsatz, die<br />

Sichtinstallationen durchscheinen lassen<br />

und so eine technische, moderne Atmosphäre<br />

erzeugen. Offene multifunktionale<br />

Kollaborationszonen wechseln sich ab mit<br />

funktionalen technischen Bereichen.“<br />

Wohlfühlklima durch<br />

Präzisionsarbeit<br />

Der Schlitzdurchlass ist hier unauffällig in die Holzlamellen integriert.<br />

Der hohe Anspruch der Bauherren an<br />

Funktionalitäts- und Gestaltungsstandards<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

7


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

des Umbauprojekts galt insbesondere für<br />

die technische Sanierung. Die Planung<br />

und Umsetzung der technischen Gebäudeausrüstung<br />

verantwortete dabei das Ingenieurbüro<br />

Liepelt aus Baiersbronn. „Die<br />

besondere Herausforderung bei diesem<br />

Projekt lag darin, dass die Installationsfreiräume<br />

im Bestandsgebäude teilweise<br />

sehr begrenzt waren. Das erforderte<br />

im Zuge der Planung und Umsetzung<br />

der Maßnahmen von allen Beteiligten<br />

ein hohes Maß an Flexibilität”, erläutert<br />

Lazaros Delkoussis vom Büro Liepelt. Für<br />

die Planung der Lüftungstechnik hat sich<br />

das Ingenieurbüro die Experten von Kiefer<br />

Klimatechnik aus Stuttgart zur Seite geholt,<br />

da beide schon in der Vergangenheit<br />

erfolgreiche Projekte zusammen realisiert<br />

haben. Norbert Hinderer, Vertriebsingenieur<br />

bei Kiefer, stimmt zu: „Bestandsumbauten<br />

wie diese stellen für die Planung<br />

und Umsetzung der Lüftungstechnik oft<br />

eine Herausforderung dar, denn meist<br />

sind nur wenige bis keine Veränderungen<br />

der Raumstrukturen möglich. Dennoch<br />

ist es uns gelungen, eine hohe Raumluftqualität<br />

für alle Arbeits- und Aufenthaltsflächen<br />

entsprechend ihrer individuellen<br />

Anforderungen sicherzustellen.“<br />

Starke Leistung<br />

bei hoher Ästhetik<br />

So kamen in den zahlreichen Büro- und<br />

Besprechungsräumen Indul Schlitzdurchlässe<br />

von Kiefer zum Einsatz. Die<br />

sehr filigranen Durchlassprofile mit einer<br />

Einbaubreite ab 15 mm passen sich jeder<br />

gewünschten Deckenarchitektur an. Ob<br />

unauffällig oder bewusst akzentuiert ordnen<br />

sie sich den architektonischen Gegebenheiten<br />

unter. „Bei diesem Projekt war<br />

die Variantenvielfalt beim Schlitzdurchlass<br />

besonders groß,“ erläutert Hinderer. „Je<br />

nach Gebäudetyp und Etage kamen Gipskartondecken,<br />

abklappbare Metalldecken,<br />

Streckmetalldecken oder offene Rasterdecken<br />

mit stehenden Akustiklamellen zur<br />

Ausführung. Im Bereich der Metalldecken<br />

und offenen Rasterdecken waren Halshöhen<br />

bis 170 mm notwendig, um Kollisionspunkte<br />

in der Montage zu vermeiden.<br />

In den Besprechungsräumen konnten<br />

durch eine umlaufende Anordnung<br />

verschiedene Deckenbereiche bewusst<br />

optisch getrennt werden. Vorhandene<br />

Blindelemente dienten zur gezielten<br />

Abluftüberströmung in den Deckenhohlraum.<br />

Als Sonderausführung wurden<br />

Blindelemente mit zusätzlichen Bohrungen<br />

versehen, um eine Seildurchführung<br />

der darunter installierten Pendelleuchten<br />

optisch dezent umzusetzen.<br />

Charakteristisch für den Indul Schlitzauslass<br />

ist seine speziell entwickelte Ausblasgeometrie<br />

für besonders feine Einzelstrahlen.<br />

Diese wiederum ermöglichen eine<br />

In der Espressobar sind Drall-Luftdurchlässe als Sichtmontage stilvoll zwischen den Akustikelementen<br />

der Decke integriert.<br />

schnelle Induktion, also Beimischung der<br />

Raumluft, sodass Temperaturdifferenzen<br />

von bis zu -14 K schnell abgebaut werden.<br />

Indul erreicht also eine besonders<br />

gleichmäßige Luftverteilung mit optimaler<br />

diffuser Raumluftströmung ganz ohne<br />

spürbaren Luftzug – ein wichtiges Kriterium<br />

für ein angenehmes Arbeitsklima.<br />

Durch exakt ausgebildete Abrisskanten<br />

wird der sogenannte „Coanda-Effekt“ –<br />

also Schmutzablagerungen entlang des<br />

Luftauslasses – vermieden und Decken<br />

sowie Wände bleiben länger staubfrei.<br />

Markanter Decken-<br />

Luftdurchlass für<br />

optimales Raumklima<br />

In den großflächigen Arealen des<br />

Gebäudes, wie etwa Restaurant und<br />

Bauherr:<br />

Bautafel<br />

Bauzeit: 2021 - <strong>2026</strong><br />

Architekten:<br />

Espressobar, wo viele Menschen einen<br />

hohen Luftdurchsatz und Gastrogeräte<br />

zusätzliche thermische Lasten bewirken,<br />

haben die Klimaexperten von Kiefer den<br />

Luftdurchlass Indurall installiert. Er wurde<br />

speziell für Anwendungen im Komfortbereich<br />

entwickelt und ist besonders<br />

geeignet bei schwierigen Randbedingungen.<br />

Der optisch ansprechende Decken-<br />

Luftdurchlass lässt die Luft fächerartig<br />

aus der Frontplatte ausströmen. Die<br />

jeweiligen zusammengefassten Blöcke<br />

aus Einzelelementen bilden Strahlen aus,<br />

um die Raumluft optimal zu induzieren<br />

und große Temperaturunterschiede von<br />

bis zu -12 K zwischen Zu- und Raumluft<br />

sehr schnell, aber ohne unangenehmes<br />

Zugempfinden, abzubauen. Aufgrund<br />

dieses sehr hohen Induktionsverhältnisses<br />

ist die Montage des Indurall – auch eine<br />

Sichtmontage ohne abgehängte Decke –<br />

ohne Komforteinbußen möglich.<br />

VEGA Grieshaber KG, Schiltach<br />

Architektur Schneider, Rohrdorf<br />

Innenarchitektur: Partner AG, Offenburg<br />

TGA-Planung:<br />

Lüftungstechnik:<br />

Liepelt. Ingenieurbüro, Baiersbronn<br />

Honer Lufttechnische Anlagen GmbH + Co.KG<br />

8 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


industriebau / wirtschaftsbau<br />

special<br />

SpaceTech-Firmensitz in Immenstaad<br />

Lichtlösungen für die Hightech-Fertigung<br />

Bei SpaceTech in Immenstaad entstehen Solarmodule für Satelliten und laseroptische Instrumente<br />

für Erdbeobachtungen – Komponenten, die im All über die Energieversorgung oder den<br />

Erfolg ganzer Missionen entscheiden. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an die<br />

beiden Firmengebäude, die das Unternehmen aufgrund des starken Wachstums errichten ließ.<br />

Architekt, Planer und Bauherr suchten von Beginn an einen Beleuchtungspartner, der objektspezifische<br />

Lösungen in höchster Qualität liefert und flexibel auf Planungsänderungen während<br />

der Bauphase reagieren kann.<br />

Die Wahl bei den Beleuchtungslösungen<br />

fiel bewusst auf Regiolux,<br />

wie SpaceTech-Geschäftsführer<br />

Frank Gilles betont: „Wir haben uns gezielt<br />

für Regiolux als deutschen Hersteller<br />

entschieden, um stets eine hochqualifizierte<br />

LED-Beleuchtung sicherzustellen.<br />

Im Büro ebenso wie im Reinraum, in<br />

dem wir unsere Raumfahrtkomponenten<br />

fertigen.“<br />

Durchgängiges Konzept<br />

für unterschiedliche<br />

Einsatzbereiche<br />

Manfred Schwägler Elektrosysteme<br />

aus Owingen plante und realisierte die<br />

Beleuchtung beider Neubauten und<br />

arbeitete dabei eng mit Regiolux zusammen.<br />

Gemeinsam entwickelten sie ein<br />

Konzept, das Reinraumzonen, Fertigung,<br />

Verwaltung und Nebenbereiche gleichermaßen<br />

abdeckt. Besonders vorteilhaft für<br />

die Installation vor Ort erwiesen sich die<br />

steckbaren Gerätemodule, das durchgangsverdrahtete<br />

SRT-Lichtbandsystem,<br />

die montagefreundlichen Details bei allen<br />

Leuchten und die DALI-kompatiblen Komponenten.<br />

Sie ermöglichten den zügigen<br />

Einbau und einen reibungslosen Ablauf.<br />

Bereits in der ersten Bauphase 2021<br />

zeigte sich, wie flexibel der Leuchtenhersteller<br />

aus Königsberg auf objektspezifische<br />

Anforderungen reagiert: Gefordert<br />

waren eine breitstrahlende, effiziente<br />

Hallenbeleuchtung, reinraumtaugliche<br />

Leuchten für sensible Produktionszonen<br />

sowie eine verlässliche DALI-Integration.<br />

In den darüber liegenden Büros sollte eine<br />

harmonisch abgestimmte Deckenbeleuchtung<br />

zum Einsatz kommen, die sich auch<br />

für Bildschirmarbeitsplätze optimal eignet.<br />

Der Projektleiter des Elektrofachbetriebs<br />

setzte bei diesem anspruchsvollen Projekt<br />

ganzheitlich auf die Expertise des Leuchtenspezialisten.<br />

Rund 90 % der Regiolux-<br />

Leuchten waren bereits in der ersten Halle<br />

montiert und überzeugten hinsichtlich<br />

Die neu errichteten Produktionshallen der SpaceTech GmbH in Immenstaad wurden mit einem<br />

ganzheitlichen LED-Lichtkonzept auf höchstem Niveau ausgestattet.<br />

Bildnachweis (alle Bilder): hansedknoedler.de für Regiolux<br />

Mit ihrer optimalen Lichttechnik erreicht die Leuchtenfamilie Aduna – hier als Anbauleuchte<br />

realisiert – eine hohe Entblendungsqualität im Reinraumumfeld, sie gewährleistet zudem einen<br />

flickerfreien Betrieb ohne elektromagnetische Beeinflussungen.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

9


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

Qualität und Handling – ein Ergebnis, das<br />

unmittelbar zum Folgeauftrag für die zweite<br />

Halle führte. Bis zur Gesamtfertigstellung<br />

des Projekts 2025 entstand so ein<br />

Auch die Büroarbeitsplätze und Besprechungsräume<br />

sind optimal belichtet: Die Einlegeleuchten<br />

lowea fügen sich flächenbündig in die<br />

Akustikdecken ein und sorgen für blendfreies,<br />

gleichmäßiges Licht.<br />

durchgängig schlüssiges, praxisgerechtes<br />

und wirtschaftliches Beleuchtungskonzept.<br />

Reinraumqualität<br />

und homogene<br />

Fertigungsbeleuchtung<br />

In den Reinräumen kommt die Leuchte<br />

Aduna mit Schutzart IP65 für hohen<br />

Staub- und Strahlwasserschutz sowie mit<br />

Multilayer-Lichttechnik zum Einsatz. Diese<br />

Optik sorgt für eine besonders gleichmäßige,<br />

blendarme Ausleuchtung, wie sie<br />

für visuell anspruchsvolle Arbeiten an<br />

hochsensiblen Bauteilen erforderlich ist.<br />

Die geschlossene, reinraumtaugliche Konstruktion<br />

gewährleistet dauerhafte Dichtigkeit,<br />

Partikelschutz und eine einfache<br />

Reinigung – wichtige Voraussetzungen<br />

für kontrollierte Produktionsprozesse.<br />

In den übrigen Fertigungsbereichen ist<br />

das Schnellmontage- Lichtbandsystem<br />

SRT installiert. Die steckbaren Geräteträger<br />

mit werkseitig integrierter Durchgangsverdrahtung<br />

ermöglichten eine<br />

zügige und sichere Installation. Besonders<br />

vorteilhaft zeigt sich die flexible Segmentierung<br />

der Lichtbänder: Unterschiedliche<br />

Arbeitsbereiche lassen sich individuell<br />

ausleuchten, ohne das einheitliche<br />

Beleuchtungskonzept zu unterbrechen.<br />

10.000 Lumen-Geräteträger sorgen für<br />

eine energiearme Grundbeleuchtung,<br />

die sich via DALI bedarfsgerecht steuern<br />

lässt.<br />

Die Downlights Relo – erhältlich mit 140 und<br />

190 mm im Durchmesser – beleuchten Flure<br />

und Nebenräume homogen, sie passen sich<br />

variablen Deckenhöhen problemlos an.<br />

10 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


industriebau / wirtschaftsbau<br />

special<br />

Bautafel<br />

Projekt:<br />

Fertigungs- und Verwaltungsgebäude, Immenstaad/Bodensee<br />

Bauherr:<br />

SpaceTech GmbH<br />

Bauzeit:<br />

2021 - 2025<br />

Architekten:<br />

VSS Veeser Schlessmann Scheriau, Immenstaad<br />

Lichtplanung und Ausführung:<br />

Manfred Schwägler Elektrosysteme, Owingen<br />

Beleuchtung:<br />

Regiolux GmbH, Königsberg<br />

bei den Anbauleuchten sowie die zusätzliche<br />

Push-Federarretierung bei allen<br />

Ausführungen erleichtern die Installation<br />

erheblich.<br />

Downlights aus der Serie Relo mit<br />

Durchmessern von 140 mm und 190<br />

mm beleuchten Flure, Treppenhäuser und<br />

Nebenräume homogen, während ihre<br />

kompakte Bauform und flexible Einbaumöglichkeiten<br />

unterschiedliche Deckenhöhen<br />

berücksichtigen. Die Variantenvielfalt<br />

bei allen Leuchtentypen ermöglichte<br />

trotz geänderter Deckengeometrie ein<br />

konsistentes und ästhetisches Beleuchtungskonzept<br />

in beiden Gebäuden.<br />

Nachhaltigkeit und<br />

Effizienz im Fokus<br />

Optimiertes Lichtkonzept<br />

für Verwaltung und<br />

Technikbereiche<br />

Als die Architekten kurzfristig sichtbare<br />

Akustikdecken für einige Bereiche<br />

wählten, reagierte Regiolux schnell mit<br />

passenden Leuchten aus der Produktfamilie<br />

lowea. Wo keine lowea-Anbauleuchten<br />

Anwendung finden konnten,<br />

integrieren sich lowea-Einlegeleuchten<br />

flächenbündig in die Akustikdecken und<br />

sorgen für blendfreies, gleichmäßiges<br />

Licht an technischen Arbeitsplätzen und<br />

in den Büros. Montageoptimierte Details<br />

wie eine integrierte Abhängesicherung<br />

SpaceTech legt großen Wert auf Qualität<br />

sowie nachhaltige und wirtschaftliche<br />

Technologien. Die hohe Lichtausbeute<br />

und Langlebigkeit der eingesetzten<br />

Leuchten reduzieren die Energie- und<br />

Wartungskosten deutlich. In Kombination<br />

mit der DALI-basierten Steuerung sorgt<br />

dies für einen effizienten und ökologischen<br />

Betrieb, ganz im Sinne der Unternehmensphilosophie.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

11


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

Biogasanlage in Frisoythe<br />

Gemeinsam zum Erfolg<br />

Die fortschreitende Technologieentwicklung in der Energiewirtschaft hat einen starken Fokus<br />

auf erneuerbare Energiequellen gelegt. In diesem Kontext gewinnen Biomethananlagen, die<br />

grünes Gas und CO 2<br />

-neutralen Kraftstoff aus organischen Materialien produzieren, zunehmend<br />

an Bedeutung. Die bisher größte Biogasanlage Europas ging kürzlich im niedersächsischen<br />

Frisoythe in Betrieb.<br />

Europas größte Biogasanlage: Die 60-Megawatt-Anlage in Frisoythe setzt neue Maßstäbe in der Produktion von CO 2<br />

-neutralem Biomethan.<br />

Millionen Tonnen Mist und Gülle aus der Region werden zu grünem Gas verarbeitet.<br />

Bildnachweis (alle Bilder): Schlichtmann Hallenbau GmbH<br />

Errichtet wurde die Anlage von der<br />

Firma Revis Bioenergy zusammen<br />

mit der Schlichtmann Hallenbau<br />

GmbH. Die Kooperation zwischen den<br />

Unternehmen hat eine lange Tradition.<br />

Revis hat gemeinsam mit Schlichtmann<br />

bereits mehrere Biomethananlagen<br />

gebaut. „Wir können auf einen großen<br />

Erfahrungsschatz im Bau entsprechender<br />

Anlagen zurückgreifen und haben zahlreiche<br />

Projekte erfolgreich umgesetzt“, sagt<br />

Stephan Schulze-Wext als Projektverantwortlicher<br />

von Schlichtmann Hallenbau.<br />

Das hatte für das aktuelle Vorhaben<br />

zahlreiche Vorteile: Beide Seiten kennen<br />

die Bauprozesse genau und sind ein<br />

eingespieltes Team. Unkomplizierte Kommunikationswege<br />

mit Schlichtmann und<br />

fachliches Know-how haben Benjamin<br />

Otte, verantwortlicher Projektingenieur<br />

der Revis Bioenergy GmbH, überzeugt.<br />

„Schlichtmann ist für uns viel mehr Projektpartner<br />

auf Augenhöhe als ausführender<br />

Betrieb“, sagt Otte. „Ganz nach<br />

dem Motto ‚Ein Mann, ein Wort‘ läuft die<br />

Kommunikation unkompliziert. Vor allem<br />

bei großen Projekten wie in Frisoythe ist<br />

es für uns wichtig, dass wir uns auf unsere<br />

Partner verlassen können.“<br />

Die brandneue Biogasanlage von Revis<br />

ist mit einem Output von 60 Megawatt<br />

die größte Anlage Europas. Der Standort<br />

in Friesoythe ist bewusst gewählt. Die<br />

Region ist landwirtschaftlich geprägt,<br />

das bedeutet: Es sind viele Rohstoffe zur<br />

Produktion von Kraftstoffen vorhanden,<br />

jedes Jahr fallen Millionen Tonnen Mist<br />

und Gülle in den Tierställen im Nordwesten<br />

Deutschlands an. Deshalb werden<br />

nach den Plänen der Revis 40 Gärbehälter<br />

im c-Port am Küstenkanal errichtet.<br />

Jährlich sollen dort eine Million Tonnen<br />

tierischer Hinterlassenschaften – 80<br />

Prozent Festmist etwa aus Geflügelställen,<br />

20 Prozent Gülle – vergoren werden. Das<br />

entstehende Gas wird aufgereinigt und<br />

als Biomethan in das örtliche Netz eingespeist.<br />

Der Prozess von der Annahme<br />

des Materials bis zum aufbereiteten Gas<br />

spielt sich in fünf Hallen ab, die von der<br />

Schlichtmann Hallenbau GmbH konstruiert<br />

und gebaut wurden. So wurden unter<br />

anderem die gesamten Technikhallen,<br />

Prozesshallen sowie die Hallen zur Substratlagerung,<br />

in welchen die Miste vor der<br />

Vergärung gelagert werden, gebaut.<br />

Besondere Herausforderungen<br />

im Hallenbau<br />

für Biogasanlagen<br />

Insbesondere die Hallen zur Annahme<br />

und Lagerung der Gärreste bringen in der<br />

Bauplanung einige Herausforderungen<br />

mit sich, weiß Otte: „Mist und Gülle haben<br />

eine enorm hohe Ammoniak- und Schwefelbelastung.<br />

Die Schadstoffe kommen<br />

direkt mit der Halle in Kontakt, sodass das<br />

Material ausreichend geschützt werden<br />

muss.“ So erfordert der Bau von Hallen für<br />

Biogasanlagen eine sorgfältige Planung.<br />

Besonders entscheidend, um Sicherheit,<br />

12 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


industriebau / wirtschaftsbau<br />

special<br />

großer Pumpen musste vor dem Bau das<br />

Grundwasser abgesenkt werden. Zudem<br />

wurden in der Annahmehalle spezielle<br />

Krankonstruktionen installiert, die mit<br />

maßgeschneiderten Schienenkonstruktionen<br />

passgenau in Decken und Wände<br />

integriert sind. Diese Konstruktion ermöglicht<br />

einen autonomen 24/7-Betrieb der<br />

Kräne in der Halle.<br />

Gemeinsame<br />

Zukunftsaussichten<br />

Herausforderungen im Hallenbau: Korrosionsschutz und Abdichtungen sichern die Hallen gegen<br />

die Belastungen durch Ammoniak und Schwefel.<br />

Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit<br />

zu gewährleisten: Die Materialauswahl.<br />

Projektingenieur Otte entschied sich für<br />

eine Stahlbetonweise mit Holzleimbindern.<br />

Schlichtmann verkleidete hier die<br />

Fassade. Für das ungeübte Auge kaum<br />

erkennbar, sind jene Hallen, die mit Ammoniak<br />

und Schwefel direkt in Berührung<br />

kommen, zusätzlich korrosionsbeständig<br />

beschichtet. „Die Beschichtung weist eine<br />

hohe chemische Beständigkeit auf und<br />

verhindern eine Reaktion mit den in dem<br />

Mist enthaltenen Schadstoffen“, erklärt<br />

Schulze-Wext. Um zu verhindern, dass<br />

die Schadstoffe in die Umwelt gelangen,<br />

sind die Hallen vollständig abgedichtet.<br />

Sowohl die Dach- als auch die Wandkonstruktionen<br />

sowie die Bodenoberflächen<br />

sind so gestaltet, dass sie keine Flüssigkeiten<br />

durchlassen können.<br />

Genehmigungsverfahren aufgrund der<br />

Anlagengröße als schwierig. Dennoch<br />

gelang es, das Projekt innerhalb von nur<br />

zwei Jahren von den ersten Planungen<br />

bis zur Fertigstellung umzusetzen. Dies<br />

war dank kurzen Kommunikationswegen<br />

und der guten Vernetzung möglich. Trotz<br />

anfänglicher Schwierigkeiten wurden<br />

alle geplanten Schritte erfolgreich umgesetzt.<br />

Eine der größten Herausforderungen<br />

bestand im Bau des Kellers für die<br />

Mistannahmehalle, der bis zu drei Meter<br />

unter dem Bodenniveau liegt. Mittels<br />

Die erfolgreiche Realisierung der Biomethananlage<br />

in Frisoythe ist ein Meilenstein,<br />

der die erfolgreiche Zusammenarbeit<br />

der beiden Unternehmen unterstreicht.<br />

Angesichts des wachsenden<br />

Interesses an Biogasanlagen und erneuerbaren<br />

Energien sind weitere gemeinsame<br />

Projekte bereits in Planung. Die<br />

langjährige vertrauensvolle und effiziente<br />

Partnerschaft legt den Grundstein für<br />

zukünftige Innovationen und Fortschritte<br />

in der Energiewende.<br />

Die Kooperation zwischen Revis Bioenergy<br />

und Schlichtmann Hallenbau demonstriert<br />

die Relevanz von hochspezialisiertem<br />

Hallenbau im Kontext von Biogasanlagen.<br />

Durch langjährige Erfahrung, Fachwissen<br />

und innovative Lösungen tragen beide<br />

Unternehmen maßgeblich zur Optimierung<br />

und Effizienzsteigerung von Biomethananlagen<br />

bei. Otte erklärt: „Für uns<br />

ist eine langfristige Zusammenarbeit mit<br />

Projektpartnern sehr wertvoll. Wir freuen<br />

uns darauf, auch in Zukunft gemeinsam<br />

mit Schlichtmann unsere Vorhaben zu<br />

realisieren.<br />

Maßgeschneiderte<br />

Lösungen für<br />

individuelle<br />

Anforderungen<br />

Aufgrund der Größe der Hallen legte Otte<br />

besonderes Augenmerk auf die Brandsicherheit.<br />

Die Konstruktion aus Stahl erhielt<br />

eine spezielle Brandschutzbeschichtung.<br />

Schlichtmann sorgte dabei nicht<br />

nur für die Beschaffung der Materialien,<br />

sondern auch für die Zusammenarbeit<br />

mit einem professionellen Brandschutzbeschichter.<br />

So ist das Material mit einer<br />

F30-Beschichtung versehen, die eine<br />

30-minütige Feuerbeständigkeit gewährleistet.<br />

Die Planung des Bauprojekts begann Anfang<br />

2020, jedoch gestalteten sich die<br />

Schlichtmann Hallenbau und Revis Bioenergy zeigen, wie spezialisierter Hallenbau und Energietechnik<br />

Hand in Hand arbeiten.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

13


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

Unternehmenszentrale von Fixed.zone a.s. in České Budějovice Tschechien<br />

Dekorativer Boden mit Markenwirkung<br />

Im Rahmen von Modernisierungsmaßnahmen wurde der Boden in der Unternehmenszentrale von Fixed.zone a.s. komplett erneuert.<br />

Bildnachweis: © FIXED.zone a.s.<br />

In der tschechischen Stadt České Budějovice wurden kürzlich die Innenräume der Unternehmenszentrale<br />

von Fixed.zone a.s. im Zuge einer umfassenden Modernisierung neu strukturiert<br />

und optisch aufgewertet. Für die rund 660 Quadratmeter große Bürofläche war eine langlebige,<br />

pflegeleichte und gleichzeitig repräsentative Bodengestaltung gewünscht. Die Wahl fiel<br />

auf ein dekoratives und langlebiges PU-Bodensystem.<br />

Das tschechische Unternehmen<br />

FIXED.zone entwickelt hochwertiges<br />

Zubehör für Smartphones,<br />

Tablets und Wearables. Dabei legt der<br />

international agierende Hersteller großen<br />

Wert auf langlebige Materialien, nachhaltige<br />

Prozesse, präzise Produktentwicklung<br />

und eine authentische Markenkommunikation.<br />

Raumwirkung mit<br />

System: Gestaltung<br />

nach Markenanspruch<br />

Diese Grundhaltung sollte sich auch bei<br />

der Modernisierung und Neugestaltung<br />

der bestehenden Büro- und Verwaltungsflächen<br />

widerspiegeln. Da der dort<br />

vorhandene Bodenbelag deutliche Gebrauchsspuren<br />

aufwies und auch den aktuellen<br />

ästhetischen Anforderungen nicht<br />

mehr gerecht wurde, entschieden sich<br />

die Verantwortlichen für eine grundlegende<br />

Erneuerung der Bodenflächen – mit<br />

Durch das Ineinanderziehen von zwei Farbtönen im frischen Material entsteht die charakteristische<br />

Marmorierung des Bodens.<br />

Bildnachweis (+ Bild Seite 15): © Remmers CZ<br />

14 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


industriebau / wirtschaftsbau<br />

special<br />

dem Ziel, eine zeitgemäße Umgebung zu<br />

schaffen, die dem gestalterischen Selbstverständnis<br />

des Unternehmens entspricht.<br />

Dazu erklärt Jiri Litera, Geschäftsführer bei<br />

Remmers CZ s.r.o.: „Gefragt war eine Bodenbeschichtung,<br />

die optische Wertigkeit<br />

mit technischer Zuverlässigkeit verbindet<br />

und den täglichen Belastungen im Bürobetrieb<br />

langfristig standhält. Zudem sollte<br />

die gewählte Lösung emissionsarm sein<br />

und sich effizient und zuverlässig verarbeiten<br />

lassen.“<br />

Fachgerechter Systemaufbau<br />

für eine belastbare<br />

Bodenfläche<br />

Für diese Anforderungen erwies sich das<br />

dekorative PU-Beschichtungssystem SL<br />

Deco Color 01-4 von Remmers mit marmorierter<br />

Oberfläche als ideal geeignet.<br />

Zu Beginn behandelten die Verarbeiter<br />

den vorhandenen Betonuntergrund in<br />

zwei Arbeitsgängen mit Epoxy Primer PF<br />

vor. Die Reaktionsharzgrundierung verfestigt<br />

den mineralischen Untergrund, sorgt<br />

für gleichmäßige Saugfähigkeit und bildet<br />

die tragfähige Basis für den nachfolgenden<br />

Beschichtungsaufbau. Darauf folgte<br />

der dekorative Polyurethan-Gussbelag<br />

PUR Deco Color, der in zwei zuvor ausgewählten<br />

Farbtönen eingebracht wurde.<br />

Durch das gezielte Ineinanderziehen<br />

im frischen Zustand entstand dabei der<br />

charakteristische Marmoreffekt. Wichtiger<br />

Vorteil auch: Da die Gussmasse farbstabil<br />

ist, überbrückt sie kleinere statische Risse<br />

und verbessert zudem durch ihre elastischen<br />

Eigenschaften den Gehkomfort. Abschließend<br />

folgte eine matte Endversiegelung<br />

mit PUR Aqua Top M, um die Fläche<br />

langfristig vor mechanischen Belastungen<br />

und Schmutzanhaftungen zu schützen.<br />

Zudem erleichtert die Versiegelung auch<br />

die Reinigung und Bodenpflege. Jiri Litera<br />

ergänzt: „Gerade die marmorierte Oberflächengestaltung<br />

trägt maßgeblich zu einer<br />

angenehmen Arbeitsumgebung bei und<br />

unterstreicht die hochwertige Anmutung<br />

der sanierten Räume.“<br />

HYBRIDE<br />

HALLENHEIZUNG<br />

<br />

<br />

<br />

SANIERUNG DER HEIZUNG IN<br />

AUSBAUSTUFEN<br />

HYBRIDE TECHNIK MINIMIERT<br />

DEN GASVERBRAUCH<br />

KOMBINATION WÄRMEPUMPE MIT<br />

GAS- ODER E-DUNKELSTRAHLERN<br />

BZW. ZULUFTGERÄTEN<br />

BEWÄHRT IN ÄLTEREN BESTANDS-<br />

BAUTEN UND GROSSEN<br />

WÄRMENETZEN<br />

Bautafel<br />

Bauherr:<br />

FIXED.zone a.s., České Budějovice<br />

(Tschechien)<br />

Verarbeiter:<br />

PrestigeFloor s.r.o., České Budějovice<br />

(Tschechien)<br />

Produktspezifische<br />

Beratung:<br />

Remmers CZ s.r.o. (Pavel Šrenk)<br />

Tel 05252 9821-0<br />

www.vacurant.de<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

15


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

Tischlerei Rüscher in Schnepfau, Vorarlberg<br />

Vorbildlich<br />

Der Weg von Tirol hinüber nach Vorarlberg und zur Tischlerei Rüscher kann mitunter erschwert<br />

sein. Bauarbeiten im Tunnel oder wetterbedingte Schäden an der Passstraße, etwa<br />

durch Erdrutsche, können die Verbindung unterbrechen. Solche Sturzfluten und Muren kennt<br />

man drüben im Bregenzerwald zwar noch nicht. Aber alle wissen: Es wird passieren.<br />

Endlich hinter dem Arlberg angekommen,<br />

summieren sich auf dem<br />

Weg in den Bregenzerwald hinter<br />

jeder Spitzkehre der Straße die Höhenmeter.<br />

Gebirgsbäche, die aussehen wie<br />

Postkartenmotive, gluckern harmlos<br />

am Wegesrand talwärts. Die Dörfer<br />

werden immer idyllischer, die Häuser<br />

immer noch ein wenig vorbildlicher für<br />

modernes, regional angepasstes Bauen.<br />

Der Bregenzerwald in Vorarlberg ist das<br />

architekturgewordene Paradies innerhalb<br />

des Paradieses.<br />

Baulicher Maßanzug<br />

Und was für die Tischlerei Rüscher im<br />

kleinen Dorf ganz hinten im Tal gebaut<br />

wurde, ist da keine Ausnahme. Der Ent-<br />

wurf war einst die studentische Abschlussarbeit<br />

von Simon Moosbrugger. Auch er,<br />

ein „Wälder“, konnte den Handwerksmeister<br />

überzeugen, mit seiner erfolgreichen<br />

Schreinerei quasi Modell zu stehen für die<br />

architektonische Abschlussarbeit. Der studentische<br />

Entwurf skizzierte einen neuen<br />

baulichen Maßanzug für den Betrieb, der<br />

aus der alten Werkstatt herausgewachsen<br />

war. Und kaum war Moosbrugger richtiger<br />

Architekt, bemerkte der Tischler, wie gut<br />

der Entwurf zu seinem Unternehmen<br />

passte. Aus dem Studentenentwurf wurde<br />

ein richtiges Projekt.<br />

Goldener Boden<br />

Das Handwerk hat im architektonischen<br />

Traumland Bregenzerwald den sprichwörtlichen<br />

goldenen Boden. Für die<br />

Tischlerei gilt das sogar doppelt. Denn<br />

weil der Neubau auf einer Gletscher-<br />

Moräne errichtet wurde, konnte der Kies<br />

aus der Baugrube teuer weiterverkauft<br />

werden und trug ein klein wenig zur<br />

Gegenfinanzierung bei. Denn im „Wald“<br />

zu bauen ist teurer als drunten im Rheintal<br />

bei Dornbirn. Dort hätte es eine Fertigbauhalle<br />

getan. Oben in den Bergen schauen<br />

Behörden und Nachbarn ganz genau<br />

drauf, dass Ortsbild und Landschaft nicht<br />

verschandelt werden.<br />

Kein Einzelfall in Vorarlberg: Vorbildliche Industrie-Architektur vor beeindruckender Kulisse.<br />

Die Bergketten bilden einen starken Kontrast zum orthogonalen Gebäude. Der Eingang zum<br />

Verwaltungstrakt der Tischlerei ist als Einschnitt in den Gebäudeblock gestaltet.<br />

Bildnachweis (alle Bilder): Hörmann / Laura Thiesbrummel<br />

Gestalterische<br />

Kompetenz<br />

Der Effekt: Eine Heimat, die trotz neuer<br />

Bauten doch unverbaut wirkt und im allerbesten<br />

Sinne modern ist. Hier glauben<br />

16 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


industriebau / wirtschaftsbau<br />

special<br />

die Hoteliers nicht, mit alpinem Neobarock<br />

punkten zu müssen. Hier hat sich<br />

eine Baukultur entwickelt, die regional ist<br />

und selbst noch für das letzte, bauwillige<br />

Steuerberaterbüro als Verpflichtung gilt.<br />

Glücklicher Bregenzerwald. Vor allem<br />

aber ist es der Stolz des Handwerks, der<br />

zusammen mit der gestalterischen Kompetenz<br />

aufblüht.<br />

Detailversessen: Auch<br />

bei den Toren<br />

Detailverliebt, wohldurchdacht, in sich<br />

stimmig – das sind die Adjektive, mit<br />

denen sich die Werkstatt der Tischlerei<br />

Rüscher beschreiben lässt. Um diese Attribute<br />

auch in der Fassade zu erreichen,<br />

wählte der Architekt Industrie-Sektionaltore<br />

von Hörmann. Dort kommen zwei<br />

Varianten zum Einsatz – und in einem Fall<br />

sogar sehr nah beieinander: Zum einen<br />

lässt ein verglastes Industrie-Sektionaltor<br />

Licht ins Innere des Gebäudes. Eine<br />

Schlupftür ohne Stolperschwelle mit gleicher<br />

Sickenaufteilung fügt sich nahtlos<br />

in das Tor ein und sorgt dafür, dass die<br />

Mitarbeitenden nicht das gesamte Tor<br />

hochfahren müssen, um hinein- und hinauszugelangen.<br />

Zum anderen fiel wenige<br />

Meter daneben die Wahl auf ein Spiraltor<br />

mit gedämmten Paneelen. Hinter diesem<br />

Tor verbirgt sich ein Lagerraum, der kein<br />

natürliches Licht braucht, dafür aber eine<br />

möglichst konstante Temperatur benötigt.<br />

"Cleane" Räume<br />

Bauherr:<br />

Architekt:<br />

Tragwerk (Holzbau):<br />

Bautafel<br />

Tischlerei Rüscher, Schnepfau, AT<br />

Simon Moosbrugger Architekt, Andelsbuch, AT<br />

i+R Holzbau, Lauterach, AT<br />

Tragwerk (Betonbau): ZTE-Leitner, Schröcken, AT<br />

Brutto-Grundfläche:<br />

Baukosten:<br />

Fertigstellung: 2023<br />

Hörmann Produkte:<br />

5320 m² (inkl. Tiefgarage)<br />

6,25 Mio. Euro<br />

auf die Auftraggeberseite des Bauherrn<br />

wechselte, da legte er im Inneren Wert<br />

auf „cleane“ Räume. Wer die Tischlerei<br />

besucht, der blickt aus dem Showroom<br />

oder der Verwaltung hinunter in die Halle<br />

– und sieht dort weder Kabel noch Rohre<br />

oder sonstige technische Anlagen. Alles<br />

wurde auf der Rückseite der Betonstützen<br />

konzentriert und dort wohlgeordnet untergebracht.<br />

So detailversessen und sauber<br />

die Innenausbauten und Fremdprojekte<br />

der Tischlerei sind, so perfekt sollte auch<br />

die eigene Werkstatt sein. Die neue Halle<br />

und das Nebengebäude versuchen dennoch<br />

nicht zu verschleiern, dass hier gearbeitet<br />

wird. Im Inneren trennen sowohl<br />

ein Feuerschutz-Schiebetor als auch ein<br />

Schnelllauftor die unterschiedlichen Bereiche<br />

der Werkstatt voneinander. Während<br />

sich das Feuerschutz-Schiebetor nur bei<br />

Bedarf schließt, sorgt das Schnelllauftor<br />

stets für reibungslose Abläufe.<br />

Simon Moosbrugger und Christian Rüscher<br />

schufen ein zeitgemäßes, aber vor<br />

allem der Region und ihrer Bautradition<br />

entsprechendes, vorbildliches Beispiel für<br />

Gewerbearchitektur.<br />

Industrie-Sektionaltore APU F42T (teilweise mit<br />

integrierter Schlupftür), Nebentür NT 60,<br />

Schnelllauftor V 4020 SEL Alu-R,<br />

Spiraltor HS 7030 PU42, Feuerschutz-Schiebetor FST<br />

in T30-Ausführung, Stahl-Objekttüren STS T30, STS MZ<br />

Als Tischlermeister Christian Rüscher von<br />

der Auftragnehmerseite des Handwerks<br />

Die beiden Abschnitte der Halle werden durch<br />

eine Schrankwand getrennt. Das Dach der<br />

Halle wird durch Holzfachwerkträger getragen.<br />

Die hochfrequentierte Verbindung zwischen<br />

den beiden Hallenabschnitten schließt ein<br />

Schnelllauftor ab.<br />

Das Feuerschutz-Schiebetor schließt nur im<br />

Brandfall. Im Normalbetrieb liegt es platzsparend<br />

vor der Wand.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

17


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

Neue Wartungshalle mit angeschlossenem Bürotrakt des Flugzeugbauers Pilatus.<br />

Bildnachweis (alle Bilder): Strüby Konzept AG, Pilatus Flugzeugwerke AG, CH<br />

Böden im Hangar der Pilatus Flugzeugwerke AG, Stans/CH<br />

Ein Boden zum Abheben<br />

Beim Bau einer neuen Wartungshalle mit Nebengebäude legte der Flugzeugbauer Pilatus Wert<br />

auf Bodenbeschichtungen, die alle individuellen Anforderungen der anspruchsvollen Nutzung<br />

erfüllen. In enger Absprache mit dem Bodenhersteller kamen auf den Zweck abgestimmte Beschichtungen<br />

mit klar definierten Leistungsschwerpunkten zum Einsatz. Kriterien waren unter<br />

anderem die chemische und mechanische Widerstandsfähigkeit, Rissüberbrückung, Rutschhemmung<br />

und elektrische Leitfähigkeit.<br />

Die Pilatus Flugzeugwerke AG ist ein<br />

führender Hersteller von einmotorigen<br />

Turbo-Prop-Flugzeugen. Nun<br />

realisierte das Unternehmen in Buochs<br />

(im Zentralschweizer Kanton Nidwalden)<br />

den Neubau einer beeindruckenden<br />

Wartungshalle sowie eines direkt angeschlossenen,<br />

dreigeschossigen Nebengebäudes.<br />

Für die Planung der Gebäude<br />

griff der Bauherr erneut auf die bewährte<br />

Zusammenarbeit mit der Strüby Konzept<br />

AG aus Seewen, Schweiz, zurück.<br />

Unterschiedliche<br />

Bodenbeschichtung<br />

für unterschiedliche<br />

Anforderungen<br />

Für die unterschiedlichen Ansprüche<br />

an die Böden der modernen Hallen und<br />

Räume galt es, Lösungen zu entwickeln.<br />

Ob elektrisch leitfähig, chemisch hoch<br />

widerstandsfähig, verschleißfest oder<br />

UV-beständig: Je nach Anforderung fand<br />

sich bei StoCretec das passende Bodenbeschichtungssystem.<br />

Für die insgesamt<br />

etwa 8.000 Quadratmeter Bodenfläche<br />

in den Servicebereichen der Flugzeuge<br />

kam das StoCretec OS 8 Verkehrsflächensystem<br />

StoFloor Traffic DV 100 zum<br />

Einsatz. Die Systemlösung für Bodenplatten<br />

hat ihre Eignung bei rückseitiger<br />

Feuchteeinwirkung bewiesen. StoFloor<br />

Traffic DV 100 ist rutschhemmend und<br />

widerstandsfähig gegen starken chemi-<br />

18 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


industriebau / wirtschaftsbau<br />

special<br />

Je nach Einsatzfeld der Hallen sind die Bodenbeschichtungen mit speziellen Leistungsschwerpunkten gewählt: Chemische Widerstandsfähigkeit,<br />

Rissüberbrückung, Rutschhemmung oder elektrische Leitfähigkeit.<br />

schen Angriff durch beispielsweise Öle,<br />

Treibstoff oder Salz. Durch eine Versiegelung<br />

mit StoPur DV 508 ist insbesondere<br />

in den Einfahrts- und häufig geöffneten<br />

Torzonen die UV-Beständigkeit der Bodenbeschichtung<br />

gegeben.<br />

Schutz vor elektrostatischer<br />

Aufladung<br />

In den Wartungsbereichen für die hoch<br />

sensible Flugzeugmechatronik setzte das<br />

erfahrene Planungsbüro auf das volumenleitfähige<br />

Beschichtungssystem StoFloor<br />

ESD KU 614. Es sorgt dafür, dass die<br />

empfindlichen Bauteile nicht durch<br />

elektrostatische Entladungen beschädigt<br />

werden. Es erfüllt alle gängigen ESD-Normen<br />

und ist mechanisch beständig. Die<br />

Leitfähigkeit der Epoxidharzbeschichtung<br />

StoPox KU 614 ist nahezu unabhängig<br />

von der relativen Feuchte. So werden<br />

auch bei einer niedrigen Luftfeuchtigkeit<br />

von 12 Prozent die Anforderungen der<br />

gängigen ESD-Normen an die Leitfähigkeit<br />

erfüllt.<br />

Nicht nur funktionell überzeugt das in zahlreichen<br />

Farbtönen erhältliche Epoxidharz.<br />

Der Verzicht auf Kohlenstofffasern führt zu<br />

einer homogenen Optik und ermöglicht<br />

auch helle Farbtöne. Weiterhin bietet das<br />

System sehr gute Verlaufseigenschaften<br />

und einen geringen Verbrauch. Eine<br />

zusätzliche Versiegelung ist nicht erforderlich.<br />

Das spart Zeit beim Einbau.<br />

Hoher Oberflächenschutz<br />

Für die gut 1.100 Quadratmeter der<br />

mechanischen Werkstätten entschied<br />

sich das Expertenteam für StoFloor Traffic<br />

Elastic EZ 500. Das OS 11a Oberflächenschutzsystem<br />

bietet erhöhte Rissüberbrückung,<br />

ist verschleißfest und chemisch<br />

hoch widerstandsfähig. Es schützt die<br />

Bauherr:<br />

Gesamtleistung:<br />

Verarbeiter:<br />

Ausführung: 2025<br />

Bautafel<br />

Pilatus Flugzeugwerke AG, Stans, CH<br />

Strüby Konzept AG, Seewen, CH<br />

Bausubstanz vor dem Eindringen von<br />

Wasser und darin gelösten Schadstoffen.<br />

Schutz vor<br />

Schadstoffeintrag<br />

Im Untergeschoss befinden sich zusätzlich<br />

Werkstätten für Galvanotechnik. Für<br />

den vorsorglichen Schutz des Grundwassers<br />

vor Schadstoffen aus dem Galvanikprozess<br />

wählte das Expertenteam<br />

StoFloor Industry Elastic WHG Deck<br />

100. Das Beschichtungssystem ist hoch<br />

rissüberbrückend und besitzt eine hohe<br />

chemische Widerstandsfähigkeit gegenüber<br />

einer Vielzahl von Medien.<br />

Marti Bauunternehmungen AG, Luzern, CH<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

19


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

22 Fertigungshallen von Stahlfertiger Witron in Waidhaus<br />

Effizient und emissionsfrei mit angenehmer Wärme<br />

Im oberpfälzischen Waidhaus betreibt die Firma Witron Stahlfertiger 22 Produktionshallen auf<br />

einer Fläche von beeindruckenden 27.000 m 2 – und das mit einem außergewöhnlich nachhaltigen<br />

Energiekonzept: Über 50 % der benötigten Energie deckt das Unternehmen durch eigene<br />

Photovoltaikanlagen und die Nutzung regionaler Abwärme aus einer benachbarten Biogasanlage<br />

ab. Ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zur Energieautarkie war die Umstellung<br />

des Heizsystems: Weg von ineffizienten Gas-Dunkelstrahlern, hin zu über 3.500 m 2 moderner<br />

Deckenstrahlplatten. Diese beheizen den Hallenkomplex heute effizient, gleichmäßig und wartungsfrei<br />

– ganz ohne fossile Energieträger.<br />

Anfangs war das Unternehmen von<br />

Stefan Voit auf den klassischen<br />

Hallen- und Stahlbau fokussiert,<br />

heute übernimmt Witron Stahlfertiger die<br />

Fertigung von Modulbauten und Bühnen-<br />

Konstruktionen sowie die Herstellung von<br />

Komponenten für automatisierte Lagerund<br />

Kommissioniersysteme.<br />

Voit setzte früh auf Digitalisierung und<br />

moderne Fertigung, etwa automatisierte<br />

Schweißtechnik, digitale Planung,<br />

moderne Maschinenparks und internes<br />

Materialmanagement, um effizient und<br />

wettbewerbsfähig zu bleiben. 2023<br />

wurde die Stefan Voit GmbH von Witron<br />

übernommen und nennt sich seither Witron<br />

Stahlfertiger. Weltweit beschäftigt die<br />

Witron-Gruppe rund 7.500 Mitarbeitende<br />

– vor Ort in Waidhaus sind es rund 80<br />

–, die jährlich 10.000 - 12.000 Tonnen<br />

Stahl verarbeiten.<br />

Abkehr von Gas<br />

Schon 2009 ließ Stefan Voit die erste<br />

eigene Halle errichten. Ab da ging es steil<br />

bergauf, sodass Jahr für Jahr mehr und<br />

mehr Hallen dazukamen. Bis 2017 nannte<br />

das Unternehmen neun Fertigungshallen<br />

sein Eigen – dann folgte mit der<br />

Abkehr von der damaligen Energiequelle<br />

Gas ein weitreichender Einschnitt, wie<br />

Stefan Voit erzählt: „Ich wollte weg von<br />

fossilen Energieträgern und hin zu mehr<br />

Nachhaltigkeit, aber auch Wirtschaftlichkeit<br />

und Unabhängigkeit“. Das gesamte<br />

Wärmekonzept basiert heute auf der<br />

Kooperation mit einem Landwirt, dessen<br />

Biogasanlage überschüssige Wärme produziert.<br />

Eine rund einen Kilometer lange<br />

Wärmeleitung verbindet das Nachbargrundstück<br />

mit dem Industrie-Areal. Dort<br />

wird die Energie in einem 8.000-Liter-<br />

Pufferspeicher zwischengespeichert<br />

und je nach Bedarf an die Hallen verteilt.<br />

Dank dieser Lösung arbeitet der Standort<br />

vollständig ohne fossile Brennstoffe – alle<br />

Hallen werden ausschließlich mit regenerativ<br />

erzeugter Wärme beheizt. Ergänzt<br />

wird das System durch eine großflächige<br />

PV-Anlage.<br />

Die 22 Fertigungshallen von Witron Stahlfertiger in Waidhaus werden vollständig mit regenerativ<br />

erzeugter Wärme beheizt. Moderne Deckenstrahlplatten sorgen dabei für ein emissionsfreies<br />

und effizientes Raumklima.<br />

Bildnachweis (alle Bilder): Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr<br />

Für den „Macher“ Stefan Voit stellte dieser<br />

Energieträgerwechsel eine geeignete<br />

Gelegenheit dar, sich im gleichen Atemzug<br />

auch vom ungeliebten Wärmeverteilsystem<br />

Gas-Dunkelstrahler zu trennen. Die<br />

Technik war nicht nur wartungsintensiv,<br />

sondern stand auch im Widerspruch<br />

zum unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsanspruch.<br />

„Jeder Dunkelstrahler galt<br />

als einzelne Verbrennungsanlage und<br />

benötigte daher ein separates Abgasrohr.<br />

Von der verpflichtenden Prüfung durch<br />

den Schornsteinfeger zweimal im Jahr<br />

ganz zu schweigen – alles in allem also<br />

ein enormer Aufwand und energetisch<br />

nicht mehr zeitgemäß“, erinnert sich der<br />

Geschäftsführer.<br />

20 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


industriebau / wirtschaftsbau<br />

special<br />

Über 3.500 m 2 Deckenstrahlplatten ersetzen heute die früheren Gas-Dunkelstrahler. Das System arbeitet wartungsfrei und ermöglicht eine<br />

gleichmäßige Wärmeverteilung in allen Hallenbereichen.<br />

Deckenstrahlplatten<br />

boten die Lösung<br />

Auf der Suche nach einem geeigneten<br />

Ersatz, war eines schnell klar: Selbst<br />

moderne Dunkelstrahler würden dem<br />

Stahlfertiger nicht mehr in die Halle kommen.<br />

Auch Umluftheizungen waren keine<br />

Option, denn die Luftbewegung hätte<br />

Staub und Schmutz ins Gewerk gebracht.<br />

Zudem bringt die tägliche Arbeit mit Stahl<br />

einen ganz eigenen Anspruch mit sich,<br />

wie Stefan Voit erklärt: „Wir benötigen<br />

die Wärme für die Funktionstüchtigkeit<br />

der Maschinen, dafür muss sie möglichst<br />

gleichbleibend und gleichmäßig verteilt<br />

bereitgestellt werden. Temperaturänderungen<br />

wirken sich beispielsweise stark auf<br />

Krananlagen aus, wie sie in den Hallen allesamt<br />

unter der Decke installiert sind. Die<br />

gesamte Stahlkonstruktion dehnt sich bei<br />

wechselhaften Temperaturen messbar aus<br />

oder zieht sich zusammen. Dadurch kann<br />

sich der Kranwagen verkanten, Schienen<br />

können sich verschieben und die Belastung<br />

auf das Fahrwerk steigt.“ Darüber<br />

hinaus lag es dem Geschäftsführer sehr<br />

am Herzen, seinen Mitarbeitenden ein angenehmes<br />

Arbeitsumfeld mit behaglichen<br />

Temperaturen zu ermöglichen.<br />

Mit diesen Vorgaben machte man sich<br />

2017 auf die Suche und wurde schnell<br />

auf den Raumklimaspezialisten Zehnder<br />

aufmerksam, dessen Deckenstrahlplatten<br />

exakt dem Anforderungsprofil des<br />

Stahlbauers entsprachen. Die Auswahl<br />

fiel bewusst auf den Typ Zehnder ZIP<br />

– dieser ist nicht nur besonders leistungsfähig,<br />

sondern auch leicht und<br />

daher ideal für die Montage in Hallen mit<br />

Kranbahnen geeignet. „Bei Raumhöhen<br />

von acht bis zehn Metern und laufendem<br />

Produktionsbetrieb war das ein echter<br />

Pluspunkt“, erklärt Zehnder Gebietsleiter<br />

Bernd Sämann. Die Befestigung erfolgte<br />

über Trapezblech-Unterschalen mit<br />

Kettenabhängung – ein Verfahren, das in<br />

allen Hallen zuverlässig und zeiteffizient<br />

umgesetzt werden konnte. Die Planung<br />

der Achsabstände und Auslegung der<br />

Heizleistung übernahm Zehnder auf Basis<br />

übermittelter Hallenpläne.<br />

Strahlungsprinzip<br />

sorgt für<br />

Komfort und Effizienz<br />

In Waidhaus spielt das Strahlungsprinzip<br />

der Deckenstrahlplatten eine entscheidende<br />

Rolle, denn gerade in großvolumigen<br />

Hallen wirkt sich die Art der Wärmeübertragung<br />

unmittelbar auf Effizienz und<br />

Komfort aus. Während konventionelle<br />

Heizsysteme zunächst enorme Luftmengen<br />

aufheizen müssen, bevor die Wärme<br />

überhaupt an Arbeitsbereiche, Maschinen<br />

oder Bauteile gelangt, arbeiten die Deckenstrahlplatten<br />

wesentlich direkter und<br />

wirtschaftlicher. Nach dem Vorbild der<br />

Sonnenstrahlung geben sie ihre Energie<br />

unmittelbar an Oberflächen, Maschinen<br />

und Personen ab, sodass die Wärme mit<br />

hoher Effizienz genau dort ankommt,<br />

wo sie benötigt wird. Dadurch kann die<br />

Raumluft um bis zu drei Kelvin kühler<br />

bleiben als bei klassischen Konvektionslösungen,<br />

was den Energieverbrauch<br />

spürbar senkt.<br />

„Zehnder Deckenstrahlplatten sorgen<br />

für ein deutliches Plus an Komfort und<br />

Behaglichkeit, denn der Betrieb ist sehr<br />

leise, es entsteht keine trockene Raumluft<br />

und dank der Regelung lässt sich die<br />

Temperatur exakt den individuellen Anforderungen<br />

anpassen“, erläutert Zehnder<br />

Gebietsleiter Bernd Sämann. Zugleich<br />

erzeugt das System keine Luftbewegung,<br />

wodurch kein Staub und andere Partikel<br />

aufgewirbelt werden.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

21


special<br />

industriebau / wirtschaftsbau<br />

Die Montage der Deckenstrahlplatten erfolgte<br />

trotz laufendem Produktionsbetrieb schnell und<br />

zuverlässig. Dank des geringen Eigengewichts<br />

eignen sie sich ideal für Hallen mit integrierten<br />

Kranbahnen.<br />

Wartungsfrei und mit<br />

langer Lebensdauer<br />

Auch im Hinblick auf den Betrieb zeigen<br />

sich klare Vorteile: Während die früher<br />

eingesetzten Dunkelstrahler regelmäßig<br />

gewartet und gereinigt werden mussten,<br />

arbeiten die Deckenstrahlplatten von<br />

Zehnder vollständig wartungsfrei und<br />

sind für eine besonders lange Lebensdauer<br />

ausgelegt – was sowohl die laufenden<br />

Kosten reduziert als auch die Instandhaltung<br />

des Gesamtsystems vereinfacht.<br />

Zudem gewährleisten sie eine außerordentlich<br />

gleichmäßige Wärmeverteilung<br />

auf konstantem Temperaturniveau im<br />

gesamten Hallenbereich. „Die optionale<br />

Kühlfunktion der Deckenstrahlplatten wurde<br />

in Waidhaus nicht benötigt, ließe sich<br />

allerdings jederzeit nachrüsten“, ergänzt<br />

Sämann.<br />

Dank zentraler und witterungsgeführter Regelung<br />

reagiert das Heizsystem flexibel auf<br />

Temperaturschwankungen. Die konstanten<br />

klimatischen Bedingungen unterstützen zugleich<br />

präzise Arbeitsprozesse im Stahlbau<br />

Während von 2017 bis Juni 2024 alle<br />

neu gebauten Hallen mit Deckenstrahlplatten<br />

Zehnder ZIP ausgestattet wurden,<br />

entschied sich Voit im März 2022 für<br />

den Abriss der in die Jahre gekommenen<br />

ersten Halle. Ab dann wurden in Rekordzeit<br />

sukzessive in allen Bestandshallen<br />

die ausgedienten Dunkelstrahler mit<br />

Deckenstrahlplatten ausgetauscht – wohl<br />

gemerkt, während der Bau von jährlich<br />

zwischen einer bis drei neuen Hallen weiterlief.<br />

Heute steht in Waidhaus ein beeindruckendes<br />

Arsenal von 22 Fertigungshallen,<br />

die alle mit Deckenstrahlplatten<br />

nachhaltig, behaglich und energieeffizient<br />

beheizt werden. Auf insgesamt 27.000<br />

m 2 – das entspricht nahezu vier Fußballfeldern<br />

– sorgen gut 3.500 m 2 Deckenstrahlplatten<br />

für optimales Raumklima.<br />

„Ohne eine exzellente Verzahnung der<br />

einzelnen Gewerke, wäre dieses Projekt<br />

überhaupt nicht zu stemmen gewesen“,<br />

zeigt sich Stefan Voit sichtlich zufrieden<br />

und spricht ein großes Lob aus: „In den<br />

sieben Jahren, die wir mit Zehnder mehr<br />

oder weniger ohne Unterbrechung zusammengearbeitet<br />

haben, gab es rein gar<br />

nichts zu beanstanden“. Damit ist es nicht<br />

verwunderlich, dass auch alle zukünftigen<br />

Hallen in Waidhaus standardmäßig<br />

mit Deckenstrahlplatten des Herstellers<br />

ausgestattet werden sollen.<br />

Die Energieversorgung der Hallen läuft<br />

witterungsgeführt. Die Vorlauftemperatur<br />

beträgt bis zu 85 °C, mit einer Spreizung<br />

von etwa 15 bis 20 Kelvin zum Rücklauf.<br />

Gesteuert wird zentral, wobei die Heizperiode<br />

etwa im Oktober beginnt und bis<br />

ins Frühjahr reicht. Die Zieltemperatur in<br />

den Hallen liegt konstant zwischen 14<br />

und 18 °C – ausreichend für ein angenehmes<br />

Arbeitsumfeld und gleichzeitig<br />

förderlich für stabile Prozessbedingungen<br />

im Stahlbau.<br />

In den Hallen herrscht durchgehend ein angenehmes<br />

Temperaturniveau zwischen 14 und<br />

18 °C. Kältezonen, Luftzug und Staubaufwirbelungen<br />

gehören seit dem Austausch der<br />

Dunkelstrahler der Vergangenheit an.<br />

Positve Rückmeldungen<br />

Die Vorteile liegen für Stefan Voit auf<br />

der Hand: „Wir haben ein System, das<br />

wartungsfrei läuft, keine Emissionen<br />

erzeugt, vollständig regenerativ betrieben<br />

wird und ein hervorragendes Raumklima<br />

schafft – mehr kann man sich kaum<br />

wünschen.“ Rückmeldungen der Mitarbeitenden<br />

bestätigen das: Gleichmäßige<br />

Temperaturen, keine Kältezonen, kein<br />

Luftzug, kein Staub – dafür hohe Behaglichkeit<br />

und volle Konzentration auf die Arbeit.<br />

„Heute ist die Wärmezufuhr einfach<br />

da, ohne dass man sie bemerkt – genau<br />

so soll es sein“, fasst Voit zusammen.<br />

Mit dem energieautarken Konzept setzt<br />

Witron Stahlfertiger in Waidhaus Maßstäbe<br />

für nachhaltige Industriearchitektur in<br />

Deutschland. „Wir liegen hier zwischen<br />

50 und 55 % Energieautarkie. Würden<br />

wir nicht im Zweischichtbetrieb arbeiten,<br />

läge diese beeindruckende Zahl noch um<br />

einiges höher. Schade, dass nachts keine<br />

Sonne scheint“, scherzt der Geschäftsführer.<br />

Der oberpfälzische Standort zeigt<br />

eindrucksvoll, dass ökologisches Bauen<br />

und wirtschaftliches Arbeiten kein Widerspruch<br />

sein müssen – ganz im Gegenteil.<br />

Und dank der zuverlässigen Heiztechnik ist<br />

sichergestellt, dass Komfort und Energieeffizienz<br />

auch in Zukunft Hand in Hand gehen.<br />

22 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


objekte<br />

Akustikraum im Gasometer Oberhausen<br />

Rund, hochschallgedämmt, multifunktional<br />

Der Gasometer in Oberhausen war bis 1988 Europas größter in Betrieb befindlicher Scheibengasbehälter.<br />

Seit nunmehr drei Jahrzehnten ist er bedeutendes Wahrzeichen der Industriekultur<br />

im Ruhrgebiet und mit bisher 18 aufsehenerregenden Ausstellungen ein beliebter<br />

Publikumsmagnet für Besucherinnen und Besucher von nah und fern. Das 117,5 Meter hohe<br />

Bauwerk mit einem Durchmesser von knapp 68 Metern ist damit die höchste Ausstellungshalle<br />

Europas. Ein besonderes Highlight der letzten Ausstellung „Planet Ozean“, die bis November<br />

2025 in Oberhausen zu sehen war, war die immersive Installation „Klang der Tiefe“. Eigens für<br />

diese wurde unter Denkmalschutzbedingungen ein runder, hochschallgedämmter und multifunktionaler<br />

Akustikraum geschaffen. Für die architektonische Gestaltung und die besondere<br />

Form des Projekts war das KunstPlus Studio aus Berlin verantwortlich. Die höchst anspruchsvolle<br />

Planungsarbeit verlangte nach einer ebenso perfekten Umsetzung, die in die Hände der<br />

Bauunternehmung J. Brinkmann GmbH aus Oberhausen gelegt wurde.<br />

Der „Klang der Tiefe" war eine<br />

faszinierende Reise durch die unbekannten<br />

Klanglandschaften der<br />

Weltmeere. Ein spannender Ausflug in<br />

die geheimnisvolle Unterwasserwelt und<br />

die einmalige Welt des Klangs. In einem<br />

runden, annähernd schalldichten Akustikraum<br />

mit einem Durchmesser von 14,5<br />

Metern lauschten Besucherinnen und<br />

Besucher dem geheimnisvollen Gesang<br />

der Wale, den typischen Klicklauten der<br />

Delfine oder den vielfältigen Geräuschen<br />

der kleinen Meeresbewohner unterhalb<br />

der Wasseroberfläche. Der Akustikraum<br />

findet sich in zentraler Lage des Gasometers<br />

und wird optisch überarbeitet auch<br />

im Rahmen der kommenden Ausstellung<br />

genutzt werden.<br />

Herausforderung<br />

Denkmalschutz<br />

Zentrales Element des Akustikraums ist<br />

die riesige, denkmalgeschützte Gasdruckscheibe,<br />

das Herzstück des Gasometers.<br />

Die Scheibe „schwamm" einst auf dem<br />

im Bauwerk gelagerten Gas und hielt<br />

den Druck konstant. Nun lagert sie auf<br />

4,30 Meter hohen Stahlstützen und<br />

bildet so die tragende Deckenkonstruktion.<br />

Aufgabe der Ausbauspezialisten der<br />

Bauunternehmung J. Brinkmann war es,<br />

hochschalldämmende Trockenbauwandkonstruktionen<br />

in die Stahlkonstruktion<br />

zu integrieren. Zudem sollten die Wände<br />

für die Aufnahme von Ausstellungsexponaten<br />

ausgerüstet werden. Und das unter<br />

erschwerten Voraussetzungen: Während<br />

Der Gasometer in Oberhausen hat einen Durchmesser von knapp 68 Meter und ist 117,5 Meter hoch. Bis 1988 war er Europas größter in<br />

Betrieb befindlicher Scheibengasbehälter. Seit mehr als drei Jahrzehnten ist das Bauwerk ein bedeutendes Wahrzeichen der Industriekultur im<br />

Ruhrgebiet. Mit bisher 18 aufsehenerregenden Ausstellungen ist der Gasometer ein beliebter Publikumsmagnet für Besucherinnen und Besucher<br />

von nah und fern. Ein besonderes Highlight der letzten Ausstellung „Planet Ozean“ war die immersive Installation „Klang der Tiefe“, für die unter<br />

Denkmalschutzbedingungen ein runder hochschallgedämmter und multifunktionaler Akustikraum geschaffen wurde.<br />

Bildnachweis (alle Bilder): Nielinger Fotografie<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

23


objekte<br />

der gesamten Bauzeit musste das Team<br />

konsequent auf die Sauberkeit der Baustelle<br />

achten, da parallel bereits Ausstellungsexponate<br />

aufgebaut wurden.<br />

Nur geklebt<br />

und geklemmt!<br />

Die zentrale Herausforderung bestand darin,<br />

dass die Befestigung der Wand- und<br />

Deckenanschlüsse aus Denkmalschutzgründen<br />

nicht mit üblichen Verbindungsmitteln<br />

erfolgen durfte. „Es durften also<br />

keine Verschraubungen vorgenommen<br />

werden – weder in die denkmalgeschützte<br />

Gasdruckscheibe noch in die Stahlstützen.<br />

Wir mussten garantieren, dass sich<br />

von uns verbaute Konstruktionen, wie<br />

zum Beispiel die Abdichtung der Wandund<br />

Deckenanschlüsse, rückstandslos<br />

entfernen lassen", erläutert Projektleiter<br />

Benjamin Brinkmann. Daher wurden die<br />

seitlichen Wand- und Deckenanschlüsse<br />

der Wandkonstruktion statt mit herkömmlichen<br />

Verbindungsmitteln mittels Klebetechnik<br />

in den Stahlstützen fixiert.<br />

Anschlüsse von Wand-<br />

, Decke- und oberem<br />

Wandkopf<br />

Die Anschlüsse wurden zusätzlich verkeilt,<br />

verspannt und auf voller Wandhöhe ausgeschäumt,<br />

um die Stabilität sicherzustellen.<br />

Anschließend wurden die seitlichen<br />

Wandfugen mit Klebeband luftdicht<br />

abgedichtet. Den Anschluss des oberen<br />

Wandkopfes realisierte das Trockenbauteam<br />

über eine Anpresstechnik. Dabei<br />

wurde der Hohlraum zwischen dem<br />

oberen UA-Profil und der denkmalgeschützten<br />

Stahl-Gasdruckscheibe in den<br />

Wänden dicht mit Isover Akustic SSP1<br />

Schallschutzplatten aus Glaswolle und<br />

im Bereich des Deckenanschlusses mit<br />

Isover BSP 40 Steinwolle Brandschutzplatten<br />

ausgefüllt.<br />

Beste Q4-Qualität<br />

für Projektionsflächen<br />

Für die Ausführung der Wandkonstruktionen<br />

fand das Ausbauteam gemeinsam<br />

mit dem Architekten, dem Brandschutzbeauftragten<br />

und den Rigips Technikern<br />

in der massiven Trockenbauplatte Rigips<br />

Habito die ideale Lösung. Diese wurde<br />

als Beplankungsmaterial an die zwischen<br />

den Stahlstützen verspannten Ständerwerksprofile<br />

von den Spezialisten der<br />

Bauunternehmung J. Brinkmann montiert.<br />

„Bedingt durch den zu wahrenden<br />

Abstand von etwa 3 cm zwischen der<br />

sich ausdehnenden Raumdecke beziehungsweise<br />

Stahl-Gasdruckscheibe und<br />

der eigentlichen Wandbeplankung haben<br />

wir die Dehnungsfuge genau wie bei den<br />

Wandanschlüssen mit Hilfe eines Spezialkompressionsbandes<br />

luftdicht abgedichtet",<br />

so Benjamin Brinkmann. Für hochwertige<br />

Oberflächen kam der besonders<br />

einfach zu verarbeitende und vielseitig<br />

einsetzbare Rigips Vario Fugenspachtel<br />

zum Einsatz, der unter anderem über ein<br />

sehr gutes Haftvermögen und äußerst<br />

geringes Einfallverhalten verfügt. „Im<br />

gesamten Innenbereich des Akustikraums<br />

haben wir mit Q4 die höchste Oberflächenqualität<br />

realisiert. Die Wände bilden<br />

damit auch ideale Projektionsflächen."<br />

Schwere Lasten<br />

befestigen<br />

ohne Dübel<br />

Für die massive Trockenbauplatte Rigips<br />

Habito zur Ausführung der Wandkonstruktionen<br />

hatten sich die Ausbau-Experten<br />

der Bauunternehmung J. Brinkmann<br />

bewusst entschieden, um die vielfältigen<br />

Anforderungen bestmöglich lösen zu<br />

können: „Die hochwertige Platte weist<br />

ausgezeichnete Schall- und Brandschutzeigenschaften<br />

auf. Sie ermöglicht<br />

Brandschutzkonstruktionen in F30 und<br />

F90 und bietet zudem einen besseren<br />

Schallschutz als Standardkonstruktionen.<br />

Zwischen Massivbaustoffen und Rigips<br />

Habito liegt ein Unterschied von 25 dB.<br />

Der Ausstellungsbetrieb verlangte nach<br />

bestem Schallschutz. Deshalb haben<br />

wir bei Produktauswahl und Ausführung<br />

auf hochwertige Qualität geachtet. Mit<br />

Rigips Habito haben wir im Akustikraum<br />

darüber hinaus selbst schwere Lasten<br />

an jeder gewünschten Stelle der Trockenbauwände<br />

befestigen können – und<br />

zwar ohne Dübel und Bohrmaschine.<br />

Gearbeitet haben wir lediglich mit einem<br />

Schraubendreher und den zugehörigen<br />

Rigips Habito Schrauben." Eine 12,5 mm<br />

An die zwischen den Stahlstützen verspannten Ständerwerksprofile schraubte das Ausbauteam die massive Trockenbauplatte Rigips Habito.<br />

Bedingt durch den zu wahrenden Abstand von etwa 3 cm zwischen der sich ausdehnenden Raumdecke beziehungsweise Stahl-Gasdruckscheibe<br />

und der eigentlichen Wandbeplankung wurde die Dehnungsfuge wie bei den Wandanschlüssen mit Hilfe eines Spezialkompressionsbandes<br />

luftdicht abgedichtet.<br />

24<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


objekte<br />

Für hochwertige Oberflächen kam ein vielseitig einsetzbarer Fugenspachtel zum Einsatz, der über ein sehr gutes Haftvermögen und ein äußerst<br />

geringes Einfallverhalten verfügt. Im gesamten Innenbereich des Akustikraums wurden die Oberflächen in höchster Q4-Qualität ausgeführt. Die<br />

Wände lassen sich damit ideal als Projektionsfläche nutzen. Neben ihrer robusten Oberfläche und dem hohen Schallschutz überzeugt die eingesetzte<br />

Gipsbauplatte auch mit der einfachen Befestigung selbst schwerer Lasten an jeder gewünschten Stelle der Trockenbauwände. Dabei<br />

waren weder Dübel noch Bohrmaschinen erforderlich. Der runde, annähernd schalldichte Akustikraum wird nach einer optischen Überarbeitung<br />

auch in der kommenden Ausstellung „Mythos Wald“ (ab 20. März <strong>2026</strong>) genutzt werden. Dann wird die Soundinstallation „Global Sunrise“ zu<br />

hören sein. Dabei wird es um Geräusche gehen, die an verschiedenen Orten der Welt bei Sonnenaufgang zu hören sind.<br />

starke Platte weist eine Zugfestigkeit von<br />

30 kg pro Schraube auf. Bei zweilagiger<br />

Beplankung können sogar Gewichte bis<br />

zu 60 kg montiert werden.<br />

Höchst widerstandsfähig<br />

und robust<br />

Eine weitere Stärke der massiven Trockenbauplatte<br />

ist ihre große Robustheit.<br />

Die Platte ist um bis zu 50 Prozent widerstandsfähiger<br />

als herkömmliche Putzoberflächen.<br />

Mechanische Belastungen wie<br />

Schläge oder Stöße prallen einfach an ihr<br />

ab. „Die Ausstellung im Gasometer haben<br />

sich mehr als 1,5 Millionen Besucherinnen<br />

und Besucher angesehen – da<br />

muss das Plattenmaterial schon einiges<br />

aushalten können. Rigips Habito hat eine<br />

besonders harte Oberfläche, das macht<br />

sie höchst robust und widerstandsfähig<br />

gegenüber Einwirkungen von außen."<br />

Intelligente Lösungen<br />

Die Fachjuroren der 14. Rigips Trophy<br />

2024 I 2025 zeigte sich von der Vielzahl<br />

intelligenter Lösungen für besonders<br />

knifflige Aufgabenstellungen auf Anhieb<br />

überzeugt: Für ihre herausragende Leistung<br />

wurden die Ausbauprofis im Rahmen<br />

der 14. Rigips Trophy mit dem Sonderpreis<br />

Akustik ausgezeichnet. So mussten<br />

die Spezialisten der Bauunternehmung J.<br />

Brinkmann GmbH die Raum- und Bauakustik<br />

stets parallel im Blick haben. Auch<br />

musste wegen der temporären Nutzung<br />

Bauherr:<br />

Architekt:<br />

Trockenbau:<br />

Bautafel<br />

des Ausstellungsraums der Rückbau<br />

bereits von Anfang an mit eingeplant<br />

werden.<br />

Das Bauprojekt profitiere in besonderem<br />

Maße von den ausgezeichneten Schallschutzeigenschaften<br />

der faserarmierten<br />

Gipsplatten sowie deren hohe Robustheit<br />

zum Schutz von Exponaten und Wänden,<br />

so das einhellige Votum der Jury.<br />

Gasometer Oberhausen GmbH,<br />

Oberhausen<br />

Kunst+ (Kunst Plus) - Karsten Schuhl, Berlin<br />

Bauunternehmung J. Brinkmann GmbH,<br />

Essen / Oberhausen<br />

Rigips Gebietsleiter: Udo Struensee, Saint-Gobain Rigips GmbH,<br />

Düsseldorf<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

25


objekte<br />

Hainer Höfe, Frankfurt a.M.<br />

Zwischen Gründerzeit und<br />

zeitgemäßem Wohnkomfort<br />

Olga Felker<br />

Im dicht bebauten Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen verbinden die neuen Hainer Höfe architektonische<br />

Ordnung mit nutzerfreundlicher Wohnqualität. Die zeitgemäße Neuinterpretation<br />

klassischer Stadtarchitektur trifft auf durchdachte Grundrisse und eine solide konstruktive Basis.<br />

umfassende Absicherung der umliegenden<br />

Grundstücke und Bebauungen<br />

notwendig machte.<br />

Eine Neuinterpretation<br />

der Gründerzeit<br />

Der rücksichtsvolle Umgang mit dem<br />

städtebaulichen Kontext setzt sich in der<br />

Fassadengestaltung fort. Die Architektur<br />

der Hainer Höfe interpretiert die Frankfurter<br />

Stadtbaukultur der Gründerzeit auf<br />

zeitgemäße Weise. Dies zeigt sich in klar<br />

vertikal strukturierten Fassaden, die dem<br />

Baukörper Ordnung verleihen. Hinsichtlich<br />

des Materialeinsatzes ist die Fassade<br />

hingegen horizontal zoniert. Ein dunkler<br />

Klinkersockel im Erdgeschoss verankert<br />

das Gebäude optisch mit den älteren<br />

Bestandsbauten. Darüber wechseln sich<br />

helle Putzflächen mit verklinkerten Bereichen<br />

ab, wodurch die Fassadenabschnitte<br />

differenziert, aber dennoch zusammengehalten<br />

werden.<br />

Von den Grünflächen der Hainer Höfe ist auch das Wahrzeichen Sachsenhausens gut sichtbar:<br />

der Henninger Turm. Ehemals als Getreidesilo genutzt, dient er nun als Aussichtsplattform.<br />

Bildnachweis (alle Bilder): palladium.de<br />

Südlich des Mains, zwischen Henninger-Turm,<br />

Alt-Sachsenhausen<br />

mit seinen urigen Ebbelwoi-Lokalen<br />

(Apfelweinlokale) und Museumsufer,<br />

liegt ein Frankfurter Viertel, das für seine<br />

Mischung aus traditionellem Charme und<br />

urbanem Flair bekannt ist: Sachsenhausen.<br />

Genau hier, am Hainer Weg, hat die<br />

Dietmar Bücher Schlüsselfertiges Bauen<br />

GmbH & Co. KG mit den Hainer Höfen<br />

ein Wohnprojekt realisiert, das rund 150<br />

Wohnungen umfasst, berichtet Planungsleiter<br />

Uwe Vierl. Seine Lage im begehrten,<br />

bevölkerungsreichsten Stadtteil Frankfurts<br />

verlangte nach einer Architektur, die die<br />

dichte Umgebung respektiert und sich in<br />

das historisch gewachsene Viertel einfügt.<br />

Um diesem Anspruch gerecht zu werden,<br />

ließ sich das Planungsbüro Wentz & Co.<br />

von den Bestandsbauten Sachsenhausens<br />

inspirieren: „Das moderne Mehrfamilienhaus<br />

ist eine hochwertige Interpretation<br />

klassischer Frankfurter Stadtarchitektur<br />

der Gründerzeit.“<br />

Raum schaffen<br />

für den Wandel<br />

Noch bevor mit dem Bau der „Hainer<br />

Höfe“ begonnen werden konnte, musste<br />

das Gelände vorbereitet werden. Hierzu<br />

gehörte der Abbruch mehrerer alter Bestandsgebäude.<br />

Zusätzlich erforderten die<br />

Vorgaben der damaligen Stellplatzsatzung<br />

den Bau einer dreigeschossigen Tiefgarage.<br />

In dem dicht bebauten Gebiet stellte<br />

dies eine besondere Herausforderung dar:<br />

Die Planung mündete in einer zeitweise<br />

bis zu 13 Meter tiefen Baugrube, die eine<br />

Ein weiteres Gestaltungselement sind die<br />

hochformatigen Fenster, die geschossweise<br />

übereinander angeordnet wurden<br />

und ein regelmäßiges Raster bilden.<br />

Diese vertikale Abfolge wird durch leicht<br />

vorspringende Fassadenelemente und<br />

plastisch ausgebildete Rahmen betont.<br />

Balkone und französische Balkone sind<br />

konsequent in diese Ordnung eingebunden.<br />

Teilweise auskragend, teilweise in<br />

die Fassadenebene integriert, erzeugen<br />

sie Tiefe und Schattenwirkung. Besonders<br />

die halbrunden Balkone in den Klinkerfassaden<br />

setzen plastische Akzente, ohne<br />

den Gesamtrhythmus zu stören. Damit<br />

bringt die Fassadengestaltung der Hainer<br />

Höfe Ruhe in den ansonsten umtriebigen<br />

Stadtteil.<br />

Wohnraum für einen<br />

diversen Stadtteil<br />

Um der komplexen und diversen Bevölkerungszusammensetzung<br />

Sachsenhausens<br />

gerecht zu werden, reicht das<br />

Wohnungsangebot in dem achtgeschos-<br />

26<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


objekte<br />

Die Fassade der Hainer Höfe ist vertikal klar durch die großen Fenster strukturiert. Horizontal<br />

wechselt der Aufbau zwischen Putz- und Klinkerflächen, wodurch die historischen Bestandsbauten<br />

optisch in den Neubau integriert werden.<br />

Die berühmte Frankfurter Skyline ist von den<br />

Balkonen aus sichtbar.<br />

sigen Gebäudekomplex von kompakten<br />

Singlewohnungen mit 46 m² bis zu<br />

großzügigen Familienwohnungen mit bis<br />

zu 200 m². Große Fensterflächen sorgen<br />

für helle Räume und eine gute Belichtung.<br />

Alle Geschosse sind barrierefrei über Aufzüge<br />

erreichbar – ein Standard, der für die<br />

langfristige Nutzbarkeit innerstädtischer<br />

Wohngebäude zunehmend an Bedeutung<br />

gewinnt.<br />

Das U-förmig angelegte Gebäude bildet<br />

einen Innenhof aus, der sowohl private<br />

Vorgärten als auch halböffentliche Aufenthaltsbereiche<br />

umfasst. Die gärtnerisch<br />

gestalteten Freiflächen bieten den<br />

Bewohnern einen geschützten Rückzugsraum<br />

und Ort der Begegnung – ein wichtiger<br />

Ausgleich zur dichten Bebauung<br />

des Quartiers. Gleichzeitig tragen sie zur<br />

Verbesserung des Mikroklimas bei.<br />

Fassade und<br />

Konstruktion<br />

Die Qualität dieser Wohn- und Außenräume<br />

stellte zugleich hohe Anforderungen<br />

an die konstruktive Umsetzung des<br />

Projekts. Die Konstruktion samt dreigeschossiger<br />

Tiefgarage erforderte eine<br />

robuste und massive Bauweise. Gerade<br />

im innerstädtischen Kontext spielte auch<br />

der Schallschutz eine zentrale Rolle. Die<br />

hohen Anforderungen konnten schließlich<br />

mit einer KS-Bauweise erfüllt werden.<br />

„Für uns ist Kalksandstein immer die<br />

erste Wahl“, erläutert Vierl die Entscheidung.<br />

Der massive Wandbaustoff von<br />

KS-Original biete sehr gute Schallschutzeigenschaften<br />

und erfülle zugleich hohe<br />

Anforderungen an Tragfähigkeit und<br />

Brandschutz.<br />

In diesem Fall entschied sich das Bauunternehmen<br />

für Kalksandsteine des Bausystems<br />

KS-Quadro. Das System besteht<br />

aus klar definierten und aufeinander<br />

abgestimmten Regel- und Ergänzungselementen<br />

im 12,5er Raster. Dieses Baukastenprinzip<br />

erleichterte die flexible, schnelle<br />

und wirtschaftliche Planung sowie Ausführung<br />

der Außen- sowie tragenden Innenwände<br />

ohne umfangreiche Zuschnitte.<br />

„Trotz komplexer Rahmenbedingungen<br />

konnten wir so im vorgesehenen Zeitrahmen<br />

bleiben“, fasst Vierl die Erfahrungen<br />

aus der Bauphase zusammen.<br />

Nachhaltig bauen<br />

mit Kalksandstein<br />

Abgesehen von den baulichen Vorteilen<br />

des massiven Steins waren es auch<br />

ökologische Aspekte, die Architekt Vierl<br />

überzeugten. Durch seine hohe Rohdichte<br />

und natürliche Zusammensetzung aus<br />

Kalk, Sand und Wasser trage der weiße<br />

Wandbildner zu einem ausgeglichenen<br />

Raumklima bei.<br />

Die Fähigkeit, Wärme zu speichern und<br />

zeitversetzt wieder abzugeben, wirke sich<br />

sowohl im Sommer als auch im Winter<br />

positiv auf den Wohnkomfort in den<br />

Innenräumen aus und unterstütze einen<br />

energieeffizienten Betrieb des Gebäudes.<br />

„Zudem wird Kalksandstein aus heimischen,<br />

nahezu unbegrenzt verfügbaren<br />

Rohstoffen hergestellt. Kurze Transportwege<br />

reduzieren Emissionen, und die<br />

Härtung erfolgt mit Wasserdampf statt<br />

durch Brennprozesse, was den Energiebedarf<br />

der Herstellung deutlich senkt“,<br />

schließt Vierl ab.<br />

Der Gebäudekomplex erforderte eine massive,<br />

robuste Konstruktion. Mit KS-Quadro konnte<br />

diese realisiert werden.<br />

Gelungene<br />

Nachverdichtung<br />

Mit den Hainer Höfen ist in Frankfurt-Sachsenhausen<br />

ein neuer Baustein entstanden,<br />

das den anspruchsvollen Rahmenbedingungen<br />

einer innerstädtischen Nachverdichtung<br />

konsequent Rechnung trägt. Architektur,<br />

Konstruktion und Baustoffwahl<br />

greifen ineinander und bilden eine robuste<br />

Grundlage für langfristig nutzbaren Wohnraum.<br />

Die klare städtebauliche Haltung,<br />

die präzise Fassadengestaltung und der<br />

qualitätsvolle Außenraum tragen ebenso<br />

zur Gesamtwirkung bei wie die funktional<br />

durchdachten Grundrisse. So steht das<br />

Projekt beispielhaft für einen zeitgemäßen,<br />

massiven Wohnungsbau, der sich in den<br />

Bestand einfügt und zugleich zukunftsfähige<br />

Lösungen bietet.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

27


special<br />

vorbericht: fensterbau frontale<br />

Fensterbau Frontale <strong>2026</strong><br />

Praxiswissen und Innovationen vereint<br />

Die Fensterbau Frontale<br />

<strong>2026</strong> bringt die Branche<br />

zusammen – mit<br />

konkreten Lösungen für die<br />

Praxis, innovativen Ideen und<br />

einem Rahmenprogramm, das<br />

Mehrwert bietet. Vom 24. bis<br />

27. März <strong>2026</strong> in Nürnberg<br />

erwartet die Fachwelt eine<br />

Messe, die Antworten auf<br />

aktuelle Herausforderungen<br />

liefert und Raum für Austausch<br />

schafft. Die Zeichen stehen<br />

gut, dass die internationale<br />

Weltleitmesse für Fenster,<br />

Türen und Fassaden erneut<br />

zum zentralen Branchentreffpunkt<br />

wird.<br />

Vom 24. bis 27. März <strong>2026</strong><br />

wird die Fensterbau Frontale<br />

wie gehabt im Messeduo mit<br />

der Holz-Handwerk um 10 Uhr<br />

ihre Tore in Nürnberg öffnen.<br />

Die Resonanz ist positiv: mit<br />

einer Fläche analog zu 2024<br />

dürfte eine starke Basis für<br />

erfolgreiche Begegnungen<br />

gelegt worden sein. Im Fokus<br />

stehen Themen wie energetische<br />

Sanierung, serielles und<br />

modulares Bauen, Recycling<br />

und Kreislaufwirtschaft,<br />

Sicherheit sowie klimasichere<br />

Bauweisen. Damit reagiert die<br />

Veranstaltung auf die zentralen<br />

Herausforderungen der<br />

Bau- und Architekturbranche.<br />

Elke Harreiß, Abteilungsleitung<br />

der Fensterbau Frontale,<br />

betont: „Die positive Resonanz<br />

freut uns sehr und bestätigt<br />

die Relevanz der Fensterbau<br />

Frontale für die Branche. Sie ist<br />

nicht nur eine Plattform für Produkte<br />

und Innovationen, sondern<br />

auch für den persönlichen<br />

Dialog und die Vernetzung.“<br />

Neben den Ausstellungsbereichen<br />

bietet die Messe<br />

ein umfangreiches Rahmenprogramm,<br />

das praxisnahes<br />

Wissen und Inspiration vereint.<br />

Informationen dazu sind auf<br />

der Website abrufbar. Ein<br />

zentrales Element ist die neue<br />

Fensterbau Frontale Stage,<br />

die als internationale Plattform<br />

für Innovation, Austausch<br />

und Inspiration dient. Hier<br />

werden aktuelle Markttrends<br />

beleuchtet, Guided Tours<br />

gestartet und erstmals der<br />

Innovation Award verliehen.<br />

Auch das Fensterbau Frontale<br />

Forum versorgt Besuchende<br />

mit praxisnahem Wissen zu<br />

Branchenthemen. Dort wird<br />

die Verleihung des „Fensterbauer<br />

des Jahres <strong>2026</strong>“ und<br />

„MeisterAwards“ stattfinden.<br />

Der mit der Holz-Handwerk<br />

gemeinsame Programmpunkt<br />

Fokus Innentüren in Kooperation<br />

mit dem Fachmagazin BM<br />

rückt moderne Türlösungen<br />

ins Rampenlicht.<br />

Ein weiteres Highlight bildet<br />

das kostenfreie, anmeldepflichtige<br />

Forum Architektur–<br />

Fenster–Fassade, das am 26.<br />

März <strong>2026</strong> in Zusammenarbeit<br />

mit AIT-Dialog in NCC Ost<br />

veranstaltet wird. Unter dem<br />

Leitgedanken „Balance – Bauen<br />

im Gleichgewicht“ widmen<br />

sich die Fachvorträge den<br />

zentralen Zukunftsfragen der<br />

Bauindustrie. Dabei rücken insbesondere<br />

modulares Bauen<br />

und Effizienz, zirkuläres Bauen<br />

sowie Aspekte der Klimaresilienz<br />

in den Fokus.<br />

Der Zukunftsraum präsentiert<br />

digitale Planungsprozesse und<br />

smarte Technologien. „Mit<br />

dem Zukunftsraum schaffen<br />

wir einen Ort für Handwerksbetriebe,<br />

die sich aktiv weiterentwickeln<br />

wollen“, so Heiko<br />

Fischer von 100 Prozent<br />

Digital und Mitorganisator des<br />

Zukunftsraums. „Hier bringen<br />

wir gezielt Anbieter und Betriebe<br />

zusammen, bei denen<br />

es nicht um Produktshows,<br />

sondern um echte, praxisnahe<br />

Lösungen aus den Bereichen<br />

Digitalisierung, Mitarbeiter, KI,<br />

und Führung im Unternehmen<br />

geht. Der Zukunftsraum steht<br />

für Orientierung, Austausch<br />

und Zukunft zum Anfassen.“<br />

Darüber hinaus finden die Sonderschau<br />

„klima.sicher.bauen“<br />

in Kooperation mit dem ift<br />

Rosenheim sowie die Sonderschau<br />

Metallbautreff powered<br />

by metall-markt.net statt.<br />

Chiara Sträßner, Veranstaltungsleitung<br />

der Messe erklärt:<br />

Das Fachangebot in den Hallen<br />

Halle 1,4 - BESCHLÄGE:<br />

Beschläge, Türe, Befestigungstechnik,<br />

Sicherheitstechnik,<br />

Organisationstechnik<br />

Halle 3, 3A - MASCHINEN:<br />

Maschinen, Anlagen, Werkzeuge,<br />

Betriebstechnik, Betriebsausstattung<br />

Halle 4A, 5, 6, 7, 7A - PROFILE<br />

& GLAS:<br />

Konstruktions- und Profilsysteme,<br />

Halbzeuge, Werkstoffe,<br />

Fertigungshilfsmittel, Bauelemente,<br />

Fertigelemente, Türen,<br />

Verschattungs- und Lüftungstechnik,<br />

Glas, Glaserzeugnisse<br />

Halle 1-7A - FACHINFORMA-<br />

TIONEN:<br />

Dienstleistungen, Verbände,<br />

Forschung und Entwicklung,<br />

Fachinformationen<br />

Halle 8-12: HOLZ-HANDWERK<br />

„Das Rahmenprogramm ist<br />

für uns ein zentraler Bestandteil<br />

der Messe. Es bietet<br />

den Fachbesuchenden die<br />

Möglichkeit, sich umfassend<br />

zu informieren, neue Perspektiven<br />

zu gewinnen und sich<br />

mit Experten auszutauschen.<br />

Damit schaffen wir einen Ort,<br />

an dem Wissen und Praxis<br />

zusammenkommen.“<br />

Die ideellen Träger sind der<br />

Fachverband Glas Fenster<br />

Fassade Baden-Württemberg<br />

sowie der Landesinnungsverband<br />

des Bayerischen Glaserhandwerks.<br />

Kooperationspartner<br />

ist ift Rosenheim.<br />

Im Jahr 2024 verzeichnete<br />

das Messeduo insgesamt rund<br />

75.000 Besucher und 973<br />

Aussteller aus den Bereichen<br />

Fenster-, Türen-, Fassadenbau<br />

und Holzhandwerk.<br />

Beide Messen können wieder<br />

zeitgleich mit einem Ticket<br />

besucht werden.<br />

Weitere Informationen und<br />

Tickets sind unter www.<br />

frontale.de erhältlich.<br />

28 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


vorbericht: fensterbau frontale<br />

special<br />

ift<br />

Sonderschau: Sicherheit, Resillienz und Digitalisierung<br />

Die politische „Großwetterlage“<br />

hat sich geändert<br />

und wird durch aktuelle<br />

Ereignisse wie der Berliner<br />

Stromausfall und wiederkehrende<br />

Wetterextreme untermauert.<br />

Öffentliche, gewerbliche und<br />

private Bauherren müssen Gebäude<br />

der kritischen Infrastruktur<br />

sicherer gegen physische Angriffe<br />

(Einbruch, Vandalismus und<br />

Sabotage) machen sowie die<br />

Klimasicherheit verbessern – also<br />

der Schutz gegen zunehmende<br />

Wetterextreme (Hagel, Hochwasser,<br />

Hitze etc.). Die Sonderschau<br />

„klima.si-cher.bauen“ zeigt in<br />

Halle 1 wie diese Trends genutzt<br />

werden können. 16 Mitaussteller<br />

präsentieren Dienstleistungen<br />

sowie technische Lösungen für<br />

leistungsfähigen Sonnenschutz,<br />

Energieeffizienz, Automation,<br />

serielles Bauen, energetischer<br />

Sanierung, Montagetechnik für<br />

Einbruchhemmung, Absturzsicherheit,<br />

Wärmedämmung und<br />

Hebegeräte. Die Mitaussteller,<br />

die Netzwerkpartner (BSI, NFRC,<br />

UL, VFF) und die ift Experten<br />

stehen den Messebesuchern<br />

mit umfassendem Wissen zur<br />

Verfügung.<br />

Der im Dezember durch Sabotage<br />

verursachte großflächige<br />

Stromausfall in Berlin ist eine<br />

Zäsur für den Schutz der kritischen<br />

Infrastruktur gesehen.<br />

In Folge ist auch mit einer<br />

Nachbesserung und Verschärfung<br />

des KRITIS-Dachgesetz zu<br />

rechnen, indem Mindestvorgaben<br />

für Resilienzmaßnahmen<br />

und Meldepflichten für Störungen<br />

der kritischen Infrastrukturen<br />

definiert werden. Dabei<br />

gilt der „All-Gefahren-Ansatz“,<br />

bei dem alle denkbaren Risiken<br />

berücksichtigt werden, von<br />

Naturkatastrophen bis hin zu<br />

Sabotage, Terroran-schlägen<br />

und menschlichem Versagen.<br />

Die kritische Infrastruktur<br />

umfasst die Sektoren Energie,<br />

Gesundheit, Ernährung, Transport<br />

& Verkehr, Informationstechnik<br />

& Telekommunikation<br />

(ITK), Finanzwesen, Staat &<br />

Verwaltung sowie Medien<br />

& Kultur. Hier müssen sicher<br />

die Immobilien, insbesondere<br />

Gebäude-öffnungen wie Türen<br />

und Fenster, einer kritischen<br />

Analyse unterzogen werden<br />

und bei Bedarf nachgerüstet<br />

werden muss, um einen<br />

besserem Schutz vor Einbruch,<br />

Sabotage und Vandalismus zu<br />

erreichen.<br />

Zusätzlich werden öffentliche,<br />

gewerbliche und private<br />

Gebäude immer stär-ker durch<br />

klimabedingte Wetterextreme<br />

gefährdet, beispielsweise<br />

durch Starkregen, Hagelstürme,<br />

Starkwindereignisse und<br />

Hitzewellen. Die Anzahl der<br />

Betroffenen von klimabedingten<br />

Wetterextremen steigt<br />

kontinuierlich, und die Menschen<br />

suchen nach bautechnischen<br />

Lösungen, um Risiken<br />

zu minimieren und zukünftige<br />

Schäden zu verhindern. Jeder<br />

Schaden ist für die Bewohner<br />

von Wohnungen, aber auch<br />

für Nutzer von Gewerbeimmobilien<br />

ein sehr ernsthafter<br />

Sanierungsanlass und damit<br />

eine Chance für innovative<br />

Hersteller und Händler von<br />

Bauprodukten für attraktive<br />

Aufträge.<br />

Folgende 16 Mitaussteller<br />

präsentieren ihre Exponate +<br />

Dienstleistungen:<br />

Aluprof: Energieefizientes<br />

Schiebetürsystem mit sehr<br />

schlanken Profilen, verdeckter<br />

Schwelle und hoher Tragfähigkeit<br />

sowie Raffstore mit hoher<br />

Windbelastung und Insektenschutz<br />

- alles mit Smarthome<br />

Funktionen<br />

Athmer: ift-Lab Prüflabor (Athmer<br />

Technikum)mit Prüfung<br />

der Luftschalldämmung, Luft-<br />

Was-ser-Wind, Rauchschutz,<br />

Dauerfunktion, Bedienkräften<br />

und Einbruchhemmung nach<br />

ISO 17025 in Kooperation<br />

mit dem ift Rosenheim.<br />

BSI: Das britische BSI (British<br />

Standards Institution) ist das<br />

nationale Normungsgremium<br />

in UK und auch ein weltweit<br />

tätiges TIC-Unternehmen und<br />

entwickelt technische Standards,<br />

prüft und zertifiziert zur<br />

Verbesserung von Sicherheit,<br />

Produktqualität, Nachhaltigkeit<br />

und Umweltschutz.<br />

Finstral: Einschubmontage mit<br />

ift-geprüftem Bauanschluss<br />

und großer Gestaltungsvielfalt<br />

zum einfachen Austausch alter<br />

Kunststoff und Aluminium-<br />

Fenstern ohne Lärm, Schmutz,<br />

Gerüst oder Auszug der<br />

Mieter.<br />

Gröninger Antriebstechnik:<br />

PVC-Fenster mit automatischem<br />

und gesteuertem<br />

Antrieb, das auch manuell und<br />

intuititv per Griff öffenbar ist.<br />

Heavydrive: Effiziente Montagelösungen<br />

mit Hebegeräten<br />

zum Transportieren und<br />

Positionie-ren von schweren<br />

Lasten im Innen- und Außenbereich.<br />

ift Mess Tec: Luft-Wind-<br />

Wasser Prüfstand und andere<br />

Prüfgeräte für Bau-Profis zum<br />

Testen hoher Belastungen bei<br />

Klimaextremen wie Orkane,<br />

Hurrikans ("Dachlattenkanone"),<br />

Starkre-gen sowie<br />

Remote-Prüfung (DigiTest) inkl.<br />

Fernwartung und Kalibrierung.<br />

NFRC: Der National Fenestration<br />

Rating Council (NFRC) zertifiziert<br />

Fensterprodukte durch<br />

strenge Energieeffizienztests<br />

und stellt die Ergebnisse über<br />

ein Etikett bereit, damit eine<br />

fun-dierte Kaufentscheidung<br />

getroffen werden kann.<br />

Illbruck: CPG : Dichtband mit<br />

mehreren Funktionsschichten<br />

(Multilayer-Technologie)<br />

für Bau-körperanschluss mit<br />

hoher Dämmung, Witterungsbeständigkeit,<br />

Luftdichtheit<br />

und Schalldäm-mung sowie<br />

einer sicheren, einfachen und<br />

schnellen Verarbeitung.<br />

LOKVE: Energieeffizientes und<br />

nachhaltig produziertes Holz-<br />

Alu-Fenster mit flächenbündigem<br />

Fensterflügel und schlanken<br />

Profilbreiten (50mm)<br />

Meesenburg GmbH & Co.<br />

KG: Hochwärmedämmende<br />

Baukörperanschluss-System<br />

mit Ab-dichtung und Befestigung<br />

für einbruchhemmende<br />

und auskragende Montagen<br />

von Fenster und Türen.<br />

Oikos Group: Serieller und<br />

modularer Holzbau für private/<br />

gewerbliche Neubauten,<br />

Aufstockun-gen, Sanierungen<br />

mit gestalterischer Vielfalt,<br />

hoher Bauqualität, Termin- und<br />

Kostensicherheit und hoher<br />

funktionaler, nachhaltiger und<br />

energetischer Qualität.<br />

Schollglas: Vakuum-Isolierglas<br />

(VIG) mit hohem Wärmeschutz,<br />

bei gleichzeitig geringem<br />

Ge-wicht und Glasdicke<br />

ab 8 mm für Neubau und<br />

Gebäudesanierung - insbesondere<br />

für Denkmalschutzaufgaben<br />

SFS Group: Vorwandmontage<br />

absturzsichere Fensterelemente<br />

mit statischem Nachweis<br />

und abZ für hohe Traglasten<br />

in verschiedenen Wandmaterialien<br />

bis Gebäudeklasse 5<br />

sowie schnel-ler und einfacher<br />

Montage<br />

UL: UL Solutions kombiniert<br />

regionales und internationales<br />

bautechnisches Fachwissen<br />

mit hochmodernen Prüfeinrichtungen<br />

zum Test der<br />

Produkteigenschaft und -sicherheit,<br />

Zertifizie-rung sowie<br />

Beratung zur Verbesserung<br />

von Bauprodukten und der<br />

Lebensdauer von Gebäuden.<br />

VFF: Fachverband der Fenster-<br />

und Fassadenhersteller<br />

als Interessenvertretung mit<br />

Services für Marktdaten,<br />

Baurecht, Förderung- und<br />

Ordnungsrecht, Weiterbildung,<br />

Normung und Technik sowie<br />

Endkundenmarketing<br />

Das ift Rosenheim lädt<br />

außerdem zum Feiern des<br />

60-jährigen Institutsjubiläum<br />

in geselliger Runde ein<br />

(ab 16.30). Vorführungen<br />

zu Vandalismus, Windlasten,<br />

Montagetechnik und<br />

Fenstertausch um 11.00 und<br />

15.00 Uhr zeigen die Exponate<br />

live in der Anwendung.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

29


special<br />

vorbericht: fensterbau frontale<br />

Winkhaus<br />

Neuer Messestand, praxisnaher Überblick<br />

Mit blueMotion+ lassen sich Türverriegelungen einfach und intuitiv<br />

per App steuern.<br />

Im Bereich Fenstertechnik<br />

präsentiert Winkhaus mehrere<br />

etablierte Beschlagsysteme.<br />

Ein besonderer Fokus<br />

liegt auf primePort, einer Systemlösung<br />

für großformatige<br />

Schiebeelemente. Sie vereint<br />

komfortable, intuitive Bedienung<br />

mit robusten Komponenten<br />

und Zuverlässigkeit – auch<br />

bei hohen Flügelgewichten.<br />

Einen weiteren Schwerpunkt<br />

bildet aluPilot. Das Beschlagsystem<br />

wurde gezielt für die<br />

Anforderungen von Aluminiumfenstern<br />

entwickelt und<br />

stetig optimiert. So hält es<br />

hohen Belastungen stand und<br />

wird zudem gestiegenen Designansprüchen<br />

gerecht.<br />

Außerdem kann man sich am<br />

Messestand von den Vorzügen<br />

des activPilot überzeugen.<br />

Das bewährte Beschlagsystem<br />

lässt sich flexibel an unterschiedliche<br />

Fensterformate<br />

anpassen. Aktuelle Weiterentwicklungen<br />

umfassen unter<br />

anderem praxisnahe Lösungen<br />

für Bodenschwellen sowie<br />

einen Ausblick auf motorische<br />

Fensterlösungen.<br />

Neben der Fenstertechnik<br />

sind Sicherheitstürverriegelungen<br />

ein weiterer zentraler<br />

Bestandteil des Messeauftritts.<br />

Mit blueMotion+ wird eine<br />

Systemlösung vorgestellt, die<br />

hohe Sicherheitsanforderungen<br />

mit Bedienkomfort verbindet.<br />

Zusätzlich ermöglicht es<br />

eine Steuerung via App.<br />

Ergänzt wird das Portfolio unter<br />

anderem durch hookLock<br />

HA. Die robuste halbautomatische<br />

Türverriegelung verbindet<br />

Sicherheit und Dichtschluss.<br />

Gleichzeitig bleiben<br />

die Türsysteme leichtgängig<br />

und komfortabel. Dazu tragen<br />

automatische Dichtigkeitselemente<br />

bei, die den Türflügel<br />

fest in seiner Position halten.<br />

Produktübergreifend stellt<br />

Winkhaus großformatige<br />

Elemente in den Mittelpunkt.<br />

Große Fenster- und Türelemente<br />

gewinnen im Wohnund<br />

Objektbau zunehmend an<br />

Bedeutung. Das Unternehmen<br />

hat seine Systeme gezielt auf<br />

diese Entwicklung ausgerichtet<br />

– mit Lösungen, die hohe<br />

Flügelgewichte und große<br />

Abmessungen zuverlässig<br />

umsetzbar machen.<br />

Ergänzend werden Lösungen<br />

aus dem Bereich der Zutrittsorganisation<br />

gezeigt. Mit blueEvo<br />

verfügt das Unternehmen über<br />

ein elektronisches Zutrittssystem,<br />

das Funktionalität,<br />

Software und gleichzeitig hohe<br />

Sicherheitsstandards vereint.<br />

Unterschiedliche mechanische<br />

Schließsysteme der Serie<br />

keyTec ergänzen das Produktportfolio<br />

als bewährte Lösungen<br />

für komplexe Gebäude<br />

und Liegenschaften. Zudem<br />

stellt Winkhaus den Lagerzylinder<br />

keyOne X-pert vor, der eine<br />

hohe Typenvielfalt bietet und<br />

über geprüfte Bohrschutzausstattungen<br />

verfügt.<br />

Das breite Produktsortiment<br />

wird auf der Fensterbau Frontale<br />

in einem neuen Standdesign<br />

präsentiert, das den<br />

Markenauftritt widerspiegelt<br />

und den Dialog mit Kunden,<br />

Planern und Interessierten in<br />

den Mittelpunkt stellen soll.<br />

Aug. Winkhaus SE<br />

Halle 4, Stand 243<br />

SFS<br />

Befestigungstechnik und Bänderlösungen<br />

Der Direktbefestiger FB 11,5<br />

deckt ein breites Spektrum an<br />

Untergründen ab und ermöglicht<br />

eine zuverlässige Lastabtragung<br />

auch bei größeren Fugenbreiten.<br />

SFS stellt neue und weiterentwickelte<br />

Lösungen<br />

für die Fenstermontage<br />

vor. Das Unternehmen zeigt<br />

Systemlösungen, die für verschiedene<br />

Einbausituationen<br />

entwickelt wurden und sowohl<br />

planerische Vorgaben als<br />

auch Abläufe auf der Baustelle<br />

berücksichtigen. Das Portfolio<br />

wird durch Serviceleistungen<br />

ergänzt, die Montagebetriebe<br />

bei komplexen Untergrundbedingungen<br />

unterstützen.<br />

Am ift-Gemeinschaftsstand<br />

wird das weiterentwickelte<br />

Winkelsystem JB-W/XL<br />

gezeigt. Es verfügt neu über<br />

eine allgemeine bauaufsichtliche<br />

Zulassung und ermöglicht<br />

eine sichere Vorwandmontage,<br />

auch bei absturzsichernden<br />

Anforderungen. Es ist für<br />

hohe Tragfähigkeiten und große<br />

Auskragungen ausgelegt<br />

und unterstützt eine baurechtliche<br />

Ausführung. Ergänzend<br />

wird der Direktbefestiger<br />

FB 11,5 vorgestellt, der für<br />

anspruchsvolle Befestigungssituationen<br />

konzipiert ist. Mit<br />

größerem Schraubendurchmesser<br />

deckt er ein breites<br />

Spektrum an Untergründen<br />

ab und ermöglicht zuverlässige<br />

Lastabtragung auch<br />

bei größeren Fugenbreiten.<br />

Beide Systeme werden durch<br />

den Baustellenservice von<br />

SFS ergänzt, der zusätzliche<br />

Sicherheit bei der Beurteilung<br />

der Untergründe bietet.<br />

Auf dem Stand 437 wird das<br />

Sortiment an Türbändern für<br />

verschiedene Türsysteme<br />

präsentiert. Fachbesucher<br />

erhalten einen kompakten<br />

Überblick über Bändersysteme,<br />

die sowohl konstruktive<br />

Anforderungen erfüllen als<br />

auch die Montage durch ihre<br />

systematische Auslegung<br />

unterstützen.<br />

SFS Group Germany GmbH<br />

Halle 1, Stand 515/623 (Gemeinschaftsstand<br />

mit ift)<br />

Halle 1, Stand 437<br />

30 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


Variotec<br />

Variable Technik<br />

UPGRADE<br />

OHNE KOMPROMISSE<br />

TP655<br />

TP654<br />

TP670<br />

Fennen-Pivottür von Variotec-Partner Kowa.<br />

Bildnachweis: Kowa Holzbearbeitung GmbH<br />

Getreu den Produktleitlinien<br />

„kundengerecht –<br />

praxisgerecht – normgerecht<br />

sowie einfach und<br />

sicher dämmen“ präsentiert<br />

Variotec bewährte Technologien<br />

und bereits praxiserprobtes<br />

Neues!<br />

Hohe und breite Pivot Türen in<br />

zahlreichen Holzoberflächen<br />

sind keine Unikate mehr,<br />

sondern treffen den Nerv der<br />

Zeit. Der entscheidende Faktor<br />

ist die Stabilität bei handhabbaren<br />

Türblattgewicht! Neu<br />

bei der Pivot-Ausführung: Die<br />

vollständig individualisierbaren<br />

Oberflächen sind erstmals<br />

sowohl außen als auch innen<br />

austauschbar. Damit wird die<br />

Tür zur wandelbaren Designund<br />

Technikplattform.<br />

Bewährte Lösungen für<br />

Einbruch-, Brand-, Schallund<br />

Hochwasserschutz sind<br />

nach wie vor ebenso gefragt<br />

wie Systeme für Panik- und<br />

Notausgänge! Wandbündige,<br />

überhohe Innentürrohlinge<br />

und schallschluckende<br />

Schiebeelemente runden das<br />

Variotec- Lieferprogramm ab.<br />

Auf der Messe präsentieren<br />

ebenfalls namenhafte Zulieferanten<br />

ihre Systeme mit den<br />

Produkten des Herstellers.<br />

Eine neue Generation der<br />

Wärmedämmung verspricht,<br />

den Energieverbrauch in Gebäuden<br />

signifikant zu senken,<br />

die Vakuumdämmung. Mit<br />

ihrer herausragenden Dämmleistung<br />

auf kleinstem Raum<br />

stellt die Vakuumdämmung<br />

eine fortschrittliche Lösung für<br />

energieeffizientes Bauen und<br />

Sanieren dar. Der Rechenwert<br />

bei VIP liegt bei λ D<br />

=0,0072<br />

W/(m*K, wobei der Ausgangswert<br />

bei λ 90/90<br />

=0,0044 W/<br />

(m*K) ist. Diese Werte übertreffen<br />

herkömmliche Dämmmaterialien<br />

um ein Vielfaches.<br />

Variotec GmbH & Co. KG<br />

Halle 5, Stand 352<br />

DIE NEUE<br />

MULTI-LAYER<br />

TECHNOLOGIE<br />

Extreme Luftdichtheit – durchgängig<br />

luftdichte Kontaktfläche<br />

Starker Schlagregenschutz – bis zu 1050 Pa<br />

Montagesicherheit – keine Verwechslung<br />

der Einbaurichtung<br />

Kürzere Montagezeit – dank<br />

Multi-Layer-Technologie<br />

Sicherheit – umfassende Serviceleistungen<br />

Besuchen Sie uns:<br />

Fensterbau Frontale<br />

24.–27.03.<strong>2026</strong><br />

Halle 5 / Stand 5-253


special<br />

vorbericht: fensterbau frontale<br />

Geze<br />

Neue Türschließergeneration TS 7000<br />

Auf der diesjährigen<br />

Fensterbau Frontale<br />

präsentiert Geze neben<br />

seinem neusten, preisgekrönten<br />

Türschließer TS 7000<br />

weitere neuartige Lösungen:<br />

So zeigt der Hersteller auch die<br />

Gebäudeautomationslösung<br />

myGeze Connectivity, das neue<br />

Antriebssystem für Pivot-Türen<br />

Axira sowie eine RDA-Druckkammer<br />

mit noch leistungsstärkerem<br />

Geze Powerturn.<br />

Der Türschließer TS 7000<br />

überzeugte bereits vor seinem<br />

offiziellen Marktstart im Sommer<br />

<strong>2026</strong> die internationale<br />

Jury des Iconic Award durch<br />

sein Design, seinen hohen<br />

Bedienkomfort und Funktionen<br />

für mehr Barrierefreiheit.<br />

Dank der neuen Easyflow-<br />

Technologie, die einen besonders<br />

hohen Wirkungsgrad<br />

gewährleistet, vereint der TS<br />

7000 müheloses Öffnen mit<br />

zuverlässigem Schließen. Auf<br />

diese Weise lassen sich Türen<br />

leichtgängig bewegen und<br />

schließen dennoch zuverlässig,<br />

auch in sicherheitskritischen<br />

Situationen wie in<br />

Schleusen oder Fluchtwegen.<br />

Darüber hinaus erfüllt die<br />

neue Türschließergeneration<br />

die Anforderungen der DIN<br />

18040 und DIN Spec 1104<br />

und gewährleistet so uneingeschränkte<br />

Barrierefreiheit.<br />

Sein modernes, ästhetisches<br />

Design ermöglicht außerdem<br />

eine universelle Montage: Ein<br />

Schließkörper passt für alle<br />

Montagearten.<br />

Dank der SNAPnFIX-Montagehilfe<br />

zeichnet sich der neue<br />

Schließer durch eine einfache<br />

und schnelle Installation aus.<br />

Dank der Temperaturstabilität<br />

des Türschließers muss<br />

nach der Montage nicht<br />

ständig nachjustiert werden.<br />

Wie schnell und einfach der<br />

TS 7000 zu installieren ist,<br />

können Verarbeiter bei einer<br />

Montage-Challenge am Messestand<br />

selbst ausprobieren<br />

und erleben.<br />

Neben seiner neusten<br />

Türschließergeneration wird<br />

Das Highlight auf dem GEZE-Messestand: Der preisgekrönte Türschließer<br />

TS 7000 mit innovativen Eigenschaften.<br />

auf der Messe eine weitere<br />

Neuheit gezeigt: das automatisierte<br />

Pivot-Antriebssystem<br />

Axira. Damit bringt Geze als<br />

erster Anbieter ein nach Norm<br />

EN 16005 zertifiziertes und<br />

geprüftes Antriebssystem für<br />

Pivot-Türen auf den Markt.<br />

Axira ermöglicht große Dimensionen<br />

und das automatische<br />

Öffnen schwerster Türen: Das<br />

neue Pivot-Antriebssystem<br />

kann Türen mit einem Flügelgewicht<br />

von bis zu 450<br />

Kilogramm sicher bewegen<br />

und ermöglicht Abmessungen<br />

von bis zu 2.400 mm Breite<br />

und 4.000 mm Höhe.<br />

Besucher können sich außerdem<br />

ein Bild vom überarbeiteten<br />

Drehtürantrieb Geze<br />

Powerturn machen. Hier wird<br />

dessen erhöhte Leistungsfähigkeit<br />

in Verbindung mit<br />

einer RDA-Druckkammer<br />

gezeigt.<br />

Geze GmbH<br />

Halle 1, Stand 313 und 513<br />

Siegenia<br />

Bis zu 95 % Wärmerückgewinnung<br />

Räume mit hohem<br />

Wohlfühlklima, in denen<br />

sich die bedarfsgerechte<br />

Frischluftzufuhr mit den<br />

unterschiedlichsten Facetten<br />

von Raumkomfort verbindet,<br />

stehen bei Siegnia im Fokus<br />

der Produktgruppe Aero. Auf<br />

der Fensterbau wird u.a. der<br />

Aeromat VT präsentiert. Er verbindet<br />

die kontrollierte Lüftung<br />

mit hohem Zusatznutzen. Bei<br />

freier Kombinierbarkeit der einzelnen<br />

Lüftertypen deckt die<br />

Systemlösung das komplette<br />

Spektrum dezentraler Fassadensysteme<br />

ab und ist dank<br />

der dezenten Integration in<br />

die Fassade optisch ausgesprochen<br />

ansprechend. Dabei<br />

verbindet der Aeromat VT die<br />

kontrollierte Lüftung mit einer<br />

leistungsstarken Schalldämmung,<br />

einer hohen Luftleistung<br />

und Energieeffizienz:<br />

Neben dem Aeromat VT WRG<br />

mit seiner herausragenden<br />

Wärmerückgewinnung von bis<br />

zu 93 % steht Verarbeitern,<br />

Architekten und Endanwendern<br />

hierzu der Aeromat VT<br />

WRG plus zur Verfügung,<br />

eine förderfähige Ausführung<br />

mit Energieeffizienzklasse A<br />

und einer Wärmerückgewinnung<br />

von bis zu 95 %. Für<br />

Bedienkomfort und eine hohe<br />

Raumluftqualität sorgen<br />

u. a. eine selbsttätige, bedarfsgerechte<br />

Lüftungsautomatik<br />

und die optionale Sensorik für<br />

Temperatur, Feuchte, CO 2<br />

und<br />

VOC. Die externe Ansteuerung<br />

des Lüfters sowie die einfache<br />

Einbindung in eine Gebäudeleittechnik<br />

kann einfach und<br />

unkompliziert über vorkonfigurierte<br />

Ein- und Ausgänge<br />

erfolgen.<br />

Siegenia Gruppe<br />

Halle 4, Stand 215<br />

32 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


vorbericht: fensterbau frontale<br />

special<br />

Roto<br />

Die „Roto City“ live in Nürnberg<br />

Wenn Stadt auf Natur<br />

trifft, Bewegung auf<br />

Ruhe und Innen auf<br />

Außen, entsteht ein Raum des<br />

„Dazwischen“. Genau diesen<br />

Raum inszeniert die Roto Frank<br />

Fenster- und Türtechnologie<br />

GmbH auf der Fensterbau Frontale.<br />

Inspiriert von der digitalen<br />

„Roto City“, wird der rund 1.200<br />

Quadratmeter große Messestand<br />

zu einer lebendigen Stadt<br />

der Begegnung, in der Menschen<br />

zusammenkommen. Im<br />

Mittelpunkt der Messepräsentation<br />

stehen die verbindenden<br />

Eigenschaften von Fenstern und<br />

Türen, die Übergänge schaffen,<br />

Bewegung ermöglichen, Komfort<br />

und Sicherheit bieten.<br />

Im Zentrum des Messestands<br />

liegt ein naturnaher City-<br />

Park, der alle Gebäudetypen<br />

der „Roto City“ miteinander<br />

verbindet. Mit vielfältigen<br />

Sitzgelegenheiten lädt er zu<br />

Fachgesprächen und persönlichem<br />

Austausch ein.<br />

Ausgehend vom City-Park sind<br />

alle Raumsituationen direkt<br />

erreichbar: vom Eigenheim<br />

über das Büro bis hin zu Hotel,<br />

Boarding House und Villa. Alle<br />

Gebäude zeigen in den jeweiligen<br />

Rauminszenierungen die<br />

Vielfalt der Roto-Produkte in<br />

verschiedenen Rahmenmaterialien<br />

und Öffnungsarten.<br />

Präsentiert werden Beschlaglösungen<br />

für Fenster, Schiebeelemente<br />

und Eingangstüren, deren<br />

Funktionalität und Komfort<br />

sich direkt an den Exponaten<br />

erleben und gemeinsam mit<br />

den Fachberatern vertiefen lassen.<br />

Sie führen die Besucher in<br />

der jeweiligen Landessprache<br />

durch die "Roto City". Neben<br />

bewährten Lösungen sorgen<br />

innovative Roto-Weiterentwicklungen<br />

für neue Maßstäbe in<br />

Funktionalität und Design.<br />

Das Messeerlebnis umfasst<br />

zudem die Dichtungslösungen<br />

des Spezialisten Deventer<br />

sowie das Roto-Produktprogramm<br />

rund um die sichere<br />

Verglasung. Gemeinsam<br />

mit den Beschlaglösungen<br />

entsteht ein Perfect Match für<br />

moderne Fenster- und Türsysteme.<br />

Messe-Elemente mit verbauten<br />

Deventer-Dichtungen<br />

sind durch das Hashtag #perfectmatch<br />

gekennzeichnet.<br />

Interessierten, die nicht persönlich<br />

vor Ort sein können,<br />

bietet die virtuelle „Roto City“<br />

Zugang zu allen gezeigten<br />

Produktthemen — ab Messestart<br />

jederzeit und individuell<br />

geführt durch einen Roto-Berater.<br />

Nach der Messe können<br />

Kunden und Interessenten mit<br />

ihrem Roto-Ansprechpartner<br />

in den Dialog treten, um die<br />

Messehighlights erneut oder<br />

erstmals zu erleben und zu<br />

vertiefen.<br />

Der Baubeschlag- und Dichtungsspezialist<br />

lädt dazu ein,<br />

ihn bereits während seiner<br />

Messe-Vorbereitungen auf<br />

LinkedIn, Instagram und Facebook<br />

zu begleiten. Während<br />

der vier Messetage teilt Roto<br />

in den genannten Kanälen<br />

aktuelle Eindrücke direkt vom<br />

Standgeschehen, Produkte<br />

und individuell abgestimmte<br />

Beschlaglösungen. Unter<br />

dem Hashtag #RotoCity<br />

sind Impressionen und Live-<br />

Updates gebündelt abrufbar<br />

auf LinkedIn, Instagram und<br />

Facebook.<br />

Roto Frank Fenster- und<br />

Türtechnologie GmbH<br />

Halle 1, Stand 303/304<br />

Alumat<br />

Vom Markttrend Pivot profitieren<br />

In Halle 5 – dem neuen Ausstellungsplatz<br />

von Alumat<br />

– wird aus verschiedenen<br />

Richtungen eine Pivottüre den<br />

Weg zu dem Familienunternehmen<br />

weisen. Dort präsentiert<br />

Kowa mit der Premiummarke<br />

Fennen ein außergewöhnliches<br />

Exponat: eine Pivottür im<br />

Format von annähernd 1,60 ×<br />

3,00 Metern bei 150 Millimetern<br />

Bautiefe.<br />

Das Messeexponat versteht<br />

sich nicht als Standardprodukt,<br />

sondern als gemeinsames<br />

Signature-Piece: ein aufmerksamkeitsstarker<br />

Showcase<br />

für handwerkliche Präzision,<br />

technische Raffinesse und<br />

Kooperation – und ein klares<br />

Beispiel dafür, wie Design und<br />

Bauelementetechnik heute<br />

zusammenspielen können.<br />

Einen Beitrag zur praktikablen<br />

Ausgestaltung dieses Technikund<br />

Gestaltungstrends leistete<br />

die bei Alumat entwickelte<br />

Schwellenlösung MPI. Bei der<br />

Schlagregendichtheit sind die<br />

Klasse 7B, bei der Luftdurchlässigkeit<br />

Klasse 4 und für den<br />

Widerstand bei Windlasten<br />

ebenfalls Klasse 4 per Prüfzeugnis<br />

bestätigt.<br />

Auch in Sachen Haustürschwelle<br />

MHT, die sich reger<br />

Nachfrage erfreut, ist es schon<br />

vergangenes Jahr gelungen,<br />

eine Sortimentslücke zu<br />

schließen: Da ist zum einen<br />

die Variante MHT/0, welche<br />

die nach außen angebrachten<br />

Entwässerungsschlitze<br />

mit 8 mm Höhendifferenz<br />

gegen eine verdeckt liegende<br />

Entwässerung nach unten<br />

bei Nivellierung sämtlicher<br />

Höhendifferenzen ersetzt; zum<br />

anderen findet die Schwelle<br />

in der Ausführung MHT Short,<br />

bei der der Namenszusatz<br />

für eine schmälere Variante<br />

steht, gerade für designorientierte<br />

Anwendungen weitere<br />

Abnehmer.<br />

Darüber hinaus wird ein<br />

2-teiliger Abdichtungsflansch<br />

für bodentiefe Fensterelemente<br />

gezeigt werden, der aus<br />

Klemmleiste und Verbundblech<br />

besteht. Gerade wenn<br />

werksseitig Rollladenführungsschienen<br />

montiert sind,<br />

versetzt die Produktidee damit<br />

Anwender in die Lage, den<br />

unteren Bauteilabschluss so<br />

auszuführen, dass die besagten<br />

Schienen vor der Abdichtung<br />

dazu nicht erst mühsam<br />

wieder zurückgebaut werden<br />

müssen.<br />

Alumat-Frey GmbH<br />

Halle 5, Stand 321<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

33


special<br />

vorbericht: fensterbau frontale<br />

Heroal<br />

Ganzheitliches Produktportfolio<br />

Als Komplettanbieter von<br />

Aluminium-Systemen<br />

für die Gebäudehülle<br />

zeigt Heroal in Nürnberg viele<br />

seiner Produkte und Services.<br />

So zeigt das Unternehmen z.B.<br />

im Rahmen von Live-Demonstrationen<br />

dort die Vorzüge<br />

der Easy Mount Technologie<br />

(EM) anhand des klemmbaren<br />

Sonnenschutzes heroal VS<br />

Z EM sowie des Türsystems<br />

heroal D 72 PF EM, das dank<br />

optimierter Konstruktion Arbeitsschritte<br />

und Material bei<br />

der Türenfertigung einspart<br />

und bei hoher Verarbeitungsfreundlichkeit<br />

Durchlaufzeiten<br />

in der Werkstatt um bis zu<br />

20 % verringert.<br />

Ebenfalls auf Mehrwert für<br />

Verarbeiter ausgelegt ist<br />

heroal plus, das neuartige Zubehörpaket<br />

für die Fenstersysteme<br />

heroal W 72 und heroal<br />

W 77, das auf der Messe in<br />

der Ausführung heroal W 77<br />

plus zu sehen ist. Modular<br />

aufgebaut umfasst es einen<br />

heroal VS Z Textilscreen, eine<br />

Absturzsicherung, einen integrierten<br />

Insektenschutz sowie<br />

eine Fensterbank und liefert<br />

damit eine gewerkeübergreifende<br />

Komplettlösung aus einer<br />

Hand. Sämtliche Optionen<br />

sind einzeln, in unterschiedlichen<br />

Kombinationen oder für<br />

die nachträgliche Integration<br />

Mit sorgfältig aufeinander abgestimmten Lösungen aus einer Hand<br />

positioniert sich heroal als ganzheitlicher Systemanbieter und Partner<br />

für alle Systeme.<br />

in die Gebäudehülle erhältlich.<br />

Am Beispiel Treppenhausfassade<br />

kann man von der<br />

hohen Anwendungsvielfalt<br />

des Fenstersystems heroal<br />

W 72 überzeugen. heroal<br />

W 72 erlaubt die einfache<br />

Realisierung von Fassaden<br />

für Treppenhäuser. Neben<br />

der einfachen, effizienten Verarbeitung<br />

zählen hierzu die<br />

Möglichkeit zur Umsetzung<br />

großer Elementgrößen bei geringem<br />

Gesamtgewicht sowie<br />

die individuelle Fassadengestaltung<br />

bis hin zu Sonderformen<br />

und -größen.<br />

Ergänzend zu heroal Fenster-,<br />

Tür- und Fassadensystemen<br />

entwickelt und produziert das<br />

Unternehmen Systeme für<br />

Rollläden, Sonnenschutz, Rolltore,<br />

Brand- und Rauchschutzlösungen<br />

sowie Zubehör wie<br />

Insektenschutzlösungen, Fensterbänke<br />

und Absturzsicherungen.<br />

Heroal positioniert sich<br />

damit als ein Partner für alle<br />

Systeme, der eine vollständige<br />

Objektabdeckung ermöglicht.<br />

Vielfältig kombinierbar erlaubt<br />

das Produktportfolio die Schaffung<br />

von Gesamtlösungen<br />

– bei Bedarf auch als Sonderlösung<br />

realisiert.<br />

Um auf Kundenbedarfe noch<br />

schneller reagieren zu können,<br />

hat das Unternehmen<br />

jetzt die Konfektionierung<br />

seiner Sonnenschutzlösungen<br />

in die hauseigene Fertigung<br />

integriert. Insbesondere mit<br />

Blick auf stark nachgefragte<br />

Textile wurden damit gute<br />

Voraussetzungen für die<br />

Einhaltung kurzer Lieferzeiten<br />

geschaffen.<br />

Heroal präsentiert auf der<br />

Fensterbau Frontale anhand<br />

von Exponaten den Einbau<br />

der Beschattungslösungen<br />

in die unterschiedlichsten<br />

Fenstersysteme. Ganz gleich<br />

ob Aluminium-, PVC-, Holzoder<br />

Hybridfenster – mithilfe<br />

der Rollladen- und Sonnenschutzsystemen<br />

lassen sich<br />

Gesamtlösungen konzipieren<br />

und komplett frei planen.<br />

heroal – Johann Henkenjohann<br />

GmbH & Co. KG<br />

Halle 7A, Stand 317<br />

Salamander<br />

Fenster mit geschredderten Dinkelspelzen<br />

home /<br />

designed by nature“:<br />

„Feeling<br />

Greta Fenster Dinkel<br />

von Salamander greift den<br />

Wunsch nach natürlichem,<br />

nachhaltigem Wohnen auf.<br />

Das bio-hybride Profil enthält<br />

10 % geschredderte<br />

Dinkelspelzen und ist in den<br />

Systemplattformen green-<br />

Evolution, bluEvolution82<br />

sowie im Hebeschiebesystem<br />

evolutionDrive_HST verfügbar.<br />

Durch den Einsatz von<br />

Dinkelspelzen wird der Anteil<br />

von Frischmaterial reduziert,<br />

und zusätzlich CO 2<br />

gebunden.<br />

Gleichzeitig sinkt der CO 2<br />

-<br />

Footprint in der Produktion um<br />

rund 40 %, während Profile im<br />

Kern zusätzlich postconsumer-<br />

Recyclingmaterial enthalten.<br />

Salamander Industrie-<br />

Produkte GmbH<br />

Halle 7, Stand 317<br />

34 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


vorbericht: fensterbau frontale<br />

special<br />

Gealen<br />

Designed for you<br />

Gealan zeigt in Nürnberg<br />

sein umfangreiches<br />

Portfolio an unterschiedlichen<br />

Oberflächen, designorientierter<br />

Systeme und<br />

Services. Auf rund 900 Quadratmetern<br />

setzt das Unternehmen<br />

den Fokus dieses Mal auf<br />

gezielte Weiterentwicklungen<br />

für modernes Wohnen und<br />

die speziellen Anforderungen<br />

internationaler Märkte.<br />

Unter dem Motto „Designed<br />

for you“ ist der Messestand<br />

wieder thematisch und<br />

räumlich nach Zielgruppen<br />

aufgebaut. Neu ist <strong>2026</strong> eine<br />

Hauptstraße durch den Messestand,<br />

auf der die Besucher bereits<br />

ein erstes Gefühl bekommen<br />

für die Möglichkeiten der<br />

Wertschöpfungskette Fenster<br />

und Türen. Und auf den Flächen<br />

rund um den zentralen<br />

goldenen Kubus auch einen<br />

ersten Blick in die Zukunft der<br />

Fenster- und Türlösungen von<br />

morgen zu werfen.<br />

Darüber hinaus präsentiert<br />

der Hersteller seine große<br />

Bandbreite an Technologien,<br />

Farben und Strukturen, mit<br />

denen Lösungen für unterschiedlichste<br />

architektonische<br />

Anforderungen und persönliche<br />

Vorlieben gestaltet<br />

werden können.<br />

Vorne dran steht dabei<br />

Gealan-acrylcolor, eine besonders<br />

widerstandsfähige und<br />

langlebige Oberfläche. Eine<br />

Acrylglas-Technologie sorgt<br />

für eine kratzfeste, farbstabile<br />

und pflegeleichte Profiloberfläche.<br />

Dabei profitieren Architekten,<br />

Hersteller und Bauherren<br />

von einer großen Auswahl<br />

an modernen Farbtönen und<br />

Oberflächenstrukturen, die<br />

sowohl klassische als auch<br />

trendige Gestaltungswünsche<br />

erfüllen.<br />

Besonders auffällige Produkt-<br />

Highlights am Messestand<br />

sind die designorientierten<br />

Lösungen für moderne Fenster<br />

und Türen. Umgesetzt in<br />

den Systemen Gealan-Kubus,<br />

Gealan-Kontur und Gealan-<br />

Linear, verbinden sie Optik mit<br />

technischer Innovation und<br />

Komfort..<br />

Zum besonderen Blickfang<br />

werden sicherlich die neuen<br />

Schiebelösungen Gealan-<br />

Smoove werden. Neuheiten<br />

können Messebesucher auch<br />

mit Länder-Lösungen aus den<br />

oben genannten Systemen<br />

für Italien, Frankreich und<br />

den USA erleben, die zur<br />

Fensterbau Frontale erstmals<br />

der Öffentlichkeit präsentiert<br />

werden.<br />

Farbvielfältig und witterungsbeständig: Moderne Kunststofffenster<br />

mit der Oberflächentechnologie Acrylcolor.<br />

Mit Bauanschluss-Lösungen<br />

aus dem Windowfit-Programm<br />

rundet das Unternehmen<br />

sein Produkt-Portfolio<br />

sinnvoll ab.<br />

Neben kompetenten Ansprechpartnern,<br />

die Architekten,<br />

Händler und Hersteller<br />

umfassend beraten, stehen<br />

den Fachpartnern und -Kunden<br />

das Unternehmens auch<br />

digitale Tools zur Planung und<br />

Visualisierung im täglichen<br />

Geschäft zur Verfügung.<br />

So wird am Messestand die<br />

neue und innovative Ausschreibungsplattform<br />

Tendoo<br />

präsentiert wreden, die den<br />

Ausschreibungsprozess für<br />

Fenster und Türen digitalisiert<br />

und vereinfacht. Darüber<br />

hinaus wird ein neuer Produkt-<br />

Konfigurator, zunächst für<br />

Hebe-Schiebe-Türen, vorgestellt.<br />

Um die digitale Fensterplanung<br />

der Zukunft erlebbar zu<br />

machen, wird am “Designed<br />

for you”-Messestand auch die<br />

bewährte Planersoftware ihren<br />

Platz finden.<br />

Gealan Fenster-Systeme<br />

GmbH<br />

Halle 5, Stand 203<br />

Hanno<br />

Innovation in Beständigkeit<br />

Hannoband-BG1: Stetig weiterentwickelt<br />

und seit mehr als 25<br />

Jahren auf den Markt.<br />

genabdichtung“ zeigt Hanno<br />

auf der Fensterbau Frontale<br />

seine Lösungen für Fensterund<br />

Türendichtungen.<br />

Seit 2024 optimiert Hanno<br />

sein Portfolio. Dazu gehört,<br />

Prozesse zu vereinfachen, die<br />

Lieferfähigkeit zu verbessern<br />

und die führende Produktqualität<br />

sicherzustellen und auszubauen.<br />

Kassenschlager bleibt das Fugendichtungsband<br />

Hannoband-<br />

BG1. Seit seiner Einführung<br />

vor mehr als 25 Jahren stets<br />

verbessert, ist das Dichtband<br />

am Markt etabliert und fungiert<br />

als Universal-Abdichtung im<br />

Hochbau – bei Fugen im Fenster-,<br />

Holz- und Fertigbau wie<br />

für den Fachwerk-, Beton- und<br />

Mauerwerksbau.<br />

Mit der Infobroschüre „Der<br />

kleine Montagehelfer“ erklärt<br />

Hanno in einfachem Deutsch,<br />

wie Bauelemente abzudichten<br />

sind. Individuell abgestimmt<br />

auf das Hanno-Sortiment geht<br />

das Handbuch in den Ab-<br />

Unter dem Motto „Hidden<br />

Talents – Produkte<br />

für eine dauerhafte Fuschnitten<br />

Planung, Vorbereitung<br />

und Umsetzung auf die<br />

spezifischen Aufgaben ein. Zur<br />

Messe stellt das Unternehmen<br />

eine aktualisierte Broschüre<br />

vor. Mit der redesignten<br />

Website – sie erschien zum<br />

130. Firmenjubiläum im Jahr<br />

2025 – ist auch die Online-<br />

Präsenz neu auf der Messe zu<br />

sehen: übersichtlicher, optisch<br />

ansprechender und mit einem<br />

hohen Anteil Services.<br />

Hanno Werk GmbH & Co. KG<br />

Halle 6, Stand 142<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

35


special<br />

vorbericht: fensterbau frontale<br />

Somfy<br />

Intelligente Verschattung<br />

Nach acht Jahren Pause<br />

ist Somfy wieder auf<br />

der Fensterbau Frontale<br />

vertreten. Das Unternehmen<br />

präsentiert auf 160<br />

Quadratmetern zukunftsweisende<br />

Lösungen rund um den<br />

automatisierten Sonnenschutz<br />

und energieeffiziente Fensterkonzepte.<br />

Angesichts des Klimawandels<br />

gewinnt funkmotorisierter<br />

Sonnenschutz bei der Gebäudeplanung<br />

und -sanierung<br />

immer mehr an Bedeutung.<br />

Der Messeauftritt von Somfy<br />

rückt den Mehrwert moderner<br />

Fenstertechnik und automatisierter<br />

Verschattung als<br />

leistungsstarkes Gesamtpaket<br />

für ganzjährige Energieeffizienz<br />

in den Fokus.<br />

Laut einer Branchenstudie<br />

sind aktuell über 200<br />

Millionen Fenstereinheiten in<br />

Deutschland aufgrund ihrer<br />

schlechten Wärmedämmung<br />

energetisch sanierungsbedürftig.*<br />

Bei der effizienten<br />

Verschattung kommen die<br />

Stärken solarbetriebener<br />

Antriebe besonders zum<br />

Tragen: Sie arbeiten stromautark,<br />

lassen sich unkompliziert<br />

nachrüsten und ermöglichen<br />

so eine schnelle Modernisierung<br />

ohne aufwändige<br />

Elektroinstallationen.<br />

So kann der akkubetriebene<br />

Plug & Play-Rollladenfunkantrieb<br />

RS100 Solar io von<br />

Somfy unabhängig von der<br />

Sonneneinstrahlung und<br />

Himmelsrichtung flexibel in<br />

sämtlichen Rollladentypen<br />

ab der 50er-Welle eingesetzt<br />

werden und ist für praktisch<br />

alle Fenstergrößen geeignet.<br />

Da weder ein Stromanschluss<br />

erforderlich ist noch Steuerleitungen<br />

verlegt werden<br />

müssen, lassen sich die<br />

Montage und Inbetriebnahme<br />

n Rekordzeit durchführen. Antrieb<br />

und Solarpanel werden<br />

komplett von außen und ohne<br />

zusätzliche Abstimmung mit<br />

einem Elektriker installiert.<br />

Im Sommer schützen smarte<br />

Rollläden, Raffstoren und<br />

Markisen vor Überhitzung,<br />

während im Winter solare<br />

Erträge als natürliche Wärmequelle<br />

genutzt werden.<br />

Im Ergebnis lassen sich die<br />

Energiekosten um bis zu 30<br />

Prozent reduzieren.<br />

* Studie „Mehr Energie sparen<br />

mit neuen Fenstern“, herausgegeben<br />

vom Bundesverband<br />

Flachglas (BF) und dem Verband<br />

Fenster + Fassade (VFF),<br />

März 2024.<br />

Somfy GmbH<br />

Stand 506, Halle 4 A<br />

Dr. Hahn<br />

Neuer Look und Produktpremiere<br />

Das neue Hahn VL-Band G.<br />

In Nürnberg wird sich Dr.<br />

Hahn den Besuchern in<br />

einem ganz neuen Look präsentieren.<br />

Nach einigen Jahren<br />

der Kontinuität war es Zeit, mit<br />

einem neuen Konzept die Messebesucher<br />

anzusprechen. „Wir<br />

haben unser Erscheinungsbild<br />

in den letzten Monaten schon<br />

in den Verkaufsunterlagen<br />

modernisiert“, berichtet Walter<br />

Back, Gesamtvertriebsleiter<br />

und Mitglied der Geschäftsleitung.<br />

„Diesen Look haben wir<br />

nun auch auf den Messestand<br />

übertragen. Dabei hat der Mönchengladbacher<br />

Hersteller von<br />

Türbändern sein Augenmerk<br />

darauf gerichtet, die neuen<br />

Produkte noch stärker in das<br />

Zentrum der Kommunikationsmaßnahmen<br />

zu rücken. Es<br />

wurde Raum für Beratungsgespräche<br />

an den Exponaten<br />

geschaffen und alle Einheiten<br />

an individuell gefertigten Präsentern<br />

installiert.<br />

Zu den neuen Produkten für<br />

den deutschen Markt zählen<br />

die Türbandexperten weiterhin<br />

ihre KT Rollenbänder<br />

für Kunststoffprofile und das<br />

Rollenband AT für Aluminiumverarbeiter.<br />

Vor zwei Jahren kamen fast<br />

zwei Drittel der Standbesucher<br />

aus den Exportmärkten.<br />

„Darum ist dies der richtige<br />

Zeitpunkt, um die neuen<br />

geklemmten Türbänder dem<br />

Fachpublikum zu zeigen“,<br />

erklärt Back. „Premiere in<br />

Deutschland feiert das neue<br />

verdeckt liegende Hahn VL-<br />

Band G.“ Das Hahn VL-Band G<br />

ist das erste Türband im Hahn<br />

VL-System, das mit Klemmung<br />

sicher in Position gehalten<br />

wird – Bohren oder Fräsen<br />

am Flügelprofil ist nicht mehr<br />

nötig. Das Band verschwindet<br />

komplett im Rahmen. Da keine<br />

spanende Bearbeitung auf der<br />

Flügelseite nötig ist, beschleunigt<br />

sich die Verarbeitung in<br />

der Werkstatt, weil nur der<br />

Rahmen vorbereitet wird. Wie<br />

bei den klassischen Klemmbändern<br />

werden die Euronut<br />

und Nuten von 16 mm bedient.<br />

Die Ausführung für die<br />

16 mm Nut wird rahmenseitig<br />

geklemmt und am Flügel mit<br />

vier Bohrschrauben fixiert. Das<br />

verdeckt liegende Band trägt<br />

bei zwei Bändern Flügelgewichte<br />

bis 120 kg. Damit ist<br />

das Band für die häufigsten<br />

Flügelgewichte im privaten<br />

Wohnungsbau verwendbar.<br />

Profilsysteme mit Bautiefen<br />

ab 60 mm und Profilbreiten<br />

von 40 mm bieten ausreichend<br />

Raum, um das Band<br />

im Inneren aufzunehmen.<br />

Für die Montage – einfaches<br />

Einschwenken bringt den Flügel<br />

schnell in Position – und<br />

Demontage hat Dr. Hahn auf<br />

Spezialwerkzeug verzichtet.<br />

Zwei hochwertige Bänder<br />

ermöglichen eine präzise und<br />

einfache Ausrichtung direkt<br />

am eingebauten Türflügel.<br />

Dabei stehen große Verstellwege<br />

in sechs Richtungen zur<br />

Verfügung. Die Bandausführung<br />

eignet sich für links- und<br />

rechtsanschlagende Türen sowie<br />

für einwärts und auswärts<br />

öffnende Türen.<br />

„Neben den Produktneuheiten<br />

erwarten wir auch viele<br />

Gespräche zu unseren neuen<br />

EPDs“, freut sich Walter Back<br />

über ein weiteres Messehighlight.<br />

„Wir haben eine eigene<br />

Umwelt-Produktdeklaration<br />

(EPD) für unsere Türbänder<br />

erstellt. Anders als die bisherige<br />

Branchen-EPD bildet sie<br />

nicht Durchschnittswerte ab,<br />

sondern die tatsächlichen,<br />

zumeist besseren Umweltkennzahlen<br />

der Produkte.“ Die<br />

EPD zeigt die ökologischen<br />

Auswirkungen über den<br />

gesamten Lebenszyklus – von<br />

Rohstoffgewinnung und Produktion<br />

bis hin zu Recycling<br />

und Entsorgung.<br />

Dr. Hahn GmbH & Co. KG<br />

Halle 1, Stand 319<br />

36 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


vorbericht: fensterbau frontale<br />

special<br />

Warema<br />

Smarter Sonnenschutz für zukunftsgerechtes Bauen<br />

Das Laibungsmodul von Warema und Gutmann vereint Sonnenschutz,<br />

Absturzsicherung und Insektenschutz in einem montagefreundlichen<br />

System – für eine sichere Planung und effiziente Abläufe auf der Baustelle.<br />

Eines der Highlights am<br />

Warema-Messestand<br />

ist das gemeinsam<br />

mit Gutmann entwickelte<br />

Laibungsmodul. Das System<br />

vereint werkseitig integrierten<br />

Sonnenschutz, Absturzsicherung<br />

und Insektenschutz mit<br />

bauseitigen Komponenten wie<br />

Fensterbank, Entwässerungsmodul<br />

und Fenstersystem zu<br />

einer technisch und optisch<br />

abgestimmten Einheit. Dies<br />

sorgt für einfachere Planungs-<br />

und Ausführungsprozesse,<br />

Schnittstellenreduzierung und<br />

sicherere Ausführungsqualität.<br />

Darüber hinaus zeigt das<br />

Unternehmen neue Varianten<br />

der bewährten Absturzsicherung<br />

VisioNeo Sun. Die fünf<br />

verfügbaren Ausführungen<br />

– von Glas- über Stab- bis hin<br />

zu kombinierten Systemen<br />

– ermöglichen Gestaltungsfreiheit<br />

bei gleichzeitig geprüfter<br />

Sicherheit. Ebenfalls Teil der<br />

Messepräsentation ist das<br />

SecuKit. Die manuelle Zusatzbedienung<br />

für Raffstoren und<br />

Rollläden gibt bei Stromausfall<br />

oder in Gefahrensituationen<br />

schnell und zuverlässig Fluchtund<br />

Rettungswege frei – ohne<br />

externe Energieversorgung.<br />

Für die energieautarke Nachrüstung<br />

von Rollläden und<br />

Fenstermarkisen eignet sich<br />

das SolarKit. Damit erfolgt der<br />

netzunabhängige Betrieb über<br />

ein integriertes Solar Panel<br />

und ohne Eingriff in die bestehende<br />

Elektroinstallation.<br />

Mit der Climara W25 präsentiert<br />

Warema eine neue Generation<br />

von Aufglas-Markisen<br />

für die Verschattung großer<br />

horizontaler oder geneigter<br />

Glasflächen. Die Lösung<br />

wurde speziell für Terrassendächer,<br />

Wintergärten, Panorama-<br />

und Dachflächenfenster<br />

entwickelt. Hierbei kam die<br />

neue Führungstechnologie<br />

NexDrive zum Einsatz, die eine<br />

gleichmäßige Tuchspannung<br />

über die gesamte Fläche<br />

erzielt. Ein weiterer Blickfang<br />

am Messestand wird die<br />

Design-Markise Terrea K55<br />

sein, die durch ihre Kombination<br />

aus runden und kubischen<br />

Elementen eine moderne<br />

Formensprache auf kleinen<br />

bis mittelgroßen Balkonen<br />

und Terrassen schafft. Die mit<br />

Design-Auszeichnungen wie<br />

dem iF Design Award 2025<br />

sowie dem Schöner Wohnen<br />

Best of Design-Award 2024<br />

gewürdigte Kassetten-Markise<br />

vereint Eleganz und Komfort.<br />

Mit Xeenos wird eine Matterzertifizierte<br />

Produktlinie<br />

vorgestellt, die den Sonnenschutz<br />

direkt über den<br />

neuen Smart-Home-Standard<br />

ansteuert – herstellerübergreifend<br />

und ohne zusätzliche<br />

Gateways. Außerdem wurde<br />

das Bussystem Omnexo um<br />

neue Features erweitert. Es<br />

positioniert sich zwischen konventionellen<br />

Steuerungen und<br />

KNX und ermöglicht eine einfache<br />

Inbetriebnahme, flexible<br />

Bedienung sowie Funktionen<br />

wie die sonnenstandsabhängige<br />

Lamellennachführung.<br />

Damit eignet sich Omnexo<br />

besonders für den Einsatz in<br />

Büro- oder Bildungsbauten.<br />

Warema Renkhoff SE<br />

Halle 7, Stand 618<br />

A|U|F<br />

Fensterbau mit A|U|F<br />

In diesem Jahr präsentiert<br />

sich die Recycling-Initiative<br />

AIUIF auch in Nürnberg.<br />

Als Mitaussteller auf dem<br />

Gemeinschaftsstand des Verbandes<br />

Fenster und Fassade<br />

(VFF) und Bundesverband<br />

Flachglas (BF) steht der Meinungsaustausch<br />

mit Partnern<br />

und Metall- und Fassadenbauern<br />

im Vordergrund. „Die<br />

Teilnahme an der Messe ist<br />

für uns eine gute Möglichkeit,<br />

mit Metallbau-Unternehmern,<br />

Zulieferfirmen und Praktikern<br />

ins Gespräch zu kommen, und<br />

über den Wertstoffkreislauf bei<br />

AIUIF zu informieren. Unser<br />

Ziel ist es, praxisnahe Lösungen<br />

rund um Nachhaltigkeit,<br />

Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft<br />

im Bauwesen<br />

vorzustellen und zu diskutieren“,<br />

sagt der Vorstandsvorsitzende<br />

Thomas Lauritzen.<br />

Der A|U|F organisiert seit<br />

über 30 Jahren einen geschlossenen<br />

Wertstoffkreislauf<br />

für Aluminium im Bauwesen.<br />

Ziel ist es, gebrauchte Bauprodukte<br />

aus Aluminium zurückzugewinnen,<br />

im Kreislauf zu<br />

halten und die Einhaltung der<br />

Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes<br />

nachzuweisen.<br />

Mittlerweile hat der<br />

Verein ein bundesweites Netz<br />

aus über 250 Mitgliedern und<br />

17 Sammelpartnern aufgebaut.<br />

Gemeinsam werden<br />

jährlich zehntausende Tonnen<br />

Altaluminium erfasst, aufbereitet<br />

und dokumentiert. Im Jahr<br />

2024 gelangten über den<br />

A|U|F rund 75.000 Tonnen<br />

Aluminium zurück in den Stoffkreislauf<br />

– etwa 65 Prozent<br />

davon Post-Consumer-Schrotte<br />

aus Rückbau-, Entkernungsund<br />

Demontageprojekten.<br />

Dadurch wurden ca. 400.000<br />

to CO 2<br />

eingespart.<br />

Mitglieder des AIUIF haben<br />

eindeutige Vorteile: unter<br />

anderem bestätigt ein jährlich<br />

aktualisiertes Zertifikat den<br />

verantwortungsvollen Umgang<br />

mit dem Wertstoff Aluminium.<br />

„Unser Werkstoff kann<br />

ausgezeichnet wiederverwertet<br />

werden und die Bedeutung<br />

von Recyclingmaterial steigt.<br />

Ziel unserer Initiative ist es, das<br />

Material in einem geschlossenen<br />

Stoffkreislauf zu halten und<br />

das auch zu dokumentieren. In<br />

Ausschreibungen und Vergaberichtlinien<br />

wird das Recycling<br />

der verbauten Fenster- und<br />

Fassaden bereits vorgeschrieben“,<br />

so Thomas Lauritzen.<br />

AIUIF e.V<br />

Halle 7A, Stand 524<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

37


special<br />

vorbericht: fensterbau frontale<br />

Illbruck<br />

Fensterproduktion, Sanierung und innovative Multi-Layer-Technologie<br />

Lösungen für die Fensterproduktion:<br />

Das Portfolio<br />

der Produktmarke illbruck<br />

bietet nicht nur die bekannten<br />

und bewährten Lösungen für<br />

die Fensteranschlussfuge,<br />

sondern auch für die Fensterproduktion:<br />

Den FA101<br />

Fenster- und Anschlussfugen-<br />

Silikon zur Nassverglasung<br />

speziell im Holzfenster, den<br />

FA170 Glasleistenfüller, eine<br />

speziell entwickelte Dichtmasse<br />

zur luftdichten Abdichtung<br />

von Glashalteleisten und das<br />

TN126 Elastozellband, als<br />

Vorlegeband für elastische<br />

Dichtstoffe in der Glasfalzabdichtung.<br />

Mit der Neuheit illbruck<br />

DG160 Verglasungsklebstoff<br />

– dem ersten Hybridklebstoff<br />

in dieser Anwendung - werden<br />

Isoliergläser verklebt. Der<br />

Tremco Systemansatz steht<br />

jetzt auch bei der Fensterproduktion<br />

ganz oben. Denn<br />

zur Produktmarke Tremco<br />

gehört das IG-Sortiment, das<br />

Lösungen für die Primär- und<br />

Sekundärabdichtung sowie<br />

den Randverbund parat hält.<br />

Damit kommen alle Kleb- und<br />

Dichtstoffe für die Fensterproduktion<br />

erstmalig aus einer<br />

Hand. Das bietet abgestimmte<br />

Lösungen und damit Sicherheit.<br />

Aufbau des Premium Multifunktionsband TP654.<br />

Illbruck Multi-Layer Technologie<br />

und die Neue Generation<br />

für Bänder: Mit dem Multitalent<br />

TP670 Fugendichtband<br />

ML-Tech PRO, dem Premium<br />

Multifunktionsband TP654<br />

Trio Funktionsband ML-Tech<br />

PRO, dem TP655 Trio Funktionsband<br />

ML-Tech ECO sowie<br />

das Multifunktionsband für<br />

die Standardabdichtung zeigt<br />

Illbruck die Bandtechnologie<br />

der Zukunft. In der Gruppe<br />

der Fugendichtungsbänder<br />

gibt es neben dem TP670<br />

und TP070 mit ML-Tech<br />

weitere Neuentwicklungen:<br />

das TP310 Fugendichtband<br />

BASIC und TP050 Dämmband<br />

ECO. In der Gruppe der<br />

Multifunktionsbänder ist das<br />

TP360 Duo-Funktionsband<br />

ECO eine Ergänzung im Sortiment.<br />

Zur nächsten Generation<br />

der Fugendichtungsbänder<br />

gehören auch die weiterentwickelten<br />

TP600 NG, TP610 NG<br />

und TP601 NG.<br />

Neben den Schwerpunktthemen<br />

kann der Messebesucher<br />

die Produkte in den verschiedenen<br />

Anwendungen selbst<br />

testen.<br />

Auch im Fensterbereich wird<br />

zukünftig der Fokus auf der<br />

Sanierung liegen. Hier hat Illbruck<br />

spezielle i3-ProSysteme<br />

für die Sanierung für ein- und<br />

zweischalige Fassaden und<br />

für Sonderanforderungen wie<br />

Schallschutz, Einbruchschutz<br />

oder für die Vorsatzschale.<br />

Für die Sanierung hat der Hersteller<br />

folgende Produkte im<br />

Portfolio: das TP001 Fugendichtband<br />

Control Innen, der<br />

Wärmedämm-Mörtel PR005<br />

und das TP670 Fugendichtband<br />

ML-Tech Pro.<br />

Illbruck zeigt auf der Messe<br />

sein Sortiment an Folien, das<br />

umfassende Lösungen für<br />

Fenster- und Fassadenanwendungen<br />

bereithält. Dazu<br />

gehören Folienlösungen für:<br />

Schallschutz, Luftdichtheit,<br />

Schlagregenschutz, UV-<br />

Schutz, wasserdichte Folien<br />

für den unteren Anschluss,<br />

Brandschutz, dampfdichte und<br />

dampfoffene sowie feuchtevariable<br />

Folien. Diese gibt es<br />

in unterschiedlichen Befestigungsvarianten<br />

mit und ohne<br />

Selbstklebung, in diversen<br />

Breiten.<br />

Tremco CPG Germany GmbH<br />

Halle 1, Stand 515<br />

Halle 5, Stand 253<br />

Remmers<br />

Herstellerübergreifende Branchenprojekt ID4WIN<br />

ID4WIN: Herstellerübergreifender,<br />

digitaler Produktpass für<br />

Fenster und Türen.<br />

Ein Schwerpunkt der Messepräsentation<br />

ist das<br />

herstellerübergreifende<br />

Branchenprojekt ID4WIN.<br />

Kern des Konzepts ist eine<br />

digitale Bauteilkennzeichnung<br />

über den gesamten Lebenszyklus<br />

eines Fensters hinweg.<br />

Über einen im Glas integrierten<br />

QR-Code (Glas.ID) lassen<br />

sich produkt-, material- und<br />

verarbeitungsbezogene<br />

Informationen digital abrufen.<br />

ID4WIN fungiert damit<br />

als digitaler Produktpass für<br />

Fenster und Türen und erfüllt<br />

bereits heute die künftigen<br />

EU-Anforderungen. Die erste<br />

Serienproduktion mit integrierter<br />

Glas.ID läuft bereits, das<br />

Partnernetzwerk wächst kontinuierlich.<br />

ID4WIN ist zudem<br />

für den Fensterbau Frontale<br />

Award <strong>2026</strong> angemeldet..<br />

Darüber hinaus zeigt Remmers<br />

sein aktuelles Leistungs-<br />

und Produktspektrum für den<br />

Fensterbau.<br />

Im Mittelpunkt stehen abgestimmte<br />

Beschichtungssysteme<br />

für Holz- und Holz-Alu-<br />

Fenster, nachhaltige Induline<br />

Lösungen, flexible Lackkonzepte<br />

für Fenster und Türen<br />

und das 360°-Serviceangebot<br />

für Industrie und Handwerk.<br />

Remmers Gruppe SE<br />

Halle 5, Stand 251<br />

38 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


im fokus<br />

Isover + Rigips: Mehrgeschossiger serieller Holzbau<br />

Neue, optimierte Konstruktionsmöglichkeiten<br />

Der mehrgeschossige Holzbau mit vorelementierten Bauteilen und Modulen steht in einem<br />

Spannungsverhältnis: Zum einen gewinnt er weiter an Bedeutung, gilt er doch als eine der<br />

wichtigsten Bauweisen, um die sozialverträglichen Neubauziele in Deutschland erreichen zu<br />

können. Auch sorgen die Einführung der neuen Musterholzbaurichtlinie (MHolzBauRL) und die<br />

Aktualisierung der DIN 4102-4 für eine Vereinfachung vieler Planungsprozesse. Zum anderen<br />

gelten jedoch hohe Schallschutz- und Brandschutzanforderungen. Außerdem sind oftmals<br />

fehlende Standards deutliche Kostentreiber dieser Bauweise. Isover und Rigips nutzten die<br />

diesjährige Dach+Holz International und präsentieren optimierte Beispielkonstruktionen, um<br />

den mehrgeschossigen seriellen Holzbau effizienter, platzsparender und wirtschaftlicher zu<br />

gestalten – ohne dabei Abstriche in Bauphysik und Wohnkomfort eingehen zu müssen.<br />

Gebäudeabschlusswand für GK 3 – eine besonders<br />

wirtschaftliche, weil einlagig beplankte<br />

Konstruktionsvariante für Holztafelbauwände.<br />

Die schlanke Wohnungstrennwand – Schalldämmmaß<br />

von bis zu Rw = 65 dB<br />

Brandsicher in GK 5 – eine<br />

besonders effiziente wie platzsparende<br />

Wandkonstruktion<br />

Ermöglichen die neuen<br />

Regelwerke inzwischen<br />

auch innovative Holzrahmenprojekte<br />

in der Gebäudeklasse<br />

(GK) 5, werden insbesondere<br />

die hohen Schallschutz-<br />

und Brandschutzanforderungen<br />

beim Bauen mit<br />

dem brennbaren Material Holz<br />

und die daraus resultierenden<br />

komplexen Schichtaufbauten<br />

von Bauteilkonstruktionen<br />

als Erschwernis empfunden.<br />

Genau dieser Komplexität<br />

begegnen Isover und Rigips<br />

mit optimierten, erstmals auf<br />

der Dach+Holz präsentierten<br />

Beispielkonstruktionen. „Die<br />

von uns gezeigten Konstruktionen<br />

sind Teil einer beim ift<br />

Rosenheim getesteten Serie<br />

an Brand- und Schallschutzvarianten,<br />

die den mehrgeschossigen<br />

Holzbau nachgewiesen<br />

effizienter, platzsparender und<br />

wirtschaftlicher machen werden“,<br />

erklärt Michael Berger,<br />

Marktmanager Serieller Holzund<br />

Modulbau bei Isover und<br />

Rigips.<br />

Gebäudeabschlusswand<br />

für GK 3<br />

Eine der beispielhaft vorgestellten<br />

Konstruktionen ist eine<br />

optimierte Gebäudeabschlusswand<br />

mit der Brandschutzanforderung<br />

F90-B von außen<br />

und F30-B von innen bei der<br />

Verwendung von brennbaren<br />

Bauteilen – eine spezifische<br />

Konstruktionslösung für<br />

Gebäude der Klasse GK 3.<br />

Diese unterliegen nicht den<br />

Anforderungen der MHolz-<br />

BauRL, wodurch vereinfachte<br />

Konstruktionen (gegenüber<br />

GK 4 und 5) möglich sind. Auf<br />

Basis der vliesarmierten und<br />

feuchtebeständigen Spezialgipsplatte<br />

Rigips Glasroc X,<br />

robusten Rigidur H Gipsfaser-<br />

Wandplatten sowie der<br />

Hochleistungs-Mineralwolle<br />

Isover Ultimate bieten beide<br />

Hersteller eine geprüfte und<br />

besonders wirtschaftliche, weil<br />

einlagig beplankte Konstruktionsvariante<br />

für Holztafelbauwände<br />

an.<br />

Die schlanke Wohnungstrennwand<br />

Ein weiteres Beispiel für eine<br />

ift-geprüfte, leistungsstarke<br />

Holzbaukonstruktion stellt die<br />

„schlanke Wohnungstrennwand“<br />

dar – eine einfache<br />

und wirtschaftliche Alternative<br />

mit einer Wandstärke von<br />

< 200 mm. Die Basis bildet<br />

eine einfache Holzständerwand<br />

im Gegensatz zu sonst<br />

oft üblichen Doppelständerwänden.<br />

Durch die innovative<br />

Kombination aus Gipsfaserund<br />

Feuerschutzplatten, einer<br />

Dämmung aus Ultimate sowie<br />

schallentkoppelter Rigips<br />

Direktbefestiger wird ein<br />

Schalldämmmaß von bis zu<br />

R w<br />

= 65 dB erreicht.<br />

Effizient auch in GK 5<br />

Mit der Einführung der<br />

MHolzBauRL können Holzbauunternehmen<br />

nun auch<br />

ohne Einzelgenehmigungen<br />

größere Projekte überregional<br />

realisieren. Auf Basis der nichtbrennbaren<br />

(A1, Schmelzpunkt<br />

> 1.000 °C) Ultimate<br />

Mineralwolle, robusten Rigidur<br />

H Gipsfaser-Wandplatten<br />

und der feuchteresistenten<br />

Rigips Glasroc X als außenseitige<br />

Beplankung bietet der<br />

Hersteller eine besonders<br />

effiziente wie platzsparende<br />

Wandkonstruktion bis GK 5<br />

an. Mit alternativen tragenden<br />

Holzprodukten wie etwa<br />

Furnierschichtholz sind zudem<br />

weitere Optimierungen und<br />

Varianten möglich.<br />

Alle auf der Messe vorgestellten<br />

neuen Konstruktionslösungen<br />

für den mehrgeschossigen<br />

seriellen Holzbau<br />

finden sich detailliert unter<br />

rigips.de/dachundholz.<br />

Weitere Informationen<br />

zum leistungsstarken Holzbau<br />

sind auf www.isover.<br />

de/holzbau beziehungsweise<br />

www.rigips.de/holzbau<br />

zusammengestellt.<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

39


produkte<br />

Esylux<br />

Komplexität vereinfachen<br />

Neben einem rundum<br />

aktualisierten Messeauftritt<br />

wird Esylux auf<br />

der Light + Building <strong>2026</strong><br />

mehrere neue Automationsund<br />

Lichtlösungen präsentieren.<br />

Zum Beispiel den APC<br />

Ethernet Link, mit dem sich<br />

DALI-2-Steuereinheiten von<br />

Esylux miteinander verknüpfen<br />

und so bis zu 16 Bus-<br />

Linien unter anderem zentral<br />

übersteuern lassen. Auch die<br />

neuen BMS-Wandpräsenzmelder<br />

der Einstiegsserie<br />

Basic für DALI-2 können<br />

Besucher erstmal erleben.<br />

Vielfältig einsetzbare Lenjy-<br />

Deckenleuchten erweitern das<br />

Portfolio im Bereich Innenbeleuchtung,<br />

Fassadenleuchten<br />

der neuen Serie Wilma sorgen<br />

mit optional integriertem Bewegungsmelder<br />

für Sicherheit<br />

im Außenbereich.<br />

Die energieeffiziente Modernisierung<br />

von Gebäuden<br />

durch intelligente Automations-<br />

und Lichtlösungen ist<br />

oftmals von komplexen Anforderungen<br />

begleitet. Wie sich<br />

das Ganze dennoch einfach<br />

umsetzen lässt, steht im Fokus<br />

des Esylux-Messeauftritts<br />

auf der kommenden Light +<br />

Building.<br />

Mit DALI-2-Steuereinheiten<br />

von Esylux, integriert in einen<br />

APC-Präsenzmelder oder in<br />

ein APC-Hutschienenmodul,<br />

lässt sich die Beleuchtung in<br />

allen Bereichen eines Gebäudes<br />

zukunftssicher modernisieren.<br />

Um die jeweiligen Linien<br />

darüber hinaus miteinander<br />

verknüpfen und dann zentral<br />

übersteuern zu können,<br />

präsentiert der Hersteller den<br />

APC Ethernet Link. Mit ihm<br />

gelingt ein zentrales Schalten<br />

von bis zu 16 Linien genauso<br />

wie zum Beispiel eine gebäudeweite<br />

Interaktion in Form<br />

einer Schwarmfunktion oder<br />

eines flexiblen Umschaltens<br />

von Gruppen.<br />

Im Bereich der Innenbeleuchtung<br />

zeigt das Unternehmen<br />

unter anderem die neuen<br />

DALI-2-Deckenleuchten Lenja,<br />

die optional mit Tunable White<br />

erhältlich sind. Die Pendelvarianten<br />

der Serie verfügen über<br />

einen Indirektlichtanteil von<br />

45 % sowie als Zubehör ein<br />

Leermodul und ein Endstück<br />

mit integriertem Flat-Präsenzmelder<br />

für eine ebenso praktische<br />

wie einfache Integration<br />

in eine DALI-2-Lichsteuerung.<br />

Die Ausführungen für die<br />

Aufbaumontage eignen sich<br />

durch Schutzart IP44 auch<br />

für den Einsatz in Sanitär- und<br />

Umkleidebereichen.<br />

Darüber hinaus wird die neue<br />

Serie Wilma präsentiert. Die<br />

Fassadenleuchten, deren<br />

Lichtfarbe sich zwischen 2700<br />

und 4000 K umschalten lässt,<br />

verfügen optional über einen<br />

integrierten Bewegungsmelder.<br />

Er kann bei Bedarf eine Gruppe<br />

angeschlossener sensorloser<br />

Leuchten schalten und erlaubt<br />

auch die Parallelschaltung mit<br />

anderen melderbestückten<br />

Ausführungen. Dämmerungsabhängige<br />

Lichtmodi wie<br />

gedimmtes Nachleuchten oder<br />

Orientierungslicht sorgen für<br />

zusätzliche und energieeffizient<br />

umgesetzte Sicherheit.<br />

ESYLUX GmbH & Co. KG<br />

Halle 11.1, Stand C89<br />

www.esylux.com<br />

Vetrotech<br />

Anti-Panik-Verglasung der Widerstandsklasse RC2<br />

mit speziellen Folien<br />

Unter Anti-Panik-Türen<br />

versteht man Türanlagen,<br />

die im Notfall –<br />

z.B. bei einem Gebäudebrand<br />

– von innen durch Betätigung<br />

des Öffnungsbügels oder<br />

eines Türdrückers zu öffnen<br />

sind. Dadurch lassen sich diese<br />

Türen allerdings auch von<br />

außen durch Zerstörung der<br />

Verglasung leicht öffnen. Deswegen<br />

werden Verglasungen<br />

für Anti-Panik-Türen mit einem<br />

speziellen Verbundglas hergestellt,<br />

das i.d.R. einen Kern aus<br />

Polycarbonat hat, um der entsprechenden<br />

Widerstandsklasse<br />

nach EN 1627/EN 1630<br />

standzuhalten. Vetrotech ist es<br />

gelungen, eine RC2-Anti-Panik-<br />

Verglasung zu entwickeln, die<br />

ohne Polycarbonat auskommt,<br />

trotzdem den Glasangriff<br />

nach EN 1627/EN 1630<br />

bestanden hat und somit alle<br />

sicherheitsrelevanten Eigenschaften<br />

erfüllt.<br />

Glasflächenangriff für Anti-Panik-Verglasungen nach EN 1630 für das<br />

Produkt Vetrogard Attack RC2.21 AP<br />

In der EN 1627 sind sieben<br />

Widerstandsklassen definiert.<br />

Bauteile der Widerstandsklasse<br />

RC2 – in diesem Fall das<br />

Verbundsicherheitsglas Vetrogard<br />

Attack RC2.21 – widerstehen<br />

dem Aufbrechen mit<br />

einfachen Hebelwerkzeugen<br />

wie Schraubendreher, Zange<br />

oder Keilen mindestens drei<br />

Minuten lang.<br />

Konnte diese Anforderung bislang<br />

nur durch einen Glasverbund<br />

mit Polycarbonat-Kern<br />

erfüllt werden, übernehmen<br />

jetzt spezielle Folien diese<br />

Funktion. Der Vorteil: Vetrogard<br />

Attack RC2.21 hat eine<br />

höhere Lichttransmission von<br />

86 % statt 81 % und ist 2 mm<br />

dünner als die Variante mit<br />

Polycarbonat. Zudem muss<br />

das Glas nicht im Rahmenprofil<br />

verklebt werden – dies<br />

erleichtert die Verarbeitung.<br />

Die neue Verglasung erlaubt<br />

mit 1.600 mm x 3.450 mm<br />

zudem größere Abmessungen<br />

als die Polycarbonat-Variante.<br />

Für die Anti-Panik-Widerstandsklassen<br />

RC3 bis RC5<br />

werden weiterhin die Sicherheitsgläser<br />

mit Polycarbonat<br />

angeboten, da mögliche Folienvarianten<br />

viel zu dick und<br />

zu schwer für Anti-Panik-Türen<br />

und -Fluchttürsysteme wären.<br />

Vetrotech Saint-Gobain<br />

Deutschland<br />

www.vetrotech.com<br />

40 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


produkte<br />

Naturbo<br />

FireProtect: Erste Feuerschutzplatte aus Steinwolle und Lehmputz<br />

Naturbo hatte letztes<br />

Jahr die FireProtect-<br />

Plate – eine brandschutzgeprüfte<br />

Lehmplatte im<br />

Format 62,5 × 125 cm vorgestellt.<br />

Diese kombiniert eine<br />

20 mm dicke Steinwollplatte<br />

mit einer 10 mm starken<br />

Lehmputzschicht und bietet<br />

somit einen doppelten Vorteil:<br />

Während die Steinwolle den<br />

Brandschutz übernimmt<br />

(geplant: Feuerwiderstand F<br />

30 bis F 60, Baustoffklasse A),<br />

sorgt der Lehm für Feuchteausgleich,<br />

Wärmespeicherung<br />

und ein gesundes<br />

Raumklima. Optional soll die<br />

FireProtect-Plate auch mit<br />

integrierten Rohrregistern<br />

verfügbar sein – geeignet für<br />

Decken- oder Wandheizungen<br />

mit zusätzlichen Brandschutzanforderungen.<br />

Die diffusionsoffene und<br />

zugleich klimawirksame Platte<br />

eignet sich somit optimal für<br />

brandschutzrelevante Bereiche<br />

im Bürobau, Wohnbau oder<br />

bei Bildungseinrichtungen.<br />

naturbo – Lehmputz<br />

Trockenbausysteme<br />

GmbH & Co. KG<br />

www.naturbo.de<br />

Regiolux<br />

Beleuchtungssanierung: Konzept „Light Upgrade 360°"<br />

Steigende Energiepreise,<br />

verschärfte Anforderungen<br />

an Effizienz und<br />

Normen sowie begrenzte<br />

Budgets rücken die Beleuchtungssanierung<br />

zunehmend in<br />

den Fokus. Gleichzeitig zeigt<br />

sich: Der reine Austausch<br />

durch günstige Standardlösungen<br />

greift oft zu kurz. Fehlende<br />

Anpassungsfähigkeit,<br />

unklare Prüfgrundlagen und<br />

eingeschränkte Lebensdauer<br />

relativieren vermeintliche Einsparungen<br />

schnell. Mit „Light<br />

Upgrade 360°“ positioniert<br />

sich Regiolux bewusst als<br />

hochwertige, wirtschaftlich<br />

überzeugende Alternative –<br />

und als spezialisierter Partner<br />

für individuelle Sanierungsaufgaben.<br />

„Light Upgrade 360°“ steht<br />

für einen ganzheitlichen<br />

Ansatz, der bestehende<br />

Leuchten – unabhängig vom<br />

Hersteller – nicht pauschal<br />

ersetzt, sondern gezielt<br />

weiterentwickelt. Vorhandene<br />

Gehäuse, Befestigungspunkte<br />

und bauliche Strukturen<br />

bleiben erhalten, während<br />

Lichtquelle, Betriebsgerät,<br />

Verdrahtung und Optik auf<br />

den aktuellen Stand der<br />

Beispiel aus der Produktion von Kräuterhaus Wild in Grettstatt. Der Vergleich<br />

zeigt deutlich die verbesserte Lichtqualität nach der Sanierung<br />

(links: Bestandssituation, rechts: nach Sanierung).<br />

Technik gebracht werden.<br />

Das senkt Investitionskosten,<br />

reduziert Montageaufwand<br />

und verkürzt Stillstandszeiten<br />

– ohne Kompromisse bei<br />

Energieeffizienz oder Rechtssicherheit.<br />

Gleichzeitig steigen<br />

Lichtqualität und Nutzungskomfort<br />

deutlich. Selbst im<br />

Hinblick auf zukünftige Anforderungen<br />

lassen sich passende<br />

Lösungen integrieren, etwa<br />

um Verwaltungsgebäude oder<br />

kommunale Einrichtungen auf<br />

vielfältige Flächennutzungen<br />

vorzubereiten. Für Betreiber<br />

bedeutet das messbar reduzierte<br />

Lebenszykluskosten, für<br />

Planer und Facility Manager<br />

eine nachhaltige und effektive<br />

Maßnahme.<br />

Ob besondere Befestigungssituationen,<br />

denkmalgeschützte<br />

Gebäude, spezielle Lichtverteilungen<br />

oder die Integration<br />

von Notlicht, Sensorik und<br />

Steuerung: „Light Upgrade<br />

360°“ ermöglicht Lösungen,<br />

die exakt auf das jeweilige<br />

Objekt und ihre Nutzer zugeschnitten<br />

sind. Möglich wird<br />

das durch hohe Fertigungstiefe,<br />

kurze Entscheidungswege<br />

und die hauseigene CE-<br />

Prüfung.<br />

Seit dem angekündigten Aus<br />

für Leuchtstofflampen bietet<br />

Regiolux entsprechende<br />

Sanierungslösungen – sogenannte<br />

Green-Kits – an<br />

und hat dieses Aufgabenfeld<br />

durch zahlreiche Projekte kontinuierlich<br />

weiterentwickelt.<br />

Ressourcen werden geschont,<br />

indem Bestehendes intelligent<br />

weitergenutzt wird, während<br />

moderne LED- und Lichttechnik<br />

den Energieverbrauch<br />

dauerhaft senkt und eine<br />

langfristige Betriebssicherheit<br />

gewährleistet.<br />

Regiolux versteht sich dabei<br />

nicht als reiner Leuchtenlieferant,<br />

sondern als Lösungsentwickler,<br />

der Projekte von<br />

der Bestandsanalyse bis zur<br />

umsetzungsreifen Sanierung<br />

begleitet.<br />

Regiolux GmbH<br />

www.regiolux.de<br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

41


anche aktuell<br />

Lasselsberger, s.r.o.<br />

Neuer Geschäftsführer<br />

Jiří Malkus<br />

Zum 1. Januar <strong>2026</strong> erfolgte<br />

eine Änderung in<br />

der obersten Geschäftsführung<br />

der Gesellschaft<br />

Lasselsberger, s.r.o. Neuer<br />

Geschäftsführer ist nun Jiří<br />

Malkus, der die Verantwortung<br />

für die Leitung und die weitere<br />

strategische Entwicklung des<br />

Unternehmens übernimmt. Er<br />

ersetzt damit Roman Blažíček,<br />

der über mehr als zwanzig<br />

Jahren hinweg maßgeblich<br />

zum Wachstum und zur<br />

Stärkung der Position des<br />

Unternehmens auf dem heimischen<br />

und internationalen<br />

Markt beigetragen hat.<br />

Diese Veränderung wurde<br />

sorgfältig vorbereitet: Jiří Malkus<br />

ist bereits seit September<br />

2025 Mitglied des Teams der<br />

Lasselsberger s.r.o. Roman<br />

Blažíček wird auch in Zukunft<br />

in der Lasselberger Group<br />

tätig sein, wo er sich auf die<br />

Vertretung ihrer Interessen bei<br />

der Ausarbeitung von Rechtsvorschriften<br />

zur Förderung der<br />

energieintensiven Industrie<br />

konzentrieren wird.<br />

Herr Malkus bringt umfangreiche<br />

Erfahrungen mit, die er in<br />

bedeutenden Unternehmen<br />

in Tschechien und über die<br />

Landesgrenzen hinaus sammelte.<br />

Er ist ein anerkannter<br />

Experte für die Transformation<br />

und Neuausrichtung von<br />

Unternehmen, die Steigerung<br />

ihrer Effizienz sowie für die<br />

Einführung von Automatisierung<br />

und Digitalisierung in die<br />

Unternehmensprozesse. In<br />

seiner neuen Funktion wird er<br />

sich gemeinsam mit seinem<br />

Team auf die langfristige Entwicklung<br />

der Produktionsstätten,<br />

die Stärkung der partnerschaftlichen<br />

Beziehungen und<br />

das weitere Wachstum des<br />

Unternehmens konzentrieren.<br />

„Es ist mir eine Ehre, Teil<br />

der Lasselsberger-Familie zu<br />

sein – eines Unternehmens<br />

mit einer reichen Geschichte,<br />

mit festen Werten und einer<br />

klaren Vision, in dem die<br />

Menschen der Schlüssel zum<br />

Erfolg sind. Ich glaube an die<br />

Kraft der Zusammenarbeit,<br />

den Aufbau von gegenseitigem<br />

Vertrauen und das<br />

Erreichen gemeinsamer Ziele<br />

mittels positiver Einstellung<br />

und Energie. Ich werde mich<br />

auf die langfristige strategische<br />

Entwicklung des<br />

Unternehmens, die Innovation<br />

der Rako-Produkte, die<br />

kontinuierliche Steigerung der<br />

betrieblichen Effizienz sowie<br />

die Schaffung eines Umfelds<br />

konzentrieren, welches das<br />

Wachstum, die Motivation<br />

und die berufliche Entwicklung<br />

unserer Mitarbeiter<br />

fördert“, erklärt Jiří Malkus.<br />

„RAKO ist eine starke Marke<br />

mit einer langen Tradition<br />

und einer ausgezeichneten<br />

Position auf dem Markt. Unser<br />

Ziel ist es, ihr Potenzial weiterzuentwickeln<br />

und unsere Position<br />

im In- und Ausland weiter<br />

zu stärken“, fügt er hinzu.<br />

Lasselsberger, s.r.o.<br />

www.rako.eu<br />

Tremco CPG übernimmt Kalzip GmbH<br />

Strategische Akquisition<br />

Die Tremco Construction<br />

Products Group<br />

(„Tremco CPG“) gab<br />

im Januar bekannt, dass eine<br />

verbindliche Vereinbarung zur<br />

Übernahme der Kalzip GmbH<br />

(„Kalzip“) unterzeichnet wurde,<br />

einem führenden Anbieter<br />

von Dächern, Fassaden und<br />

Gebäudehüllen aus Aluminium<br />

und Metall.<br />

Seit seiner Gründung im Jahr<br />

1968 ist Kalzip führend im<br />

Bereich architektonischer<br />

Innovationen. Das Unternehmen<br />

mit Sitz in Koblenz<br />

ist spezialisiert auf leichte,<br />

witterungsbeständige und<br />

flexible Dachsysteme sowie<br />

ästhetisch anspruchsvolle und<br />

funktionale Fassadentechnologien.<br />

Seine hochmodernen<br />

Rollformmaschinen und<br />

mobilen Produktionseinheiten<br />

gewährleisten hochwertige,<br />

vor Ort anpassbare Lösungen<br />

für Architekten, Planer und Installateure.<br />

Über 120 Millionen<br />

Quadratmeter Aluminiumlösungen<br />

weltweit – zu den<br />

herausragenden Projekten<br />

gehören unter anderem die<br />

Dachsanierung des Flughafens<br />

El Prat in Barcelona,<br />

die Mercedes-Benz Arena in<br />

Berlin, das Kinderkrankenhaus<br />

in Dublin und Ikea Dubai, um<br />

nur einige zu nennen.<br />

„Mit dieser Übernahme<br />

erweitert Tremco CPG nicht<br />

nur seine Präsenz in Europa,<br />

Indien und weiteren internationalen<br />

Märkten, in denen<br />

Kalzip bereits vertreten ist. Sie<br />

ermöglicht uns zudem, unseren<br />

paneuropäischen Kunden<br />

künftig eine große Auswahl<br />

an hochwertigen Aluminium-<br />

Gebäudehüllen anzubieten,“<br />

so Andrew Gwyther, Präsident<br />

von Tremco CPG Europe.<br />

„Dies ist besonders relevant,<br />

da die Nachfrage nach Aluminiumbausystemen<br />

kontinuierlich<br />

steigt – nicht zuletzt<br />

aufgrund ihrer überzeugenden<br />

Vorteile wie Haltbarkeit, Langlebigkeit,<br />

Nachhaltigkeit und<br />

hoher Energieeffizienz.“<br />

Die Kombination der innovativen<br />

Aluminiumtechnologien<br />

von Kalzip mit dem breiteren<br />

Portfolio von Tremco CPG, das<br />

eine Reihe von Systemen für<br />

die Fugenabdichtung, Verklebung<br />

und Isolierung, Dachsanierung<br />

und -instandhaltung,<br />

passiven Brandschutz,<br />

Bodenbeschichtung sowie<br />

Betonschutz und -sanierung<br />

umfasst, steht im Einklang<br />

mit der Strategie von Tremco<br />

CPG, einen nahtlosen, integrierten<br />

Ansatz für modernes<br />

Bauen anzubieten<br />

.<br />

„Dank unserer globalen<br />

Präsenz und der sich ergänzenden<br />

Produktportfolios<br />

können Tremco und Kalzip<br />

gemeinsam maßgeschneiderte,<br />

leistungsstarke Lösungen<br />

für Gebäudehüllen anbieten<br />

– perfekt abgestimmt auf<br />

unterschiedliche architektonische<br />

Anforderungen in<br />

verschiedenen Märkten und<br />

Großprojekten“, so Gwyther<br />

weiter. „Unser gemeinsames<br />

Engagement für umweltfreundliche<br />

Baupraktiken wird<br />

auch künftig Innovationen im<br />

nachhaltigen Bauen weltweit<br />

vorantreiben.“<br />

Tremco CPG Germany GmbH<br />

www.tremcocpg.eu<br />

42 element + BAU • 1/<strong>2026</strong>


vorschau<br />

Die Fachzeitschrift für Objektbau<br />

ISSN 0934-5914<br />

Verlag:<br />

Dr. Harnisch Verlagsgesellschaft mbH<br />

Eschenstraße 25<br />

90441 Nürnberg<br />

Tel.: +49 (0)911 2018-0<br />

Fax: +49 (0)911 2018-100<br />

E-Mail: e+b@harnisch.com<br />

internet: http://www.harnisch.com<br />

Bildnachweis: Warema<br />

Geschäftsleitung:<br />

Dr. Claus-Jörg Harnisch<br />

Benno Keller<br />

Technische Leitung:<br />

Armin König<br />

Redaktionsteam:<br />

Armin König (verantw.)<br />

Mediaberatung:<br />

Verlagsvertretung Petra Diews<br />

Tel.: 089/8641955<br />

Abonnement:<br />

Marta Bletek-Gonzalez<br />

Erscheinungsweise:<br />

6 x jährlich: Ausgaben im Februar, April,<br />

Juli, September, Oktober, Dezember<br />

Bildnachweis: © Studio Blickfang<br />

Special in Ausgabe 2/<strong>2026</strong>:<br />

Kindergärten; Schulen<br />

Nicht erst seit dem Sondervermögen, dass<br />

der Bundestag letztes Jahr verabschiedete,<br />

ist der Bau von Kindergärten und Schulen<br />

ein "heißes Thema" im Objektbau. Stellte der<br />

verpflichtende Anspruch auf einen Kitaplatz<br />

lange Jahre die Betreiber von Kindergärten<br />

unter einen gewissen "Neubaudruck"<br />

von Kindergärten, so wurde dies praktisch<br />

nahtlos durch die Migration der letzten<br />

Jahre abgelöst, wodurch dringend Kindergartenplätze<br />

und vor allem Schulen für die<br />

mit eingereisten Kinder und Jugendlichen<br />

benötigt wurden. Hinzu kommt, dass viele<br />

Gebäude im Bestand heute dringend sanierungsbedürftig<br />

sind und auch nicht mehr<br />

den Anforderungen an neue, pädagogische<br />

Konzepte genügen. Damit war und ist das<br />

Thema die letzten Jahre auch immer wieder<br />

in element + BAU aufgegriffen worden. Ein<br />

aus unserer Sicht immer wieder spannendes<br />

Thema, denn gerade die Detaillösungen<br />

sind hier besonders spannend: Von guter<br />

Belüftung, über Sprachverständlichkeit,<br />

Vandalismussicherheit bis hin zu kindgerechter<br />

Umgebung machen die Qualität dieser<br />

Gebäude erst aus.<br />

Weitere Themen in element + BAU 2/26<br />

werden sein: Sonnenschutzsysteme;<br />

Lüftungstechnik; Fassaden; Fenster; Türen;<br />

Automatiktüren; Tore; Balkone; Barrierefreies<br />

Bauen; Systembau; Modulbau; Decke,<br />

Wand, Boden; Rohbau; Holzbau; Glaskonstruktionen;<br />

Sicherheitstechnik; Keramik und<br />

Sanitär<br />

element + BAU 2/26 erscheint am 04. Mai<br />

<strong>2026</strong>.<br />

Bezugspreis:<br />

Jahresabonnement:<br />

EUR 48,- + EUR 12,- Versandkosten<br />

zzgl. MwSt.<br />

Auslandsbezugspreis:<br />

EUR 48,- + EUR 18,- Versandkosten<br />

Druck:<br />

AKONTEXT s.r.o,<br />

Zárydničná 2048 / 7<br />

141 00 Praha 4<br />

Tschechien<br />

Derzeit gültige Anzeigenpreisliste:<br />

Nr. 58, ab 01.01.<strong>2026</strong><br />

© Copyright <strong>2026</strong><br />

element + BAU • 1/<strong>2026</strong><br />

43


10 JAHRE<br />

LEDVANCE<br />

100 JAHRE<br />

EXZELLENZ<br />

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